(19)
(11) EP 0 553 699 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
04.08.1993  Patentblatt  1993/31

(21) Anmeldenummer: 93100773.6

(22) Anmeldetag:  20.01.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5A24C 5/34
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 30.01.1992 DE 4202570
07.04.1992 DE 4211582

(71) Anmelder: Hauni Maschinenbau Aktiengesellschaft
D-21033 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • Heitmann, Uwe
    W-2050 Hamburg 80 (DE)
  • Maiwald, Berthold, Dipl.-Ing.
    W-2053 Schwarzenbek (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Prüfanordnung zum Prüfen der Enden von Zigaretten


    (57) Der Erfindung liegt die Aufgabe des Prüfens der Enden von Zigaretten, insbesondere des Erfassens von unzureichend mit Tabak gefüllten Zigarettenenden, zugrunde. Eine entsprechende Prüfanordnung weist einen Förderer zum Fördern der Zigaretten vorbei an einer ersten Prüfstation (B) für die Tabakmengen in den Zigarettenenden auf.
    Die Lösung gemäß der Erfindung ist gekennzeichnet durch mindestens eine weitere Prüfstation (C) zum Erfassen der Tabakmengen in den Enden der auf dem Förderer geförderten Zigaretten.
    Durch die Erfindung wird die Empfindlichkeit der Zigarettenendenerfassung wesentlich verbessert; insbesondere werden weniger an sich gute, d. h. ausreichend mit Tabak gefüllte Zigarettenenden als fehlerhaft, d. h. mit zuwenig Tabak gefüllt, erfaßt und ausgesondert.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Prüfanordnung zum Prüfen der Enden von Zigaretten, insbesondere zum Erfassen von unzureichend mit Tabak gefüllten Enden, mit einem Förderer zum Fördern der Zigaretten vorbei an einer ersten Prüfstation für die Tabakmengen in den Zigarettenenden.
    Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, eine Weiterbildung von Prüfanordnungen der vorerwähnten Art zu schaffen.
    Die Lösung gemäß der Erfindung ist gekennzeichnet durch mindestens eine weitere Prüfstation zum Erfassen der Tabakmengen in den Enden der auf dem Förderer geförderten Zigaretten.
    Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist eine Ausbildung der ersten Prüfstation als fotoelektrische Prüfvorrichtung für die Zigarettenenden. Diese kann erfindungsgemäß mindestens eine Licht auf die Zigarettenenden strahlende Lichtquelle und mindestens einen Licht durch die Zigarettenhüllen in den Endenbereichen erfassenden fotoelektrischen Empfänger aufweisen. Dabei kann die erste Prüfvorrichtung mindestens eine als Infrarotdiode ausgebildete Lichtquelle aufweisen, der eine Optik zum Parallelisieren des abgegebenen Lichtes zugeordnet ist. Dem mindestens eine infrarotempfindliche Fotodiode aufweisenden fotoelektrischen Empfänger kann ein Licht außerhalb des Infrarotbereichs ausfilternder optischer Filter zugeordnet sein. Mehrere fotoelektrische Empfänger können im Abstand voneinander angeordnet sein, die das in unterschiedlichen Sektoren der Endenbereiche durch die Zigarettenhüllen tretende Licht erfassen; zum Ausblenden von Fremdlicht können die als Fotodioden ausgebildeten fotoelektrischen Empfänger in den Abfragewinkel begrenzenden Kanälen angeordnet sein.

