Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Befestigen einer Dachrinne an
einem Dach, umfassend einen Verankerungsteil zum Verankern der Vorrichtung an einer
Montagefläche am Dach und einen Rinnenhalterungsteil.
Stand der Technik
[0002] Zum Befestigen einer Dachrinne an einem Dach wird in der Regel ein Haken mit einem
halbkreisförmig oder sonstwie gebogenen Teil und einem langen Stiel verwendet. Zum
Befestigen der Dachrinne am Dach wird der Stiel an einer individuell festzulegenden
Stelle und in einem auf die Dachschrägung abgestimmten Mass gebogen. Das obere Ende
des abgewinkelten Teils wird auf dem Dachsparren oder der Dachlattierung festgeschraubt
oder festgenagelt. Der Haken und der restliche Teil des Stiels hängen über die Dachkante
hinunter.
[0003] Der Nachteil dieser bekannten Befestigungsvorrichtung liegt darin, dass der in der
Regel starke metallische Stiel bauobjektspezifisch bearbeitet werden muss. Die Montage
ist mit anderen Worten verhältnismässig zeitraubend. Insbesondere wenn falsch Mass
genommen worden ist, ist eine Berichtigung des Versehens ziemlich aufwendig.
Darstellung der Erfindung
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben,
die eine schnelle Montage ermöglicht und zugleich unabhängig vom Anwendungsfall und
daher in grossen Stückzahlen herstellbar ist.
[0005] Gemäss der Erfindung besteht die Lösung darin, dass der Rinnenhalterungsteil am Verankerungsteil
auf frei wählbarer Höhe befestigbar ist.
[0006] Vorzugsweise besitzt der Verankerungsteil schienenartige Führungsmittel, an denen
der Rinnenhalterungsteil auf frei wählbarer Höhe festklemmbar ist. Bei der Montage
einer Dachrinne können also gleichartige Verankerungsteile an den für sie vorgesehenen
Stellen in völlig analoger Weise montiert werden, unabhängig von der Höhe und dem
angestrebten Gefälle der Dachrinne. An die örtlich gegebenen Verhältnisse muss dann
nur noch die Höhe, auf welcher der Rinnenhalterungsteil am Verankerungsteil festgeklemmt
wird, angepasst werden. Insbesondere wenn der zur Befestigung verwendete Klemmverschluss
lösbar ist, können Bemessungsfehler sehr einfach und schnell behoben werden.
[0007] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sind die Führungsmittel durch einen zwischen
zwei Profilstirnseiten oder Blechstreifen vorgesehenen langgezogenen Schlitz gebildet.
Der Rinnenhalterungsteil ist mit mindestens einem, durch den Schlitz hindurchgreifenden
und die Stirnseiten hintergreifenden Klemmittel am Verankerungsteil befestigbar. Bei
gelöstem Klemmittel kann also der Rinnenhalterungsteil zwischen zwei vorgegebenen
Endpositionen frei hin und her geschoben werden. Für die Montage der Dachrinne wird
er auf der gewünschten Höhe festgeklemmt.
[0008] Mit Vorteil sind die den Schlitz begrenzenden Stirnseiten oder Blechstreifen durch
Abstandshalter von der Montagefläche des Daches beabstandet. Auf diese Weise können
die Klemmittel auch dann entlang der Führungsmittel verschoben werden, wenn der Verankerungsteil
am Dach, d. h. auf der Montagefläche befestigt ist.
[0009] Die Abstandshalter können entlang des Schlitzes verlaufende Anschlagflächen für die
Klemmittel sein. Wenn die Klemmittel z. B. ein viereckiges Mutterstück umfassen, das
hinter dem Schlitz anzuordnen und daher unzugänglich ist, dann wird durch die Anschlagflächen
verhindert, dass das Mutterstück beim Festschrauben der Klemmittel mitdreht.
