[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Nockendrehschalter gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1. Derartige Nockendrehschalter finden hauptsächlich in Haushaltgeräten
Anwendung, wobei die zahlreichen, neuerdings geforderten Schaltmöglichkeiten immer
mehr Schaltkontakte erfordern, die gleichzeitig oder selektiv geschaltet werden müssen.
So wird von einem modernen Elektroherd heute gefordert, daß er Oberhitze, Unterhitze,
großen Grill, kleinen Grill, Heißluft und eine Mikrowelle aufweist, die auch wieder
mit den konventionellen Beheizungsarten kombiniert werden muß.
[0002] Bedingt durch die zahlreichen Schaltkontakte, die ein solcher Drehwahlschalter haben
muß, wird eine exakte Rastung mit einfachen Mitteln immer schwieriger. Die hohe Zahl
von Schaltkontakten begünstigt Zwischenstellungen, d.h. die Nockenwelle kann bewußt
oder unbewußt in einer labilen Zwischenstellung gehalten werden. Normalerweise hat
ein Drehwahlschalter eine Rastung, bestehend aus einem Raststern, einer Druckfeder
und einer Rastrolle bzw. einem Raststößel, wie dies in Fig. 1 der Zeichnung schematisch
dargestellt ist. Die vielen Schaltkontakte, die durch eine Nockenwelle oder durch
eine Nockenscheibe betätigt werden, erfordern eine sehr starke Druckfeder in der Rastung.
Durch eine solche verstärkte Druckfeder kann zwar die Rastung etwas verbessert werden,
jedoch können labile Zwischenstellungen, insbesondere in dem Bereich, in dem sich
die Spitze des Raststerns über der Rastrolle bzw. dem Raststößel bewegt, nicht verhindert
werden. Eine starke Druckfeder bedeutet aber auch eine hohe Betätigungskraft, die
gerade bei modernen Elektrogeräten unerwünscht ist.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Drehwahlschalter
derart auszubilden, daß die Rastung ohne Erhöhung der den Raststößel axial belastenden
Federkraft zuverlässig auch bei einer Vielzahl von Schaltkontakten ohne Zwischenstellungen
gewährleistet wird.
[0004] Gelöst wird die gestellte Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale.
[0005] Dadurch, daß sich das Verriegelungsglied zusammen mit dem Raststößel quer bewegen
kann ergibt sich ein zusätzliches Drehmoment, welches zunächst der Drehbewegung der
Nockenwelle entgegenwirkt und die Drehung dann unterstützt, wobei die Zwischenstellungen
dazwischen schnell und zuverlässig überwunden werden können. Durch die üblicherweise
den Raststößel umschließende Druckschraubenfeder wird bei seitlicher Auslenkung des
Raststößels bereits eine gewisse Zentrierkraft ausgeübt, die die beschriebene Schaltbetätigung
begünstigt.
[0006] Gemäß der Erfindung ist jedoch vorgesehen, den Schaltstößel innerhalb seines seitlichen
Bewegungsraumes federnd abzustützen, wodurch die beschriebene Wirkung verbessert wird.
Auf einfache Weise kann die Federabstützung dadurch vorgenommen werden, daß innerhalb
einer Rastkammer eine U-förmige Blattfeder eingesetzt wird, deren Schenkel dem Raststößel
seitlich anliegen, und die bei der Schaltbewegung ausgelenkt und vorgespannt werden
und beim Nachlassen der Vorspannung die Schaltbewegung unterstützen.
[0007] Durch diese einfache Konstruktion wird ein exaktes Rasten eines Wahlschalters mit
geringem Betätigungsdrehmoment und ohne Zwischenstellungen gewährleistet.
[0008] Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Teilschnittansicht eines den Stand der Technik repräsentierenden Drehwahlschalters
in eingerasteter Stellung;
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Teilschnittansicht eines erfindungsgemäß ausgebildeten
Drehwahlschalters in Raststellung;
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Teilschnittansicht kurz vor Erreichen der Schnappstellung;
Fig. 4 eine entsprechende Teilschnittansicht nach Überschreiten der Schnappstellung.
[0009] In der Zeichnung sind nur die für die Rastung erforderlichen Teile des Nockenschalters
ersichtlich. Der Nockenschalter selbst besteht aus einer Nockenwelle bzw. Nockenscheibe,
die in unterschiedlichen Winkelstellungen unterschiedliche Kontakte steuert, die hintereinander
im Bett des Schalters angeordnet sind.
