Stand der Technik:
[0001] Aus der DE 37 14 415 A1 ist ein Walzenkörper für einen Farbroller bekannt geworden,
der aus einem rohrförmigen Grundkörper besteht, in welchem eine darin frei drehbare
Klemmhülse für einen Farbrollerbügel über eine Schnappverbindung einrastbar angeordnet
ist. Hierfür weist der Rohrkörper als Raststeg ausgebildete ringförmige, radiale Verengungen
auf, die in entsprechend angepaßte, als Rastnuten ausgebildete, umlaufende Ausnehmungen
am Umfang der Klemmhülse eingreift. Die Schnappverbindung bildet demnach eine Art
umlaufende Nut-Federverbindung zwischen Rohrkörper und Klemmhülse. Die Klemmhülse
weist eine bestimmte Länge auf, um eine gewisse Führung innerhalb des Rohrkörpers
für den Farbrollerbügel zu bilden. Bei diesem bekannten Walzenkörper befindet sich
der im Rohrkörper angeordnete Raststeg in der radialen Symmetriemittelebene des Rohrkörpers,
so daß die ebenfalls symmetrisch ausgebildete Klemmhülse von beiden Seiten in das
Rohrinnere eingeschoben werden kann. Dabei dient jeweils ein seitlich einzuschiebendes
Seitenteil bzw. die Verschlußkappe zur Herstellung der Schnappverbindung. Die Seitenteile
bzw. Verschlußkappen haben insbesondere die Aufgabe, die Enden eines mit Plüschüberzug
versehenen Walzenkörpers im Rohrinneren zu verspannen. Ein derartiger Farbroller besteht
demnach aus wenigstens drei Teilen, d. h. Grundkörper bzw. Rohrkörper, Klemmhülse
und wenigstens eine Verschlußkappe. Auf die weitere Verschlußkappe kann gegebenenfalls
dann verzichtet werden, wenn der Plüschüberzug an einer Seite zugenäht ist.
[0002] Neben den Farbrollern mit Plüschüberzug sind auch solche mit einem Schaumstoffüberzug
(Moltopren oder dergleichen) bekannt geworden. Da hier kein einzuschlagendes Plüsch
vorhanden ist, brauchen die Seitenteile oder Endkappen nicht entsprechend ausgebildet
werden. Das eine Ende des Walzenkörpers ist im Allgemeinen durch den Schaumstoffüberzug
komplett verschlossen. Das andere Ende muß für die Einführung des Farbrollerbügels
offen gehalten werden. Die an dieser Seite einzubringende Verschlußkappe dient dann
zur Verhinderung des Eintritts von Farbflüssigkeit in das Innere des Rohrkörpers.
[0003] Bei einer Konstruktion gemäß Fig. 3 der genannten DE 37 14 415 A1 mit einem Schaumstoffüberzug,
könnte man auf die Verschlußkappe bzw. das Seitenteil dann verzichten, wenn das Eindringen
von Farbe in das Rohrinnere wenig störend ist. In diesem Fall bestünde der Walzenkörper
nur noch aus zwei Teilen, nämlich Rohrkörper und Klemmhülse.
Aufgabe der Erfindung:
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bekannte Walzenkörper dahingehend zu verbessern,
daß ein universeller Einsatz unabhängig von der Verwendung von Plüschüberzügen oder
Schaumstoffüberzügen ermöglicht wird. Dabei soll die Anordnung zwischen Rohrkörper
und Klemmhülse, d. h. insbesondere die Schnappverbindung derart ausgebildet sein,
daß auch eine weitgehend automatische Montage vereinfacht möglich ist. Insbesondere
soll auch der Walzenkörper bei einer Bestückung mit einem Schaumstoffüberzug mit nur
zwei Teilen, nämlich Rohrkörper und Klemmhülse auskommen.
Lösung der Aufgabe:
[0005] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Walzenkörper nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] In den Unteransprüche sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen des im Hauptanspruch
angegebenen Walzenkörpers möglich.
