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(11) |
EP 0 548 536 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.04.1996 Patentblatt 1996/16 |
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Anmeldetag: 17.11.1992 |
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Heizgerät für Raumheizung und Brauchwasserbereitung
Heater for room heating and domestic water production
Appareil de chauffage pour le chauffage de locaux et pour la préparation d'eau sanitaire
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT PT |
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Priorität: |
21.12.1991 DE 4142547
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.06.1993 Patentblatt 1993/26 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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D-70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Schwarz, Hans-Jochen, Dr.-Ing.
W-7060 Schorndorf (DE)
- Rehfuss, Herbert
W-7302 Ostfildern 1 (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 236 235 DE-A- 4 031 187 GB-A- 2 130 347
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DE-A- 2 911 654 FR-A- 2 147 397
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von Heizgeräten nach der Gattung des Hauptanspruchs. Bei dem
bekannten Heizgerät dieser Art (DE-OS 40 31 187) ist der von den Verbrennungsgasen
unmittelbar beaufschlagte Wärmeübertrager vom Heizungswasser durchflossen und der
durch den geräteinternen Brauchwasserspeicher hindurchgeführte Warmwasserkreis vom
Leitungssystem für das Heizungswasser abgezweigt. Dabei sind diese Heizgeräte so ausgelegt,
daß sie Brauchwasser ohne nennenswerte Anfangsverzögerung mit der gewünschten Temperatur
in ausreichender Menge liefern, so daß sich die Installation eines externen Brauchwasserspeichers
erübrigt. Um diese Komfortmerkmale der Brauchwasserbereitung zu erreichen, ist bei
dem bekannten Heizgerät unter anderem neben dem Brauchwasserspeicher, der einen vom
Heizungswasser durchflossenen Sekundärwärmetauscher enthält, ein Zusatzspeicher angeordnet,
welcher über zwei Rohrleitungen mit dem Brauchwasserspeicher verbunden ist. Diese
Ausführung ist verhältnismäßig aufwendig und benötigt zusätzlichen Einbauraum, der
das Volumen des Heizgerätes unerwünscht vergrößert.
[0002] Die GB-A 2 130 347 beschreibt ein Heizsystem mit Brauch- und Heizungswasserbereitstellung,
bei dem ein Brauchwasserspeicher direkt durch einen Brenner erhitzt wird. Dabei kann
neben der Brauchwasserentnahme gleichzeitig durch einen im Brauchwasserspeicher liegenden
und vom Brauchwasser umgebenden Wärmeübertrager ein Heizungsnetz mit Wärme versorgt
werden.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die erfindungsgemäße Anordnung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
hat demgegenüber den Vorteil, daß die von der Wärmequelle erzeugte Wärmeenergie zumindest
teilweise ohne Umweg über das Heizungswasser auf das gespeicherte und/oder durchfließende
Brauchwasser übertragen wird und daß der Wärmeinhalt im Brauchwasserspeicher in das
Leitungssystem für das Heizungswasser einbezogen ist. Die erfindungsgemäße Anordnung
ersetzt die bei den bekannten Heizgeräten mit integrierter Brauchwasserbereitung übliche
Parallelschaltung von Brauchwasserkreis und Heizungskreis durch eine Hintereinanderschaltung
beider Kreise, wodurch deren unterschiedlichen Wärmeanforderungen regelungstechnisch
besser als bisher entsprochen werden kann. Diese Maßnahme ermöglicht es, das Leistungs/Volumen-Verhältnis
des Heizgerätes so günstig zu gestalten, daß der Brauchwasserkomfort einer Anordnung
mit extern aufgestelltern Brauchwasserspeicher ohne nennenswerte Volumenvergrößerung
des Heizgerätes erreicht wird.
