| (19) |
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(11) |
EP 0 546 402 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.04.1996 Patentblatt 1996/16 |
| (22) |
Anmeldetag: 27.11.1992 |
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Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen von oberflächenstrukturierten
Plattenbahnen und damit hergestellte Spanplatte
Method and apparatus for continuous production of surface refined boards and chip
board so obtained
Procédé et dispositif de fabrication continue et de décoration de surface de panneaux
agglomérés et panneau aggloméré ainsi obtenu
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
12.12.1991 DE 4140982 17.08.1992 DE 4227224 02.09.1992 DE 4229284
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.06.1993 Patentblatt 1993/24 |
| (73) |
Patentinhaber: Bison-Werke Bähre & Greten GmbH & Co. KG |
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D-31832 Springe (DE) |
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Erfinder: |
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- Greten, Berndt
W-3257 Springe 1 (DE)
- Seeger, Günter
W-3257 Springe 1 (DE)
- Poppelreuter, Klaus
W-3257 Springe 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dipl.-Phys.Dr. Manitz
Dipl.-Ing. Finsterwald
Dipl.-Ing. Grämkow
Dipl.Chem.Dr. Heyn
Dipl.Phys. Rotermund
Morgan, B.Sc.(Phys.) |
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Postfach 22 16 11 D-80506 München D-80506 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 187 665 DE-A- 3 902 705 US-A- 2 907 071
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DE-A- 2 408 232 DE-C- 3 249 394 US-A- 4 047 865
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine Anlage zur Durchführung eines derartigen Verfahrens ist aus der EP 0 187 665
A1 bekannt. Diese Anlage dient der kontinuierlichen Herstellung und Oberflächenveredelung
einer Plattenbahn aus einem Vlies, das mindestens mit einem Bindemittel versetzte
lignozellulose- und/oder zellulosehaltige Späne, Fasern oder dergleichen Teilchen
enthält, und umfaßt eine kontinuierlich arbeitende und einen Preßspalt aufweisende,
beheizte Preßvorrichtung, insbesondere eine Doppelband-Fertigpresse. Bei dieser Anlage
ist wenigstens einem der den Preßspalt bildenden, im Betrieb temperierten Organe eine
Auftragsvorrichtung für Lack oder Farbe zugeordnet und/oder zumindest eine Präge-
und/oder Profilierungseinrichtung für die mit oder ohne Farbstoff vorbehandelte Deckschichtteilchen
aufweisende Plattenbahn vorgesehen.
[0003] Die Möglichkeiten einer derartigen Anlage zur Gestaltung von Plattenoberflächen sind
aufgrund der lediglich kontinuierlich erfolgenden Durchführung des Verfahrens jedoch
begrenzt. Auch das Vorsehen eines nachgeordneten Walzenpaares zur Durchführung einer
ergänzenden Oberflächenbehandlung stellt nur eine Erweiterung dieses grundsätzlich
nur kontinuierlich ablaufenden bekannten Verfahrens dar.
[0004] Zum Oberflächenstrukturieren von Spanplatten während deren Herstellung ist es außerdem
schon bekanntgeworden (DE-OS 32 49 394), zusammen mit dem Vlies ein gesondertes Prägeband
zwischen die beiden Endlospreßbänder einer Doppelbandpresse miteinzuführen. Die Oberflächenstrukturierung
des Prägebandes kann durch Schleifen, Sandstrahlen, Kugelstrahlen, thermisches Aufspritzen
einer Metallegierung, Abformen einer profilierten Walze oder Trommel unter Druck,
Ätzen, Mehrfachstufenätzen und dergleichen hergestellt werden.