Vorteile der Erfindung:
[0007] Der erfindungsgemäße Walzenkörper hat gegenüber den bekannten Erfindungen den Vorteil,
daß dieser sehr einfach sowohl für die Verwendung mit einem Plüschüberzug als auch
mit einem Schaumstoffüberzug geeignet ist. Dabei wird bei einem Plüschüberzug grundsätzlich
wenigstens an der Seite des Eintritts des Farbrollerbügels eine Verschlußkappe benötigt,
die zur Verspannung des eingeschlagenen Plüschendes dient. Das Einbringen der Endkappe
hat jedoch zur Folge, daß sich die Klemmhülse so weit im Rohrinneren befinden muß,
daß die Verschlußkappe problemlos noch eingeführt werden kann. Eine entsprechende
Rasterung bzw. Schnappverbindung muß an entsprechender Stelle innerhalb des Rohrkörpers
angeordnet sein. Will man nun den gleichen Walzenkörper für eine Bestückung mit einem
Schaumstoffüberzug vorsehen, so kann die endseitige Verschlußkappe dadurch entfallen,
da kein Plüschende in das Rohrinnere eingeschlagen werden muß. Bei einer gleichen
Anordnung der Klemmhülse wie zuvor beschrieben würde allerdings der durch den fehlenden
Endstopfen frei bleibende Raum durch in das Rohrinnere eintretende Farbflüssigkeit
ausgefüllt, was sich störend auf die Benutzung des Farbrollers auswirkt.
[0008] Erfindungsgemäß ist es deshalb zusätzlich vorgesehen, daß die Klemmhülse für diesen
Anwendungszweck in einer zweiten Rastposition innerhalb des Rohrinneren angeordnet
sein kann, die derart beschaffen ist, daß die Klemmhülse gleichzeitig einen endseitigen
Verschluß für das Rohrinnere bildet. Dieser Verschluß wird durch einen einfachen,
endseitigen Bund an der Klemmhülse bewirkt.
[0009] Die Klemmhülse kann demnach erfindungsgemäß in zwei verschiedene Rastpositionen innerhalb
des Rohrkörpers eingebracht werden, die sich je nach Bestückung des Farbrollers mit
einem Plüschüberzug oder einem Schaumstoffüberzug unterscheiden.
[0010] Die innerhalb des Rohrkörpers sich drehende Klemmhülse ist in ihrer Länge derart
ausgebildet, daß sie sich ohne eine Verkantung innerhalb des Rohrkörpers abstützt.
Dabei kann der endseitige Bund der Klemmhülse zur Verschließung der Rohrkörperöffnung
und/oder ein zusätzlicher, gegenüberliegender Lagerbund zur Führung der Klemmhülse
vorgesehen sein.
[0011] Der an der Klemmhülse in das Rohrinnere weisende endseitige Lagerbund sollte beim
Einführen der Klemmhülse in das Rohrinnere nicht als Hindernis im Bereich der Raststege
wirken. Er ist deshalb in seinem Außendurchmesser an die durch die Raststege gebildete
Verengung angepaßt um trotzdem eine gute Führung innerhalb des Rohrkörpers zu gewähren,
ist der Innendurchmesser des Rohrkörpers im Bereich dieses Lagerbundes an diesen mit
entsprechendem Spiel angepaßt. Hierdurch kann die Klemmhülse problemlos bis zur Rastverbindung
eingeschoben und eingerastet werden, ohne daß die Lagerwirkung des Lagerbundes beeinträchtigt
wird.
[0012] Vorteilhaft ist weiterhin, daß der Rohrkörper bezüglich seiner radialen Mittelebene
symmetrisch ausgebildet ist, d. h. es befinden sich jeweils links und rechts von der
Symmetriemittelebene jeweils zwei Rastnasen für die Möglichkeit der beidseitigen Aufnahme
der Klemmhülse in den Rohrkörper.
[0013] Dies vereinfacht eine automatische Montage derartiger Teile. Die symmetrische Ausbildung
des Rohrkörpers ermöglicht auch die problemlose Verwendung von Walzenkörper unterschiedlicher
Länge. Dabei kann die Klemmhülse jeweils von beiden Seiten in den Rohrkörper eingeschoben
und arretiert werden.