[0004] Da der Wärmetransport aus dem von den Verbrennungsgasen beaufschlagten Wärmeübertrager
in den Brauchwasserspeicher ohne Zwischenschaltung eines zusätzlichen Übertragungsmediums
unmittelbar durch im inneren Warmwasserkreislauf fließendes Brauchwasser selbst erfolgt,
wird ein hoher Wirkungsgrad der Anordnung erzielt und eine schnelle Nachladung des
Brauchwasserspeichers mit Warmwasser ermöglicht. Dabei kann ein u. a. von der Wassertemperatur
im Brauchwasserablauf beeinflußtes Dreiwegeventil am Abzweig des Brauchwasserablaufs
von dem das Brauchwasser führenden internen Warmwasserkreis angeordnet sein, welches
das Brauchwasser zunächst überwiegend aus dem Brauchwasserspeicher und dann zunehmend
unmittelbar aus dem von den Verbrennungsgasen beaufschlagten Wärmeübertrager in den
Brauchwasserablauf fließen läßt.
[0005] Bei einer bevorzugten Auführungsform ist für die Erwärmung des Heizungswassers allein
der Wärmeübertrager im Brauchwasserspeicher vorgesehen wobei die Wärmezufuhr zum Heizungswasser
ausschließlich mittelbar über den Brauchwasserspeicher erfolgt. Durch diese Maßnahmen
ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau mit einem geringen Verrohrungsaufwand,
wodurch eine besonders kompakte Ausführung des Heizgerätes möglich wird.
[0006] In manchen Fällen kann es sich aus regelungstechnischen Gründen auch empfehlen, unter
Inkaufnahme eines etwas höheren Aufwandes für die Erwärmung des Heizungswassers einen
parallel zu dem Wärmeübertrager im Brauchwasserspeicher angeordneten, von den Verbrennungsgasen
unmittelbar beaufschlagten zweiten Wärmeübertrager vorzusehen, der mindestens solange
in das Leitungssystem für das Heizungswasser einbezogen ist, als die Wassertemperatur
im Brauchwasserspeicher einen vorgegebenen Wert unterschreitet.
[0007] In diesem Fall kann vorteilhaft die für die Speichertemperaturerhaltung notwendige
Wärmezufuhr zum Brauchwasserspeicher über beide Wärmeübertrager dem Leitungssystem
des Heizungswassers erfolgen.
[0008] Die vorstehend beschriebenen Anordnungen können erfindungsgemäß mit rein konstruktiven
Maßnahmen bezüglich der Gestaltung und Anordnung der einzelnen Bauelemente bzw. Aggregate
des Gerätes sinnvoll ergänzt werden, um dessen Leistungs-/Volumen-Verhältnis zu optimieren.
[0009] Eine trotz ausreichender Bemessung des Brauchwasserspeichers gedrängte Ausführung
ergibt sich, wenn dieser mit dem Ausdehnungsgefäß des Heizgerätes zu einer an der
Geräterückseit angeordneten Baueinheit zusammengefasst ist, die vorzugsweise das von
der Vorderseite her gesehene Umrißprofil des Heizgerätes möglichst weitgehend ausfüllt.
[0010] Der Zusammenbau des Heizgerätes kann erleichtert werden, wenn die aus Brauchwasserspeicher
und Ausdehnungsgefäß bestehende Baueinheit als Montageplatte für die übrigen Bauelemente
bzw. Aggregate, wie Gas- und Wasserarmaturen, Pumpen, Ventile, Brenner, Brennkammer,
Wärmetauscher, Strömungssicherung, Gebläse und Zentralelektronik, ausgebildet ist.
[0011] Ein besonderer Tragrahmen für die Gesamtheit aller Teile des Heizgerätes wird entbehrlich,
wenn die Baueinheit unmittelbar das Tragende, mit Mitteln zum Befestigen an einer
Wand versehene Gerätegestell bildet.
[0012] Der Verrohrungsaufwand kann vermindert und die Anwendung moderner Fertigungsmethoden
erleichtert werden, wenn miteinander in engem Funktonszusammenhang stehende und/oder
durch Leitungen verbundene Bauelemente bzw. Aggregate zu vorgefertigten Baugruppen
zusammengefasst sind, die einzeln für sich an der vorzugsweise auch einen Teil der
Verrohrung aufweisenden Baueinheit befestigbar bzw. befestigt sind.
[0013] Zweckmäßig sind an der Baueinheit die Geräteanschlüsse für Gas, Kaltwasser, Brauchwasser
und für das Heizungsnetz, sowie vorzugsweise auch Mittel zum Zentrieren und Festhalten
einer Mantelschale vorgesehen.