[0005] Das Erfordernis eines gesonderten Prägebandes bedeutet einen erhöhten vorrichtungs-
und verfahrenstechnischen Aufwand. Des weiteren sind die mit dem vorbekannten Prägeband
erzielbaren Oberflächenstrukturen auf einer mit einer kunstharzimprägnierten Papierbahn
abgedeckten Spanplatte nicht geeignet, die zur Vermeidung eines Glanzes oder einer
zu großen Oberflächenglätte erforderliche Feinstrukturierung aufzubringen, ohne daß
auch tiefere Eindrücke und sonstige Ungleichmäßigkeiten mit erzeugt werden.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein verbessertes, besonders wirtschaftliches
Verfahren zu schaffen, das mit möglichst geringem maschinentechnischen und betriebsmäßigen
Aufwand durchgeführt werden kann und die Möglichkeit zu einer besonders vielgestaltigen
Oberflächenstrukturierung und einem hohen Veredelungsgrad von Plattenoberflächen bietet.
[0007] Die zur Lösung dieser Aufgabe gemäß der Erfindung vorgesehenen Maßnahmen sind im
kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegeben.
[0008] Im folgenden soll auf einige besondere Vorteile der Erfindung verwiesen werden.
[0009] Durch die Schaffung einer im wesentlichen glaskugelgestrahlten Oberflächenstruktur
der Preßfläche, die eine geringe Rauhtiefe aufweist, ergibt sich zum einen eine sehr
geringe Schwächung des Preßbandes, und zum anderen werden besonders fein mattierte
Spanplattenoberflächen erhalten.
[0010] Zweckmäßig ist es, die Feinrauhigkeit der Preßfläche im Bereich einer vorhandenen
Schweißnaht in gleicher Weise wie an den übrigen Stellen des Endlospreßbandes zu wählen,
wozu die Schweißnaht vor der Glaskugelstrahlung glattzuschleifen und / oder zu polieren
ist.
[0011] Besonders vorteilhaft ist die Art der Prägung der erfindungsgemäßen Endlosbänder,
die auf der Bandpresse selbst erfolgen kann. Die Bandpresse dient somit gleichzeitig
als Teil der Vorrichtung zur Herstellung der Endlosbänder. Von Vorteil ist ferner,
daß durch längeren Gebrauch verschlissene Preßflächen eines Endlospreßbandes jederzeit
nachgearbeitet werden können. Die Verwendung der Bandpresse selbst als Teil der Vorrichtung
zur Herstellung der Oberflächenstrukturierung wirkt sich also nicht nur bei der ersten
Herstellung des Preßbandes vorteilhaft aus, sondern auch bei Nachbearbeitungen, für
die lediglich erneut die Glaskugelstrahlvorrichtung im Bereich einer der Umlenkwalzen
angeordnet werden muß, während die Endlosbänder selbst in keiner Weise demontiert
oder speziell hergerichtet werden müssen.
[0012] An die mittels der Endlospreßbänder kontinuierlich erfolgende Oberflächenstrukturierung
können sich diskontinuierliche Verfahrensschritte entsprechend Patentanspruch 3 anschließen,
wodurch sich nochmals eine beträchtliche Steigerung der Wirtschaftlichkeit und ein
Veredelungsgrad von Plattenoberflächen erzielen läßt, der höchsten Ansprüchen genügt.
[0013] Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung beschrieben;
in dieser zeigt:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Doppelbandpresse, die gleichzeitig
als Vorrichtung zur Herstellung einer Oberflächenstrukturierung verwendet wird,
- Figur 2
- eine vergrößerte teilweise geschnittene Seitenansicht der Glaskugelstrahlvorrichtung
nach Figur 1,
- Figur 3
- eine schematische Draufsicht des Gegenstandes der Figur 1, und
- Figur 4
- einen schematischen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Spanplatte.
[0014] Figur 1 zeigt in stark schematisierter Form eine Doppelbandpresse 16 mit zwei Endlospreßbändern
13, 14, die um Umlenkwalzen 19, 20 herumgelegt sind und mit zwei in geringem Abstand
einander gegenüberliegenden Trümern einen Preßspalt 15 bilden. Die beiden den Preßspalt
15 definierenden Trümer beaufschlagende Preß- und Heizeinrichtungen sind bei 25, 26
angedeutet.
