| (19) |
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(11) |
EP 0 551 252 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.06.1995 Patentblatt 1995/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.09.1990 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B04B 3/02 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP9001/617 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9204/982 (02.04.1992 Gazette 1992/08) |
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| (54) |
STÜLPFILTERZENTRIFUGE
REVERSE FILTER CENTRIFUGAL MACHINE
CENTRIFUGEUSE A FILTRE RETOURNE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI LU NL SE |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.07.1993 Patentblatt 1993/29 |
| (73) |
Patentinhaber: HEINKEL INDUSTRIEZENTRIFUGEN GMBH & CO. |
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D-74321 Bietigheim-Bissingen (DE) |
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Erfinder: |
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- GERTEIS, Hans
D-7120 Bietigheim-Bissingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hoeger, Stellrecht & Partner |
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Uhlandstrasse 14 c 70182 Stuttgart 70182 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 740 411 DE-C- 3 916 266
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DE-B- 1 205 461
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Stülpfilterzentrifuge mit einer in einem Gehäuse freitragend
drehbar gelagerten, radiale Filtratdurchlässe aufweisenden, mit Über- oder Unterdruck
beaufschlagbaren Trommel, mit einem die freie Stirnseite der Trommel verschließenden
Deckel, wobei Trommel und Deckel relativ zueinander axial verschieblich sind, mit
einer am Deckel vorgesehenen Einfüllöffnung für zu filtrierende Suspension und mit
einem die Einfüllöffnung abgedichtet durchdringenden Füllrohr.
[0002] Bei einer bekannten Stülpfilterzentrifuge dieser Art (DE 37 40 411 A1) ist zwischen
dem stationären Füilrohr und der Einfüllöffnung des Deckels eine kombinierte Dreh-
und Gleitdichtung angeordnet, die es gestattet, in der Trommel mit Druck- oder Unterdruck
zu arbeiten. Die kombinierte Dreh- und Gleitdichtung, die unmittelbar in der Einfüllöffnung
des Deckels angeordnet ist, hat den Nachteil, daß wegen der unvermeidlichen schleifenden
Dichtelemente ein starker Abrieb im Bereich der Trommel entsteht, der leicht zu unerwünschten
Verunreinigungen des filtrierten Produktes führen kann. Da die Trommel im Filtrierbetrieb
mit sehr hoher Umdrehungszahl umläuft, entsteht ein erheblicher Abrieb, der zu erheblichen
Verunreinigungen Anlaß gibt.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Stülpfilterzentrifuge so zu verbessern,
daß eine Abrieb verursachende kombinierte Dreh- und Gleitdichtung im Bereich der Einfüllöffnung
der Trommel entfallen kann.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Füllrohr um seine Längsachse
drehbar gelagert und zusammen mit der Trommel um diese Achse in Umlauf versetzbar
ist.
[0005] Da nach dem allgemeinen Erfindungskonzept Füllrohr und Trommel synchron umlaufen,
braucht an der von dem Füllrohr durchdrungenen Einfüllöffnung des Trommeldeckels lediglich
eine einfache Abdichtung ohne schleifende Dichtelemente vorgesehen zu werden. Hierdurch
ist ein zu Verunreinigungen Anlaß gebender Abrieb vollkommen vermieden.
[0006] Die nachstehende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im
Zusammenhanng mit beiliegender Zeichnung der weiteren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Teilschnittansicht einer Stülpfilterzentrifuge;
- Figur 2
- eine vergrößerte Einzelansicht im Bereich A der Figur 1 und
- Figur 3
- eine schematische und vergrößerte Teilschnittansicht einer gegenüber Figur 1 abgewandelten
Ausführungsform einer Stülpfilterzentrifuge.
[0007] Die in Figur 1 schematisch dargestellte Stülpfilterzentrifuge umfasst ein die gesamte
Maschine dicht umschließendes Gehäuse 1, in dem auf einem stationären Maschinengestell
2 eine Hohlwelle 3 in Lagern 4 drehbar gelagert ist. Das ( nicht dargestellte ) in
Figur 1 rechts gelegene, über ein entsprechendes Lager 4 hinausragende Ende der Hohlwelle
3 ist mit einem ( ebenfalls nicht dargestellten ) Antriebsmotor verbunden, über welchen
die Hohlwelle 3 in raschen Umlauf versetzbar ist.
