[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für eine aus entlang ihren Längsrändern
aneinanderstossenden Verkleidungselementen wie Platten, Kassetten, Paneele od.dgl.
gebildete Gebäudewandverkleidung, insbesondere für Aussenfassaden.
[0002] Herkömmlicherweise werden solche Verkleidungselemente an zuvor an der betreffenden
Gebäudewand befestigte Holzlatten od.dgl. angenagelt. Dies ist nicht nur umständlich
sondern auch deshalb nachteilig, da sich nur bei großer Sorgfalt und dementsprechendem
Zeitaufwand ein gleichmäßiges Aneinanderstoßen der Elemente erzielen läßt. Ein nicht
exaktes Aneinanderstoßen stört jedoch den optischen Eindruck und ist vor allem dann,
wenn es sich um Wärmedämm-Verkleidungselemente handelt, für den Wärmeschutz von Nachteil.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei einfacher Montage ein schnelles Arbeiten
mit dem Ergebnis eines sicheren Halts der Verkleidungselemente an der genau gewünschten
Stelle ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Befestigungsvorrichtung
an der Gebäudewand zu befestigende, in Gebrauchslage zwischen der Gebäudewand und
den Verkleidungselementen quer zu deren Längsrändern verlaufende Halteschienen sowie
an den Halteschienen in Schienenlängsrichtung verstellbar festlegbare und dabei an
dem zugewandten Längsrand des jeweiligen Verkleidungselementes zur Anlage gelangende
und das Verkleidungselement an der jeweiligen Halteschiene haltende Halteklammern
aufweist.
[0005] Zunächst werden also die Halteschienen an der Gebäudewand angebracht. Sodann legt
man das jeweilige Verkleidungselement gegen die betreffende Schiene und setzt eine
Halteklammer an die Halteschiene an, wonach man die Halteklammer gegen das Verkleidungselement
schiebt, so daß die Halteklammer in der Wandebene sozusagen einen Anschlag für die
örtliche Fixierung des Verkleidungselementes bildet und gleichzeitig das Verkleidungselement
an der Schiene hält.
[0006] Auf diese Weise erhält man eine von Nägeln od.dgl. Befestigungselementen unabhängige
Montage, wobei das jeweilige Verkleidungselement von der betreffenden Halteklammer
fest gegen das an der der Halteklammer entgegengesetzten Seite bereits montierte Verkleidungselement
gehalten wird, so daß keine Fugen od.dgl. auftreten können.
[0007] Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß die Halteklammern
an den Halteschienen einhängbar sind und eine Rastpartie aufweisen, der im eingehängten
Zustand mindestens eine an der jeweiligen Halteschiene ausgebildete Reihe von Rasten
benachbart ist, derart, daß die eingehängte Halteklammer mit ihrer Rastpartie der
Rastenreihe entlang gegen den Längsrand des Verkleidungselements schiebbar und von
den Rasten in ihrer am Verkleidungselement anliegenden Gebrauchslage gehalten wird.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der Zeichnung im einzelnen
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Halteschiene der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung in Vorderansicht in
Teildarstellung, wobei ein an der Schiene gehaltenes Verkleidungselement strichpunktiert
angedeutet ist,
- Fig. 2
- die Anordnung nach Fig. 1 in Schrägansicht, wobei die Halterung des Verkleidungselementes
detaillierter als in Fig. 1 dargestellt ist,
- Fig. 3
- die Anordnung nach Fig. 2 im in Schienenlängsrichtung verlaufenden, rechtwinkelig
zur Gebäudewand gelegten Längsschnitt gemäß der Schnittlinie III-III in Fig. 2,
- Fig. 4
- die an der Halteschiene angehängte Halteklammer im Querschnitt gemäß der Schnittlinie
IV-IV in Fig. 3, wobei die Schiene nur teilweise dargestellt ist, und
- Fig. 5
- eine Halteklammer in Einzeldarstellung in Schrägansicht.
[0010] Eine Gebäudewand 1, insbesondere deren Aussenfassade, soll mit einen rechteckigen
Umriß aufweisenden Verkleidungselementen 2 verkleidet werden. Dabei handelt es sich
bei den Verkleidungselementen 2 um Platten, Kassetten, Paneele od.dgl. Formteile,
die aus wärmedämmendem Material bestehen bzw. einen Wärmedämmkern hieraus aufweisen.
