[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum im wesentlichen kontinuierlichen
Behandeln eines durch eine Reaktionseinrichtung geförderten Gutes mit einer Reaktionslösung,
ein Verfahren zum kontinuierlichen kurzzeitigen Behandeln eines Gutes mit einer Reaktionslösung,
die Verwendung einer der Vorrichtungen für die Behandlung resp. das Ausrüsten von
textilen Fasersträngen, Faserzügen, von Garnen, Geweben und dergleichen und im speziellen
das im wesentlichen Filzfrei-Ausrüsten von Wollkammzügen.
[0002] Im speziellen betrifft die vorliegende Erfindung das Behandeln von textilen Fasern
resp. von Kammzügen, Garnsträngen und dergleichen in einem Behandlungsbad mit einer
Reaktionslösung, wie beispielsweise das Ausrüsten resp. Behandeln oder Veredeln von
Wolle resp. von Wollfasern, um ein Verfilzen der Wolle beim Waschen zu verhindern.
[0003] Derartige Behandlungs- oder Veredlungsprozesse erfolgen entweder diskontinuierlich
im sog. Batchverfahren oder kontinuierlich, indem ganze Faserstränge oder weitgehendst
kontinuierliche Faserzüge resp. die Textilware über Walzen durch Behandlungsbäder
gezogen werden, um oberflächlich mit dem Behandlungs- oder Veredlungsmittel resp.
der Reaktionslösung versehen zu werden. Die vorliegende Erfindung befasst sich mit
den zweitgenannten sog. kontinuierlichen Veredlungs- resp. Behandlungsverfahren von
textilem Gut.
[0004] Die Problematik bei der Veredlung resp. beim Ausrüsten von textilem Gut besteht oft
darin, dass einerseits die Reagenzien für eine chemische Behandlung in der Reaktionslösung
eine relativ rasche Behandlung des textilen Gutes resp. der Faser ermöglichen sollen,
andererseits aber der Angriff an der einzelnen Faser nur oberflächlich erfolgen soll,
um den eigentlichen Faserstamm nicht zu verletzen. Diese Problematik stellt sich insbesondere
beim Filzfrei-Ausrüsten von Wolle ein, wo nur die äusserste Schuppenstruktur der Wollfaser
resp. des Wollhaares chemisch beeinflusst werden soll, nicht aber der eigentliche
Faserstamm resp. der Cortex der Wollfaser.
[0005] Das Filzfrei-Ausrüsten von Wolle erfolgt beispielsweise mit wässseriger Chlorlösung,
wobei die Prozessführung resp. die Reaktionsbedingung beim Behandeln der Wolle mit
Chlorlösung derart wählbar ist, dass die oben erwähnten Bedingungen eingehalten werden
können, ohne dass der Faserstamm der Wolle geschädigt wird. Infolge der Abwasserproblematik
aber muss auf das Chlor für die Behandlung der Wolle verzichtet werden, sodass neuerdings
andere Chemikalien resp. Prozesse für die Behandlung von Wolle zu verwenden sind,
welche normalerweise unter den mit den Chlorlösungen gewählten Reaktionsbedingungen
und Konzentrationsverhältnissen nicht den entsprechenden Behandlungs- resp. Ausrüstungseffekt
an oder auf der Wollfaser bewirken.
[0006] So hat es sich beispielsweise gezeigt, dass bei der Behandlung der Wollfaser mittels
eines sog. Foulards, das beispielsweise bei der Chlorierung der Wolle verwendet wird
und bei welchem die Reaktionslösung beim Einzug des Wollstranges in die Foulardwalzen
zugegeben wird, es schwierig ist, ein genau eingestelltes Konzentrationsgefälle der
Reaktionslösung während fortschreitender Behandlung konstant zu halten. Zum andern
hat es sich auch gezeigt, dass bei der Verwendung von relativ hochkonzentrierten Reaktionslösungen
von Oxydationsmitteln Neben-Reaktionen auftreten können, wobei gewisse Bestandteile
ausgefällt werden, die dann ein einwandfreies Abziehen des textilen Gutes mit den
Foulardwalzen verhindern, was dazu führen kann, dass die Reaktionslösung teilweise
zwischen den Rollen nach unten entweicht.
[0007] Auch das bei der Chlorierung der Wolle bevorzugt verwendete Gaschlorierungsbad, bei
welchem die Wolle über Foulardwalzen in ein Bad mit angesäuerter Hypochloritlösung
eingezogen wird, hat sich bei der Verwendung von Oxydationsmitteln für die Filzfrei-Ausrüstung
der Wolle als ungeeignet erwiesen. Bei der Chlorierung der Wolle spielt es bekanntlich
keine Rolle, dass nach dem Einzug der Wolle in das Bad die Chlorkonzentration rapide
abnimmt, da die Reaktion des Chlores an der Oberfläche der Wollfaser auch bei reduzierter
Konzentration relativ rasch erfolgt. Bei der Verwendung auch von anderen Oxydationsmitteln,
deren Angriff an der Wollfaser sehr stark von der Konzentration abhängig ist, hat
es sich gezeigt, dass der rasche Konzentrationsabfall nach dem Einzug der Wolle durch
das Foulard in das Reaktionsbad praktisch zu einem Stillstand der Oberflächenreaktion
an der Wollfaser führt. Wird demgegenüber die Konzentration des Oxydationsmittels
im Behandlungsbad ebenfalls hoch gehalten, ist der Angriff an der Wollfaser zu stark,
was regelmässig zu Schädigungen des Faserstammes führt. Trotzdem aber scheint es wichtig
zu sein, dass die alternativ zum Chlor gewählten Oxydationsmittel für die Behandlung
der Wollfaser in relativ hohen Konzentrationen oder zumindest unter stark sauren oder
stark alkalischen Bedingungen vorliegen müssen, um ein ausreichendes Filzfrei-Ausrüsten
der Wolle zu ermöglichen.
[0008] Ein zusätzliches Problem besteht bei dem oben erwähnten Behandlungsbad, wie es normalerweise
bei der Chlorierung der Wolle verwendet wird, indem die Behandlungslösung ein Netzmittel
enthalten muss, damit die Faser durch die Reaktionslösung ausreichend benetzt wird.
Insbesondere bei der Verwendung von Oxydationsmitteln ist dies aber problematisch,
da bekanntlich Netzmittel in der Regel von starken Oxydationsmitteln zerstört werden.
Aus diesem Grunde ist es sicher vorteilhaft, dass die Behandlung der Faser nur kurzzeitig
erfolgt, sodass das Netzmittel nicht zerstört werden kann, dass aber gleichzeitig
die Behandlung mit einer realtiv hochkonzentrierten Reaktionslösung erfolgt.