    [0002] Die weitere Prüfstation kann gemäß der Erfindung eine kapazitiv arbeitende Prüfvorrichtung aufweisen. Letztere weist in vorteilhafter weiterer Ausgestaltung der Erfindung einen in einem Hochfrequenz-Schwingkreis angeordneten Kondensator, vorzugsweise einen Streufeldkondensator auf, dessen Streufeld die Zigarettenenden durchsetzt, wobei eine Meßanordnung für einen von der Menge des Tabaks in den Zigarettenenden abhängigen elektrischen Wert vorgesehen ist.
    Die weitere Prüfstation kann gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung eine fotoelektrische Prüfvorrichtung aufweisen. Dabei kann die fotoelektrische Prüfvorrichtung mindestens eine Licht auf die Zigarettenenden strahlende Lichtquelle und mindestens einen Licht in Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Zigarettenenden erfassenden fotoelektrischen Empfänger aufweisen. Die Lichtquelle kann gemäß der Erfindung als Laser ausgebildet sein. Der fotoelektrische Empfänger kann das von der Schnittfläche der Zigaretten reflektierte Licht erfassen. Die Aufleitung des von einer Lichtquelle abgegebenen Lichtes auf die Zigarettenenden und/oder die Rückleitung des Lichtes von den Zigarettenenden zu einem Empfänger kann gemäß der Erfindung über Lichtleitfasern erfolgen.
    Für die Genauigkeit der Prüfung von Zigarettenenden kann es vorteilhaft sein, wenn die Zigarettenenden sich im Prüfzeitpunkt in einer definierten Lage zu der Prüfvorrichtung, insbesondere in der weiteren Prüfstation, befinden. Gemäß der Erfindung kann dafür eine Positionierungsanordnung sorgen, die die Zigarettenenden im Prüfzeitpunkt in definierte Lagen bezüglich einer Prüfvorrichtung verbringt. Anstelle einer Positionierungsanordnung kann auch eine Meßvorrichtung zum Erfassen der Abstände zwischen den Zigarettenenden und der Prüfvorrichtung vorgesehen sein, deren abstandsabhängiges Meßsignal bei der Prüfung der Zigarettenenden berücksichtigt wird.

    [0003] Der mit der Erfindung verbundene Vorteil besteht darin, daß mit Tabak unzureichend gefüllte Stellen im Endenbereich der Zigaretten (Fehlstellen), die von einer Prüfvorrichtung nicht erfaßt worden sind, von der vorzugsweise nach einem anderen Verfahren arbeitenden weiteren Prüfvorrichtung erfaßt und angezeigt werden.

    [0004] Die Erfindung betrifft außerdem eine Prüfvorrichtung zum Prüfen der Enden von Zigaretten, insbesondere zum Erfassen von unzureichend mit Tabak gefüllten Enden, mit einem Förderer zum Fördern der Zigaretten durch eine fotoelektrische Prüfstation mit mindestens einer Licht auf die Zigarettenenden strahlenden Lichtquelle und mit mindestens einem Licht durch die Zigarettenhülle im Kopfendenbereich erfassenden fotoelektrischen Empfänger.

    [0005] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, eine Weiterbildung von Prüfvorrichtungen der vorerwähnten Art vorzusehen.

    [0006] Die Lösung der Aufgabe gemäß der Erfindung besteht darin, daß die Lichtquelle als Infrarotdiode ausgebildet ist, der eine Optik zum Parallelisieren des abgegebenen Lichtes zugeordnet ist.

    [0007] Die Verwendung einer Infrarotdiode (Leuchtdiode) als Lichtquelle läßt eine relativ hohe Lichtleistung zu; das von einer fast punktförmigen Lichtquelle ausgesandte Licht wird vorteilhaft durch eine Optik parallelisiert, wodurch die Prüfung weitgehend unabhängig von Abstandsschwankungen zwischen Zigarettenenden und Lichtquelle wird.