[0008] Im Inneren der Hohlwelle 3 ist axial verschiebbar eine Welle 5 angeordnet, die mit
der Hohlwelle 3 drehfest verbunden ist. Die Welle 5 läuft somit gemeinsam mit der
Hohlwelle 3 um, ist in dieser jedoch axial verschieblich.
[0009] An dem in Figur 1 links gelegenen, über das Lager 4 hinausragenden Ende der Hohlwelle
3 ist freitragend und drehfest eine topfförmige Schleudertrommel 7 mit ihrem Boden
8 angeflanscht. An ihrer kreiszylindrischen Seitenwand 9 weist die Trommel 7 radial
verlaufende Durchlaßöffnungen 11 auf. An ihrer dem Boden 8 gegenüberliegenden Stirnseite
ist die Trommel 7 offen. An dem diese offene Stirnseite umgebenen, flanschartigen
Öffnungsrand 12 ist mittels eines Halterings 13 der eine Rand 14 eines im wesentlichen
schlauchförmig ausgebildeten Filtertuch 15 dicht eingespannt. Der andere Rand 16 des
Filtertuchs 15 ist in entsprechender Weise dicht mit einem Bodenstück 17 verbunden,
welches starr mit der verschiebbaren den Boden 8 frei durchdringenden Welle verbunden
ist. Das Filtertuch 15 überdeckt die von den Durchlaßlaßöffungen 11 gebildeten Filtratdurchlässe.
[0010] An dem Bodenstück 17 ist über starre Stehbolzen 18 unter Freilassung eines Zwischenraumes
ein Schleuderraumdeckel 19 starr befestigt, der den Schleuderraum der Trommel 7 durch
Auflage an deren Öffnungsrand dicht verschließt und gemeinsam mit dem Bodenstück 17
durch axiales Herausschieben der Welle 5 aus der Hohlwelle 3 von der Trommel 7 frei
abgehoben werden kann. Bei einer anderen Ausführungsform kann zu dem gleichen Zweck
auch die Trommel 7 relativ zu dem dann stationären Deckel 19 axial verschieblich sein.
[0011] An der in Figur 1 links gelegenen Vorderseite der Stülpfilterzentrifuge ist ein Füllrohr
21 angeordnet, welches zum Zuführen einer in ihre Feststoff- und Flüssigkeitsbestandteil
zu zerlegenden Suspension in den Schleuderraum der Trommel 7 dient. Hierzu weist der
Deckel 19 der Trommel 7 eine zentrale Einfüllöffnung 22 auf, durch welche hindurch
das freie Ende des Füllrohrs 21 in das Trommelinnere eintritt, und zwar auch dann,
wenn der Deckel 19 geschlossen ist.
[0012] Wie in Figur 1 links dargestellt, ist das Füllrohr 21 in einem stationären, fest
mit dem Gehäuse 1 verbundenen, jedoch außerhalb dieses Gehäuses gelegenen Lagerblock
23 mit Hilfe von Drehlagern 24 freitragend und um seine Längsachse drehbar gelagert.
Über einen vorzugsweise als Elektromotor ausgebildeten Antriebsmotor 25, einen Riemen
26 und eine drehfest auf dem Füllrohr 21 sitzende Riemenscheibe 27 kann das Füllrohr
21 um seine Längsachse, die mit der Drehachse der Trommel 7 ausgefluchtet ist, in
Rotation versetzt werden.
[0013] Übliche Wellendichtungen 28 dichten die Außenseite des Füllrohrs 21 im Lagerblock
23 ab. Der Lagerblock 23 weist eine mit einer Rohrleitung verbindbare Einlaßöffnung
29 auf, über welche zu filtrierende Suspension eingeleitet werden kann. Aus der Einfüllöffnung
29 gelangt die Suspension unmittelbar in das Füllrohr 21 und von da in die Trommel
7.