[0015] In bekannter Weise wird in den Preßspalt 15 einer derartigen Doppelbandpresse 16
ein Vlies 12 aus mit Bindemittel versetzten lignozellulose- und / oder zellulosehaltigen
Spänen oder Fasern zugeführt, welches in der Doppelbandpresse 16 zu einer Spanplattenbahn
11 geformt und gepreßt wird. Zusammen mit dem Vlies 12 wird in den Preßspalt 15 eine
kunstharzimprägnierte Papierbahn 17 eingeführt, welche von einer geeignet angeordneten
Vorratsrolle 27 abgewickelt wird.
[0016] Bevor die Doppelbandpresse 16 in der vorstehend beschriebenen Weise in Betrieb gesetzt
wird, wird die Preßfläche 18 des oberen Endlos-Preßbandes 13 nach den Figuren 1, 2
und 3 mittels einer Glaskugelstrahlvorrichtung 21 mit einer Oberflächenstrukturierung
einer Rauhtiefe von weniger als 100 µm versehen. Die Glaskugelstrahlvorrichtung 21
ist oberhalb der oberen linken Umlenkwalze 19 angeordnet und weist eine Kugelstrahldüse
28 auf, die unmittelbar oberhalb der Preßfläche 18 angeordnet ist. Durch rund umlaufende
Bürsten 29 oder dergleichen, die auf der Preßfläche 18 aufliegen, ist die Kugelstrahldüse
28 gegenüber der Umgebung abgedichtet.
[0017] Durch ein Glaskugelzuführrohr 30 (Figuren 1, 2) werden Glaskugeln 24 mit einem Durchmesser
von etwa 0,2 mm innerhalb eines Luftstrahles mit einem Druck von 3 bar bis 5 bar in
die Düse 28 befördert, von wo aus sie mit hoher Geschwindigkeit auf die Preßfläche
18 innerhalb der der durch die Bürsten 29 gebildeten Rundumdichtung auftreffen und
dort für eine charakteristische Feinoberflächenstrukturierung sorgen. Aufgrund der
hohen Geschwindigkeit und des speziellen Springverhaltens von Glaskugeln auf einer
Edelstahloberfläche schnellen die Glaskugeln nach dem Auftreffen auf die Preßfläche
18 zurück und werden durch ein seitlich an der Düse 28 vorgesehenes Absaugrohr 31
abgesaugt und in die Glaskugelstrahlvorrichtung 21 zurückgeführt. Dort können die
Glaskugeln einer Wiederverwendung zugeführt werden.
[0018] Nach Figur 3 hat die Kugelstrahldüse 28 einen kreisförmigen Querschnitt und wird
zunächst im Bereich des einen Randes des Endlospreßbandes 13 aufgesetzt, wie das in
Figur 3 angedeutet ist. Anschließend wird dann das Endlospreßband 13 in Richtung des
Pfeiles p in Figur 1 in langsamen Umlauf versetzt, worauf dann die Glaskugelstrahlvorrichtung
21 in Betrieb gesetzt wird. Auf diese Wiese wird nach und nach ein rund um das Endlospreßband
13 verlaufender Streifen 22 (Figur 3) in der gewünschten Weise oberflächenstrukturiert.
[0019] Nachdem das Endlospreßband 13 einmal umgelaufen ist, das heißt der Streifen 22 durchgehend
bearbeitet worden ist, wird die Kugelstrahldüse 28 in Richtung des Pfeiles 32 in Figur
3 annähernd um ihren Durchmesser seitlich verschoben, worauf dann ein benachbarter
Streifen 23 in entsprechender Weise glaskugelgestrahlt wird.
[0020] Dieses Arbeitsspiel wird fortgesetzt, bis die Preßfläche 18 über ihre gesamte Breite
bearbeitet worden ist. Es ist wichtig, daß die benachbarten Streifen zum Beispiel
22, 23 sich etwas überlappen, um auch im Grenzbereich eine gleichmäßige Oberflächenstrukturierung
zu erhalten.