Zeichnung:
[0014] Vorteilhafte und zweckmäßige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Walzenkörper für einen Farbroller mit einem Schaumstoffüberzug,
Fig. 2 den gleichen Farbroller mit einem Plüschüberzug,
Fig. 3 einen Farbroller gemäß Fig. 2 in verlängerter Ausführung,
Fig. 4 den Rohrkörper schematisch nach einem der Fig. 1 - 3,
Fig. 5 die Einzelheiten X aus Fig. 4
Fig. 6 die Einzelheit Y aus Fig. 5 und
Fig. 7 die Klemmhülse aus den Fig. 1 - 3.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels:
[0015] Der in den Fig. 1 - 3 dargestellte Farbroller 1 besteht aus einem rohrförmigen Grundkörper
oder Rohrkörper 2 zur Aufnahme eines Walzenbezugs 3, der in Fig. 1 als Schaumstoffüberzug
3a (Moltopren-Überzug) und in den Fig. 2, 3 als Plüschüberzug 3b oder aus Fell oder
dergleichen ausgebildet ist. Selbstverständlich kann der rohrförmige Grundkörper 2
auch aus einem doppelwandigem Rohr bestehen, wie dies in der DE 37 14 413 gezeigt
ist.
[0016] Der Farbroller 1 besteht weiterhin aus einem Farbrollerbügel 4, dessen abgekröpfter
Schenkel 5 sich in den Rohrkörper 2 hineinerstreckt. Die Lagerung des Farbrollerbügels
erfolgt dabei mittels einer Lagerbuchse oder Klemmhülse 6 die auch als Haftmuffe bezeichnet
wird. Die radiale Mittelebene 7 des Rohrkörpers 2 ist als Symmetrieebene ausgebildet,
d. h. die Teile links und rechts hiervon sind spiegelsymmetrisch aufgebaut.
[0017] In Fig. 4 ist der Rohrkörper 2 mit der Einzelheit X schematisch dargestellt. Diese
Einzelheit X ist in Fig. 5 in vergrößerter Darstellung gezeigt.
[0018] Zur Herstellung einer Schnappverbindung zwischen dem Rohrkörper 2 und der Klemmhülse
6 weist der Rohrkörper links und rechts von der Symmetriemittelebene 7 je zwei radiale
Verengungen bildende Raststege 8, 9 bzw. 8', 9' auf, die in den Fig. 1 - 3 bzw. 5
gezeigt sind. Die Raststege 8, 9 stellen eine im Rohrkörper 2 umlaufende Verengung
dar, wobei sich der Rohrinnendurchmesser di auf den Innendurchmesser d
2 verkleinert. Die Symmetrielängsachse ist mit Bezugszeichen 10 bezeichnet.
[0019] Die Anordnung der Raststege 8, 9 innerhalb des Rohrkörpers 2 sind auf die unterschiedlich
möglichen Lagen der Klemmhülse 6 innerhalb des Rohrkörpers 2 abgestimmt. Der Rohrkörper
2 hat eine Gesamtlänge L
1 und einen Außendurchmesser D
1.
[0020] Wie aus den Fig. 1 - 3 bzw. Fig. 7 ersichtlich, besteht die Klemmhülse 6 aus einem
länglichen, mit einem Längsschlitz 36 versehenen Rohr, mit den für alle Ausführungsbeispiele
konstanten Werten wie Länge L
2, dem Außendurchmesser D
2 und dem Innendurchmesser d
3. Der Innendurchmesser d
3 der Hülse ist auf den Außendurchmesser D
3 des Schenkels 5 des Farbrollerbügels 4 angepaßt, so daß dieser kraftschlüssig gehalten
wird.
[0021] Am linken Ende der längsgeschlitzten Klemmhülse 6 befindet sich ein kreisringförmiger,
zur Stirnseite 17 bzw. Öffnungsseite 12 hin geschlossener Verschluß-Bund 11 mit einem
Außendurchmesser D
4, welcher weitgehend dem Innendurchmesser d
i des Rohrkörpers 2 oder dem Verengungsdurchmesser d
2 der Raststege 8, 9 entspricht. Wie in Fig. 1 und 7 dargestellt, verschließt der umlaufende
Bund 11 mit Hilfe eines verbleibenden, sehr dünnen, flexiblen Stegs 35 die Öffnung
12 (siehe Fig. 5) des Rohrkörpers 2.