[0014] Wie am besten aus der vergrößerten Darstellung der Figur 2 ersichtlich, ist in den
Deckel 19 der Trommel 7 zentral und koaxial zur Drehachse der Trommel eine Buchse
31 fest eingesetzt, die zusammen mit der Trommel umläuft. In der Nähe des freien Endes
des Einfüllrohres 21 ist innerhalb einer flachen Aussparung des Rohrendes eine ringförmig
geschlossene, elastische Membran 32 angeordnet. Über eine in der Wand des Füllrohres
21 verlaufende Leitung 33 kann zwischen die Membran und die im Bereich der Membran
gelegene Außenwand des Füllrohres 21 ein pneumatisches oder hydraulisches Druckmedium
eingeführt werden. Unter dem Druck des Mediums stülpt sich die Membran 32 radial nach
außen und legt sich ringsum an die Innenwand der Buchse 31 an, so daß zwischen Füllrohr
21 und Deckel 19 der Trommel 8 eine vollkommene druckfeste Abdichtung entsteht. Wie
aus Figur 1 ersichtlich, mündet die Leitung 33 in eine ringförmige Ausnehmung 34 des
Lagerblocks 23, in die über einen Kanal 35 das erwähnte Druckmedium für die Membran
32 eingeleitet werden kann.
[0015] In Figur 1 ist die Membran 32 im ausgestülpten Zustand dargestellt, in welchem sie
gegen die Buchse 31 abdichtet. Die Figur 2 zeigt oben den gleichen Zustand der Membran
32. In Figur 2 unten ist die Membran in ihrem entspannten drucklosen Zustand gezeigt,
in welchem sie aufgrund ihrer Elastizität glatt in die erwähnte Aussparung am Ende
des Rohres 21 zurückgezogen ist, so daß zwischen der Hülse 31 und der Membran 32 ringsum
ein Abstand verbleibt, der es gestattet, den Deckel 19 frei über das Füllrohr 21 zu
verschieben.
[0016] Wie aus Figur 1 hervorgeht, ist zwischen den beiden Wellendichtungen 28 im Lagerblock
23 eine weitere Aussparung 36 mit Auslaßkanal 37 vorgesehen. Über diese Aussparung
36 und diesen Kanal 37 kann notfalls Suspension, welche während des Einfüllvorgangs
in geringer Menge hinter die in Figur 1 links gelegene Wellendichtung 28 gelangt ist,
ins Freie abgeführt werden.
[0017] Das Füllrohr 21 ist, wie dargestellt, über seine ganze Länge hinweg von einer Rohrleitung
38 durchdrungen, welche starr mit dem Lagerblock 23 verbunden ist, also während der
Rotation des Füllrohres 21 stationär verharrt. Die Rohrleitung 38 kann am Lagerblock
23 mit einer Über- oder Unterdruckquelle verbunden werden, so daß im Inneren der geschlossenen
Trommel 7 ein Über- oder Unterdruck erzeugt werden kann, gegen den, wie bereits ausgeführt,
die von der Buchse 31 und der Membran 32 gebildete Dichtung abdichtet.
[0018] Da das Füllrohr 21 wegen seiner Drehlagerung im Lagerblock 23 zusammen mit der Trommel
7 synchron in Umlauf versetzbar ist, entsteht im Bereich der Einfüllöffnung 22 keine
Reibung zwischen Füllrohr 21 und Trommel 7. Das somit auch die Buchse 31 und die Membran
32 synchron rotieren entsteht dort kein Schleifabrieb, welcher zu einer Verunreinigung
der Suspension in der Trommel 7 führen könnte. Ein Abrieb könnte allenfalls in geringem
Maße an den Wellendichtungen 28 entstehen, er kann dort jedoch über die Ausnehmung
36 und den Kanal 37 ausgespült werden, ohne in die Trommel 7 zu gelangen.
[0019] Wenn die Trommel 7 geöffnet und dabei der Deckel 19 von der Trommel abgehoben und
in die in Figur 1 strichpunktiert dargestellte Stellung überführt wird, wird, wie
bereits erwähnt, die Membran 32 in ihre in Figur 2 unten dargestellte entspannte Position
verbracht, so daß der Deckel 19 frei und ohne Reibung über das Füllrohr 19 verschoben
werden kann. Das freie Ende des axial unverschieblichen Füllrohres 21 tritt dabei
in eine Bohrung 39 der Welle 5 ein. ( Die Bohrung 39 ist in Figur 1 aus Platzgründen
axial verkürzt dargestellt ).