Die Verkleidungselemente 2, von denen nur eines dargestellt ist, werden so an der
Gebäudewand 1 befestigt, daß sie mit ihren Längsrändern aneinander stoßen. Jedes Verkleidungselement
besitzt also zwei einander entgegengesetzte, parallel zueinander verlaufende Längsränder
3,4, so daß bei montierter Wandverkleidung der Längsrand 3 des in Fig. 2 dem dargestellten
Element auf der rechten Seite folgenden Verkleidungselements der Längsrand 4 des dargestellten
Verkleidungselements benachbart ist.
[0011] Um die Verkleidungselemente 2 an der Gebäudewand 1 zu befestigen, sind Halteschienen
5 und Halteklammern 6 vorhanden. Die Halteschienen 5 (in der Zeichnung ist nur ein
Teillängsbereich einer solchen Schiene gezeigt) weisen beliebige Länge auf und können
in ihrer Längsrichtung aneinander angesetzt oder auf eine kürzere Länge abgelängt
werden. Dabei wird die jeweilige Halteschiene 5 in Richtung quer zu den Längsrändern
3,4 der Verkleidungselemente 2 an der Gebäudewand 1 befestigt, was mit Hilfe von Nägeln
oder Schrauben erfolgen kann. Hierzu weist die Halteschiene Nagellöcher 7 und/oder
Schraubenlöcher 8 auf, die wie beim Ausführungsbeispiel in Schienenlängsrichtung reihenartig
angeordnet sein können, wobei man jeweils mehrere parallele Reihen vorsehen kann.
Mittels der Halteklammern 6 werden die anschließend auf die so befestigten Halteschienen
5 gelegten Verkleidungselemente 2 an Ort und Stelle gehalten.
[0012] Die Halteklammern 6 sind an den Halteschienen 5 in Schienenlängsrichtung verstellbar
festlegbar und gelangen dabei an dem zugewandten Längsrand 3 des jeweiligen Verkleidungselementes
2 zur Anlage, so daß das Verkleidungselement 2 an der jeweiligen Halteschiene 5 gehalten
wird. Die Halteklammer 6 kann also im Abstand zum Längsrand 3 mit der Halteschiene
5 in Eingriff gebracht werden, wonach sie in Richtung gemäß Pfeil 9 zum Verkleidungselement
2 hin verschoben wird, bis sie an diesem angreift. Da man die Halteklammer 6 gegen
den zugewandten Längsrand 3 des Verkleidungselementes schiebt, wird das Verkleidungselement
2 gegen das an der anderen Seite bereits montierte Verkleidungselement gedrückt und
gleichzeitig auch an der Halteschiene 5 gehalten.
[0013] Die Halteklammern 6 sind an den Halteschienen 5 einhängbar und weisen eine Rastpartie
10 auf, der im eingehängten Zustand mindestens eine an der jeweiligen Halteschiene
ausgebildete Reihe von Rasten zugeordnet und benachbart ist.
Zweckmäßigerweise handelt es sich um zwei solche Rastenreihen 11,12 mit aufeinanderfolgenden
Rasten 13 bzw. 14.
Dabei erfolgt die Zuordnung so, daß die eingehängte Halteklammer 6 mit ihrer Rastpartie
10 der Rastenreihe 11,12 entlang gegen den Längsrand 3 des Verkleidungselements 2
schiebbar und von den Rasten 13,14 in ihrer am Verkleidungselement anliegenden Gebrauchslage
gehalten wird.
[0014] Jede Rastenreihe 11,12 ist an einer Längskante 15 bzw. 16 eines sich in Schienenlängsrichtung
erstreckenden Halteschienen-Längsschlitzes 17 ausgebildet. Prinzipiell könnte nur
eine der Längsschlitz-Längskanten mit einer Rastenreihe versehen sein, des sicheren
Halts in der Gebrauchslage und einer gleichmäßigen Kraftaufnahme wegen ist es jedoch
vorteilhaft, daß beide Längsschlitz-Längskanten 15,16 jeweils eine Rastenreihe 11,12
aufweisen.