[0021] Es wäre auch denkbar, daß die Kugelstrahldüse 28 in Richtung des Pfeiles 32 bzw.
in entgegengesetzter Richtung kontinuierlich über der Preßfläche 18 hin- und herbewegt
wird und dabei das Endlospreßband 13 langsam umläuft.
[0022] In entsprechender Weise könnte auch die Preßfläche des unteren Endlospreßbandes 14
oberflächenstrukturiert werden, wobei die Kugelstrahldüse 28 im Bereich der Umlenkwalze
19 oder 20 etwas schräg von oben auf die Preßfläche aufzusetzen wäre.
[0023] Bevor die Glaskugelstrahlung erfolgt, werden die zunächst von einer Herstellerfirma
gelieferten Preßbänder durch Herumlegen um die Umlenkwalzen 19, 20 und Zusammenschweißen
ihrer freien Enden zu den Endlospreßbändern 13, 14 ausgebildet. Anschließend wird
dann die Herstellung durch Aufbringung der Oberflächenstrukturierung mittels der Glaskugelstrahlung
fortgesetzt.
[0024] Nach Fertigstellung der Oberflächenstrukturierung auf einer oder beiden Preßflächen
18 wird die Glaskugelstrahlvorrichtung 21 entfernt, und es kann nunmehr der eingangs
beschriebene Spanplatten-Herstellungsvorgang aufgenommen werden.
[0025] Figur 4 zeigt eine erfindungsgemäße Spanplatte 11, die aus einem durch ein Bindemittel
zusammengehaltenen Mittelteil 33 aus Holzspänen oder Holzfasern besteht und beidseitig
mit einer kunstharzimprägnierten Papierbahn 34 abgedeckt ist.
[0026] Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist in der Oberfläche der Papierbahnen 34 eine
Oberflächenstrukturierung 35 vorhanden, die durch die glaskugelgestrahlten Preßflächen
18 der Bandpresse 16 nach Figur 1 erzeugt worden ist und eine durch die Glaskugelstrahlung
bedingte charakteristische Ausbildung aufweist, die als sehr feine und gleichmäßige
Feinmattierung oder -rauhigkeit bezeichnet werden kann.
1. Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen und gleichzeitigen ein- oder beidseitigen
Beschichten sowie Oberflächenstrukturieren einer Plattenbahn (11) aus einem Vlies
(12), das mindestens mit einem Bindemittel versetzte lignozellulose- und/oder zellulosehaltige
Feinteilchen wie Späne oder Fasern enthält, bei dem das Vlies (12) im Preßspalt (15)
einer kontinuierlich arbeitenden, wenigstens ein metallisches Endlospreßband (13,
14) aufweisenden Preßvorrichtung (16) unter Hitzeeinwirkung und zusammen mit wenigstens
einer auf wenigstens einer Oberfläche des Vlieses (12) aufgebrachten, kunstharzimprägnierten
Papierbahn (17) verpreßt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberflächenstrukturierung in einem ersten, kontinuierlichen Preßvorgang und
einem zweiten, im Anschluß an den ersten Preßvorgang stattfindenden, diskontinuierlichen
Preßvorgang durchgeführt wird, wobei
der erste Preßvorgang mittels eines bzw. zweier metallischer, aus Edelstahl hergestellter
Endlospreßbänder (13, 14) erfolgt, von denen zumindest eines auf der dem Preßspalt
(15) zugewandten Preßfläche (18) eine im wesentlichen glaskugelgestrahlte Oberflächenstruktur
aufweist, und nach dem ersten, jedoch noch vor dem zweiten Preßvorgang die am Ausgang
des Preßspaltes (15) erhaltene Plattenbahn (11)
a. in einzelne Platten aufgeteilt wird,