[0020] Im Betrieb nimmt die beschriebene Stülpfilterzentrifuge zunächst die in Figur 1 gezeichnete
Stellung ein, in welcher über die mit Druckmedium beaufschlagte Membran 32 eine Dichtung
zwischen Deckel 19 und Füllrohr 21 hergestellt ist. Die verschiebbare Welle 5 ist
in die Hohlwelle 3 zurückgezogen, wodurch das mit der Welle 5 verbundene Bodenstück
17 in der Nähe des Bodens der Schleudertrommel 7 liegt und das Filtertuch 15 derart
in die Trommel eingestülpt ist, das es in deren Innerem liegt. Der Schleuderraumdeckel
19 hat sich dabei dicht auf den Öffnungsrand der Trommel 7 aufgelegt. Bei verhältnismäßig
langsam rotierender Trommel 7 wird über das Einfüllrohr 21 zu filtrierende Suspension
in den Schleuderraum der Trommel eingeführt. Nach Beendigung des Einfüllvorganges
wird die Trommel in relativ rasche Rotation versetzt. Die flüssigen Bestandteile der
Suspension treten durch die Öffnungen 11 der Trommel 7 hindurch und werden von einem
Prallblech 40 abgeleitet. Die Feststoffteilchen der Suspension werden vom Filtertuch
15 in Form des üblichen Filterkuchens aufgehalten.
[0021] Während des bei rascher Trommelrotation erfolgenden Filtriervorganges kann über die
Rohrleitung 38 ein Über- oder Unterdruck im Inneren der Trommel 7 erzeugt werden,
gegen welchen die von der Buchse 31 und der Membran 32 gebildete Dichtung abdichtet.
[0022] Nach Beendigung des Filtriervorganges wird bei relativ langsam rotierender Trommel
7 und nach Abschaltung der mit der Leitung 38 verbundenen Druck- oder Unterdruckquelle
sowie nach Öffnung des von der Buchse 31 und der Membran 32 gebildeten Abdichtverschlusses
( vgl. Figur 2 unten) die Welle 5 nach links verschoben, wodurch sich das Filtertuch
15, wie in Figur 1 strichpunktiert dargestellt, nach außen umstülpt und die an ihm
haftenden Feststoffteilchen nach auswärts in das Gehäuse 1 abgeschleudert werden.
In dieser geöffneten Stellung der Trommel 7 dringt das Füllrohr 21 frei an der entspannten
Membran 32 vorbei in die Bohrung 39 der Welle 5 ein.
[0023] Nach beendetem Abwurf der Feststoffteilchen wird die Stülpfilterzentrifuge durch
Zurückziehen der Welle 5 wieder in ihre geschlossene Betriebsstellung entsprechend
Figur 1 verbracht, wobei sich das Filtertuch 15 in entgegengesetzter Richtung zurückstülpt.
Auf diese Weise ist ein Betrieb der Zentrifuge mit ständig rotierender Schleudertrommel
7 möglich, wobei die Druckverhältnisse in der Trommel 7 beliebig eingestellt werden
können. Dabei sind im Bereich der Einfüllöffnung 22 des Deckels 19 keine schleifenden
Teile vorhanden, die einen Abrieb und damit Verunreinigungen der Suspension im Schleuderraum
der Trommel 7 erzeugen könnten.
[0024] Mit Hilfe des Motors 25, des Riemens 26 und der Riemenscheibe 27 kann das Füllrohr
21 vor dem Schließen des von der Buchse 31 und der Membran 32 gebildete Abdichtverschlusses
auf die gleiche Umdrehungszahl wie die Trommel gebracht werden, so daß auch während
des Schließens dieses Verschlusses, der zu einer drehfesten Verbindung zwischen Einfüllrohr
21 und Trommel 7 führt, kein unerwünschter Abrieb entstehen kann.
