[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bilden einer Fadenreserve auf Kreuzspulen
an den Spulstellen einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine mit einer Vielzahl
von Arbeitsstellen und einer die Arbeitsstellen bedienenden fahrbaren Serviceeinrichtung,
die zum Wechseln von Auflaufspulen eingerichtet ist, und die eine Antriebsvorrichtung
für die in Wechselposition stehenden Kreuzspulen und eine Fadensaugvorrichtung zum
Aufsuchen, Ansaugen und Abziehen des auf die Oberfläche der Kreuzspule aufgelaufenen
Fadenendes aufweist, wobei dieses Fadenende mit Hilfe eines am Spulenrahmen befindlichen,
auf die Kreuzspule zu und von der Kreuzspule wegbewegbaren Fadenleitelements auf dem
Hülsenende zu einer Fadenreserve gewickelt wird.
[0002] Es ist bekannt, bei Kreuzspulen zum besseren Auffinden des Fadenendes dieses Fadenende
auf eines der Enden der Hülse als Fadenreserve oder Endreserve aufzuwickeln. Diese
Fadenreserve erleichtert das Auffinden des Fadenendes und das Abziehen einer bestimmten
Fadenlänge, um das Fadenende in die jeweils weiterverarbeitende Einrichtung einzuführen.
[0003] Aus der DE-OS 36 02 574 ist ein Fadenleitelement bekannt, das am Spulenrahmen gelagert
ist und auf die Kreuzspule zu und von der Kreuzspule wegbewegbar ist. Das Fadenleitelement
ist um einen Schwenkpunkt am Spulenrahmen schwenkbar und kann beispielsweise unter
dem Einfluß einer Feder in der Ruhelage gehalten werden. Soll eine Endreserve gewickelt
werden, drückt ein Schalthebel das Fadenleitelement mit seiner Fadenleitkontur in
die Nähe des Zwickels, der von dem Garnwickel und der Spulenhülse gebildet wird. Dabei
wird der an der Stirnseite der Kreuzspule zur Fadensaugvorrichtung verlaufende Faden
von der Fadenleitkontur erfaßt und wickelt sich auf die Hülse. Solange der Faden zwischen
Hülse und Fadensaugvorrichtung aufgrund der anliegenden Saugströmung noch straff gespannt
ist, wickelt sich der Faden auch in festen Windungen auf die Hülse.
[0004] Sobald das Fadenende aber die Fadensaugvorrichtung verläßt, wird der Faden schlaff.
Die Fadenleitkontur kann zwar das Fadenende noch zur Hülse leiten, die restlichen
Windungen, insbesondere die letzte Windung, bleiben aufgrund der fehlenden Zugwirkung
auf den Faden schlaff.
[0005] Die letzten Fadenwicklungen auf der Hülse können dadurch leicht abfallen oder abgezogen
werden. Insbesondere beim automatischen Transport von Kreuzspulen kann sich das Fadenende
weiter lösen und sich an Transportmitteln verhaken. Die Folge ist, daß Schleppfäden
entstehen, die Reserve ganz abgezogen wird oder die Kreuzspule hängenbleibt und das
Transportsystem blockiert.
[0006] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die aufgezeigten Nachteile zu vermeiden
und eine Fadenreserve zu bilden, die optimal gegen Lösen gesichert ist.
[0007] Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das Fadenleitelement in
Umfangsrichtung der Hülse einen Sektor von mindestens 90 Grad aufweist, daß das Fadenleitelement
an seiner Fadenleitfläche, die an der Stirnseite der Kreuzspule anlegbar ist, eine
unmittelbar der Stirnseite der Kreuzspule benachbarte Fadenfangkerbe aufweist und
daß ein Betätigungselement zur Betätigung des Fadenleitelements vorgesehen ist.
[0008] Die Fadenleitvorrichtung ist am Spulenrahmen angebracht, um den aufzuwickelnden Faden
dicht an die Stirnseite der Kreuzspule zu führen. Während im normalen Spulbetrieb
die Fadenleitvorrichtung am Spulenrahmen anliegt, wird sie zum Wickeln der Fadenreserve
so gegen die Stirnseite der Spule verschwenkt, daß sie dort zur Anlage kommt. Das
Fadenleitelement hat dort, wo der Faden beim Aufwickeln auf die Hülse aufläuft, eine
Fadenfangkerbe, mit der der Faden beim Aufwickeln an die Stirnseite der Spule geführt
wird. Während der Bildung der Fadenreserve wird der Faden zunächst aus der Saugdüse
unter Spannung herausgezogen und in mehreren Wicklungen auf die Hülse aufgewickelt.
