(19)
(11) EP 0 548 304 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.12.1996  Patentblatt  1996/52

(21) Anmeldenummer: 92912376.8

(22) Anmeldetag:  25.06.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6D06B 3/04
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/CH9200/123
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 9301/343 (21.01.1993 Gazette  1993/03)

(54)

VORRICHTUNG ZUM KONTINUIERLICHEN BEHANDELN EINES TEXTILEN GUTES

DEVICE FOR THE CONTINUOUS PROCESSING OF TEXTILES

DISPOSITIF DE TRAITEMENT EN CONTINU DE MATIERES TEXTILES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE FR GB IT

(30) Priorität: 03.07.1991 DE 4122011

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.06.1993  Patentblatt  1993/26

(73) Patentinhaber: SCHOELLER HARDTURM AG
CH-8005 Zurich (CH)

(72) Erfinder:
  • HAEFELY, Hans Rudolf
    CH-8049 Zürich (CH)
  • THIERSTEIN, Kurt
    CH-8037 Zürich (CH)

(74) Vertreter: Troesch Scheidegger Werner AG 
Patentanwälte, Siewerdtstrasse 95, Postfach
8050 Zürich
8050 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 1 460 465
FR-A- 2 359 233
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum im wesentlichen kontinuierlichen Behandeln eines durch eine Reaktionseinrichtung geförderten Gutes mit einer Reaktionslösung, ein Verfahren zum kontinuierlichen kurzzeitigen Behandeln eines Gutes mit einer Reaktionslösung, die Verwendung einer der Vorrichtungen für die Behandlung resp. das Ausrüsten von textilen Fasersträngen, Faserzügen, von Garnen, Geweben und dergleichen und im speziellen das im wesentlichen Filzfrei-Ausrüsten von Wollkammzügen.

    [0002] Im speziellen betrifft die vorliegende Erfindung das Behandeln von textilen Fasern resp. von Kammzügen, Garnsträngen und dergleichen in einem Behandlungsbad mit einer Reaktionslösung, wie beispielsweise das Ausrüsten resp. Behandeln oder Veredeln von Wolle resp. von Wollfasern, um ein Verfilzen der Wolle beim Waschen zu verhindern.

    [0003] Derartige Behandlungs- oder Veredlungsprozesse erfolgen entweder diskontinuierlich im sog. Batchverfahren oder kontinuierlich, indem ganze Faserstränge oder weitgehendst kontinuierliche Faserzüge resp. die Textilware über Walzen durch Behandlungsbäder gezogen werden, um oberflächlich mit dem Behandlungs- oder Veredlungsmittel resp. der Reaktionslösung versehen zu werden. Die vorliegende Erfindung befasst sich mit den zweitgenannten sog. kontinuierlichen Veredlungs- resp. Behandlungsverfahren von textilem Gut.

    [0004] Die Problematik bei der Veredlung resp. beim Ausrüsten von textilem Gut besteht oft darin, dass einerseits die Reagenzien für eine chemische Behandlung in der Reaktionslösung eine relativ rasche Behandlung des textilen Gutes resp. der Faser ermöglichen sollen, andererseits aber der Angriff an der einzelnen Faser nur oberflächlich erfolgen soll, um den eigentlichen Faserstamm nicht zu verletzen. Diese Problematik stellt sich insbesondere beim Filzfrei-Ausrüsten von Wolle ein, wo nur die äusserste Schuppenstruktur der Wollfaser resp. des Wollhaares chemisch beeinflusst werden soll, nicht aber der eigentliche Faserstamm resp. der Cortex der Wollfaser.

    [0005] Das Filzfrei-Ausrüsten von Wolle erfolgt beispielsweise mit wässseriger Chlorlösung, wobei die Prozessführung resp. die Reaktionsbedingung beim Behandeln der Wolle mit Chlorlösung derart wählbar ist, dass die oben erwähnten Bedingungen eingehalten werden können, ohne dass der Faserstamm der Wolle geschädigt wird. Infolge der Abwasserproblematik aber muss auf das Chlor für die Behandlung der Wolle verzichtet werden, sodass neuerdings andere Chemikalien resp. Prozesse für die Behandlung von Wolle zu verwenden sind, welche normalerweise unter den mit den Chlorlösungen gewählten Reaktionsbedingungen und Konzentrationsverhältnissen nicht den entsprechenden Behandlungs- resp. Ausrüstungseffekt an oder auf der Wollfaser bewirken.

    [0006] So hat es sich beispielsweise gezeigt, dass bei der Behandlung der Wollfaser mittels eines sog. Foulards, das beispielsweise bei der Chlorierung der Wolle verwendet wird und bei welchem die Reaktionslösung beim Einzug des Wollstranges in die Foulardwalzen zugegeben wird, es schwierig ist, ein genau eingestelltes Konzentrationsgefälle der Reaktionslösung während fortschreitender Behandlung konstant zu halten. Zum andern hat es sich auch gezeigt, dass bei der Verwendung von relativ hochkonzentrierten Reaktionslösungen von Oxydationsmitteln Neben-Reaktionen auftreten können, wobei gewisse Bestandteile ausgefällt werden, die dann ein einwandfreies Abziehen des textilen Gutes mit den Foulardwalzen verhindern, was dazu führen kann, dass die Reaktionslösung teilweise zwischen den Rollen nach unten entweicht.

    [0007] Auch das bei der Chlorierung der Wolle bevorzugt verwendete Gaschlorierungsbad, bei welchem die Wolle über Foulardwalzen in ein Bad mit angesäuerter Hypochloritlösung eingezogen wird, hat sich bei der Verwendung von Oxydationsmitteln für die Filzfrei-Ausrüstung der Wolle als ungeeignet erwiesen. Bei der Chlorierung der Wolle spielt es bekanntlich keine Rolle, dass nach dem Einzug der Wolle in das Bad die Chlorkonzentration rapide abnimmt, da die Reaktion des Chlores an der Oberfläche der Wollfaser auch bei reduzierter Konzentration relativ rasch erfolgt. Bei der Verwendung auch von anderen Oxydationsmitteln, deren Angriff an der Wollfaser sehr stark von der Konzentration abhängig ist, hat es sich gezeigt, dass der rasche Konzentrationsabfall nach dem Einzug der Wolle durch das Foulard in das Reaktionsbad praktisch zu einem Stillstand der Oberflächenreaktion an der Wollfaser führt. Wird demgegenüber die Konzentration des Oxydationsmittels im Behandlungsbad ebenfalls hoch gehalten, ist der Angriff an der Wollfaser zu stark, was regelmässig zu Schädigungen des Faserstammes führt. Trotzdem aber scheint es wichtig zu sein, dass die alternativ zum Chlor gewählten Oxydationsmittel für die Behandlung der Wollfaser in relativ hohen Konzentrationen oder zumindest unter stark sauren oder stark alkalischen Bedingungen vorliegen müssen, um ein ausreichendes Filzfrei-Ausrüsten der Wolle zu ermöglichen.

