[0001] Die Erfindung betrifft ein Fußgestell für einen Schreib-, Labor- oder Arbeitstisch,
insbesondere einen höhenverstellbaren Tisch, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Ein derartiges Fußgestell ist aus dem DE-GM 91 02 471.4 bekannt.
[0003] Bei Schreib-, Labor- oder Arbeitstischen ist es generell wünschenswert, bereits bestehende,
d. h. sich in Gebrauch befindliche Tische nachrüsten zu können derart, daß die Funktionalität
des Tisches und damit die Qualität des hiermit ausgestatteten Arbeitsplatzes erhöht
wird. Hierzu ist es beispielsweise bekannt, sogenannte Monitor- oder Bildschirmarme
an der Tischplatte zu befestigen, um den Bildschirm des Arbeitsplatzcomputers von
der Arbeitsfläche der Tischplatte weg in eine darüberliegende Ebene anheben zu können,
so daß einerseits die zur Verfügung stehende Arbeitsfläche vergrößert wird und andererseits
der Bildschirm leichter auf die jeweiligen Gegebenheiten, beispielsweise seitlichen
Lichteinfall oder dergleichen angepaßt werden kann.
[0004] In leichterer Bauweise sind derartige Schwenkarme auch zur Halterung des Telefonapparates
oder zur Aufnahme von Ablagefächern bekannt.
[0005] Weiterhin ist es bekannt, eine gegebenenfalls bereits schon vorhandene Rückwand an
dem Schreibtisch über die Ebene der Tischplatte hinaus hochzuziehen und an dieser
Rückwand Ablagefächer oder dergleichen vorzusehen.
[0006] Die mit diesen bekannten Aufrüst- oder Nachrüstmöglichkeiten zur Verfügung stehenden
Möglichkeiten sind gleichwohl immer noch hinsichtlich Funktionalität, Anpassungsfähigkeit
und Ablagemöglichkeiten unbefriedigend. Im Zuge der seit einigen Jahren stattfindenden
Umstellung oder Modernisierung der Büros dergestalt, daß an jedem Arbeitsplatz ein
eigener PC-Rechner mit Laufwerk und Recheneinheit und gegebenenfalls Arbeitsplatzdrucker,
Scanner, CD-ROM und dergl. vorgesehen ist, ergeben sich weitere Platzprobleme, da
neben dem Bildschirm und der Tastatur nun auch eine Recheneinheit mit dem PC-Laufwerk
und unter Umständen noch ein Arbeitsplatzdrucker und weitere Peripheriegeräte möglichst
platzsparend und dennoch ergonomisch im Bereich des Tisches untergebracht werden müssen.
Das Aufstellen von Bildschirm, Recheneinheit und ggf. Drucker auf dem Tisch ist aus
Platzgründen zumeist nicht realisierbar, selbst dann, wenn der Bildschirm mittels
eines Monitorarmes von der Tischplatte weg in eine andere Ebene gebracht wird.
[0007] Es ist bekannt, die Recheneinheit seitlich neben dem Tisch hochkant im Bereich der
seitlichen Stützbeine oder Gestellteile des Tischuntergestells auf dem Boden abzustellen.
Hierdurch sind zwar die Platzprobleme auf der Tischplatte im wesentlichen beseitigt,
die direkt auf dem Boden stehende Recheneinheit ist jedoch bei dieser Art der Anordnung
Gefahren durch statische Aufladung über den Bodenbelag, durch Staub oder durch rein
mechanische Beschädigungen ausgesetzt.
[0008] Schließlich wäre es noch denkbar, unter der bereits vorhandenen Tischplatte eine
zusätzliche Platte zu installieren, welche dann die Recheneinheit, ggf. den Drucker
mit dem entsprechenden Papiervorrat und dergleichen aufnehmen kann. Durch eine derartige
Zusatzplatte unter der bereits vorhandenen Tischplatte leidet jedoch die Beinfreiheit
und somit der Sitzkomfort an dem Tisch und auch vom ästhetischen Standpunkt aus ist
eine derartige zusätzliche Platte zumeist störend.