[0022] Die Klemmhülse 6 weist weiterhin zwei nebeneinander liegende radiale Vorsprünge 13,
14 mit einem Außendurchmesser D
5 auf, die in einem axialen Abstand 1, voneinander entfernt angeordnet sind und eine
umlaufende Rastnut 15 bilden, dessen Mittellinie 16 in einer Entfernung 1
2 von der Vorderkante 17 der Klemmhülse 6 entfernt liegt. Diese Länge 1
2 entspricht auch dem Abstand des ersten Raststegs 8 im Rohrkörper 2 von der zugehörigen
Öffnung 12, so daß der Raststeg 8 in die Rastnut 15 gemäß der Darstellung in Fig.
1 bzw. der übereinander gezeichneten Darstellung in Fig. 5, 7 als Schnappverbindung
einrasten kann. Hierfür wird die Klemmhülse 6 durch die Öffnung 12 in den Rohrkörper
2 eingeschoben. Damit die radialen Vorsprünge 13, 14 über den Raststeg 8 hinweggleiten
können, ist die Klemmhülse 6 über ihre ganze Länge bis auf den flexiblen, dünnen Steg
35 längsgeschlitzt (Längsschlitz 36) ausgeführt, so daß sie sich im Durchmesser durch
Zusammendrücken verkleinern kann. Weiterhin weist der vordere radiale Vorsprung 14
eine Anlaufschräge 18 mit einem Winkel ai auf, der ein leichteres Aufgleiten über
den Raststeg 8 ermöglicht.
[0023] Hierdurch kommt es zur formschlüssigen Einrastung des Raststegs 8 in die Rastnut
15 wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.
[0024] Die Klemmhülse 4 weist an ihrem anderen Ende einen weiteren umlaufenden Bund 19 mit
einem Außendurchmesser D
6 auf, der gleich oder geringfügig kleiner bemessen ist, als der gleich oder geringfügig
kleiner bemessen ist, als der Innendurchmesser d
2 des Raststeges 8 bzw. 9. Hierdurch behindert der Lagerbund 19 nicht das Einschieben
der Klemmhülse 6 vor der Herstellung der Schnappverbindung. Der Lagerbund 19 dient
zur besseren Führung der Hülse 6 innerhalb des Rohrkörpers 2. Hierfür ist der Innendurchmesser
d
4 des Rohrkörpers 2 gegenüber dem Innendurchmesser di bzw. dem Verengungsdurchmesser
d
2 nochmals verkleinert, was über die Anlaufschräge 20 mit dem Winkel a
2 erfolgt. Diese Anlaufschräge 20 ist in einer Länge 1
3 von der Öffnung 12 des Rohrkörpers 2 entfernt angeordnet. Der Innendurchmesser d
4 im Rohrkörper 2 entspricht weitgehend dem Außendurchmesser D
6 des Lagerbundes 19 der Klemmhülse 6, so daß die Klemmhülse auch über den Lagerbund
19 innerhalb des Rohrkörpers 2 geführt ist. Diese Anordnung ist in Fig. 1 dargestellt.
Gemäß der Ausführungsform des Farbrollers nach Fig. 1 wird demnach die Klemmhülse
6 über die Öffnung 12 in den Rohrkörper 2 so weit eingeschoben, bis die, durch die
Raststege 8, 9 gebildete Rastnut 15 mit dem ersten Raststeg 8 eine Schnappverbindung
bildet. In dieser Position bildet der endseitige Bund 11 mit dem verbleibenden dünnen
Steg 35 einen ringförmigen Abschluß des Rohrkörpers 2, so daß der Rohrkörperinnenraum
21 bei eingeschobenen Farbrollerbügel 4, 5 nach außenhin abgeschlossen ist und keine
Farbe in das Rohrinnere 21 eindringen kann. Das andere Ende 22 des Rohrkörpers 2 ist
durch den hier umlaufenden Walzenbezug 3a aus Schaumstoff entsprechend der gestrichelten
Linie 23 abgedeckt.
