[0001] Die Erfindung betrifft eine Lüftungsvorrichtung für Räume mit einem schmalen, langgestreckten
Gehäuse, das aus Strangpreßprofilen und zwei Endstücken zusammengesetzt ist, sowie
eine mit inneren und äußeren Luftdurchtrittsöffnungen versehene Kammer einschließt,
wobei das Gehäuse in einen seinen Abmessungen angepaßten Wanddurchbruch oder in einen
Spalt zwischen einem Flügel- oder Rahmenschenkel eines Fensters bzw. einer Tür und
dem Rand eines darin angeordneten Füllungselementes, z.B. einer Glasscheibe, einsetzbar
ist, wobei in der Kammer des Gehäuses den inneren und/oder äußeren Luftdurchtrittsöffnungen
ein zwischen einer Verschlußstellung und einer Öffnungsstellung verlagerbares, leistenförmiges
Absperrorgan angeordnet ist, und wobei an dem Absperrorgan eine Stellvorrichtung angreift,
die in oder an den Endstücken des Gehäuses sitzt und über einen aus einem der Endstücke
herausragenden Schwenkarm betätigbar ist.
[0002] Eine Lüftungsvorrichtung dieser Art ist bereits bekannt durch die EP-A2-0 236 557.
Sie benutzt als Absperrorgan eine Klappe, die an einer Längskante mit einem Hakenprofil
ausgestattet und über dieses an der Innenseite einer Gehäuselängswandan an einem ebenfalls
in deren Längsrichtung verlaufenden Hakenprofil aufgehängt ist.
[0003] Zum Öffnen und Schließen der Klappe greift eine eine Schwenkbewegung um die ineinandergreifenden
Hakenprofile herbeiführende Stellvorrichtung an, mit der auch eine Schubstange in
Stelleingriff steht, welche an der Verschlußklappe im Abstand parallel zu deren Schwenklager
längsverstellbar in einer hinterschnittenen Längsnut geführt ist und mindestens ein
Riegelstück aufweist, daß mit einem gehäuseseitigen Riegeleingriff bzw. Widerlager
und einer Anzugsschräge zum Zwecke der Verriegelung der Klappe in ihrer Schließlage
in und außer Halteeingriff bringbar ist.
[0004] Bei der bekannten Lüftungsvorrichtung ist es zwar möglich, über das als Klappe aufgehängte
Absperrorgan in dessen Absperrstellung einen guten Dichtschluß herbeizuführen, weil
einerseits über die auf ihrer Gesamtlänge ineinandergreifenden Hakenprofile und andererseits
durch besondere Ausgestaltung der Schubstange ein gleichmäßiger Schließdruck über
die gesamte Klappenlänge hinweg hervorgebracht werden kann. Dieser Vorteil wird jedoch
mit einem beträchtlichen baulichen und herstellungstechnischen Aufwand erkauft, weil
außer der das Absperrorgan bildenden Klappe selbst noch eine jeweils an deren Länge
anzupassende Schubstange benötigt wird, welche erst die Verriegelung der Verschlußstellung
ermöglicht.
[0005] Bei einem sogenannten Spaltentlüfter nach der DE-A- 23 55 777 ist es zwar auch schon
bekannt, die Schwenkbewegung einer als Absperrorgan dienenden Klappe, welche um eine
wulstartige Verdickung an einer ihrer Längskanten verschwenkbar in einem aus Strangpreßprofilen
gebildeten Rahmen gelagert ist, unmittelbar von einer begrenzten Längsverschiebung
dieser Klappe abzuleiten. Dies wird dadurch erreicht, daß die Klappe über ihre Querkanten
mit Schrägflächen zusammenwirkt, die an zwei mit den Strangpreßprofilen verbundenen
Endstücken ausgebildet sind. Bei diesem bekannten Spaltentlüfter ist es jedoch nachteilig,
daß die Verschlußstellung des von der Klappe gebildeten Absperrorgans nur über eine
Klappen-Querkante verriegelt werden kann, so daß ein guter Dichtschluß über die ganze
Länge im Bereich der von der wulstartigen Verdickung abgewendeten Längskante der Klappe
praktisch nicht erreichbar ist.
[0006] Die Erfindung zielt auf die Schaffung einer Lüftungsvorrichtung der eingangs angegebenen
Gattung ab, bei der das Absperrorgan nicht nur leichtgängig bewegbar innerhalb des
schmalen, langgestreckten Gehäuses untergebracht werden kann, sondern sich darüberhinaus
relativ zu den Luftdurchtrittsöffnungen zwischen der Verschlußstellung und der Öffnungsstellung
so verlagern läßt, daß allein durch ihr unmittelbares Zusammenwirken in der Schließlage
mit dem Gehäuse eine dichte Verschlußstellung herbeigeführt werden kann.
