[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Verbinden von auf einem Tragwerk,
insbesondere Brückentragwerk, festgelegten Schienen mit am Fundament bzw. Festland
weiterführenden Schienen unter Verwendung einer Dilatationsvorrichtung zur Aufnahme
von Bewegungen in Schienenlängsrichtung, bei welcher zwischen Tragwerk und Fundament
bzw. Festland ein in Schienenlängsrichtung verschiebbarer Träger angeordnet ist, welcher
mit dem Tragwerk in Verschieberichtung gekuppelt ist, und bei welcher die Dilatationsvorrichtung
an der dem Tragwerk abgewandten Seite des verschiebbaren Trägers angeschlossen ist.
[0002] Eine Einrichtung der eingangs genannten Art ist aus einem Prospekt der Firma Mitsubishi
bekanntgeworden. Bei derartigen bekannten Einrichtungen wurden mehrere Dilatationsvorrichtungen
benötigt, da diese Einrichtung nur eine begrenzte Verschiebung pro Dilatationsvorrichtung
gestattet. Im einzelnen sind hier Einrichtungen vorgeschlagen worden, bei welchen
im Bereich der Dilatationsvorrichtung Spurveränderungen eintreten. Eine derartig einfache
Einrichtung ist beispielsweise auch der US-PS 4 171 774 zu entnehmen.
[0003] In der AT-PS 337 747 ist bereits eine Vorrichtung zum Aufnehmen von Schienenlängsdehnungen
vorgeschlagen worden, bei welcher ein Schienenstoß in eine Mehrzahl von miteinander
verketteten Stoßflächen unterteilt ist, um auch größere Dilatationswege zu überbrücken,
ohne daß es zu übergroßen Dilatationsstoßfugen kommt. Aus dem eingangs genannten Prospekt
ist eine Ausbildung bekanntgeworden, bei welcher Radlenker im Bereich der Stoßlücke
erforderlich sind. Die relativ zueinander beweglichen Schienenteile sind hiebei in
Längsrichtung auf halben Querschnitt abgesetzt, so daß sie in den einander überlappenden
Bereichen den vollen Schienenquerschnitt ergeben. Schließlich ist der US-PS 4 785
994 bereits eine Dilatationsvorrichtung zu entnehmen, bei welcher eine Regelschiene
mit relativ großem Radius abgelenkt wird und an der Außenseite einer Zungenschiene
gleitend abgestützt ist. Bei einer derartigen Ausbildung kommt es im Bereich der Dilatationsvorrichtung
zu keinen Spurveränderungen und es ist ein relativ großer Verschiebeweg mit einer
einzigen Dilatationsvorrichtung realisierbar.
[0004] Allen bekannten Dilatationsvorrichtungen ist gemeinsam, daß ihre Funktionssicherheit
in hohem Maße davon abhängt, daß Kräfte, welche von reinen, in Schienenlängsrichtung
wirksamen Schub- bzw. Verschiebekräften abweichen, von der Dilatationsvorrichtung
abgehalten werden. Andersartige Belastungen im Bereich der Dilatationsvorrichtung
können zu einem Aufsteigen von Schienenteilen führen und bewirken eine deutlich erhöhte
Entgleisungsgefahr im Bereich der Dilatationsvorrichtung.