    [0008] Ein zusätzliches Problem besteht bei dem oben erwähnten Behandlungsbad, wie es normalerweise bei der Chlorierung der Wolle verwendet wird, indem die Behandlungslösung ein Netzmittel enthalten muss, damit die Faser durch die Reaktionslösung ausreichend benetzt wird. Insbesondere bei der Verwendung von Oxydationsmitteln ist dies aber problematisch, da bekanntlich Netzmittel in der Regel von starken Oxydationsmitteln zerstört werden. Aus diesem Grunde ist es sicher vorteilhaft, dass die Behandlung der Faser nur kurzzeitig erfolgt, sodass das Netzmittel nicht zerstört werden kann, dass aber gleichzeitig die Behandlung mit einer realtiv hochkonzentrierten Reaktionslösung erfolgt.

    [0009] Aus der DE-OS 1 816 483 ist eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Veredeln von Textilbahnen bekannt, wobei das zu behandelnde Gut zusammen mit einer Behandlungsmittellösung einen oder mehrere längsausgedehnte Behandlungsbehälter in gleicher Richtung durchlaufen, wobei während dem Durchlaufen das Behandlungsmittel weitgehendst aus der Lösung ausgezogen wird. Die vorgeschlagene Anlage eignet sich insbesondere für das Behandeln von Textilbahnen mit schwach konzentrierten Behandlungsmittellösungen wie beispielsweise für das Färben oder Imprägnieren. Jedoch eignet sich eine derartige beschriebene Anlage kaum für das kurzzeitige Behandeln mit hochkonzentrierten Reaktionslösungen, wie beispielsweise notwendig für das kurzzeitig Filzfrei-Ausrüsten von Wollbahnen.

    [0010] In der FR-2 359 233 wird eine Vorrichtung bzw. ein Verfahren zum kontinuierlichen Imprägnieren von Textilfäden beschrieben, wobei die Fäden je durch individuelle Rohre für den Beschichtungsvorgang geführt werden. Der Vorteil dieser Anlage bzw. dieser Prozessführung besteht darin, dass dadurch das Badvolumen reduziert werden kann, und zudem eine reduzierte Luftdurchmischung an der Oberfläche des Bades stattfinden kann. Durch das "Mitreissen" der Flüssigkeit durch die durch die Rohre geführten Fäden kann weiter auf Pumpen verzichtet werden.

    [0011] Für das Ausrüsten von Fasersträngen, wie insbesondere das kurzzeitige Filzfrei-Ausrüsten von Wollfasersträngen hingegen ist die offenbarte Vorrichtung nicht geeignet, müssen doch während dem Behandlungsprozess genau einzustellende Konzentrationsgefälle definiert werden können, bzw. muss es möglich sein, einen genau definierten Konzentrationsabfall im Behandlungsbad mit fortschreitender Behandlungsdauer einstellen zu können. Auch darf es im Behandlungsbad nicht zur Anreicherung von irgendwelchen störenden Komponenten, wie beispielsweise Benetzungsmittel oder reaktionshemmenden Substanzen kommen, wie beispielsweise von auf den Wollfasern vorhandene Benetzungsmittel, welche eine rasche Durchdringung der Wollfaser mit der Reaktionslösung ermöglichen.

    [0012] Die in der FR-2 359 233 vorgeschlagene Anlage eignet sich insbesondere für das Behandeln von Textilbahnen mit schwach konzentrierten Behandlungsmittellösungen, wie beispielsweise für das Färben oder Imprägnieren. Jedoch eignet sich eine derartig beschriebene Anlage kaum für das kurzzeitige Behandeln mit hoch konzentrierten Reaktionslösungen, wie beispielsweise notwendig für das kurzzeitige Filzfrei-Ausrüsten von Wollbahnen.

    [0013] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, mittels welcher das Veredeln resp. Behandeln oder Ausrüsten eines Gutes, wie insbesondere eines textilen Gutes, mit einer Reaktionslösung kontinuierlich erfolgen kann, wobei einerseits mit relativ hochkonzentrierten Reaktionslösungen zu arbeiten ist, und andererseits die Kontaktzeit der Reaktionslösung mit dem zu behandelnden Gut nur kurzzeitig sein darf.

    [0014] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe mittels einer Vorrichtung, insbesondere gemäss dem Wortlaut nach Anspruch 1, gelöst.

    [0015] Dabei wird vorgeschlagen, dass das zu behandelnde Gut zusammen mit einer Reaktionslösung über eine Einzugseinrichtung einer geschlossenen Durchlaufrinne resp. einem im wesentlichen allseitig geschlossenen Durchlaufkanal mit Ein- und Austrittsöffnung zugeführt wird, wobei das zu behandelnde Gut und die Reaktionslösung zusammen in engem Kontakt durch die Rinne resp. den Kanal hindurchgeführt resp. gefördert werden, indem in der Rinne bzw. dem Kanal eine im wesentlichen ausfüllende Packungsdichte derart einstellbar ist, sodass die Reaktionslösung infolge des Transportes des textilen Gutes durch die Durchlaufrinne resp. den Durchlaufkanal gefördert wird.

    [0016] Erfindungsgemäss vorzugsweise ausgestaltete Vorrichtungen sind in den Ansprüchen 2 bis 6 beschrieben resp. charakterisiert.

    [0017] Der wesentliche Unterschied zur Anlage gemäss der DE-OS 1 816 483 liegt darin, dass durch das enge seitliche Anliegen der Seitenwandungen der Rinne bzw. des Kanales im für die Förderung des Gutes vorgesehenen Bereiches eine relative hohe Packungsdichte einstellbar ist, sodass die Reaktionslösung durch den Transport des textilen Gutes durch die Durchlaufrinne resp. den Durchlaufkanal gleichzeitig gefördert wird. Die Reaktionslösung wird quasi durch das Gut vom Einzugsbecken mit in die Rinne hineingezogen und die dabei entstehende leichte Quetschwirkung erhöht die Durchdringung bzw. Benetzung der Wollfaser bei der Eintrittsöffnung. In der DE-OS 1 816 483 muss entweder das Behandlungsmittel mittels Pumpen oder anderen Fördermitteln durch den Reaktionsbehälter hindurch gefördert werden, oder aber das Niveau beim Eintritt in den Behandlungsraum muss höher gewählt werden, als bei einer Abzugskante am Ende des Behandlungsraumes.

    [0018] Gemäss der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Rinne resp. der Durchlaufkanal aus einem feststehenden wenigstens nahezu halbkreisförmigen, im wesentlichen kreisrund ausgebildeten muldenartigen Behältnis gebildet wird, mit einem in der Mulde angeordneten und frei drehbaren Rotationskörper. Der Rotationskörper ist mit seiner Rotationsachse vorzugsweise am muldenartigen Behältnis derart frei drehbar gelagert angeordnet, dass die Mitteldrehachse im Mittelpunkt des kreisrund ausgebildeten muldenartigen Behältnisses zu liegen kommt. Der Radius des Rotationskörpers ist dabei kleiner zu wählen als der innere Radius des muldenartigen Behältnisses, und die Breite des Rotationskörpers soll nahezu gleich der inneren Breite des Behältnisses sein, sodass zwischen der peripheren Oberfläche des Rotationskörpers und dem inneren Behältnisboden ein wenigstens nahezu in Längsrichtung halbkreisförmig ausgebildeter im wesentlichen geschlossener Durchlaufkanal resp. eine Rinne gebildet wird, mit rechteckigem Querschnitt. Die Breiten des Rotationskörpers und des muldenartigen Behältnisses sollen derart sein, dass eine freie Rotation des Körpers in der Mulde nach wie vor möglich ist.