    [0008] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, eine Fotodiode, vorzugsweise eine infrarotempfindliche Fotodiode als fotoelektrischen Empfänger vorzusehen, der ein Filter vorgeschaltet ist, welcher Licht mit einer Wellenlänge im sichtbaren Bereich zumindest weitgehend ausfiltert.
    Hierdurch wird die Prüfvorrichtung zumindest weitgehend unabhängig von Fremdlicht.
    Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist erreichbar, wenn mehrere fotoelektrische Empfänger im Abstand voneinander vorgesehen sind, die das in unterschiedlichen Zonen des Kopfendenbereichs durch die Zigarettenhüllen tretende Licht erfassen. Vorteilhaft sind die Erfassungsbereiche der mehreren fotoelektrischen Empfänger symmetrisch am Umfang der Zigarettenenden angeordnet. Es können dann schlecht gefüllte Enden sicher erfaßt werden, auch wenn der Tabak in diesen beliebig unsymmetrisch verteilt ist.
    Um den Einfluß von Fremdlicht weitgehend auszuschließen und den Erfassungsbereich der Fotodioden zu begrenzen, können gemäß der Erfindung die Fotodioden in Kanälen, z. B. Bohrungen, angeordnet sein.
    Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, mindestens eine lichtdurchlässige Abdeckung vor den fotoelektrischen Empfängern anzuordnen. Derartige Abdeckungen, z. B. aus Glas, schützen die optischen und fotoelektrischen Elemente vor Verschmutzungen durch aus den Zigarettenenden austretenden Staub, Tabakkrümel und dgl.
    Die Sicherheit der Erfassung von z. B. unsymmetrisch gefüllten Zigarettenenden kann außerdem gemäß der Erfindung dadurch verbessert werden, daß die fotoelektrischen Empfänger derart parallelgeschaltet sind, daß das Ausgangssignal eines Empfängers bei Überschreiten eines Schwellenwertes ein Fehlersignal auslöst.

    [0009] Eine wesentliche Verbesserung des Prüfergebnisses läßt sich erreichen, wenn man die fotoelektrische Prüfvorrichtung gemäß der Erfindung mit einer die Tabakmengen in den Zigarettenenden kapazitiv erfassenden weiteren Prüfvorrichtung kombiniert. Die zu prüfenden Zigaretten werden dabei aufeinanderfolgend an beiden Prüfvorrichtungen vorbeigefördert, wobei es - weil es sich in beiden Fällen um berührungslose Prüfungen handelt - unerheblich ist, welches Prüfsignal zuerst gebildet wird. Ein von der einen (z. B. fotoelektrischen) Prüfmethode nicht erkanntes fehlerhaftes Zigarettenende wird mit hoher Wahrscheinlichkeit von der anderen (z.B. kapazitiven) Prüfmethode erfaßt und umgekehrt. Es sind aber auch andere geeignete Meßverfahren (z. B. fotoelektrische) in weiteren Meßvorrichtungen kombinierbar.

    [0010] Die Erfindung wird anhand von Ausführungsgbeispielen näher erläutert.

    [0011] Es zeigen:
    Figur 1
    eine Prüfanordnung gemäß der Erfindung mit einer fotoelektrischen Prüfstation und einer weiteren kapazitiv arbeitenden Prüfstation in der Frontansicht,
    Figur 2
    eine Seitenansicht der um 90° gedrehten fotoelektrischen Prüfstation gemäß Figur 1 entsprechend Pfeil A,
    Figur 3
    Einzelheiten der weiteren kapazitiven Prüfstation mit einer teilweise geschnittenen Prüftrommel,
    Figur 4
    eine Draufsicht auf die Prüftrommel,
    Figur 5
    eine weitere Prüfstation mit einer fotoelektrischen Prüfvorrichtung für die Zigarettenenden und einer Abstandsmeßvorrichtung,
    Figur 6
    eine Variante der fotoelektrischen Prüfvorrichtung in der weiteren Prüfstation.