[0005] Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, mit welcher in beliebige Dilatationsvorrichtungen, insbesondere in Dilatationsvorrichtungen
mit relativ großem zulässigen Verschiebeweg, in einer einzigen Vorrichtung die Verschiebekräfte
exakt und lediglich in Schienenlängsrichtung eingebracht werden, wobei weiters die
Schienen in denjenigen Bereichen, in welchen sie gleitend an Unterlagsplatten oder
Schwellen festgelegt sind, sicher bei geringem Gleitwiderstand in ihrer Lage gehalten
werden können. Weiters zielt die erfindungsgemäße Ausbildung darauf ab, im Bereich
des Überganges zwischen Tragwerk und Fundament auch bei extremen Belastungen keine
die sichere Festlegung und Verankerung der Schienen gefährdende Kräfte auftreten zu
lassen und derartige außermittige, nicht in Schienenlängsrichtung wirkende Kräfte
ohne Überbeanspruchung von Lagerungsbauteilen von gleitenden Teilen sicher aufnehmen
zu können. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die erfindungsgemäße Einrichtung im wesentlichen
darin, daß das Tragwerk mit dem verschiebbaren Träger unter Zwischenschaltung eines
biegeelastischen Verbindungsgliedes kraftschlüssig verbunden, insbesondere verschweißt
oder verschraubt, ist. Durch die Verbindung des Tragwerkes, insbesondere Brückentragwerkes,
mit einem in Schienenlängsrichtung verschiebbaren Träger unter Zwischenschaltung eines
biegeelastischen Verbindungsgliedes wird es möglich, alle außermittigen Kräfte über
das biegeelastische Verbindungsglied sicher aufnehmen zu können, so daß die Lagerung
des in Längsrichtung verschiebbaren Trägers ebenso wie die Lagerung des Tragwerkes,
insbesondere des Brückentragwerkes, in keiner Weise unzulässig übermäßigen Beanspruchungen
ausgesetzt wird. Die Verwendung eines biegeelastischen Verbindungsstückes bzw. -gliedes
erlaubt es dabei, abweichend von bekannten Konstruktionen, bei welchen die Verbindung
nach Art eines Streckenzuges mit deutlich ausgeprägten Knickstellen erfolgt, die Aufnahme
von Biegekräften in einer Weise vorzunehmen, daß an keiner Stelle ein unzulässig kleiner
Krümmungsradius auftritt. Ein derartig unzulässig kleiner Krümmungsradius, beispielsweise
an den Übergangsstellen, hätte zur Folge, daß hohe, in Richtung eines Ausziehens von
Verankerungselementen bzw. Teilen zum Festlegen von Schienen wirkende Kräfte auftreten,
und die Verwendung des biegeelastischen Zwischengliedes erlaubt hier die in dieser
Richtung theoretisch denkbaren Kräfte durch gleichmäßige Verteilung über die Länge
des biegeelastischen Zwischengliedes deutlich zu verringern. Gleichzeitig wird naturgemäß
die Beanspruchung der Lager des in Längsrichtung gleitend gelagerten Trägers sowie
der Tragwerkslagerung bzw. der Brückenlagerung wesentlich verringert. Um diese denkbaren
außermittigen Kräfte mit Sicherheit im biegeelastischen Zwischenglied aufnehmen zu
können, ist allerdings eine entsprechende Verbindung dieses biegeelastischen Verbindungsgliedes
in kraftschlüssiger Weise mit dem Tragwerk und dem verschiebbaren Träger erforderlich,
und eine derartige kraftschlüssige Verbindung kann beispielsweise durch Verschweißen
oder Verschrauben erfolgen, um sicherzustellen, daß alle nicht in Schienenlängsrichtung
wirksamen Kräfte tatsächlich auch vom biegeelastischen Zwischenglied aufgenommen werden
müssen.
[0006] In besonders vorteilhafter Weise ist hiebei das biegeelastische Verbindungsglied
als Torsionsstab ausgebildet, wobei zur sicheren Abstützung von hohen Lasten in vorteilhafter
Weise das biegeelastische Verbindungsglied mit elastischen, insbesondere federnden,
Widerlagern zusammenwirkt. Ein derartiger Torsionsstab kann beispielsweise als Rechteckprofilstab
ausgebildet sein, wobei die bevorzugte Biegerichtung eines derartigen Rechteckprofiles
naturgemäß die Biegung über die Schmalkante des Rechteckprofiles ist. Mit anderen
Worten bedeutet dies, daß das Rechteckprofil mit seiner schmäleren Seite in Höhenrichtung
zwischen den verschiebbaren Träger und das Tragwerk eingebaut wird und an den Enden
stumpf mit diesen Enden verschweißt werden kann. Da bei einem derartig als Rechteckprofil
ausgebildeten Torsionsstab die Durchbiegung in Höhenrichtung bei entsprechender Krafteinleitung
nicht zuletzt im Hinblick auf das Gewicht des rollenden Materials im Vordergrund steht
und in Grenzen zulässig sein soll, ist es vorteilhaft, den zulässigen Verbindeweg
progressiv abzustützen. Eine einfache Abstützung kann in Form der bereits genannten
federnden Widerlager erfolgen, wobei mit Vorteil eine Progression der wirksam werdenden
Abstützkräfte dadurch erzielt werden kann, daß das biegeelastische Verbindungsglied
nach einem ersten Teilweg seiner elastischen Verformbarkeit mit den Widerlagern zusammenwirkt.