[0025] Der dargestellte Antrieb des Einfüllrohres 21 über den Motor 25 hat lediglich Symbolcharacter.
In der Praxis wird der synchrone Antrieb von Einfüllrohr 21 und Trommel 7 mit an sich
bekannten elektrischen oder mechanischen Mitteln realisiert, beispielsweise unter
Verwendung frequenzgeregelter Motoren mit gleicher Sollwertvorgabe.
[0026] Bei der dargestellten und beschriebenen Ausführungsform ist die ein Element des Abdichtverschlusses
der Einfüllöffnung 22 bildende Membran fest mit dem Füllrohr 21 verbunden. Alternativ
könnte eine mit einem Druckmedium beaufschlagbare Membran auch innerhalb der Einfüllöffnung
22 verlaufend fest mit dem Deckel 19 der Trommel verbunden sein, so daß sie sich bei
Beaufschlagung mit Druckmedium konzentrisch ringsum an die Außenwand des Einfüllrohres
21 anlegt. In diesem Falle muß die Zuführung des die Membran beaufschlagenden Druckmediums
über die Drucktrommel 7 erfolgen. Dies ist in Figur 1 durch einen gestrichelt dargestellten
Kanal 41 angedeutet, welcher durch die Welle 5, das Bodenstück 17, den Stehbolzen
18 und den Deckel 19 zur Membran hin verläuft.
[0027] Die der Erzeugung eines Über- oder Unterdrucks dienende Rohrleitung 38 im Inneren
des Füllrohres 21 kann durch eine Rohrleitung 42 ersetzt werden, welche in der Welle
5 ausgebildet und in Figur 1 ebenfalls gestrichelt angedeutet ist.
[0028] Die Figur 3 zeigt einen Lagerblock 43 einer abgewandtelten Ausführungform einer Stülpfilterzentrifuge,
wobei der Lagerblock 43 dem Lagerblock 23 in Figur 1 entspricht. Einander gleiche
Teile sind in Figur 1 und 3 mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0029] Wie in Figur 3 dargestellt, weist das Füllrohr 44 rückseitig einen Stirnflansch 45
auf. An die freie Endfläche des Flansches 45 kann eine ringförmige Membrandichtung
46 abdichtend angelegt werden werden, wenn diese Membrandichtung rückseitig über eine
im Lagerblock 43 ausgebildete Leitung 47 mit einem Druckmedium beaufschlagt wird.
Die Membrandichtung 46 ist ihrerseits ebenfalls in einer entsprechenden, zum Stirnflansch
45 hin offenen, ringförmigen Aussparung 48 des Lagerblocks 43 angeordnet.
[0030] Es hat sich gezeigt, daß ein ständig zusammen mit der Trommel 7 um seine Längsachse
rotierendes Füllrohr 44 unzweckmäßig sein kann, wenn sich bei besonders empfindlichen
Suspensionen deren Feststoffteilchen bereits während des Einfüllens der Suspension
in die Trommel 7 an der Wand des umlaufenden Füllrohres 44 absetzen können. In solchen
Fällen ist es günstig, das Füllrohr 44 während des Füllvorganges still zu setzen,
was bei weiter rotierender Trommel 7 ohne weiteres möglich ist, wenn die von der Buchse
31 und der Membran 32 gebildete Dichtung in der zuvor beschriebenen Weise geöffnet
wird. Bei stehendem Füllrohr 44 kann jedoch die elastische Membrandichtung 46 ohne
weiteres in Anlage an den Stirnflansch 45 gebracht werden. Auf diese Weise ist zuverlässig
verhindert, daß eingefüllte Suspension in den Bereich der wellendichtung 28 gelangt.
Wenn während des Filtriervorganges die von der Buchse 31 und der Membran 32 gebildete
Abdichtung geschlossen ist und das Füllrohr 44 gemeinsam mit der Trommel 7 umläuft,
befindet sich die Membrandichtung 46 im geöffneten, also vom Stirnflansch 45 des Füllrohres
abgelöstem Zustand, so daß kein unerwünschter Abrieb zwischen Membrandichtung 46 und
Füllrohr 44 auftreten kann.