b. welche unmittelbar anschließend nach und nach in eine im Querschnitt sternförmige
Wendevorrichtung, auch Kühlwender genannt, gelangen, in der die freie Umgebungsluft
vorzugsweise allseitig freien Zutritt zu den heißen Platten hat,
c. die Platten gestapelt werden und danach
d. im zweiten Preßvorgang unter Verwendung einer diskontinuierlich arbeitenden Ein-
oder Mehretagen-Kurztaktpresse bei einer Temperatur von vorzugsweise bis zu circa
200°C und einem Druck im Bereich von circa 6 bar bis 8 bar jede Platte wenigstens
einseitig einer weiteren, reliefartigen Oberflächenstrukturierung nach Art einer Holzmaserung,
Schieferung, Sandstein- oder Phantasiestruktur und dergleichen mit oder ohne einer
porengeprägten Oberflächenstruktur unterzogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das wenigstens eine metallische Endlospreßband (13, 14) zu einem Zeitpunkt vor
der erstmaligen Durchführung des ersten Preßvorgangs, an dem das Endlospreßband (13,
14) eine im wesentlichen unstrukturierte Preßfläche (18) aufweist, und/oder zu einem
Zeitpunkt nach einer bestimmten Betriebszeit, an dem die im wesentlichen glaskugelgestrahlte
Preßfläche (18) einen bestimmten Verschleißgrad aufweist, zur erstmaligen Erzeugung
bzw. zur Erneuerung der im wesentlichen glaskugelgestrahlten Oberflächenstruktur das
Endlospreßband (13, 14) auf der Preßvorrichtung (16) glaskugelgestrahlt wird, indem
insbesondere im Bereich einer der Umlenkwalzen (19, 20) der als Bandpresse ausgebildeten
Preßvorrichtung (16) eine Glaskugelstrahlvorrichtung (21) angeordnet wird und die
Glaskugelstrahlung dadurch erfolgt, daß das Endlospreßband (13, 14) langsam kontinuierlich
umläuft und dabei an der Glaskugelstrahlvorrichtung (21) vorbeigeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Glaskugelstrahlvorrichtung (21) nur einen Streifen (22) des Endlospreßbandes
(13, 14) beaufschlagt und entweder nach einem vollen Umlauf des Endlospreßbandes (13,
14) seitlich so weit verschoben wird, daß ein weiterer benachbarter Streifen (23)
beaufschlagt wird, oder kontinuierlich in Querrichtung des Endlospreßbandes (13, 14)
derart hin- und herbewegt wird, daß eine lückenlose Glaskugelbeaufschlagung erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Glaskugeln (24) senkrecht auf die Preßfläche (18) aufgestrahlt und vorzugsweise
in einem Luftstrahl mit einem Druck von 2 bar bis 10 bar, insbesondere etwa 3 bar
bis 5 bar zur Preßfläche (18) befördert werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Glaskugeln eine Größe von 0,1 mm bis 1 mm, insbesondere 0,2 bis 0,5 mm aufweisen,
und daß der Glaskugelstrahl in Höhe der Preßfläche (18) vorzugsweise eine Breite von
5 cm bis 15 cm, insbesondere etwa 10 cm hat.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die aufgestrahlten Glaskugeln (24) unmittelbar nach dem Rückprallen von der Preßfläche
(18) abgesaugt werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die insbesondere aus unverchromtem Stahl bestehende und vorzugsweise eine Dicke
von 1,5 mm bis 2,5 mm, insbesondere etwa 2 mm aufweisende Preßfläche (18) so glaskugelgestrahlt
wird, daß sie anschließend eine Rauhtiefe von vorzugsweise weniger oder gleich 100
µm aufweist.