[0009] Allgemein gesagt ist es abgesehen von den sich ergebenden Platzproblemen bei der
Auf- oder Nachrüstung von Arbeitstischen mit PC-Workstations generell erstrebenswert,
möglichst umfangreiche und variable Stau- und Ablageräume im Bereich des Schreib-,
Labor- oder Arbeitstisches zu haben. Hierzu ist es bekannt, im Bereich der Gestellteile,
d. h. der Tischbeine des Tisches nachträglich Bohrungen anzubringen, welche zur Befestigung
von zusätzlichen seitlichen Ablageplatten, Ablagekörben oder dergleichen dienen. Bei
höhenverstellbaren Tischen, d. h. bei Tischen, bei denen ein bodenseitiges festes
Gestellteil ein in Vertikalrichtung verstellbar geführtes bewegliches Gestellteil
lagert, verbieten sich jedoch derartige Bohrungen zur Aufnahme von Befestigungsschrauben,
da hierdurch die Verstellbewegung des beweglichen Gestellteils gegenüber dem festen
Gestellteil zur Höheneinstellung der Tischplatte behindert oder gar unmöglich gemacht
werden würde. Weiterhin müßte in jedem Fall - um möglichst variable Befestigungsmöglichkeiten
bieten zu können - eine Vielzahl von derartigen Bohrungen im Gestellteil angebracht
werden, was vom ästhetischen Standpunkt her nachteilig ist. Schließlich ist das nachträgliche
Anbohren von Gestellen insbesondere dann sehr aufwendig, wenn im Inneren des Gestells
Kabel oder Signalleitungen zur Elektrifizierung des Arbeitstisches verlaufen. Aus
Sicherheitsgründen müssen diese Kabel oder Leitungen vor dem Anbohren des Gestells
aufwendig entfernt und anschließend wieder verlegt werden.
[0010] Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fußgestell für einen
Schreib-, Labor- oder Arbeitstisch derart auszubilden, daß ein hiermit ausgestatteter
und damit höhenverstellbarer Tisch einfach aber dennoch funktionell und sowohl vom
ergonomischen als auch designerischen Gesichtspunkt her mit unterschiedlichsten Stau-
oder Ablagemöglichkeiten nachrüstbar ist.
[0011] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen
Merkmale.
[0012] Gemäß der vorliegenden Erfindung ist somit ein Fußgestell für einen Schreib-, Labor-
oder Arbeitstisch, mit einem bodenseitigen festen Gestellteil und einem hierin in
Vertikalrichtung verstellbar geführten beweglichen Gestellteil, welches an seinem
oberen freien Ende im wesentlichen horizontal verlaufende Trägerschienen zur Unterstützung
einer Tischplatte trägt, dadurch gekennzeichnet, daß an dem festen Gestellteil in
der Austrittsebene des beweglichen Gestellteils aus dem festen Gestellteil Anschlagepunkte
für wenigstens ein in Vertikalrichtung lagefixiertes Aufrüst-Grundelement nachrüstbar
sind.
[0013] Wird erfindungsgemäß das wenigstens eine in Vertikalrichtung lagefixierte Aufrüst-Grundelement
an dem festen Gestellteil in der Austrittsebene des beweglichen Gestellteils aus dem
festen Gestellteil heraus befestigt, wird zunächst die Verstellbewegung des beweglichen
Gestellteils in dem festen Gestellteil in keiner Weise behindert, da im Bereich des
festen Gestellteils keinerlei Bohrungen oder dergleichen nachträglich angebracht werden
müssen. Weiterhin liegt die Austrittsebene des beweglichen Gestellteils aus dem festen
Gestellteil im wesentlichen in der maximalen vertikalen Höhenerstreckung des festen
Gestellteils, so daß die gesamte vertikale Längenerstreckung des festen Gestellteils
zur Verfügung steht. Dies bedeutet wiederum, daß auch das an dem festen Gestellteil
lagefixierbare Aufrüst-Grundelement sich im wesentlichen über die gesamte vertikale
Höhenerstreckung des festen Gestellteils erstrecken kann, so daß die Anordnung von
weiteren Aufrüstelementen an den Aufrüst-Grundelementen in einer Vielzahl von jeweils
optimal anpaßbaren Höhenlagen erfolgen kann.
[0014] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0015] Gemäß Anspruch 2 sind die Anschlagepunkte beidseits des beweglichen Gestellteils
an dem festen Gestellteil ausgebildet. Die Kräfteverteilung wird hierdurch weitestgehend
symmetrisch, so daß die Gesamtstabilität des Tisches einerseits und die Gängigkeit
der Tischplatten-Höhenverstellung andererseits nicht beeinträchtigt werden.