[0025] Die Klemmhülse 6 ist bis auf den Längsschlitz 36 sowie den verbleibenden "Reststeg"
35 symmetrisch zur Längsachse 37 ausgebildet.
[0026] In der Fig. 2 ist die alternative Anordnung der Klemmhülse 6 innerhalb des Rohrkörpers
2 dargestellt. Hier handelt es sich um einen Farbroller mit einem Walzenbezug 3b aus
einem Plüsch oder einem Fell oder ähnlichem, welches ein Einschlagen der Enden erforderlich
macht. Zum Einschlagen der Enden sind zusätzliche Stopfen 24, 25 erforderlich, die
ebenfalls aus einem längsgeschlitzten rohrförmigen Körper bestehen. Die Längsschlitzung
der Klemmhülse 6 sowie der Stopfen 24, 25 ist in Fig. 1 bzw. Fig. 2 durch schwarze
Kennzeichnung hervorgehoben. Damit für den linken Stopfen 24 in Fig. 2 Platz geschaffen
wird, muß die Klemmhülse 6 innerhalb des Rohrkörpers 2 weiter nach innen verschoben
werden. Hierfür ist der weitere, im Rohrkörper 2 vorgesehene Raststeg 9 vorgesehen,
der ebenfalls mit der Rastnut 15 in analoger Weise wie zu Fig. 1 beschrieben, zusammenwirkt
und die Schnappverbindung bildet. Dabei rückt der Lagerbund 19 so weit nach rechts,
daß er nach wie vor in dem Durchmesserbereich mit dem verkleinerten Durchmesser d
4 zu liegen kommt. Die Länge 1
4 des über die Rastnut 15 hinaus verlängerten Rohrteils bis zum Lagerbund 19 muß deshalb
derart bemessen sein, daß bei symmetrischer Ausbildung des Rohrkörpers 2 um die Symmetriemittelebene
7 der Lagerbund 19 jeweils seitlich der Anlaufschräge 20, 20' zu liegen kommt. Hierdurch
wird die Führung des Lagerbundes 19 über den Durchmesserbereich d
4 innerhalb des Rohrkörpers 2 gewährleistet.
[0027] Der Abstand 1
5 des zweiten Raststegs 9 von der Vorderkante 12 ist derart bemessen, daß die Länge
1
6 des Stopfens 24 noch hinter den endseitigen Bund 11 der Klemmhülse 6 gemäß Anordnung
nach Fig. 2 Platz findet. Dabei kann die Länge 1
6 des Stopfens 24 derart ausgebildet sein, daß hiermit die Klemmhülse 6 in die zweite
Einrastposition gebracht werden kann.
[0028] Der Stopfen 24 weist ebenso wie der Stopfen 25 wiederum eine Rastnut 26, 26' auf,
die mit dem Raststeg 8, 8' eine entsprechende Schnappverbindung ergibt.
[0029] Die Oberfläche der Stopfen 24, 25 ist rillenartig 33 oder gewindeartig ausgeführt,
um einen guten Halt für den umgeschlagenen Plüsch zu bewirken. Der Endabschluß des
Stopfens 24 ist wiederum als Bund 27 mit einem Durchmesser D
7 ausgebildet, der dem Außendurchmesser D
1 des Rohrkörpers entspricht. Eine entsprechende Durchtrittsöffnung 31 ist für den
Farbrollerbügel 4 vorgesehen. Der Stopfen 25 ist demgegenüber mit einem Deckelabschluß
28 versehen, dessen Außendurchmesser D
8 weitgehend dem Innendurchmesser di des Rohrkörpers 2 entspricht. Natürlich muß der
umgeschlagene Plüsch noch zwischen diesen Teilen Platz haben.
[0030] Die Ausführungsform der Erfindung nach Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen nach
Fig. 1 dadurch, daß anstelle der Schaumstoffummantelung 3a eine Plüschummantelung
3b vorgesehen ist, die ein Einschlagen des Plüsches über beide oder wenigstens des
Stopfens 24 erforderlich macht. Hierfür wird die Rastnut 15 der Klemmhülse 6 nicht
mit dem ersten Raststeg 8 wie in Fig. 1, sondern mit dem zweiten Raststeg 9 gemäß
Fig. 2 in Eingriff gebracht, so daß der Stopfen 24 zusätzlich noch in den Rohrkörper
2 eingebracht werden kann. Das andere Ende 22 des Rohrkörpers 2 in Fig. 2 kann entweder
durch ein Vernähen des Plüsches oder ebenfalls durch Einschlagen des Plüsches mittels
des Stopfens 25 geschlossen werden.