[0007] Erreicht wird dieses Ziel nach der Erfindung in erster Linie dadurch,
daß das Absperrorgan innerhalb der Kammer des Gehäuses relativ zu den inneren oder
äußeren Luftdurchtrittsöffnungen mit Hilfe der Stellvorrichtung sowohl schwenkbeweglich
als auch längs- und querverschiebbar gehalten und geführt ist,
und daß dabei mittels der Schwenkbewegung des Absperrorgans dessen Öffnungs- und Schließlage
relativ zu den Luftdurchtrittsöffnungen bestimmbar ist,
während durch die kombinierte Längs- und Querverschiebung dessen Schließlage am Gehäuse
auf seiner Gesamtlänge wahlweise verriegelbar und entriegelbar ist.
[0008] Erfindungsgemäß wird also mit einem gewissermaßen schwimmend innerhalb des Gehäuses
gehaltenen und geführten Absperrorgan gearbeitet, das eine unmittelbar aus den gesteuerten
Eigenbewegungen resultierende Verriegelungs- und Abdichtwirkung hat.
[0009] Wichtig ist für eine solche Wirkungsweise dabei, daß erfindungsgemäß beiden Längskanten
des Absperrorgans für seine Schließlage im Gehäuse je ein sich über dessen ganze Länge
erstreckendes Stütz- und/oder Widerlager zugeordnet ist. Eine Längskante des Absperrorgans
sollte hierbei keilförmig profiliert sein, während an dessen anderer Längskante ein
rückseitig abstehender Winkelschenkel sitzt, wobei sich für die eine Längskante des
Absperrorgans im Gehäuse ein Eingriffsspalt befindet, während dem Winkelschenkel der
anderen Längskante im Gehäuse ein Stützsteg zugeordnet ist.
[0010] Nach einem wichtigen Weiterbildungsmerkmal der Erfindung ist das Absperrorgan lediglich
an seinen beiden Enden mit über die Querkanten vorstehenden Lagerzapfen versehen,
die in ortsfeste Lagermulden an den Endstücken eingreifen, wobei die Lagermulden in
sich parallel zur Schließebene des Absperrorgans erstreckende Führungsflächen übergehen.
[0011] Damit die schwimmende Verlagerungsbewegung des Absperrorgans lediglich bei einer
ganz bestimmten Schwenklage im Gehäuse möglich ist, bestehen weitere Ausbildungsmerkmale
der Erfindung darin, daß die Endstücke konzentrisch zu den Lagermulden verlaufende
Leitflächen für die von den Lagerzapfen entfernte,
- keilförmig profilierte - Längskante des Verschußorgans tragen, die sich nahezu über
den gesamten Schwenkwinkel für das Absperrorgan erstrecken und am gehäuseseitigen
Eingriffsspalt für diese Längskante enden.
[0012] Eine besonders wichtige Weiterbildungsmaßnahme der Erfindung besteht auch darin,
daß die Stellvorrichtung einen in Achsfluchtlage zur ortsfesten Lagermulde an einem
Endstück verschwenkbar gehaltenen, zweiarmigen Hebel aufweist, dessen einer Arm als
Betätigungs-Schwenkarm ständig aus dem Endstück herausragt, während der andere Arm
zwei Gruppen von Steuerflächen enthält, mit denen Mitnehmerelemente in Eingriff stehen,
die am Absperrorgan sitzten, wobei sich die eine Gruppe von Steuerflächen in Richtung
der Schwenkebene des zweiarmigen Hebels und mit einer sich stetig von dessen Schwenkachse
weiter entfernenden Schräglage erstreckt sowie den Eingriff für ein zur Längsrichtung
des Absperrorgans paralleles Mitnehmerelement desselben bildet, während die zweite
Gruppe von Steuerflächen quer zur Schwenkebene des zweiarmigen Hebels und von vorneinnen
nach hinten-außen schräg verläuft sowie den Eingriff für ein quer zur Längsrichtung
des Absperrorgans gerichtetes Mitnehmerelement bildet.
[0013] In weiterbildender Ausgestaltung dieser Maßnahmen werden erfindungsgemäß die Steuerflächen
in Kulissenschlitzen bzw. von Langlöchern oder Längsschlitzen gebildet und die Mitnehmerelemente
bestehen aus in diese eingreifenden Zapfen oder Stiften. Ein das erste Mitnehmerelement
bildender Zapfen ist dabei mit einem quergerichteten Sitz für einen das zweite Mitnehmerelement
bildenden Stift versehen.