[0009] Aus der DE-OS 1 816 483 ist eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Veredeln von Textilbahnen
bekannt, wobei das zu behandelnde Gut zusammen mit einer Behandlungsmittellösung einen
oder mehrere längsausgedehnte Behandlungsbehälter in gleicher Richtung durchlaufen,
wobei während dem Durchlaufen das Behandlungsmittel weitgehendst aus der Lösung ausgezogen
wird. Die vorgeschlagene Anlage eignet sich insbesondere für das Behandeln von Textilbahnen
mit schwach konzentrierten Behandlungsmittellösungen wie beispielsweise für das Färben
oder Imprägnieren. Jedoch eignet sich eine derartige beschriebene Anlage kaum für
das kurzzeitige Behandeln mit hochkonzentrierten Reaktionslösungen, wie beispielsweise
notwendig für das kurzzeitig Filzfrei-Ausrüsten von Wollbahnen.
[0010] In der FR-2 359 233 wird eine Vorrichtung bzw. ein Verfahren zum kontinuierlichen
Imprägnieren von Textilfäden beschrieben, wobei die Fäden je durch individuelle Rohre
für den Beschichtungsvorgang geführt werden. Der Vorteil dieser Anlage bzw. dieser
Prozessführung besteht darin, dass dadurch das Badvolumen reduziert werden kann, und
zudem eine reduzierte Luftdurchmischung an der Oberfläche des Bades stattfinden kann.
Durch das "Mitreissen" der Flüssigkeit durch die durch die Rohre geführten Fäden kann
weiter auf Pumpen verzichtet werden.
[0011] Für das Ausrüsten von Fasersträngen, wie insbesondere das kurzzeitige Filzfrei-Ausrüsten
von Wollfasersträngen hingegen ist die offenbarte Vorrichtung nicht geeignet, müssen
doch während dem Behandlungsprozess genau einzustellende Konzentrationsgefälle definiert
werden können, bzw. muss es möglich sein, einen genau definierten Konzentrationsabfall
im Behandlungsbad mit fortschreitender Behandlungsdauer einstellen zu können. Auch
darf es im Behandlungsbad nicht zur Anreicherung von irgendwelchen störenden Komponenten,
wie beispielsweise Benetzungsmittel oder reaktionshemmenden Substanzen kommen, wie
beispielsweise von auf den Wollfasern vorhandene Benetzungsmittel, welche eine rasche
Durchdringung der Wollfaser mit der Reaktionslösung ermöglichen.
[0012] Die in der FR-2 359 233 vorgeschlagene Anlage eignet sich insbesondere für das Behandeln
von Textilbahnen mit schwach konzentrierten Behandlungsmittellösungen, wie beispielsweise
für das Färben oder Imprägnieren. Jedoch eignet sich eine derartig beschriebene Anlage
kaum für das kurzzeitige Behandeln mit hoch konzentrierten Reaktionslösungen, wie
beispielsweise notwendig für das kurzzeitige Filzfrei-Ausrüsten von Wollbahnen.
[0013] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen,
mittels welcher das Veredeln resp. Behandeln oder Ausrüsten eines Gutes, wie insbesondere
eines textilen Gutes, mit einer Reaktionslösung kontinuierlich erfolgen kann, wobei
einerseits mit relativ hochkonzentrierten Reaktionslösungen zu arbeiten ist, und andererseits
die Kontaktzeit der Reaktionslösung mit dem zu behandelnden Gut nur kurzzeitig sein
darf.
[0014] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mittels einer Vorrichtung, insbesondere gemäss
dem Wortlaut nach Anspruch 1, gelöst.
[0015] Dabei wird vorgeschlagen, dass das zu behandelnde Gut zusammen mit einer Reaktionslösung
über eine Einzugseinrichtung einer geschlossenen Durchlaufrinne resp. einem im wesentlichen
allseitig geschlossenen Durchlaufkanal mit Ein- und Austrittsöffnung zugeführt wird,
wobei das zu behandelnde Gut und die Reaktionslösung zusammen in engem Kontakt durch
die Rinne resp. den Kanal hindurchgeführt resp. gefördert werden, indem in der Rinne
bzw. dem Kanal eine im wesentlichen ausfüllende Packungsdichte derart einstellbar
ist, sodass die Reaktionslösung infolge des Transportes des textilen Gutes durch die
Durchlaufrinne resp. den Durchlaufkanal gefördert wird.
[0016] Erfindungsgemäss vorzugsweise ausgestaltete Vorrichtungen sind in den Ansprüchen
2 bis 6 beschrieben resp. charakterisiert.
[0017] Der wesentliche Unterschied zur Anlage gemäss der DE-OS 1 816 483 liegt darin, dass
durch das enge seitliche Anliegen der Seitenwandungen der Rinne bzw. des Kanales im
für die Förderung des Gutes vorgesehenen Bereiches eine relative hohe Packungsdichte
einstellbar ist, sodass die Reaktionslösung durch den Transport des textilen Gutes
durch die Durchlaufrinne resp. den Durchlaufkanal gleichzeitig gefördert wird. Die
Reaktionslösung wird quasi durch das Gut vom Einzugsbecken mit in die Rinne hineingezogen
und die dabei entstehende leichte Quetschwirkung erhöht die Durchdringung bzw. Benetzung
der Wollfaser bei der Eintrittsöffnung. In der DE-OS 1 816 483 muss entweder das Behandlungsmittel
mittels Pumpen oder anderen Fördermitteln durch den Reaktionsbehälter hindurch gefördert
werden, oder aber das Niveau beim Eintritt in den Behandlungsraum muss höher gewählt
werden, als bei einer Abzugskante am Ende des Behandlungsraumes.
[0018] Gemäss der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Rinne resp. der Durchlaufkanal
aus einem feststehenden wenigstens nahezu halbkreisförmigen, im wesentlichen kreisrund
ausgebildeten muldenartigen Behältnis gebildet wird, mit einem in der Mulde angeordneten
und frei drehbaren Rotationskörper. Der Rotationskörper ist mit seiner Rotationsachse
vorzugsweise am muldenartigen Behältnis derart frei drehbar gelagert angeordnet, dass
die Mitteldrehachse im Mittelpunkt des kreisrund ausgebildeten muldenartigen Behältnisses
zu liegen kommt. Der Radius des Rotationskörpers ist dabei kleiner zu wählen als der
innere Radius des muldenartigen Behältnisses, und die Breite des Rotationskörpers
soll nahezu gleich der inneren Breite des Behältnisses sein, sodass zwischen der peripheren
Oberfläche des Rotationskörpers und dem inneren Behältnisboden ein wenigstens nahezu
in Längsrichtung halbkreisförmig ausgebildeter im wesentlichen geschlossener Durchlaufkanal
resp. eine Rinne gebildet wird, mit rechteckigem Querschnitt. Die Breiten des Rotationskörpers
und des muldenartigen Behältnisses sollen derart sein, dass eine freie Rotation des
Körpers in der Mulde nach wie vor möglich ist.
[0019] Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante ist es auch möglich, zwei oder
mehr der vorab beanspruchten halbkreisförmig ausgebildeten, im wesentlichen geschlossenen
Durchlaufrinnen in Längsrichtung aneinander anzuordnen. Der Vorteil des nacheinander
Anordnens von vorab erwähnten halbkreisförmigen Durchlaufrinnen liegt darin, dass
das zu behandelnde Gut mit einer höheren Geschwindigkeit durch die Durchlaufrinnen
gezogen werden kann, trotzdem aber die Behandlungszeit durch die Verlängerung des
Behandlungsweges gleich bleibt und zu einer ausreichenden Behandlung des Gutes führt.