[0010] Beim Stande der Technik und bei dem Erfindungsgegenstand weist die Rastung eine im
Sockelgehäuse 10 angeordnete Rastkammer 12 quadratischen Querschnitts auf, deren Achse
14 die Achse 16 der Nockenwelle senkrecht schneidet. In der Rastkammer ist der aus
Zapfen 18 und Kappe 20 bestehende Raststößel axial verschiebbar gelagert, wobei die
Kappe 20 in der die Rastkammer 12 bildenden Bohrung geführt ist. Auf dem Zapfen 18
ist eine Druckschraubenfeder 22 aufgezogen, die sich am Grund der Bohrung und an der
Kappe 20 von unten her abstützt und den Raststößel gegen den Raststern 24 vorspannt.
In der aus Fig. 1 ersichtlichen Stellung greift die Kappe, die auch als Kugel ausgebildet
sein kann, in eine entsprechende Vertiefung des sechszackigen Raststerns ein. Bei
einer Verdrehung der Nockenwelle im Uhrzeigersinn oder im Gegenuhrzeigersinn wird
der Raststößel 18, 20 über den entsprechend abgerundeten Zahn des Raststernes nach
unten gedrückt, bis nach einer Winkeldrehung von 30° eine labile Gleichgewichtsstellung
erreicht wird, in der die Stößelachse 14 die Spitze des entsprechenden Rastzahnes
26 trifft. In dieser labilen Schaltstellung kann die Nockenschalterwelle bzw. Nockenscheibe
bewußt oder unbewußt gehalten werden, was insbesondere bei der Vielzahl der zu schaltenden
Kontakte nachteilig ist und zu Fehlschaltungen und/oder Lichtbogenbildungen führen
kann.
[0011] Man hat versucht, durch Verstärkung der Feder und entsprechende Gestaltung des Raststerns
das Auftreten solcher Zwischenstellungen zu vermeiden. Das Auftreten dieser Zwischenstellungen
wird, wie aus den Figuren 2 bis 4 ersichtlich, durch die Erfindung vermieden. Zu diesem
Zweck ist eine U-förmige Blattfeder 28 in die Rastkammer 12 eingesetzt, die im unteren
Abschnitt so bemessen ist, daß sie der Blattfeder straff ansitzt. Im oberen Abschnitt
ist die Rastkammer mit einer Erweiterung 30 versehen, in der die Blattfeder 28 und
der von ihr umschlossene Raststößel 18 seitlich, d.h. quer zur Achse 16 der Nockenwelle
ausweichen kann. In der Raststellung gemäß Fig. 2 schneidet wiederum die Achse 14
des Raststößels die Achse 16 der Nockenwelle im wesentlichen rechtwinklig. Wenn aus
dieser Stellung heraus die Nockenwelle im Uhrzeigersinn bewegt wird, dann schiebt
der betreffende Rastzahn 26 die Rastkappe (oder Rastrolle, oder Rastkugel) in die
aus Fig. 3 ersichtliche Stellung. Dabei ist über den Raststößel bzw. dessen Kappe
der linke Schenkel der Blattfeder ausgelenkt und stößt an der linken Wand der Erweiterung
an. In üblicher Weise ist durch den Zahn 26 auch der Stößel gegen die Wirkung der
Schraubenfeder 22 nach unten verschoben. In dieser Stellung gemäß Fig. 3 liegt die
Spitze des Rastzahnes 26 in der Nähe der Koppe des Raststößels und bei Weiterdrehung
springt der Raststößel durch Entspannung des linken Schenkels der Blattfeder nach
rechts und damit wird der Raststößel auf die andere Flanke des Raststerns gedrückt
(Fig. 4). Aus dieser Stellung gemäß Fig. 4 kann die Druckfeder 22 den Stößel in die
aus Fig. 2 ersichtliche Raststellung überführen, wobei der gemäß Fig. 4 durch Ausbiegung
nach rechts vorgespannte rechte Schenkel der U-förmigen Blattfeder die Schalterwellenbewegung
in diesem Endabschnitt unterstützt.
[0012] Anstelle der Blattfeder 28 könnten auch andere Federanordnungen vorgesehen werden,
die den Raststößel in der Verrastungsstellung zentrieren, während des Schaltvorganges
jedoch ein seitliches Ausweichen ermöglichen, um den labilen Schaltpunkt sicherer
überwinden zu können.