[0014] Es hat sich als besonders zweckmäßige Weiterbildungsmaßnahme herausgestellt, wenn
das freie Ende des zweiten Mitnehmerelementes bzw. Stiftes ständig etwa radial aus
dem die Steuerflächen enthaltenden Arm des zweiarmigen Hebels herausragt, wobei ihm
am Endstück konzentrisch zur Lagermulde verlaufende, von einer radial-axial abgesetzten
Schulter gebildete Stützflächen zugeordnet sind, die sich über einen Winkelbogen erstrecken,
welcher nahezu dem gesamten Schwenkwinkel für den zweiarmigen Hebel entspricht, wobei
diese Stützflächen an ihrem der Verschlußstellung des Absperrorgans zugeordneten Ende
in einen Spalt auslaufen, dessen Profilbreite der Querschnittsabmessung des zweiten
Mitnehmerelementes bzw. Stiftes angepaßt ist und der relativ zu den Stützflächen eine
sowohl nach radial auswärts als auch parallel zur Längsrichtung des Absperrorgans
gerichtete Erstreckung hat.
[0015] Die Arbeitsweise einer erfindungsgemäßen Lüftungsvorrichtung läßt sich noch dadurch
optimieren, daß dem Absperrorgan an seinem von der Stellvorrichtung abgewendeten Ende
eine Hilfs-Stellvorrichtung zugeordnet wird, die aus einem gehäusefesten Zapfen und
einer mit dem Absperrorgan verbundenen Kulissenplatte besteht, wobei die Kulissenplatte
einen entsprechend der kombinierten Längs- und Querverschiebung des Absperrorgans
geneigt verlaufenden Schrägschlitz enthält, der mit dem Zapfen allein durch die Schwenkbewegung
des Absperrorgans in und außer Stelleingriff bringbar ist.
[0016] Bewährt hat es sich schließlich noch, das Absperrorgan durch im Gehäuse abgestützte
Federelemente in Richtung seiner Verschlußstellung zu beaufschlagen, und zwar insbesondere
in Längenbereichen, welche eine Minimalentfernung vom Wirkbereich der Stellvorrichtung
sowie von der Kulissenplatte und dem zugehörigen Zapfen überschreiten.
[0017] Eine besonders sichere Einsteuerung des Absperrorgans in seine Verschlußstellung
ist dadurch erzielbar, daß dem als Winkelschenkel ausgebildeten, unteren Widerlager
des Absperrorgans im Strangpreß- bzw. Extrusionsprofil des Gehäuses über dessen Länge
verteilt vorgesehene Bügelstücke zugeordnet sind, die mit je einer Randausklinkung
am Winkelschenkel in Eingriff stehen, daß der vordere Bügelschenkel mit seinem oberen
Ende eine Stützauflage für die untere Längskante des Absperrorgans bildet, und daß
der hintere Bügelschenkel an einem die Stützauflage überragenden Längenabschnitt mit
einer Auflaufschräge für eine Querkante der Randausklinkung am Winkelschenkel des
Absperrorgans versehen ist, die eine der kombinierten Längs- und Querverstellung des
Absperrorgans entsprechende Neigungslage in Längsrichtung des Gehäuses hat.
[0018] In bevorzugter Weise ist vorgesehen, daß die Bügelstücke lösbar, beispielsweise durch
Schrauben im Gehäuse befestigt sind und daß sie von Metall- oder Kunststofformteilen
gebildet werden, die eine zu einer Querebene symmetrische Ausgestaltung haben. Durch
die letztgenannten Ausgestaltungsmaßnahmen ist es möglich, ein und dieselben Bügelstücke
in Benutzung zu nehmen, unabhängig davon, ob die Stellvorrichtung nun am rechten oder
am linken Ende der Lüftungsvorrichtung vorgesehen wird.
[0019] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Lüftungsvorrichtung für Räume
dargestellt. Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine Innenansicht der Lüftungsvorrichtung mit in verriegelter Verschlußstellung befindlichem
Absperrorgan,
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Innenansicht der Lüftungsvorrichtung, jedoch bei in
entriegelter Verschlußstellung befindlichem Absperrorgan,
- Fig. 3
- eine Außenansicht der Lüftungsvorrichtung nach den Fig. 1 und 2,
- Fig. 4
- eine Schnittansicht der Lüftungsvorrichtung entsprechend der Linie IV-IV in Fig. 1,
- Fig. 5
- einen Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. IV,
- Fig. 6
- eine Einzelheit aus der Schnittdarstellung nach Fig. 5,
- Fig. 7
- einen Schnitt entlang der Linie VII-VII durch die Lüftungsvorrichtung nach Fig. 2,
- Fig. 8
- einen Schnitt entlang der Linie VIII-VIII in Fig. 7,
- Fig. 9
- eine Einzelheit aus der Schnittsdarstellung nach Fig. 8,
- Fig. 10
- einen den Fig. 4 und 7 entsprechenden Schnitt, jedoch bei innerhalb des Gehäuses der
Lüftungsvorrichtung in seine Öffnungsstellung verschwenkten Absperrorgan und
- Fig. 11
- einen Schnitt entlang der Linie XI-XI in Fig. 1, während
- Fig. 12
- in einem der Fig. 11 entsprechenden Schnitt besondere Maßnahmen zur Schließbewegungs-Steuerung
des Absperrorgans im Gehäuse wiedergibt, zu denen die
- Fig. 13 bis 15
- weitere Einzelheiten erkennen lassen.
