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EP 0 552 607 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.04.1995 Patentblatt 1995/15 |
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Anmeldetag: 07.01.1993 |
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Scharniertopf
Hinge cup
Cuvette de charnière
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES IT |
| (30) |
Priorität: |
20.01.1992 AT 75/92
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.07.1993 Patentblatt 1993/30 |
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Patentinhaber: Julius Blum Gesellschaft m.b.H. |
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6973 Höchst (AT) |
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Erfinder: |
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- Brüstle, Klaus
A-6973 Höchst (AT)
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Vertreter: Torggler, Paul, Dr. et al |
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Patentanwälte
Dr. Paul Torggler
Dr. Engelbert Hofinger
Wilhelm-Greil-Strasse 16 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 487 821 DE-A- 2 457 181
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DE-A- 2 143 672 DE-A- 3 722 950
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Scharniertopf, bestehend aus einem in eine Montagebohrung
in einem Möbelteil, beispielsweise eine Türe einsetzbaren Verankerungsteil und einem
daran gehaltenen Topfteil, der mindestens eine Scharnierachse trägt, wobei der Topfteil
im Verankerungsteil untrennbar und um die Achse der Montagebohrung drehbar lagert
und wobei der Verankerungsteil mit einer in der Montageebene des Möbelteiles vorspringenden
Platte versehen ist, die Positionierungszapfen aufweist.
[0002] Ein Scharniertopf dieser Art ist in der DE-A1 37 22 950 beschrieben. Der äußere Mantel
des Verankerungsteiles ist zur Halterung im Montagebohrung mit wulstartigen Ringen
versehen. Die DE-A1-24 57 181 zeigt ein Scharnier, wobei an der Wandung des Scharniertopfes
ein Haltering mit Spreizbacken vorgesehen ist. Der Scharniertopf wird mit dem Haltering
in die Bohrung in der Möbeltüre eingesetzt und verdreht, wodurch die Spreizbacken
des Halteringes in die Wandung der Bohrung eingedrückt werden. Dabei ist, um ein Zurückdrehen
des Scharniertopfes aus der Verriegelungsstellung zu verhindern, dem Scharniertopf
ein Feststellelement zugeordnet.
[0003] Aus der AT-PS 348 371 ist ein zweiteiliger Scharniertopf bekannt, der aus einem in
eine Bohrung in der Möbelwand einsetzbaren Verankerungsteil und einem darin verankerbaren
Befestigungsteil aus Metall besteht. Der Verankerungsteil weist Klemmbacken auf, die
mittels Schrauben an die Bohrungsseitenwand gedrückt werden. Ein ähnlicher zweiteiliger
Scharniertopf, jedoch ohne besonderer Klemmbacken, ist in der AT-PS 335 307 gezeigt.
[0004] In den beiden zuletzt genannten Fällen wird der Topfteil senkrecht im Verankerungsteil
eingesetzt aber nicht verdreht.
[0005] Die DE-A1-21 43 672 zeigt ein Scharnier mit einem zweiteiligen Scharniertopf und
einem in die Türe einsetzbaren Verankerungsteil und einem Topfteil, der die Scharnierachsen
trägt, wobei der Topfteil bajonettverschlußartig in dem Verankerungsteil einsetzbar
ist.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Scharniertopf der eingangs erwähnten Art dahingehend
zu verbessern, daß exakt festgelegt wird, in welchem Winkel der Scharniertopf beim
Einsetzen in die Bohrung der Möbeltüre gehalten wird und wobei der Topfteil in seiner
Funktionslage lösbar arretiert ist.
[0007] Dies wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 definierten Merkmalen erreicht,
wobei in mindestens einem Positionierungszapfen ein von einer Feder beaufschlagter
Druckknopf gelagert ist, der in der Verriegelungsstellung in einer korrespondierenden
Öffnung in einer vom Topfteil auskragenden Platte einrastet und somit die Arretierung
gegen Verdrehen bildet.
[0008] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Figuren der beiliegenden
Zeichnungen eingehend beschrieben.
[0009] Die Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Scharniertopf in der
Einritzstellung, die Fig. 2 zeigt eine Ansicht aus der Richtung des Pfeiles A der
Fig. 1, die Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen Scharniertopf in
der Spann- und Funktionsstellung, die Fig. 4 zeigt eine Ansicht aus der Richtung des
Pfeiles B der Fig. 3, die Fig. 5 zeigt einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 2,
die Fig. 6 zeigt einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 4, die Fig. 7 zeigt eine
Seitenansicht des Scharniertopfes teilweise im Schnitt, die Fig. 8 zeigt ein auseinandergezogenes
Schaubild vom Verankerungsteil und Topfteil, die Fig. 9 zeigt einen Axialschnitt durch
einen Positionierungszapfen in der Ausgangsstellung und die Fig. 10 zeigt einen gleichen
Axialschnitt durch einen Positionierungszapfen in der Spannstellung.
