(19)
(11) EP 0 553 378 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.08.1993  Patentblatt  1993/31

(21) Anmeldenummer: 92101494.0

(22) Anmeldetag:  30.01.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E02F 3/18, E02F 9/02, E02F 9/04, E02F 3/24
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE FR GB IT NL

(71) Anmelder: HOCHTIEF AKTIENGESELLSCHAFT VORM. GEBR. HELFMANN
D-45128 Essen (DE)

(72) Erfinder:
  • Frenzel, Dieter, Dr.-Ing.
    W-6057 Dietzenbach (DE)
  • Gehrke, Gerhard, Dipl.-Ing.
    W-4330 Mülheim/Ruhr (DE)
  • Jordan, Detlef, Dipl.-Ing.
    W-4630 Bochum 1 (DE)
  • Lah, Gunnar, Dipl.-Ing.
    W-6106 Erzhausen (DE)
  • Versteegen, Clemens, Dipl.-Ing.
    W-4630 Bochum 7 (DE)
  • Wippig, Holger
    W-3160 Lehrte (DE)
  • Wippig, Werner
    W-3160 Lehrte (DE)

(74) Vertreter: Masch, Karl Gerhard, Dr. et al
Patentanwälte, Andrejewski, Honke & Partner, Postfach 10 02 54
D-45002 Essen
D-45002 Essen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
     
    Bemerkungen:
    Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86 (2) EPÜ.
     


    (54) Vorrichtung zum Einbringen eines Bodenschlitzes im Zuge der Herstellung einer Dicht- oder Stützwand


    (57) Eine Vorrichtung zum Einbringen eines im wesentlichen vertikalen, mit Stützflüssigkeit gefüllten Bodenschlitzes im Zuge der Herstellung einer Dicht- oder Stützwand ist mit einem Fräsaggregat (100) versehen, welches an seinem unteren Ende zwei hintereinander angeordnete, um parallele horizontale Achsen (102) gegenläufig antreibbar gelagerte Schneidräder (101) aufweist, zwischen denen ein Ansaugstutzen (103) einer Abfuhrleitung (104) für gelöstes Bodenmaterial angeordnet ist. Bei einer solchen Vorrichtung ist eine Kontrolle der Stellung des Fräsaggregates (100) möglich, wenn das Fräsaggregat (100) über ein Tragrohr (200) aus drehfest miteinander gekuppelten Tragrohrschüssen (201) an einem Masttragwerk (300) auf- und niederbewegbar gehalten und geführt ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einbringen eines im wesentlichen vertikalen, mit Stützflüssigkeit gefüllten Bodenschlitzes im Zuge der Herstellung einer Dicht- oder Stützwand, - mit einem Fräsaggregat, welches an seinem unteren Ende zwei hintereinander angeordnete, um parallele horizontale Achsen gegenläufig antreibbar gelagerte Schneidräder aufweist, zwischen denen ein Ansaugstutzen einer Abfuhrleitung für gelöstes Bodenmaterial angeordnet ist.

    [0002] Bekannte Vorrichtungen der genannten Art (DE-C-36 02 387, DE-A-34 24 999) bestehen regelmäßig nur aus dem Fräsaggregat, welches über ein Seil mit einem Kran, Bagger oder dergleichen verbunden, mit dessen Hilfe das Fräsaggregat angehoben oder abgesenkt werden kann. Nachteilig ist, daß dabei eine Kontrolle des Weges, den das Fräsaggregat nimmt, sobald es in der Stützflüssigkeit versenkt worden ist, praktisch nicht mehr möglich ist, zumal der Bagger bzw. Kran in keinster Weise auf die Arbeit des Fräsaggregates abgestimmt ist.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden, daß der Weg, den das Fräsaggregat beim Arbeiten nimmt, kontrollierbar bleibt, und zwar auch in großen Tiefen.

    [0004] Hierzu lehrt die vorliegende Erfindung, daß das Fräsaggregat über ein Tragrohr aus drehfest miteinander gekuppelten Tragrohrschüssen an einem Masttragwerk auf- und niederbewegbar gehalten und geführt ist. - Die Erfindung geht hierbei von der Erkenntnis aus, daß die gewünschte Kontrolle ohne weiteres möglich ist, wenn die Anbindung des Fräsaggregates an das entsprechende Trägergerät nicht mehr über ein Seil, sondern eine drehfeste, übertage entsprechend gehaltene und geführte Rohranordnung erfolgt.