[0020] Weiter vorgeschlagen wird ein Verfahren zum kontinuierlichen kurzzeitigen Behandeln
eines Gutes mit einer Reaktionslösung gemäss dem Wortlaut nach Anspruch 7.
[0021] Die oben erwähnten erfindungsgemäss charakterisierten Vorrichtungen eignen sich insbesondere
für die Behandlung resp. das Ausrüsten oder Veredeln von textilen Fasersträngen, Faserzügen,
Garnen, Geweben und dergleichen, wie insbesondere von Wollkammzügen. Im speziellen
eignen sich die erfindungsgemässen Vorrichtungen für das Filzfrei-Ausrüsten von Wolle
resp. von Wollkammzügen.
[0022] Die Erfindung wird nun anschliessend beispielsweise und unter Bezug auf die beigefügten
Figuren näher erläutert.
[0023] Dabei zeigen:
Fig. 1 im Längsschnitt einen erfindungsgemäss ausgebildeten Durchlaufkanal;
Fig. 1a den Durchlaufkanal von Fig. 1 im Querschnitt entlang der Linie I-I;
Fig. 2 wiederum im Längsschnitt einen erfindungsgemässen Durchlaufkanal, wobei eine
Wandung durch einen Förderbandschenkel gebildet wird;
Fig. 3 im Längsschnitt eine halbkreisförmig ausgebildete erfindungsgemässe Durchlaufrinne;
Fig. 4 im Längsschnitt eine halbkreisförmig ausgebildete Durchlaufrinne, gebildet
durch ein muldenartiges Behältnis mit einem darin angeordneten Rotationskörper, und
Fig. 5 die Vorrichtung gemäss Fig. 4 im Querschnitt entlang der Linie II-II, und
Fig. 6 im Längsschnitt zwei längs aneinander angeordnete halbkreisförmige Durchlaufrinnen
gemäss Fig. 4.
[0024] In Fig. 1 ist in Längsschnitt und schematisch eine erfindungsgemässe Durchlaufrinne
resp. ein geschlossener Durchlaufkanal dargestellt.
[0025] Ein Wollkammzug 1 wird zusammen mit der Reaktionslösung 5 in ein Einzugsbecken 3
eingeführt, in welchem der Wollkammzug 1 mit der darin aufgefangenen Reaktionslösung
7 benetzt wird. Bei der Reaktionslösung 5 kann es sich beispielsweise um eine wässrige
Oxydationsmittel-Lösung handeln, welche für das Filzfrei-Behandeln der Wolle verwendet
wird. Für eine gute Benetzung der Wolle ist die Lösung vorzugsweise mit einem handelsüblichen
Benetzungsmittel versetzt. Über eine Einzugseinrichtung 9 beispielsweise eine angetriebene
Transportwalze wird der Wollkammzug. 1 zusammen mit der Reaktionslösung durch eine
Eintrittsöffnung 11 in den geschlossenen Durchlaufkanal 13 geführt, welcher, wie in
Fig. la dargestellt, einen rechteckigen Querschnitt aufweist. Da die Packungsdichte
des Wollkammzuges in der Durchlaufrinne 13 relativ gross ist, wird gleichzeitig die
Reaktionslösung 7 zusammen mit dem Wollkammzug zur Austrittsöffnung 15 der Durchlaufrinne
resp. des geschlossenen Kanals gefördert. Beim Verlassen der Durchlaufrinne resp.
des geschlossenen Kanals 13 bei der Austrittsöffnung 15 wird der Wollkammzug 1 über
eine aus Abzugswalzen bestehende Abzugseinrichtung 17 abgezogen und gleichzeitig die
darin vorhandene Reaktionslösung abgequetscht. Die ebenfalls aus der Rinne 13 austretende
Reaktionslösung gelangt über einen Rand 19 in ein Auffangbecken 21, in welchem die
verbrauchte Reaktionslösung 23 aufgefangen wird. Diese wird anschliessend über eine
Leitung 25 entweder wieder aufkonzentriert, dem Einzugsbecken 3 zugeführt, oder aber
anderweitig verwertet, oder neutralisiert dem Abwasser zugeführt.
[0026] Durch das konstante Mitfördern von Reaktionslösung 7 durch die Durchlaufrinne resp.
den gesch-lossenen Kanal 13 muss dem Einzugsbecken 3 kontinuierlich frische Reaktionslösung
5 zugeführt werden, wodurch auch ohne entsprechende Regelung ein weitgehendst konstantes
Konzentrationsgefälle entsprechend dem Verbrauch der Reaktionslösung durch die ganze
Vorrichtung hindurch gewährleistet wird. Durch die relativ hohe Packungsdichte des
zu behandelnden Wollkammzuges in der Durchlaufrinne wird weiter ein konstantes Flottenverhältnis
entlang der ganzen Reaktionsstrecke gewährleistet.
[0027] Es versteht sich nun von selbst, dass die Reaktionszeit resp. die Kontaktzeit der
Reaktionslösung mit der Wolle durch entsprechende Länge des Kanals resp. der Rinne
13 gewählt werden kann. So kann beispielsweise die Kontaktzeit resp. die Reaktionszeit
nur einige Sekunden, wie beispielsweise 8 bis 10 Sekunden betragen. Ein weiterer Vorteil
der erfindungsgemässen Vorrichtung liegt darin, dass das Volumen von Reaktionslösung
sehr klein gehalten werden kann, d.h. auf 1 kg Wollkammzug kann beispielsweise mit
einer Behandlungsflotte im Volumen von 5 bis 12 Liter gearbeitet werden. Selbstverständlich
ist dieser Wert von der Packungsdichte in der Durchlaufrinne abhängig.
[0028] Wesentlich für die erfindungsgemässe Reaktionsvorrichtung ist, dass die Wolle resp.
der Wollkammzug beim Einlauf resp. im Einzugsbecken voll mit der Chemikalienlösung
benetzt wird und dass während dem Durchlauf der Wolle durch den geschlossenen Kanal
bis zur Austrittsöffnung 15 die Reaktion soweit erfolgt ist, dass die Flotte aus dem
Kammzug bei den Rollen 17 abgequetscht werden kann. Wichtig ist auch, dass das Flottenverhältnis
entlang des ganzen Kanals konstant eingehalten werden kann, wozu es notwendig ist,
dass der Zulauf 5 an Reaktionslösung resp. an Flotte der Zulieferung von Wollkammzug
1 entspricht. Durch entsprechende Wahl der Packungsdichte kann weiter sichergestellt
werden, dass die Relativgeschwindigkeit von Flotte zur Wolle innerhalb des Kanals
13 konstant eingehalten werden kann.