[0016] Gemäß Anspruch 3 werden die Anschlagepunkte durch vertikal verlaufende Bolzen gebildet,
die in Haltelaschen an dem Aufrüst-Grundelement eingreifen. Der Eingriff zwischen
den Schraubbolzen und den Haltelaschen wird hierbei in einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung durch das obere freie Ende der Schraubbolzen
abdeckende Hutmuttern gesichert. Hierdurch wird eine zuverlässige Verbindung zwischen
den Anschlagepunkten an dem festen Gestellteil und dem wenigstens einen Aufrüst-Grundelement
gebildet.
[0017] Sind hierbei die Schraubbolzen gemäß Anspruch 4 in Aufnahmeelemente einführbar, welche
in dem festen Gestellteil angeordnet sind, wobei gemäß Anspruch 5 die Aufnahmeelemente
Stopfen aus beispielsweise GFK sind, die formschlüssig in entsprechenden Profilausnehmungen
des festen Gestellteils gehalten sind, lassen sich die Anschlagepunkte für das wenigstens
eine Aufrüst-Grundelement ohne irgendwelche aufwendigen Bohr- oder andere Montagearbeiten
an dem festen Gestellteil anbringen und somit auch besonders leicht nachrüsten.
[0018] Gemäß Anspruch 7 kann das Aufrüst-Grundelement eine vertikal und somit im wesentlichen
parallel zum festen Gestellteil verlaufende Hängeplatte sein. Durch die Ausbildung
des Aufrüst-Grundelements als plattenförmiges vertikal verlaufendes Bauteil lassen
sich an der Platte problemlos Bohrungen ausbilden, welche dann zur Befestigung der
eigentlichen Aufrüstelemente dienen. Durch die Ausbildung der Bohrungen in den Hängeplatten
wird die Gängigkeit der Verstellbewegung zwischen festem und beweglichem Gestellteil
in keinster Weise beeinflußt oder gar beeinträchtigt.
[0019] Die Hängeplatte läßt sich hierbei gemäß Anspruch 8 an der Außen- und/oder Innenseite
des festen Gestellteils anbringen, so daß die Variationsmöglichkeiten weiter erhöht
werden.
[0020] Gemäß Anspruch 9 kann das Aufrüst-Grundelement eine horizontal und senkrecht zum
festen Gestellteil verlaufende Tischplatte sein. Hierdurch ergibt sich eine parallel
zur bereits bestehenden Tischplatte des Tisches verlaufende zusätzliche seitliche
Tischplatte, welche beispielsweise zur Aufnahme eines Arbeitsplatzdruckers, von Ablagekörben
oder dergleichen dienen kann.
[0021] Wie bereits erwähnt, kann die vertikal verlaufende Hängeplatte gemäß Anspruch 7 mit
Lochungen zur Aufnahme von den eigentlichen Aufrüstelementen versehen sein. In besonders
vorteilhafter Weise ist hierbei gemäß Anspruch 10 die Lochung in einem Rastermaß ausgeführt.
[0022] Läßt sich gemäß Anspruch 11 ein weiteres Aufrüst-Grundelement an dem beweglichen
Gestellteil anordnen, wird die Funktionalität des so ausgestatteten Schreib-, Labor-
oder Arbeitstisches noch weiter erhöht, da dann zusätzlich zu den am festen Gestellteil
und somit vertikal unbeweglichen Aufrüst-Grundelementen noch ein zusammen mit dem
beweglichen Gestellteil vertikal höhenverfahrbares zusätzliches Aufrüst-Grundelement
vorgesehen ist.
[0023] Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0024] Es zeigt:
- Fig. 1
- in perspektivischer auseinandergezogener Darstellung Ausgestaltungsmöglichkeiten der
vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- in Schnittdarstellung eine Draufsicht von oben auf eine mögliche Profilierung des
festen Gestellteils aus Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Schnitt entlang Linie III-III in Fig. 1 und somit eine Ansicht ähnlich der von
Fig. 2 zur Veranschaulichung von festem Gestellteil, hierin geführtem beweglichen
Gestellteil, sowie den in dem festen Gestellteil angeordneten Stopfen, welche zur
Anordnung der Anschlagepunkte dienen; und
- Fig. 4
- einen Schnitt entlang Linie IV-IV in Fig. 3.
[0025] Ein Fußgestell 2 gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt gemäß Fig. 1 im wesentlichen
ein bodenseitiges festes Gestellteil 4, sowie ein hierin vertikal beweglich oder verstellbar
geführtes bewegliches Gestellteil 6. An seinem oberen freien Ende trägt das bewegliche
Gestellteil 6 im wesentlichen horizontal verlaufende Trägerschienen 8 zur Unterstützung
einer in der Zeichnung nicht dargestellten Tischplatte des Tisches.