    [0005] Für die weitere Ausgestaltung bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere Möglichkeiten. So ist in einer bevorzugten Ausführungsform vorgesehen, daß das Masttragwerk aus einem horizontalen Gitterwerk und einem vertikalen Tragmast aufgebaut ist. Besonders vorteilhaft ist hierbei, wenn dieses horizontale Gitterwerk nivellierbar, in zwei zueinander senkrechten horizontalen Richtungen bewegbar und um eine vertikale Achse drehbar ausgebildet ist. Das ist ohne weiteres möglich, wenn das horizontale Gitterwerk mit insbesondere vier Raupenfahrwerken ausgerüstet ist; möglich ist das aber auch mit einer Ausbildung des horizontalen Gitterwerkes als Schreitrahmen, welches die oben genannten Bewegungsmöglichkeiten mehr oder weniger impliziert. Zweckmäßigerweise ist das horizontale Gitterwerk mit Tragplattformen für entsprechende Vorrichtungsteile, wie Motoren und dergleichen versehen. So empfiehlt es sich, das Masttragwerk mit einem Magazin für die Tragrohrschüsse zu versehen, denen man in der Regel eine Länge von etwa 10 bis 12 m geben wird. Der vertikale Tragmast ist vorteilhafterweise mit Hilfe von Ausrichtzylinderkolbenanordnungen um eine zur Längsrichtung des Bodenschlitzes parallele horizontale Achse verschwenkbar auf dem horizontalen Gitterwerk gelagert. Auf dem vertikalen Tragmast kann über einen Drehkranz ein Kranausleger befestigt sein, mit dessen Hilfe ohne große Schwierigkeiten die Manipulation der Tragrohrschüsse insbesondere aus dem Magazin erfolgen kann.

    [0006] Das Halten und Führen des Tragrohres bzw. der Tragrohrschüsse erfolgt am einfachsten dergestalt, daß das Masttragwerk mit einer unteren Tragrohrführungsschelle und einer oberen, auf- und niederbewegbar gelagerten Tragrohrhalterungsschelle versehen ist. Da das Fräsaggregat beim Arbeiten regelmäßig unter Eigengewicht absinkt, wird also der oberste Tragrohrschuß mit Vorkragungen auf der Tragrohrhalterungsschelle aufliegen, während der Tragrohrschuß selbst in der unteren Tragrohrführungsschelle geführt ist. Das Ziehen des Tragrohres erfolgt mit der oberen Tragrohrhalterungsschelle, wobei die untere Tragrohrführungsschelle zum temporären Halten des restlichen Tragrohres beim Entfernen eines Tragrohrschusses dient. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, die untere Tragrohrführungsschelle aufklappbar und im Masttragwerk vor- und zurückbewegbar auszubilden, damit die entsprechenden Tragrohrschüssemanipulationen möglich sind. Im übrigen zeichnet sich eine bevorzugte Ausführungsform dadurch aus, daß die obere Tragrohrhalterungsschelle am einen Ende eines über einen Rollenbock umgelenkten und mit seinem anderen Ende mit dem Masttragwerk verbundenen Zugmittel befestigt ist und der Rollenbock mit Hilfe einer Hydraulikzylinderkolbenanordnung auf- und niederbewegbar im Masttragwerk gelagert ist. Hierbei wird eine niedrige Bauweise des Masttragwerkes erreicht, weil ein vorgegebener Hub des Rollenbockes einen doppelten Hub der oberen Tragrohrhalterungsschelle bewirkt. Auch die obere Tragrohrhalterungsschelle wird zweckmäßigerweise aufklappbar ausgebildet. Das Zugmittel kann aus zwei parallelen Laschenketten bestehen.

    [0007] Für die Tragrohrschüsse empfiehlt sich für den vorgesehenen Einsatzzweck insbesondere eine Ausführungsform, bei der die Tragrohrschüsse an ihren einander zugeordneten Enden mit Ringdichtungen aufweisenden Steckmuffenausbildungen und mit Hilfe von Steckbolzen verdrehungssicher miteinander kuppelbaren Radialflanschen versehen sind; es genügt dann einfach die Tragrohrschüsse aufeinander zu setzen und die Steckbolzen einzuschieben. Beim Ziehen des Tragrohres sind lediglich die Steckbolzen zu entfernen, woraufhin der jeweils obere Tragrohrschuß entfernt werden kann. Alles das ergibt eine einfache Handhabung. Die Abfuhrleitung ist zweckmäßigerweise dem Tragrohr entsprechend aus Abfuhrleitungsrohrschüssen aufgebaut. Diese wird man mit jeweils einem der Tragrohrschüsse zu einer Rohrschußeinheit vereinigen, so daß die Abfuhrleitungsrohrschüsse im Zuge der Manipulation eines Tragrohrschusses gleichsam von selbst erfolgt. Die Abfuhrleitungsrohrschüsse können ohne weiteres innerhalb der Tragrohrschüsse angeordnet sein.

    [0008] Zur Vermeidung von schädlichen Zwängungen wird man das Tragrohr vorteilhafterweise über ein drehsteifes Kreuzgelenk mit dem Fräsaggregat verbinden. Dieses Fräsaggregat wird man vorteilhafterweise aus einem quaderförmigen Führungskörper und einem darin mit Hilfe von Steuerzylinderkolbenanordnungen verschwenkbar gelagerten Schneidradträger aufbauen; über die Steuerzylinderkolbenanordnungen kann dann einem eventuellen Verlaufen des Fräsaggregates gegengesteuert werden. Für die Schneidräder hat sich ein Antrieb als empfehlenswert herausgestellt, der als Hydroantrieb mit von Elektromotoren angetriebenen Hydropumpen ausgebildet ist und im Fräsaggregat untergebracht ist, wobei die Versorgung der Elektromotoren über Kabel mit elektrischer Energie erfolgt, die von Kabeltrommeln im Masttragwerk ab- und auf dieser wieder aufwickelbar sind. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Schneidräder von im Fräsaggregat untergebrachten Hydropumpen anzutreiben, die ihrerseits mechanisch über eine durch das Tragrohr geführte Wellenanordnung angetrieben sind; es versteht sich von selbst, daß die Wellenanordnung dann ebenfalls wie das Tragrohr aus entsprechenden Schüssen aufgebaut wird. Jedenfalls bleibt auch bei dieser Ausführungsform der regelbare hydraulische Antrieb der Schneidräder mit seinen Vorteilen erhalten.

    [0009] Eine Förderpumpe der Abfuhrleitung wird man, sofern diese ebenfalls im Fräsaggregat untergebracht ist, ebenso wie die Schneidräder antreiben. Es besteht aber ohne weiteres auch die vorzuziehende Möglichkeit, die Förderpumpe der Abfuhrleitung auf dem Masttragwerk anzuordnen und die Abfuhrleitung im Anschluß an den Ansaugstutzen als mit Hilfe von Verstellzylinderkolbenanordnungen teleskopierbare Rohranordnung auszubilden, weil so die geodätische Saughöhe kleiner gehalten werden kann.

    [0010] Grundsätzlich ist es möglich, neben der Abfuhrleitung noch ein entsprechend ausgebildetes Sondenrohr aus Schüssen im Tragrohr vorzusehen, um entsprechende Meßeinrichtungen bis in den Bereich des Fräsaggregates ablassen zu können. Hier ergibt sich jedoch eine wesentlich einfachere und genauere Möglichkeit der Kontrolle der Lage des Fräsaggregates, wenn die Abfuhrleitung außerhalb des Tragrohres verläuft, das heißt das Tragrohr leer bleibt, am unteren Ende des Tragrohres eine Zieltafel für ein im Bereich des Masttragwerkes angeordnetes Laserstrahlgerät vorgesehen ist und das obere Ende des Tragrohres mit einer Meß- und Steuereinrichtung für eine Tragrohrverdrehung versehen ist. Da bei Einsatz des Laserstrahlgerätes keine Stützflüssigkeit (Bentonitsuspension) in das Tragrohr hineingelangen darf, sind die Ringdichtungen zwischen den einzelnen Rohrschüssen vorzugsweise als Lippendichtungen ausgebildet. Im übrigen empfiehlt es sich, die obere Tragrohrhalterungsschelle mit einem Drehkranz für das obere Ende des Tragrohres zu versehen, um die Verdrehung zwängungsfrei feststellen zu können.

    [0011] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
    Fig. 1
    perspektivisch eine Vorrichtung zum Einbringen eines Bodenschlitzes,
    Fig. 2
    das Masttragwerk der Vorrichtung gemäß Fig. 1,
    Fig. 3
    ein Raupenfahrwerk des Masttragwerkes gemäß den Fig. 1 und 2,
    Fig. 4
    eine Draufsicht auf eine andere Ausführungsform des Masttragwerkes,
    Fig. 5
    eine Seitenansicht des Gegenstandes der Fig. 4,
    Fig. 6
    eine Seitenansicht des Tragmastes des Masttragwerkes gemäß Fig. 2,
    Fig. 7
    eine Vorderansicht des Tragmastes,
    Fig. 8
    eine Seitenansicht einer Tragrohrhalterungsschelle,
    Fig. 9
    eine Draufsicht auf die Tragrohrhalterungsschelle gemäß Fig. 8,
    Fig. 10
    eine abgewandelte Ausführungsform der Tragrohrhalterungsschelle gemäß Fig. 9,
    Fig. 11
    eine Draufsicht auf eine Tragrohrführungsschelle,
    Fig. 12a
    einen Schnitt durch das Tragrohr der Fig. 1 im Bereich einer Rohrschußverbindung in vergrößerter Darstellung,
    Fig. 12b
    den Gegenstand der Fig. 12a bei voneinander getrennten Rohrschüssen,
    Fig. 13
    eine Seitenansicht eines Fräsaggregates,
    Fig. 14
    eine Seitenansicht einer anderen Ausführungsform des Fräsaggregates,
    Fig. 15
    eine Seitenansicht eines Teils einer anderen Ausführungsform des Tragrohres sowie Fräsaggregates und
    Fig. 16
    schematisch eine Aufsicht und einen Schnitt durch eine andere Ausführungsform einer Vorrichtung mit Laserstrahlgerät.


    [0012] Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung dient zum Einbringen eines im wesentlichen vertikalen, mit Stützflüssigkeit, z. B. Bentonitsuspension, gefüllten Bodenschlitzes im Zuge der Herstellung einer Dicht- oder Stützwand. Die Vorrichtung weist zunächst ein Fräsaggregat 100 auf, welches an seinem unteren Ende zwei Schneidräder 101 aufweist, die hintereinander angeordnet um parallele horizontale Achsen 102 gegenläufig antreibbar gelagert sind. Zwischen den Schneidrädern 101 ist ein Ansaugstutzen 103 einer Abfuhrleitung 104 für gelöstes Bodenmaterial angeordnet (vgl. Fig. 1, 2, 13 und 14).

    [0013] Wie man insbesondere der Fig. 1 entnimmt, ist das Fräsaggregat 100 über ein Tragrohr 200 aus drehfest miteinander gekuppelten Tragrohrschüssen 201 an einem Masttragwerk 300 auf- und niederbewegbar gehalten und geführt.

    [0014] Einzelheiten des Masttragwerkes 300 ergeben sich insbesondere aus den Fig. 2 bis 7. Das Masttragwerk 300 ist aus einem horizontalen Gitterwerk 301 und einem vertikalen Tragmast 302 aufgebaut. Das horizontale Gitterwerk 301 ist nivellierbar, in zwei zueinander senkrechten horizontalen Richtungen, nämlich in Längsrichtung des Bodenschlitzes und quer dazu bewegbar und um eine vertikale Achse drehbar ausgebildet. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 ist das horizontale Gitterwerk 301 mit Raupenfahrwerken 303 ausgerüstet, die an Auslegern 304 des Gitterwerkes 301 befestigt sind. Einzelheiten entnimmt man insoweit der Fig. 3. Das Raupenfahrwerk 303 ist über eine Hydraulikzylinderkolbenanordnung 305 höhenverstellbar und drehbar an eine Buchse angeschlossen, in der der zugeordnete Ausleger 304 mit Hilfe einer weiteren Hydraulikzylinderkolbenanordnung 307 verstellbar gelagert ist. Eine Drehung des horizontalen Gitterwerkes 301 um eine vertikale Achse ist möglich, indem die vier Raupenfahrwerke 303 tangential zu einem gedachten Kreis eingestellt werden. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 4 und 5 ist das horizontale Gitterwerk 301 als Schreitrahmen aus Längs- und Querträgern 308 bzw. 309 ausgebildet. Dabei sind die Querträger 309 in zwei getrennte Schlitten 310 an den Enden der Längsträger 308 aufgelöst. Zwei Verschiebezylinder 311 für jeden Querträger 309 gestatten eine Schrägstellung der Querträger 309 wie zuvor für die Raupenfahrwerke 303 beschrieben, so daß auch hier eine Drehbewegung möglich ist. Durch parallele Schrägstellung der Querträger 309 kann auch eine schräg gerichtete Seitwärtsbewegung vollführt werden. Ansonsten ist das Schreitwerkprinzip wie üblich.

    [0015] Wiederum Fig. 1 entnimmt man, daß das horizontale Gitterwerk 301 mit Tragplattformen 312 für Aggregate, z. B. Antriebsmotoren versehen ist. Außerdem ist das Masttragwerk 300 mit einem Magazin 313 für die Tragrohrschüsse 201 versehen, die eine Höhe von etwa 10 bis 12 m aufweisen. Ausweislich Fig. 2 ist der vertikale Tragmast 302 mit Hilfe von Ausrichtzylinderkolbenanordnungen 314 um eine zur Längsrichtung des Bodenschlitzes parallele horizontale Achse 315 verschwenkbar auf dem horizontalen Gitterwerk 301 gelagert. Außerdem entnimmt man den Fig. 1 und 2, daß auf dem vertikalen Tragmast 302 über einen Drehkranz ein Kranausleger 317 befestigt ist, mit dem beispielsweise die Tragrohrschüsse 201 manipuliert werden können.

    [0016] Aus einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 und 2 erkennt man, daß das Masttragwerk 300 mit einer unteren Tragrohrführungsschelle 318 und einer oberen, auf- und niederbewegbar im Tragmast 302 gelagerten Tragrohrhalterungsschelle 319 versehen ist. Einzelheiten der unteren Tragrohrführungsschelle 318 zeigt Fig. 11. Die untere Tragrohrführungsschelle 318 ist aufklappbar ausgebildet und im Masttragwerk 300, d. h. dem horizontalen Gitterwerk 301 vor- und zurückbewegbar ausgebildet. Das Vor- und Zurückbewegen sowie Auf- und Zuklappen der unteren Tragrohrführungsschelle 318 erfolgt mit zugeordneten Hydraulikzylinderkolbenanordnungen 320. Einzelheiten der oberen Tragrohrhalterungsschelle 319 sind aus den Fig. 8 bis 10 ersichtlich. Sie ist im Tragmast 302 des Masttragwerkes 300 in Führungen 321 auf- und niederbewegbar gelagert. Außerdem ist sie am einen Ende eines über einen Rollenbock 322 umgelenkten und mit seinem anderen Ende mit dem Masttragwerk 300 verbundenen Zugmittels 323 befestigt. Der Rollenbock 322 seinerseits ist mit Hilfe einer Hydraulikzylinderkolbenanordnung 324 auf- und niederbewegbar im Masttragwerk 300 gelagert (vgl. Fig. 6 und 7). Auch die obere Tragrohrhalterungsschelle 319 ist aufklappbar ausgebildet und ggf. zusätzlich mit oberen Rollen 325 versehen, damit sich das zugeordnete Ende des obersten Tragrohrschusses 201 ohne Zwängungen verdrehen kann. Das besagte Zugmittel 323 besteht aus zwei parallelen Laschenketten 326, die mit ihrem unteren Ende über Ausgleichszylinderkolbenanordnungen 327 mit dem Gitterwerk 301 verbunden sind. Die Hydraulikzylinderkolbenanordnung 324, mit der der Rollenbock 322 auf- und niederbewegbar ist, besteht aus zwei Hydraulikkzylindern. Wie man insbesondere aus der Fig. 6 zu erkennen vermag, bewirkt ein vorgegebener Hub des Rollenbockes 322 einen doppelt so großen Hub der oberen Tragrohrhalterungsschelle 319.

    [0017] Die Tragrohrschüsse 201 sind an ihren einander zugeordneten Endungen mit Steckmuffenausbildungen 202 versehen, die Ringdichtungen 203 aufweisen (vgl. insbesondere Fig. 12a). Außerdem sind die Tragrohrschüsse 201 an den einander zugeordneten Enden mit Radialflanschen 204 versehen, die mit Hilfe von Steckbolzen (nicht dargestellt) verdrehungssicher miteinander kuppelbar sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 12a, 12b ist auch die Abfuhrleitung 104 dem Tragrohr 200 entsprechend aus Abfuhrleitungsrohrschüssen 105 aufgebaut. Die Abfuhrleitungsrohrschüsse 105 sind jeweils mit einem der Tragrohrschüsse 201 zu einer Rohrschußeinheit vereinigt. Dabei sind die Abfuhrleitungsrohrschüsse 105 innerhalb der Tragrohrschüsse 201 angeordnet. Entsprechend ist auch noch ein Meßzwecken dienendes Sondenrohr 205 im Tragrohr 200 vorhanden, das entsprechend der Abfuhrleitung 104 ausgebildet ist. Beim Aufsetzen eines Tragrohrschusses 201 auf das Ende eines anderen Tragrohrschusses 201 gleiten die Steckmuffenausbildungen 202 von selbst ineinander, bis Bohrungen 206 in den Radialflanschen 204 miteinander fluchten, in die die Steckbolzen ohne weiteres eingesteckt werden können. Dabei sind die Enden der Steckmuffen in der Rohrlängsachse so gestaffelt, daß das Zusammenfügen der einzelnen Rohrenden sichtbar und nacheinander erfolgt (vgl. Fig. 12b). Auch das Ein- und Ausbauen der Dichtungen 203 wird durch diese Ausbildung erleichtert. In gleicher Weise können nach Entfernen der Steckbolzen die beiden Rohrschüsse 201 ohne weiteres voneinander abgezogen werden.

    [0018] Die Ausbildung des Fräsaggregates 100 ergibt sich aus den Fig. 13 und 14. Das Tragrohr 200 ist über ein drehsteifes Kreuzgelenk 207 mit dem Fräsaggregat 100 verbunden. Letzteres ist aus einem quaderförmigen Führungskörper 106 und einem darin mit Hilfe von Steuerzylinderkolbenanordnungen 108 verschwenkbar gelagerten Schneidradträger 107 aufgebaut. Bei der Ausführungsform nach Fig. 13 ist der Schneidradträger 107 über die Steuerzylinderkolbenanordnungen 108 mit dem Führungskörper 106 verbunden. Bei der Ausführungsform nach Fig. 14 ist der Schneidradträger 107 raumgelenkig (bei 109) im Führungskörper 106 gelagert und mit Hilfe der Steuerzylinderkolbenanordnungen 108 in verschiedene Richtungen steuerbar.

    [0019] Bei der Ausführungsform nach Fig. 13 weisen die Schneidräder 101 einen Hydroantrieb 110 auf, dessen Hydropumpen von frequenzgeregelten Elektromotoren angetrieben sind. Dieser Hydroantrieb 110 ist insgesamt im Fräsaggregat 100 untergebracht und über Kabel 111 mit elektrischer Energie versorgbar, die von Kabeltrommeln 328 am Masttragwerk 300 ab- und auf diese wieder aufwickelbar sind. Auch eine Förderpumpe 112 für die Abfuhrleitung 104 wird von einem Elektromotor angetrieben, die ebenfalls im Fräsaggregat 100 untergebracht ist. Die Kabel 111 können im Bereich der Kupplungen der Tragrohrschüsse 201 am Tragrohr 200 festgelegt werden. Bei der Ausführungsform nach Fig. 15 sind die Schneidräder 101 abweichend von den vorerwähnten Ausführungsformen mechanisch über eine durch das Tragrohr 200 geführte Wellenanordnung 208 angetrieben. Diese Wellenanordnung 208 ist in der gleichen Weise zusammensteckbar wie die Tragrohrschüsse 201. Primärseitig werden die mechanischen Wellen der Wellenanordnung 208 von Elektro- oder Hydromotoren angetrieben, sekundärseitig treiben die Wellen über Gelenkwellen und ein Verteilergetriebe Hydropumpen an, die mit den Schneidrädern 101 gekoppelt sind. Die Förderpumpe 112 der Abfuhrleitung 104 kann aber auch auf dem Masttragwerk 300 angeordnet werden. Die Abfuhrleitung 104 ist dann im Anschluß an den Ansaugstutzen 103 als Rohranordnung ausgebildet, die mit Hilfe von Verstellzylinderkolbenanordnungen 113 teleskopierbar ist, um die Förderhöhe klein zu halten. Beim Fräsen eines Bodenschlitzes wird ein Tragrohrschuß 201 bei teleskopierter Rohranordnung aufgesetzt und gekuppelt, woraufhin die Rohranordnung zusammengefahren wird. Der Hub wird dann dadurch erreicht, daß der restliche Teil des Rohrschusses 201 beim Fräsen eingefahren und anschließend die teleskopierbare Rohranordnung wieder auseinandergefahren wird.

    [0020] Über das bereits genannte Sondenrohr 205 kann zur Kontrolle der Stellung des Fräsaggregates 100 eine Sonde abgelassen werden. Eine andere Ausführungsform ist in Fig. 16 dargestellt. Die Abfuhrleitung 104 verläuft hier außerhalb des Tragrohres 200, d. h. das Tragrohr 200 selbst wird als Meßrohr benutzt. Am unteren Ende des Tragrohres 200 ist eine Zieltafel 209 für ein im Bereich des Masttragwerkes 300 angeordnetes Laserstrahlgerät 329 vorgesehen. Das obere Ende des Tragrohres 200 ist mit einer Meß- und Steuereinrichtung 210 für eine Tragrohrverdrehung versehen. Mit Hilfe dieser Meß- und Steuereinrichtung 210 kann auch eine aktive Drehbewegung auf das Tragrohr 200 ausgeübt werden, um bei einer abweichenden Verdrehung der Fräse eine Gegenbewegung zu erzwingen. Damit das Tragrohr 200 auch tatsächlich dicht bleibt und keine Stützflüssigkeit hineingelangt, empfiehlt es sich, die Ringdichtungen 203 als Lippendichtungen auszubilden. Die obere Tragrohrhalterungsschelle 319 ist im vorgenannten Fall zweckmäßigerweise mit einem Drehkranz 330 für das obere Ende des Tragrohres 200 versehen, um freie Drehbarkeit zu gewährleisten.

    [0021] Die Funktion der beschriebenen Vorrichtung ergibt sich unschwer aus den Figuren. Beim Herstellen des Bodenschlitzes sinkt das Fräsaggregat 100 unter seinem Eigengewicht nach unten ab, wobei das freie Ende des oberen Tragrohrschusses 201 auf der Tragrohrhalterungsschelle 319 aufliegt bzw. durch Gegensteuern auch gehalten ist. Auf diese Weise gelingt es, den Andruck der Fräsräder 101 an die Abbausohle beliebig zu regulieren, indem das Absenken des Fräsaggregates 100 in Abhängigkeit von der Abbauleistung und der Abförderleistung gesteuert wird.

    [0022] Man kann auch einen Anpreßdruck auf die Abbausohle ausüben, der größer ist als der von dem Eigengewicht der angehängten Vorrichtung abzüglich der Auftriebskräfte. Zu diesem Zweck wird die untere oder die obere Halteschelle 318 bzw. 319 als Druckwiderlager ausgebildet. Das oberirdische Aggregat wird erforderlichenfalls entsprechend ballastiert. Außerdem muß das Tragrohr 200 knicksicher ausgestattet werden, z. B. indem in Abständen, die der Länge der Rohrschüsse 201 entsprechen, Abstandhalter angebracht sind, die sich gegen die Schlitzflanken abstützen.

    [0023] Jedenfalls wird das Tragrohr 200 in der unteren Tragrohrführungsschelle 318 geführt. Zum Aufsetzen eines neuen Tragrohrschusses 201 wird die obere Tragrohrhalterungsschelle 319 nach oben gefahren, wobei das obere Ende des letzten Rohrschusses 201 von der unteren Tragrohrführungsschelle 318 gehalten wird. Nach Aufklappen der oberen Tragrohrhalterungsschelle 319 wird ein neuer Tragrohrschuß 201 aufgesetzt, woraufhin die untere Tragrohrführungsschelle 318 geöffnet und zurückgezogen wird, so daß im Zuge des weiteren Fräsens die zwischen den Tragrohrschüssen 201 vorhandene Kupplungsanordnung vorbeileitbar ist. Anschließend wird die untere Tragrohrführungsschelle 318 wieder vorgefahren sowie geschlossen und dient anschließend der Führung des neuen Rohrschusses 201.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Einbringen eines im wesentlichen vertikalen, mit Stützflüssigkeit gefüllten Bodenschlitzes im Zuge der Herstellung einer Dicht- oder Stützwand, - mit einem Fräsaggregat, (100) welches an seinem unteren Ende zwei hintereinander angeordnete, um parallele horizontale Achsen (102) gegenläufig antreibbar gelagerte Schneidräder (101) aufweist, zwischen denen ein Ansaugstutzen (103) einer Abfuhrleitung (104) für gelöstes Bodenmaterial angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Fräsaggregat (100) über ein Tragrohr (200) aus drehfest miteinander gekuppelten Tragrohrschüssen (201) an einem Masttragwerk (300) auf- und niederbewegbar gehalten und geführt ist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Masttragwerk (300) aus einem horizontalen Gitterwerk (301) und einem vertikalen Tragmast (302) aufgebaut ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk (301) nivellierbar, in zwei zueinander senkrechten horizontalen Richtungen bewegbar und um eine vertikale Achse drehbar ausgebildet ist.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk (301) mit Raupenfahrwerken (303) ausgerüstet ist.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk (301) als Schreitrahmen (308, 309) ausgebildet ist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk (301) mit Tragplattformen (312) versehen ist.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Masttragwerk (300) mit einem Magazin (313) für die Tragrohrschüsse (201) versehen ist.
     
    8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikale Tragmast (302) mit Hilfe von Ausrichtzylinderkolbenanordnungen (314) um eine zur Längsrichtung des Bodenschlitzes parallele horizontale Achse (315) verschwenkbar auf dem horizontalen Gitterwerk (301) gelagert ist.
     
    9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem vertikalen Tragmast (302) über einen Drehkranz (316) ein Kranausleger (317) befestigt ist.
     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Masttragwerk (300) mit einer unteren Tragrohrführungsschelle (318) und einer oberen, auf- und niederbewegbar gelagerten Tragrohrhalterungsschelle (319) versehen ist.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Tragrohrführungsschelle (318) aufklappbar und im Masttragwerk (300) vor- und zurückbewegbar ausgebildet ist.
     
    12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Tragrohrhalterungsschelle (319) am einen Ende eines über einen Rollenbock (322) umgelenkten und mit seinem anderen Ende mit dem Masttragwerk (300) verbundenen Zugmittels (323) befestigt ist und der Rollenbock (322) mit Hilfe einer Hydraulikzylinderkolbenanordnung (324) auf- und niederbewegbar im Masttragwerk (300) gelagert ist.
     
    13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Tragrohrhalterungsschelle (319) aufklappbar ausgebildet ist.
     
    14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugmittel (323) aus zwei parallelen Laschenketten (326) besteht.
     
    15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragrohrschüsse (201) an ihren einander zugeordneten Enden mit Ringdichtungen (203) aufweisenden Steckmuffenausbildungen (202) und mit Hilfe von Steckbolzen verdrehungssicher miteinander kuppelbaren Radialflanschen (204) versehen sind.
     
    16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitung (104) dem Tragrohr (200) entsprechend aus Abfuhrleitungsrohrschüssen (105) aufgebaut ist.
     
    17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitungsrohrschüsse (105) mit jeweils einem der Tragrohrschüsse (201) zu einer Rohrschußeinheit vereinigt sind.
     
    18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitungsrohrschüsse (105) innerhalb der Tragrohrschüsse (201) angeordnet sind.
     
    19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragrohr (200) über ein drehsteifes Kreuzgelenk (207) mit dem Fräsaggregat (100) verbunden ist.
     
    20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Fräsaggregat (100) aus einem quaderförmigen Führungskörper (106) und einem darin mit Hilfe von Steuerzylinderkolbenanordnungen (108) verschwenkbar gelagerten Schneidradträger (107) aufgebaut ist.
     
    21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidräder (101) einen als Hydroantrieb (110) mit von Elektromotoren angetriebenen Hydropumpen ausgebildeten Antrieb aufweisen, welcher im Fräsaggregat (100) untergebracht ist und über Kabel (111) mit elektrischer Energie versorgbar ist, die von Kabeltrommeln (328) am Masttragwerk (300) ab- und auf diese wieder aufwickelbar sind.
     
    22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidräder (101) von im Fräsaggregat (100) untergebrachten Hydropumpen angetrieben sind, die ihrerseits mechanisch über eine durch das Tragrohr (200) geführte Wellenanordnung (208) angetrieben sind.
     
    23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß eine Förderpumpe (112) der Abfuhrleitung (104) auf dem Masttragwerk (300) angeordnet ist und die Abfuhrleitung (104) im Bereich des Ansaugstutzens (103) als mit Hilfe von Verstellzylinderkolbenanordnungen (113) teleskopierbare Rohranordnung ausgebildet ist.
     
    24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitung (104) außerhalb des Tragrohres (200) verläuft, daß am unteren Ende des Tragrohres (200) eine Zieltafel (209) für ein im Bereich des Masttragwerkes (300) angeordnetes Laserstrahlgerät (329) vorgesehen ist und daß das obere Ende des Tragrohres (200) mit einer Meß- und Steuereinrichtung (210) für eine Tragrohrverdrehung versehen ist.
     
    25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringdichtungen (203) als Lippendichtungen ausgebildet sind.
     
    26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Tragrohrhalterungsschelle (319) mit einem Drehkranz (330) für das obere Ende des Tragrohres (200) versehen ist.
     


    Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.


    1. Vorrichtung zum Einbringen eines im wesentlichen vertikalen, mit Stützflüssigkeit gefüllten Bodenschlitzes im Zuge der HerStellung einer Dicht- oder Stützwand, - mit einem Fräsaggregat (100), welches über ein Tragrohr (200) auf- und niederbewegbar gehalten ist und an seinem unteren Ende zwei hintereinander angeordnete, um parallele horizontale Achsen (102) gegenläufig antreibbar gelagerte Schneidräder (101) aufweist, zwischen denen ein Ausgangsstutzen (103) einer Abfuhrleitung (104) für gelöstes Bodenmaterial angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragrohr (200) an einem Masttragwerk (300) auf- und niederbewegbar gehalten sowie geführt ist und aus drehfest miteinander gekuppelten Tragrohrschüssen (201) aufgebaut ist und daß das Masttragwerk (300) mit einem Magazin (313) für die Tragrohrschüsse (201) versehen und aus einem bewegbaren horizontalen Gitterwerk (301) sowie einem vertikalen Tragmast (302) aufgebaut ist, auf dem über einen Drehkranz (316) ein Kranausleger (317) für die Manipulation der Tragrohrschüsse (201) befestigt ist.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk (301) nivellierbar, in zwei zueinander senkrechten horizontalen Richtungen bewegbar und um eine vertikale Achse drehbar ausgebildet ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk (301) mit Raupenfahrwerken (303) ausgerüstet ist.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk (301) als Schreitrahmen (308, 309) ausgebildet ist,
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontale Gitterwerk (301) mit Tragplattformen (312) versehen ist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der vertikale Tragmast (302) mit Hilfe von Ausrichtzylinderkolbenanordnungen (314) um eine zur Längsrichtung des Bodenschlitzes parallele horizontale Achse (315) verschwenkbar auf dem horizontalen Gitterwerk (301) gelagert ist.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitung (104) dem Tragrohr (200) entsprechend aus Abfuhrleitungsrohrschüssen (105) aufgebaut ist,
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitungsrohrschüsse (105) mit jeweils einem der Tragrohrschfüsse (201) zu einer Rohrschußeinheit vereinigt sind.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitungsrohrschüsse (105) innerhalb der Tragrohrschüsse (201) angeordnet sind.
     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragrohr (200) über ein drehsteifes Kreuzgelenk (207) mit dem Fräsaggregat (100) verbunden ist.
     
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Fräsaggregat (100) aus einem quaderförmigen Führungskörper (106) und einem darin mit Hilfe von Steuerzylinderkolbenanordnungen (108) verschwenkbar gelagerten Schneidradträger (107) aufgebaut ist.
     
    12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidräder (101) einen als Hydroantrieb (110) mit von Elektromotoren angetriebenen Hydropumpen ausgebildeten Antrieb aufweisen, welcher im Fräsaggregat (100) untergebracht ist und über Kabel (111) mit elektrischer Energie versorgbar ist, die von Kabeltrommeln (328) am Masttragwerk (300) ab- und auf diese wieder aufwickelbar sind.
     
    13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneldräder (101) von im Fräsaggregat (100) untergebrachten Hydropumpen angetrieben sind, die ihrerseits mechanisch über eine durch das Tragrohr (200) geführte Wellenanordnung (208) angetrieben sind.
     
    14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfuhrleitung (104) außerhalb des Tragrohres (200) verläuft, daß am unteren Ende des Tragrohres (200) eine Zieltafel (209) für ein im Bereich des Masttragwerkes (300) angeordnetes Laserstrahlgerät (329) vorgesehen ist und daß das obere Ende des Tragrohres (200) mit einer Meß- und Steuereinrichtung (210) für eine Tragrohrverdrehung versehen ist.
     




    Zeichnung




















































    Recherchenbericht