[0020] Die in der Zeichnung dargestellte Lüftungsvorrichtung 1 weist ein relativ schmales,
langgestrecktes Gehäuse 2 auf, das aus mehreren Strangpreß- bzw. Extrusionsprofilen
3, 4, 5 und 6 sowie zwei Endstücken 8 und 9 zusammengebaut werden kann.
[0021] Strangpreßprofile können dabei aus Metall, insbesondere Leichtmetall bestehen während
Extrusionsprofile aus Kunststoffmaterial gefertigt sind.
[0022] Vorgesehen ist bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel einer Lüftungsvorrichtung
1 beispielsweise zur Bildung des Gehäuses 2 die Benutzung von Extrusionsprofilen 3
und 4 aus Kunststoff sowie von Strangpreßprofilen 5, 6 und 7 aus Leichtmetall. Die
Endstücke 8 und 9 zur Bildung des Gehäuses 2 lassen sich als Spritzguß-Formteile aus
Kunststoff oder aber als Druckguß-Formteile aus Metall fertigen. Vorzugsweise sind
sie beim gezeigten Ausführungsbeispiel als Spritzguß-Formteile aus Kunststoff hergestellt.
[0023] Vorgesehen ist bei der Lüftungsvorrichtung 1 nach dem gezeigten Ausführungsbeispiel,
daß die Extrusionsprofile 3 und 4 mit den Strangpreßprofilen 5, 6 und 7 durch steckbare
Klemm- und/oder Rastkupplungen verbindbar sind, die sich über ihre ganze Länge erstrecken
und beispielsweise in den Fig. 4, 7, 10 und 11 der Zeichnung durch die Bezugszeichen
10, 11, 12 und 13 gekennzeichnet sind.
[0024] Eine ähnliche Klemm- und/oder Rastkupplung 14 dient auch zur gegenseitigen Kupplung
der beiden Strangpreßprofile 5 und 7 miteinander, wie das die gleichen Zeichnungsfiguren
deutlich erkennen lassen.
[0025] Die Kupplung der Endstücke 8 und 9 mit den Enden der Extrusionsprofile 3 und 4 und/oder
der Strangpreßprofile 5, 6 und 7 erfolgt über Steckkragen-Profile 15, 16, 17, 18,
die innenseitig an diesen zur Anlage kommen und dort Klemmspannungen hervorrufen.
[0026] Das Gehäuse 2 der Lüftungsvorrichtung 1 schließt eine Kammer 19 ein und kann in einen
seinen Abmessungen angepaßten Wanddurchbruch oder aber in einen Spalt zwischen einem
Flügel- oder Rahmenschenkel eines Fensters bzw. einer Tür und dem Rand eines darin
angeordneten Füllungselementes, z.B. einer Glasscheibe, eingesetzt werden.
[0027] Das die Kammer 19 umschließende Gehäuse 2 hat innere Luftdurchtrittsöffnungen 20
und äußere Luftdurchtrittsöffnungen 21, wobei zumindest die äußeren Luftdurchtrittsöffnungen
21 durch eine Fliegengaze 21a abgeschirmt sind. Die inneren Luftdurchöffnungen 20
sind nach Art von Gitterlochungen im Strangpreßprofil 6 vorgesehen, während sich die
äußeren Luftdurchtrittsöffnungen 21 als Lochgitter im Strangpreßprofil 7 befinden.
[0028] Innerhalb der Kammer 19 des Gehäuses 2 der Lüftungsvorrichtung 1 ist den Luftdurchtrittsöffnungen
20 ein im wesentlichen leistenförmiges Absperrorgan 22 zugeordnet, das von einer verriegelten
Verschlußstellung (Fig. 1, 4 und 11) über eine entriegelte Zwischenstellung (Fig.
2 und 7) in die Öffnungsstellung (Fig. 10) verstellbar ist.
[0029] Von der verriegelten Verschlußstellung in die Zwischenstellung - aber auch umgekehrt
- wird das leistenförmige Absperrorgan 22 parallel zu seiner Verschlußebene sowohl
längs- als auch querverschiebbar gehalten und geführt, während die Bewegung von der
Zwischenstellung in die Öffnungsstellung - und auch umgekehrt - durch Schwenkverstellung
des Absperrorgans 22 stattfindet.