    [0012] Die fotoelektrische Prüfvorrichtung 1 bildet den wesentlichen Teil der fotoelektrischen Prüfstation B. Sie weist eine lichtstarke Lichtquelle auf, die vorzugsweise aus einer Licht im Infrarotbereich (IR-Bereich) abgebenden Diode 2 (Leuchtdiode) besteht. Im Strahlengang des ausgesandten IR-Lichtes ist eine Optik 3 angeordnet, die das Licht parallelisiert. Zwischen der Optik 3 und dem auf ausreichende Tabakfüllung abzutastenden Ende 4 einer Zigarette 6 befindet sich eine lichtdurchlässige Abdeckung in Form einer Glasplatte 7, die den Licht abgebenden Teil der fotoelektrischen Prüfvorrichtung von dem Zigarettenende 4 mechanisch trennt und dadurch verhindert, daß Schmutz oder klebrige Tabakkrümel auf die empfindliche Optik 3 gelangen. Die Zigarette 6 wird in Aufnahmen 8 einer an sich bekannten und daher nicht näher dargestellten rotierenden Prüftrommel 9 durch den Prüfbereich der Prüfvorrichtung 1 gefördert, wobei sie durch in Kanälen 11 anliegende Saugluft in den Aufnahmen 8 gehalten wird. Die Prüftrommel 9 ist mit einer Vielzahl von Aufnahmen 8 versehen, in denen die zu prüfenden Zigaretten aufeinanderfolgend durch die fotoelektrische Prüfstation B gefördert werden.
    Der Endenbereich 4 der Zigarette 6 kann mehr oder weniger mit Tabak gefüllt sein. Figur 2 zeigt eine sehr schlechte Füllung, bei der eine Reihe von Tabakteilchen 12 fehlen. Im Prüfzeitpunkt, der für eine Zigarette 6 in der Zeichnung dargestellt ist, wird das von der Leuchtdiode 2 ausgesandte, von der Optik 3 parallelisierte in das Innere 13 des Zigarettenendes 4 gelangende Infrarotlicht nach außen mit einer Komponente in Richtung der Pfeile 14, 15, 16 und 20 abgelenkt (in Figur 2 nur Pfeile 14 und 16 sichtbar) und beleuchtet somit von innen das als Umhüllung wirkende Zigarettenpapier 17 im Endenbereich 4 einer Zigarette 6.
    Die Helligkeit des Zigarettenpapiers 17 im Endenbereich 4 einer Zigarette 6 wird vorteilhaft von mehreren am Umfang symmetrisch verteilten fotoelektrischen Empfängern, vorzugsweise Fotodioden 18, 19, 21 und 22, erfaßt, die in Kanälen in Form von Bohrungen 23, 24, 26 und 27 angeordnet sind. Die Zahl der Dioden und Kanäle kann selbstverständlich größer oder kleiner sein. Die Bohrungen verhindern, daß Fremdlicht die Prüfergebnisse verfälscht. Dem gleichen Zweck dienen optische Infrarotfilter 28, 29, 31 und 32, die sicherstellen, daß nur IR-Licht zu den Fotodioden gelangen kann. Die vier Fotodioden erfassen jeweils einen Sektor 6a, 6b, 6c und 6d des Umfangs des Zigarettenendes 4. Hierbei kann es vorteilhaft sein, daß sich die abgetasteten Sektoren etwas überlappen.
    Die Ausgänge der Fotodioden 18, 19, 21 und 22 sind mit Eingängen eines Schwellenwertgliedes 33 verbunden, das anspricht, sobald auch nur eine Fotodiode durch ihr Ausgangssignal anzeigt, daß der von ihr erfaßte Umfangssektor des Zigarettenendes 4 beleuchtet ist, was darauf hindeutet, daß infolge fehlenden Tabaks ein Teil des von der Leuchtdiode 2 ausgesandten IR-Lichtes zu dem Zigarettenpapier 17 im Endenbereich gelangen und dieses beleuchten konnte. Fehlt soviel Tabak, wie in Figur 2 angedeutet, so können alle Fotodioden Ausgangssignale abgeben, die auf unzureichenden Tabakgehalt im Zigarettenende 4 zurückzuführen sind.

    [0013] Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, der fotoelektrischen Prüfstation B eine weitere kapazitive Prüfstation C vor- oder nachzuordnen. Eine Anordnung zeigt Figur 1, in der der Weg der Zigarette 6 zu einer an sich bekannten kapazitiven Prüfvorrichtung 34 durch eine strichpunktierte Linie 36 markiert ist. Unzureichend gefüllte Zigarettenenden, die aus irgendeinem Grund von der fotoelektrischen Prüfvorrichtung 1 nicht erfaßt worden sind, werden von der kapazitiven Prüfvorrichtung 34 zumindest teilweise erfaßt oder umgekehrt. Die Sicherheit der Erfassung solcher unzureichend gefüllten Enden steigt dadurch beträchtlich an.