[0026] Hinsichtlich der genauen Ausbildung von festem Gestellteil 4, beweglichem Gestellteil
6 und den Trägerschienen 8 sei auf die DE-GbMs 91 02 472.2 und 91 02 471.4 verwiesen.
Auf diese Anmeldungen wird hier insoweit vollinhaltlich Bezug genommen.
[0027] Gemäß Fig. 1 ist das feste Gestellteil 4 an einer bodenseitigen Traverse 10 befestigt.
Die Befestigung zwischen festem Gestellteil 4 und bodenseitiger Traverse 10 ist vorteilhafterweise
verstellbar, wie dies aus dem DE-GbM 91 09 212.4 bekannt ist; auf diese Anmeldung
wird hier ebenfalls insoweit vollinhaltlich Bezug genommen.
[0028] Gemäß den Figuren 2 und 3 sind festes Gestellteil 4 und bewegliches Gestellteil 6
im Querschnitt derart profiliert, daß gemäß Fig. 3 das bewegliche Gestellteil 6 in
dem festen Gestellteil 4 durch eine gleitende Anlage mehrerer Oberflächenabschnitte
formschlüssig geführt ist. Weiterhin ist gemäß Fig. 2 das feste Gestellteil 4 im Bereich
seiner Außenseite 12 derart profiliert, daß nach Abdeckung der Außenseite 12 mit einer
Abdeckung 14 zwei Freiräume 16 und 18 verbleiben, welche als Kabelführungskanäle dienen.
[0029] Wie weiterhin aus Fig. 2 hervorgeht, ist das feste Gestellteil 4 im Bereich seiner
beiden vertikal verlaufenden Schmalseiten gemäß einer Ausgestaltungsmöglichkeit der
vorliegenden Erfindung halbrund konturiert. Durch diese halbrunde Konturierung der
beiden vertikalen Schmalseiten des festen Gestellteils 4 ergeben sich im Querschnitt
gemäß Fig. 2 halbkreisförmige Profilabschnitte 20 und 22. Wie am besten aus den Figuren
3 und 4 hervorgeht, dienen diese Profilabschnitte 20 und 22 zur Aufnahme entsprechend
ausgeformter Stopfen 24 und 26. Die Stopfen 24 und 26 sind somit in der Ausgestaltungsmöglichkeit
gemäß Fig. 2 und 3 im Querschnitt ebenfalls halbkreisförmig konturiert, wobei die
Abmessungen der Profilabschnitte 20 bzw. 22 und der Stopfen 24 bzw. 26 so gewählt
sind, daß letztere in den Profilabschnitten 20 und 22 leicht klemmend gehalten werden.
[0030] Selbstverständlich ist die Konturierung der Profilabschnitte 20 und 22 und damit
diejenige der Stopfen 24 und 26 nicht auf die dargestellte Halbkreisform beschränkt;
hiervon abweichende, z. B. halbovale, drei- oder mehreckige Profilierungen der Abschnitte
20 und 22 und der Stopfen 24 und 26 sind gleichermaßen möglich.
[0031] Der Stopfen 24 weist eine Durchgangsbohrung 28 und der Stopfen 26 eine Durchgangsbohrung
30 auf. Nach dem Einbringen der Stopfen 24 bzw. 26 in die Profilabschnitte 20 bzw.
22 verlaufen die Bohrungen 28 bzw. 30 im wesentlichen vertikal und somit im wesentlichen
senkrecht zu der Traverse 10 des festen Gestellteils 4. Wie am besten aus Fig. 4 hervorgeht,
dient jeder der Stopfen 24 und 26 bzw. jede der dortigen Bohrungen 28 bzw. 30 zur
Aufnahme eines Bolzens 32 bzw. 33. Die Durchmesser der Bolzen 32 und 33 sind hierbei
so gewählt, daß sie in der Bohrung 28 und der Bohrung 30 umfangsseitig leicht klemmend
gehalten sind, so daß durch Aufbringung eines entsprechenden Zuges oder Druckes auf
ein oberes freies Ende 34 des Bolzens 32 oder 33 dieser in der jeweiligen Bohrung
28 oder 30 verschiebbar gehalten ist.