Zeichnung
[0014] Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 die Vorderansicht
des grundsätzlichen Geräteaufbaus des ersten Ausführungsbeispiels bei abgenommener
Mantelschale, Figur 2 eine Seitenansicht des Geräteaufbaus nach Figur 1, und die Figuren
3 und 4 je das Gerätekonzept des ersten und zweiten Ausführungsbeispiels.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0015] Das Heizgerät nach den Figuren 1 bis 3 hat ein Ausdehnungsgefäß 10, das fest mit
einem Brauchwasserspeicher 12 verbunden ist und zusammen mit diesem eine an der Geräterückseite
angeordnete Baueinheit 14 bildet. Diese Baueinheit 14 dient außer der Brauchwasserspeicherung
und Aufnahme des Dehnvolumens des Heizungswassers als Montageplatte für andere Bauelemente
bzw. Aggregate des Heizgerätes und bildet darüberhinaus auch dessen tragendes Gestell,
so daß sich hierfür ein besonderer Tragrahmen erübrigt. Die Baueinheit 14 füllt das
von der Vorderseite her gesehene Umrißprofil des Heizgerätes so weit wie möglich aus
und ist am Rand mit Mitteln 16 zu dessen Befestigung an einer Wand versehen. Ferner
sind an der Baueinheit 14 Mittel 18 zum Anbringen einer in der Zeichnung nicht dargestellten
Mantelschale vorgesehen.
[0016] Die anderen Bauelemente bzw. Aggregate des Heizgeräts sind zu vormontierten Baugruppen
20, 22, 24, 26 zusammengefaßt, die je für sich an der tragenden Baueinheit 14 befestigt
bzw. befestigbar sind. Diese Bauelemente sind in den Figuren 1 und 2 im einzelnen
nicht dargestellt und erst in Zusammenhang mit Figur 3 in einem für das Verständnis
des Gerätekonzepts notwendigen Umfang erwähnt bzw. beschrieben. Die Bauelemente bzw.
Aggregate einer Baugruppe 20, 22, 24, 26 stehen miteinander im engen Funktionszusammenhang
und/oder sind untereinander bzw. mit dem Brauchwasserspeicher 12 und dem Ausdehnungsgefäß
10 über Rohrleitungen verbunden, die teils in den Baugruppen selbst und teils in der
Baueinheit 14 integriert sind. Ferner sind an der Baueinheit 14 die Geräteanschlüsse
28 für Gas, 30 für Kaltwasser, 32 für Brauchwasser und 34, 36 für ein Heizungsnetz
vorgesehen.
[0017] Die Baugruppe 20 enthält u.a. eine Gasarmatur und einen aus einem Gasbrenner, einer
Brennkammer und eine von den Verbrennungsgasen beaufschlagten Wärmeübertrager 38 bestehenden
Wärmeerzeuger 39, der in Reihe mit dem Brauchwasserspeicher 12 in einem inneren, von
Brauchwasser durchflossenen Warmwasserkreis 40a, 40b liegt. Der in den oberen Bereich
des Brauchwasserspeichers 12 mündende Vorlaufabschnitt 40a des Warmwasserkreises führt
über ein 3-Wege-Ventil 42, dessen Ausgang über einen Brauchwasserablauf 44 mit dem
entsprechenden Anschluß 32 an der Baueinheit 14 verbunden ist. In den vom unteren
Bereich des Brauchwasserspeichers 12 ausgehenden Rücklaufabschnitt 40b des Warmwasserkreises
ist eine Brauchwasserpumpe 46 eingebaut, die mit dem 3-Wege-Ventil 42 zu der Baugruppe
22 zusammengefasst ist. Der untere Bereich des Brauchwasserspeichers 12 ist über einen
Kaltwasserzulauf mit dem entsprechenden Anschluß 30 an der Baueinheit 14 verbunden.