Durch das Fadenleitelement mit seiner Fadenleitfläche wird der Faden so geführt, daß
er stirnseitig am Garnwickel auf der Hülse abgelegt wird. Bei diesem Aufwickelvorgang
gerät der Faden in die Fadenfangkerbe. Wenn das Fadenende nach Verlassen der Saugdüse
ohne Spannung ist und deshalb nicht mehr straff gehalten wird, wird es weiter durch
die Kerbe geführt. Dadurch wird es vollkommen aufgewickelt. Das Fadenende wird durch
die Anlage der stirnseitigen Fadenleitfläche des Fadenleitelements an der Stirnseite
des Garnwickels eingebügelt und ist dadurch infolge der Reibung des Fadens an der
Stirnseite für den Transport gut gesichert.
[0009] In einer Weiterbildung der Erfindung ist das Fadenleitelement der jeweiligen Kontur
der Stirnseite der Spule angepaßt, an der es zur Anlage bringbar ist. Diese Anpassung
ist besonders wichtig bei kegelförmigen Kreuzspulen. Da deren Stirnseiten in der Regel
nicht plan sind, ist es von Vorteil, wenn die Fadenleitfläche des Fadenleitelements
der Stirnseite der Spule angepaßt ist, damit zwischen dem Fadenleitelement und der
Stirnseite der Spule kein Freiraum oder Spalt entsteht, in welchem der Faden sich
frei und ohne Führung bewegen könnte. Je nachdem, ob die Fadenreserve an der oberen
Stirnseite der Spule oder an der unteren Stirnseite der Spule gewünscht wird, hat
das Fadenleitelement eine konvexe beziehungsweise eine konkav geformte Kontur.
[0010] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Fadenfangkerbe am Fadenleitelement
dort angeordnet, wo das Fadenleitelement im Bereich der Hülse zur Anlage kommt. Eine
so angeordnete Fadenfangkerbe führt den Faden sicher in den Bereich der Hülse, so
daß er auf dieser zur Fadenreserve aufgewickelt werden kann und auch das Fadenende
möglichst im Bereich der Hülse auf der Stirnseite der Kreuzspule zu liegen kommt.
Dadurch ist es bei der Weiterbehandlung der Kreuzspule leichter aufzufinden.
[0011] Anhand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher
erläutert.
[0012] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Spulstelle an einer Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Bilden einer Fadenreserve,
- Fig. 2
- die erfindungsgemäße Vorrichtung als Einzelheit,
- Fig. 3
- das Fadenleitelement der Vorrichtung als Einzelheit in einer Frontansicht und
- Fig. 4
- in einer Seitenansicht,
- Fig. 5
- eine zylindrische Kreuzspule mit der zugehörigen Fadenleitfläche eines Fadenleitelements,
- Fig. 6
- eine kegelförmige Kreuzspule mit der zugehörigen Fadenleitfläche eines Fadenleitelements
für den Kopfbereich und
- Fig. 7
- für den Fußbereich.
[0013] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 zeigt eine Kreuzspulen herstellende Textilmaschine
1, die eine Vielzahl von Arbeitsstellen 2 aufweist, an denen Kreuzspulen 3 gewickelt
werden. Von der Vielzahl der Arbeitsstellen ist hier nur eine in Seitenansicht dargestellt.
Es sind nur die zum Verständnis der Erfindung beitragenden Merkmale dargestellt und
näher erläutert.
[0014] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel hat die Kreuzspule ihre vorgesehene Garnmenge
erreicht. Aus diesem Grund ist die Kreuzspule 3, die noch im Spulenrahmen 4 drehbar
gehalten wird, von ihrem Spulenantrieb 5 abgehoben worden. Der Spulenantrieb 5 besteht
aus einer die Kreuzspule 3 mittels Friktion antreibende Wickelwalze, die durch eine
längs der Maschine geführte Welle 6 antreibbar ist. Das Abheben der Kreuzspule 3 von
der Wickelwalze 5 erfolgt beispielsweise durch eine pneumatische Hebevorrichtung 7,
die an dem Spulenrahmen 4 angreift. Bei Betätigung der pneumatischen Hebevorrichtung
7 schwenkt der Spulenrahmen um die Schwenkachse 8. Dabei bewegt sich die Kreuzspule
auf einer Kreisbahn 9 und wird von der Wickelwalze 5 abgehoben. In diesem Zustand
ist die Zuführung des Garns 10 von einer hier nicht dargestellten Garnlieferstelle,
beispielsweise einer Spinnstelle, unterbrochen.