[0032] Vorteilhafterweise ist hierbei das Material der Stopfen 24 und 26 so gewählt, daß
durch eine entsprechende Oberflächenreibung sowohl die Stopfen 24 und 26 in den Profilabschnitten
20 und 22 gesichert sind, als auch die Bolzen 32 und 33 in den Bohrungen 28 und 30.
In einer konkreten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind die Stopfen 24 und
26 aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt. Andere Werkstoffe, wie beispielsweise
Gummi mit einer entsprechend eingestellten Shore-Härte sind ebenfalls möglich.
[0033] Das obere freie Ende 34 eines jeden Bolzens 32 (und 33) in den Bohrungen 28 und 30
ist gemäß Fig. 4 mit einem Gewindeabschnitt 36 versehen. Wie nachfolgend noch im Detail
erläutert werden wird, bilden die Bolzen 32 und 33 bzw. die Gewindeabschnitte 36 an
den freien Enden 34 der Bolzen 32 und 33 Anschlagepunkte für wenigstens ein in Vertikalrichtung
lagefixiertes Aufrüst-Grundelement. Beispiele derartiger Aufrüst-Grundelemente sind
in Fig. 1 veranschaulicht. So kann ein Aufrüst-Grundelement durch eine Hängeplatte
38 bzw. 40 gebildet sein, welche an ihrem oberen Ende Haltelaschen 42 bzw. 44 aufweist.
Die Haltelaschen 42 bzw. 44 sind jeweils mit Bohrungen versehen, deren Durchmesser
so gewählt ist, daß die mit dem Gewindeabschnitt 36 versehenen freien Enden 34 der
Bolzen 32 und 33 diese Bohrungen und somit die Haltelaschen 42 und 44 durchtreten
können, wie in Fig. 4 dargestellt.
[0034] Eine weitere Ausgestaltungsmöglichkeit eines erfindungsgemäßen Aufrüst-Grundelements
ist gemäß Fig. 1 eine Tischplatte 46, welche ebenfalls Haltelaschen 48 aufweist, welche
mit den oberen freien Enden 34 der Bolzen 32 und 33 in Eingriff gelangen können, wie
in Fig. 4 dargestellt. Weiterhin ist gemäß Fig. 4 auf das obere freie Ende 34 bzw.
den dortigen Gewindeabschnitt 36 eine Hutmutter 50 aufschraubbar.
[0035] Der Auf- oder Nachrüstvorgang des erfindungsgemäßen Fußgestells mit den Aufrüst-Grundelementen
gemäß Fig. 1 findet wie folgt statt:
[0036] Die halbkreisförmigen Profilabschnitte 20 und 22 in dem festen Gestellteil 4 beiderseits
des beweglichen Gestellteils 6 sind für gewöhnlich von Kunststoff-Abdeckkappen verschlossen.
Soll nun das Fußgestell 2 mit einem oder mehreren Aufrüst-Grundelementen gemäß Fig.
1 nachgerüstet werden, werden zunächst diese Abdeckkappen entfernt und nachfolgend
die Stopfen 24 und 26 in die Profilabschnitte 20 und 22 eingedrückt, bis sie bündig
mit der oberen vertikalen Ebene des festen Gestellteiles 4, welche gleichzeitig die
Austrittsebene des beweglichen Gestellteils 6 aus dem festen Gestellteil 4 ist, fluchten,
wie in Fig. 4 veranschaulicht. Nachfolgend werden die Bolzen 32 und 33 in die Bohrungen
28 und 30 der Stopfen 24 und 26 soweit eingedrückt, bis nur noch der Gewindeabschnitt
36 am freien Ende 34 der Bolzen 32 und 33 aus der Austrittsebene des beweglichen Gestellteils
6 aus dem festen Gestellteil 4 vorragen.
[0037] In einer anderen Ausgestaltungsmöglichkeit der vorliegenden Erfindung sind die Stopfen
24 und 26 bereits werksseitig in den Profilabschnitten 20 und 22 angeordnet. Die Sicht-
oder Oberseite der Stopfen ist im Bereich der Bohrungen 28 und 30 mit einer relativ
dünnen Haut oder Membran verschlossen, so daß die Sicht- oder Oberseiten der Stopfen
24 und 26 völlig plan oder eben sind und einen optisch ansprechenden Abschluß der
Profilabschnitte 20 und 22 in der Austrittsebene des beweglichen Gestellteils 6 aus
dem festen Gestellteil 4 bilden. Die Haut oder Membran wird beim Eindrücken der Bolzen
32 und 33 in die darunterliegenden Bohrungen 28 und 30 durchstoßen.