[0010] Der erfindungsgemäße Scharniertopf besteht aus dem Topfteil 3 und dem Verankerungsteil
4, wobei die beiden Teile 3, 4 miteinander untrennbar verbunden sind, und zwar derart,
daß der Topfteil 3 im Verankerungsteil 4 um einen bestimmten Winkel drehbar ist.
[0011] Im Topfteil 3 sind die Lagerstellen 17, 18 für die Achsen des Scharnierarmes 2.
[0012] Sowohl der Topfteil 3 als auch der Verankerungsteil 4 sind mit einer auskragenden
Platte 14, 15 versehen. An der Platte 15 des Verankerungsteiles 4 sind Positionierungszapfen
9, 10 ausgebildet, die bei der Montage des Scharnierarmes 2 in korrespondierende Löcher
in der Tür 1 eingesetzt werden.
[0013] Am Verankerungsteil 4 sind die Klemmbacken 7, 8 auf vertikalen Achsen 19 gelagert.
[0014] Der Topfteil 3 untergreift die Klemmbacken 7, 8 mit vorspringenden Wänden 20.
[0015] Im Positionierungszapfen 9 des Verankerungsteiles ist ein Druckknopf 11 angeordnet,
der von einer Feder 12, die sich an einem Zapfen oder Noppen 13 abstützt, beaufschlagt,
d. h. nach oben gedrückt wird.
[0016] Zur Montage des Scharniertopfes befindet sich der Topfteil 3 in einem Winkel zum
Verankerungsteil 4 (Fig. 1). Auf diese Art und Weise kann der Verankerungsteil 4 auf
einfache Art und Weise in die Bohrungen in der Tür 1 eingesetzt werden. Durch die
Positionierungszapfen 9, 10 ist die korrekte Lage des Verankerungsteiles 4 sichergestellt.
[0017] Um den Verankerungsteil 4 in der Bohrung zu verspannen, wird der Topfteil 3 gedreht,
d. h. von der in der Fig. 1 gezeigten Lage in seine normale Funktionslage gebracht,
wie sie in der Fig. 3 gezeigt ist. Dabei drükken die Spreizteile 21 die Klemmbacken
7, 8 in die Wandung der Bohrung, wodurch der Verankerungsteil 4 mit dem Topfteil fest
in der Möbeltüre 11 verankert wird.
[0018] An den Klemmbacken 7, 8 sind konkave Anpreßflächen 22 vorgesehen. Weiters sind an
den Klemmbacken 7, 8 Anschläge 23, 24 ausgebildet, die den Drehweg der Spreizteile
21 und somit des Topfteiles 3 begrenzt.
[0019] Befindet sich der Topfteil 3 in der Spann- und Gebrauchsstellung, wird der Druckknopf
11 von der Feder 12 in die Öffnung 16 in der Platte 14 gedrückt, wodurch ein unbeabsichtigtes
Verdrehen des Topfteiles 3 verhindert wird. Soll der Scharniertopf gelöst, d. h. von
der Türe 1 abmontiert werden, genügt es, den Druckknopf 11 hinunterzudrücken, sodaß
er die Platte 14 des Topfteiles freigibt, worauf letzterer in die in der Fig. 1 gezeigte
Stellung gedreht werden kann. Dadurch wird kein Druck mehr auf die Klemmbacken 7,
8 ausgeübt und der Scharniertopf ist von der Türe 1 lösbar.
1. Scharniertopf, bestehend aus einem in eine Montagebohrung in einem Möbelteil, beispielsweise
eine Türe (1) einsetzbaren Verankerungsteil (4) und einem daran gehaltenen Topfteil
(3), der mindestens eine Scharnierachse trägt, wobei der Verankerungsteil (4) mit
mindestens einer, vorzugsweise zwei Klemmbacken (7, 8) versehen ist und der Topfteil
(3) im Verankerungsteil (4) untrennbar und um die Achse der Montagebohrung drehbar
lagert und mindestens einen Spreizteil (21) trägt, der im eingebauten Zustand den
Klemmbacken (7, 8) des Verankerungsteiles (4) an die Wandung der Montagebohrung drückt,
wobei der Verankerungsteil (4) mit einer in der Montageebene des Möbelteiles vorspringenden
Platte (15) versehen ist, die Positionierungszapfen (9) aufweist, wobei mindestens
eine Arretierung zwischen dem Topfteil und dem Verankerungsteil vorgesehen ist, die
den Topfteil (3) in der Spannstellung gegen Verdrehen sichert und in mindestens einem
Positionierungszapfen (9) ein von einer Feder (12) beaufschlagter Druckknopf (11)
gelagert ist, der in der Verriegelungsstellung in einer korrespondierenden Öffnung
(16) in einer vom Topfteil (3) auskragenden Platte (14) einrastet und somit die Arretierung
gegen Verdrehen bildet.
2. Scharniertopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Verankerungsteil (4)
separate Klemmbacken (7, 8) um eine Achse (19) kippbar sind, die parallel zur Achse
der Montagebohrung verläuft.
3. Scharniertopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbacken (7, 8)
eine konkave Anpreßfläche (22) für die Spreizteile (21) aufweisen.
4. Scharniertopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Verankerungsteil (4)
mindestens ein Anschlag (23, 24) vorgesehen ist, der die Drehbewegung des Topfteiles
(3) begrenzt.
5. Scharniertopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (23, 24)
an den Klemmbacken (7, 8) ausgebildet sind.
1. Hinge Pot, comprising a anchoring part (4) which can be inserted into an assembly
bore in a furniture part, for example a door (1), and a pot part (3) which is held
against the anchoring part (4) and which supports at least one hinge spindle, the
anchoring part (4) being provided with at least one, preferably two clamping jaws
(7, 8) and the pot part (3) being inseparable in the anchoring part (4) and being
mounted to be rotatable about the axis of the assembly bore and supporting at least
one expanding part (21) which, in the installed state, presses the clamping jaws (7,
8) of the anchoring part (4) against the wall of the assembly bore, the anchoring
part (4) being provided with a plate (15) which projects in the plane of assembly
of the furniture part and which has a positioning pin (9), there being provided between
the pot part and the anchoring part at least one locking means which in the tensioned
position prevents the pot part (3) from rotating and there being mounted in at least
one positioning pin (9) a push button (11) which is acted upon by a spring (12) and
which in the locked position latches in a corresponding opening (16) in a plate (14)
protruding from the pot part (3) and thus forms the locking means preventing rotation.
2. Hinge pot according to Claim 1, characterized in that in the anchoring part (4) separate
clamping jaws (7, 8) can be tilted about a spindle (19) which runs parallel to the
axis of the assembly bore.
3. Hinge pot according to Claim 2, characterized in that the clamping jaws (7, 8) have
a concave contact pressure surface (22) for the expanding parts (21).
4. Hinge pot according to Claim 1, characterized in that there is provided on the anchoring
part (4) at least one stop (23, 24) which limits the rotary movement of the pot part
(3).
5. Hinge pot according to Claim 4, characterized in that the stops (23, 24) are constructed
on the clamping jaws (7, 8).
1. Cuvette à charnière, composée d'une partie ancrage (4) pouvant être insérée dans un
perçage de montage creusé dans une partie mobile, par exemple une porte (1) et d'une
partie cuvette (3), fixée sur la partie ancrage (4) et portant au moins un axe de
charnière, la partie ancrage (4) étant pourvue d'au moins une, de préférence de deux
mâchoires de serrage (7, 8) et la partie cuvette (3) étant montée dans la partie ancrage
(4) de façon inséparable et à rotation autour de l'axe du perçage de montage, et portant
au moins une partie d'écartement (21) qui, à l'état monté, presse les mâchoires de
serrage (7, 8) de la partie ancrage (4) sur la paroi du perçage de montage, la partie
ancrage (4) étant pourvue d'une plaque (15) faisant saillie dans le plan de montage
de la partie mobile et présentant des tourillons de positionnement (9), au moins un
dispositif de blocage étant prévu, entre la partie cuvette et la partie ancrage, empêchant
la partie cuvette (3) d'effectuer une rotation lorsqu'elle se trouve en position de
serrage et, dans au moins un tourillon de positionnement (9) étant monté un bouton
pression (11), sollicité par un ressort (12) et s'encliquetant dans la position de
verrouillage dans une ouverture (16) correspondante, ménagée dans une plaque (14)
partant de la partie cuvette (3) et constituant ainsi le blocage en rotation.
2. Cuvette de charnière selon la revendication 1, caractérisée en ce que les mâchoires
de serrage (7, 8) séparées sont susceptibles de basculer dans la partie ancrage, autour
d'un axe (19) s'étendant parallèlement à l'axe du perçage de montage.
3. Cuvette de charnière selon la revendication 2, caractérisée en ce que les mâchoires
de serrage (7, 8) présentent une surface de pressage (22) concave pour les parties
d'écartement (21).
4. Cuvette de charnière selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'au moins une
butée (23, 24), délimitant le mouvement de rotation de la partie cuvette (3), est
prévue sur la partie ancrage (4).
5. Cuvette de charnière selon la revendication 4, caractérisée en ce que les butées (23,
24) sont réalisées sur les mâchoires de serrage (7, 8).