[0030] Zum Zwecke seiner Verlagerung aus der verriegelten Verschlußstellung in die Zwischenstellung
und umgekehrt ist das Absperrorgan 22 in seiner Ebene gewissermaßen schwimmend bewegbar
geführt, während seine Schwenkbewegung von der Zwischenstellung in die Öffnungsstellung
um eine gegebene Achse stattfindet.
[0031] Der gesamte Bewegungsablauf wird jedoch mit Hilfe einer speziellen Stellvorrichtung
23 ausgesteuert, die einem der beiden Endstücke 8 und 9, beispielsweise dem Endstück
8, zugeordnet ist.
[0032] Wie die Fig. 4 und 11 der Zeichnung erkennen lassen, ist den beiden Längskanten 24
und 25 des Absperrorgans 22 für die Verriegelung seiner Verschlußstellung im Gehäuse
2 jeweils ein sich über deren ganze Länge erstreckendes Stücklager 26 und ein Widerlager
27 zugeordnet. Das Stücklager 26 wird dabei von einer an das Extrusionsprofil 4 angeformten
Wulst gebildet, mit der eine Keilfläche 28 in Wirkverbindung tritt, die sich an die
Längskante 24 des Absperrorgans 22 anschließt. Über die Keilfläche 28 und das Stützlager
26 wird das Absperrorgan 22 gegen die Rückseite des Strangpreßprofils 6 in seiner
Verschlußstellung angedrückt, sowie zwischen diesem und dem Stützlager 26 verriegelt
(Fig. 4 und 11), während es die inneren Luftdurchtrittsöffnungen 20 im Strangpreßprofil
6 abdeckt.
[0033] Mit dem Widerlager 27 wirkt das Absperrorgan 22 über einen rückseitig von ihm abstehenden
Winkelschenkel 29 zusammen, und zwar in der Weise, daß der Winkelschenkel 29 das Absperrorgan
22 mit Minimalspiel gegen die Rückseite des Strangpreßprofils 6 ausrichtet. Das Widerlager
27 wird von einem Stützsteg gebildet, der einstückig an das Extrusionsprofil 3 des
Gehäuses 2 angeformt ist, wie das deutlich aus den Fig. 4, 7, 10 und 11 hervorgeht.
[0034] Zur Verriegelung der Verschlußstellung des Absperrorgans 22 im Gehäuse 2 wird das
Absperrorgan 22 einerseits in einem Eingriffsspalt 30 zwischen dem Extrusionsprofil
4 und dem Strangpreßprofil 6 eingespannt, während es andererseits an dem als Widerlager
27 dienenden Stützsteg des Extrusionsprofils 3 über den Winkelschenkel 29 zur Anlage
kommt und von dort aus gegen die Rückseite des Strangpreßprofils 6 gedrückt wird.
[0035] Die Stellvorrichtung 23 für das Absperrorgan 22 arbeitet mit einem zweiarmigen Hebel
31, der über eine Lagerbuchse 32 mit einem Lagerdorn 33 in Eingriff steht, welcher
an der Innenseite des Endstücks 8 vorgesehen ist. Der eine Hebelarm 34 ragt dabei
nach vorne durch einen Ausschnitt 35 des Endstücks 8 heraus und ist als Schwenkarm
zur Betätigung der Stellvorrichtung 23 benutzbar. Der andere Hebelarm 36 des zweiarmigen
Hebels 31 ist unter einem stumpfen Winkel zum Hebelarm 34 ausgerichtet und ragt so
in das Endstück 8 hinein, daß seine äußere Längsfläche im Bereich des Ausschnittes
35 bündig mit der Innenfläche des Endstücks 8 zu liegen kommt, wenn das Absperrorgan
22 innerhalb des Gehäuses 2 seine verriegelte Verschlußstellung einnimmt, wie das
die Fig. 4 und 11 der Zeichnung zeigen.
[0036] Der Hebelarm 36 des zweiarmigen Hebels 31 ist mit einem eingeformten Kulissenschlitz
37 versehen, wobei dieser eine Neigungslage gegenüber der Längsrichtung des Hebelarms
36 hat, die parallel bzw. spitzwinklig zum Hebelarm 34 verläuft. Es ist der Kulissenschlitz
37 im Hebelarm 36 so vorgesehen, daß er auf seiner ganzen Länge außerhalb der Lagerbuchse
32 bzw. dem zugehörigen Lagerdorn 33 liegt.