[0038] Abhängig von den jeweils gewünschten Auf- oder Nachrüstzuständen werden dann eine
oder zwei Hängeplatten 38 bzw. 40 und/oder die Tischplatte 46 an dem festen Gestellteil
4 in Höhe der Austrittsebene befestigt. Hierzu werden gemäß Fig. 4 beispielsweise
die Haltelaschen 42 der Hängeplatte 38 über die freien Enden 34 der Bolzen 32 und
33 beiderseits des beweglichen Gestellteils 6 gesteckt. Die Bolzen 32 und 33 halten
somit die Hängeplatte 38 über die zugehörigen Haltelaschen 42 in einer vertikalen
Lage im wesentlichen parallel zu dem festen Gestellteil 4 bzw. der dortigen Abdeckung
14. Ist die Auf- oder Nachrüstung des Fußgestells 2 mit der Anbringung der Hängeplatte
38 abgeschlossen, wird auf den noch vorstehenden Gewindeabschnitt 36 der Bolzen 32
und 33 jeweils eine Hutmutter 50 aufgeschraubt und nachfolgend durch Druck von oben
die Bolzen 32 und 33 soweit in die Bohrungen 28 und 30 der Stopfen 24 und 26 eingedrückt,
bis die Unterseiten der Hutmuttern 50 auf der Oberseite der Haltelaschen 42 der Hängeplatte
38 aufliegen.
[0039] Soll zusätzlich zu der Hängeplatte 38 eine weitere, der Außenseite 12 gegenüberliegende
Hängeplatte 40 an dem festen Gestellteil befestigt werden, wird gemäß Fig. 4 nach
dem Einhängen der Hängeplatte 38 mit ihren Haltelaschen 42 die Hängeplatte 40 mit
ihren Haltelaschen 44 über die freien Enden 34 der Bolzen 32 und 33 gehängt. Die eingehängten
Hängeplatten 38 und 40 werden nachfolgend durch das Aufschrauben der Hutmuttern 50
auf die Gewindeabschnitte 36 gesichert und nachfolgend werden die Bolzen 32 und 33
wieder in die Bohrungen 28 und 30 gedrückt, bis die Unterseiten der Hutmuttern 50
auf den Oberseiten der Haltelaschen 44 der Hängeplatte 40 aufsitzen. Auf ähnliche
Weise wird verfahren, wenn gleich zu Beginn des Auf- oder Nachrüstvorganges die beiden
Hängeplatten 38 und 40 zusammen mit der Tischplatte 46 am festen Gestellteil 4 befestigt
werden sollen, wie aus Fig. 4 hervorgeht. Die Unterseiten der Hutmuttern 50 sitzen
dann nach Abschluß des Befestigungsvorganges auf den Oberseiten der Haltelaschen 48
auf.
[0040] Zum Entfernen einer oder mehrerer der Aufrüst-Grundelemente 38, 40 und 46 von dem
festen Gestellteil 4 werden die Hutmuttern 50 gelöst und beispielsweise die Hängeplatte
40 nach dem Abheben der Haltelaschen 48 der Tischplatte 46 ausgehängt. Nachfolgend
wird die Tischplatte 46 wieder mit ihren Haltelaschen 48 über die Bolzen 32 und 33
gehängt, die Hutmuttern 50 werden aufgeschraubt und die Bolzen 32 und 33 tiefer in
die Bohrungen 28 und 30 gedrückt.
[0041] Soll umgekehrt beispielsweise bei bereits montierten Hängeplatten 38 und 40 nachträglich
noch die Tischplatte 46 an dem Gestellteil 4 angeschlagen werden, werden die Hutmuttern
50 gelöst und die von der Oberseite der Haltelaschen 44 vorragenden freien Enden 34
der Bolzen 32 und 33 mit einem entsprechenden Werkzeug ergriffen, so daß die Bolzen
32 und 33 um einen Betrag wenigstens entsprechend der Dicke der Haltelaschen 48 aus
den Bohrungen 28 und 30 gezogen werden können. Nachfolgend werden die Haltelaschen
48 über die nun weiter vorstehenden freien Enden 34 der Bolzen 32 und 33 gesteckt
und mit den Hutmuttern 50 gesichert.