[0010] Gemäss einer besonders einfachen Ausführungsform ist der Verankerungsteil ein längliches
Blechprofil, das an einer im wesentlichen vertikalen Montagefläche des Daches zu befestigen
ist. Verankerungsteil und Rinnenhalterungsteil sind also vorzugsweise zwei voneinander
lösbare Bauelemente.
[0011] Zur Sicherung einer guten Verankerung können am Befestigungsteil in das Holz der
Montagefläche eintreibbare Spitzen vorgesehen sein.
[0012] Je nach Umständen kann es vorteilhaft oder sogar unumganglich sein, die Vorrichtung
nicht an einer vertikalen, sondern an einer der Dachneigung entsprechend schrägen
Montagefläche zu befestigen. Der Verankerungsteil selbst besteht dann aus mindestens
zwei in frei wählbarer gegenseitiger Winkelstellung miteinander verbindbaren Elementen.
Das erste Element ist auf der Dachschrägung zu befestigen und das zweite (zwecks Befestigung
des Rinnenhalterungsteils) vertikal auszurichten.
[0013] Vorzugsweise weist das erste Element mindestens eine im montierten Zustand des Verankerungsteils
senkrecht zur Montagefläche und parallel zur Fallinie der Dachschrägung ausgerichtete
Wand mit einer Oeffnung zum Anbringen der Verbindungsmittel auf.
[0014] Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Oeffnung in der Wand des
ersten Elements ein Langloch. Das zweite Element weist an geeigneter Stelle eine Bohrung
auf. Ein durch die Bohrung des zweiten und das Langloch des ersten Elements hindurchgreifendes
Klemmittel verbindet die beiden Elemente. Alternativ kann das Langloch am zweiten
Element ausgebildet sein.
[0015] Gemäss einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform weist das erste Element
ein Stützelement zum Abstützen von auf dem Dach aufgelegten Isolierplatten auf. Durch
dieses Stützelement kann eine entlang des (unteren) Dachrandes verlaufende Holzlatte
eingespart werden. Das Stützelement wird z. B. durch ein im wesentlichen u-förmiges
Blechprofil gebildet.
[0016] Besonders einfach herzustellen sind der Rinnenhalterungsteil und der Verankerungsteil
resp. die beiden Elemente des Verankerungsteils dann, wenn sie jeweils aus einem einzigen
Formblech gebildet sind.
[0017] Aus der Gesamtheit der abhängigen Patentansprüche und der Beschreibung ergeben sich
weitere vorteilhafte Ausführungsformen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0018] Nachfolgend soll die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und im Zusammenhang
mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemässe Vorrichtung, welche an einer vertikalen Montagefläche des Daches
zu befestigen ist;
- Fig. 2
- ein Zwischenelement einer an einer geneigten Montagefläche zu befestigenden Vorrichtung;
- Fig. 3
- ein Verankerungsteil mit einem Stütz- resp. Abstandselement;
- Fig. 4a, b
- die Montage der erfindungsgemässen Vorrichtung an Dächern mit unterschiedlicher Neigung;
- Fig. 5
- eine schematische Schnittdarstellung eines Daches mit einer daran erfindungsgemäss
befestigten Dachrinne;
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsform, bei welcher der Verankerungsteil auf der geneigten Dachfläche
zu montieren ist;
- Fig. 7
- das Zwischenelement und der daran befestigte Rinnenhalterungsteil gemäss Fig. 6 im
Querschnitt;
- Fig. 8
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung mit einem kurzen
Langloch und mehreren Bohrungen;
- Fig. 9a,b
- ein bevorzugtes Klemmelement.
[0019] Grundsätzlich sind in den Zeichnungen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0020] Fig. 1 zeigt eine erste bevorzugte Ausführungsform, bei welcher die Vorrichtung an
einer vertikalen Montagefläche des Daches zu befestigen ist. Der Rinnenhalterungsteil
wird durch einen (in Fig. 1 nicht dargestellten) halbrunden Haken mit einem geraden,
stielförmigen Fortsatz 1 gebildet. Dieser wird gemäss der Erfindung an einem Verankerungsteil
2 in frei wählbarer Höhe befestigt. Zu diesem Zweck weist der Verankerungsteil 2 einen
Schlitz 3 auf, welcher durch zwei Stirnseiten resp. Blechstreifen 3a, 3b seitlich
begrenzt ist
[0021] Das Fortsatz 1 weist eine Bohrung 8 auf, in die eine passende Schraube 9 einführbar
ist. Für die Befestigung des Fortsatzes 1 mit der eingeführten Schraube 9 am Verankerungsteil
2 wird er auf die Blechstreifen 3a, 3b aufgelegt. Die Schraube 9 greift dabei durch
den Schlitz 3 hindurch und ist in ein viereckiges Mutterstück 10 einschraubbar. Wenn
die Schraube 9 in das Mutterstück 10 nur lose eingeschraubt ist, dann kann der Rinnenhalterungsteil
(innerhalb gewisser Grenzen) frei auf und ab geschoben werden. Beim Festschrauben
wird der Rinnenhalterungsteil an einer bestimmten Position am Verankerungsteil 2 festgeklemmt.
[0022] Der Verankerungsteil 2 ist im vorliegenden Fall aus einem einzigen Blechstück geformt.
Aussen an den beiden Stirnseiten 3a, 3b schliessen zwei Führungsflächen 4a, 4b an.
Sie stehen im wesentlichen senkrecht zu der durch die Stirnseiten 3a, 3b gebildeten
Ebene. An den Schmalseiten des länglichen Verankerungsteils 2 sind Laschen 5a, 5b
mit Löchern 6a, 6b vorgesehen. Mit diesen Laschen 5a, 5b kann der Verankerungsteil
2 an der vertikalen Montagefläche festgeschraubt oder festgenagelt werden.
[0023] Selbstverständlich können die Laschen 5a, 5b auch zugunsten anderer Befestigungsmittel
weggelassen werden.
[0024] Die beiden Führungsflächen 4a, 4b wirken zugleich als Abstandshalter für die Stirnseiten
resp. Blechstreifen 3a, 3b. Zur Sicherung einer guten Verankerung weisen die Führungsflächen
4a, 4b gemäss einer bevorzugten Ausführungsform zusätzlich Spitzen 7 auf, die in die
Montagefläche eingetrieben werden, bevor der Befestigungsteil 2 angenagelt oder festgeschraubt
wird. Auf diese Weise kann der Verankerungsteil 2 provisorisch befestigt werden.
[0025] Anhand der Fig. 2, 3 und 4a, 4b soll eine besonders bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung beschrieben werden, bei welcher der Verankerungsteil auf der Dachschrägung
selbst montiert wird.
[0026] Diese Verankerungsart ist insbesondere bei isolierten Dächern von Vorteil.
[0027] Fig. 2 zeigt ein dabei benötigtes Zwischenelement 11. Wie der Verankerungsteil 2
(Fig. 1) weist es einen Schlitz 12 auf, der durch zwei Blechstreifen 12a, 12b begrenzt
ist. Ebenso sind zwei seitlich daran anschliessende Führungsflächen 13a, 13b, welche
zugleich Abstandshalter sind, vorgesehen. Wie der in Fig. 1 gezeigte Verankerungsteil
2 bietet daher das Zwischenelement 11 die Möglichkeit, den Rinnenhalterungsteil in
variabler Höhe zu befestigen.
[0028] Der Unterschied zur ersten Ausführungsform liegt in der Art der Verankerung. Dies
macht im vorliegenden Beispiel eine seitliche Lasche 14 mit einer Bohrung 15 erforderlich.
Die Lasche 14 stellt eine Verlängerung der seitlichen Führungsfläche 13a dar. Sie
steht senkrecht zu der durch die Blechstreifen 12a, 12b definierten Ebene.
[0029] Im vorliegenden Beispiel ist die Lasche 14 trapezförmig ausgebildet. Diese Form ist
allerdings nicht wesentlich für den Erfolg. Von Bedeutung ist primär der Abstand der
Bohrung 15 vom Schlitz 12. Wie aus den nachfolgenden Ausführungen zu erkennen ist,
stellt die Bohrung 15 nämlich den Drehpunkt dar beim Festlegen der Winkelstellung
zwischen dem Zwischenelement 11 und dem nachfolgend beschriebenen Stützelement.
[0030] Fig. 3 zeigt ein Befestigungselement 26, das auf der Dachschrägung zu befestigen
ist. Auch dieses ist gemäss einer bevorzugten Ausführungsform aus einem einzigen Stück
Blech geformt. Das Element umfasst einen u-profilförmigen Teil (Blechprofil 17a/17b/17c),
zwei seitlich an den Schenkeln 17a, 17c nach aussen ragende Befestigungslaschen 16a,
16b und eine Wand 18 mit einem Langloch 19.
[0031] Die beiden Schenkel 17a, 17c stehen rechtwinklig zum verbindenden Abschnitt 17b.
Die Befestigungslaschen 16a, 16b stehen ihrerseits rechtwinklig zu den Schenkeln 17a,
17c nach aussen ab. Die Wand 18 ist sowohl zum Schenkel 17c als auch zur Befestigungslasche
16b senkrecht. Sie ist z. B. dreieckig und reicht vom äusseren Ende der Befestigungslasche
16b bis zur Kante zwischen Schenkel 17c und Verbindungsfläche 17b. Die Befestigungslaschen
16a, 16b weisen Bohrungen 20a, 20b zur Befestigung des Elements 26 an der Montagefläche
auf.
[0032] Es ist klar, dass weniger die Form der Wand 18 als vielmehr ihre Ausrichtung (parallel
zur Fallinie des Daches) von Bedeutung ist.
[0033] Für die Montage werden das Zwischenelement 11 mit seiner Lasche 14 und das in Fig.
3 gezeigte Element mit der Wand 18 mittels einer durch die Bohrung 15 und das Langloch
19 hindurchgreifenden Schraube oder einem sonstigen Verbindungsmittel verbunden. Das
Langloch 19 ist so angeordnet, dass bei jeder Winkelstellung, in der das Zwischenelement
11 am Befestigungselement 26 befestigt werden kann, die Führungsflächen 13a, 13b auf
einer durch die äussere Kante der Befestigungslasche 16b gebildeten Geraden aufliegen
können. Dies hat zur Folge, dass das in Fig. 3 gezeigte Befestigungselement 26 unabhängig
von der Neigung des Daches mit seinem Punkt A bündig zum Rand des Daches (Dachkante)
befestigt werden kann. Aufgrund der Verschiebbarkeit entlang des Langloches 19 kann
dann das Zwischenelement 11 stets vertikal orientiert befestigt werden, ohne dass
es vom Dachsparren abstehen müsste.
[0034] Fig. 4a und 4b zeigt die soeben beschriebene Vorrichtung im montierten Zustand bei
verschiedenen Dachneigungen. Die erfindungsgemässe Vorrichtung wird auf einen Dachsparren
21 mit darauf aufgebrachter Dachschalung 22 verankert. Als Montagefläche 21a dient
die Oberseite der Dachschalung. Auf dieser wird zunächst das erste, der Verankerung
dienende Element 26 (Blechprofil 17a/17b/17c mit Laschen 16a, 16b und Wand 18) z.
B. mittels Schrauben befestigt. Das äussere Ende der Lasche 16b soll dabei bündig
zur Dachkante sein. Als nächstes wird das Zwischenelement 11 mit einer durch die Bohrung
15 und das Langloch 19 hindurchgreifenden Schraube lose verbunden. Durch Verschieben
der Schraube im Langloch 19 wird das Zwischenelement mit seinen Führungsmitteln vertikal
und damit bündig zur Vorderseite des Dachsparrens 21 ausgerichtet. In dieser Stellung
wird die Schraube festgezogen. Das erste Element 26 und das Zwischenelement 11 des
Verankerungsteils sind dann starr miteinander verbunden. Nun kann ein Haken 23 mit
seinem Fortsatz 24 durch die Schraube 25 auf den gewünschten Höhe am Zwischenelement
befestigt werden. Wie anhand der Fig. 1 beschrieben, kann der Haken 23 entlang des
Zwischenelements 11 aufgrund der Führungsmittel verschoben werden und durch Festziehen
der Schraube 25 auf geeigneter Höhe festgeklemmt werden.
[0035] Ein Vergleich der beiden Fig. 4a und 4b zeigt, dass je nach Dachschrägung die Schraube
im Langloch 19 an verschiedenen Positionen sitzt.
[0036] Besonders vorteilhaft ist es, wenn das Langloch 19 zumindest näherungsweise ein auf
den Punkt A (= äusseres Ende der Befestigungslasche 16b) zentriertes Bogenstück darstellt.
Ein Langloch 19, das den erfindungsgemässen Erfordernissen entspricht, steht z. B.
in einem 45°-Winkel zur Befestigungslasche 16b. Das Langloch 19 kann aber auch unter
einem kleineren Winkel oder sogar parallel zur Befestigungslasche 16b verlaufen.
[0037] Es leuchtet ein, dass das Langloch anstatt in der Wand 18 auch in der Lasche 14 des
Zwischenelements 11 ausgebildet sein kann. In diesem Fall ist die Wand 18 an geeigneter
Stelle mit einer Bohrung zu versehen. Es steht aber der Erfindung auch nicht entgegen,
überhaupt kein Langloch vorzusehen, sondern nur zwei einfache Bohrungen. Bei der Montage
des ersten Elements (26) ist dann einfach darauf zu achten, dass im Abhängigkeit von
der Dachschrägung ein gewisser Abstand zur Dachkante gewahrt ist.
[0038] Fig. 5 zeigt, wie die erfindungsgemässe Vorrichtung in der gesamten Dachkonstruktion
eingegliedert ist. Auf die Dachschalung 22 werden Isolierplatten 27 gelegt. Die Isolierplatten
werden durch das Blechprofil 17a/17b/17c gegen Abrutschen gesichert. Die Isolierplatten
27 sind zudem an geeigneten Orten ausgebohrt zwecks Aufnahme eines Stütz- oder Abstandselements
30. Auf die Isolierplatten 27 wird ganzflächig eine Folie 28 als Dampfsperre aufgebracht.
Als nächstes folgt eine Konterlattierung 29, welche auf den Abstandselementen 30 befestigt
wird. Es ist zu beachten, dass auch das Blechprofil 17a/17b/17c als Abstandselement
wirkt.
[0039] Der Hohlraum des Blechprofils kann mit Isoliermaterial 31 aufgefüllt sein.
[0040] Der Haken 23 hält eine Dachrinne 32, welche von Klemmfedern 33a und 33b festgehalten
wird. Ein Tropfblech 34 reicht von der Verbindungsfläche 17b des Blechprofils zum
inneren Ende der Dachrinne 32, wo es ebenfalls von der Klemmfeder 33b festgehalten
ist.
[0041] Fig. 6 und 7 zeigen eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Ein Haken 35 mit
einem stielförmigen Fortsatz 39 lässt sich in wählbarer Höhe an einem Zwischenelement
36 befestigen. Zu diesem Zweck hat das Zwischenelement 36 ein c-förmiges Profil mit
einem Längsschlitz. Die geometrischen Dimensionen der einzelnen Teile sind so aufeinander
abgestimmt, dass der Fortsatz 39 in das c-Profil eingeführt und darin verschoben werden
kann. Der Haken 35 ist so ausgebildet, dass er aus dem Längsschlitz herausragen kann.
Am Fortsatz 39 ist an geeigneter Stelle eine Bohrung mit Innengewinde vorgesehen,
in das eine Schraube 37 eingeschraubt werden kann. Mit Hilfe einer Unterlagsscheibe
38 und dem Fortsatz 39 wird der Haken 35 am Rand des Schlitzes festgeklemmt.
[0042] Im Prinzip kann das Zwischenelement 36 selbst an einer vertikalen Montagefläche des
Daches befestigt werden (vgl. dazu Fig. 1). Fig. 6 zeigt aber eine Ausführungsform,
bei welcher ein Verankerungselement vorgesehen ist, welches auf einer schrägen Montagefläche
zu befestigen ist. Dieses besteht im Prinzip aus einem Befestigungsblech 40 und einem
Abstandselement 41. Das Abstandselement 41 dient wiederum sowohl zur Abstützung der
Konterlattierung als auch zur Fixierung von Isolierplatten. Zwischenelement 36 und
Befestigungsblech 40 sind gelenkig miteinander verbunden. Die Verbindung kann z B.
in der Art eines Scharniers ausgebildet sein.
[0043] Fig. 8 zeigt eine Ausführungsform, welche weitgehend ohne schienenartige Führungsmittel
auskommt. Ein entsprechender Befestigungsteil 42 weist zu diesem Zweck eine Reihe
von Bohrungen 45 auf. Ein dazugehöriger Fortsatz 43 ist mit einem Langloch 44 versehen,
dessen Länge zumindest dem halben Abstand der Bohrungen 45 entspricht. Auf diese Weise
ist es möglich, z. B. mittels einer Schraube den Haken (innerhalb gewisser Grenzen)
auf beliebig wählbarer Höhe zu befestigen. Es muss einfach zunächst das richtige Loch
45 ausgewählt werden, worauf die Feineinstellung der Höhe durch Verschieben entlang
des Langlochs 44 möglich ist.
[0044] Fig. 9a, b zeigt eine besonders bevorzugte Ausführungsform zur Befestigung des Rinnenhalterungsteils
an einem Verankerungsteil 49. Der Fortsatz 46 des Rinnenhalterungsteils weist ein
Senkloch 47 mit einem überschneidenden Schlitz 48 auf. Anstelle der Bohrung 8 (vgl.
Fig. 1) ist also eine runde Oeffnung mit zwei Ohren vorgesehen. Ein zur Befestigung
benötigter Klemmteil 50 weist einen Senkkopf 50a (mit einem Innensechskant oder einem
Schlitz) und einen Riegel 50b auf. Der Schlitz 48 und der Riegel 50 sind so aufeinander
abgestimmt, dass der Klemmteil durch ihn hindurchgeführt werden kann. Zur Befestigung
des Fortsatzes 46 am Verankerungsteil 49 wird der Klemmteil um 90° verdreht, so dass
der Riegel 50b die Flansche, die den Schlitz des Verankerungsteils 49 begrenzen, hintergreift.
Mit einem Schraubenschlüssel kann der Klemmteil in der gewünschten Art gedreht werden.
[0045] Selbstverständlich sind noch weitere Arten der Befestigung möglich. Aufgrund der
bisherigen Erläuterungen erübrigt sich deren ausführliche Beschreibung.
[0046] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. So
kann z. B. bei der in Fig. 6 und 7 dargestellten Ausführungsform das Abstandselement
41 weggelassen werden.
[0047] Auch für die variable Winkeleinstellung gibt es unterschiedliche Konstruktionen.