[0037] In Zuordnung zum Kulissenschlitz 37 des zweiarmigen Hebels 31 weist der Lagerdorn
33 einen Kulissenschlitz 38 auf, dessen inneres Ende muldenartig gestaltet ist und
mit der Achse des Lagerdorns 33 fluchtet, während er zum Umfang des Lagerdorns 33
hin offen ist. Bevorzugt weist der Kulissenschlitz 38 dabei eine vertikale Ausrichtlage
auf. Der Kulissenschlitz 37 im Hebelarm 36 ist so vorgesehen, daß sein oberes bzw.
am weitesten von der Achse der Lagerbuchse 32 entferntes Ende auf einer Vertikalebene
oberhalb des Kulissenschlitzes 38 liegt, wenn das Absperrorgan 22 seine verriegelte
Verschlußstellung im Gehäuse 4 einnimmt (vergl. Fig. 4).
[0038] Zur Entriegelung der Verschlußstellung des Absperrorgans 22 wird der zweiarmige Hebel
aus seiner den Fig. 4 und 11 entsprechenden Stellung um einen bestimmten Winkel, beispielsweise
um 20°, in eine Stellung geschwenkt, bei der das untere, der gemeinsamen Längsachse
von Lagerbuchse 32 und Lagerdorn 33 näher liegende Ende des Kulissenschlitzes 37 auf
einer Vertikalebene oberhalb des Kulissenschlitzes 38 zu liegen kommt (vergl. Fig.
7).
[0039] Die Stellvorrichtung 23 weist außer dem zweiarmigen Hebel 31 noch einen Mitnehmer
39 auf, der eine von der Stirnfläche einer Platte 40 abstehende Zunge 41 hat, die
mit einem Eingriffskanal 42 des Absperrorgans 22 in klemmenden Kupplungseingriff gebracht
werden kann. Rückseitig stehen von der Platte 40 des Mitnehmers 39 zwei Zapfen 43
und 44 ab, die in einem
vorgegebenen Abstand übereinanderliegen und parallel zueinander ausgerichtet sind
(vergl. Fig. 1 und 2). Der Zapfen 43 ragt als Lager- und Führungszapfen in den Kulissenschlitz
38 am Lagerdorn 33 hinein, während der Zapfen 44 als Mitnehmerelement mit dem Kulissenschlitz
37 in Eingriff steht, welcher sich im Hebelarm 36 des zweiarmigen Hebels 31 befindet.
[0040] Mit einer diametralen Bohrung 45 im Zapfen 44 des Mitnehmers 39 ist ein Stift 46
in Eingriff gebracht, welcher in einen Kulissenschlitz 47 hochragt, der sich ebenfalls
im Hebelarm 36 des zweiarmigen Hebels 31 befindet und dabei innenseitig in dessen
Kulissenschlitz 37 einmündet. Dabei ist der Kulissenschlitz 47 mit einer gegen die
Schwenkebene des zweiarmigen Hebels 31 schräg verlaufenden Lage vorgesehen, wie dies
den Fig. 5 und 6 sowie 8 und 9 der Zeichnung entnommen werden kann.
[0041] Der Kulissenschlitz 37 im Hebelarm 36 des zweiarmigen Hebels 31 wirkt mit dem als
Mitnehmerelement dienenden Zapfen 44 des Mitnehmers 39 als eine Steuerfläche zusammen,
während der Kulissenschlitz 47 ebenfalls als eine Steuerfläche an dem quer zum Zapfen
44 gerichteten Stift 46 angreift. Der Stift 46 hat dabei eine solche Länge, daß sein
freies Ende in jedem Falle das freie Ende des Hebelarms 36 um ein gewisses Mindestmaß
überragt, welches in den Fig. 7 und 10 der Zeichnung zu sehen ist. Andererseits kann
der Stift 46 zwangsweise aus dem freien Ende des Hebelarms 36 in Richtung seiner Längsachse
weiter herausgefahren werden, wie das die Fig. 4 der Zeichnung erkennen läßt. Dies
geschieht durch das Zusammenwirken des Zapfens 44 mit dem Kulissenschlitz 37.
[0042] Dem freien Ende des Stiftes 46 ist im Endstück 8 konzentrisch um die Längsachse des
Lagerdorns 33 eine radial-axial abgesetzte Schulter 47 als Stützfläche zugeordnet,
die sich über einen Winkelbogen erstreckt, welcher nahezu dem gesamten möglichen Schwenkwinkel
des Hebelarms 36 relativ zum Endstück 8 entspricht. An ihrem der Verschlußstellung
des Absperrorgans 22 zugeordneten Ende laufen die Stützflächen der radial-axial abgesetzten
Schulter 48 in einen Spalt 49 aus, der sich parallel zur Schließebene des Absperrorgans
22 im Gehäuse 2 erstreckt. Dieser Spalt 49 hat dabei eine Profilhöhe, die die gesamte
freie Länge des Stiftes 46 in seiner ausgeschobenen Stellung aufnehmen kann (vergl.