[0029] Mittels der in Fig. 1 dargestellten erfindungsgemässen Reaktionsvorrichtung ist es
möglich, irgend welche textile oder auch nicht textile faserartige Züge oder Stränge
mit einer Reaktionslösung zu behandeln, welche eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit
mit dem zu behandelnden textilen oder nicht textilen Gut aufweisen. Dabei ist es wichtig,
dass die Reaktion nur auf die äusserste Schicht von Fasern resp. von Fibrillen des
textilen oder nicht textilen Gutes begrenzt wird, nicht aber beispielsweise der Faserstamm
(Cortex) durch die Reaktionslösung attackiert wird.
[0030] In Fig. 2 ist ähnlich Fig. 1 eine nach oben gerichtete geradlinig ausgedehnte Durchlaufrinne
resp. ein geschlossener Durchlaufkanal 13 dargestellt, wobei jedoch eine Wandung des
Kanals durch ein Förderband 35 gebildet wird. Dieses Förderband 35 ist ein Endlosförderband,
das über die beiden endständigen Rollen 33 umgelenkt wird, wobei mittig zwischen den
beiden Förderbandschenkeln vorzugsweise ein geschlossener Verdrängungs-Körper 31 ausgebildet
ist, auf welchem gleitend das Förderband 35 frei beweglich angeordnet ist.
[0031] Der Vorteil des Anordnens eines deratigen Förderbandes 35 liegt darin, dass der Wollkammzug
1 durch die Durchlaufrinne resp. den geschlossenen Kanal 13 hindurch eine bessere
Bewegbarkeit aufweist, sodass beispielsweise das Abreissen des Kammzuges infolge zu
hoher Zugkraft bei den Abquetschrollen 17 verhindert wird. Falls notwendig, ist es
sogar möglich, das Förder- resp. Transportband 35 in Transportrichtung der Wolle anzutreiben,
sodass das Förderband 35 im wesentlichen synchron mit den Rollen 17 und ggf. mit der
Rolle 9 am Einzug läuft.
[0032] Da das Anordnen eines derartigen Transportbandes 35 Dichtungsprobleme mit sich bringen
kann, ist es vorteilhaft, die Transportvorrichtung zusammen mit dem Durchlaufkanal
13 in einem seitlich geschlossenen Behältnis 37 mit Verdrängungskörper 37a anzuordnen,
der zusätzlich oberhalb des rückläufigen Schenkels des Endlostransportbandes 35 dichtend
angeordnet ist. Dadurch ist gewährleistet, dass praktisch nur Reaktionslösung vom
Einzugsbecken 3 über die Durchlaufrinne 13 über den Uberlaufrand 19 in einen Auffangtrichter
21 gelangt, von welchem die verbrauchte Reaktionslösung wie oben beschrieben abgeführt
wird.
[0033] Selbstverständlich ist es auch möglich, die untere Wandung des Durchlaufkanals 13
mit einem analogen Transportband zu versehen, sodass zwei Wandungen des Durchlaufreaktionskanals
in Transportrichtung des Wollkammzuges bewegbar sind. Dies ist insbesondere dann von
Vorteil, wenn es sich beim durch den Kanal zu fördernden Gut um ein sehr loses Gut
handelt, das bereits bei relativ geringen Zugkräften, verursacht durch die Abzugswalzen
17, reissen würde.
[0034] In Fig. 3 wiederum ist eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäss vorgeschlagenen
Reaktionsrinne resp. des geschlossenen Kanals 13 dargestellt, wobei nun die Durchlaufrinne
nicht mehr geradlinig nach oben steigend ausgebildet ist, sondern in Transportrichtung
des zu behandelnden Wollkammzuges 1 halbkreisförmig ausgebildet ist. Sowohl Einzugsbecken
wie Abzugsvorrichtung sind im wesentlichen analog der Vorrichtungen in den Figuren
1 und 2 ausgebildet, wobei jedoch am Ende des Durchlaufkanals 13 in Fig. 3 ein Auffangbecken
15 vorgesehen ist, mit einer Ablaufrinne 19.
[0035] Der Vorteil der Reaktionsvorrichtung gemäss Fig. 3 liegt darin, dass infolge des
sehr grossen Krümmungsradius der Durchlaufrinne 13 die Reibung des Wollkammzuges 1
stark vermindert wird. Die Reibung, verursacht durch die Zugwirkung mittels der Rollen
17 kann weiter vermindert werden, indem die Wandungen in der Durchlaufrinne 13 Längsrillen
aufweisen.
[0036] In Fig. 4 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsvariante einer erfindungsgemässen
Vorrichtung, wiederum im Längsschnitt dargestellt. Ausgegangen wird von einem muldenartigen,
einen halbkreisförmigen Boden aufweisenden Behältnis 12, wobei der Boden weitgehend
kreisrund ausgebildet ist. In der feststehenden Mulde 12 eingelassen ist ein geschlossener
Rotationskörper 41, dessen Rotationsachse 43 im Mittelpunkt des kreisförmigen Bodens
der Mulde 12 angeordnet ist und mit der Mulde derart verbunden ist, dass der Rotationskörper
41 frei drehbar ist. Dabei ist es wesentlich, dass der Radius r des Rotationskörpers
41 kleiner ausgebildet ist, als der innere Radius R des Behältnisbodens 10. Durch
das Anordnen des Rotationskörpers 41 in der Mulde 12 ergibt sich nun durch die periphere
Oberfläche 45 des Rotationskörpers 41 und die innere Bodenoberfläche 10 der Mulde
12 die erfindungsgemäss beschriebene Durchlaufrinne resp. der geschlossene Kanal 13,
welcher wiederum dazu dient, dass der Wollkammzug 1 von der Eintrittsöffnung 11 zur
Austrittsöffnung 15 gefördert werden kann. Die Mulde 12 weist endständig der Eintrittsöffnung
11 vorgeschaltet eine Auskragung 3 auf, welche das Einzugsbecken bildet, sowie der
Austrittsöffnung 15 nachgeschaltet, einen Uberlaufrand 16 resp. eine Überlaufrinne
19, für das Abführen der Reaktionslösung.Im übrigen ist die Funktionsweise der Rotationsvorrichtung
gemäss Fig. 4 analog der Vorrichtungen gemäss den Figuren 1 bis 3.
[0037] In Fig. 5 ist die Rotationsvorrichtung gemäss Fig. 4 entlang der Linie II-II im Querschnitt
dargestellt, wobei deutlich sichtbar wird, dass der Rotationskörper 41 im muldenartigen
Behältnis 12 derart angeordnet ist, dass er letzteres praktisch ausfüllt, trotzdem
aber frei rotationsfähig ist. Am unteren Ende des Rotationskörpers 41 ist die Durchlaufrinne
resp. der geschlossene Kanal 13 sichtbar, durch welchen das Wollgut 1 gefördert wird.
[0038] Je nach der Ausbildung des zu behandelnden resp. des zu fördernden Gutes ist es möglicherweise
ausreichend, dass der Rotationskörper 41 frei drehbar ist. Bei sensiblem Gut, wie
leicht reissbarem textilem Gut, ist es möglich, ebenfalls den Rotationskörper resp.
die Rotationstrommel 41 synchron mit den Abzugsrollen 17 anzutreiben. Weiter ist es
möglich, die Oberfläche 45 der Trommel 41 mit Querrillen zu versehen, währenddem der
Boden 10 des muldenartigen Behältnisses 12 vorzugsweise Längsrillen aufweist. Letztendlich
zu Reinigungszwecken ist es vorteilhaft, am unteren Ende der Mulde 12 eine Abzugsvorrichtung
14 anzuordnen, damit die Rinne resp. der Kanal 13 entleert werden kann.