1. Method for the continuous manufacture and simultaneous one or two-sided coating and
also surface structuring of a board web (11) comprising a mat (12) which contains
fine particles such as chips or fibres of lignocellulose and/or containing cellulose
and mixed with a binder, wherein the mat (12) is pressed in the pressing gap (15)
of a continuously operating press apparatus (16) having at least one endless metallic
press band under the action of heat and together with at least one resin impregnated
paper web (17) applied to at least one surface of the mat (12),
characterized in that
the surface structuring is carried out in a first continuous pressing procedure and
in a second discontinuous pressing procedure which takes place following the first
pressing procedure, wherein
the first pressing procedure takes place by means of one or two metallic endless
press bands (13, 14) manufactured of stainless steel of which at least one has a substantially
glass bead blasted surface structure at the press surface (18) facing the pressing
gap (15) and the board web (11) obtained at the outlet of the pressing gap (15) after
the first pressing procedure but before the second pressing procedure is
a. split up into individual boards,
b. which directly thereafter gradually enter into a turning device of star-like cross-section,
also termed a cooling turner in which the free environmental air preferably has free
access on all sides to the hot boards,
c. the boards are stacked and thereafter
d. in the second pressing procedure each board is subjected at least at one side to
a further relief-like surface structuring in the manner of a wood grain, schistosity,
sandstone or fanciful structure or the like, with or without a surface structure characterized
by pores, by using a discontinuously operating single storey or multi-storey short
cycle press at a temperature of preferably up to ca. 200°C and a pressure in the range
from ca. 6 bar to 8 bar.
2. Method in accordance with claim 1, characterized in that, at a point in time prior
to the first execution of the first pressing procedure, at which the endless press
band (13, 14) has a substantially unstructured pressing surface (18), and/or at a
point in time after a certain period of operation at which the substantially glass
bead blasted pressing surface (18) has a specific degree of wear, the at least one
metallic endless press band (13, 14) is glass bead blasted on the pressing apparatus
(16) for the respective first production of or renewal of the substantially glass
bead blasted surface structure in that a glass bead blasting device (21) is arranged
in particular in the region of one of the deflection rolls (19, 20) of the pressing
apparatus (16) which is formed as a band press, and in that the glass bead blasting
takes place in such a way that the endless pressing band (13, 14) circulates slowly
and continuously and is thereby moved past the glass bead blasting apparatus (21).
3. Method in accordance with claim 2, characterized in that the glass bead blasting apparatus
(21) only acts on a strip (22) of the endless pressing band (13, 14) and is either
displaced laterally after a first rotation of the endless pressing band (13, 14) to
such an extent that a further neighbouring strip is acted on or is continuously moved
to and fro in the transverse direction of the endless pressing band (13, 14) so that
a gap-free bead blasting action takes place.
4. Method in accordance with claim 2 or claim 3, characterized in that the glass beads
are blasted perpendicularly onto the pressing surface (18) and are preferably conveyed
in an air jet with a pressure of 2 bar to 10 bar, in particular approximately 3 bar
to 5 bar to the pressing surface (18).
5. Method in accordance with one of the claims 2 to 4, characterized in that the glass
beads have a size of 0.1 mm to 1 mm, in particular from 0.2 to 0.5 mm and in that
the glass bead jet preferably has a width at the level of the pressing surface(18)
of 5 cm to 15 cm and in particular of approximately 10 cm.
6. Method in accordance with one of the claims 2 to 5, characterized in that the blasted
glass beads (24) are continually sucked off after bouncing back from the pressing
surface (18).
7. Method in accordance with one of the preceding claims, characterized in that the pressing
surface (18) which preferably consists of unchromed steel and preferably has a thickness
of 1.5 mm to 2.5 mm, in particular of about 2 m, is so glass bead blasted that it
subsequently has a depth of roughness of preferably less than or equal to 100 µm.