Fig. 4). Seine Profilbreite st an die Querschnittsabmessung des Stiftes 46 mit geringem
Bewegungsspiel angepaßt und seine Länge in Richtung der Tiefe des Endstückes 8 entspricht
mindestens der Länge des Verschiebeweges, welcher durch den als Steuerfläche dienenden
Kulissenschlitz 47 im Hebelarm 36 des zweiarmigen Hebels 31 auf den Stift 46 übertragen
wird.
[0043] Die Zusammenarbeit des Stiftes 46 mit dem Spalt 49 bewirkt, daß die Schwenkbetätigung
des zweiarmigen Hebels 31 der Stellvorrichtung 23 über die in seinem Hebelarm 36 befindlichen
beiden Kulissenschlitze 37 und 47 eine kombinierte Längs- und Querverschiebung des
Absperrorgans 22 in seiner Verschlußebene hervorbringt. Dabei verlagert dies es sich
zwischen seiner verriegelten Verschlußstellung (vergl. Fig. 1, 4 und 11) und seiner
entriegelten Verschlußstellung (vergl. Fig. 2 und 7), während der zweiarmige Hebel
31 nur einen relativ kleinen Schwenkwinkel, beispielsweise von 20°, durchläuft, wie
das ein Vergleich der Fig. 4 und 7 erkennen läßt.
[0044] In der aus Fig. 7 ersichtlichen Schwenkstellung des zweiarmigen Hebels 31 kommt der
Stift 46 aus dem Spalt 49 frei, und zwar in der Weise, daß er mit seinem freien Ende
der radial-axial abgesetzten Schulter 48 benachbart liegt (Fig. 7 und 8). Bei der
weiteren Schwenkbewegung des zweiarmigen Hebels 31 gelangt das freie Ende des Stiftes
46 vor die radialen und axialen Stützflächen der Schulter 48 und wird dadurch gezwungen,
dem kreisbogenförmigen Verlauf dieser Schulter 48 zu folgen. Hieraus ergibt sich dann,
daß das Absperrorgan 22 sich um eine fixierte Schwenkachse aus der Stellung nach Fig.
7 bis in die Stellung nach Fig. 10 verlagern kann, wobei die Stellung nach Fig. 10
der Schwenk-Öffnungsstellung entspricht. Die Schwenkachse für das Absperrorgan 22
fluchtet in diesem Falle mit der Längsachse des Lagerdorns 33 und dem am unteren muldenartigen
Ende von dessen Kulissenschlitz 38 lagernd abgestützten Zapfen 43 des Mitnehmers 39.
[0045] Während seiner Schwenkverlagerung aus der Stellung nach Fig. 7 in die Stellung nach
Fig. 10 und umgekehrt, wirkt das Absperrorgan 22 an jedem seiner Enden noch mit Leitflächen
50 zusammen, die sich an jedem der Endstücke 8 und 9 befinden sowie konzentrisch zur
Längsachse des Lagerdorns 33 bzw. zur Lagermulde für die Zapfen 43 der Mitnehmer 39
verlaufen, welche am unteren Ende des Kulissenschlitzes 38 gebildet ist. Diese Leitflächen
50 enden dabei jeweils am Eingriffsspalt 30 für die Längskante 24 des Absperrorgans
22, wie dies deutlich aus den Fig. 4, 7 und 10 der Zeichnung hervorgeht.
[0046] In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist noch zu sehen, daß dem Absperrorgan 22 an seinem
von der Stellvorrichtung 23 abgewendeten Ende eine Hilfs-Stellvorrichtung 51 zugeordnet
wird, die aus einem gehäusefesten Zapfen 52 und einer mit dem Absperrorgan 22 verbundenen
Kulissenplatte 53 besteht. Die Kulissenplatte 53 sitzt dabei außenseitig an der Platte
54 eines Mitnehmers 55, der über eine rückseitig an die Platte 54 angeformte Zunge
56 mit dem Eingriffskanal 42 des Absperrorgans 22 in gleicher Weise gekuppelt ist,
wie der Mitnehmer 39.
[0047] Im Abstand unterhalb der Kulissenplatte 53 trägt der Mitnehmer 55 noch einen Zapfen
57, der praktisch die gleiche Anordnung und Aufgabe hat, wie der Zapfen 43 des Mitnehmers
39. Er greift nämlich in den Kulissenschlitz 38 des Lagerdorns 33 ein, welcher sich
auch am Endstück 9 befindet.
[0048] Die Kulissenplatte 53 des Mitnehmers 55 enthält einen entsprechend der kombinierten
Längs- und Querverschiebung des Absperrorgans 22 geneigt verlaufenden Schrägschlitz
58, welcher mit dem gehäusefesten Zapfen 52 der Hilfs-Stellvorrichtung 51 zusammenarbeiten
kann.