    [0019] Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante ist es auch möglich, zwei oder mehr der vorab beanspruchten halbkreisförmig ausgebildeten, im wesentlichen geschlossenen Durchlaufrinnen in Längsrichtung aneinander anzuordnen. Der Vorteil des nacheinander Anordnens von vorab erwähnten halbkreisförmigen Durchlaufrinnen liegt darin, dass das zu behandelnde Gut mit einer höheren Geschwindigkeit durch die Durchlaufrinnen gezogen werden kann, trotzdem aber die Behandlungszeit durch die Verlängerung des Behandlungsweges gleich bleibt und zu einer ausreichenden Behandlung des Gutes führt.

    [0020] Weiter vorgeschlagen wird ein Verfahren zum kontinuierlichen kurzzeitigen Behandeln eines Gutes mit einer Reaktionslösung gemäss dem Wortlaut nach Anspruch 7.

    [0021] Die oben erwähnten erfindungsgemäss charakterisierten Vorrichtungen eignen sich insbesondere für die Behandlung resp. das Ausrüsten oder Veredeln von textilen Fasersträngen, Faserzügen, Garnen, Geweben und dergleichen, wie insbesondere von Wollkammzügen. Im speziellen eignen sich die erfindungsgemässen Vorrichtungen für das Filzfrei-Ausrüsten von Wolle resp. von Wollkammzügen.

    [0022] Die Erfindung wird nun anschliessend beispielsweise und unter Bezug auf die beigefügten Figuren näher erläutert.

    [0023] Dabei zeigen:

    Fig. 1 im Längsschnitt einen erfindungsgemäss ausgebildeten Durchlaufkanal;

    Fig. 1a den Durchlaufkanal von Fig. 1 im Querschnitt entlang der Linie I-I;

    Fig. 2 wiederum im Längsschnitt einen erfindungsgemässen Durchlaufkanal, wobei eine Wandung durch einen Förderbandschenkel gebildet wird;

    Fig. 3 im Längsschnitt eine halbkreisförmig ausgebildete erfindungsgemässe Durchlaufrinne;

    Fig. 4 im Längsschnitt eine halbkreisförmig ausgebildete Durchlaufrinne, gebildet durch ein muldenartiges Behältnis mit einem darin angeordneten Rotationskörper, und

    Fig. 5 die Vorrichtung gemäss Fig. 4 im Querschnitt entlang der Linie II-II, und

    Fig. 6 im Längsschnitt zwei längs aneinander angeordnete halbkreisförmige Durchlaufrinnen gemäss Fig. 4.



    [0024] In Fig. 1 ist in Längsschnitt und schematisch eine erfindungsgemässe Durchlaufrinne resp. ein geschlossener Durchlaufkanal dargestellt.

    [0025] Ein Wollkammzug 1 wird zusammen mit der Reaktionslösung 5 in ein Einzugsbecken 3 eingeführt, in welchem der Wollkammzug 1 mit der darin aufgefangenen Reaktionslösung 7 benetzt wird. Bei der Reaktionslösung 5 kann es sich beispielsweise um eine wässrige Oxydationsmittel-Lösung handeln, welche für das Filzfrei-Behandeln der Wolle verwendet wird. Für eine gute Benetzung der Wolle ist die Lösung vorzugsweise mit einem handelsüblichen Benetzungsmittel versetzt. Über eine Einzugseinrichtung 9 beispielsweise eine angetriebene Transportwalze wird der Wollkammzug. 1 zusammen mit der Reaktionslösung durch eine Eintrittsöffnung 11 in den geschlossenen Durchlaufkanal 13 geführt, welcher, wie in Fig. la dargestellt, einen rechteckigen Querschnitt aufweist. Da die Packungsdichte des Wollkammzuges in der Durchlaufrinne 13 relativ gross ist, wird gleichzeitig die Reaktionslösung 7 zusammen mit dem Wollkammzug zur Austrittsöffnung 15 der Durchlaufrinne resp. des geschlossenen Kanals gefördert. Beim Verlassen der Durchlaufrinne resp. des geschlossenen Kanals 13 bei der Austrittsöffnung 15 wird der Wollkammzug 1 über eine aus Abzugswalzen bestehende Abzugseinrichtung 17 abgezogen und gleichzeitig die darin vorhandene Reaktionslösung abgequetscht. Die ebenfalls aus der Rinne 13 austretende Reaktionslösung gelangt über einen Rand 19 in ein Auffangbecken 21, in welchem die verbrauchte Reaktionslösung 23 aufgefangen wird. Diese wird anschliessend über eine Leitung 25 entweder wieder aufkonzentriert, dem Einzugsbecken 3 zugeführt, oder aber anderweitig verwertet, oder neutralisiert dem Abwasser zugeführt.

    [0026] Durch das konstante Mitfördern von Reaktionslösung 7 durch die Durchlaufrinne resp. den gesch-lossenen Kanal 13 muss dem Einzugsbecken 3 kontinuierlich frische Reaktionslösung 5 zugeführt werden, wodurch auch ohne entsprechende Regelung ein weitgehendst konstantes Konzentrationsgefälle entsprechend dem Verbrauch der Reaktionslösung durch die ganze Vorrichtung hindurch gewährleistet wird. Durch die relativ hohe Packungsdichte des zu behandelnden Wollkammzuges in der Durchlaufrinne wird weiter ein konstantes Flottenverhältnis entlang der ganzen Reaktionsstrecke gewährleistet.

    [0027] Es versteht sich nun von selbst, dass die Reaktionszeit resp. die Kontaktzeit der Reaktionslösung mit der Wolle durch entsprechende Länge des Kanals resp. der Rinne 13 gewählt werden kann. So kann beispielsweise die Kontaktzeit resp. die Reaktionszeit nur einige Sekunden, wie beispielsweise 8 bis 10 Sekunden betragen. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Vorrichtung liegt darin, dass das Volumen von Reaktionslösung sehr klein gehalten werden kann, d.h. auf 1 kg Wollkammzug kann beispielsweise mit einer Behandlungsflotte im Volumen von 5 bis 12 Liter gearbeitet werden. Selbstverständlich ist dieser Wert von der Packungsdichte in der Durchlaufrinne abhängig.

    [0028] Wesentlich für die erfindungsgemässe Reaktionsvorrichtung ist, dass die Wolle resp. der Wollkammzug beim Einlauf resp. im Einzugsbecken voll mit der Chemikalienlösung benetzt wird und dass während dem Durchlauf der Wolle durch den geschlossenen Kanal bis zur Austrittsöffnung 15 die Reaktion soweit erfolgt ist, dass die Flotte aus dem Kammzug bei den Rollen 17 abgequetscht werden kann. Wichtig ist auch, dass das Flottenverhältnis entlang des ganzen Kanals konstant eingehalten werden kann, wozu es notwendig ist, dass der Zulauf 5 an Reaktionslösung resp. an Flotte der Zulieferung von Wollkammzug 1 entspricht. Durch entsprechende Wahl der Packungsdichte kann weiter sichergestellt werden, dass die Relativgeschwindigkeit von Flotte zur Wolle innerhalb des Kanals 13 konstant eingehalten werden kann.

    [0029] Mittels der in Fig. 1 dargestellten erfindungsgemässen Reaktionsvorrichtung ist es möglich, irgend welche textile oder auch nicht textile faserartige Züge oder Stränge mit einer Reaktionslösung zu behandeln, welche eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit mit dem zu behandelnden textilen oder nicht textilen Gut aufweisen. Dabei ist es wichtig, dass die Reaktion nur auf die äusserste Schicht von Fasern resp. von Fibrillen des textilen oder nicht textilen Gutes begrenzt wird, nicht aber beispielsweise der Faserstamm (Cortex) durch die Reaktionslösung attackiert wird.

    [0030] In Fig. 2 ist ähnlich Fig. 1 eine nach oben gerichtete geradlinig ausgedehnte Durchlaufrinne resp. ein geschlossener Durchlaufkanal 13 dargestellt, wobei jedoch eine Wandung des Kanals durch ein Förderband 35 gebildet wird. Dieses Förderband 35 ist ein Endlosförderband, das über die beiden endständigen Rollen 33 umgelenkt wird, wobei mittig zwischen den beiden Förderbandschenkeln vorzugsweise ein geschlossener Verdrängungs-Körper 31 ausgebildet ist, auf welchem gleitend das Förderband 35 frei beweglich angeordnet ist.

    [0031] Der Vorteil des Anordnens eines deratigen Förderbandes 35 liegt darin, dass der Wollkammzug 1 durch die Durchlaufrinne resp. den geschlossenen Kanal 13 hindurch eine bessere Bewegbarkeit aufweist, sodass beispielsweise das Abreissen des Kammzuges infolge zu hoher Zugkraft bei den Abquetschrollen 17 verhindert wird. Falls notwendig, ist es sogar möglich, das Förder- resp. Transportband 35 in Transportrichtung der Wolle anzutreiben, sodass das Förderband 35 im wesentlichen synchron mit den Rollen 17 und ggf. mit der Rolle 9 am Einzug läuft.

    [0032] Da das Anordnen eines derartigen Transportbandes 35 Dichtungsprobleme mit sich bringen kann, ist es vorteilhaft, die Transportvorrichtung zusammen mit dem Durchlaufkanal 13 in einem seitlich geschlossenen Behältnis 37 mit Verdrängungskörper 37a anzuordnen, der zusätzlich oberhalb des rückläufigen Schenkels des Endlostransportbandes 35 dichtend angeordnet ist. Dadurch ist gewährleistet, dass praktisch nur Reaktionslösung vom Einzugsbecken 3 über die Durchlaufrinne 13 über den Uberlaufrand 19 in einen Auffangtrichter 21 gelangt, von welchem die verbrauchte Reaktionslösung wie oben beschrieben abgeführt wird.

    [0033] Selbstverständlich ist es auch möglich, die untere Wandung des Durchlaufkanals 13 mit einem analogen Transportband zu versehen, sodass zwei Wandungen des Durchlaufreaktionskanals in Transportrichtung des Wollkammzuges bewegbar sind. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn es sich beim durch den Kanal zu fördernden Gut um ein sehr loses Gut handelt, das bereits bei relativ geringen Zugkräften, verursacht durch die Abzugswalzen 17, reissen würde.

    [0034] In Fig. 3 wiederum ist eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäss vorgeschlagenen Reaktionsrinne resp. des geschlossenen Kanals 13 dargestellt, wobei nun die Durchlaufrinne nicht mehr geradlinig nach oben steigend ausgebildet ist, sondern in Transportrichtung des zu behandelnden Wollkammzuges 1 halbkreisförmig ausgebildet ist. Sowohl Einzugsbecken wie Abzugsvorrichtung sind im wesentlichen analog der Vorrichtungen in den Figuren 1 und 2 ausgebildet, wobei jedoch am Ende des Durchlaufkanals 13 in Fig. 3 ein Auffangbecken 15 vorgesehen ist, mit einer Ablaufrinne 19.

    [0035] Der Vorteil der Reaktionsvorrichtung gemäss Fig. 3 liegt darin, dass infolge des sehr grossen Krümmungsradius der Durchlaufrinne 13 die Reibung des Wollkammzuges 1 stark vermindert wird. Die Reibung, verursacht durch die Zugwirkung mittels der Rollen 17 kann weiter vermindert werden, indem die Wandungen in der Durchlaufrinne 13 Längsrillen aufweisen.

    [0036] In Fig. 4 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsvariante einer erfindungsgemässen Vorrichtung, wiederum im Längsschnitt dargestellt. Ausgegangen wird von einem muldenartigen, einen halbkreisförmigen Boden aufweisenden Behältnis 12, wobei der Boden weitgehend kreisrund ausgebildet ist. In der feststehenden Mulde 12 eingelassen ist ein geschlossener Rotationskörper 41, dessen Rotationsachse 43 im Mittelpunkt des kreisförmigen Bodens der Mulde 12 angeordnet ist und mit der Mulde derart verbunden ist, dass der Rotationskörper 41 frei drehbar ist. Dabei ist es wesentlich, dass der Radius r des Rotationskörpers 41 kleiner ausgebildet ist, als der innere Radius R des Behältnisbodens 10. Durch das Anordnen des Rotationskörpers 41 in der Mulde 12 ergibt sich nun durch die periphere Oberfläche 45 des Rotationskörpers 41 und die innere Bodenoberfläche 10 der Mulde 12 die erfindungsgemäss beschriebene Durchlaufrinne resp. der geschlossene Kanal 13, welcher wiederum dazu dient, dass der Wollkammzug 1 von der Eintrittsöffnung 11 zur Austrittsöffnung 15 gefördert werden kann. Die Mulde 12 weist endständig der Eintrittsöffnung 11 vorgeschaltet eine Auskragung 3 auf, welche das Einzugsbecken bildet, sowie der Austrittsöffnung 15 nachgeschaltet, einen Uberlaufrand 16 resp. eine Überlaufrinne 19, für das Abführen der Reaktionslösung.Im übrigen ist die Funktionsweise der Rotationsvorrichtung gemäss Fig. 4 analog der Vorrichtungen gemäss den Figuren 1 bis 3.

    [0037] In Fig. 5 ist die Rotationsvorrichtung gemäss Fig. 4 entlang der Linie II-II im Querschnitt dargestellt, wobei deutlich sichtbar wird, dass der Rotationskörper 41 im muldenartigen Behältnis 12 derart angeordnet ist, dass er letzteres praktisch ausfüllt, trotzdem aber frei rotationsfähig ist. Am unteren Ende des Rotationskörpers 41 ist die Durchlaufrinne resp. der geschlossene Kanal 13 sichtbar, durch welchen das Wollgut 1 gefördert wird.

    [0038] Je nach der Ausbildung des zu behandelnden resp. des zu fördernden Gutes ist es möglicherweise ausreichend, dass der Rotationskörper 41 frei drehbar ist. Bei sensiblem Gut, wie leicht reissbarem textilem Gut, ist es möglich, ebenfalls den Rotationskörper resp. die Rotationstrommel 41 synchron mit den Abzugsrollen 17 anzutreiben. Weiter ist es möglich, die Oberfläche 45 der Trommel 41 mit Querrillen zu versehen, währenddem der Boden 10 des muldenartigen Behältnisses 12 vorzugsweise Längsrillen aufweist. Letztendlich zu Reinigungszwecken ist es vorteilhaft, am unteren Ende der Mulde 12 eine Abzugsvorrichtung 14 anzuordnen, damit die Rinne resp. der Kanal 13 entleert werden kann.

    Beispiel eines 1:1 Prototypen einer Rotationsvorrichtung gemäss Figuren 4 und 5 für die Durchführung von Betriebsversuchen



    [0039] Für die Durchführung von Betriebsversuchen für die Filzfrei-Ausrüstung von Wollkammzügen wurde ein Prototyp verwendet mit den nachfolgenden Abmessungen:

    r = 50,0 cm;

    R = 51,2 cm;

    dadurch resultierende Höhe des Reaktionskanales 13: 1,2 cm;

    Breite der Rotationswalze resp. des Rotors 41: 61,3 cm;

    Länge des Reaktionskanales: 122 cm (der Kanal erstreckt sich über einen Winkelabschnitt von 138,5°);

    Querschnitt des Reaktionskanales: 75,7 cm2.



    [0040] Im Längsschnitt gemäss Fig. 4 ergeben sich folgende Flächenabschnitte:

    Einlaufbereich gemäss Referenzzahl 3: 170 cm2;

    Durchlaufrinne resp. Kanal 13: 147 cm2;

    Auslaufbereich gemäss Referenzzahl 16: 31 cm2.



    [0041] Für Versuchszwecke wurde ein Wollkammzug verwendet mit folgenden Kennzahlen:

    Anzahl einzelne Bänder: 36;

    Gewicht eines einzelnen Bandes: 20 g/m;

    Gewicht des gesamten Kammzuges: 720 g/m;

    Tauchlänge des Kammzuges in der Vorrichtung gemäss Fig. 4: 155 cm, wovon 24 cm im Einlaufbereich, 122 cm im Reaktionskanal und 9 cm im Auslaufbereich.

    Vliesgewicht im Tauchbereich: 1,12 kg;

    Vliesvolumen im Tauchbereich: 0,86 l;

    Vliesgewicht im Reaktionskanal 13: 878 g;

    Vliesvolumen im Reaktionskanal 13: 0,68 l;

    Kammzugdichte im Kanalbereich 13: 0,095 g/cm3.



    [0042] Ausrüstversuche wurden unter den folgenden Bedingungen durchgeführt:

    Flottenvolumen ohne Kammzug: 21,4 l;

    Flottenvolumen mit eingeführten Wollkammzügen: 20,5 l;

    Flottenvolumen ohne Wolle im Reaktionskanal 13: 9,28 l;

    Flottenvolumen im Kanal 13 mit eingeführtem Kammzug: 8,6 l.

    uamit ergeben sich folgende Flottenverhältnisse:

    bezogen auf Gesamtanlage = 18,3 l/ kg Wolle;

    bezogen auf Reaktionskanal 13: 9,8 l/kg Wolle.



    [0043] Anlagebetriebsbedingungen:
    Tab. 1:
    Kammzug-Geschw. Kammzug-Durchsatz Flotten-Durchsatz Verweilzeit Tauch bereich Flotten-Geschw.
    (m/min) (kg/min) (l/min) (sec) (m/min)
    4,0 2,88 22,5 23,2 2,97
    5,0 3,60 28,1 18,6 3,71
    6,0 4,32 33,7 15,5 4,45
    7,0 5,04 39,3 13,3 5,19
    8,0 5,76 44,9 11,6 5,93


    [0044] Das Geschwindigkeitsverhältnis von Kammzug zu Reaktionsflotte ist konstant und beträgt 1,35 im konzentrischen Kanalbereich 13.

    [0045] Tourenzahlen des Rotationsrotors 41 (Umfang = 3,14 m):
    Tab. 2
    Kammzug-Geschw. Tourenzahl
    (m/min. (-/min)
    4,0 1,27
    6,0 1,91
    8,0 2,55


    [0046] Mit den oben angeführten Betriebsbedingungen und der erfindungsgemäss vorgeschlagenen Vorrichtung wurden Wollkammzüge mit verschiedenen Oxydationsmittellösungen filzfrei ausgerüstet, wie beispielsweise Hypochloritlösungen, Permanganatlösungen, etc. Schlussendlich ist es eine Frage der Optimierung, unter Berücksichtigung des gewählten Oxydationsmittels, der gewählten Konzentration, des eingestellten PH-Bereiches, etc., wie die erfindungsgemässe Vorrichtung zu betreiben ist resp. die Betriebsdaten zu wählen sind.

    [0047] In Fig. 6 sind im Längsschnitt zwei Vorrichtungen gemäss Fig. 4 nacheinander angeordnet dargestellt. Der Wollkammzug 1 wird über den Einzug resp. die Auskragung 3 in die Reaktionslösung 7 eingetaucht und über die Eintrittsöffnung 11 in einen ersten halbkreisförmigen Reaktionskanal 13a eingezogen. Diese Durchlaufrinne resp. der Kanal 13a wird durch ein erstes, einen halbkreisförmigen Boden aufweisendes Behältnis 12a und den entsprechend darin rotierenden Rotationskörper 41a gebildet, der um die Rotationsachse 43a rotiert. Nach Durchlaufen dieses ersten Reaktionskanals 13a wird der Kammzug über eine Schulter 51 in einen daran anschliessenden Reaktionskanal resp. eine Durchlaufrinne 13b geführt, der entsprechend durch ein zweites, einen halbkreisförmigen Boden aufweisendes Behältnis 12b und den darin rotierenden entsprechenden Rotationskörper 41b gebildet wird. Analog der Vorrichtung gemäss Fig. 4 verlässt der Wollkammzug die Durchlaufrinne 13b über die Auslassöffnung 15 und wird in den Abzugswalzen oder Rollen 17 abgezogen, in welchen die Reaktionslösung abgequetscht wird. Die Reaktionslösung selbst wird über den Uberlaufrand 16 abgeführt.

    [0048] Durch das nacheinander Anordnen derartiger halbkreisförmiger Behältnisse ist es möglich, die Durchlaufgeschwindigkeit des Wollkammzuges erheblich zu steigern und gleichzeitig die Kontaktzeit durch Verlängerung des Reaktionsweges konstant zu halten. Selbstverständlich ist es je nach Anforderungen und Bedürfnissen auch möglich, drei oder mehr derartige Vorrichtungen aneinanderhängend anzuordnen. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für die Vorrichtungen, dargestellt in den Figuren 1, 2 und 3.

    [0049] Die in den Figuren 1 bis 6 dargestellten beispielsweise ausgebildeten Reaktionsvorrichtungen können selbstverständlich in x-beliebiger Art und Weise abgeändert oder modifiziert werden. So ist es beispielsweise möglich, durch entsprechende Ausbildung der Wandungen der Vorrichtungen gemäss den Figuren 1 bis 6 den Durchlaufkanal rund auszubilden. Auch der Einzug resp. der Abzug zu den Vorrichtungen gemäss den Figuren 1 bis 6 können in x-beliebiger Art und Weise modifiziert werden, handelt es sich doch dabei um übliche Transport- resp. Zu- oder Abführtechniken, die nicht Bestandteil der vorliegenden Erfindung sind. Auch das Mischen und Zuführen der Reaktionslösung, wie auch das Abführen, das allfällige Aufkonzentrieren oder Regeln der Konzentration in der Reaktionslösung ist bekannte Technik und wird in der vorliegenden Erfindung nicht weiter beschrieben. Ebenfalls ist es möglich, die erfindungsgemäss beschriebenen Vorrichtungen in x-beliebigen Materialien herzustellen, wobei vorzugsweise transparente Kunststoffmaterialien, wie beispielsweise Polyacryl, Polycarbonat oder Polyamid, verwendet werden, wobei selbstverständlich das zu verwendende Material entsprechend der gewählten Reaktionslösungen eine ausreichende Chemikalienbeständigkeit aufweisen muss. Aber selbstverständlich ist es auch möglich, die Vorrichtungen aus rostfreiem Stahl, Aluminium, Glas oder anderen Materialien herzustellen.

    [0050] Ebenfalls auf die Optimierung der entsprechenden durchzuführenden Reaktionen resp. der Reaktionsführung soll an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden. Es versteht sich von selbst, dass durch die gewählte Konzentration der Reaktionslösung, durch deren Temperatur, durch die Transportgeschwindigkeit des zu behandelnden Gutes, durch die Rotationsgeschwindigkeit der Vorrichtungen gemäss Figuren 2, 4, 5 und 6 etc. die Reaktions- bzw. Behandlungsbedingungen in vielfältigster Art und Weise verändert resp. optimiert werden können.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum im wesentlichen kontinuierlichen Behandeln eines durch eine Reaktionseinrichtung geförderten Gutes (1) mit einer Einzugseinrichtung (2,9) für das Einziehen des Gutes und das Beschicken mit Reaktionslösung (5,7), anschliessend an die Einzugseinrichtung eine längsausgedehnte Durchlaufrinne (13) resp. einen Durchlaufkanal mit einer Ein (11)- und Austrittsöffnung (15) für das Hindurchführen des zu behandelnden Gutes zusammen mit der Reaktionslösung, und schliesslich nachfolgend an die Austrittsöffnung mit einer Abzugseinrichtung (17) für das Auffangen bzw. Abführen der Reaktionslösung, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchlaufrinne (13) bzw. der Durchlaufkanal aus mindestens einem feststehenden, wenigstens nahezu halbkreisförmigen, kreisrund ausgebildeten muldenartigen Behältnis (12) gebildet wird mit einem in der Mulde angeordneten und frei drehbaren Rotationskörper (41), dessen Radius (r) kleiner ist als der innere Radius (R) des muldenartigen Behältnisses (12) und dessen Breite (b) nahezu gleich der inneren Breite (B) des muldenartigen Behältnisses (12) ist, sodass zwischen der peripheren Oberfläche (45) des Rotationskörpers (41) und dem inneren Behältnisboden (10) ein wenigstens nahezu in Längsrichtung halbkreisförmig ausgebildeter Kanal (13) oder eine Rinne gebildet wird mit rechteckigem Querschnitt, welcher Kanal bzw. welche Rinne allseitig geschlossen ist, derart, dass die Seitenwandungen der Rinne (13) bzw. des Kanales wenigstens nahezu entlang der ganzen Länge dicht im für die Förderung des Gutes (1) vorgesehenen Bereich angeordnet sind, um eine die Rinne bzw. den Kanal ausfüllende Packungsdichte einstellen zu können, so dass die Reaktionslösung (5, 7) infolge des Transportes des textilen Gutes durch die Durchlaufrinne resp. den Durchlaufkanal gefördert wird, und dass mit Ausnahme der Durchlaufrinne bzw. des Durchlaufkanals die Einzugseinrichtung und die Abzugseinrichtung voneinander getrennt sind, bzw. keine weitere direkte Verbindung dazwischen besteht, um ein Rückfliessen der verbrauchten Reaktionslösung zu verhindern.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Rinne oder des Kanals (13) quadratisch oder rechteckig ausgebildet ist.
     
    3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die periphere Oberfläche (45) des frei drehbaren Rotationskörpers (41) in Richtung von der Ein (11)- zur Austrittsöffnung (15) der Rinne (13) oder des Kanals resp. in Transportrichtung des Gutes (1) angetrieben ist.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das halbkreisförmige muldenartige Behältnis (12) im Bereich der Eintrittsöffnung (11) der Rinne (13) resp. des Kanals eine Auskragung aufweist für die Bildung eines Einzugsbehältnisses (3) sowie einen Ueberlaufrand (19) im Bereich der Austrittsöffnung (15) des Kanals oder der Rinne (13), welcher in ein Auffangsbehältnis (21) ragt, für das Auffangen von Reaktionslösung.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des Einzugsbehaltnisses (3) Fördermittel (2, 9) für das Einziehen des Gutes (1) in die Rinne resp. den Kanal (13) vorgesehen sind, und dass der Austrittsöffnung (15) nachgeschaltet rollenartige Abzugsmittel (17) für das Abziehen des Gutes aus dem Kanal resp. der Rinne (13) vorgesehen sind.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rinne (13) resp. der Kanal aus mindestens zwei oder mehr sich nachfolgenden, feststehenden, wenigstens nahezu halbkreisförmigen, kreisrund ausgebildeten muldenartigen Behältnissen (12a, 12b) gebildet wird mit je einem in jeder Mulde angeordneten und frei drehbaren Rotationskörper (41a, 41b), dessen Radius (r) kleiner ist als der innere Radius (R) je des muldenartigen Behältnisses (12a, 12b) und dessen Breite (b) nahezu gleich der inneren Breite (B) je des muldenartigen Behältnisses (12a, 12b) ist, sodass zwischen der peripheren Oberfläche des Rotationskörpers (41a, 41b) und dem inneren Behältnisboden je ein wenigstens nahezu in Längsrichtung halbkreisförmig ausgebildeter, geschlossener Kanal (13a, 13b) oder eine Rinne gebildet wird mit rechteckigem Querschnitt.
     
    7. Verfahren zum kontinuierlichen Behandeln eines durch eine Vorrichtung, nach einem der Ansprüche 1-6, geförderten Gutes mit einer Reaktionslösung, wobei das Gut und die Reaktionslösung über eine Einzugseinrichtung (2,9) in eine längsausgedehnte Durchlaufrinne (13) bzw. einen Durchlaufkanal mit Ein (11)- und Austrittsöffnung (15) eingeführt werden, zusammen durch die Rinne resp. den Kanal geführt resp. gefördert werden und nach der Austrittsöffnung durch geeignete Mittel wieder getrennt und abgezogen werden, dadurch gekennzeichnet, dass in der Durchlaufrinne (13) bzw. dem Kanal eine derartige Packungsdichte eingestellt bzw. gewählt wird, sodass die Reaktionslösung (5, 7) infolge des Transportes des textilen Gutes (1) durch die Durchlaufrinne (13) resp. den Durchlaufkanal gefördert wird.
     
    8. Verwendung einer Vorrichtung, nach einem der Ansprüche 1-6, zum kontinuierlichen Behandeln eines durch eine Reaktionseinrichtung geförderten Gutes (1) mit einer Reaktionslösung, bestehend aus einer Einzugseinrichtung (9) für das Einziehen des Gutes (1) und das Benetzen bzw. Beschicken mit Reaktionslösung (5, 7), ihr unmittelbar folgend einer im wesentlichen allseitig geschlossenen Durchlaufrinne (13) resp. einem Behandlungskanal mit einer Ein- (11) und einer Austrittsöffnung (15) und ebenfalls folgend einer Abzugseinrichtung (17) für das im wesentlichen Trennen des Gutes von der Reaktionslösung, wie beispielsweise einem angetriebenen Quetschwalzenpaar, für das kurzzeitige kontinuierliche Behandeln von textilen Fasersträngen, wie eines Wollkammzuges mit einer Reaktionslösung, wobei die Packungsdichte des textilen Gutes derart gross gewählt wird, so dass die Reaktionslösung infolge des Transportes des textilen Gutes ohne Relativgeschwindigkeit zusammen mit dem Gut durch die Durchlaufrinne bzw. den Behandlungskanal gefördert wird.
     
    9. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6 für die Behandlung von kontinuierlichen textilen Fasersträngen resp. eines Faserzuges, von textilen Garnen, Geweben und dergleichen, wobei die Behandlung des textilen Gutes kurzzeitig mit einer Reaktionslösung zu erfolgen hat.
     
    10. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6 für das Ausrüsten resp. Behandeln oder Veredeln von Wollkammzügen mit Chemikalien resp. Lösungen von hoher Reaktivität.
     
    11. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6 für das Filzfrei-Ausrüsten von Wollkammzügen.
     


    Claims

    1. Apparatus for substantially continuous treatment of a material (1) conveyed through a reactor, with a feed arrangement (2, 9) for drawing in the material and supplying it with reaction solution (5, 7), following the feed arrangement an elongated through-flow trough (13) or throughflow channel with an inlet opening (11) and an outlet opening (15) for the material to be treated to pass through together with the reaction solution, and finally following the outlet opening an extraction arrangement (17) for collecting or drawing off the reaction solution, characterised in that the through-flow trough (13) or through-flow channel is formed by at least one stationary round basin-like container (12) which is at least almost semi-circular, with a rotating body (41) which is disposed in the basin and is freely rotatable, the radius (r) thereof being smaller than the internal radius (R) of the basin-like container (12) and the width (b) being almost equal to the internal width (B) of the basin-like container (12), so that between the peripheral surface (45) of the rotating body (41) and the inner container base (10) there is formed a channel (13) or a trough which is at least almost semi-circular in the longitudinal direction with a rectangular cross-section, this channel of trough being closed on all sides so that the side walls of the trough (13) or the channel are disposed close in the region provided for conveying the material (1) at least almost along the entire length in order to be able to set a packing density which fills the trough or the channel, so that due to the transport of the textile material the reaction solution (5, 7) is conveyed through the through-flow trough or the through-flow channel, and that with the exception of the through-flow trough or through-flow channel the feed arrangement and the extraction arrangement are separated from one another, or there is no further direct communication between them, in order to prevent the used reaction solution from flowing back.
     
    2. Apparatus as claimed in Claim 1, characterised in that the cross-section of the trough or the channel (13) is square or rectangular.
     
    3. Apparatus as claimed in one of Claims 1 or 2, characterised in that the peripheral surface (45) of the freely rotatable rotating body (41) is driven in the direction from the inlet opening (11) to the outlet opening (15) of the trough (13) or the channel or in the direction of transport of the material (1).
     
    4. Apparatus as claimed in one of Claims 1 to 3, characterised in that in the region of the inlet opening (11) of the trough (13) or the channel the semi-circular basin-like container (12) has a projection to form an intake vessel (3) as well as an overflow rim (19) in the region of the outlet opening (15) of the channel or the trough (13) which projects into a collecting vessel (21) for collecting reaction solution.
     
    5. Apparatus as claimed in one of Claims 1 to 4, characterised in that in the region of the intake vessel (3) conveyor means (2, 9) are provided for drawing the material (1) into the trough or the channel (13), and that roller-like extraction means (17) are provided downstream of the outlet opening (15) for extracting the material from the channel or the trough (13).
     
    6. Apparatus as claimed in one of Claims 1 to 5, characterised in that the trough (13) or the channel consists of at least two or more successive stationary round basin-like containers (12a, 12b) which are at least almost semi-circular and each have a rotating body (41a, 41b) which is disposed in each basin and is freely rotatable, the radius (r) thereof being smaller than the internal radius (R) of each of the basin-like containers (12a, 12b) and the width (b) being almost equal to the internal width (B) of each of the basin-like containers (12a, 12b), so that in each case between the peripheral surface of the rotating body (41a, 41b) and the inner container base (10) there is formed a channel (13a, 13b) or a trough which is at least almost semi-circular in the longitudinal direction with a rectangular cross-section.
     
    7. Method of continuous treatment of a material conveyed through apparatus as claimed in one of Claims 1 to 6 with a reaction solution, wherein the material and the reaction solution are introduced by way of a feed arrangememt (2, 9) into an elongated through-flow trough (13) or a through-flow channel with an inlet opening (11) and an outlet opening (15), are guided or conveyed together through the trough or the channel and after the outlet opening are again separate and drawn off by suitable means, characterised in that a packing density is set or selected in the through-flow trough (13) or channel such that due to the transport of the textile material (1) the reaction solution (5, 7) is conveyed through the through-flow trough (13) or the through-flow channel.
     
    8. Use of apparatus as claimed in one of Claims 1 to 6 for continuous treatment of a material (1) conveyed through a reactor with a reaction solution, consisting of a feed arrangement (9) for drawing in the material (1) and wetting it or supplying it with reaction solution (5, 7), immediately thereafter a through-flow channel (13) or treatment channel which is substantially closed on all sides and has an inlet opening (11) and an outlet opening (15) and likewise followed by an extraction arrangement (17) for substantially separating the material from the reaction solution, such as for example a driven pair of squeezer rollers, for the brief continuous treatment of textile fibre ropes such as a combed wool top with a reaction solution, wherein the packing density of the textile material is chosen to be much that due to the transport of the textile material the reaction solution is conveyed without relative speed together with the material through the through-flow trough or the treatment channel.
     