[0031] Bei gleichem Rohrkörper 2 und gleicher Klemmhülse 6 können demnach unterschiedliche
Anwendungen mit verschiedenen Walzenbezügen ermöglicht werden, wobei bei plüschförmigem
Walzenbezug die zusätzlichen Stopfen erforderlich sind.
[0032] Das Ausführungsbeispiel der Erfindung nach Fig. 3 entspricht prinzipiell demjenigen
nach Fig. 2 mit dem Unterschied, daß die Gesamtlänge L
1' des Rohrkörpers 2 größer ausgeführt ist. Beispielsweise kann L
1 nach Fig. 1 und 2 ca. 100 mm, L
1' ca. 150 mm betragen. Die übrige Konstruktion ist prinzipiell gleich ausgestattet.
Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0033] Die Länge 1
7 des Schenkels 5 des Farbrollerbügels 4 ist derart bemessen, daß sie stets die volle
Länge L
2 der Klemmhülse 4 in den einzelnen Einbaubeispielen durchdringt. Gemäß Darstellung
in Fig. 3 ist sie etwas größer als die halbe Länge L,' ausgeführt.
[0034] Aufgrund der Symmetrie entlang der Symmetriemittelebene 7 kann die Klemmhülse 6 beidseitig
jedoch lagerichtig in den Rohrkörper 2 eingeführt werden. Dies erleichtert die automatische
Montage derartiger Teile. In Fig. 6 ist ergänzend noch die Einzelheit Y aus Fig. 5
gezeigt. Hieraus ergibt sich insbesondere der zunächst abgeflachte größere Radius
r
1 des zur Öffnung 12 hinweisenden Teils des Raststegs 9 und der kleinere Radius r
2 der nachfolgenden Krümmung des Raststegs 8. Dies ermöglicht ein einfaches Aufschieben
der Klemmhülse 6 über die Anlaufschräge 18 über diese Rastnut 9. In gleicher Weise
ist die Rastnut 8 ausgebildet. Der Kreismittelpunkt für den Radius r
1 ist mit 29, der Kreismittelpunkt des Radius r
2 mit 30 gekennzeichnet. Diese liegen auf einem Durchmesser d
5 bzw. d
6. Die Erfindung ist nicht auf das beschrieben dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
Sie umfaßt auch vielmehr alle Abwandlungen im Rahmen des erfinderischen Grundgedankens.
[0035]
1 Farbroller
2 Grundkörper/Rohrkörper
3 Walzenbezug
4 Farbrollenbügel
5 abgekröpfter Schenkel von 4
6 Lagerbuchse/Klemmhülse
7 radiale Mittelebene
8 Raststeg
9 Raststeg
10 Symmetrielängsachse
11 Bund
12 Öffnung
13 radialer Vorsprung
14 radialer Vorsprung
15 Rastnut
16 Mittellinie
17 Vorderkante
18 Anlaufschräge
19 Lagerbund
20 Anlaufschräge a2
21 Innenraum von 2
22 Ende
23 Linie
24 Stopfen
25 Stopfen
26 Rastnut
27 Endabschlußbund
28 Deckelabschluß
29 Kreismittelpunkt
30 Kreismittelpunkt
31 Längsmittelachse
32 Rohrstück
33 Rillen
34 Rohrabschnitt
35 Steg
36 Längsschlitz
37 Längsachse
1. Walzenkörper für einen Farbroller, mit einem rohrförmigen Grundkörper bzw. Rohrkörper
(2) zur Aufnahme eines Walzenbezugs (3) aus Plüsch, Fell oder aus Schaumstoff oder
dergleichen, mit einer innerhalb des Rohrkörpers (2) angeordneten, rohrförmigen, längsgeschlitzten,
axial fixierten und drehbar gelagerten Klemmhülse (6) als Lager für einen Farbrollerbügel
(4), wobei die axiale Fixierung der Klemmhülse (6) mittels einer Schnappverbindung
erfolgt, die einen ringförmig umlaufenden radialen Raststeg (8, 9) im Rohrkörper (2)
umfaßt, der in einer angepaßte, umlaufende Rastnut (15) am Umfang der Klemmhülse (6)
eingreift, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrkörper (2) wenigstens auf einer Seite
seiner senkrecht zur Längsmittelachse (31) des Rohrkörpers (2) angeordneten radialen
Mittelebene (7) wenigstens zwei umlaufende Raststege (8, 9) aufweist, die axial versetzt
im Rohrkörper (2) angeordnet sind und daß die Klemmhülse (6) je nach Ausführungsform
des Walzenbezuges (3) wahlweise in den axial äußeren (8) oder inneren (9) Raststeg
ortsfest einrastbar ist.
2. Walzenkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Klemmhülse (6)
in der axial äußeren Rastposition im Rohrkörper (2) etwa bis zur Rohröffnung (12)
des Rohrkörpers (2) erstreckt und daß ein radialer , ringförmig geschlossener Bund
(11, 35) am Ende der Klemmhülse (6) die um den Farbrollerbügel (4, 5) verbleibende
Rohröffnung des Rohrkörpers (2) weitgehend verschließt.
3. Walzenkörper nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmhülse
(6) in ihrem zur radialen Mittelebene (7) hinzugewandten Bereich axial um ein Rohrstück
(32) verlängert ist und einen endseitig umlaufenden Lagerbund (19) zur Führung der
Klemmhülse (6) aufweist, wobei vorzugsweise der Durchmesser D6 des Lagerbundes (19) geringfügig kleiner bemessen ist, als der Innendurchmesser d2 der beiden Raststege (8, 9).
4. Walzenkörper nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser
d4 des Rohrkörpers (2) im Bereich des Lagerbundes (19) der Klemmhülse (6) an diesen
mit geringem Spiel angepaßt ist.
5. Walzenkörpers nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die radiale Mittelebene (7) des Rohrkörpers (2) als Symmetriemittelebene ausgebildet
ist.
6. Walzenkörper nach einem oder mehreren der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemmhülse (6) in der axial inneren Position (Fig. 2, 3 ) im Rohrkörper (2)
derart angeordnet ist, daß die Rohröffnung (12) mittels wenigstens eines zusätzlichen
Stopfens (24, 25) verschließbar ist, wobei der Rohrstopfen längsgeschlitzt ist und
eine eigene Rastnut (26) zur Verbindung mit dem Raststeg (8) als Schnappverbindung
aufweist.
7. Walzenkörper nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfen 24, 25 radiale
Rillen 33 oder dergleichen zur Fixierung beim Plüsch umschlagen aufweist.
8. Walzenkörper nach einem oder mehreren der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Stopfen 24 einen endseitigen Bund (27) zur Verschließung der Randöffnung (12)
des Rohrkörpers aufweist.
9. Walzenkörper nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die der Eintrittsöffnung (12) für den Farbrollerbügel (4) gegenüberliegende Öffnung
(22) des Rohrkörpers (2) mit einem weiteren, endseitig mit dem Rohrkörper (2) bündig
abschließenden und nach außen hin verschlossenen, längsgeschlitzten Stopfens versehen
ist, der vorzugsweise ebenfalls zur Plüscheinschlagung dient und eine Rastnut (26')
für den äußeren Raststeg (8) im Rohrkörper 2 zur Herstellung einer Schnappverbindung
mit dem Rohrkörper aufweist.
10. Walzenkörper nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemmhülse (6) aus einem ersten Rohrabschnitt (34) besteht, der einerseits
vom Bund (11) und andererseits von einem radialen Vorsprung (13) begrenzt ist, daß
sich dem Bund (34) die durch radiale Vorsprünge (13, 14) gebildete Rastnut (15) anschließt,
daß sich dem radialen Vorsprung (14) ein weiterer Rohrabschnitt (32) anschließt, der
an seinem Ende durch den Lagerbund (19) begrenzt ist.