Um sicherzustellen, daß an den Übergangsstellen zu dem verschiebbaren Träger und dem
Tragwerk keine übermäßig kleinen Krümmungsradien auftreten können, ist die Ausbildung
mit Vorteil so getroffen, daß das biegeelastische Verbindungsglied den verschiebbaren
Träger und das Tragwerk in den Bereichen der kraftschlüssigen Verbindung mit diesen
übergreift. Zum Unterschied von einer gelenkigen Verbindung wird über die Verschweißung
oder Verschraubung hier in jedem Falle sichergestellt, daß die Belastungen im freiliegenden
Bereich des biegeelastischen Verbindungsgliedes aufgenommen werden.
[0007] Die eingangs bereits erwähnten elastischen Widerlager, welche die Biegekräfte zusätzlich
sicher abstützen sollen, sind in besonders vorteilhafter Weise so weitergebildet,
daß die unterhalb des biegeelastischen Verbindungsgliedes angeordneten elastischen
Widerlager in einem Träger angeordnet sind, der am Tragwerk und am verschiebbaren
Träger gleitend abgestützt ist. Der theoretisch denkbare Verschiebeweg in der jeweiligen
gleitenden Abstützung ist naturgemäß durch die kraftschlüssige Verbindung des biegeelastischen
Verbindungsgliedes mit den beiden genannten Teilen begrenzt.
[0008] Bedingt durch die eingangs genannten und oben bereits ausführlich erläuterten Vorteile
der Zwischenschaltung eines biegeelastischen Verbindungsgliedes wird bei einer derartigen
Ausbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung die Möglichkeit geschaffen, im Anschluß
an das biegeelastische Verbindungsglied und im besonderen im Anschluß an den in Schienenlängsrichtung
verschiebbaren Träger sicherzustellen, daß ausschließlich axiale Kräfte in die Schienen
eingeleitet werden. Es ist prinzipiell möglich, den in Längsrichtung verschiebbaren
Träger bereits in Längsrichtung an einem Teil des Fundamentes exakt zu führen, da
über das biegeelastische Verbindungsglied keine störenden Kräfte, welche eine derartige
Längsführung überbeanspruchen könnten, übertragen werden. Insgesamt wird jedoch damit
erreicht, daß die am verschiebbaren Träger starr festgelegten Schienen in ihren Gleitlagerungen
in Schienenlängsrichtung, in welchen sie am Fundament bzw. an Schwellen bzw. an an
derartigen Schwellen an einem Fundament abgestützten Gleitplatten exakt in Längsrichtung
gleitend geführt werden. Die Ausbildung der Gleitplatten kann hiebei so dimensioniert
werden, daß sie ausschließlich Verschiebekräfte in Längsrichtung sicher aufnehmen,
wobei gleichzeitig der Verschiebewiderstand in Längsrichtung wesentlich geringer gehalten
werden kann, da mit außermittigen Beanspruchungen nicht gerechnet werden muß. Mit
Vorteil ist die Ausbildung hiebei so getroffen, daß der verschiebbare Träger an seiner
dem Tragwerk abgewandten Seite wenigstens eine in Schienenlängsrichtung verlaufende
Ausnehmung aufweist, in welche ein Teil des Fundamentes bzw. ein festlandseitiger,
starrer Träger eintaucht, wobei die Schienen am verschiebbaren Träger starr und am
Fundament bis zur Dilatationsvorrichtung in Schienenlängsrichtung verschiebbar gelagert
sind, wobei eine derartige Ausbildung bereits erlaubt, auch den verschiebbaren Träger
bereits in exakt definierte Richtung, nämlich in Schienenlängsrichtung, zu führen.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand von in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen erläutert. In dieser zeigen: Fig.1 eine Draufsicht auf eine
erfindungsgemäße Einrichtung zum Verbinden von Schienen; Fig.2 eine schematische Seitenansicht
der Ausbildung gemäß Fig.1; die Fig.3, 4 und 5 in vergrößertem Maßstab Schnitte längs
der Linien III-III, IV-IV und V-V, wobei jeweils nur eine Schiene im Detail dargestellt
ist; Fig.6 einen Teilschnitt nach der Linie VI-VI der Fig.2 durch eine Ausführungsform
der Lagerung des biegeelastischen Verbindungsgliedes der erfindungsgemäßen Einrichtung,
und Fig.7 eine perspektivische schematische Draufsicht auf eine abgewandelte Ausführungsform
der Lagerung des biegeelastischen Verbindungsgliedes in der Einrichtung zur Verbindung
von Schienen.
[0010] Bei der in den Fig.1 und 2 dargestellten Einrichtung zum Verbinden von Schienen,
beispielsweise im Rahmen einer Brückenübergangskonstruktion, ist mit 1 ein dem Festland
bzw. Fundament 2 benachbartes Tragwerk, insbesondere Brückentragwerk, bezeichnet.
Bei entsprechend langen Brücken muß ein Längenausgleich über teilweise beträchtliche
Strecken, beispielsweise im Ausmaß von 3 m, vorgenommen werden, wobei ein Befahren
selbst bei hohen Geschwindigkeiten möglich sein soll.
[0011] In der dargestellten Ausführungsform ist am Fundament bzw. Festland 2 ein lediglich
in Längsrichtung der Schienen 3 verschiebbarer Träger 4 auf nicht näher dargestellten
Gleitlagern verschieblich geführt. Zwischen dem in Schienenlängsrichtung verschiebbaren
Träger 4 und dem Tragwerk 1 ist ein biegeelastisches Verbindungsglied 5 angeordnet,
welches sowohl mit dem Tragwerk 1 als auch mit dem Träger 4 kraftschlüssig verbunden
ist, wobei eine Verschraubung mit 6 angedeutet ist. Anstelle einer Verschraubung kann
auch eine Verschweißung zwischen dem Tragwerk 1 und dem biegeelastischen Träger 5
bzw. dem Träger 4 und dem biegeelastischen Verbindungsglied 5 vorgesehen sein. Das
biegeelastische Verbindungsglied 5 wirkt weiters mit elastischen, insbesondere federnden
Widerlagern in einem Bauteil 7 zusammen, wobei der Widerlager-Bauteil 7 sowohl am
Tragwerk 1 als auch am verschiebbaren Träger 4 abgestützt ist. Die Lagerung des biegeelastischen
Verbindungsgliedes 5 ist in den Fig.6 und 7 näher dargestellt.
[0012] Wie dies in den nachfolgenden Figuren noch genauer dargestellt werden wird, sind
die Schienen 3 am Brückentragwerk 1, am biegeelastischen Verbindungsglied 5 und am
in Längsrichtung verschiebbaren Träger 4 jeweils starr festgelegt. Unmittelbar an
dem dem verschiebbaren Träger 4 zugewandten Ende des Fundamentes 2 ist eine Dilatationsvorrichtung
8 angeordnet, wobei die starr mit dem Träger 4 verbundenen Schienenenden 10 von einer
Zungenvorrichtung 9 abgelenkt werden und entsprechend dem Verschiebeweg bzw. der auszugleichenden
Längenänderung über eine entsprechende Länge längs der Ablenkvorrichtung 9 bewegt
werden. Die Ablenkvorrichtung weist dabei beispielweise einen Ablenkradius von 150
m auf, wobei es auf diese Weise gelingt, mit einer einzigen Dilatationsvorrichtung
selbst große Verschiebelängen auszugleichen. Die Verschiebung der Schienen 3 mit dem
in Schienenlängsrichtung verschiebbaren Träger 4 ist dabei durch den strichliert in
Fig.2 angedeuteten Schienenbereich 3 angedeutet.
[0013] Durch Verwendung des kraftschlüssigen, mit dem Träger 4 sowie mit dem Brückentragwerk
verbundenen biegeelastischen Verbindungsgliedes 5 gelingt es, sicherzustellen, daß
der Träger 4 nur mehr in Schienenlängsrichtung bewegt wird, so daß eine exakte Führung
desselben am Fundament möglich wird. Dabei kann eine Führung sowohl an den Außenflächen
11 als auch an einem vorragenden Fundamentteil 12 bzw. an einem mit dem Fundament
2 verbundenen Träger erfolgen, welcher in eine Ausnehmung des verschiebbaren Trägers
4 eingreift, wobei die Seitenbegrenzung dieser Ausnehmung in Fig.1 mit 13 angedeutet
ist.
[0014] In den vergrößerten Darstellungen gemäß den Fig.3, 4 und 5 ist die unterschiedliche
Festlegung der Schienen 3 in unterschiedlichen Teilbereichen am Fundament 2 bzw. am
verschiebbaren Träger 4 näher dargestellt. Dabei ist jeweils nur eine Schiene dargestellt.