1. Nockendrehschalter mit den folgenden Merkmalen:
- eine Schaltnockenwelle trägt mehrere Nocken und im axialen Abstand hierzu einen
Raststern (24);
- die Nocken betätigen elektrische Schaltkontakte;
- der Raststern (24) wirkt mit einem Verriegelungsglied (20) zusammen, um die Nockenwelle
in jeweils einer vorbestimmten Winkelstellung festzulegen;
- ein Raststößel (18) ist radial zur Schaltnockenwellenachse (16) verschiebbar gelagert
und durch eine Feder (22) vorgespannt, die das Verriegelungsglied (20) des Raststößels
(18) in eine Rastausnehmung des des Raststernes (24) drückt;
dadurch gekennzeichnet,
- daß das Verriegelungsglied (20) zusammen mit dem Raststößel begrenzt seitlich, d.h.
in Umfangsrichtung des Raststernes beweglich gelagert ist;
- daß eine zusätzliche Feder (28) auf den Raststößel quer zur Nockenwellenachse (16)
einwirkt und diesen in eine mittlere Zentrierstellung vorspannt;
- daß der Raststößel (18) unter der Wirkung der zusätzlichen Zentrierfeder (28) den
Raststern mitsamt der Nockenwelle in die jeweilige vorbestimmte Winkelstellung verdreht.
2. Nockendrehschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Feder eine U - förmig ausgebildete Blattfeder
(28) ist, daß die Blattfeder im unteren Abschnitt einer Rastkammer (12) verankert
ist und den Raststößel (18) und die diesen um;5 schließende Druckschraubenfeder (22)
umgreift und daß die Rastkammer im oberen Abschnitt eine Erweiterung (30) aufweist,
in die die Blattfederschenkel mit dem dazwischenliegenden Verriegelungsglied auslenkbar
sind.
1. Cam-operated rotary switch comprising the following features:
- an indexing camshaft carries a plurality of cams and spaced axially therefrom an
indexing star (24);
- the cams actuate electrical switch contacts;
- the indexing star (24) cooperates with an interlocking element (20) in order to
fix the camshaft in a respective predetermined angular position;
- an indexing plunger (18) is displaceably mounted radially to the indexing camshaft
axis (16) and prestressed by a spring (22) which pushes the interlocking element (20)
of the indexing plunger (18) into an indexing recess in the indexing star (24);
characterised in that
- the interlocking element (20) together with the indexing plunger is mounted so as
to be laterally movable to a limited degree, i.e. in the circumferential direction
of the indexing star;
- an extra spring (28) operates on the indexing plunger at right angles to the camshaft
axis (16) and prestresses the said plunger into a midway centring position;
- under the action of the additional centring spring (28), the indexing plunger (18)
rotates the indexing star along with the camshaft into the respective predetermined
angular position.
2. Cam-operated rotary switch according to claim 1, characterised in that the extra spring
is a leafspring (28) of U-shaped construction, that the leaf spring is anchored in
the lower portion of an indexing compartment (12) and clasps the indexing plunger
(18) and the pusher-type spring (22) surrounding the latter and that in its upper
part the indexing compartment features a broadened portion (30) into which the side-pieces
of the leaf spring can be displaced along with the interlocking element therebetween.
1. Sélecteur rotatif à cames présentant les caractéristiques suivantes:
- un arbre à cames porte plusieurs cames et espacé axialement de celles-ci un disque
d'arrêt (24);
- les cames actionnent des contacts électriques;
- le disque d'arrêt (24) coopère avec un élément de verrouillage (20) aux fins d'immobiliser
l'arbre à cames dans une position angulaire prédéterminée;
- un poussoir d'arrêt (18) est monté mobile radialement en direction de l'axe (16)
de l'arbre à cames et est précontraint par un ressort (22) qui repousse l'élément
de verrouillage (20) du poussoir d'arrêt(18) dans un creux du disque d'arrêt (24);
caractérisé par le fait
- que l'élément de verrouillage (20) et le poussoir d'arrêt sont montés avec possibilité
de déplacement limité latéralement, c'est-à-dire dans la direction périphérique du
disque d'arrêt (24);
- qu'un ressort (28) supplémentaire agit sur le poussoir d'arrêt transversalement
à l'axe (16) de l'arbre à cames et précontraint ce dernier dans une position médiane;
- que le poussoir (18) d'arrêt, sous l'action du ressort de centrage (28) supplémentaire,
amène par rotation le disque d'arrêt dans la position angulaire prédéterminée.
2. Sélecteur rotatif à cames selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le
ressort supplémentaire est un ressort à lame (28) en forme de U, par le fait que le
ressort à lame est ancré dans la partie inférieure d'une chambre (12) de système d'arrêt
et entoure le poussoir (18) et le ressort hélicoïdal de compression (22) placé autour
de ce dernier et par le fait que la chambre (12) de système d'arrêt présente, dans
sa partie supérieure, une zone élargie (30) à l'intérieur de laquelle les ailes du
ressort à lame et l'élément de verrouillage peuvent être déplacés.