[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbringen eines im wesentlichen vertikalen,
mit Stützflüssigkeit gefüllten Bodenschlitzes im Zuge der Herstellung einer Dicht-
oder Stützwand, - mit einem Fräsaggregat, welches an seinem unteren Ende zwei hintereinander
angeordnete, um parallele horizontale Achsen gegenläufig antreibbar gelagerte Schneidräder
aufweist, zwischen denen ein Ansaugstutzen einer Abfuhrleitung für gelöstes Bodenmaterial
angeordnet ist.
[0002] Bekannte Vorrichtungen der genannten Art (DE-C-36 02 387, DE-A-34 24 999) bestehen
regelmäßig nur aus dem Fräsaggregat, welches über ein Seil mit einem Kran, Bagger
oder dergleichen verbunden, mit dessen Hilfe das Fräsaggregat angehoben oder abgesenkt
werden kann. Nachteilig ist, daß dabei eine Kontrolle des Weges, den das Fräsaggregat
nimmt, sobald es in der Stützflüssigkeit versenkt worden ist, praktisch nicht mehr
möglich ist, zumal der Bagger bzw. Kran in keinster Weise auf die Arbeit des Fräsaggregates
abgestimmt ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art so auszubilden, daß der Weg, den das Fräsaggregat beim Arbeiten nimmt, kontrollierbar
bleibt, und zwar auch in großen Tiefen.
[0004] Hierzu lehrt die vorliegende Erfindung, daß das Fräsaggregat über ein Tragrohr aus
drehfest miteinander gekuppelten Tragrohrschüssen an einem Masttragwerk auf- und niederbewegbar
gehalten und geführt ist. - Die Erfindung geht hierbei von der Erkenntnis aus, daß
die gewünschte Kontrolle ohne weiteres möglich ist, wenn die Anbindung des Fräsaggregates
an das entsprechende Trägergerät nicht mehr über ein Seil, sondern eine drehfeste,
übertage entsprechend gehaltene und geführte Rohranordnung erfolgt.
[0005] Für die weitere Ausgestaltung bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere Möglichkeiten.
So ist in einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, daß das Masttragwerk aus einem
horizontalen Gitterwerk und einem vertikalen Tragmast aufgebaut ist. Besonders vorteilhaft
ist hierbei, wenn dieses horizontale Gitterwerk nivellierbar, in zwei zueinander senkrechten
horizontalen Richtungen bewegbar und um eine vertikale Achse drehbar ausgebildet ist.
Das ist ohne weiteres möglich, wenn das horizontale Gitterwerk mit insbesondere vier
Raupenfahrwerken ausgerüstet ist; möglich ist das aber auch mit einer Ausbildung des
horizontalen Gitterwerkes als Schreitrahmen, welches die oben genannten Bewegungsmöglichkeiten
mehr oder weniger impliziert. Zweckmäßigerweise ist das horizontale Gitterwerk mit
Tragplattformen für entsprechende Vorrichtungsteile, wie Motoren und dergleichen versehen.
So empfiehlt es sich, das Masttragwerk mit einem Magazin für die Tragrohrschüsse zu
versehen, denen man in der Regel eine Länge von etwa 10 bis 12 m geben wird. Der vertikale
Tragmast ist vorteilhafterweise mit Hilfe von Ausrichtzylinderkolbenanordnungen um
eine zur Längsrichtung des Bodenschlitzes parallele horizontale Achse verschwenkbar
auf dem horizontalen Gitterwerk gelagert. Auf dem vertikalen Tragmast kann über einen
Drehkranz ein Kranausleger befestigt sein, mit dessen Hilfe ohne große Schwierigkeiten
die Manipulation der Tragrohrschüsse insbesondere aus dem Magazin erfolgen kann.
[0006] Das Halten und Führen des Tragrohres bzw. der Tragrohrschüsse erfolgt am einfachsten
dergestalt, daß das Masttragwerk mit einer unteren Tragrohrführungsschelle und einer
oberen, auf- und niederbewegbar gelagerten Tragrohrhalterungsschelle versehen ist.
Da das Fräsaggregat beim Arbeiten regelmäßig unter Eigengewicht absinkt, wird also
der oberste Tragrohrschuß mit Vorkragungen auf der Tragrohrhalterungsschelle aufliegen,
während der Tragrohrschuß selbst in der unteren Tragrohrführungsschelle geführt ist.