[0015] Damit die Halteklammern an jeder beliebigen Stelle der Halteschienen angebracht und
dann gegen das betreffende Verkleidungselement geschoben werden können, sollten sich
die Rastenreihen 11,12 über die gesamte Schienenlänge erstrecken. Ein einziger, sich
über die Schienenlänge erstreckender Halteschienen-Längsschlitz würde jedoch Stabilitätsprobleme
mit sich bringen. Daher sind beim zweckmäßigen Ausführungsbeispiel zwei parallele
Reihen 18,19 von mit Abstand aufeinander folgenden Längsschlitzen 17 (Fig. 1 wurde
der Übersichtlichkeit wegen nur bei einigen der Längsschlitzen die Bezugsziffer 17
eingetragen) vorhanden, wobei die Längsschlitzreihen 18,19 zur Überbrückung des Längsschlitzabstandes
längsversetzt zueinander angeordnet sind. Jeder einzelne dieser Längsschlitze 17 weist
die beiden Rastenreihen 11,12 auf, so daß an jeder Stelle der Halteschiene ein zum
Anbringen der jeweiligen Halteklammer geeigneter Längsschlitzbereich vorhanden ist.
Zwischen den einzelnen Längsschlitzen 17 der jeweiligen Längsschlitzreihe 18 bzw.
19 können, wie dargestellt, die Schraubenlöcher 8 oder entsprechende Nagellöcher angeordnet
sein. Die ausserdem dargestellten Nagellochreihen 7 erstrecken sich neben und zwischen
den Längsschlitzreihen 18,19.
[0016] Es versteht sich, daß man gegebenenfalls auch mehr als zwei Längsschlitzreihen 18,19
vorsehen kann.
[0017] Jede Rastenreihe 11,12 wird zweckmäßigerweise von einer Reihe von die Rasten 13,14
bildenden Rastzähnen od.dgl. Rastvorsprüngen gebildet, die man einstückig an die jeweilige
Halteschiene anformen kann. Im dargestellten Falle handelt es sich um einer Zahnstange
ähnliche Rastzahnreihen. Dabei sind die Rastzähne der Übersichtlichkeit wegen etwas
breiter als in Wirklichkeit gezeichnet. Dabei muß der Abstand zwischen den einzelnen
Rasten 13 bzw. 14 innerhalb jeder Rastenreihe größer sein als die Rastpartie 10 der
Halteklammern dick ist, so daß die Rastpartie in den Zwischenraum zwischen zwei Rasten
13 bzw. 14 paßt.
[0018] Die Halteschiene 5 ist ein Metallblechstanz- und -biegeteil. Dabei sind die Längsschlitze
17 so ausgestanzt, daß gleichzeitig die Rastenreihen 11,12 an ihren Längskanten 15,16
entstehen. Die den Längsschlitzen 17 entsprechenden Materialbereiche werden jedoch
nicht vollständig sondern nur entlang der Längskanten 15,16 der Längsschlitze geschnitten,
so daß sie an den Längsschlitzenden noch einstückig mit dem übrigen Schienenmaterial
zusammenhängen. Die Längsschlitze werden dadurch erhalten, daß man die genannten Materialbereiche
nach dem Anbringen der den Längskanten 15,16 entsprechenden Schnitte aus der Längsschlitzebene
wegbiegt, so daß sie einen den jeweiligen Längsschlitz 17 in Längsrichtung überbrückenden
Steg 20 bilden. Die Stege 20 sind zu der Schienenseite hin ausgebogen, die in Gebrauchslage
der Gebäudewand 1 zugewandt ist. Sie erhöhen die Schienenstabilität und verhindern
im Falle eines (noch zu beschreibenden) Ausschäumens der Halteschiene, daß sich die
Längsschlitze zusetzen.
[0019] Die Halteschienen 5 weisen einen U-ähnlichen Querschnitt mit in Gebrauchslage zur
Gebäudewand 1 gerichteten Schenkeln 21, 22 auf. Auch diese Maßnahme dient zur Erhöhung
der Schienenstabilität. Ausserdem erhalten auf diese Weise die Längsschlitze 17 einen
Abstand zur Gebäudewand, so daß genügend Platz für das Einhängen der Halteklammern
6 vorhanden ist.