[0015] An der Spulstelle 2 hat sich als fahrbare Serviceeinrichtung ein Spulenwechselwagen
11 positioniert. Er hat eine Kreuzspulenwechseleinrichtung und führt außerdem ein
Hülsenmagazin 12 mit einem Vorrat leerer Hülsen 13 mit sich.
[0016] Der Spulenwechselwagen stützt sich mit Führungsrollen 14 und 15 auf Fahrschienen
16 und 17 an der Maschine ab.
[0017] Auf dem Spulenwechselwagen 11 befindet sich eine insgesamt mit 18 bezeichnete Fadensaugvorrichtung.
Sie besteht aus einer Saugdüse 19, wie sie beispielsweise aus der DE-OS 36 02 574
bekannt ist. Diese Saugdüse dient zum Ansaugen und Abziehen des auf der Oberfläche
der Kreuzspule aufgelaufenen Fadenendes. Die Saugdüse 19 ist um den Schwenkpunkt 20
schwenkbar, so daß sich ihre Ansaugöffnung 21 auf einer Kreisbahn 22 bewegend der
Umfangsfläche der Kreuzspule 3 zustellen läßt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 ist die Ansaugöffnung 21 bereits auf die Umfangsfläche der Kreuzspule
3 gerichtet und hat das dort aufgelaufene Fadenende 23 angesaugt.
[0018] Das Fadenende 23 wird gerade zu einer Fadenreserve auf der Hülse an der Stirnseite
der Kreuzspule aufgewickelt. Zur Bildung der Fadenreserve wird die Kreuzspule 3 mit
einem Hilfsantrieb 24 angetrieben. Der Hilfsantrieb 24 dreht mittels eines an der
Umfangsfläche der Kreuzspule anliegenden Reibrads, das sich in Pfeilrichtung 25 dreht,
die Kreuzspule 3 in Pfeilrichtung 26, der Drehrichtung, in welcher der Faden während
des Spulen aufgewickelt wird. Der Hilfsantrieb ist mittels einer Halterung 27 um den
Schwenkpunkt 28 auf einer Kreisbahn 29 der Kreuzspule 3 zustellbar.
[0019] Während des Drehens der Kreuzspule ist die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Bilden
der Fadenreserve in Tätigkeit. Ein Fadenleitelement 30 der erfindungsgemäßen Ausführung
liegt an der Stirnseite der Kreuzspule 3 an und führt den Faden 23, der sich von der
Ansaugöffnung 21 über die Stirnseite 31 der Kreuzspule 3 zieht. Das Fadenleitelement
30 wird über ein Betätigungselement 32 gegen die Stirnseite 31 der Kreuzspule 3 gedrückt.
Das Betätigungselement 32 ist im Schwenkpunkt 33 am Spulenwechselwagen 11 schwenkbar
gelagert und wird zur Betätigung aus der Ruhelage 32' heraus entsprechend der Bewegungsbahn
34 in Richtung gegen das Fadenleitelement geschwenkt.
[0020] Nach Bildung der Fadenreserve wird die fertiggewickelte Kreuzspule in bekannter Weise,
wie beispielsweise in der DE-OS 36 02 574 beschrieben, aus dem Spulenrahmen gehoben
und auf ein Transportband 35 zum Abtransport abgelegt. Danach wird mittels eines Hülsenzubringers
36 eine leere Hülse 13 aus dem Hülsenmagazin 12 entnommen. Mit seiner Hülsengreifvorrichtung
37 ergreift der Hülsenzubringer 36 eine leere Hülse 13 und bringt sie, längs des Kreisbogens
38 um den Schwenkpunkt 39 sich drehend, in den geöffneten Spulenrahmen 4. Die Hülse
wird in den Spulenrahmen eingespannt und der Hülsenzubringer 36 schwenkt in seine
Ausgangslage zurück.
[0021] Fig. 2 zeigt den Teil des Spulenrahmens 4, an der das Fadenleitelement 30 schwenkbar
gelagert ist. Auf einem der Halterarme des Spulenrahmens 4, auf dem Halterarm 40,
befinden sich zwei Angeln 41 und 42 (Fig. 3), durch welche eine Achse 43 verläuft,
an der das Fadenleitelement 30 schwenkbar befestigt ist.