Beispiel eines 1:1 Prototypen einer Rotationsvorrichtung gemäss Figuren 4 und 5 für
die Durchführung von Betriebsversuchen
[0039] Für die Durchführung von Betriebsversuchen für die Filzfrei-Ausrüstung von Wollkammzügen
wurde ein Prototyp verwendet mit den nachfolgenden Abmessungen:
r = 50,0 cm;
R = 51,2 cm;
dadurch resultierende Höhe des Reaktionskanales 13: 1,2 cm;
Breite der Rotationswalze resp. des Rotors 41: 61,3 cm;
Länge des Reaktionskanales: 122 cm (der Kanal erstreckt sich über einen Winkelabschnitt
von 138,5°);
Querschnitt des Reaktionskanales: 75,7 cm2.
[0040] Im Längsschnitt gemäss Fig. 4 ergeben sich folgende Flächenabschnitte:
Einlaufbereich gemäss Referenzzahl 3: 170 cm2;
Durchlaufrinne resp. Kanal 13: 147 cm2;
Auslaufbereich gemäss Referenzzahl 16: 31 cm2.
[0041] Für Versuchszwecke wurde ein Wollkammzug verwendet mit folgenden Kennzahlen:
Anzahl einzelne Bänder: 36;
Gewicht eines einzelnen Bandes: 20 g/m;
Gewicht des gesamten Kammzuges: 720 g/m;
Tauchlänge des Kammzuges in der Vorrichtung gemäss Fig. 4: 155 cm, wovon 24 cm im
Einlaufbereich, 122 cm im Reaktionskanal und 9 cm im Auslaufbereich.
Vliesgewicht im Tauchbereich: 1,12 kg;
Vliesvolumen im Tauchbereich: 0,86 l;
Vliesgewicht im Reaktionskanal 13: 878 g;
Vliesvolumen im Reaktionskanal 13: 0,68 l;
Kammzugdichte im Kanalbereich 13: 0,095 g/cm3.
[0042] Ausrüstversuche wurden unter den folgenden Bedingungen durchgeführt:
Flottenvolumen ohne Kammzug: 21,4 l;
Flottenvolumen mit eingeführten Wollkammzügen: 20,5 l;
Flottenvolumen ohne Wolle im Reaktionskanal 13: 9,28 l;
Flottenvolumen im Kanal 13 mit eingeführtem Kammzug: 8,6 l.
uamit ergeben sich folgende Flottenverhältnisse:
bezogen auf Gesamtanlage = 18,3 l/ kg Wolle;
bezogen auf Reaktionskanal 13: 9,8 l/kg Wolle.
[0043] Anlagebetriebsbedingungen:
Tab. 1:
| Kammzug-Geschw. |
Kammzug-Durchsatz |
Flotten-Durchsatz |
Verweilzeit Tauch bereich |
Flotten-Geschw. |
| (m/min) |
(kg/min) |
(l/min) |
(sec) |
(m/min) |
| 4,0 |
2,88 |
22,5 |
23,2 |
2,97 |
| 5,0 |
3,60 |
28,1 |
18,6 |
3,71 |
| 6,0 |
4,32 |
33,7 |
15,5 |
4,45 |
| 7,0 |
5,04 |
39,3 |
13,3 |
5,19 |
| 8,0 |
5,76 |
44,9 |
11,6 |
5,93 |
[0044] Das Geschwindigkeitsverhältnis von Kammzug zu Reaktionsflotte ist konstant und beträgt
1,35 im konzentrischen Kanalbereich 13.
[0045] Tourenzahlen des Rotationsrotors 41 (Umfang = 3,14 m):
Tab. 2
| Kammzug-Geschw. |
Tourenzahl |
| (m/min. |
(-/min) |
| 4,0 |
1,27 |
| 6,0 |
1,91 |
| 8,0 |
2,55 |
[0046] Mit den oben angeführten Betriebsbedingungen und der erfindungsgemäss vorgeschlagenen
Vorrichtung wurden Wollkammzüge mit verschiedenen Oxydationsmittellösungen filzfrei
ausgerüstet, wie beispielsweise Hypochloritlösungen, Permanganatlösungen, etc. Schlussendlich
ist es eine Frage der Optimierung, unter Berücksichtigung des gewählten Oxydationsmittels,
der gewählten Konzentration, des eingestellten PH-Bereiches, etc., wie die erfindungsgemässe
Vorrichtung zu betreiben ist resp. die Betriebsdaten zu wählen sind.
[0047] In Fig. 6 sind im Längsschnitt zwei Vorrichtungen gemäss Fig. 4 nacheinander angeordnet
dargestellt. Der Wollkammzug 1 wird über den Einzug resp. die Auskragung 3 in die
Reaktionslösung 7 eingetaucht und über die Eintrittsöffnung 11 in einen ersten halbkreisförmigen
Reaktionskanal 13a eingezogen. Diese Durchlaufrinne resp. der Kanal 13a wird durch
ein erstes, einen halbkreisförmigen Boden aufweisendes Behältnis 12a und den entsprechend
darin rotierenden Rotationskörper 41a gebildet, der um die Rotationsachse 43a rotiert.
Nach Durchlaufen dieses ersten Reaktionskanals 13a wird der Kammzug über eine Schulter
51 in einen daran anschliessenden Reaktionskanal resp. eine Durchlaufrinne 13b geführt,
der entsprechend durch ein zweites, einen halbkreisförmigen Boden aufweisendes Behältnis
12b und den darin rotierenden entsprechenden Rotationskörper 41b gebildet wird. Analog
der Vorrichtung gemäss Fig. 4 verlässt der Wollkammzug die Durchlaufrinne 13b über
die Auslassöffnung 15 und wird in den Abzugswalzen oder Rollen 17 abgezogen, in welchen
die Reaktionslösung abgequetscht wird. Die Reaktionslösung selbst wird über den Uberlaufrand
16 abgeführt.
[0048] Durch das nacheinander Anordnen derartiger halbkreisförmiger Behältnisse ist es möglich,
die Durchlaufgeschwindigkeit des Wollkammzuges erheblich zu steigern und gleichzeitig
die Kontaktzeit durch Verlängerung des Reaktionsweges konstant zu halten. Selbstverständlich
ist es je nach Anforderungen und Bedürfnissen auch möglich, drei oder mehr derartige
Vorrichtungen aneinanderhängend anzuordnen. Dasselbe gilt selbstverständlich auch
für die Vorrichtungen, dargestellt in den Figuren 1, 2 und 3.