    [0014] Die Figuren 3 und 4 zeigen Einzelheiten der kapazitiven Endenprüfvorrichtung 34.
    Bei einer Endenabtasttrommel 429, von der ein Trommelkörper 436, Aufnahmen 438 mit Bohrungen 439 und ein Steuerring 443 sichtbar sind, bildet die kapazitive Meßanordnung 34 mit einer ringförmigen Elektrode 457 und einer konzentrisch dazu angeordneten Elektrode 458 das Ende einer stationären Schiebefläche 501, die eine Positionierungsvorrichtung für die Zigarettenenden 406 bezüglich der Meßelektroden 457 und 458 darstellt. Bei in Richtung des Pfeils 502 (Figur 4) drehender Trommel 429 werden die Zigaretten 406 von der stationären Schiebefläche 501 sanft gegen die Wirkung von an den Bohrungen 438 wirkender, relativ schwacher Saugluft so verschoben, daß ihre Stirnseiten 404 dicht an den Elektroden 457 und 458 entlangstreifen und damit eine definierte Lage bezüglich der kapazitiven Meßanordnung 34 einnehmen.
    Die Meßanordnung 34 weist eine Hochfrequenzspannungsquelle 459b auf, die die Elektroden 457 und 458, die frequenzbestimmender Teil eines bekannten elektrischen Resonanzkreises 462 sind, mit Hochfrequenzspannung konstanter, durch einen Quarzkristall stabilisierter Frequenz speist. Eine Auswertanordnung 461b für die von der Tabakmasse in den Zigarettenenden 404, die von den Feldlinien zwischen den Elektroden 457 und 458 durchsetzt werden, abhängigen Amplituden einer elektrischen Größe (Spannung, Strom) des Resonanzkreises gibt ein von der Tabakmasse abhängiges Ausgangssignal ab.
    Weitere Einzelheiten der vorbeschriebenen kapazitiven Meßanordnung sind der US-PS 3 951 267 zu entnehmen.

    [0015] Die eine unzureichende Füllung der Zigarettenenden 404, d.h. zuwenig Tabak anzeigenden Ausgangssignale der optischen Prüfvorrichtung 1 und der kapazitiven Prüfvorrichtung 34 können in an sich bekannter Weise dazu genutzt werden, die entsprechenden Zigaretten auszusondern, wozu ein bekanntes elektrisch gesteuerte Blasluftventil dienen kann.

    [0016] Figur 5 zeigt eine mit 101 bezeichnete Variante der weiteren Prüfstation C. Die entsprechende fotoelektrische Prüfvorrichtung 101 weist eine Lichtquelle 102 auf, die vorteilhaft als Laser ausgebildet ist. Der von dem Laser ausgehende Lichtstrahl 102a gelangt auf die Schnittfläche 104a im Endenbereich 104 der Zigarette 106. Der reflektierte Teil 102b des Lichtstrahls gelangt auf einen fotoelektrischen Empfänger 118, z. B. eine Fotodiode, der ein von der Tabakmenge im Endenbereich 104 abhängiges elektrisches Signal abgibt. Die bezüglich ihrer Enden zu prüfenden Zigaretten werden aufeinanderfolgend auf einem Förderer an der fotoelektrischen Prüfvorrichtung 101 vorbeibewegt.
    Kann nicht sichergestellt werden (z. B. durch eine Positionierungsanordnung entsprechend 501 in Figur 4), daß der Abstand zwischen Lichtquelle 102 und Schnittfläche 104a konstant ist, und sind bei schwankenden Abständen Meßungenauigkeiten zu befürchten, so kann eine Meßvorrichtung 151 zum Erfassen des Abstandes vorgesehen sein. Die Meßvorrichtung kann auf einer Seite des Endenbereichs eine Lichtquelle 152 und eine Optik 153 zum Parallelisieren des Lichtes aufweisen. Auf der anderen Seite kann ein Array 154 von einzelnen Fotodioden 156a ... e (die in der Realität natürlich viel zahlreicher sind) vorgesehen sein. Die Zahl der belichteten oder umgekehrt der unbelichteten Dioden ist dann ein Maß für den Abstand zwischen den Schnittflächen 104a und dem Laser 102. Die dem Abstand entsprechende Zahl kann in einer üblichen Auswertanordnung 157 ermittelt werden. Das dem Abstandswert entsprechende elektrische Signal läßt sich in einer Rechenstufe 158 mit dem Ausgangssignal des fotoelektrischen Empfängers 118 so verrechnen, daß der Einfluß von Abstandsschwankungen eliminiert wird.

