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EP 0 548 463 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.10.1995 Patentblatt 1995/43 |
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Anmeldetag: 17.08.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B65B 43/30 |
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Vorrichtung zum Aufspreizen von Säcken und Aufstecken derselben auf einen Füllstutzen
Device for opening bags and mounting them onto a filling nozzle
Dispositif pour ouvrir des sacs et pour les enfiler sur une tuyère de remplissage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT NL |
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Priorität: |
14.12.1991 DE 4141253
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.06.1993 Patentblatt 1993/26 |
| (73) |
Patentinhaber: CHRONOS RICHARDSON GmbH |
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D-53773 Hennef (DE) |
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Erfinder: |
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- Kader, Karl-Wilhelm
W-5202 Hennef 1 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Neumann, Ernst Dieter, Dipl.-Ing. et al |
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Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte,
Postfach 14 55 53704 Siegburg 53704 Siegburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 840 646
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GB-A- 2 065 060
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufspreizen und Aufstecken von Säcken
auf einen Abfüllstutzen, insbesondere von Seitenfaltensäcken, die vereinzelt einem
Ausrichttisch mit der Sacköffnung nach vorne liegend zugeführt worden sind, mit den
im unabhängigen Patentanspruch benannten Merkmalen. Eine Vorrichtung der genannten
Art ist aus der DE-A-38 40 646 bekannt. Bei dieser Vorrichtung werden Säcke aus einem
Sackmagazin zunächst nach hinten weggezogen, wobei der geschlossene Sackboden in Förderrichtung
vorne liegt. Anschließend werden die Säcke bei umgekehrter Förderrichtung mit der
Sacköffnung nach vorne liegend auf einen Ausrichttisch gezogen. Die hierfür erforderlichen
Anlagenteile können in unveränderter Weise auch bei der Vorrichtung nach dem Gegenstand
der vorliegenden Erfindung Verwendung finden. Der Ausrichttisch ist dabei bereits
Bestandteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung, der mit den Mitteln zum Aufspreizen
und Aufstecken der Säcke fest verbunden wird.
[0002] Es sind Vorrichtungsteile zum Aufspreizen und Aufstecken beispielsweise in Form des
Anhängeautomaten für offene Säcke OMPB II der Chronos Richardson GmbH bekannt, bei
dem die Sacköffnung durch erste Sauger, die gegen die untenliegende Sackwand, und
zweite Sauger, die gegen die obere Sackwand bewegbar sind und jeweils im Bereich des
vorderen Sackrandes angeordnet sind, mit Unterdruck beaufschlagbar und vom Sack entfernbar
sind, so daß sich die Sacköffnung spreizt.
[0003] Weiter sind Mittel vorgesehen, die als Spreizarme ausgebildet sind, die in die Sacköffnung
einfahren und sich dort voneinander entfernen, so daß die Sacköffnung vollkommen aufgespreizt
wird. Allein durch dieses Aufspreizen wird der Sack gegriffen und gehalten. Durch
eine Schwenkbewegung der Spreizarme um eine horizontale oberhalb des Ausrichttisches
liegende Achse, wird nunmehr der Sack auf einen Sackstutzen zum Abfüllen aufgeschoben
und dort von sogenannten Sackklemmen übernommen. Die Spreizarme fahren durch Fortsetzung
der Schwenkbewegung in eine Wartestellung, in der sie verbleiben, bis der aufgesteckte
Sack gefüllt und vom Sackstutzen durch Freigeben durch die Sackklemmen abgeworfen
ist.
[0004] Die Aufsteckvorrichtung der vorbeschriebenen Art hat den Nachteil, daß im Bereich
der Sackkanten ein völliges Öffnen des Sackquerschnittes erfolgt, so daß nach Befüllen
des Sackes eine klar definierte Seitenfalte im Bereich der Sacköffnung nicht wieder
hergestellt werden kann. Dies ist insbesondere nachteilig beim Verschließen von echten
Seitenfaltensäcken, wirkt sich jedoch auch beim Verschließen von einfachen Flachsäcken
ohne mehrfache Seitenfalten nachteilig aus. Der gefüllte Sack war bei Verwendung der
bisher bekannten Vorrichtungen zum Verschließen zunächst zurückzufalten, was erheblichen
Aufwand bedeutet. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß ein Aufnehmen eines weiteren
Sackes durch die Spreizarme erst eingeleitet werden kann, wenn der vorherige Sack
gefüllt ist und vom Sackstutzen abgeworfen ist.
[0005] Vom Hersteller Slidell, Owatonna, USA, sind Vorrichtungen zum Spreizen und Aufstecken
bekannt, bei denen das Aufspreizen der Säcke ausschließlich mit auf die Sackflächen
einwirkenden Saugern erfolgt, während Greifermittel vorgesehen sind, die gleichzeitig
die seitlichen Sackfalten, insbesondere bei Seitenfaltensäcken, in ihrer ursprünglichen
Stellung festhalten, bis der Sack auf den Abfüllstutzen aufgesteckt ist. Die Sauger
müssen nahe an der Kante des Sackes angreifen. Sie behindern damit die am aufgesteckten
Sack anzudrückenden Sackklemmen in ihrer Bewegungsfreiheit, da sie nach dem Anklemmen
des Sackes am Abfüllstutzen auch von der Rückseite des Sackes aus - vom Ausrichttisch
aus gesehen - in einer Schwenkbewegung zurückzuführen sind. Eine derartige Vorrichtung
ist nur bei sehr steifen Säcken geeignet, da während des schnellen Aufsteckvorganges
ein Zusammenfallen der Sacköffnung möglich ist und somit anschließende Fehlfunktionen
nicht ausgeschlossen werden können.
[0006] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art bereitzustellen, die auch bei Säcken aus schwierigen Materialien,
sei es Papier, Kunststoff oder Polypropylengewebe, ein Aufstecken auf den Abfüllstutzen
ohne Aufspringen der Seitenfalten im Bereich der Sacköffnung in verbesserter Weise
und bei gesteigerter Leistung ermöglicht.
[0007] Die Lösung hierfür besteht in der Kombination der folgenden Merkmale
- ein Paar Sackgreifer mit Klauenpaaren, die um parallel zur Ebene des Ausrichttisches
liegende Drechachsen schwenkbar und dadurch öffen-\und schließbar sind und so angeordnet
sind, daß sie jeweils die beiden Seitenfalten im Bereich der Sacköffnung erfassen,
sowie
- Schwenkmittel für die Sackgreifer, die um die gleiche horizontale, oberhalb des Ausrichttisches
liegende Achse schwenkbar sind, wie die ersten Schwenkmittel für die Spreizschaufeln
- die Spreizschaufeln sind um eine weitere horizontale Achse, die zur erstgenannten
parallel liegt, an kürzen Schwenkarmen auf kleinerem Radius gegenüber den ihrerseits
schwenkbar ausgeführten ersten Schwenkmitteln schwenkbar angeordnet.
[0008] Die hiermit wiedergegebene Vorrichtung ist geeignet, einerseits das Aufspreizen der
seitlichen Sackfalten, insbesondere bei Seitenfaltensäcken zu verhindern, gleichzeitig
jedoch auch bei schneller Aufsteckbewegung ein Zusammenfallen der aufgespreizten Sacköffnung
zu verhindern. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dies während des gesamten
Aufsteckvorganges, d. h. bis zum Anklemmen des Sackes am Sackstutzen sichergestellt.
Hierfür ist vorgesehen, daß die Spreizschaufeln die Schwenkbewegung der Sackgreifer
vom Ausrichttisch zum Sackstutzen synchron mitvollziehen. Dadurch, daß die Spreizschaufeln
bei aufgestecktem Sack innerhalb der Sacköffnung seitlich vom Abfüllstutzen liegen,
behindern sie die Sackklemmen nicht, da sie durch Weiterschwenken ihrer Schwenkmittel
nach oben aus dem Arbeitsbereich der Sackklemmen am Abfüllstutzen herausbewegt werden
können.
[0009] Die vorteilhafte und günstige Wirkung hierbei besteht darin, daß die Spreizschaufeln
erst in einer Position auf der Sacköffnung heraus entfernt werden können, in der die
Sacköffnung bereits über den Sackstutzen gefahren worden ist und daß die Spreizschaufeln
bei noch angeklemmten Sack wieder mit den Schwenkmitteln in ihre Ausgangsposition
am Ausrichttisch zurückgeschwenkt werden können um den nächsten Sack aufzunehmen.
In bevorzugter Ausführung sind die Schwenkmittel für die Spreizschaufeln und die Sackgreifer
identisch, so daß die entsprechenden Antriebsmittel nur einmal vorhanden sein müssen,
so daß insgesamt eine synchrone Bewegung sichergestellt ist, solange die Betätigungsmittel
für die kürzeren Schwenkarme nicht betätigt werden.
[0010] In besonders günstiger Weiterbildung der Erfindung sind die Spreizschaufeln oder\-keile
gegenüber den kürzeren Schwenkarmen um etwa 90° abgewinkelt, wobei diese ihrerseits
im gleichen Sinne nochmals um etwa 30 bis 50° abgewinkelt sind. Auf diese Weise ist
ein problemloses Einführen der Spreizschaufeln in die geöffnete Sacköffnung möglich,
ohne daß Teile der Schwenkarme mit den Kanten der Sacköffnung, d. h. dem Sackrand
in Kontakt kommen. Die Enden der kürzeren Schwenkarme befinden sich vorzugsweise in
etwa horizontaler Schwenkbewegung tangential zur Ebene des Ausrichttisches, wenn sie
in die aufgespreizte Sacköffnung eingefahren werden.
[0011] Der Ausrichttisch hat in günstiger Ausführung eine Endanschlagkante für die vordere
Sackkante, die im Schwenkweg der Spreizschaufeln liegt und aus diesem nach unten wegklappbar
oder verschiebbar ist. Hiermit ist die Möglichkeit gegeben, den Sack durch Vorwärtsschieben
gegen die Anschlagkante exakt auszurichten, dann seitlich mit den Sackgreifern zu
fassen, so daß er in seiner Lage fixiert ist. Anschließend kann die Anschlagkante
weggeklappt und der Sack mit den Saugermitteln gespreizt werden. In einem letzten
Bewegungsvorgang werden dann die Spreizschaufeln eingefahren. Hieran kann sich eine
gemeinsame schnelle Schwenkbewegung der Sackgreifer und der Spreizschaufeln auf Kreisbogen
zum Sackstutzen hin anschließen. Neben der genannten wegklappbaren vorderen Anschlagkante
kann der Ausrichttisch weiterhin seitliche verstellbare Führungskanten aufweisen.
[0012] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen
beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit allen Einzelheiten in Seitenansicht;
- Fig. 2a
- zeigt die Schwenkmittel für die Sackgreifer und die Spreizschaufeln nach Fig. 1 als
vergrößerte Einzelheit;
- Fig. 2b
- zeigt die Schwenkmittel nach Fig. 2a in Frontansicht.
[0013] Figur 1 zeigt ein Maschinengestell 1 im Längsschnitt, vor dem grob angedeutet eine
Abfüllvorrichtung 2 und eine quer vorbeilaufende Förderbahn 3 erkennbar sind. Mit
A₁ ist die Achse eines im einzelnen nicht näher dargestellten Sackstutzens in einer
ersten Position bezeichnet, in der das Aufstecken eines Sackes erfolgen kann. Diese
Achse liegt tangential zum Bogen B von noch näher zu beschreibenden Spreizschaufeln
4 und Sackgreifern 10 bei der Bewegung erster Schwenkmittel um eine erste Schwenkachse
X₁.
[0014] Mit A₂ ist die Achse des nicht dargestellten Sackstutzens in einer in die Vertikale
zurückgeschwenkten Stellung gezeigt, die mittig und senkrecht über der Förderbahn
3 liegt. Mit A₃ ist eine andere denkbare Position eines vertikalen nicht schwenkbaren
Sackstutzens angezeigt, die eine andere Positionierung der Förderbahn 3 erfordern
würde. Die Spreizschaufeln 4 sind weiterhin auf einer nicht im einzelnen dargestellten
Kreisbahn, die jedoch durch ihre zwei Endstellungen erkennbar ist, um eine zweite
Schwenkachse X₂ gegenüber den um die Achse X₁ beweglichen Schwenkmitteln ihrerseits
beweglich.
[0015] Die Spreizschaufeln 4 sind an abgewinkelten kürzeren Schwenkarmen 5 unmittelbar befestigt,
die mittels Stellzylindern 6 betätigbar sind. Die erstgenannten Schwenkmittel umfassen
Schwenkarme 7 und Stellhebel 8, die über am Gestell 1 angeordnete Stellzylinder 9
beaufschlagbar sind. Am äußeren Ende der Schwenkarme 7 sind Sackgreifer 10 mit Klauenpaaren
angeordnet, die etwa in der Ebene eines Ausrichttisches 11 liegen, wenn die Schwenkarme
7 die dargestellte Position haben. Der Ausrichttisch wird nach vorne durch eine Anschlagklappe
12 abgeschlossen, gegen die ein zugeführter Sack zum Ausrichten anschlagen kann. Die
Klappe 12 ist über einen Schwenkhebel 13 und einen Stellzylinder 14 aus dem Weg der
Spreizschaufeln 4 in die durchgezogen dargestellte, etwa horizontale Stellung wegklappbar.
Zum Öffnen eines dem Ausrichttisch 11 zugeführten Sackes sind untere Saugermittel
15 vorgesehen, die über Hebel und Stellzylinder 16 der Sackebene angenähert werden
können, sowie obere Saugermittel 17, die über einen Schwenkarm 18 und obere Stellzylinder
19 auf die Sackebene abgesenkt werden können. Nach Unterdruckbeaufschlagung kann die
Bewegung wieder umgekehrt und in die dargestellte Position zurückgeführt werden, wodurch
sich die Sacköffnung eines aufliegenden Sackes öffnet. Das Zuführen eines Sackes auf
den Ausrichttisch, wird im wesentlichen durch eine Bandschleife 21 bewirkt, die von
einem Antriebsmotor 20 mit einem Riementrieb antreibbar ist. Hinter dem Ausrichttisch-liegt
einem Sackeinzugsanordnung 22, deren vordere Antriebsrölle 23 in beiden Richtungen
antreibbar ist und der insgesamt zwischen der ausgezogen dargestellten und der gestrichelt
dargestellten Position mittels eines Stellzylinders 24 schwenkbar ist. In der unteren
gestrichelt dargestellten Position kann mittels des Sackeinzuges ein einzelner Sack
aus dem Sackmagazin 25 entnommen werden, indem Saugermittel 26 auf den nicht dargestellten
Sackstapel abgesenkt werden, unterdruckbeaufschlagt werden und von diesem wieder abgehoben
werden. Hierzu ist ein Schwenkarm 27 oberhalb des Sackmagazines vorgesehen, der mittels
eines Hubzylinders 28 die angegebenen Bewegungen ausführen kann. Gegenüber dem Schwenkarm
sind die Saugermittel 26 längs verschieblich, so daß bei Vorfahren in die ausgezogen
dargestellte Position der Saugermittel der vorne liegende Sackboden bereits von der
Einzugsrolle 23 der Einzugsanordnung 22 erfasst und eingezogen werden kann. Danach
wird die Einzugsanordnung 22 in die obere durchgezogen dargestellte Position gebracht
und die Antriebsrichtung umgekehrt.
[0016] In Figur 2a ist die zuvor im Längsschnitt dargestellte Einzelheit in Seitenansicht
dargestellt; in Figur 2b in Frontansicht.. Beide werden im folgenden gemeinsam beschrieben.
Es sind an den hier nur in Vorderansicht dargestellten Schwenkarmen 7 der Schwenkzylinder
6 sowie doppelt ausgeführte kürzere Schwenkarme 5 mit den Spreizschaufeln 4 angeordnet.
Die Arme 7 sind an einem Drehbalken 31 befestigt und mit diesem sowie untereinander
über einen ersten Drehzapfen 32 und eine Verbindungslasche 33 miteinander verbunden.
In vorderen Lagerbuchsen 34 ist eine Drehachse 35 gehalten, die die Arme 5 unmittelbar
trägt und die über den Hebel 36 vom Stellzylinder 6 drehbar ist. Die Achse 35 ist
um die Drehachse X₂ für die Spreizschaufeln drehbar. Ebenfalls paarweise sind Schwenkarme
37 vorgesehen, die in der Seitenansicht den Zylinder 6 verdecken. Diese Schwenkarme
37 sind ebenfalls mit dem Drehbalken 31 drehfest verbunden. Eine weitere Verbindung
untereinander ist nicht vorhanden. Außen an den Schwenkarmen 37 sind weitere Stellzylinder
38 in Lagerzapfen 39 gelagert, die der Betätigung der paarweise vorhandenen Sackklemmen
10 dienen. Diese umfassen jeweils paarweise vorhandene Klauen 40, die auf Drehzapfen
41 um parallele Drehachsen X₃, X₄ schwenkbar sind. Nur jeweils einer der Zapfen 41
ist über einen Hebel 42 unmittelbar antreibbar. Die Drehzapfen sind über Verzahnungen
44 miteinander im Eingriff, so daß sie von den Stellzylindern 38 gegenläufig angetrieben
werden. Hierdurch können die Klauen 40 in die gestrichelt dargestellte geschlossene
Position geschwenkt werden. Mit gestrichelten Linien ist der Sack S hier insbesondere
als Seitenfaltensack dargestellt, in den die Spreizschaufeln eingefahren sind.
1. Vorrichtung zum Aufspreizen und Aufstecken von Säcken auf einen Abfüllstutzen, insbesondere
von Seitenfaltensäcken, die vereinzelt einem Ausrichttisch (11) mit der Sacköffnung
nach vorne liegend zugeführt worden sind, umfassend zumindest erste am Ausrichttisch
gelagerte Saugermittel (15),die im Bereich der Sacköffnung gegen die untenliegende
Sackwand bewegbar sind,
zumindest zweite am Ausrichttisch gelagerte Saugermittel (17),die gegen die obenliegende
Sackwand bewegbar sind, wobei die beiden Saugermittel (15, 17) unterdruckbeaufschlagt
voneinander entfernbar sind, und
ein Paar von in die Sacköffnung in Seitenfaltennähe einfahrbaren Spreizschaufeln (4),die
an ersten Schwenkmitteln (7) befestigt sind und um eine horizontale, oberhalb des
Ausrichttisches (11) liegende Schwenkachse X₁ schwenkbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Paar Sackgreifer (10) vorgesehen ist mit Klauenpaaren (40), die um parallel
zur Ebene des Ausrichttisches liegende Drehachsen X₃, X₄ schwenkbar und dadurch öffen-
und schließbar sind und so angeordnet sind, daß sie jeweils die beiden Seitenfalten
im Bereich der Sacköffnung erfassen, daß Schwenkmittel (37) für die Sackgreifer (10)
vorgesehen sind, die um die gleiche horizontale, oberhalb des Ausrichttisches (11)
liegende Achse X₁ schwenkbar sind wie die ersten Schwenkmittel für die Spreizschaufeln,
und daß die Spreizschaufeln (4) um eine weitere horizontale Schwenkachse X₂, die zur
erstgenannten Schwenkachse X₁ parallel liegt, an kürzeren Schwenkarmen (5) auf kleinerem
Radius gegenüber den ihrerseits schwenkbaren ersten Schwenkmitteln (7) schwenkbar
angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkmittel (7, 37) für die Spreizschaufeln (4) und für die Sackgreifer
(10) miteinander verbunden und mit gemeinsamen Antriebsmitteln (8, 9) verbunden sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spreizschaufeln (4) gegenüber den kürzeren Schwenkarmen (5) um etwa 90° abgewinkelt
sind, die ihrerseits im gleichen Sinne nochmals um etwa 30 bis 50° abgewinkelt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkmittel (7, 37) für die Spreizschaufeln (4) und die Sackgreifer (10)
an einem gemeinsamen Drehbalken (31) fest angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausrichttisch (11) eine Endanschlagleiste (12) aufweist, die im Schwenkweg
der Spreizschaufeln (4) liegt und aus diesem nach unten wegklappbar oder verschiebbar
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ausrichttisch (11) verstellbare Seitenanschlagkanten aufweist.
1. A device for opening up and attaching bags on a filler neck, especially side fold
bags, which, with the bag opening in front, have individually been fed to an aligning
table (11), comprising
at least first suction means (15) which are supported at the aligning table and which,
in the region of the bag opening, are movable against the lower bag wall; at least
second suction means (17) which are supported at the aligning table and which are
movable against the upper bag wall, with the two sets of suction means (15, 17), when
subjected to vacuum, being removable from one another, and a pair of opening blades
(4) which are movable into the bag opening in the vicinity of the side folds and which
are secured to first swivel means (7) and which are swivable around a horizontal swivel
axis X₁ extending above the aligning table (11),
characterised in
that there is provided a pair of bag grabs (10) with pairs of claws (40) which are
swivable around rotational axes X₃, X₄ extending parallel to the plane of the aligning
table and openable and closable thereby and which are arranged in such a way that
they grab the two side folds in the region of the bag opening, that there are provided
swivel means (37) for the bag grabs (10) which again are swivable around the horizontal
axis X₁ extending above the aligning table (11), which is also the swivel axis for
the first swivel means for the opening blades, and that the opening blades (4) are
arranged so as to be swivable around a further horizontal swivel axis X₂ extending
parallel to the first swivel axis X₁, on shorter swivel arms (5) on a smaller radius
as compared to the first swivel means (7) which are also swivable in respect of said
first swivel means (7).
2. A device according to claim 1,
characterised in
that the swivel means (7, 37) for the opening blades (4) and for the bag grabs (10)
are connected to one another and to joint driving means (8, 9).
3. A device according to any one of claims 1 or 2,
characterised in
that the opening blades (4) are articulated relative to the shorter swivel arms (5)
by approximately 90°, which, in turn, are articulated in the same direction by approximately
a further 30 to 50°.
4. A device according to any one of claims 1 to 3,
characterised in
that the swivel means (7, 37) for the opening blades (4) and for the bag grabs (10)
are firmly arranged on a joint rotary beam (31).
5. A device according to any one of claims 1 to 4,
characterised in
that the aligning table (11) comprises an end stop bar (12) which is positioned in
the swing path of the opening blades (4) and may be folded or moved away therefrom
in the downward direction.
6. A device according to any one of claims 1 to 5,
characterised in
that the aligning table (11) comprises adjustable side stop edges.
1. Dispositif pour ouvrir et enfiler des sacs sur un manchon de remplissage, en particulier
des sacs à plis latéraux, qui ont été amenés séparément à une table de redressement
(11) avec l'ouverture du sac situé vers l'avant, le dispositif' comprenant :
au moins des premiers organes d'aspiration (15) montés sur la table de redressement,
qui sont déplaçables dans la région de l'ouverture du sac contre la paroi du sac située
au-dessous,
au moins des seconds organes d'aspiration (17) montés sur la table de redressement,
qui sont déplaçables contre la paroi du sac située au-dessous,
et les deux organes d'aspiration (15, 17) peuvent être éloignés les uns des autres
en étant alimentés par une dépression,
et comprenant une paire de pales d'écartement (4) susceptibles d'être introduites
dans l'ouverture du sac au voisinage des plis latéraux, lesdites pales étant fixées
à des premiers organes de basculement (7) et étant capables de basculer autour d'un
axe de basculement X₁ horizontal situé au-dessus de la table de redressement (11),
caractérisé en ce qu'il est prévu une paire d'éléments de saisie de sac (10) avec
des paires de griffes (40) capables de basculer autour d'axes de rotation X₃, X₄ parallèles
au plan de la table de redressement, et grâce à ceci susceptibles d'être ouvertes
et fermées, et lesdites griffes étant agencées de telle façon qu'elles saisissent
respectivement les deux plis latéraux dans la région de l'ouverture du sac,
en ce qu'il est prévu des organes de basculement (37) pour les éléments de saisie
de sac (10), qui sont susceptibles de basculer autour du même axe horizontal X₁, situé
au-dessus de la table de redressement (11), que les premiers organes de basculement
pour les pales d'écartement, et en ce que les pales d'écartement (4) sont agencées
de façon à pouvoir basculer autour d'un autre axe de basculement horizontal X₂, parallèle
à l'axe de basculement X₁ mentionné en premier lieu, sur des bras de basculement plus
courts et sur un rayon plus faible vis-à-vis des premiers organes de basculement (7)
susceptibles de basculer de leur côté.
2. Appareil selon la revendication 1 caractérisé en ce que les organes de basculement
(7, 37) pour les pales d'écartement (4) et pour les éléments de saisie de sac (10)
sont reliés les uns aux autres et sont reliés à des moyens d'entraînement communs
(8, 9).
3. Appareil selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les
pales d'écartement (4) sont coudées d'environ 90° par rapport aux bras de basculement
courts (5), lesquels sont de leur côté à nouveau coudés dans le même sens d'environ
30 à 50°.
4. Appareil selon l'une des revendications 1 à 3 caractérisé en ce que les organes de
basculement (3, 37) pour les pales d'écartement (4) et les éléments de saisie de sac
(10) sont agencés fixement sur une barre rotative commune (31).
5. Appareil selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la
table de redressement (11) comporte une barrette de butée finale (12), qui est située
dans le trajet de basculement des pales d'écartement (4) et qui peut être pivotée
ou déplacée vers le bas hors de ce trajet.
6. Appareil selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la
table de redressement (11) comporte des arêtes de butée latérales réglables.