[0049] Die in den Figuren 1 bis 6 dargestellten beispielsweise ausgebildeten Reaktionsvorrichtungen
können selbstverständlich in x-beliebiger Art und Weise abgeändert oder modifiziert
werden. So ist es beispielsweise möglich, durch entsprechende Ausbildung der Wandungen
der Vorrichtungen gemäss den Figuren 1 bis 6 den Durchlaufkanal rund auszubilden.
Auch der Einzug resp. der Abzug zu den Vorrichtungen gemäss den Figuren 1 bis 6 können
in x-beliebiger Art und Weise modifiziert werden, handelt es sich doch dabei um übliche
Transport- resp. Zu- oder Abführtechniken, die nicht Bestandteil der vorliegenden
Erfindung sind. Auch das Mischen und Zuführen der Reaktionslösung, wie auch das Abführen,
das allfällige Aufkonzentrieren oder Regeln der Konzentration in der Reaktionslösung
ist bekannte Technik und wird in der vorliegenden Erfindung nicht weiter beschrieben.
Ebenfalls ist es möglich, die erfindungsgemäss beschriebenen Vorrichtungen in x-beliebigen
Materialien herzustellen, wobei vorzugsweise transparente Kunststoffmaterialien, wie
beispielsweise Polyacryl, Polycarbonat oder Polyamid, verwendet werden, wobei selbstverständlich
das zu verwendende Material entsprechend der gewählten Reaktionslösungen eine ausreichende
Chemikalienbeständigkeit aufweisen muss. Aber selbstverständlich ist es auch möglich,
die Vorrichtungen aus rostfreiem Stahl, Aluminium, Glas oder anderen Materialien herzustellen.
[0050] Ebenfalls auf die Optimierung der entsprechenden durchzuführenden Reaktionen resp.
der Reaktionsführung soll an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden. Es versteht
sich von selbst, dass durch die gewählte Konzentration der Reaktionslösung, durch
deren Temperatur, durch die Transportgeschwindigkeit des zu behandelnden Gutes, durch
die Rotationsgeschwindigkeit der Vorrichtungen gemäss Figuren 2, 4, 5 und 6 etc. die
Reaktions- bzw. Behandlungsbedingungen in vielfältigster Art und Weise verändert resp.
optimiert werden können.
1. Vorrichtung zum im wesentlichen kontinuierlichen Behandeln eines durch eine Reaktionseinrichtung
geförderten Gutes (1) mit einer Einzugseinrichtung (2,9) für das Einziehen des Gutes
und das Beschicken mit Reaktionslösung (5,7), anschliessend an die Einzugseinrichtung
eine längsausgedehnte Durchlaufrinne (13) resp. einen Durchlaufkanal mit einer Ein
(11)- und Austrittsöffnung (15) für das Hindurchführen des zu behandelnden Gutes zusammen
mit der Reaktionslösung, und schliesslich nachfolgend an die Austrittsöffnung mit
einer Abzugseinrichtung (17) für das Auffangen bzw. Abführen der Reaktionslösung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlaufrinne (13) bzw. der Durchlaufkanal aus mindestens
einem feststehenden, wenigstens nahezu halbkreisförmigen, kreisrund ausgebildeten
muldenartigen Behältnis (12) gebildet wird mit einem in der Mulde angeordneten und
frei drehbaren Rotationskörper (41), dessen Radius (r) kleiner ist als der innere
Radius (R) des muldenartigen Behältnisses (12) und dessen Breite (b) nahezu gleich
der inneren Breite (B) des muldenartigen Behältnisses (12) ist, sodass zwischen der
peripheren Oberfläche (45) des Rotationskörpers (41) und dem inneren Behältnisboden
(10) ein wenigstens nahezu in Längsrichtung halbkreisförmig ausgebildeter Kanal (13)
oder eine Rinne gebildet wird mit rechteckigem Querschnitt, welcher Kanal bzw. welche
Rinne allseitig geschlossen ist, derart, dass die Seitenwandungen der Rinne (13) bzw.
des Kanales wenigstens nahezu entlang der ganzen Länge dicht im für die Förderung
des Gutes (1) vorgesehenen Bereich angeordnet sind, um eine die Rinne bzw. den Kanal
ausfüllende Packungsdichte einstellen zu können, so dass die Reaktionslösung (5, 7)
infolge des Transportes des textilen Gutes durch die Durchlaufrinne resp. den Durchlaufkanal
gefördert wird, und dass mit Ausnahme der Durchlaufrinne bzw. des Durchlaufkanals
die Einzugseinrichtung und die Abzugseinrichtung voneinander getrennt sind, bzw. keine
weitere direkte Verbindung dazwischen besteht, um ein Rückfliessen der verbrauchten
Reaktionslösung zu verhindern.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Rinne
oder des Kanals (13) quadratisch oder rechteckig ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die periphere
Oberfläche (45) des frei drehbaren Rotationskörpers (41) in Richtung von der Ein (11)-
zur Austrittsöffnung (15) der Rinne (13) oder des Kanals resp. in Transportrichtung
des Gutes (1) angetrieben ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das halbkreisförmige
muldenartige Behältnis (12) im Bereich der Eintrittsöffnung (11) der Rinne (13) resp.
des Kanals eine Auskragung aufweist für die Bildung eines Einzugsbehältnisses (3)
sowie einen Ueberlaufrand (19) im Bereich der Austrittsöffnung (15) des Kanals oder
der Rinne (13), welcher in ein Auffangsbehältnis (21) ragt, für das Auffangen von
Reaktionslösung.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich
des Einzugsbehaltnisses (3) Fördermittel (2, 9) für das Einziehen des Gutes (1) in
die Rinne resp. den Kanal (13) vorgesehen sind, und dass der Austrittsöffnung (15)
nachgeschaltet rollenartige Abzugsmittel (17) für das Abziehen des Gutes aus dem Kanal
resp. der Rinne (13) vorgesehen sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinne (13)
resp. der Kanal aus mindestens zwei oder mehr sich nachfolgenden, feststehenden, wenigstens
nahezu halbkreisförmigen, kreisrund ausgebildeten muldenartigen Behältnissen (12a,
12b) gebildet wird mit je einem in jeder Mulde angeordneten und frei drehbaren Rotationskörper
(41a, 41b), dessen Radius (r) kleiner ist als der innere Radius (R) je des muldenartigen
Behältnisses (12a, 12b) und dessen Breite (b) nahezu gleich der inneren Breite (B)
je des muldenartigen Behältnisses (12a, 12b) ist, sodass zwischen der peripheren Oberfläche
des Rotationskörpers (41a, 41b) und dem inneren Behältnisboden je ein wenigstens nahezu
in Längsrichtung halbkreisförmig ausgebildeter, geschlossener Kanal (13a, 13b) oder
eine Rinne gebildet wird mit rechteckigem Querschnitt.