[0022] Die Kreuzspule 3 besteht aus dem Garnkörper 44 und der Hülse 45, von der ein Ende
aus der Stirnseite 31 der Kreuzspule 3 herausragt. Dieses Ende wird von einem Hülsenteller
46 gehalten, der in einem Lager 47 drehbar in dem Halterarm 40 des Spulenrahmens 4
gelagert ist. Das Fadenleitelement 30 liegt in Ruhestellung parallel zum Halterarm
40 und damit parallel zur Stirnseite 31 der Kreuzspule 4. Es kann durch eine hier
nicht dargestellte Feder oder durch die Schwerkraft in dieser Stellung gehalten werden.
Aus den Fig. 3 und 4 ist eine Ausführungsform des Fadenleitelements ersichtlich. Das
Fadenleitelement hat eine flache Kontur und umgreift die Hülse auf ihrem Umfang. Im
vorliegenden Fall umgreift das Fadenleitelement 30 die Hülse 45 um 180 Grad, ein Umgreifen
um etwa 90 Grad im Bereich des Fadenverlaufs, somit also eine Ausführungsform mit
einem Viertelsegment, ist ebenfalls denkbar. Das Fadenleitelement 30 enthält in dem
Bereich, in dem es an der Stirnseite 31 im Bereich der Hülse 45 der Kreuzspule 3 zur
Anlage kommt, eine Fadenleitfläche 48, die sich der Stirnseite 31 der Kreuzspule anschmiegt.
Dort, wo die Fadenleitfläche 48 an die Stirnseite der Kreuzspule zur Anlage kommt,
befindet sich die Fadenfangkerbe 49. Diese Fadenfangkerbe 49 ist so geschnitten, daß
sie den von der Hülse 45 zur Saugdüse 21 verlaufenden Faden 23 fängt und an der Stirnseite
31 der Kreuzspule 3 zur Anlage bringt.
[0023] Wie aus der Fig. 2 ersichtlich, wird dieser Faden 23 zunächst auf dem Ende der Hülse
45 zu einer Fadenreserve 50 aufgewickelt, bevor das aus der Saugdüse 21 heraustretende
Fadenende 23 an der Stirnseite 31 der Kreuzspule 3 mittels des Fadenleitelements 30
zur Anlage gebracht wird. Da das aus der Ansaugöffnung 21 herausgezogene Fadenende
23 nicht mehr unter Spannung steht, besteht die Gefahr, daß es ohne Fadenleitelement
lose um die Hülse herumgeschleudert wird. Das Fadenleitelement ergreift mit seiner
Fadenfangkerbe 49 den schlaffen Faden 23, wie aus der Fig. 2 ersichtlich, und bewirkt
zunächst ein weiteres Aufwickeln auf der Hülse und ein anschließendes Anbügeln des
Fadenendes mit Hilfe der Fadenleitfläche 48 auf die Stirnseite 31 der Kreuzspule 3.
[0024] Damit das Fadenleitelement 30 mit seiner Fadenleitfläche 48 an der Stirnseite 31
der Kreuzspule 4 zur Anlage gebracht werden kann, besitzt es einen oberhalb des Drehpunkts
um die Achse 43 eine abgewinkelte, als Hebelarm wirkende Lasche 51. Diese Lasche 51
ist rechtwinklig von dem Grundkörper des Fadenleitelements abgewinkelt. Wirkt das
Betätigungselement 32, wie in Fig. 2 mittels des gestrichelten Pfeils dargestellt,
auf die Lasche 51, so wird das Fadenleitelement 30 aus seiner Ruheposition in die
Position 30' geschwenkt und kommt mit seiner Fadenleitfläche 48 an der Stirnseite
31 der Kreuzspule 3 zur Anlage. Die Betätigung des Fadenleitelements kann auch alternativ
durch den Andrückhebel des Kreuzspulenwechslers ausgeübt werden.
[0025] In den Fig. 5, 6 und 7 sind mögliche Ausbildungsformen der Fadenleitfläche 48 der
Fadenleitelemente passend zu den unterschiedlichen möglichen Stirnseitenausbildungen
der Kreuzspulen dargestellt.
[0026] Fig. 5 zeigt eine zylindrische Kreuzspule, wie sie auch in der Fig. 2 dargestellt
ist. Die Fadenleitfläche 48 des Fadenleitelements 30, das entsprechend dem in Fig.