    [0017] Figur 6 zeigt eine Variante 201 der fotoelektrischen Prüfvorrichtung in der weiteren Prüfstation C, bei der das von einer Lichtquelle 202 ausgehende Licht in Lichtleitfasern 261a ... d zu der Schnittfläche 204a der Zigaretten 206 geleitet wird. Das reflektierte Licht wird über Lichtleitfasern 261e ... g zu dem fotoelektrischen Empfänger 218 geleitet.
    Die Prüfzeitpunkte der fotoelektrischen Prüfvorrichtungen gemäß Figur 5 und 6 werden in an sich bekannter Weise durch Steuerungselemente definiert, die mit dem Förderer der Zigaretten synchronisiert sind und dann entsprechende Steuerungssignale abgeben, wenn sich die Zigaretten in der Prüflage befinden.

    [0018] Es liegt im Rahmen der Erfindung, auch andere Prüfvorrichtungen an den Stationen B und C vorzusehen, die nach fotoelektrischen, kapazitiven oder anderen bekannten Meßverfahren arbeiten.


    Ansprüche

    1. Prüfanordnung zum Prüfen der Enden von Zigaretten, insbesondere zum Erfassen von unzureichend mit Tabak gefüllten Enden, mit einem Förderer zum Fördern der Zigaretten vorbei an einer ersten Prüfstation (B) für die Tabakmengen in den Zigarettenenden, gekennzeichnet durch mindestens eine weitere Prüfstation (C) zum Erfassen der Tabakmengen in den Enden (4) der auf dem Förderer (9) geförderten Zigaretten (6)
     
    2. Prüfanordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine erste Prüfstation (B) mit einer fotoelektrischen Prüfvorrichtung (1) für die Zigarettenenden (4).
     
    3. Prüfanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die fotoelektrische Prüfvorrichtung (1) mindestens eine Licht auf die Zigarettenenden (4) strahlende Lichtquelle (2) und mindestens einen Licht durch die Zigarettenhüllen (17) in den Endenbereichen (4) erfassenden fotoelektrischen Empfänger (18 ... 22) aufweist.
     
    4. Prüfanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Prüfvorrichtung (1) mindestens eine als Infrarotdiode (2) ausgebildete Lichtquelle aufweist, der eine Optik (3) zum Parallelisieren des abgegebenen Lichtes zugeordnet ist.
     
    5. Prüfanordnung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen mindestens eine infrarotempfindliche Fotodiode (18, 19, 21, 22) aufweisenden fotoelektrischen Empfänger, dem ein Licht außerhalb des Infrarotbereichs ausfilternder optischer Filter (28, 29, 31, 32) zugeordnet ist.
     
    6. Prüfanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere fotoelektrische Empfänger (18, 19, 21, 22) im Abstand voneinander vorgesehen sind, die das in unterschiedlichen Sektoren (6a ... 6d) der Endenbereiche (4) durch die Zigarettenhüllen (17) tretende Licht erfassen.
     
    7. Prüfanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die als Fotodioden (18, 19, 21, 22) ausgebildeten fotoelektrischen Empfänger in Fremdlicht ausblendenden und den Abfragewinkel begrenzenden Kanälen (23, 24, 26, 27) angeordnet sind.
     
    8. Prüfanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine lichtdurchlässige Abdeckung (7) vor den fotoelektrischen Empfängern (18 ... 22) angeordnet sind.
     
    9. Prüfanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die fotoelektrischen Empfänger (18 ... 22) derart parallelgeschaltet sind, daß das Ausgangssignal eines Empfängers beim Überschreiten eines Schwellenwertes ein Fehlersignal auslöst.
     
    10. Prüfanrodnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Prüfstation (C) eine kapazitiv arbeitende Prüfvorrichtung (34) aufweist.
     
    11. Prüfanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die kapazitive Prüfvorrichtung (34) einen in einem Hochfrequenzschwingkreis (459b, 461b) angeordneten Kondensator, vorzugsweise einen Streufeldkondensator (457, 458) aufweist, dessen Streufeld die Zigarettenenden durchsetzt, und daß eine Meßanordnung (462) für einen von der Menge des Tabaks in den Zigarettenenden abhängigen elektrischen Wert vorgesehen ist.
     