1. Procédé pour la fabrication en continu et le revêtement simultané unilatéral ou bilatéral
ainsi que la structuration de surface d'une bande de panneau (11) constituée en un
matelas de fibres (12) qui contient des particules fines contenant de la lignocellulose
et/ou de la cellulose mélangées avec au moins un liant, comme des copeaux ou des fibres,
dans lequel le matelas de fibres (12) est pressé dans la fente de pressage (15) d'un
dispositif de pressage (16) travaillant en continu et présentant au moins une bande
de pressage métallique sans fin (13, 14) sous l'effet de chaleur et conjointement
avec au moins un ruban de papier (17) imprégné avec une résine synthétique et appliqué
sur au moins une surface du matelas (12),
caractérisé en ce que la structuration de surface est effectuée en une première opération
de pressage continue et en une seconde opération de pressage discontinue ayant lieu
à la suite de la première opération de pressage, la première opération de pressage
s'effectuant au moyen d'une bande de pressage sans fin ou de deux bandes de pressage
sans fin métalliques fabriquées en acier inoxydable (13, 14), dont l'une au moins
présente sur la surface de pressage (18) orientée vers la fente de pressage une structure
de surface sensiblement grenaillée par des billes de verre, et après la première opération
de pressage, mais avant la seconde opération de pressage,
a) la bande de panneau (11) résultante à la sortie de la fente de pressage (15) est
divisée en panneaux individuels ;
b) ces panneaux individuels arrivent directement à la suite successivement dans un
dispositif d'inversion, appelé également inverseur-refroidisseur, présentant en section
transversale une forme en étoile, dans lequel l'air d'environnement libre a un accès
libre aux panneaux chauds de préférence de tous les côtés ;
c) les panneaux sont empilés ; et ensuite
d) dans la seconde opération de pressage, en utilisant une presse à un ou plusieurs
étages et à cadence courte travaillant de façon discontinue, chaque panneau est soumis,
à une température de préférence jusqu'à environ 200°C et sous une pression d'environ
6 bar à 8 bar, au moins unilatéralement à une autre structuration de surface en relief
ressemblant à une texture de bois, une texture en ardoise, une structure analogue
à du grès ou une structure de fantaisie, ou similaire, avec ou sans structure de surface
poreuse.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'à un moment de la première
mise en oeuvre de la première opération de pressage, auquel la bande de pressage sans
fin (13, 14) présente une surface de pressage (18) sensiblement sans structure, et/ou
à un moment après une durée de fonctionnement déterminée, auquel la surface de pressage
(18) sensiblement grenaillée par des billes de verre présente un degré d'usure déterminé,
ladite une bande au moins de pressage sans fin métallique (13, 14) est grenaillée
par des billes de verre, pour la première réalisation ou pour le renouvellement de
la structure de surface sensiblement grenaillée, en agençant un dispositif de projection
à billes de verre en particulier dans la région de l'un des cylindres de renvoi (19,
20) du dispositif de pressage (16) réalisé sous forme de presse à bande, et le grenaillage
aux billes de verre s'effectue par le fait que la bande de pressage sans fin (13,
14) tourne lentement en continu et est menée ce faisant le long du dispositif de projection
à billes de verre (21).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de projection
à billes de verre (21) traite seulement une partie longitudinale (22) de la bande
de pressage sans fin (13, 14), et en ce qu'il est déplacé après un tour complet de
la bande de pressage sans fin (13, 14) latéralement si loin qu'une autre partie longitudinale
voisine (23) est traitée, ou bien en ce qu'il est déplacé en va-et-vient en continu
en direction transversale de la bande de pressage sans fin (13, 14), de telle sorte
qu'il s'effectue un traitement par billes de verre sans intervalle.
4. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 2 et 3, caractérisé en ce que les
billes de verre (24) sont projetées perpendiculairement sur la surface de pressage
(18), et en ce qu'elles sont transportées de préférence en un jet d'air d'une pression
de 2 bar à 10 bar, en particulier d'environ 3 bar à 5 bar jusqu'à la surface de pressage
(18).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que les
billes de verre présentent une taille de 0,1 mm à 1 mm, en particulier de 0,2 à 0,5
mm, et en ce que le jet de billes de verre présente à la hauteur de la surface de
pressage (18) de préférence une largeur de 5 cm à 15 cm, en particulier d'environ
10 cm.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que les
billes de verre projetées (24) sont aspirées directement après le rebondissement de
la surface de pressage (18).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la surface de pressage (18) constituée en particulier en acier non chromé et présentant
de préférence une épaisseur de 1,5 mm à 2,5 mm, en particulier d'environ 2 mm, est
grenaillée par les billes de verre de telle sorte qu'elle présente à la suite une
rugosité de préférence inférieure ou égale à 100 µm.