[0042] Die Hängeplatten 38 und 40 sind als Aufrüst-Grundelemente ausgebildet, d. h., die
eigentlichen Auf- oder Nachrüstelemente werden an den Hängeplatten 38 und 40 befestigt.
Hierzu weisen gemäß Fig. 1 die Hängeplatten 38 und 40 Lochreihen 52 auf, wobei die
Abstände der einzelnen Löcher in den Lochreihen 52 vorteilhafterweise in einem bestimmten
Rastermaß vorliegen. An den Löchern dieser Lochreihen 52 lassen sich dann beispielsweise
Stützwinkel anschrauben, in welchen die Recheneinheit eines PC's einhängbar ist. Es
lassen sich kleinere Hängeregister, Ablagekörbe, Zeitschritenfächer, Reagenzglashalter
bei Labortischen und dergleichen mehr befestigen. Ist das erfindungsgemäße Fußgestell
2 für Beistelltische gedacht, lassen sich an den einander gegenüberliegenden inneren
Hängeplatten 40 zweier derartiger Fußgestelle bei einem Fußgestellabstand von beispielsweise
80 cm an den Lochreihen 52 der beiden inneren Hängeplatten 40 Auszugsschienen anschrauben,
welche dann eine Auszugplatte zur Aufnahme von Druckern, Papierablagefächern und dergleichen
mehr tragen.
[0043] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Hängeplatten 38 und 40 sind die einzelnen
Löcher oder Bohrungen der Lochreihen 52 von der Rückseite der Hängeplatten her lediglich
vorgebohrt, so daß die Sicht- oder Außenseite der Hängeplatten keine sichtbaren Bohrungen
aufweist und somit optisch ansprechend ist. Sind die Hängeplatten z. B. aus Kunststoff
oder dünnwandigen Blechprofilen gefertigt, lassen sich dann diese vorgebohrten Bohrungen
mit selbstschneidenden Schrauben beim Befestigungsvorgang des jeweiligen Aufrüstelementes
an der Hängeplatte 38 oder 40 vollends durchstoßen; ein gesonderter Bohrvorgang mit
dem entsprechenden Aufwand und Spanabfall ist somit nicht nötig.
[0044] Die Tischplatte 46 ist besonders geeignet zur Aufnahme von Arbeitsplatzdruckern,
Ablagekörben für bedrucktes Papier, Telefaxgeräten, Modems, Anrufbeantwortern und
dergleichen mehr.
[0045] Dadurch, daß die Anschlagepunkte, d. h. die Bolzen 32 und 33 bzw. deren freie Enden
34 in der Austrittsebene des beweglichen Gestellteiles 6 aus dem festen Gestellteil
4 liegen, steht praktisch die gesamte vertikale Höhenerstreckung des festen Gestellteils
4 zur Anordnung der Hängeplatten 38 und 40 zur Verfügung. Somit lassen sich auch entsprechend
viele Löcher in den einzelnen Lochreihen 52 unterbringen und die Anordnungs- und/oder
Verstellmöglichkeiten entlang der Hängeplatten 38 und 40 bzw. den dortigen Lochreihen
52 sind entsprechend vielfältig.
[0046] Die Verstellbewegung des beweglichen Gestellteils 6 innerhalb des festen Gestellteils
4 hat hierbei keinerlei Auswirkung auf die Höhenlagen der Aufrüst-Grundelemente 38,
40 und 46.
[0047] Selbstverständlich ist die Ausbildung der Aufrüst-Grundelemente 38 und 40 nicht auf
die dargestellte Ausgestaltung in Form von Platten beschränkt; es wäre beispielsweise
auch denkbar, einzelne vertikal verlaufende Schienen vorzusehen, welche an ihrem oberen
freien Ende jeweils eine Haltelasche 42 bzw. 44 tragen und welche einzeln an den Bolzen
32 und 33 eingehängt werden, wobei die Schienen noch beispielsweise zwei oder drei
horizontal verlaufende Aussteifungselemente zwischen sich verlaufend aufweisen, so
daß anstelle der Hängeplatten 38 und 40 rahmenartige Gebilde auf einer Seite oder
beiderseits des festen Gestellteils 4 an den Anschlagepunkten befestigt sind, wobei
in den vertikal verlaufenden Rahmenteilen dann die Lochreihen 52 ausgebildet sind.