Je nachdem, wo der Scharnierpunkt angeordnet ist, kann eine lineare Verschiebbarkeit
überflüssig oder aber erwünscht sein. So ist z. B. bei der Ausführungsform gemäss
Fig. 6, wo der Angelpunkt im Schnittpunkt zwischen Befestigungsblech 40 und Fortsatz
39 liegt, ein Langloch resp. eine näherungsweise lineare Verschiebbarkeit nicht erforderlich.
Wie bereits erwähnt, kommen auch die übrigen Ausführungsformen durchaus ohne Langloch
aus.
[0048] Auch für die schienenartigen Führungsmittel gibt es zahlreiche Variationen. Wichtig
dabei ist nur, dass der Rinnenhalterungsteil auf beliebiger Höhe befestigbar, insbesondere
festklemmbar ist.
[0049] Für die anhand der Fig. 2, 3, 4a und 4b erläuterte bevorzugte Ausführungsform ist
die Einstellbarkeit des Winkels zwischen Verankerungselement und Rinnenhalterungshaken
von zentraler Bedeutung.
[0050] Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass durch die Erfindung eine einfache
und schnell montierbare Vorrichtung zur Befestigung einer Dachrinne geschaffen worden
ist.
1. Vorrichtung zum Befestigen einer Dachrinne an einem Dach, umfassend einen Verankerungsteil
zum Verankern der Vorrichtung an einer Montagefläche am Dach und einen Rinnenhalterungsteil,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rinnenhalterungsteil (1) am Verankerungsteil (2,
11) auf frei wählbarer Höhe befestigbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsteil (2)
schienenartige Führungsmittel (3, 3a, 3b) aufweist, an denen der Rinnenhalterungsteil
(1) auf frei wählbarer Höhe festklemmbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsmittel (3, 3a,
3b) durch einen zwischen zwei Stirnseiten (3a, 3b) gebildeten, langgezogenen Schlitz
(3) gebildet sind und dass der Rinnenhalterungsteil (1) mit mindestens einem durch
den Schlitz (3) hindurchgreifenden und die Stirnseiten (3a, 3b) hintergreifenden Klemmittel
(9, 10) am Verankerungsteil (2) befestigbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die den Schlitz (3) begrenzenden
Stirnseiten (3a, 3b) durch Abstandshalter (4a, 4b) von der Montagefläche beabstandet
sind, so dass die Klemmittel (9, 10) entlang der Führungsmittel verschiebbar sind,
auch wenn der Verankerungsteil am Dach befestigt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (4a,
4b) entlang des Schlitzes (3) verlaufende Anschlagflächen für die Klemmittel (10)
sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsteil
(2) ein längliches Blechprofil ist, das an einer im wesentlichen vertikalen Montagefläche
des Daches zu befestigen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsteil
(2) in das Holz der Montagefläche eintreibbare Spitzen (7) zur provisorischen Fixierung
aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungsteil
aus mindestens zwei in frei wählbarer gegenseitiger Winkelstellung miteinander starr
verbindbare Elemente (11, 26) umfasst, wobei das erste Element (26) an einer schrägen
Montagefläche (21a) des Daches zu verankern ist und das zweite Element (11) zwecks
Befestigung des Rinnenhalterungsteils (1) vertikal auszurichten ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Element (26) mindestens
eine im montierten Zustand des Verankerungsteils senkrecht zur Montagefläche (21a)
und parallel zur Fallinie ausgerichtete Wand (18) mit einer Oeffnung (19) zum Anbringen
von Verbindungsmitteln aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Oeffnung in der Wand
(18) ein Langloch (19) ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das erste
Element (26) ein Abstands- resp. Stützelement (17a/17b/17c) zum Abstützen einer Konterlattierung
(29) resp. von Isolierplatten (27) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement durch
ein im wesentlichen u-förmiges Blechprofil (17a/17b/17c, 16a, 16b, 18) gebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente
(11, 26) des Verankerungsteils je aus einem geformten Blech gebildet sind.