Das Ziehen des Tragrohres erfolgt mit der oberen Tragrohrhalterungsschelle, wobei
die untere Tragrohrführungsschelle zum temporären Halten des restlichen Tragrohres
beim Entfernen eines Tragrohrschusses dient. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, die
untere Tragrohrführungsschelle aufklappbar und im Masttragwerk vor- und zurückbewegbar
auszubilden, damit die entsprechenden Tragrohrschüssemanipulationen möglich sind.
Im übrigen zeichnet sich eine bevorzugte Ausführungsform dadurch aus, daß die obere
Tragrohrhalterungsschelle am einen Ende eines über einen Rollenbock umgelenkten und
mit seinem anderen Ende mit dem Masttragwerk verbundenen Zugmittel befestigt ist und
der Rollenbock mit Hilfe einer Hydraulikzylinderkolbenanordnung auf- und niederbewegbar
im Masttragwerk gelagert ist. Hierbei wird eine niedrige Bauweise des Masttragwerkes
erreicht, weil ein vorgegebener Hub des Rollenbockes einen doppelten Hub der oberen
Tragrohrhalterungsschelle bewirkt. Auch die obere Tragrohrhalterungsschelle wird zweckmäßigerweise
aufklappbar ausgebildet. Das Zugmittel kann aus zwei parallelen Laschenketten bestehen.
[0007] Für die Tragrohrschüsse empfiehlt sich für den vorgesehenen Einsatzzweck insbesondere
eine Ausführungsform, bei der die Tragrohrschüsse an ihren einander zugeordneten Enden
mit Ringdichtungen aufweisenden Steckmuffenausbildungen und mit Hilfe von Steckbolzen
verdrehungssicher miteinander kuppelbaren Radialflanschen versehen sind; es genügt
dann einfach die Tragrohrschüsse aufeinander zu setzen und die Steckbolzen einzuschieben.
Beim Ziehen des Tragrohres sind lediglich die Steckbolzen zu entfernen, woraufhin
der jeweils obere Tragrohrschuß entfernt werden kann. Alles das ergibt eine einfache
Handhabung. Die Abfuhrleitung ist zweckmäßigerweise dem Tragrohr entsprechend aus
Abfuhrleitungsrohrschüssen aufgebaut. Diese wird man mit jeweils einem der Tragrohrschüsse
zu einer Rohrschußeinheit vereinigen, so daß die Abfuhrleitungsrohrschüsse im Zuge
der Manipulation eines Tragrohrschusses gleichsam von selbst erfolgt. Die Abfuhrleitungsrohrschüsse
können ohne weiteres innerhalb der Tragrohrschüsse angeordnet sein.
[0008] Zur Vermeidung von schädlichen Zwängungen wird man das Tragrohr vorteilhafterweise
über ein drehsteifes Kreuzgelenk mit dem Fräsaggregat verbinden. Dieses Fräsaggregat
wird man vorteilhafterweise aus einem quaderförmigen Führungskörper und einem darin
mit Hilfe von Steuerzylinderkolbenanordnungen verschwenkbar gelagerten Schneidradträger
aufbauen; über die Steuerzylinderkolbenanordnungen kann dann einem eventuellen Verlaufen
des Fräsaggregates gegengesteuert werden. Für die Schneidräder hat sich ein Antrieb
als empfehlenswert herausgestellt, der als Hydroantrieb mit von Elektromotoren angetriebenen
Hydropumpen ausgebildet ist und im Fräsaggregat untergebracht ist, wobei die Versorgung
der Elektromotoren über Kabel mit elektrischer Energie erfolgt, die von Kabeltrommeln
im Masttragwerk ab- und auf dieser wieder aufwickelbar sind. Es besteht aber auch
die Möglichkeit, die Schneidräder von im Fräsaggregat untergebrachten Hydropumpen
anzutreiben, die ihrerseits mechanisch über eine durch das Tragrohr geführte Wellenanordnung
angetrieben sind; es versteht sich von selbst, daß die Wellenanordnung dann ebenfalls
wie das Tragrohr aus entsprechenden Schüssen aufgebaut wird. Jedenfalls bleibt auch
bei dieser Ausführungsform der regelbare hydraulische Antrieb der Schneidräder mit
seinen Vorteilen erhalten.
[0009] Eine Förderpumpe der Abfuhrleitung wird man, sofern diese ebenfalls im Fräsaggregat
untergebracht ist, ebenso wie die Schneidräder antreiben. Es besteht aber ohne weiteres
auch die vorzuziehende Möglichkeit, die Förderpumpe der Abfuhrleitung auf dem Masttragwerk
anzuordnen und die Abfuhrleitung im Anschluß an den Ansaugstutzen als mit Hilfe von
Verstellzylinderkolbenanordnungen teleskopierbare Rohranordnung auszubilden, weil
so die geodätische Saughöhe kleiner gehalten werden kann.