[0048] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsmöglichkeit der vorliegenden Erfindung
ist gemäß Fig. 1 noch ein weiteres Aufrüst-Grundelement 54 vorgesehen, welches an
dem beweglichen Gestellteil 6 in unmittelbarer Nachbarschaft der Trägerschienen 8
befestigbar ist. Dieses weitere Aufrüst-Grundelement an dem beweglichen Gestellteil
6 kann als eigentliches Aufrüstelement beispielsweise eine Aufnahmebuchse 56 zur Aufnahme
des Teleskoparmes eines Bildschirm-Schwenkarmes, eines Telefonhalters oder einer Schreibtischlampe
sein. Der Vorteil der Anordnung eines weiteren Aufrüst-Grundelements an dem beweglichen
Gestellteil 6 ist, daß bei einer Höhenverstellung des Fußgestells 2, also bei einer
Relativbewegung zwischen festem Gestellteil 4 und beweglichem Gestellteil 6 das weitere
Aufrüst-Grundelement 54 diese Höhenverstellung mitmacht, so daß nach einer Verstellung
der Höhenlage der Tischplatte die Ausrichtung von Computerbildschirm, Telefonhalter,
Schreibtischlampe oder dergleichen nicht geändert werden muß.
[0049] Wie aus der obigen Beschreibung hervorgeht, sind die individuellen Aufrüst-Grundelemente
38, 40, 46 und 54 einzeln, in beliebigen Kombinationen untereinander und völlig unabhängig
voneinander mit dem festen Gestellteil 4 bzw. dem beweglichen Gestellteil 6 kombinierbar.
Das erfindungsgemäße Fußgestell 2 läßt sich aus diesem Grund besonders variabel und
funktionell an die jeweiligen Arbeitsbedingungen anpassen.
[0050] Sind keinerlei Aufrüst-Grundelemente 38, 40 oder 46 an dem festen Gestellteil 4 beabsichtigt,
lassen sich die Bolzen 32 aus den Bohrungen 28 und 30 entfernen und die Profilabschnitte
20 und 22 mit den sich darin befindlichen Stopfen 24 und 26 durch entsprechend ausgebildete
Kunststoffkappen verschließen, welche mit ihren Halteabschnitten in die Bohrungen
28 und 30 eingreifen.
1. Fußgestell für einen Schreib-, Labor- oder Arbeitstisch, mit einem bodenseitigen festen
Gestellteil (4) und einem hierin in Vertikalrichtung verstellbar geführten beweglichen
Gestellteil (6), welches an seinem oberen freien Ende im wesentlichen horizontal verlaufende
Trägerschienen (8) zur Unterstützung einer Tischplatte trägt, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem festen Gestellteil (4) in der Austrittsebene des beweglichen Gestellteils
(6) aus dem festen Gestellteil (4) Anschlagepunkte für wenigstens ein in Vertikalrichtung
lagefixiertes Aufrüst-Grundelement (38, 40, 46) nachrüstbar sind.
2. Fußgestell nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagepunkte beidseits
des beweglichen Gestellteils (6) an dem festen Gestellteil (4) anordenbar sind.
3. Fußgestell nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlagepunkte
durch im wesentlichen vertikal verlaufende Bolzen (32, 33) gebildet sind, welche in
Haltelaschen (42, 44, 48) am Aufrüst-Grundelement (38, 40, 46) eingreifen.
4. Fußgestell nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bolzen (32, 33) in Aufnahmeelemente
(24, 26) einführbar sind, welche an dem festen Gestellteil (4) anordenbar sind.
5. Fußgestell nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeelemente (24,
26) Stopfen sind, welche formschlüssig in entsprechenden Profilabschnitten (20, 22)
am festen Gestellteil (4) gehalten sind.
6. Fußgestell nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedes obere
freie Ende (34) eines Bolzens (32, 33) mit einer Hutmutter (50) abdeckbar ist.
7. Fußgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das wenigstens
eine Aufrüst-Grundelement eine vertikal und parallel zum festen Gestellteil (4) verlaufende
Hängeplatte (38, 40) ist.
8. Fußgestell nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Hängeplatte (38, 40) an
der Außen- und/oder Innenseite des festen Gestellteils (4) anordenbar ist.
9. Fußgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufrüst-Grundelement
eine horizontal und senkrecht zum festen Gestellteil (4) verlaufende Tischplatte (46)
ist.
10. Fußgestell nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hängeplatte (38,
40) Rastermaß-Lochreihen (52) zur Befestigung von Zusatzelementen aufweist.
11. Fußgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiteres
Aufrüst-Grundelement (54) an dem beweglichen Gestellteil (6) anordenbar ist.