[0031] Bei den beschriebenen Ausführungsformen von Stülpfilterzentrifugen sind die Abdichtungen
( Buchse 31, Membran 32; Dichtung 46 ) als Membrandichtungen ausgebildet. Es ist offensichtlich,
daß solche Membrandichtungen auch durch andere Verschlußelemente in Form pneumatisch
oder hydraulisch betätigbarer elastischer Quetschdichtungen, beispielsweise auch in
Schlauchform ersetzt werden können.
1. Stülpfilterzentrifuge mit einer in einem Gehäuse (1) freitragend drehbar gelagerten,
radiale Filtratdurchlässe (11) aufweisenden, mit Über- oder Unterdruck beaufschlagbaren
Trommel (7), mit einem die freie Stirnseite der Trommel verschließenden Deckel (19),
wobei Trommel und Deckel relativ zueinander axial verschieblich sind, mit einer am
Deckel vorgesehenen Einfüllöffnung (22) für zu filtrierende Suspension und mit einem
die Einfüllöffnung abgedichtet durchdringenden Füllrohr (21)dadurch gekennzeichnet, daß das Füllrohr (21) um seine Längsachse drehbar gelagert und zusammen mit der Trommel
(7) um diese Achse im Umlauf versetzbar ist.
2. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllrohr (21)
durch eine Antriebseinrichtung (25, 26, 27) im wesentlichen synchron zu der Trommel
(7) drehend antreibbar ist.
3. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung der
Abdichtung zwischen Einfüllöffnung (22) und Füllrohr (21) ein wahlweise zwischen einer
Offen- und Schließstellung hin- und her steuerbares Verschlußelement (32) angeordnet
ist.
4. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement
(32) mit dem Füllrohr (21) verbunden ist.
5. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 3 , dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußelement
eine pneumatisch oder hydraulisch betätigbare, elastische Quetschdichtung ist.
6. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet, daß die Quetschdichtung
als eine ringförmige Membran (32) ausgebildet ist.
7. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllrohr (21)
in einem mit Abstand von der Einfüllöffnung (22) außerhalb der Trommel (7) angeordneten
Lagerblock (23) drehbar gelagert ist.
8. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Lagerblock (23)
ein Abflußkanal (37) für ausleckende Suspension vorgesehen ist.
9. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Füllrohr
(44) und Lagerblock (43) ein wahlweise zwischen einer Offen- und einer Schließstellung
hin- und steuerbares Dichtelement (46) angeordnet ist, das bei nicht umlaufenden Füllrohr
(44) dieses gegen den Lagerblock (43) abdichtet.
10. Stülpfilterzentrifuge nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als steuerbares
Dichtelement eine elastische Membrandichtung (46) zwischen der der Einfüllöffnung
abgekehrten Stirnseite (45) des Füllrohres (44) und dem Lagerblock (43) angeordnet
ist.
1. A reversible-filter centrifuge having a drum (7) which is pivoted in a self-supporting
manner in a housing (1), comprises radial filtrate openings (11) and can be impinged
with over-pressure or under-pressure, having a lid (19) closing the free end side
of the drum, with the drum and lid being axially displaceable in relation to one another,
having a filling aperture (22) provided on the lid for suspension to be filtered and
having a filling pipe (21) penetrating the filling aperture in sealed manner,
characterised in that the filling pipe (21) is pivoted around its longitudinal axis and together with the
drum (7) can be brought to rotate around this axis.
2. A reversible-filter centrifuge according to Claim 1,
characterised in that the filling pipe (21) can be rotationally driven by a drive mechanism (25, 26, 27)
roughly synchronously to the drum (7).
3. A reversible-filter centrifuge according to Claim 1,
characterised in that to achieve the seal between filling aperture (22) and filling pipe (21) a closure
component (32) is provided which can be controlled to and fro as desired between an
open and closed position.
4. A reversible-filter centrifuge according to Claim 3,
characterised in that the closure component (32) is connected to the filling pipe (21).
5. A reversible-filter centrifuge according to Claim 3,
characterised in that the closure component is a pneumatically or hydraulically operated elastic squeezing
seal.