[0010] Grundsätzlich ist es möglich, neben der Abfuhrleitung noch ein entsprechend ausgebildetes
Sondenrohr aus Schüssen im Tragrohr vorzusehen, um entsprechende Meßeinrichtungen
bis in den Bereich des Fräsaggregates ablassen zu können. Hier ergibt sich jedoch
eine wesentlich einfachere und genauere Möglichkeit der Kontrolle der Lage des Fräsaggregates,
wenn die Abfuhrleitung außerhalb des Tragrohres verläuft, das heißt das Tragrohr leer
bleibt, am unteren Ende des Tragrohres eine Zieltafel für ein im Bereich des Masttragwerkes
angeordnetes Laserstrahlgerät vorgesehen ist und das obere Ende des Tragrohres mit
einer Meß- und Steuereinrichtung für eine Tragrohrverdrehung versehen ist. Da bei
Einsatz des Laserstrahlgerätes keine Stützflüssigkeit (Bentonitsuspension) in das
Tragrohr hineingelangen darf, sind die Ringdichtungen zwischen den einzelnen Rohrschüssen
vorzugsweise als Lippendichtungen ausgebildet. Im übrigen empfiehlt es sich, die obere
Tragrohrhalterungsschelle mit einem Drehkranz für das obere Ende des Tragrohres zu
versehen, um die Verdrehung zwängungsfrei feststellen zu können.
[0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- perspektivisch eine Vorrichtung zum Einbringen eines Bodenschlitzes,
- Fig. 2
- das Masttragwerk der Vorrichtung gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- ein Raupenfahrwerk des Masttragwerkes gemäß den Fig. 1 und 2,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf eine andere Ausführungsform des Masttragwerkes,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des Gegenstandes der Fig. 4,
- Fig. 6
- eine Seitenansicht des Tragmastes des Masttragwerkes gemäß Fig. 2,
- Fig. 7
- eine Vorderansicht des Tragmastes,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht einer Tragrohrhalterungsschelle,
- Fig. 9
- eine Draufsicht auf die Tragrohrhalterungsschelle gemäß Fig. 8,
- Fig. 10
- eine abgewandelte Ausführungsform der Tragrohrhalterungsschelle gemäß Fig. 9,
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf eine Tragrohrführungsschelle,
- Fig. 12a
- einen Schnitt durch das Tragrohr der Fig. 1 im Bereich einer Rohrschußverbindung in
vergrößerter Darstellung,
- Fig. 12b
- den Gegenstand der Fig. 12a bei voneinander getrennten Rohrschüssen,
- Fig. 13
- eine Seitenansicht eines Fräsaggregates,
- Fig. 14
- eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform des Fräsaggregates,
- Fig. 15
- eine Seitenansicht eines Teils einer anderen Ausführungsform des Tragrohres sowie
Fräsaggregates und
- Fig. 16
- schematisch eine Aufsicht und einen Schnitt durch eine andere Ausführungsform einer
Vorrichtung mit Laserstrahlgerät.
[0012] Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zum Einbringen eines im wesentlichen
vertikalen, mit Stützflüssigkeit, z. B. Bentonitsuspension, gefüllten Bodenschlitzes
im Zuge der Herstellung einer Dicht- oder Stützwand. Die Vorrichtung weist zunächst
ein Fräsaggregat 100 auf, welches an seinem unteren Ende zwei Schneidräder 101 aufweist,
die hintereinander angeordnet um parallele horizontale Achsen 102 gegenläufig antreibbar
gelagert sind. Zwischen den Schneidrädern 101 ist ein Ansaugstutzen 103 einer Abfuhrleitung
104 für gelöstes Bodenmaterial angeordnet (vgl. Fig. 1, 2, 13 und 14).
[0013] Wie man insbesondere der Fig. 1 entnimmt, ist das Fräsaggregat 100 über ein Tragrohr
200 aus drehfest miteinander gekuppelten Tragrohrschüssen 201 an einem Masttragwerk
300 auf- und niederbewegbar gehalten und geführt.