7. Verfahren zum kontinuierlichen Behandeln eines durch eine Vorrichtung, nach einem
der Ansprüche 1-6, geförderten Gutes mit einer Reaktionslösung, wobei das Gut und
die Reaktionslösung über eine Einzugseinrichtung (2,9) in eine längsausgedehnte Durchlaufrinne
(13) bzw. einen Durchlaufkanal mit Ein (11)- und Austrittsöffnung (15) eingeführt
werden, zusammen durch die Rinne resp. den Kanal geführt resp. gefördert werden und
nach der Austrittsöffnung durch geeignete Mittel wieder getrennt und abgezogen werden,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Durchlaufrinne (13) bzw. dem Kanal eine derartige
Packungsdichte eingestellt bzw. gewählt wird, sodass die Reaktionslösung (5, 7) infolge
des Transportes des textilen Gutes (1) durch die Durchlaufrinne (13) resp. den Durchlaufkanal
gefördert wird.
8. Verwendung einer Vorrichtung, nach einem der Ansprüche 1-6, zum kontinuierlichen Behandeln
eines durch eine Reaktionseinrichtung geförderten Gutes (1) mit einer Reaktionslösung,
bestehend aus einer Einzugseinrichtung (9) für das Einziehen des Gutes (1) und das
Benetzen bzw. Beschicken mit Reaktionslösung (5, 7), ihr unmittelbar folgend einer
im wesentlichen allseitig geschlossenen Durchlaufrinne (13) resp. einem Behandlungskanal
mit einer Ein- (11) und einer Austrittsöffnung (15) und ebenfalls folgend einer Abzugseinrichtung
(17) für das im wesentlichen Trennen des Gutes von der Reaktionslösung, wie beispielsweise
einem angetriebenen Quetschwalzenpaar, für das kurzzeitige kontinuierliche Behandeln
von textilen Fasersträngen, wie eines Wollkammzuges mit einer Reaktionslösung, wobei
die Packungsdichte des textilen Gutes derart gross gewählt wird, so dass die Reaktionslösung
infolge des Transportes des textilen Gutes ohne Relativgeschwindigkeit zusammen mit
dem Gut durch die Durchlaufrinne bzw. den Behandlungskanal gefördert wird.
9. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6 für die Behandlung von kontinuierlichen
textilen Fasersträngen resp. eines Faserzuges, von textilen Garnen, Geweben und dergleichen,
wobei die Behandlung des textilen Gutes kurzzeitig mit einer Reaktionslösung zu erfolgen
hat.
10. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6 für das Ausrüsten resp.
Behandeln oder Veredeln von Wollkammzügen mit Chemikalien resp. Lösungen von hoher
Reaktivität.
11. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6 für das Filzfrei-Ausrüsten
von Wollkammzügen.
1. Apparatus for substantially continuous treatment of a material (1) conveyed through
a reactor, with a feed arrangement (2, 9) for drawing in the material and supplying
it with reaction solution (5, 7), following the feed arrangement an elongated through-flow
trough (13) or throughflow channel with an inlet opening (11) and an outlet opening
(15) for the material to be treated to pass through together with the reaction solution,
and finally following the outlet opening an extraction arrangement (17) for collecting
or drawing off the reaction solution, characterised in that the through-flow trough
(13) or through-flow channel is formed by at least one stationary round basin-like
container (12) which is at least almost semi-circular, with a rotating body (41) which
is disposed in the basin and is freely rotatable, the radius (r) thereof being smaller
than the internal radius (R) of the basin-like container (12) and the width (b) being
almost equal to the internal width (B) of the basin-like container (12), so that between
the peripheral surface (45) of the rotating body (41) and the inner container base
(10) there is formed a channel (13) or a trough which is at least almost semi-circular
in the longitudinal direction with a rectangular cross-section, this channel of trough
being closed on all sides so that the side walls of the trough (13) or the channel
are disposed close in the region provided for conveying the material (1) at least
almost along the entire length in order to be able to set a packing density which
fills the trough or the channel, so that due to the transport of the textile material
the reaction solution (5, 7) is conveyed through the through-flow trough or the through-flow
channel, and that with the exception of the through-flow trough or through-flow channel
the feed arrangement and the extraction arrangement are separated from one another,
or there is no further direct communication between them, in order to prevent the
used reaction solution from flowing back.
2. Apparatus as claimed in Claim 1, characterised in that the cross-section of the trough
or the channel (13) is square or rectangular.
3. Apparatus as claimed in one of Claims 1 or 2, characterised in that the peripheral
surface (45) of the freely rotatable rotating body (41) is driven in the direction
from the inlet opening (11) to the outlet opening (15) of the trough (13) or the channel
or in the direction of transport of the material (1).
4. Apparatus as claimed in one of Claims 1 to 3, characterised in that in the region
of the inlet opening (11) of the trough (13) or the channel the semi-circular basin-like
container (12) has a projection to form an intake vessel (3) as well as an overflow
rim (19) in the region of the outlet opening (15) of the channel or the trough (13)
which projects into a collecting vessel (21) for collecting reaction solution.
5. Apparatus as claimed in one of Claims 1 to 4, characterised in that in the region
of the intake vessel (3) conveyor means (2, 9) are provided for drawing the material
(1) into the trough or the channel (13), and that roller-like extraction means (17)
are provided downstream of the outlet opening (15) for extracting the material from
the channel or the trough (13).
6. Apparatus as claimed in one of Claims 1 to 5, characterised in that the trough (13)
or the channel consists of at least two or more successive stationary round basin-like
containers (12a, 12b) which are at least almost semi-circular and each have a rotating
body (41a, 41b) which is disposed in each basin and is freely rotatable, the radius
(r) thereof being smaller than the internal radius (R) of each of the basin-like containers
(12a, 12b) and the width (b) being almost equal to the internal width (B) of each
of the basin-like containers (12a, 12b), so that in each case between the peripheral
surface of the rotating body (41a, 41b) and the inner container base (10) there is
formed a channel (13a, 13b) or a trough which is at least almost semi-circular in
the longitudinal direction with a rectangular cross-section.
7. Method of continuous treatment of a material conveyed through apparatus as claimed
in one of Claims 1 to 6 with a reaction solution, wherein the material and the reaction
solution are introduced by way of a feed arrangememt (2, 9) into an elongated through-flow
trough (13) or a through-flow channel with an inlet opening (11) and an outlet opening
(15), are guided or conveyed together through the trough or the channel and after
the outlet opening are again separate and drawn off by suitable means, characterised
in that a packing density is set or selected in the through-flow trough (13) or channel
such that due to the transport of the textile material (1) the reaction solution (5,
7) is conveyed through the through-flow trough (13) or the through-flow channel.
8. Use of apparatus as claimed in one of Claims 1 to 6 for continuous treatment of a
material (1) conveyed through a reactor with a reaction solution, consisting of a
feed arrangement (9) for drawing in the material (1) and wetting it or supplying it
with reaction solution (5, 7), immediately thereafter a through-flow channel (13)
or treatment channel which is substantially closed on all sides and has an inlet opening
(11) and an outlet opening (15) and likewise followed by an extraction arrangement
(17) for substantially separating the material from the reaction solution, such as
for example a driven pair of squeezer rollers, for the brief continuous treatment
of textile fibre ropes such as a combed wool top with a reaction solution, wherein
the packing density of the textile material is chosen to be much that due to the transport
of the textile material the reaction solution is conveyed without relative speed together
with the material through the through-flow trough or the treatment channel.