[0020] Eine weitere zweckmäßige Maßnahme besteht darin, daß die in Gebrauchslage der Gebäudewand
zugewandte Schienenseite mit einem strichpunktiert angedeuteten Ausfüllkörper 23 versehen
ist, der zweckmäßigerweise, wie dargestellt, an der Gebäudewandseite vorsteht, so
daß die Halteschiene über diesen Ausfüllkörper an der Gebäudewand anliegt. Für den
Ausfüllkörper 23 ist als Herstellungsmaterial ein wärmedämmendes Material, insbesondere
Schaumstoff, vorgesehen. Dabei ist der Ausfüllkörper zweckmäßigerweise weichelastisch,
so daß sich seine vor die Schiene vorstehende Seite unabhängig von Wandunebenheiten
dicht an die Gebäudewand anlegen kann, so daß hier keine die Wärmedämmung beeinträchtigende
Hohlräume entstehen können. Besitzt die Schiene wie beim bevorzugten Ausführungsbeispiel
einen U-ähnlichen Querschnitt, füllt der Körper 23 den ganzen Querschnitt aus. Handelt
es sich um eingeschäumten Schaumstoff, wird der Schaumstoff von den abgebogenen Stegen
20 am Eindringen in die Längsschlitze 17 gehindert.
[0021] Wie bereits erwähnt, werden die Halteklammern 6 mit ihrer Rastpartie 10 mit den Rastenreihen
11,12 des jeweiligen Halteschienen-Längsschlitzes 17 verrastet. Zur einen Seite dieser
Rastpartie 10 weisen die Halteklammern 6 eine Hintergreifpartie 24 auf, die bei der
Montage in Schräglage durch den Halteschienen-Längsschlitz 17 hindurchgesteckt wird,
so daß sie anschließend im eingehängten Zustand, wenn sie in ihre zur Halteschiene
parallele Lage zurückgeschwenkt ist, die Halteschiene hintergreift. Die Hintergreifpartie
24 besitzt also eine mit Bezug auf die Breite b des Halteschienen-Längsschlitzes größere
Breite a, so daß sie nach ihrem Einhängen mit ihren Aussenrandbereichen unter die
Längskanten 15,16 des jeweiligen Längsschlitzes 17 zu liegen kommt, wie aus den Fig.
2 und 4 ersichtlich ist. Somit ist die Halteklammer 6 gegen ein Wegfallen von der
Halteschiene 5 gesichert.
[0022] Zur anderen Seite der Rastpartie 10 weist die Halteklammer 6 eine in Gebrauchslage
vor die Halteschiene 5 vorstehende und an dem Verkleidungselement 2 zur Anlage gelangende
Haltepartie 25 auf. Ferner ist die Anordnung in diesem Zusammenhang so getroffen,
daß die in Gebrauchslage parallel zur Längsschlitzbreite b gerichtete Breitenabmessung
c der Rastpartie 10 größer als die Längsschlitzbreite an den Stellen der Spitzen der
Rasten 13,14 ist. Beiderseits der Rastpartie 10 ist die Halteklammer 6 breiter als
die Rastpartiebreite c, so daß sich die Halteklammer im eingehängten Zustand weder
zur Gebäudewandhin noch von dieser weg in unerwünschtem Ausmaß bewegen kann.
[0023] Wie bereits erwähnt, wird die Hintergreifpartie 24 in Schräglage durch den betreffenden
Längsschlitz hindurchgesteckt. Dies erfolgt mit Abstand zum festzulegenden Verkleidungselement
2. Schiebt man die Halteklammer 6 dann zum Verkleidungselement 2 vor, rattert die
Rastpartie 10 bis kurz vor Erreichen des Verkleidungselements sozusagen über die beiden
Rastenreihen 11,12 hinweg, wozu sich die Halteklammer schrägstellen kann. Hat die
Halteklammer mit ihrer Haltepartie 25 den Längsrand 3 des Verkleidungselementes 2
erreicht, muß man nochmals gegen die Halteklammer drücken, so daß ihre Rastpartie
10 fest einrastet und die Haltepartie 25 flächig am Längsrand 3 anliegt. Dieses Eindrücken
in die Endlage erfolgt unter elastischem Ausweichen oder plastischem Ausweichen mit
elastischem Anteil entweder der betreffenden Rasten 13,14 oder der Rastpartie 10.
Eine hierbei evtl. auftretende plastische Verformung stört nicht, da man ja die einmal
hergestellte Verbindung nicht mehr lösen will.
[0024] Die dargestellte Halteklammer 6 weist zur Bildung der Rastpartie 10 vom Klammerrand
ausgehende Ausschnitte 26,27 auf. Die Längskanten 15,16 der Schienen-Längsschlitze
17 passen in diese Ausschnitte 26,27 hinein. Der Abstand zwischen den beiden Ausschnitten
26,27 entspricht der Rastpartiebreite c.
[0025] In Fig. 5 ist strichpunktiert angedeutet, daß neben der Rastpartie 10 eine weitere
Rastpartie 10' mit anderer Breite c' vorhanden sein kann, die wiederum durch entsprechende
Randausschnitte 26' und 27' begrenzt sein kann. Diese Rastpartie 10', deren Breite
c' größer als die Breite c der anderen Rastpartie 27 ist,
kann dann verwendet werden, wenn der Längsrand 3 des Verkleidungselements 2 nicht
genau rechtwinkelig zur Schienenlängsrichtung verläuft, so daß die Rastpartie 10'
dem Verlauf des Längsrandes 3 entsprechend etwas schräg im Schienenlängsschlitz 17
liegt.
[0026] Die Halteklammern 6 lassen sich besonders billig herstellen, wenn sie aus Flachmaterial,
insbesondere aus Metallblech, bestehen, wobei das Flachmaterial so liegt, daß sich
die Breitenabmessung c der Rastpartie 10 in der Fläche des Flachmaterials befindet.
Dabei werden die Halteklammern 6 von einem abgewinkelten Materialstreifen gebildet.
[0027] Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel stellt die Hintergreifpartie 24 ein in Gebrauchslage
parallel zur Schienenlängsrichtung gerichtetes Endstück 28 dar, von dem ein Haltepartieschenkel
29 L-artig hochsteht, der mit seinem dem Endstück 28 zugewandten Endbereich die Rastpartie
10 bildet.
Beim Ausführungsbeispiel erstreckt sich das die Hintergreifpartie 24 bildende Endstück
28 von der Rastpartie 10 aus gesehen in Gebrauchslage in Richtung vom VerkleidungselementLängsrand
3 weg. Der Haltepartieschenkel 29 kann, wie aus den Fig. 2 und 3 hervorgeht, am Längsrand
3 des Verkleidungselements anliegen.
[0028] Die Verkleidungselemente 2 sind an ihren Längsrändern 3 und 4 so ausgebildet, daß
sie mit ihren Längsrändern nach Art einer Nut/Feder-Verbindung ineinander steckbar
sind.
Hierzu weist der eine Längsrand 3 eine Stecknut 30 und der andere Längsrand 4 einen
in die Stecknut 30 passenden Steckvorsprung 31 auf. In einem solchen Falle können
die Halteklammern 6 in die zugewandte Stecknut 30 des jeweiligen Verkleidungselements
2 eingreifen und die die Stecknut 30 zur Gebäudewand 1 hin begrenzende Nutwange 32
gegen die Halteschiene 5 halten. Zu diesem Zwecke ist die Haltepartie 25 stufenförmig
abgewinkelt und enthält den der zum Längsrand 3 gehörenden Stirnseite der Nutwange
32 vorgelagerten, der Hintergreifpartie 24 zugewandten Schenkel 29 sowie einen auf
diesen L-ähnlich folgenden, in die Stecknut 30 der Nutwange 32 entlang eingreifenden
Schenkel 33. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß in der Gebrauchslage die Nutwange
32 zwischen diesem Schenkel 33 und der Halteschiene 5 sozusagen eingeklemmt ist. In
diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig, daß der Winkel α zwischen dem stirnseitigen
Schenkel 29 und dem nutwangenseitigen Schenkel 33 kleiner als 90° ist, so daß die
Haltepartie 25 unter elastischem Aufweiten des Winkels α auf die Nutwange 32 aufschiebbar
ist.
In der Gebrauchslage drückt der Schenkel 33 dann mit entsprechend großer elastischer
Kraft gegen die Nutwange 32.
[0029] Auf den der Nutwange 32 entlang verlaufenden Schenkel 33 kann noch ein wiederum L-ähnlich
abgewinkelter, an dem Nutgrund 34 zur Anlage gelangender nutgrundseitiger Schenkel
35 folgen.
[0030] In Fig. 3 ist noch eine Variante angedeutet, daß die Haltepartie 25, zweckmäßigerweise
ihr nutgrundseitiger Schenkel 35, in das Material des Verkleidungselements 2 eindringende
Verankerungsvorsprünge 36 aufweisen kann. Die Verankerungsvorsprünge 36 können einfach
aus dem Halteklammermaterial herausgebogen sein.
[0031] Die Haltepartie 25 der Halteklammern ist so dünnwandig und besitzt einen solchen
Verlauf, daß das dichte Zusammenstecken der Verkleidungselemente nicht behindert wird.
Dies läßt sich auch durch eine angepaßte Querschnittsgestalt der Längsränder 3,4 erreichen.
[0032] Die Verkleidungselemente 2 bestehen, wie schon erwähnt, bevorzugt aus wärmedämmendem
Material, so insbesondere im wesentlichen aus einem Schaumstoff wie Polyurethan mit
spröder Konsistenz. Um nun zu vermeiden, daß in der Ebene der Halteschienen 5 Lufträume
zwischen der Gebäudewand und den Verkleidungselementen entstehen, kann man die Verkleidungselemente
an ihrer in Gebrauchslage der Gebäudewand zugewandten Seite mit einer in Fig. 2 strichpunktiert
angedeuteten Weichschaumstofflage 37 versehen, in die sich die betreffende Halteschiene
5 eindrückt, so daß sie diese umschmiegt und beiderseits der Schiene gegen die Gebäudewand
1 gedrückt ist. Die Weichschaumstofflage füllt auf diese Weise nicht nur den Abstand
zwischen der Gebäudewand und den Verkleidungselementen aus sondern paßt sich gleichzeitig
auch Wandunebenheiten an, so daß man zusammen mit dem Füllkörper 23 der Halteschienen
eine ganzflächige Gebäudewandanlage und somit sozusagen einen Vollwärmeschutz ohne
irgend einen Luftzwischenraum erhält.
1. Befestigungsvorrichtung für eine aus entlang ihren Längsrändern aneinander stossenden
Verkleidungselementen wie Platten, Kassetten, Paneele od.dgl. gebildete Gebäudewandverkleidung,
insbesondere für Aussenfassaden, dadurch gekennzeichnet, daß sie an der Gebäudewand
(1) zu befestigende, in Gebrauchslage zwischen der Gebäudewand (1) und den Verkleidungselementen
(2) quer zu deren Längsrändern (3,4) verlaufende Halteschienen (5) sowie an den Halteschienen
(5) in Schienenlängsrichtung verstellbar festlegbare und dabei an dem zugewandten
Längsrand (3) des jeweiligen Verkleidungselements (2) zur Anlage gelangende und das
Verkleidungselement (2) an der jeweiligen Halteschiene (5) haltende Halteklammern
(6) aufweist.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteklammern
(6) an den Halteschienen (5) einhängbar sind und eine Rastpartie (10) aufweisen, der
im eingehängten Zustand mindestens eine an der jeweiligen Halteschiene (5) ausgebildete
Reihe (11,12) von Rasten (13,14) benachbart ist, derart, daß die eingehängte Halteklammer
(6) mit ihrer Rastpartie (10) der Rastenreihe (11,12) entlang gegen den Längsrand
(3) der Verkleidungselements (2) schiebbar und von den Rasten (13,14) in ihrer am
Verkleidungselement (2) anliegenden Gebrauchslage gehalten wird.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Rastenreihe
(11,12) an einer Längskante (15,16) eines sich in Schienenlängsrichtung erstreckenden
Halteschienen-Längsschlitzes (17) ausgebildet ist.
4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide Längsschlitz-Längskanten
(15,16) eine Rastenreihe (11,12) aufweisen.
5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteschienen
(5) mindestens zwei parallele Reihen (18,19) von mit Abstand aufeinanderfolgenden
Längsschlitzen (17) aufweisen, wobei die Längsschlitzreihen (18,19) zur Überbrückung
des Längsschlitzabstandes längsversetzt zueinander angeordnet sind.
6. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Rastenreihe (11,12) von einer Reihe von Rastzähnen od.dgl. Rastvorsprüngen
gebildet wird.
7. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastzähne
od.dgl. Rastvorsprünge einstückig an die jeweilige Halteschiene (5) angeformt sind.
8. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteschienen (5) einen U-ähnlichen Querschnitt mit in Gebrauchslage zur Gebäudewand
(1) gerichteten Schenkeln (21,22) aufweisen.
9. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteschienen
(5) Metallblechstanz- und -biegeteile sind.
10. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die in
Gebrauchslage der Gebäudewand (1) zugewandte Schienenseite mit einem zweckmäßigerweise
weichelastischen Ausfüllkörper (23), insbesondere aus Schaumstoff, versehen ist, der
zweckmäßigerweise an der Gebäudewandseite vorsteht.
11. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteklammern (6) einerseits der Rastpartie (1o) eine an der Halteschiene
(5) unter Hindurchstecken durch den mit der mindestens einen Rastenreihe (11,12) versehenen
Längsschlitz (17) einzuhängende und im eingehängten Zustand die Halteschiene (5) hintergreifende
Hintergreifpartie (24) und andererseits der Rastpartie (10) eine in Gebrauchslage
vor die Halteschiene (5) vorstehende, an dem Verkleidungselement (2) zur Anlage gelangende
Haltepartie (25) aufweisen, wobei die in Gebrauchslage parallel zur Längsschlitzbreite
b gerichtete Breitenabmessung c der Rastpartie 10 größer als die Längsschlitzbreite
an den Stellen der Rastenspitzen ist.
12. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Rastpartien
(1o,1o') unterschiedlicher Breite (c,c') nebeneinander angeordnet sind.
13. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Halteklammern (6) zur Bildung der mindestens einen Rastpartie (10) vom Klammerrand
ausgehende Ausschnitte (26,27) aufweisen.
14. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteklammern (6) aus Flachmaterial, insbesondere aus Metallblech, bestehen,
wobei die Breitenabmessung (c) der Rastpartie (10) in der Fläche des Flachmaterials
liegt.
15. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteklammern
(6) von einem abgewinkelten Materialstreifen gebildet werden.
16. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hintergreifpartie (24) von einem in Gebrauchslage parallel zur Schienenlängsrichtung
gerichteten Endstück (28) gebildet wird, von dem ein mit seinem dem Endstück (28)
zugewandten Endbereich die Rastpartie (10) bildender Haltepartieschenkel (29) L-artig
hochsteht.
17. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16 für Verkleidungselemente
mit einer Stecknut am einen Längsrand und einem Steckvorsprung am anderen Längsrand,
so daß die Verkleidungselemente an ihren Längsrändern einander steckbar sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halteklammern (6) in ihrer Gebrauchslage in die zugewandte
Stecknut (30) des jeweiligen Verkleidungselements (2) eingreifen und die gebäudewandseitige
Nutwange (32) gegen die Halteschiene (5) halten.
18. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltepartie
(25) eine stufenförmig abgewinkelte Gestalt mit einem der Stirnseite der Nutwange
(32) vorgelagerten, der Hintergreifpartie (24) zugewandten Schenkel (29) und einem
auf diesen L-ähnlich folgenden, in die Stecknut (30) der Nutwange (32) entlang eingreifenden
Schenkel (33) aufweist.
19. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel (α)
zwischen dem stirnseitigen und dem nutwangenseitigen Schenkel (29,33) kleiner als
90° ist, so daß die Haltepartie (25) unter elastischem Aufweiten des Winkels (α) auf
die Nutwange (32) aufschiebbar ist.
20. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß auf
den der Nutwange (32) entlang verlaufenden Schenkel (33) ein L-ähnlich abgewinkelter,
an dem Nutgrund (34) der Stecknut (3o) zur Anlage gelangender nutgrundseitiger Schenkel
(35) folgt.
21. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 20, dadurch gekennzeichnet,
daß die Haltepartie (25), zweckmäßigerweise ihr nutgrundseitiger Schenkel (35), in
das Material des Verkleidungselements (2) eindringende Verankerungsvorsprünge (36)
aufweist.