[0014] Einzelheiten des Masttragwerkes 300 ergeben sich insbesondere aus den Fig. 2 bis
7. Das Masttragwerk 300 ist aus einem horizontalen Gitterwerk 301 und einem vertikalen
Tragmast 302 aufgebaut. Das horizontale Gitterwerk 301 ist nivellierbar, in zwei zueinander
senkrechten horizontalen Richtungen, nämlich in Längsrichtung des Bodenschlitzes und
quer dazu bewegbar und um eine vertikale Achse drehbar ausgebildet. Bei der Ausführungsform
nach den Fig. 1 und 2 ist das horizontale Gitterwerk 301 mit Raupenfahrwerken 303
ausgerüstet, die an Auslegern 304 des Gitterwerkes 301 befestigt sind. Einzelheiten
entnimmt man insoweit der Fig. 3. Das Raupenfahrwerk 303 ist über eine Hydraulikzylinderkolbenanordnung
305 höhenverstellbar und drehbar an eine Buchse angeschlossen, in der der zugeordnete
Ausleger 304 mit Hilfe einer weiteren Hydraulikzylinderkolbenanordnung 307 verstellbar
gelagert ist. Eine Drehung des horizontalen Gitterwerkes 301 um eine vertikale Achse
ist möglich, indem die vier Raupenfahrwerke 303 tangential zu einem gedachten Kreis
eingestellt werden. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 4 und 5 ist das horizontale
Gitterwerk 301 als Schreitrahmen aus Längs- und Querträgern 308 bzw. 309 ausgebildet.
Dabei sind die Querträger 309 in zwei getrennte Schlitten 310 an den Enden der Längsträger
308 aufgelöst. Zwei Verschiebezylinder 311 für jeden Querträger 309 gestatten eine
Schrägstellung der Querträger 309 wie zuvor für die Raupenfahrwerke 303 beschrieben,
so daß auch hier eine Drehbewegung möglich ist. Durch parallele Schrägstellung der
Querträger 309 kann auch eine schräg gerichtete Seitwärtsbewegung vollführt werden.
Ansonsten ist das Schreitwerkprinzip wie üblich.
[0015] Wiederum Fig. 1 entnimmt man, daß das horizontale Gitterwerk 301 mit Tragplattformen
312 für Aggregate, z. B. Antriebsmotoren versehen ist. Außerdem ist das Masttragwerk
300 mit einem Magazin 313 für die Tragrohrschüsse 201 versehen, die eine Höhe von
etwa 10 bis 12 m aufweisen. Ausweislich Fig. 2 ist der vertikale Tragmast 302 mit
Hilfe von Ausrichtzylinderkolbenanordnungen 314 um eine zur Längsrichtung des Bodenschlitzes
parallele horizontale Achse 315 verschwenkbar auf dem horizontalen Gitterwerk 301
gelagert. Außerdem entnimmt man den Fig. 1 und 2, daß auf dem vertikalen Tragmast
302 über einen Drehkranz ein Kranausleger 317 befestigt ist, mit dem beispielsweise
die Tragrohrschüsse 201 manipuliert werden können.
[0016] Aus einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 und 2 erkennt man, daß das Masttragwerk
300 mit einer unteren Tragrohrführungsschelle 318 und einer oberen, auf- und niederbewegbar
im Tragmast 302 gelagerten Tragrohrhalterungsschelle 319 versehen ist. Einzelheiten
der unteren Tragrohrführungsschelle 318 zeigt Fig. 11. Die untere Tragrohrführungsschelle
318 ist aufklappbar ausgebildet und im Masttragwerk 300, d. h. dem horizontalen Gitterwerk
301 vor- und zurückbewegbar ausgebildet. Das Vor- und Zurückbewegen sowie Auf- und
Zuklappen der unteren Tragrohrführungsschelle 318 erfolgt mit zugeordneten Hydraulikzylinderkolbenanordnungen
320. Einzelheiten der oberen Tragrohrhalterungsschelle 319 sind aus den Fig. 8 bis
10 ersichtlich. Sie ist im Tragmast 302 des Masttragwerkes 300 in Führungen 321 auf-
und niederbewegbar gelagert. Außerdem ist sie am einen Ende eines über einen Rollenbock
322 umgelenkten und mit seinem anderen Ende mit dem Masttragwerk 300 verbundenen Zugmittels
323 befestigt. Der Rollenbock 322 seinerseits ist mit Hilfe einer Hydraulikzylinderkolbenanordnung
324 auf- und niederbewegbar im Masttragwerk 300 gelagert (vgl. Fig. 6 und 7). Auch
die obere Tragrohrhalterungsschelle 319 ist aufklappbar ausgebildet und ggf. zusätzlich
mit oberen Rollen 325 versehen, damit sich das zugeordnete Ende des obersten Tragrohrschusses
201 ohne Zwängungen verdrehen kann. Das besagte Zugmittel 323 besteht aus zwei parallelen
Laschenketten 326, die mit ihrem unteren Ende über Ausgleichszylinderkolbenanordnungen
327 mit dem Gitterwerk 301 verbunden sind. Die Hydraulikzylinderkolbenanordnung 324,
mit der der Rollenbock 322 auf- und niederbewegbar ist, besteht aus zwei Hydraulikkzylindern.
Wie man insbesondere aus der Fig. 6 zu erkennen vermag, bewirkt ein vorgegebener Hub
des Rollenbockes 322 einen doppelt so großen Hub der oberen Tragrohrhalterungsschelle
319.
[0017] Die Tragrohrschüsse 201 sind an ihren einander zugeordneten Endungen mit Steckmuffenausbildungen
202 versehen, die Ringdichtungen 203 aufweisen (vgl. insbesondere Fig. 12a). Außerdem
sind die Tragrohrschüsse 201 an den einander zugeordneten Enden mit Radialflanschen
204 versehen, die mit Hilfe von Steckbolzen (nicht dargestellt) verdrehungssicher
miteinander kuppelbar sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 12a, 12b ist auch die
Abfuhrleitung 104 dem Tragrohr 200 entsprechend aus Abfuhrleitungsrohrschüssen 105
aufgebaut. Die Abfuhrleitungsrohrschüsse 105 sind jeweils mit einem der Tragrohrschüsse
201 zu einer Rohrschußeinheit vereinigt. Dabei sind die Abfuhrleitungsrohrschüsse
105 innerhalb der Tragrohrschüsse 201 angeordnet. Entsprechend ist auch noch ein Meßzwecken
dienendes Sondenrohr 205 im Tragrohr 200 vorhanden, das entsprechend der Abfuhrleitung
104 ausgebildet ist. Beim Aufsetzen eines Tragrohrschusses 201 auf das Ende eines
anderen Tragrohrschusses 201 gleiten die Steckmuffenausbildungen 202 von selbst ineinander,
bis Bohrungen 206 in den Radialflanschen 204 miteinander fluchten, in die die Steckbolzen
ohne weiteres eingesteckt werden können. Dabei sind die Enden der Steckmuffen in der
Rohrlängsachse so gestaffelt, daß das Zusammenfügen der einzelnen Rohrenden sichtbar
und nacheinander erfolgt (vgl. Fig. 12b). Auch das Ein- und Ausbauen der Dichtungen
203 wird durch diese Ausbildung erleichtert. In gleicher Weise können nach Entfernen
der Steckbolzen die beiden Rohrschüsse 201 ohne weiteres voneinander abgezogen werden.
[0018] Die Ausbildung des Fräsaggregates 100 ergibt sich aus den Fig. 13 und 14. Das Tragrohr
200 ist über ein drehsteifes Kreuzgelenk 207 mit dem Fräsaggregat 100 verbunden. Letzteres
ist aus einem quaderförmigen Führungskörper 106 und einem darin mit Hilfe von Steuerzylinderkolbenanordnungen
108 verschwenkbar gelagerten Schneidradträger 107 aufgebaut. Bei der Ausführungsform
nach Fig. 13 ist der Schneidradträger 107 über die Steuerzylinderkolbenanordnungen
108 mit dem Führungskörper 106 verbunden. Bei der Ausführungsform nach Fig. 14 ist
der Schneidradträger 107 raumgelenkig (bei 109) im Führungskörper 106 gelagert und
mit Hilfe der Steuerzylinderkolbenanordnungen 108 in verschiedene Richtungen steuerbar.
[0019] Bei der Ausführungsform nach Fig. 13 weisen die Schneidräder 101 einen Hydroantrieb
110 auf, dessen Hydropumpen von frequenzgeregelten Elektromotoren angetrieben sind.
Dieser Hydroantrieb 110 ist insgesamt im Fräsaggregat 100 untergebracht und über Kabel
111 mit elektrischer Energie versorgbar, die von Kabeltrommeln 328 am Masttragwerk
300 ab- und auf diese wieder aufwickelbar sind. Auch eine Förderpumpe 112 für die
Abfuhrleitung 104 wird von einem Elektromotor angetrieben, die ebenfalls im Fräsaggregat
100 untergebracht ist. Die Kabel 111 können im Bereich der Kupplungen der Tragrohrschüsse
201 am Tragrohr 200 festgelegt werden. Bei der Ausführungsform nach Fig. 15 sind die
Schneidräder 101 abweichend von den vorerwähnten Ausführungsformen mechanisch über
eine durch das Tragrohr 200 geführte Wellenanordnung 208 angetrieben. Diese Wellenanordnung
208 ist in der gleichen Weise zusammensteckbar wie die Tragrohrschüsse 201. Primärseitig
werden die mechanischen Wellen der Wellenanordnung 208 von Elektro- oder Hydromotoren
angetrieben, sekundärseitig treiben die Wellen über Gelenkwellen und ein Verteilergetriebe
Hydropumpen an, die mit den Schneidrädern 101 gekoppelt sind. Die Förderpumpe 112
der Abfuhrleitung 104 kann aber auch auf dem Masttragwerk 300 angeordnet werden. Die
Abfuhrleitung 104 ist dann im Anschluß an den Ansaugstutzen 103 als Rohranordnung
ausgebildet, die mit Hilfe von Verstellzylinderkolbenanordnungen 113 teleskopierbar
ist, um die Förderhöhe klein zu halten. Beim Fräsen eines Bodenschlitzes wird ein
Tragrohrschuß 201 bei teleskopierter Rohranordnung aufgesetzt und gekuppelt, woraufhin
die Rohranordnung zusammengefahren wird. Der Hub wird dann dadurch erreicht, daß der
restliche Teil des Rohrschusses 201 beim Fräsen eingefahren und anschließend die teleskopierbare
Rohranordnung wieder auseinandergefahren wird.
[0020] Über das bereits genannte Sondenrohr 205 kann zur Kontrolle der Stellung des Fräsaggregates
100 eine Sonde abgelassen werden. Eine andere Ausführungsform ist in Fig. 16 dargestellt.
Die Abfuhrleitung 104 verläuft hier außerhalb des Tragrohres 200, d. h. das Tragrohr
200 selbst wird als Meßrohr benutzt. Am unteren Ende des Tragrohres 200 ist eine Zieltafel
209 für ein im Bereich des Masttragwerkes 300 angeordnetes Laserstrahlgerät 329 vorgesehen.
Das obere Ende des Tragrohres 200 ist mit einer Meß- und Steuereinrichtung 210 für
eine Tragrohrverdrehung versehen. Mit Hilfe dieser Meß- und Steuereinrichtung 210
kann auch eine aktive Drehbewegung auf das Tragrohr 200 ausgeübt werden, um bei einer
abweichenden Verdrehung der Fräse eine Gegenbewegung zu erzwingen. Damit das Tragrohr
200 auch tatsächlich dicht bleibt und keine Stützflüssigkeit hineingelangt, empfiehlt
es sich, die Ringdichtungen 203 als Lippendichtungen auszubilden. Die obere Tragrohrhalterungsschelle
319 ist im vorgenannten Fall zweckmäßigerweise mit einem Drehkranz 330 für das obere
Ende des Tragrohres 200 versehen, um freie Drehbarkeit zu gewährleisten.
[0021] Die Funktion der beschriebenen Vorrichtung ergibt sich unschwer aus den Figuren.
Beim Herstellen des Bodenschlitzes sinkt das Fräsaggregat 100 unter seinem Eigengewicht
nach unten ab, wobei das freie Ende des oberen Tragrohrschusses 201 auf der Tragrohrhalterungsschelle
319 aufliegt bzw. durch Gegensteuern auch gehalten ist. Auf diese Weise gelingt es,
den Andruck der Fräsräder 101 an die Abbausohle beliebig zu regulieren, indem das
Absenken des Fräsaggregates 100 in Abhängigkeit von der Abbauleistung und der Abförderleistung
gesteuert wird.
[0022] Man kann auch einen Anpreßdruck auf die Abbausohle ausüben, der größer ist als der
von dem Eigengewicht der angehängten Vorrichtung abzüglich der Auftriebskräfte. Zu
diesem Zweck wird die untere oder die obere Halteschelle 318 bzw. 319 als Druckwiderlager
ausgebildet. Das oberirdische Aggregat wird erforderlichenfalls entsprechend ballastiert.
Außerdem muß das Tragrohr 200 knicksicher ausgestattet werden, z. B. indem in Abständen,
die der Länge der Rohrschüsse 201 entsprechen, Abstandhalter angebracht sind, die
sich gegen die Schlitzflanken abstützen.
[0023] Jedenfalls wird das Tragrohr 200 in der unteren Tragrohrführungsschelle 318 geführt.
Zum Aufsetzen eines neuen Tragrohrschusses 201 wird die obere Tragrohrhalterungsschelle
319 nach oben gefahren, wobei das obere Ende des letzten Rohrschusses 201 von der
unteren Tragrohrführungsschelle 318 gehalten wird. Nach Aufklappen der oberen Tragrohrhalterungsschelle
319 wird ein neuer Tragrohrschuß 201 aufgesetzt, woraufhin die untere Tragrohrführungsschelle
318 geöffnet und zurückgezogen wird, so daß im Zuge des weiteren Fräsens die zwischen
den Tragrohrschüssen 201 vorhandene Kupplungsanordnung vorbeileitbar ist. Anschließend
wird die untere Tragrohrführungsschelle 318 wieder vorgefahren sowie geschlossen und
dient anschließend der Führung des neuen Rohrschusses 201.
1. Vorrichtung zum Einbringen eines im wesentlichen vertikalen, mit Stützflüssigkeit
gefüllten Bodenschlitzes im Zuge der Herstellung einer Dicht- oder Stützwand, - mit
einem Fräsaggregat, (100) welches an seinem unteren Ende zwei hintereinander angeordnete,
um parallele horizontale Achsen (102) gegenläufig antreibbar gelagerte Schneidräder
(101) aufweist, zwischen denen ein Ansaugstutzen (103) einer Abfuhrleitung (104) für
gelöstes Bodenmaterial angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Fräsaggregat (100) über ein Tragrohr (200) aus drehfest miteinander gekuppelten
Tragrohrschüssen (201) an einem Masttragwerk (300) auf- und niederbewegbar gehalten
und geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Masttragwerk (300) aus
einem horizontalen Gitterwerk (301) und einem vertikalen Tragmast (302) aufgebaut
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk
(301) nivellierbar, in zwei zueinander senkrechten horizontalen Richtungen bewegbar
und um eine vertikale Achse drehbar ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk
(301) mit Raupenfahrwerken (303) ausgerüstet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk
(301) als Schreitrahmen (308, 309) ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale
Gitterwerk (301) mit Tragplattformen (312) versehen ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Masttragwerk
(300) mit einem Magazin (313) für die Tragrohrschüsse (201) versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikale
Tragmast (302) mit Hilfe von Ausrichtzylinderkolbenanordnungen (314) um eine zur Längsrichtung
des Bodenschlitzes parallele horizontale Achse (315) verschwenkbar auf dem horizontalen
Gitterwerk (301) gelagert ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem
vertikalen Tragmast (302) über einen Drehkranz (316) ein Kranausleger (317) befestigt
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Masttragwerk
(300) mit einer unteren Tragrohrführungsschelle (318) und einer oberen, auf- und niederbewegbar
gelagerten Tragrohrhalterungsschelle (319) versehen ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Tragrohrführungsschelle
(318) aufklappbar und im Masttragwerk (300) vor- und zurückbewegbar ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Tragrohrhalterungsschelle
(319) am einen Ende eines über einen Rollenbock (322) umgelenkten und mit seinem anderen
Ende mit dem Masttragwerk (300) verbundenen Zugmittels (323) befestigt ist und der
Rollenbock (322) mit Hilfe einer Hydraulikzylinderkolbenanordnung (324) auf- und niederbewegbar
im Masttragwerk (300) gelagert ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Tragrohrhalterungsschelle
(319) aufklappbar ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugmittel (323)
aus zwei parallelen Laschenketten (326) besteht.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragrohrschüsse
(201) an ihren einander zugeordneten Enden mit Ringdichtungen (203) aufweisenden Steckmuffenausbildungen
(202) und mit Hilfe von Steckbolzen verdrehungssicher miteinander kuppelbaren Radialflanschen
(204) versehen sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitung
(104) dem Tragrohr (200) entsprechend aus Abfuhrleitungsrohrschüssen (105) aufgebaut
ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitungsrohrschüsse
(105) mit jeweils einem der Tragrohrschüsse (201) zu einer Rohrschußeinheit vereinigt
sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitungsrohrschüsse
(105) innerhalb der Tragrohrschüsse (201) angeordnet sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragrohr
(200) über ein drehsteifes Kreuzgelenk (207) mit dem Fräsaggregat (100) verbunden
ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Fräsaggregat
(100) aus einem quaderförmigen Führungskörper (106) und einem darin mit Hilfe von
Steuerzylinderkolbenanordnungen (108) verschwenkbar gelagerten Schneidradträger (107)
aufgebaut ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidräder
(101) einen als Hydroantrieb (110) mit von Elektromotoren angetriebenen Hydropumpen
ausgebildeten Antrieb aufweisen, welcher im Fräsaggregat (100) untergebracht ist und
über Kabel (111) mit elektrischer Energie versorgbar ist, die von Kabeltrommeln (328)
am Masttragwerk (300) ab- und auf diese wieder aufwickelbar sind.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidräder
(101) von im Fräsaggregat (100) untergebrachten Hydropumpen angetrieben sind, die
ihrerseits mechanisch über eine durch das Tragrohr (200) geführte Wellenanordnung
(208) angetrieben sind.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß eine Förderpumpe
(112) der Abfuhrleitung (104) auf dem Masttragwerk (300) angeordnet ist und die Abfuhrleitung
(104) im Bereich des Ansaugstutzens (103) als mit Hilfe von Verstellzylinderkolbenanordnungen
(113) teleskopierbare Rohranordnung ausgebildet ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitung
(104) außerhalb des Tragrohres (200) verläuft, daß am unteren Ende des Tragrohres
(200) eine Zieltafel (209) für ein im Bereich des Masttragwerkes (300) angeordnetes
Laserstrahlgerät (329) vorgesehen ist und daß das obere Ende des Tragrohres (200)
mit einer Meß- und Steuereinrichtung (210) für eine Tragrohrverdrehung versehen ist.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringdichtungen
(203) als Lippendichtungen ausgebildet sind.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß die obere
Tragrohrhalterungsschelle (319) mit einem Drehkranz (330) für das obere Ende des Tragrohres
(200) versehen ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Vorrichtung zum Einbringen eines im wesentlichen vertikalen, mit Stützflüssigkeit
gefüllten Bodenschlitzes im Zuge der HerStellung einer Dicht- oder Stützwand, - mit
einem Fräsaggregat (100), welches über ein Tragrohr (200) auf- und niederbewegbar
gehalten ist und an seinem unteren Ende zwei hintereinander angeordnete, um parallele
horizontale Achsen (102) gegenläufig antreibbar gelagerte Schneidräder (101) aufweist,
zwischen denen ein Ausgangsstutzen (103) einer Abfuhrleitung (104) für gelöstes Bodenmaterial
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragrohr (200) an einem Masttragwerk (300) auf- und niederbewegbar gehalten
sowie geführt ist und aus drehfest miteinander gekuppelten Tragrohrschüssen (201)
aufgebaut ist und daß das Masttragwerk (300) mit einem Magazin (313) für die Tragrohrschüsse
(201) versehen und aus einem bewegbaren horizontalen Gitterwerk (301) sowie einem
vertikalen Tragmast (302) aufgebaut ist, auf dem über einen Drehkranz (316) ein Kranausleger
(317) für die Manipulation der Tragrohrschüsse (201) befestigt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk
(301) nivellierbar, in zwei zueinander senkrechten horizontalen Richtungen bewegbar
und um eine vertikale Achse drehbar ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk
(301) mit Raupenfahrwerken (303) ausgerüstet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk
(301) als Schreitrahmen (308, 309) ausgebildet ist,
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale
Gitterwerk (301) mit Tragplattformen (312) versehen ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikale
Tragmast (302) mit Hilfe von Ausrichtzylinderkolbenanordnungen (314) um eine zur Längsrichtung
des Bodenschlitzes parallele horizontale Achse (315) verschwenkbar auf dem horizontalen
Gitterwerk (301) gelagert ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitung
(104) dem Tragrohr (200) entsprechend aus Abfuhrleitungsrohrschüssen (105) aufgebaut
ist,
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitungsrohrschüsse
(105) mit jeweils einem der Tragrohrschfüsse (201) zu einer Rohrschußeinheit vereinigt
sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitungsrohrschüsse
(105) innerhalb der Tragrohrschüsse (201) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragrohr
(200) über ein drehsteifes Kreuzgelenk (207) mit dem Fräsaggregat (100) verbunden
ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Fräsaggregat
(100) aus einem quaderförmigen Führungskörper (106) und einem darin mit Hilfe von
Steuerzylinderkolbenanordnungen (108) verschwenkbar gelagerten Schneidradträger (107)
aufgebaut ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidräder
(101) einen als Hydroantrieb (110) mit von Elektromotoren angetriebenen Hydropumpen
ausgebildeten Antrieb aufweisen, welcher im Fräsaggregat (100) untergebracht ist und
über Kabel (111) mit elektrischer Energie versorgbar ist, die von Kabeltrommeln (328)
am Masttragwerk (300) ab- und auf diese wieder aufwickelbar sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneldräder
(101) von im Fräsaggregat (100) untergebrachten Hydropumpen angetrieben sind, die
ihrerseits mechanisch über eine durch das Tragrohr (200) geführte Wellenanordnung
(208) angetrieben sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitung
(104) außerhalb des Tragrohres (200) verläuft, daß am unteren Ende des Tragrohres
(200) eine Zieltafel (209) für ein im Bereich des Masttragwerkes (300) angeordnetes
Laserstrahlgerät (329) vorgesehen ist und daß das obere Ende des Tragrohres (200)
mit einer Meß- und Steuereinrichtung (210) für eine Tragrohrverdrehung versehen ist.