9. Use of apparatus as claimed in one of Claims 1 to 6 for treatment of continuous textile
fibre ropes or a fibre top, of textile yarns, fabrics and the like, wherein the treatment
of the textile material is to take place briefly with a reaction solution.
10. Use of apparatus as claimed in one of Claims 1 to 6 for finishing or treating or processing
combed wool tops with chemicals or solutions of high reactivity.
11. Use of apparatus as claimed in one of Claims 1 to 6 for felt-free finishing of combed
wool tops.
1. Dispositif de traitement essentiellement continu d'une matière (1) transportée à travers
un dispositif de réaction, avec un dispositif de traction (2, 9) pour l'entrée de
la matière et l'alimentation en solution de réaction (5, 7) à la suite du dispositif
de traction une goulotte de passage (13) s'étendant longitudinalement et, respectivement
un canal de passage avec une ouverture d'entrée (11) et de sortie (15) pour le passage
de la matière à traiter conjointement avec la solution de réaction, et enfin à la
suite de l'ouverture de sortie, avec un dispositif d'évacuation (17) pour recueillir
et évacuer la solution de réaction, caractérisé en ce que la goulotte de passage (13)
et, respectivement le canal de passage est constitué d'au moins un récipient fixe
(12) en forme de creux, au moins presque demi-circulaire, rond et d'un corps de rotation
(41) disposé dans le creux et tournant librement dont le rayon (r) est plus petit
que le rayon intérieur (R) du récipient en forme de creux (12) et dont la largeur
(b) est presque identique à la largeur intérieure (B) du récipient en forme de creux
(12) de façon à former entre la surface périphérique (45) du corps de rotation (41)
et le fond intérieur (10) du récipient un canal (13) ou une goulotte réalisé au moins
presque dans la direction longitudinale en forme de demi-cercle, avec une section
transversale rectangulaire, ledit canal et, respectivement ladite goulotte étant fermés
de tous côtés de telle sorte que les parois latérales de la goulotte (13) et, respectivement
du canal sont disposées au moins presque sur toute la longueur étroitement dans la
zone prévue pour le transport de la matière (1) pour pouvoir régler la densité de
tassement remplissant la goulotte et, respectivement le canal de telle sorte que la
solution de réaction (5, 7), par suite du transport de la matière textile, est transportée
à travers la goulotte de passage et, respectivement le canal de passage et qu'à l'exception
de la goulotte de passage et, respectivement du canal de passage, le dispositif de
traction et le dispositif d'évacuation sont séparés l'un de l'autre et, respectivement
qu'il n'existe pas d'autre liaison directe entre ceux-ci pour empêcher un reflux de
la solution de réaction usée.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section transversale
de la goulotte ou du canal (13) est carrée ou rectangulaire.
3. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la surface
périphérique (45) du corps de rotation (41) tournant librement est entraîné en direction
de l'ouverture d'entrée (11) vers l'ouverture de sortie (15) de la goulotte (13) ou
du canal et, respectivement dans la direction de transport de la matière (1).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le récipient
en forme de creux demi-circulaire (12) présente au voisinage de l'ouverture d'entrée
(11) de la goulotte (13) et, respectivement du canal une saillie pour la formation
d'un récipient de traction (3) ainsi qu'un bord de débordement (19) au voisinage de
l'ouverture de sortie (15) du canal ou de la goulotte (13) qui fait saillie dans un
récipient de collecte (21), pour la collecte de la solution de réaction.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que sont prévus
au voisinage du récipient de traction (3) des moyens convoyeurs (2, 9) pour faire
rentrer par traction la matière (1) dans la goulotte et, respectivement le canal (13)
et que des moyens de traction (17) en forme de rouleau pour retirer la matière du
canal et, respectivement de la goulotte (13) sont prévues en aval de l'ouverture de
sortie (15).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la goulotte
(13) et, respectivement le canal est constitué d'au moins deux ou de plusieurs récipients
en forme de creux (12a, 12b) subséquents, fixes, au moins presque demi-circulaire,
ronds et respectivement d'un corps de rotation disposé dans chaque creux et pouvant
tourner librement (41a, 41b) dont le rayon (r) est plus petit que le rayon intérieur
(R) de chaque récipient en forme de creux (12a, 12b) et dont la largeur (b) est presque
identique à la largeur intérieure (B) de chaque récipient en forme de creux (12a,
12b) de telle sorte qu'il est formé entre la surface périphérique du corps de rotation
(41a, 41b) et le fond intérieur du récipient respectivement un canal (13a, 13b) ou
une goulotte fermée ayant une forme demi-circulaire au moins presque dans la direction
longitudinale, d'une section transversale rectangulaire.
7. Procédé de traitement en continu d'une matière transportée à travers un dispositif
selon l'une des revendications 1 à 6, avec une solution de réaction, la matière et
la solution de réaction étant introduites par un dispositif de traction (2, 9) dans
une goulotte de passage (13) s'étendant longitudinalement et, respectivement un canal
de passage avec une ouverture d'entrée (12) et une ouverture de sortie (15), guidées
et, respectivement transportées conjointement à travers la goulotte et, respectivement
le canal et, après l'ouverture de sortie, sont séparées de nouveau par des moyens
appropriés et retirées, caractérisé en ce que l'on règle et, respectivement on choisit
dans la goulotte de passage (13) et, respectivement le canal une densité de tassement
telle que la solution de réaction (5, 7) par suite du transport de la matière textile
(1), est transportée à travers la goulotte de passage (13) et, respectivement le canal
de passage.
8. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, pour le traitement
continu d'une matière (1) transportée à travers un dispositif de réaction avec une
solution de réaction, constitué d'un dispositif de traction (9) pour faire entrer
la matière (1) et le mouillage ou l'alimentation en solution de réaction (5, 7), suivi
directement d'une goulotte de passage (13) et, respectivement d'un canal de traitement
fermé sensiblement de tous côtés avec une ouverture d'entrée (11) et une ouverture
de sortie (15), et également suivie d'un dispositif d'évacuation (17) pour séparer
sensiblement la matière de la solution de réaction, par exemple d'une paire de rouleaux
exprimeurs entraînés, pour le traitement continu de courte durée d'écheveaux de fibres
textiles, par exemple d'un ruban de laine peignée avec une solution de réaction, la
densité de tassement de la matière textile étant choisie en une grandeur telle que
la solution de réaction par suite du transport de la matière textile, est transportée
sans vitesse relative conjointement avec la matière à travers la goulotte de passage
et, respectivement le canal de traitement.
9. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 6 pour le traitement
d'écheveaux de fibres textiles continus et, respectivement d'un ruban de fibres, de
fils textiles, de tissu et analogues, la matière textile devant être traitée pendant
une courte durée avec une solution de réaction.
10. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 6 pour le finissage
et, respectivement le traitement ou l'ennoblissement de rubans de laine peignée avec
des produits chimiques et, respectivement des solutions d'une réactivité élevée.
11. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 6 pour l'apprêt infeutrable
de rubans de laine peignée.