    9. Use of apparatus as claimed in one of Claims 1 to 6 for treatment of continuous textile fibre ropes or a fibre top, of textile yarns, fabrics and the like, wherein the treatment of the textile material is to take place briefly with a reaction solution.
     
    10. Use of apparatus as claimed in one of Claims 1 to 6 for finishing or treating or processing combed wool tops with chemicals or solutions of high reactivity.
     
    11. Use of apparatus as claimed in one of Claims 1 to 6 for felt-free finishing of combed wool tops.
     


    Revendications

    1. Dispositif de traitement essentiellement continu d'une matière (1) transportée à travers un dispositif de réaction, avec un dispositif de traction (2, 9) pour l'entrée de la matière et l'alimentation en solution de réaction (5, 7) à la suite du dispositif de traction une goulotte de passage (13) s'étendant longitudinalement et, respectivement un canal de passage avec une ouverture d'entrée (11) et de sortie (15) pour le passage de la matière à traiter conjointement avec la solution de réaction, et enfin à la suite de l'ouverture de sortie, avec un dispositif d'évacuation (17) pour recueillir et évacuer la solution de réaction, caractérisé en ce que la goulotte de passage (13) et, respectivement le canal de passage est constitué d'au moins un récipient fixe (12) en forme de creux, au moins presque demi-circulaire, rond et d'un corps de rotation (41) disposé dans le creux et tournant librement dont le rayon (r) est plus petit que le rayon intérieur (R) du récipient en forme de creux (12) et dont la largeur (b) est presque identique à la largeur intérieure (B) du récipient en forme de creux (12) de façon à former entre la surface périphérique (45) du corps de rotation (41) et le fond intérieur (10) du récipient un canal (13) ou une goulotte réalisé au moins presque dans la direction longitudinale en forme de demi-cercle, avec une section transversale rectangulaire, ledit canal et, respectivement ladite goulotte étant fermés de tous côtés de telle sorte que les parois latérales de la goulotte (13) et, respectivement du canal sont disposées au moins presque sur toute la longueur étroitement dans la zone prévue pour le transport de la matière (1) pour pouvoir régler la densité de tassement remplissant la goulotte et, respectivement le canal de telle sorte que la solution de réaction (5, 7), par suite du transport de la matière textile, est transportée à travers la goulotte de passage et, respectivement le canal de passage et qu'à l'exception de la goulotte de passage et, respectivement du canal de passage, le dispositif de traction et le dispositif d'évacuation sont séparés l'un de l'autre et, respectivement qu'il n'existe pas d'autre liaison directe entre ceux-ci pour empêcher un reflux de la solution de réaction usée.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section transversale de la goulotte ou du canal (13) est carrée ou rectangulaire.
     
    3. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la surface périphérique (45) du corps de rotation (41) tournant librement est entraîné en direction de l'ouverture d'entrée (11) vers l'ouverture de sortie (15) de la goulotte (13) ou du canal et, respectivement dans la direction de transport de la matière (1).
     
    4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le récipient en forme de creux demi-circulaire (12) présente au voisinage de l'ouverture d'entrée (11) de la goulotte (13) et, respectivement du canal une saillie pour la formation d'un récipient de traction (3) ainsi qu'un bord de débordement (19) au voisinage de l'ouverture de sortie (15) du canal ou de la goulotte (13) qui fait saillie dans un récipient de collecte (21), pour la collecte de la solution de réaction.
     
    5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que sont prévus au voisinage du récipient de traction (3) des moyens convoyeurs (2, 9) pour faire rentrer par traction la matière (1) dans la goulotte et, respectivement le canal (13) et que des moyens de traction (17) en forme de rouleau pour retirer la matière du canal et, respectivement de la goulotte (13) sont prévues en aval de l'ouverture de sortie (15).
     
    6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la goulotte (13) et, respectivement le canal est constitué d'au moins deux ou de plusieurs récipients en forme de creux (12a, 12b) subséquents, fixes, au moins presque demi-circulaire, ronds et respectivement d'un corps de rotation disposé dans chaque creux et pouvant tourner librement (41a, 41b) dont le rayon (r) est plus petit que le rayon intérieur (R) de chaque récipient en forme de creux (12a, 12b) et dont la largeur (b) est presque identique à la largeur intérieure (B) de chaque récipient en forme de creux (12a, 12b) de telle sorte qu'il est formé entre la surface périphérique du corps de rotation (41a, 41b) et le fond intérieur du récipient respectivement un canal (13a, 13b) ou une goulotte fermée ayant une forme demi-circulaire au moins presque dans la direction longitudinale, d'une section transversale rectangulaire.
     
    7. Procédé de traitement en continu d'une matière transportée à travers un dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, avec une solution de réaction, la matière et la solution de réaction étant introduites par un dispositif de traction (2, 9) dans une goulotte de passage (13) s'étendant longitudinalement et, respectivement un canal de passage avec une ouverture d'entrée (12) et une ouverture de sortie (15), guidées et, respectivement transportées conjointement à travers la goulotte et, respectivement le canal et, après l'ouverture de sortie, sont séparées de nouveau par des moyens appropriés et retirées, caractérisé en ce que l'on règle et, respectivement on choisit dans la goulotte de passage (13) et, respectivement le canal une densité de tassement telle que la solution de réaction (5, 7) par suite du transport de la matière textile (1), est transportée à travers la goulotte de passage (13) et, respectivement le canal de passage.
     
    8. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, pour le traitement continu d'une matière (1) transportée à travers un dispositif de réaction avec une solution de réaction, constitué d'un dispositif de traction (9) pour faire entrer la matière (1) et le mouillage ou l'alimentation en solution de réaction (5, 7), suivi directement d'une goulotte de passage (13) et, respectivement d'un canal de traitement fermé sensiblement de tous côtés avec une ouverture d'entrée (11) et une ouverture de sortie (15), et également suivie d'un dispositif d'évacuation (17) pour séparer sensiblement la matière de la solution de réaction, par exemple d'une paire de rouleaux exprimeurs entraînés, pour le traitement continu de courte durée d'écheveaux de fibres textiles, par exemple d'un ruban de laine peignée avec une solution de réaction, la densité de tassement de la matière textile étant choisie en une grandeur telle que la solution de réaction par suite du transport de la matière textile, est transportée sans vitesse relative conjointement avec la matière à travers la goulotte de passage et, respectivement le canal de traitement.
     
    9. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 6 pour le traitement d'écheveaux de fibres textiles continus et, respectivement d'un ruban de fibres, de fils textiles, de tissu et analogues, la matière textile devant être traitée pendant une courte durée avec une solution de réaction.
     
    10. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 6 pour le finissage et, respectivement le traitement ou l'ennoblissement de rubans de laine peignée avec des produits chimiques et, respectivement des solutions d'une réactivité élevée.
     
    11. Utilisation d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 6 pour l'apprêt infeutrable de rubans de laine peignée.
     




    Zeichnung