    12. Prüfsystem nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Prüfstation (C) als fotoelektrische Prüfvorrichtung (101, 201) ausgebildet ist.
     
    13. Prüfanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die fotoelektrische Prüfvorrichtung (101, 201) mindestens eine Licht auf die Zigarettenenden (104, 204) strahlende Lichtquelle (102, 202) und mindestens einen Licht in Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Zigarettenenden erfassenden fotoelektrischen Empfänger (118, 218) aufweist.
     
    14. Prüfanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle als Laser (102) ausgebildet ist.
     
    15. Prüfanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der fotoelektrische Empfänger (118, 218) das von der Schnittfläche (104a, 204a) der Zigarette 106, 206) reflektierte Licht erfaßt.
     
    16. Prüfanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das von der Lichtquelle (202) auf die Zigarettenenden (204a) strahlende Licht und/oder das auf den Empfänger (218) zurückgestrahlte Licht in Leitleitfasern (261a ... g) geleitet ist.
     
    17. Prüfanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 16, gekennzeichnet durch eine Positionierungsanordnung (501) zum Verbringen der Zigarettenenden in definierte Lagen zu einer Prüfstation, insbesondere der weiteren Prüfstation (C), im Prüfzeitpunkt.
     
    18. Prüfanordnung nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 16, gekennzeichnet durch eine Meßvorrichtung (151) zum Erfassen der Abstände zwischen den Zigarettenenden und einer Prüfstation, insbesondere der weiteren Prüfstation (C).
     
    19. Prüfvorrichtung zum Prüfen der Enden von Zigaretten, insbesondere zum Erfassen von unzureichend mit Tabak gefüllten Enden, mit einem Förderer zum Fördern der Zigaretten durch eine fotoelektrische Prüfstation mit mindestens einer Licht auf die Zigarettenenden strahlenden Lichtquelle und mit mindestens einem Licht durch die Zigarettenhülle im Endenbereich erfassenden fotoelektrischen Empfänger, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle als Infrarotdiode (2) ausgebildet ist, der eine Optik (3) zum Parallelisieren des abgegebenen Lichtes zugeordnet ist.
     
    20. Prüfvorrichtung nach Anspruch 19, gekennzeichnet durch mindestens einen fotoelektrischen Empfänger, vorzugsweise eine infrarotempfindliche Fotodiode (18, 19, 21, 22), dem ein Licht außerhalb des Infrarotbereichs ausfilternder optischer Filter (28, 29, 31, 32) zugeordnet ist.
     
    21. Prüfvorrichtung nach Anspruch 19 und/oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere fotoelektrische Empfänger (18, 19, 21, 22) im Abstand voneinander vorgesehen sind, die das in unterschiedlichen Sektoren (6a ... 6d) der Endenbereiche (4) durch die Zigarettenhüllen (17) tretende Licht erfassen.
     
    22. Prüfvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß die als Fotodiode (18, 19, 21, 22) ausgebildeten fotoelektrischen Empfänger in Fremdlicht ausblendenden und den Abfragewinkel begrenzenden Kanälen (23, 24, 26, 27) angeordnet sind.
     
    23. Prüfvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine lichtdurchlässige Abdeckung (7) vor den fotoelektrischen Empfängern (18, 19, 21, 22) angeordnet sind.
     
    24. Prüfvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 19 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß die fotoelektrischen Empfänger derart parallelgeschaltet sind, daß das Ausgangssignal eines Empfängers beim Überschreiten eines Schwellenwertes ein Fehlersignal auslöst.
     
    25. Prüfvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 19 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der fotoelektrischen Prüfstation (B) eine weitere Prüfstation (C) zum Erfassen der Zigarettenenden vor- oder nachgeordnet ist.
     
    26. Prüfvorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Prüfstation (C) eine kapazitiv arbeitende Prüfvorrichtung (34) aufweist.
     
    27. Prüfvorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Prüfstation (C) eine fotoelektrische Prüfvorrichtung (101, 201) aufweist.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht