| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 554 549 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
10.04.1996 Patentblatt 1996/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.12.1992 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: D06F 75/14 |
|
| (54) |
Dampfbügeleisen mit austauschbarem Filtereinsatz
Iron with a replaceable filter cartridge
Fer à repasser avec cartouche filtrante remplaçable
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT CH DE ES FR GB IT LI NL |
| (30) |
Priorität: |
06.02.1992 DE 4203414
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
11.08.1993 Patentblatt 1993/32 |
| (73) |
Patentinhaber: Braun Aktiengesellschaft |
|
Frankfurt am Main (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Lindstaedt, Bernd
W-6057 Dietzenbach (DE)
- Driesen, Georges, Dr.
W-61276 Weilrad (DE)
- Amsel, Klaus
W-6370 Oberursel (DE)
- Hahnewald, Andrea
Sant Just Desvern (ES)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 135 484 GB-A- 1 022 697
|
DE-A- 3 729 800
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Dampfbügeleisen mit einem austauschbaren Filtereinsatz,
der ein Filtermaterial zur Entfernung der Härtebildner aus Leitungswasser enthält,
wobei der Filtereinsatz in den Gebrauchslagen des Dampfbügeleisens über bzw. hinter
dem Wassertank liegt und einen zwischen Wassereinlaß und Wassertank bzw. zwischen
Wassertank und Dampfkammer angeordneten Filter hat, der vom Leitungswasser in axialer
Richtung durchströmt wird.
[0002] Die direkte Verwendung von Leitungswasser in einem Dampfbügeleisen ist problematisch,
da sich, bedingt durch die Wasserhärte, in der Dampfkammer des Dampfbügeleisens Ablagerungen,
insbesondere Kalk, bilden, die die am Boden des Bügeleisens befindlichen Dampfaustrittsöffnungen
mit der Zeit zusetzen und damit die Dampfleistung nach und nach verringern und schließlich
die Abgabe von Dampf gänzlich verhindern.
[0003] Zur Vermeidung dieses Nachteils wird für Dampfbügeleisen die Verwendung von destilliertem
oder entkalktem Wasser empfohlen. Bei Verwendung von destilliertem Wasser muß die
Hausfrau ständig für einen ausreichenden Vorrat sorgen. Zudem ist destilliertes Wasser
relativ teuer. Ein Entkalken von Leitungswasser kann die Hausfrau selbst durchführen.
Es werden dazu sog. Schnellentkalkungsgeräte angeboten, bei denen das Leitungswasser
durch eine Filtereinrichtung mit auswechselbarer Filterpatrone geleitet und in einem
Vorratsgefäß aufgefangen wird. Diese Methode ist für die Hausfrau umständlich, da
das Leitungswasser zur Enthärtung zunächst in ein separates Gefäß filtriert werden
muß und erst dann aus diesem in das Dampfbügeleisen gefüllt werden kann.
[0004] Es ist bereits ein von der Anmelderin selbst hergestelltes Dampfbügeleisen, Typ Braun
5000 protector, bekannt, das direkt mit Leitungswasser betrieben werden kann. Dieses
Geräte ist mit kalkunempfindlichen unempfindlichen Dampfaustrittsöffnungen ausgestattet.
Es eignet sich jedoch nur für Leitungswasser mit einer Wasserhärte von bis zu 17°
dH. Eine Filtereinrichtung für das Leitungswasser ist bei diesem Dampfbügeleisen nicht
vorgesehen, so daß Ablagerungen, insbesondere von Kalk, und damit das Zusetzen der
Dampfaustrittsöffnungen letztlich nicht vermieden werden können.
[0005] Bei einem weiteren bekannten Dampfbügeleisen (DE-37 29 800 A1) ist in das Griffgehäuse
nahe der Abstellfläche eine austauschbare Filterkassette eingesetzt, die mit einem
Filtermaterial, das mit einem Farbindikator eingefärbt ist, gefüllt ist. Durch einen
von außen durch den durchsichtigen Boden der Filterkassette erkennbaren Farbumschlag
des Filtermaterials wird ein Erschöpfen der Filterkapazität anzeigt und die Filterkassette
muß ausgewechselt werden. Das nachgefüllte Leitungswasser durchfließt die Filterkassette,
bevor es in den Wassertank gelangt. Bedingt durch die Lage der Filterkassette und
dadurch, daß ihre Einlaßund Auslaßöffnung auf der gleichen Seite der Kassette angebracht
sind, ist eine besondere Abdichtung der Öffnungen erforderlich und ein Betrieb des
Dampfbügeleisen ohne Filterkassette nicht möglich. Das Wasser durchströmt auf seinem
Weg zum Wassertank im wesentlichen nur den nahe der Einlaßund der Auslaßöffnung gelegenen
Teil des Filtermaterials, so daß es sich in diesem Bereich schnell erschöpft und das
Wasser anschließend weitgehend ungefiltert in den Wassertank fließt. Nachteilig ist
auch, daß sich die Filterkassette und der Wassertank auf gleichem Niveau befinden
und beim Bügeln erwärmtes Wasser in die Filterkassette eindringen und das Filtermaterial
auf diese Weise beschädigt werden kann.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Dampfbügeleisen der eingangs genannten Art zu schaffen,
bei dem der Filtereinsatz eine hohe Filterwirkung aufweist und bei dem gleichzeitig
die Lebensdauer der Bügeleisensohle hoch ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß nur ein Teil des Leitungswassers
den Filter durchläuft, während der andere Teil über eine Bypassleitung ungefiltert
in den Wassertank bzw. in die Dampfkammer gelangt. Durch die Erfindung kann der Anteil
des gefilterten Leitungswassers 30 % bis 70 % betragen. Auf diese Weise wird erreicht,
daß der pH-Wert des Wassers im Wassertank stets im neutralen Bereich liegt und damit
die Lebensdauer der Sohle des Dampfbügeleisens erhöht wird, da eine Korrosion aufgrund
von pH-Schwankungen, die sich bei einer vollständigen Filtration des zugeführten Leitungswassers
ergeben können, vermieden wird. Weiterhin erhöht sich die effektive Filterkapazität
des Filtereinsatzes, ohne daß jedoch die Dampfleistung des Dampfbügeleisens gemindert
wird. Der Anteil des Leitungswassers, der gefiltert wird bzw. durch die Bypassleitung
fließt, ist von der Wasserhärte des Leitungswassers abhängig. Dabei ist es gleichgültig,
ob der Wasserfilter vor oder nach dem Wassertank am Bügeleisen angeordnet ist, entscheidend
ist dabei nur, daß das in die Dampfkammer der Bügeleisensohle eintropfende Wasser
sowohl mit dem enthärteten Wasser wie mit dem nicht enthärteten Wasser vermischt wird.
Zur Anpassung an die jeweilige Wasserhärte kann es vorgesehen sein, daß der Durchlaßquerschnitt
der Bypassleitung einstellbar ist. Als günstig wird es angesehen, wenn die Bypassleitung
in dem Filtereinsatz integriert ist.
[0008] Wird der gesammte Durchtrittsquerschnitt des Filters auf der Einlaßseite angeströmt,
so fließt der Hauptanteil des Leitungswassers gleichmäßig durch das gesamte Filtermaterial.
Das Filtermaterial kann dabei optimal ausgenutzt werden und das Leitungswasser kann
je nach Größe der Bypassleitung entsprechend enthärtet werden. Durch die Anordnung
des Filtereinsatzes oberhalb des Wassertankes kommt sowohl beim Auffüllen des Wasservorrats,
wie beim Bügeln und beim Abstellen des Dampfbügeleisens das Filtermaterial nur mit
kaltem Wasser in Berührung. Dadurch wird einerseits vermieden, daß sich wärmeempfindliches
Filtermaterial durch die Berührung mit heißem Wasser zersetzt und dabei unerwünschte
Dämpfe entwickelt. Zum anderen macht diese Anordnung eine zusätzliche thermische Isolierung
des Wassertanks überflüssig. Eine zusätzliche Wassertransportvorrichtung wie z.B.
eine Pumpe ist nicht erforderlich. Eine aufwendige Abdichtung der Filtereinrichtung
zum Wassertank hin wird ebenfalls nicht benötigt und das Auswechseln des Filtereinsatzes
ist einfach und ohne Verschütten oder Auslaufen von Wasser zu bewerkstelligen. Ebenso
ist es möglich, das Dampfbügeleisen ohne Filtereinsatz zu betreiben, beispielsweise
in Regionen mit Leitungswasser von nur sehr geringer Wasserhärte oder wenn zeitweilig
bei Verstopfen oder Erschöpfung des Filtereinsatzes kein neuer Filtereinsatz zur Hand
ist.
[0009] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Filtereinsatz so ausgelegt ist, daß die maximale
Filtriergeschwindigkeit ca. 1 cm/s beträgt. Hierbei ergeben sich für den Filtereinsatz
günstige Abmessungen, die an die Größe eines Dampfbügeleisens angepaßt sind, und es
wird eine für Bügeleisen teilweise Enthärtung des Leitungswassers erreicht. Um ein
möglichst problemloses und gleichmäßiges Durchlaufen des Leitungswassers durch den
Filtereinsatz zu gewährleisten, ist es von Vorteil, wenn parallel zum Filtereinsatz
ein Entlüftungskanal angeordnet ist,der mit dem Wassertank verbunden ist und aus dem
Luft und das bei der Enthärtung entstehende Kohlendioxid aus dem Wassertank entweichen
kann.
[0010] Für Leitungswasser mit einem hohen Anteil an Carbonathärte ist es zweckmäßig, wenn
die Enthärtung in zwei aufeinanderfolgenden Stufen erfolgt und das Leitungswasser
zur Entcarbonisierung zunächst eine Schicht eines selektiv enthärtenden Filtermaterials
und anschließend eine darunter angeordnete Schicht eines Filtermaterials zur vollständigen
Enthärtung bzw. Demineralisierung durchströmt, wobei die beiden Filterschichten durch
ein Sieb voneinander getrennt sind. Diese Kombination eines selektiven Vorfilters
mit einer anschließenden "Vollfiltration" verhindert pH-Schwankungen des gefilterten
Wassers, die wegen der Korrosionsanfälligkeit der Bügeleisensohle unerwünscht sind
und auftreten, wenn nur ein Filtermaterial verwendet wird, da bei Leitungswasser mit
hohem Carbonatanteil der kationische Anteil des Filtermaterials schnell aufgebraucht
wird und das Filterwasser durch den anionischen Überschuß alkalisch wird.
[0011] Um das Einfüllen des Leitungswassers in den Filtereinsatz zu erleichtern, ist erfindungsgemäß
ein Einfüllstutzen vorgesehen. Der Einfüllstutzen kann am Griffgehäuse angeordnet
sind. Er kann aber auch am Filtereinsatz ausgebildet sein. Es ist zweckmäßig, den
Einfüllstutzen mit einem Verschluß zu versehen. Als besonders günstig hat es sich
erwiesen, wenn der Einfüllstutzen aus mehreren, ineinandergreifenden Ringen besteht,
die teleskopartig ausziehbar sind. Wird der ausgezogene Einfüllstutzen mit Leitungswasser
gefüllt, so erhöht sich der hydrostatische Druck im Leitungswassers an der Eintrittsöffnung
des Filters und beeinflußt die Filtriergeschwindigkeit und damit den Grad der Enthärtung
des Wassers. Die Erfindung sieht weiterhin vor, daß der Einfüllstutzen mit Markierungen
versehen sein kann, die verschiedenen Wasserhärtebereichen entsprechen und vorgeben,
wie hoch der Einfüllstutzen mit Wasser gefüllt werden soll, um die für den jeweiligen
Wasserhärtebereich erforderliche Enthärtung durch Beeinflussung der Filtriergeschwindigkeit
zu erreichen. Bei dem teleskopartig ausziehbaren Einfüllstutzen kann dies durch Einstellen
der Ausziehhöhe erreicht werden.
[0012] Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung kann der Filtereinsatz auch separat außerhalb
des Dampfbügeleisens zur Enthärtung von Leitungswasser verwendet werden.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert,
das in der Zeichnung dargestellt ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines teilweise geschnittenen Dampfbügeleisens
mit einem auswechselbaren Filtereinsatz gemäß der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt durch einen Teil des Filtereinsatzes gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung eines Einfüllstutzens für ein erfindungsgemäßes
Dampfbügeleisen und
Fig. 4 eine schematische Schnittdarstellung einer weiteren Anwendung des auswechselbaren
Filtereinsatzes gemäß Fig. 1.
[0014] Das in Figur 1 dargestellte Dampfbügeleisen weist eine Sohle 1 mit nicht dargestellten
Öffnungen zum Austritt des Dampfes auf. Über der Sohle 1 befindet sich eine Dampfkammer
2, in der Wasser aufgeheizt und zum Kochen gebracht wird. Die Dampfkammer 2 steht
mit dem darüber angeordneten Wassertank 3 über ein Dampfstopventil 4 in Verbindung,
das mit einem Stößel 5 geöffnet und geschlossenen werden kann. Der Wassertank 3 kann
fest installiert oder aus dem ihn umgebenden Griffgehäuse 6 herausnehmbar sein. Das
Griffgehäuse 6 beinhaltet die elektrischen Anschlußteile des Dampfbügeleisens und
an seinem hinteren Ende befindet sich eine abgeschrägte Fläche 7, auf der das Dampfbügeleisen
vor allem in heißem Zustand abgestellt werden kann. In einer Grifföffnung unterhalb
des Griffs 8 ist ein Temperaturwählschalter 9 angeordnet. Im vorderen Ende des Griffgehäuses
6 befindet sich eine zylindrische Ausnehmung 10, in der ein Filtereinsatz 11 eingesetzt
ist, und parallel zur Ausnehmung 10 verläuft ein Entlüftungskanal 12, der mit dem
Wassertank 3 verbunden ist. Der Filtereinsatz 11 ist an seinem unteren Ende über einen
Dichtsitz 13 an den Wassertank 3 angeschlossen. Er besteht aus drei zylindrischen
Ringen 14, 15, 16, die in der dargestellten Lage übereinander angeordnet sind und
mit ihren Enden dicht ineinandergreifen und dadurch ein Rohr bilden. Das obere Ende
des Rohrs ragt über das Griffgehäuse 6 hinaus und bildet mit seinen oberen Ringen
15, 16 einen Einfüllstutzen 17, der mit einem auf dem obersten Ring 16 aufgesetzten
Deckel 18 verschlossen ist. Wird der Deckel 18 abgenommen, so kann Leitungswasser
bequem und einfach in das Rohr eingefüllt werden. Nach dem Einfüllen können die Ringe
14, 15, 16 teleskopartig ineinander geschoben werden, wobei der Ring 15 den Ring 14
und der Ring 16 den Ring 15 umgibt.
[0015] Im Innern des Ringes 14 befindet sich der Filter 19, den das Leitungswasser zur Enthärtung
durchströmen muß, bevor es im Wassertank 3 bevorratet wird. Zum Durchströmen steht
dem Leitungswasser der gesamte Durchtrittsquerschnitt im Ring 14 zur Verfügung, wobei
dieser Querschnitt auch auf der Einlaßseite des Filters 19 angeströmt wird. Der als
2-Schichtfilter ausgebildete Filter 19 ist in Figur 2 ausschnittweise vergrößert dargestellt.
Er wird am oberen Ende von einem Einlaufsieb 20 und am unteren Ende von einem Auslaufsieb
21 begrenzt. Dazwischen ist ein Zwischensieb 22 angeordnet. Zwischen dem Einlaßsieb
20 und dem Zwischensieb 22 befindet sich als Vorfilter ein Filterbett 23, das mit
einem kationischen Ionenaustauscherharz gefüllt ist, durch das aus dem durchfließenden
Leitungswasser selektiv nur als Hydrogencarbonat in Lösung befindliche Calciumund
Magnesiumionen ausgetauscht werden. Dabei gehen Wasserstoffionen (H⁺) in Lösung, die
mit den Hydrogencarbonationen (HCO

) reagieren, wobei Kohlendioxid (CO₂) und Wasser (H₂O) gebildet wird. Zwischen dem
Zwischensieb 22 und dem Auslaßsieb 21 ist ein Filterbett 24 angeordnet, das mit einem
Standard-Ionenaustauscherharz gefüllt ist und zur vollständigen Enthärtung bzw. Demineralisierung
von Leitungswasser alle Anionen gegen H⁺ und alle Kationen gegen OH⁻ austauschen kann.
Die vorgeschaltete Entcarbonisierung des Leitungswassers im Filterbett 23 verhindert,
insbesondere bei Leitungswasser mit einem hohen Anteil an Carbonathärte, daß die Kationen
des Standard-Ionenaustauscherharzes im Filterbett 24 schnell aufgebraucht werden und
dann nur noch Anionen verfügbar sind und vermeidet dadurch, daß das filtrierte Wasser
in zunehmendem Maße alkalisch wird und die Bügeleisensohle korrodiert. Die vollständige
Enthärtung des Leitungswassers im Filterbett 24 kann somit mit äquivalenten Anteilen
an Kat- und Anionen ablaufen.
[0016] Die Austauschvorgänge von Kationen und Anionen im Filterbett 24 können jedoch ungleich
ablaufen. Es läßt sich daher nicht vollständig vermeiden, daß der pH-Wert des Filterwassers
schwankt. Solche Schwankungen des pH-Werts sind unerwünscht, weil dadurch Korrosion
gefördert wird, die die Lebensdauer der Bügeleisensohle herabsetzt. Zur Vermeidung
dieses Nachteils wird nicht das gesamte Leitungswasser durch den Filter 19 geleitet,
sondern es fließt ein Teil ungefiltert durch eine axial-mittige Bypassleitung 25 im
Filter 19 in den Wassertank 3, wo sich beide Teile vermischen. Es wird dadurch erreicht,
daß der pH-Wert des Wassers im Wassertank 3 stets im neutralen Bereich liegt. Der
Anteil des gefilterten Leitungswassers ist abhängig von der Härte des Leitungswassers
und kann zwischen 30 % und 70 % liegen. Dieses Verhältnis wird durch den Durchlaßquerschnitt
der Bypassleitung 25 bestimmt.
[0017] Das Filtermaterial in den Filterbetten 23 und 24 kann mit einem Farbindikator angereichert
sein. Die Erschöpfung der Filterkapazität des Filters 19 wird dann durch einen Umschlag
des Farbindikators angezeigt, der durch ein im Filter 19 vorgesehenes, jedoch nicht
dargestelltes Fenster sichtbar ist.
[0018] Figur 3 zeigt einen oberen Teil eines Dampfbügeleisens mit einem am vorderen Ende
eines Griffgehäuses 26 angeordneten Einfüllstutzen 27, durch den Leitungswasser über
einen im Griffgehäuse 26 befindlichen Filtereinsatz in den Wassertank des Dampfbügeleisens
nachgefüllt werden kann. Der Einfüllstutzen 27 besteht aus drei zylindrischen Ringen
28, 29, 30, die teleskopartig ineinander angeordnet sind, wobei der unterste Ring
28, der den größten Durchmesser hat, starr am Griffgehäuse 26 befestigt ist. In den
Ring 28 ist der Ring 29 mit geringerem Durchmesser eingesetzt und in diesen wiederum
der Ring 30 mit geringstem Durchmesser. Zur Verlängerung des Einfüllstutzen 27 und
zum bequemen Einfüllen von Leitungswasser können die Ringe 29 und 30 aus der dargestellten
Lage teleskopartig nach oben ausgezogen werden. Hierdurch erhöht sich der hydrostatische
Druck im Leitungswasser an der Eintrittsöffnung des Filters, wodurch sich die Filtriergeschwindigkeit
erhöht und sich die Nachfüllzeit entsprechend reduziert. Durch die Ausziehhöhe des
Einfüllstutzens 27 kann die Filtriergeschwindigkeit und dadurch der Grad der Enthärtung
beeinflußt werden.
[0019] Figur 4 zeigt eine Anwendungsmöglichkeit des Filtereinsatzes 11 gemäß Figur 1 zur
Enthärtung von Wasser außerhalb eines Dampfbügeleisens. Hierbei wird der Filtereinsatz
11 in die Öffnung eines Deckels 31 eingesetzt, der ein Aufnahmegerät 32 für das filtrierte
Wasser verschließt.
1. Dampfbügeleisen mit einem austauschbaren Filtereinsatz, der ein Filtermaterial zur
Entfernung der Härtebildner aus Leitungswasser enthält, wobei der Filtereinsatz (11)
in den Gebrauchslagen des Dampfbügeleisens über bzw. hinter dem Wassertank (3) liegt
und einen zwischen Wassereinlaß und Wassertank (3) bzw. zwischen Wassertank (3) und
Dampfkammer angeordneten Filter (19) hat, der vom Leitungswasser in axialer Richtung
durchströmt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß nur ein Teil des Leitungswassers den Filter (19) durchläuft, während der andere
Teil über eine Bypassleitung (25) ungefiltert in den Wassertank (3) bzw. in die Dampfkammer
gelangt.
2. Dampfbügeleisen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anteil des gefilterten Leitungswassers 30 % bis 70 % beträgt.
3. Dampfbügeleisen nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchlaßquerschnitt der Bypassleitung (25) einstellbar ist.
4. Dampfbügeleisen nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bypassleitung (25) im Filter (19) integriert ist.
5. Dampfbügeleisen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der gesamte Durchtrittsquerschnitt des Filters (19) auf der Einlaßseite angeströmt
wird.
6. Dampfbügeleisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enthärtung des Leitungswassers in zwei aufeinanderfolgenden Stufen erfolgt
und das Leitungswasser zur Entcarbonisierung zunächst eine Schicht (23) eines selektiv
enthärtenden Filtermaterials und anschließend ein darunter angeordnete Schicht (24)
eines Filtermaterial für eine vollständigen Enthärtung bzw. Demineralisierung durchströmt,
wobei die beiden Filterschichten durch ein Sieb (22) voneinander getrennt sind.
7. Dampfbügeleisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Einfüllen des Leitungswassers in den Filtereinsatz ein Einfüllstutzen (17,
27) vorgesehen ist.
8. Dampfbügeleisen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Filtereinsatz (11) so ausgelegt ist, daß die maximale Filtriergeschwindigkeit
ca. 1 cm/s beträgt.
9. Dampfbügeleisen nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß parallel zum Filtereinsatz (11) ein Entlüftungskanal (12) vorgesehen ist, der
mit dem Wassertank (3) verbunden ist.
10. Dampfbügeleisen nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einfüllstutzen (27) am Griffgehäuse angeordnet ist.
11. Dampfbügeleisen nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einfüllstutzen (17) am Filtereinsatz (11) ausgebildet ist.
12. Dampfbügeleisen nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einfüllstutzen (17; 27) aus mehreren, ineinandergreifenden Ringen (14, 15,
16; 28, 29, 30) besteht und teleskopartig ausziehbar ist.
13. Dampfbügeleisen nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einfüllstutzen (17, 27) mit Markierungen versehen ist, die verschiedenen Wasserhärtebereichen
entsprechen.
14. Dampfbügeleisen nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einfüllstutzen (17, 27) mit einem Deckel (18) versehen ist.
15. Filtereinsatz für ein Dampfbügeleisen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet
durch ein im wesentlichen zylindrisches Gehäuse, das an beiden Enden offen ist, wobei
am oberen Ende ein Einfüllstutzen (17) angeordnet ist, der vorzugsweise aus mehreren,
übereinanderliegenden und teleskopartig ausziehbaren Ringen (14, 15, 16) besteht,
und in dessen Innenraum quer zur Längsachse wenigstens zwei Siebe (20, 21) vorgesehen
sind, zwischen denen wenigstens eine Schicht eines Filtermaterials zur Enthärtung
von Wasser eingefüllt ist.
16. Filtereinsatz nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine das Filtermaterial axial durchdringende Bypassleitung (25) vorgesehen ist.
17. Filtereinsatz nach einem der Ansprüche 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Zwischensieb (22) vorgesehen ist, das zwei Filterschichten (23, 24) voneinander
trennt.
1. A steam iron comprising a replaceable filter element containing a filter material
for removing the hardening agents from tap water, in which the filter element (11)
is arranged above or behind the water reservoir (3) in the positions of use of the
steam iron and has a filtering means (19) disposed between the water inlet and the
water reservoir (3) or between the water reservoir (3) and the steam generating chamber,
the tap water being caused to flow through the filtering means in an axial direction,
characterized in that only part of the tap water passes through the filtering means (19), while the other
part, in unfiltered condition, flows into the water reservoir (3) and the steam generating
chamber through a bypass channel (25).
2. The steam iron as claimed in claim 1,
characterized in that the percentage of filtered tap water is between 30% and 70%.
3. The steam iron as claimed in any one of the claims 1 or 2,
characterized in that the cross-section of passage of the bypass channel (25) is adjustable.
4. The steam iron as claimed in any one of the claims 1 to 3,
characterized in that the bypass channel (25) is integrally formed with the filtering means (19).
5. The steam iron as claimed in claim 1,
characterized in that fluid impinges upon the full cross-section of passage of the filtering means (19)
on the inlet side.
6. The steam iron as claimed in any one of the preceding claims,
characterized in that the process of softening the tap water involves two successive steps, the tap water
flowing, for decarbonization, first through a layer (23) of a selectively softening
filter material and subsequently through a subjacent layer (24) of a filter material
for complete softening or demineralization, with the two filter layers being separated
from each other by a screen (22).
7. The steam iron as claimed in any one of the preceding claims,
characterized in that a filler neck (17, 27) is provided for filling the filter element with tap water.
8. The steam iron as claimed in claim 1,
characterized in that the filter element (11) is configured such that the maximum rate of filtration is
1 cm/s, approximately.
9. The steam iron as claimed in any one of the claims 1 or 2,
characterized in that a vent channel (12) connected to the water reservoir (3) is provided parallel to
the filter element (11).
10. The steam iron as claimed in claim 7,
characterized in that the filler neck (27) is disposed on the handle housing.
11. The steam iron as claimed in claim 7,
characterized in that the filler neck (17) is provided on the filter element (11).
12. The steam iron as claimed in claim 7,
characterized in that the filler neck (17; 27) is comprised of several interfitting rings (14, 15; 16;
28, 29, 30) which are expandable in telescoping fashion.
13. The steam iron as claimed in claim 12,
characterized in that the filler neck (17, 27) is provided with indicia that correspond to the individual
degrees of water hardness.
14. The steam iron as claimed in claim 7,
characterized in that the filler neck (17, 27) is provided with a cover (18).
15. A filter element for a steam iron as claimed in any one of the preceding claims,
characterized by a substantially cylindrical housing open at either end, with a filler neck (17) disposed
at the upper end thereof which is preferably comprised of several superposed rings
(14, 15, 16) expandable in telescoping fashion, the filter housing having in its interior,
in a direction transverse to the longitudinal axis, at least two screens (20, 21)
receiving therebetween at least one layer of a filter material for the softening of
water.
16. The filter element as claimed in claim 15,
characterized in that a bypass channel (25) is provided extending axially through the filter material.
17. The filter element as claimed in any one of the claims 15 or 16,
characterized in that an intermediate screen (22) is provided separating two filter layers (23, 24) from
each other.
1. Fer à repasser à vapeur comprenant une cartouche filtrante remplaçable, qui contient
un matériau filtrant pour supprimer les agents de dureté hors de l'eau du réseau,
la cartouche filtrante (11) étant située dans la position d'utilisation du fer à repasser
à vapeur au-dessus ou derrière le réservoir à eau (3), et comportant un filtre (19)
agencé entre l'entrée d'eau et le réservoir à eau (3) ou bien entre le réservoir à
eau (3) et la chambre à vapeur, ce filtre étant traversé par l'eau en direction axiale,
caractérisé en ce que seule une partie de l'eau du réseau traverse le filtre (19)
tandis que l'autre partie parvient dans le réservoir à eau (3) ou dans la chambre
à vapeur sans être filtrée, via une conduite de dérivation (25).
2. Fer à repasser selon la revendication 1, caractérisé en ce que la proportion de l'eau
filtrée s'élève de 30% à 70%.
3. Fer à repasser selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce
que la section de passage de la conduite de dérivation (25) est réglable.
4. Fer à repasser selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que la conduite de dérivation (25) est intégrée dans le filtre (19).
5. Fer à repasser selon la revendication 1, caractérisé en ce que la totalité de la section
de passage du filtre (19) reçoit de l'eau sur le côté entrée.
6. Fer à repasser selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que la déminéralisation de l'eau a lieu en deux étapes successives, l'eau traversant
tout d'abord pour la décarbonatation une couche (23) d'un matériau filtrant qui assure
une déminéralisation sélective, et ensuite une couche (24) d'un matériau filtrant
située au-dessous de la première, pour une déminéralisation complète, les deux couches
filtrantes étant séparées l'une de l'autre par un tamis (22).
7. Fer à repasser selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé
en ce que pour le remplissage de l'eau dans la cartouche filtrante, il est prévu un
manchon de remplissage (17, 27).
8. Fer à repasser selon la revendication 1, caractérisé en ce que la cartouche filtrante
(11) est conçue de telle façon que la vitesse de filtrage maximum s'élève à environ
1 cm/s.
9. Fer à repasser selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce
qu'il est prévu parallèlement à la cartouche filtrante (1 1) un conduit de mise à
l'air (12), qui est relié au réservoir à eau (3).
10. Fer à repasser selon la revendication 7, caractérisé en ce que le manchon de remplissage
(27) est agencé sur le boîtier de saisie.
11. Fer à repasser selon la revendication 7, caractérisé en ce que le manchon de remplissage
(17) est réalisé sur la cartouche filtrante (11).
12. Fer à repasser selon la revendication 7, caractérisé en ce que le manchon de remplissage
(17 ; 27) est constitué de plusieurs bagues engagées les unes dans les autres (14,.15,
16 ; 28, 29, 30), et en ce qu'il peut être déployé de manière télescopique.
13. Fer à repasser selon la revendication 12, caractérisé en ce que le manchon de remplissage
(17, 27) est pourvu de marques, qui correspondent à des plages de dureté différentes
pour l'eau.
14. Fer à repasser selon la revendication 7, caractérisé en ce que le manchon de remplissage
(17, 27) est pourvu d'un couvercle (18).
15. Cartouche filtrante pour un fer à repasser à vapeur selon l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisée en ce qu'elle comprend un boîtier sensiblement cylindrique,
ouvert aux deux extrémités, à l'extrémité supérieure étant agencé un manchon de remplissage
(17), qui est constitué de préférence de plusieurs bagues (14, 15, 16) disposées les
unes au-dessus des autres et susceptibles d'être déployées de façon télescopique,
et en ce qu'il est prévu dans sa cavité intérieure et transversalement à l'axe longitudinal
au moins deux tamis (20, 21), entre lesquels est remplie au moins une couche d'un
matériau filtrant pour la déminéralisation de l'eau.
16. Cartouche filtrante selon la revendication 15, caractérisée en ce qu'il est prévu
une conduite de dérivation (25) qui traverse axialement le matériau filtrant.
17. Cartouche filtrante selon l'une ou l'autre des revendications 15 et 16, caractérisée
en ce qu'il est prévu un tamis intermédiaire (22), qui sépare l'une de l'autre deux
couches filtrantes (23, 24).