6. A reversible-filter centrifuge according to Claim 5,
characterised in that the squeezing seal is constructed as an annular membrane (32).
7. A reversible-filter centrifuge according to Claim 1,
characterised in that the filling pipe (31) is pivoted in a bearing block (23) disposed spaced from the
filling aperture (22) outside the drum (7).
8. A reversible-filter centrifuge according to Claim 7,
characterised in that an outlet duct (37) for leaking suspension is provided in the bearing block (23).
9. A reversible-filter centrifuge according to Claim 7,
characterised in that a sealing component (46), which can be controlled to and * as desired between an
open and a closed position, and which, when the filling pipe (44) does not rotate,
seals its from the bearing block (43), is disposed between filling pipe (44) and bearing
block (43).
10. A reversible-filter centrifuge according to Claim 9,
characterised in that an elastic membrane seal (46) is provided as the controllable sealing component between
the end side (45) of the filling pipe (44) remote from the filling aperture and the
bearing block (43).
1. Centrifugeuse à filtre retournable, comportant un tambour (7) qui est monté à rotation
et à portée libre dans un carter (1), présente des passages radiaux (11) de filtrat
et peut fonctionner en surpression ou en dépression, avec un couvercle (19) fermant
le côté frontal libre du tambour, le tambour et le couvercle pouvant être axialement
déplacés l'un par rapport à l'autre, avec une ouverture de remplissage (22) prévue
sur le couvercle pour la suspension à filtrer, et avec un tube de remplissage (21)
passant en étanchéité à travers cette ouverture de remplissage, caractérisée en ce
que le tube de remplissage (21) est monté pour tourner autour de son axe longitudinal,
et ledit tube peut être mis en rotation autour de cet axe conjointement avec le tambour
(7).
2. Centrifugeuse à filtre retournable selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un
dispositif d'entraînement (25, 26, 27) permet d'entraîner en rotation le tube de remplissage
(21) sensiblement en synchronisme avec le tambour (7).
3. Centrifugeuse à filtre retournable selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'afin
d'obtenir l'étanchement nécessaire, un élément d'obturation (32), qui peut être sélectivement
asservi, en va-et-vient, entre une position ouverte et une position fermée, est disposé
entre l'ouverture de remplissage (22) et le tube de remplissage (21).
4. Centrifugeuse à filtre retournable selon la revendication 3, caractérisée en ce que
l'élément d'obturation (32) est assemblé au tube de remplissage (21).
5. Centrifugeuse à filtre retournable selon la revendication 3, caractérisée en ce que
l'élément d'obturation est un joint d'étanchéité élastique déformable, à actionnement
pneumatique ou hydraulique.
6. Centrifugeuse à filtre retournable selon la revendication 5, caractérisée en ce que
le joint d'étanchéité déformable est réalisé sous la forme d'une membrane annulaire
(32).
7. Centrifugeuse à filtre retournable selon la revendication 1, caractérisée en ce que
le tube de remplissage (21) est monté à rotation dans un bloc de palier (23) disposé
à l'extérieur du tambour (7) à distance de l'ouverture de remplissage (22).
8. Centrifugeuse à filtre retournable selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'un
canal d'évacuation (37) pour la suspension à évacuer est prévu dans le bloc de palier
(23).
9. Centrifugeuse à filtre retournable selon la revendication 7, caractérisée en ce qu'un
élément d'étanchéité (46), qui peut être sélectivement asservi, en va-etvient, entre
une position ouverte et une position fermée, est disposé entre le tube de remplissage
(44) et le bloc de palier (43), lequel élément assure l'étanchéité du tube de remplissage
(44) dans le bloc de palier (43) lorsque le tube de remplissage (44) ne tourne pas.
10. Centrifugeuse à filtre retournable selon la revendication 9, caractérisée en ce qu'un
joint d'étanchéité élastique à membrane (46) est prévu comme élément d'étanchéité
pouvant être asservi, ledit joint étant disposé entre le bloc de palier (43) et le
côté frontal (45) du tube de remplissage (44) qui est opposé à l'ouverture de remplissage.