3 angegebenen Schnitt dargestellt ist, hat einen Verlauf, der in der Anlagefläche
parallel zur Stirnseite 31 der Kreuzspule liegt. Wenn sich die Kreuzspule 4 in Wickelrichtung
26 dreht, wird das Fadenleitelement in Pfeilrichtung 52 gegen die Stirnseite 31 der
Kreuzspule 3 gedrückt und fängt den Faden 23 mit der Fadenfangkerbe 49 und drückt
ihn gegen die Stirnseite 31 der Kreuzspule.
[0027] Die Fig. 6 und 7 zeigen jeweils eine konische Kreuzspule 53 beziehungsweise 54. Die
Stirnseite 55 an der Spitze der kegelförmigen Spulenhülse 56 ist konkav eingezogen,
so daß eine entsprechend ausgebildete Fadenleitfläche 48a des Fadenleitelements 30a
an der Stirnseite 55 zur Anlage kommt. Die Kontur der Fadenleitfläche 48a ist der
Stirnseitenkontur 55 nachgebildet. Wird das Fadenleitelement 30a mit seiner Fadenleitfläche
48a in Pfeilrichtung 57 gegen die sich in Wickelrichtung 58 drehende Kreuzspule gedrückt,
wird das freie Fadenende 23a von der Fadenfangkerbe 49a erfaßt und gegen die Stirnseite
55 der Kreuzspule 53 zur Anlage gebracht und dort fixiert.
[0028] Soll die Fadenreserve an der Basisstirnseite 60 der konischen Kreuzspule 54 auf das
dicke Ende der konischen Hülse 59 gewickelt werden, so kommt auf dieser Stirnseite
eine konkav geformte Kontur der Fadenleitfläche 48b des Fadenleitelements 30b zur
Anlage. Mit seiner konkav ausgebildeten Kontur ist die Fadenleitfläche 48 des Fadenleitelements
30b der Kontur der Stirnseite 60 der konischen Kreuzspule 54 optimal angepaßt. Wird
das Fadenleitelement 30b in Bewegungsrichtung 61 auf die Stirnseite 60 der Kreuzspule
54 zubewegt, welche sich in Wickelrichtung 62 bewegt, so wird der Faden 23b von der
Fadenfangkerbe 49b erfaßt, gegen die Stirnseite 60 gelenkt und dort fixierend zur
Anlage gebracht, wobei er aufgrund der Reibung an den Fadenlagen der Stirnseite haftenbleibt.
1. Vorrichtung zum Bilden einer Fadenreserve auf Kreuzspulen an den Spulstellen einer
Kreuzspulen herstellenden Textilmaschine mit einer Vielzahl von Arbeitsstellen und
einer die Arbeitsstellen bedienenden fahrbaren Serviceeinrichtung, die özum Wechseln
von Auflaufspulen eingerichtet ist, und die eine Antriebsvorrichtung für die in Wechselposition
stehenden Kreuzspulen und eine Fadensaugvorrichtung zum Aufsuchen, Ansaugen und Abziehen
des auf die Oberfläche der Kreuzspule aufgelaufenen Fadenendes aufweist, wobei dieses
Fadenende mit Hilfe eines am Spulenrahmen befindlichen, auf die Kreuzspule zu und
von der Kreuzspule wegbewegbaren Fadenleitelements auf dem Hülsenende der Kreuzspule
zu einer Fadenreserve gewickelt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Fadenleitelement (30, 30a, 30b) in Umfangsrichtung der Hülse (45, 56, 59)
einen Sektor von mindestens 90 Grad aufweist, daß das Fadenleitelement (30, 30a, 30b)
an seiner Fadenleitfläche (48, 48a, 48b), die an der Stirnseite (31, 55, 60) der Kreuzspule
anlegbar ist, eine unmittelbar der Stirnseite (31, 55, 60) der Kreuzspule (3, 53,
54) benachbarte Fadenfangkerbe (49, 49a, 49b) aufweist und daß ein Betätigungselement
(32) zur Betätigung des Fadenleitelements (30, 30a, 30b) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fadenleitelement (30,
30a, 30b) der jeweiligen Kontur der Stirnseite (31, 55, 60) der Spule (3, 53, 54)
angepaßt ist, an der es zur Anlage bringbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenfangkerbe
(49, 49a, 49b) am Fadenleitelement (30, 30a, 30b) dort angeordnet ist, wo das Fadenleitelement
im Bereich der Hülse (45, 56, 59) zur Anlage kommt.