[0015] Am Fundament 2 ist die Schiene 3 in dem Teilbereich, über welchen eine Verschiebung
des in Längsrichtung verschiebbaren Trägers 4 zum Ausgleich von Längendehnungen ermöglicht
ist, in Gleitführungen geführt, wobei eine am Fundament bzw. dem mit dem Fundament
2 verbundenen, in Richtung zum verschiebbaren Träger 4 vorragenden Teilbereich 12
eine Gleitplatte 14 vorgesehen ist. Auf einer Seite übergreift die Gleitplatte 14
mit einem Fortsatz 15 den Schienenfuß, während auf der dem Fortsatz 15 gegenüberliegenden
Seite eine getrennte, entfernbare Gleitführung 16 vorgesehen ist. Diese Gleitführungen
können für die Sicherstellung einer entsprechend geringen Reibung ausgebildet sein,
da von den Gleitführungen lediglich in axialer Richtung, d.h. in Schienenlängsrichtung,
wirksame Kräfte und Verschiebungen aufgenommen werden müssen.
[0016] In dem in Fig.4 dargestellten Teilbereich ist die Schiene 3 sowohl gleitend am Fundamentfortsatz
12 abgestützt, als auch mit dem verschiebbaren Träger 4 starr verbunden. Die Abstützung
am Fundamentfortsatz 12 erfolgt in zu Fig.3 ähnlicher Art und Weise wiederum über
eine Gleitvorrichtung 16. Zum Schutz des Fundamentfortsatzes 12 ist dabei ein metallisches
Verstärkungsprofil 17 vorgesehen. Die Verbindung der Schiene 3 mit dem verschiebbaren
Träger 4 erfolgt über ein Verbindungselement 18, welches sowohl mit dem verschiebbaren
Träger 4, wie dies durch eine Verschraubung 19 angedeutet ist, als auch mit der Schiene
3 über eine Verschraubung 20 starr verbunden ist. Das Verbindungselement 18 weist
dabei eine Ausnehmung 21 auf, in welche bei Verschiebung des verschiebbaren Trägers
4 in Richtung des Pfeiles 22 in Fig.1 der entsprechende Teilbereich des Fundamentfortsatzes
12 aufgenommen werden kann, wie er strichliert mit 15' angedeutet ist. Aus einer Zusammenschau
der Fig.3 und 4 ergibt sich somit, daß der Fundamentfortsatz 12 im in die Ausnehmung
13 des Trägers 4 eintauchenden Bereich abgesetzt ausgebildet ist, wie dies in Fig.1
mit 23 angedeutet ist.
[0017] In Fig.5 ist die Festlegung der Schiene 3 in jenem Teilbereich am verschiebbaren
Träger 4 dargestellt, in welchem die Seitenflächen des verschiebbaren Trägers 4 bei
eingeschobener Position, d.h. bei Eindringen des Fundamentfortsatzes 12 in die Ausnehmung
im verschiebbaren Träger, unmittelbar in Anlage an die Seitenfläche des Fundamentfortsatzes
für eine entsprechende Führung desselben gelangen. Die Schiene ist in diesem Teilbereich
wiederum über ein Verbindungselement 18 und eine übliche Klemmplattenbefestigung 29
mit dem Träger 4 starr verbunden.
[0018] In Fig.6 ist schematisch die Lagerung des biegeelastischen Verbindungsgliedes 5 im
Widerlager-Bauteil 7 dargestellt, wobei die Federung dabei schematisch mit 25 angedeutet
ist. Das Verbindungsglied weist beispielsweise rechteckigen Querschnitt auf und ist
als Torsionsstab ausgebildet, so daß vom Verbindungsglied 5 sämtliche außermittige
Belastungen aufgenommen und ausgeglichen werden können und der Träger 4 nur mehr in
Schienenlängsrichtung axial beaufschlagt wird. Zur entsprechenden Abstützung einer
schematisch angedeuteten Schwelle 24 für die Schiene 3 ist neben dem mit der Schwelle
24 starr verbundenen Verbindungsglied am Widerlager-Bauteil 25 jeweils im Endbereich
der Schwellen eine zusätzliche Abstützung 26 vorgesehen.
[0019] In Fig.7 ist eine abgewandelte Ausführungsform der Lagerung des biegeelastischen
Verbindungsgliedes 5 dargestellt, wobei anstelle der in den Fig.1 und 2 vorgesehenen
Verschraubung zwischen Tragwerk 1 und Verbindungsglied 5 sowie zwischen dem Träger
4 und dem Verbindungsglied 5 in diesem Fall eine Verschweißung 27 vorgesehen ist.
Neben dem ähnlich der Ausbildung gemäß Fig.6 ausgebildeten Verbindungsglied mit Rechteckquerschnitt
sind elastische Widerlager in Form von quer zum Verbindungsglied 5 verlaufenden Biegeträgern
28 vorgesehen, welche wiederum in einem dem Widerlager-Bauteil 7 entsprechenden Bauteil
angeordnet werden können bzw. in aneinander angrenzenden Teilbereichen des Tragwerkes
1 sowie des Trägers 4 gelagert sein können.
[0020] Durch Verwendung eines biegeelastischen Verbindungsgliedes 5 ergibt sich die Möglichkeit,
bei von der Schienenlängsrichtung abweichenden Relativbewegungen zwischen Tragwerk
1 und verschiebbarem Träger 4 Übergänge mit zu geringen Krümmungsradien zu vermeiden,
welche zu einer Lockerung der Schienen bzw. zu einer Zerstörung derselben im Übergangsbereich
führen könnten. Der biegeelastische Träger, welcher kraftschlüssig sowohl mit dem
Tragwerk 1 als auch mit dem verschiebbaren Träger 4 verbunden ist, stellt jeweils
im Anschlußbereich einen stetig verlaufenden Übergang sicher. Das biegeelastische
Verbindungsglied 5 wird dadurch durch die elastischen bzw. federnden Widerlager entsprechend
unterstützt.
[0021] Anstelle der in den Figuren dargestellten Ausführungsform eines Fundamentfortsatzes
bzw. eines mit dem Fundament verbundenen Trägers 12, welcher in eine Ausnehmung des
verschiebbaren Trägers 4 für dessen Führung eingreift, kann eine Mehrzahl von entsprechenden
Fundamentfortsätzen vorgesehen sein, wodurch bei entsprechender Anordnung der Schienenmittelebene
relativ zur Trennungsebene zwischen den Fundamentfortsätzen und den Ausnehmungen im
verschiebbaren Träger gegebenenfalls in allen Bereichen eine symmetrische Abstützung
der Schiene ermöglicht wird.
1. Einrichtung zum Verbinden von auf einem Tragwerk (1), insbesondere Brückentragwerk,
festgelegten Schienen (3) mit am Fundament bzw. Festland (2) weiterführenden Schienen
unter Verwendung einer Dilatationsvorrichtung (8) zur Aufnahme von Bewegungen in Schienenlängsrichtung,
bei welcher zwischen Tragwerk (1) und Fundament bzw. Festland (2) ein in Schienenlängsrichtung
verschiebbarer Träger (4) angeordnet ist, welcher mit dem Tragwerk (1) in Verschieberichtung
(22) gekuppelt ist, und bei welcher die Dilatationsvorrichtung (8) an der dem Tragwerk
(1) abgewandten Seite des verschiebbaren Trägers (4) angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragwerk (1) mit dem verschiebbaren Träger (4) unter Zwischenschaltung eines
biegeelastischen Verbindungsgliedes (5) kraftschlüssig verbunden, insbesondere verschweißt
oder verschraubt, ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das biegeelastische Verbindungsglied
(5) als Torsionsstab ausgebildet ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das biegeelastische
Verbindungsglied (5) mit elastischen, insbesondere federnden, Widerlagern (25,28)
zusammenwirkt.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das biegeelastische Verbindungsglied
(5) nach einem ersten Teilweg seiner elastischen Verformbarkeit mit den Widerlagern.
(25,28) zusammenwirkt.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das biegeelastische
Verbindungsglied (5) den verschiebbaren Träger (4) und das Tragwerk (1) in den Bereichen
der kraftschlüssigen Verbindung mit diesen übergreift.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die unterhalb
des biegeelastischen Verbindungsgliedes (5) angeordneten elastischen Widerlager (25,28)
in einem Träger (7) angeordnet sind, der am Tragwerk (1) und am verschiebbaren Träger
(4) gleitend abgestützt ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der verschiebbare
Träger (4) an seiner dem Tragwerk (1) abgewandten Seite wenigstens eine in Schienenlängsrichtung
verlaufende Ausnehmung (13) aufweist, in welche ein Teil des Fundamentes (2) bzw.
ein festlandseitiger, starrer Träger (12) eintaucht, wobei die Schienen am verschiebbaren
Träger (4) starr und am Fundament (2) bis zur Dilatationsvorrichtung (8) in Schienenlängsrichtung
verschiebbar gelagert sind.