[0018] Im Inneren des Brauchwasserspeichers 12 sind die als Rohrschlange ausgebildeten Übertragungsflächen
eines Wärmeübertragers 50 angeordnet, der im Zuge eines heizungswasserführenden Leitungssystems
52a, 52b liegt. Der Vorlaufabschnitt 52a dieses Leitungssystems führt vom Wärmeübertrager
50 über eine Heizungswasserpumpe 54 zum Geräteanschluß 34. Der Rücklaufabschnitt 52b
führt vom Geräteanschluß 36 über ein 3-Wege-Ventil 56 zum Wärmeübertrager 50 zurück
und ist außerdem mit der Wasserkammer 58 des Ausdehnungsgefäßes 10 verbunden. Vom
3-Wege-Ventil 56 zweigt eine zum Vorlaufabschnitt 52a führende Beimischleitung 60
ab, die dort zwischen Wärmeübertrager 50 und Heizungswasserpumpe 54 einmündet. Die
Heizungswasserpumpe 54, das 3-Wege-Ventil 56 und die Beimischleitung 60 sind zur Baugruppe
24 zusammengefaßt.
[0019] Die Baugruppe 26 enthält die Zentralelektronik des Heizgeräts. Diese steuert nach
Maßgabe von nicht dargestellten Sollwertgebern für die Heizungswasser-Vorlauftemperatur
und die Brauchwasser-Ablauftemperatur sowie von Temperaturfühlern 62, 64, 66, 68 im
Vorlaufabschnitt 52a, im Brauchwasserspeicher 12, im Brauchwasserablauf 44 und am
Wärmeübertrager 38 die Funktionselemente des Heizgerätes, nämlich den Brenner, die
Pumpen 46, 54 und die 3-Wege-Ventile 42, 46.
Das beschriebene Gerätekonzept arbeitet wie folgt:
[0020] Bei Brauchwasserentnahme, die einen Sensor, üblicherweise einen Differenzdrucksensor,
der Zentralelektronik meldet, steht aus dem Brauchwasserspeicher 12 sofort Warmwasser
in ausreichender Menge zur Überbrückung der Hochlaufzeit der Temperatur im Wärmeerzeuger
39 zur Verfügung. Über das 3-Wege-Ventil 42 wird in Verbindung mit dem zulaufenden
Kaltwasser und der Brauchwasserpumpe 46 das auslaufende Brauchwasser auf den eingestellten
Sollwert heruntergemischt. Gleichzeitig wird der Wärmeerzeuger 39 in Betrieb gesetzt
und das 3-Wege-Ventil 42 derart aktiviert, daß ein zunehmender Anteil der durchlaufenden
Brauchwassermengen über den Wärmeerzeuger 39 fließt. Sobald in diesem der Sollwert
für das Brauchwasser erreicht wird, steuert das 3-Wege-Ventil 42 so um, daß die gesamte
durchlaufende Brauchwassermenge im Durchlauferhitzerprinzip erwärmt wird.
[0021] Die Regelung des Wärmeerzeugers kann entweder stetig oder im 2-Punkt-Betrieb erfolgen.
Die Heizleistung wird unmittelbar, d.h. ohne Zwischenschaltung eines zusätzlichen
Übertragungsmediums, auf das Brauchwasser im Warmwasserkreis 40a, 40b übertragen,
so daß sich eine besonders kurze Hochlaufzeit der Brauchwassertemperatur ergibt. In
Verbindung mit der bereits beschriebenen konstruktiven Ausgestaltung und einer entsprechenden
Bemessung der Brennerleistung kann ohne nennenswerte Vergrößerung des Gerätevolumens
der Brauchwasserkomfort einer Anlage mit externem Brauchwasserspeicher erreicht werden.
[0022] Nach Beendigung des Brauchwasserdurchlaufs wird die Temperatur im Brauchwasserspeicher
12 über den inneren Warmwasserkreis 40a, 40b mit hohem Übertragungswirkungsgrad auf
den vom Temperaturfühler 64 überwachten Sollwert angehoben. Über den Brauchwasserspeicher
12 und den darin angeordneten Wärmeübertrager 50 wird die Wärmeenergie indirekt in
das Heizungsnetz übertragen. Bei einem über den Temperaturfühler 62 im Heizungsvorlauf
ermittelten Wärmebedarf wird das 3-Wege-Ventil 56 so aktiviert, daß es eine der Sollwertabweichung
der Vorlauftemperatur entsprechende Aufteilung der Heizungswasser-Rücklaufmenge in
die Beimischleitung 60 und den Wärmeübertrager 50 vornimmt. Dabei wird zunächst die
Wärmeenergie im Brauchwasserspeicher 12 genutzt und der Brenner erst dann in Betrieb
gesetzt, wenn der untere Schaltpunkt des Temperaturfühlers 64 erreicht ist. Der Wärmeübertrager
50 im Brauchwasserspeicher 12 ist so bemessen, daß er nur eine Teilleistung des Brenners
auf das Heizungswasser zu übertragen vermag. Durch die Einbeziehung des Brauchwasserspeichers
12 in das geräteinterne Leitungssystem 52a, 52b, kann bei entsprechender Bemessung
und Auslegung der Bau- und Steuerelemente erreicht werden, daß eine stetige Regelung
des Brenners bei nahezu allen Wärmebedarfszuständen erfolgt. Durch das erfindungsgemäße
Konzept sind ferner Vorlauftemperaturen im Bereich von 20 bis 80 Grad Celcius ohne
Korrossionsprobleme möglich.
[0023] Dem beschriebenen Ausführungsbeispiel liegen folgende Daten zugrunde:
| Brauchwasserleistung |
28 kW |
| Heizungsleistung |
11 kW |
| max. Brauchwassertempereatur |
90 Grad Celcius |
| max. Vorlauftemperatur Heizung |
80 Grad Celcius |
| Inhalt Brauchwasserspeicher |
15 l |
| Stickstoffvolumen-Ausdehnungsgefäß |
8 l |
[0024] Der konstruktive Aufbau des Ausführungsbeispiels nach Figur 4 stimmt grundsätzlich
mit jenem des vorbeschriebenen ersten Auführungsbeispiels überein. Im Unterschied
zu diesem hat das zweite Auführungsbeispiel jedoch einen Wärmeerzeuger 70 mit zwei
Wärmeübertragern 72, 74 von denen mindestens der eine mit von den Verbrennungsgasen
unmittelbar beaufschlagten Wärmeübertragungsflächen versehen ist und der andere mindestens
mittelbar, über den Wasserinhalt des einen Wärmeübertragers, die Wärmeenergie von
den Verbrennungsgasen erhält. Der Wärmeübertrager 72 liegt in einem internen Warmwasserkreis
76a, 76b, der durch einen mit einem Ausdehnungsgefäß 78 kombinierten Brauchwasserspeicher
80 hindurchführt und ein 3-Wege-Ventil 82 enthält, an welches ein Brauchwasserablauf
84 angeschlossen ist. Die Regelung der Temperatur im Brauchwasserablauf 84 erfolgt
wie beim ersten Ausführungsbeispiel, auf dessen Beschreibung bezug genommen wird.
[0025] Der zweite Wärmeübertrager 74 im Wärmeerzeuger 70 liegt in einem Leitungssystem 86a,
86b, für das Heizungswasser, dessen Vorlaufabschnitt 86a über ein Umsteuerventil 88
zu einem Geräteanschluß 90 für die Vorlaufleitung des Heizungsnetzes führt. Der Rücklaufabschnitt
86b des Leitungssystems geht von einem Geräteanschluß 92 für die Rücklaufleitug des
Heizungsnetzes über eine Heizungswasserpumpe 94 zum Wärmeübertrager 74 und ist außerdem
mit der Wasserkammer 96 des Ausdehnungsgefäßes 78 verbunden. Vom dritten Anschluß
des Umsteuerventils 88 führt eine Beimischleitung 98 durch den Brauchwasserspeicher
80 zum Rücklaufabschnitt 86b. Im Brauchwasserspeicher 80 ist die Beimischleitung 98
zu einer einen Wärmeübertrager 100 bildenden Rohrwendel geformt.
[0026] Bei der Anordnung nach Figur 4 erfogt eine indirekte Wärmeübertragung von Heizungswärme
über den Brauchwasserspeicher 80 nur, solange dessen Temperatur über dem eingestellten
Sollwert von z.B. 90 Grad Celcius liegt. Darunter wird der Wärmeerzeuger 70 zugeschaltet,
der danach sowohl den Heizungswärmebedarf deckt, als auch die Brauchwassertemperatur
im Brauchwasserspeicher 80 wieder auf den Sollwert anhebt. Bei der Anordnung nach
Figur 4 kann eine Pumpe im Warmwasserkreis 76a. 76b entfallen. Der Erhaltungswärmebedarf
des Brauchwasserspeichers 80 kann vorteilhaft bei Wasserstillstand im Warmwasserkreis
76a, 76b allein über die Wärmeübertrager 74 und 100 im Leitungssystem für das Heizungswasser
gedeckt werden.
1. Heizgerät für Raumheizung und Brauchwasserbereitung, mit einem Brenner als Wärmequelle,
einem von den Verbrennungsgasen beaufschlagten Wärmeübertrager (38, 72) in einem inneren
Warmwasserkreis (40a, 40b, 76a, 76b), der durch einen Brauchwasserspeicher (12, 80)
führt, ferner mit einem heizungswasserführenden Leitungssystem, das einen Rücklaufanschluß
für ein Heizungsnetz über einen Wärmeübertragerer (50, 100, 74) mit einem Vorlaufanschluß
verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß der im heizungswasserführenden Leitungssystem
(52a, 52b, 86a, 86b) liegende Wärmeübertrager (50, 100, 74) mit im Brauchwasserspeicher
(12, 80) angeordneten, vom Brauchwasser umgebenen Übertragungsflächen (50,100) versehen
ist, daß ein Wärmëubergang auf das Heizungswasser gesteuert mindestens so lange ohne
Betrieb des Brenners über den Brauchwasserspeicher (12, 80) erfolgt, als dessen Wassertemperatur
einen vorgegebenen Wert überschreitet und daß der Wärmetransport aus dem mit den Verbrennungsgasen
beaufschlagten Wärmeübertrager (38, 72) in den Brauchwasserspeicher (12,80) ohne Zwischenschaltung
eines zusätzlichen Ubertragungsmediums unmittelbar durch im inneren Warmwasserkreis
(40a, 40b, 76a, 76b) fließendes Brauchwasser selbst erfolgt.
2. Heizgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Erwärmung des Heizungswassers
allein der Wärmeübertrager (50) im Brauchwasserspeicher (12) vorgesehen ist und die
Wärmezufuhr zum Heizungswasser ausschließlich mittelbar über den Brauchwasserspeicher
(12) erfolgt.
3. Heizgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die Erwärmung des Heizungswassers
ein parallel zu dem Wärmeübertrager (100) im Brauchwasserspeicher (80) angeordneter,
von den Verbrennungsgasen unmittelbar beaufschlagter zweiter Wärmeübertrager (74)
vorgesehen ist, der mindestens so lange in das Leitungssystem (86a, 86b) für das Heizungswasser
einbezogen ist, als die Wassertemperatur im Brauchwasserspeicher (80) einen vorgegebenen
Wert unterschreitet.
4. Heizgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß über die beiden Wärmeübertrager
(74, 100) im Leitungssystem (86a, 86b) für das Heizungswasser die für die Speichertemperaturerhaltung
notwendige Wärmezufuhr zum Brauchwasserspeicher (80) erfolgt.
5. Heizgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem an das Leitungssystem
für das Heizungswasser angeschlossenen Ausdehnungsgefäß, dadurch gekennzeichnet, daß
der Brauchwasserspeicher (12, 80) und das Ausdehnungsgefäß (10, 78) zu einer an der
Geräterückseite angeordneten Baueinheit (14) zusammengefaßt sind.
6. Heizgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Brauchwasserspeicher
(12, 80) und Ausdehnungsgefäß (10, 78) bestehende Baueinheit (14) als Montageplatte
für die übrigen Bauelemente beziehungsweise Aggregate, wie Gas- und Wasserarmaturen,
Pumpen, Ventile, Brenner, Brennkammer, Wärmetauscher, Strömungssicherung, Gebläse
und Zentralelektronik, ausgebildet ist.
7. Heizgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Baueinheit (14) unmittelbar
das tragende, mit Mitteln (16) zum Befestigen an einer Wand versehene, Gerätegestell
bildet.
8. Heizgerät nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß miteinander
in engem Funktionszusammenhang stehende und/oder durch Leitungen verbundene Bauelemente
beziehungsweise Aggregate zu vorgefertigten Baugruppen (20, 22, 24, 26) zusammengefaßt
sind, die einzeln für sich an der vorzugsweise auch einen Teil der Verrohrung aufweisenden
Baueinheit (14) befestigt beziehungsweise befestigbar sind.
9. Heizgerät nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Baueinheit
(14) die Geräteanschlüsse für Gas (28), Kaltwasser (30), Brauchwasser (32) und für
das Heizungsnetz (34, 36) sowie vorzugsweise auch Mittel (18) zum Zentrieren und Festhalten
einer Mantelschale vorgesehen sind.
1. Heating appliance for room heating and domestic-water production, having a burner
as a heat source, having a heat exchanger (38, 72), acted upon by the combustion gases,
in an inner hot-water circuit (40a, 40b, 76a, 76b) which leads through a domestic-water
storage tank (12, 80), furthermore having a heating-water-channelling line system
which connects a return connection for a heating system to a flow connection via a
heat exchanger (50, 100, 74), characterized in that the heat exchanger (50, 100, 74)
located in the heating-water-channelling line system (52a, 52b, 86a, 86b) is provided
with exchanging surfaces (50, 100) which are arranged in the domestic-water storage
tank (12, 80) and are surrounded by the domestic water, in that heat exchange to the
heating water takes place in a controlled manner via the domestic-water storage tank
(12, 80), without operation of the burner, at least for as long as the water temperature
of said storage tank exceeds a predetermined value, and in that the heat transfer
from the heat exchanger (38, 72), acted upon by the combustion gases, into the domestic-water
storage tank (12, 80) takes place, without interposition of an additional exchange
medium, directly by way of domestic water itself which flows in the inner hot-water
circuit (40a, 40b, 76a, 76b).
2. Heating appliance according to Claim 1, characterized in that only the heat exchanger
(50) in the domestic-water storage tank (12) is provided for the purpose of heating
the heating water, and the supply of heat to the heating water takes place exclusively
indirectly via the domestic-water storage tank (12).
3. Heating appliance according to Claim 1, characterized in that a second heat exchanger
(74), which is arranged parallel to the heat exchanger (100) in the domestic-water
storage tank (80) and is acted upon directly by the combustion gases, is provided
for the purpose of heating the heating water, which second heat exchanger (74) is
included in the line system (86a, 86b) for the heating water at least for as long
as the water temperature in the domestic-water storage tank (80) falls below a predetermined
value.
4. Heating appliance according to Claim 3, characterized in that the supply of heat to
the domestic-water storage tank (80), said supply of heat being necessary for maintaining
the temperature in said storage tank, takes place via the two heat exchangers (74,
100) in the line system (86a, 86b) for the heating water.
5. Heating appliance according to one of the preceding claims, having an expansion tank
which is connected to the line system for the heating water, characterized in that
the domestic-water storage tank (12, 80) and the expansion tank (10, 78) are combined
to form a module (14) arranged on the rear side of the appliance.
6. Heating appliance according to Claim 5, characterized in that the module (14), comprising
domestic-water storage tank (12, 80) and expansion tank (10, 78), is designed as a
mounting panel for the rest of the components or units, such as gas and water fittings,
pumps, valves, burner, combustion chamber, heat exchanger, flow-ensuring means, blower
and central electronics.
7. Heating appliance according to Claim 6, characterized in that the module (14) directly
forms the load-bearing appliance framework, which is provided with means (16) for
fastening on a wall.
8. Heating appliance according to one of Claims 5 to 7, characterized in that components
or units which are closely functionally related to one another and/or are connected
by lines are combined to produce prefabricated subassemblies (20, 22, 24, 26) which
are fastened, or can be fastened, individually on the module (14), which preferably
also exhibits some of the pipework.
9. Heating appliance according to one of Claims 5 to 8, characterized in that the appliance
connections for gas (28), cold water (30), domestic water (32) and for the heating
system (34, 36) and preferably also means (18) for centring and securing a casing
are provided on the module (14).
1. Appareil de chauffage pour le chauffage de locaux et de préparation d'eau sanitaire,
avec un brûleur comme source de chaleur, un échangeur de chaleur (38, 72) sollicité
par les gaz de combustion, dans un circuit interne d'eau chaude (40a, 40b, 76a, 76b),
qui passe à travers un accumulateur d'eau sanitaire (12, 80), en outre avec un système
de conduites faisant passer l'eau de chauffage, qui relie un raccord de retour pour
un réseau de chauffage au moyen d'un échangeur de chaleur (50, 100, 74) à un raccord
amont, appareil de chauffage caractérisé en ce que l'échangeur de chaleur (50, 100,
74) qui se trouve dans le système de conduites, qui fait passer l'eau de chauffage,
(52a, 52b, 86a, 86b), est pourvu de surfaces de transmission de chaleur (50, 100)
disposées dans l'accumulateur d'eau sanitaire (12, 80), et entourée par l'eau sanitaire,
en ce qu'un passage de chaleur commandé sur l'eau de chauffage, a lieu au moins aussi
longtemps sans fonctionnement du brûleur, via l'accumulateur d'eau sanitaire (12,
80), que la température de son eau dépasse une valeur prédéfinie et que le transfert
de la chaleur a lieu directement à travers l'eau sanitaire elle-même qui coule à l'intérieur
du circuit d'eau chaude (40a, 40b, 76a, 76b) à partir de l'échangeur de chaleur (38,
72), sollicité par les gaz de combustion, dans l'accumulateur d'eau sanitaire (12,
80) sans interposition d'un agent de transmission additionnel.
2. Appareil de chauffage selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour le réchauffage
de l'eau de chauffage on prévoit seulement l'échangeur de chaleur (50) dans l'accumulateur
d'eau sanitaire (12) et en ce que l'arrivée de chaleur à l'eau de chauffage a lieu
exclusivement de façon indirecte au moyen de l'accumulateur d'eau sanitaire (12).
3. Appareil de chauffage selon la revendication 1, caractérisé en ce que pour le réchauffage
de l'eau de chauffage on prévoit un deuxième échangeur de chaleur (74) disposé en
parallèle à l'échangeur de chaleur (100) dans l'accumulateur d'eau sanitaire (80),
directement sollicité par les gaz de combustion, échangeur de chaleur (74) qui est
intégré dans le système de conduites (86a, 86b) pour l'eau de chauffage au moins jusqu'à
ce que la température de l'eau dans l'accumulateur d'eau sanitaire (80) soit tombée
en dessous d'une valeur prédéterminée.
4. Appareil de chauffage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'arrivée de
chaleur à l'accumulateur d'eau sanitaire (80), nécessaire à la conservation de la
température de l'accumulateur, a lieu au moyen des deux échangeurs de chaleur (74,
100) dans le système de conduite (86a, 86b) pour l'eau de chauffage.
5. Appareil de chauffage selon l'une des revendications précédentes, avec un vase d'expansion
raccordé au système de conduites pour l'eau de chauffage, appareil de chauffage caractérisé
en ce que l'accumulateur d'eau sanitaire (12, 80) et le vas d'expansion (10, 78) sont
réunis en une unité (14) disposée sur le côté arrière de l'appareil.
6. Appareil de chauffage selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'unité (14)
qui se compose de l'accumulateur d'eau sanitaire (12, 80) et du vase d'expansion (10,
78) sert de plaque de montage pour les autres éléments constitutifs ou sous-ensembles,
tels que les tuyauteries de gaz et d'eau, les pompes, vannes, brûleurs, chambre de
combustion, échangeurs de chaleur, sécurités d'écoulement, soufflante et circuit électronique
centrale.
7. Appareil de chauffage selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'unité (17)
constitue directement le bâti porteur de l'appareil, avec des moyens (16) pour fixer
sur un mur.
8. Appareil de chauffage selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que
l'on réunit ensemble les éléments constitutifs ou sous-ensembles qui sont en relation
fonctionnelle étroite et/ou sont reliés par des conduites, en groupes préfabriqués
(20, 22, 24, 26), qui peuvent être fixés ou sont fixés séparément chacun pour soi
sur l'unité (14) qui présente de préférence aussi une partie de la tuyauterie.
9. Appareil de chauffage selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que
sur l'unité (14) on prévoit des raccords pour l'appareil au gaz (28), pour l'eau froide
(30), pour l'eau sanitaire (32) et pour le réseau de chauffage (34, 36) ainsi que
de préférence des dispositifs (18) pour centrer et maintenir en place un carter enveloppant.