[0049] Während der Schwenkverlagerung des Absperrorgans 22 zwischen seiner entriegelten
Verschlußstellung nach Fig. 7 und seiner Öffnungsstellung nach Fig. 10 sind dabei
Schrägschlitz 58 und Zapfen 52 der Hilfs-Stellvorrichtung 51 außer Eingriff. Erst
bei Erreichen der Stellung nach Fig. 7 kommt die Eingriffsverbindung zustande, und
zwar in der aus Fig. 2 der Zeichnung ersichtlichen Relativlage von Zapfen 52 und Schrägschlitz
58 zueinander. Wird nun die Stellvorrichtung 23 aus ihrer Betätigungsstellung gemäß
Fig. 7 in ihre Betätigungsstellung nach Fig. 4 gebracht, dann verlagert sich gleichzeitig
der Schrägschlitz 58 der Hilfs-Stellvorrichtung 51 auf dem gehäusefesten Zapfen 52
derselben aus der Stellung nach Fig. 2 in die Stellung nach Fig. 1.
[0050] Da der Verlauf des Schrägschlitzes 58 auf die Verlagerungsbewegung abgestimmt ist,
welche durch das Zusammenwirken des Zapfens 44 mit dem Kulissenschlitz 37 und des
Stiftes 46 mit dem Kulissenschlitz 47 über die Stellvorrichtung 23 bewirkt werden
kann, ist sichergestellt, daß eine gleichmäßige Verlagerungsbewegung des Absperrorgans
22 in seiner Längs- und Querrichtung hervorgebracht wird, wenn dessen Verschlußstellung
verriegelt (Fig. 4 und 11) und entriegelt (Fig. 7) werden soll.
[0051] Da die Stellvorrichtung 23 und die Hilfs-Stellvorrichtung 51 im Gehäuse 2 der Lüftungsvorrichtung
1 lediglich mit den Enden des Absperrorgans 22 zusammenwirken, hat es sich bewährt,
über die Länge des Gehäuses 2 verteilt zwischen diesem und der unteren Längskante
25 des Absperrorgans 22 besondere Stützfedern 59, beispielsweise in Form von mehrfach
abgewinkelten Blattfedern, vorzusehen, wie das in Fig. 11 zu sehen ist. Diese Stützfedern
59 sind dabei beispielsweise an dem als Widerlager 27 dienenden Steg des Extrusionsprofils
3 durch Aufklipsen - verankert und wirken so mit dem Winkelschenkel 29 des Absperrorgans
22 zusammen, daß sie das Einrücken seiner oberen Längskante 24 und der Keilfläche
28 in den Eingriffsspalt 30 zwischen dem Strangpreßprofil 6 und dem Stützlager 26
unterstützen. Andererseits können die Stützfedern 59 aber auch entsprechend der Verlagerungsbewegung
des Absperrorgans 22 innerhalb des Gehäuses 2 ausweichen.
[0052] Abschließend sei hier noch erwähnt, daß das Absperrorgan 22 in seiner verriegelten
Verschlußstellung (Fig. 1, 4 und 11) eine relativ gute Abdichtung der Lüftungsvorrichtung
1 gegen Luftdurchtritt herbeiführt. Andererseits kann mit der entriegelten Verschlußstellung
desselben (Fig. 2 und 7) schon ein minimaler Lüftungsspalt freigemacht werden. Der
größte Luftdurchgangsquerschnitt stellt sich jedoch erst in der aus Fig. 10 ersichtlichen
Öffnungsstellung des Absperrorgans 22 ein.
[0053] Ein wichtiges Ausbildungskriterium der Lüftungsvorrichtung 1 kann noch darin gesehen
werden, daß die äußeren Luftdurchtrittsöffnungen 21 im Strangpreßprofil 7 tiefer gelegen
sind als die inneren Luftdurchtrittsöffnungen 20 im Strangpreßprofil 6 und daß dabei
der direkte Luftweg zwischen den Luftdurchtrittsöffnungen 20 und 21 durch das Absperrorgan
22 abgeschirmt ist, wie das die Fig. 10 der Zeichnung erkennbar macht. In seiner Öffnungsstellung
bestimmt das Absperrorgan 22 innerhalb der Kammer 19 des Gehäuses 2 einen labyrinthartig
gekrümmten Luftströmungsweg und bildet zugleich einen Durchblickschutz von den Luftdurchtrittsöffnungen
21 zu den Luftdurchtrittsöffnungen 20 hin.
[0054] Ein besonderer Ausbildungsvorteil einer Lüftungsvorrichtung 1 der vorstehend beschriebenen
sowie in der Zeichnung dargestellten Bauart liegt auch darin, daß sich eine besonders
einfache Anpassung an unterschiedliche Einbaulängen verwirklichen läßt. Diese ist
dadurch möglich, daß die beiden zueinander spiegelbildlich gestalteten Endstücke 8
und 9 sich über die einfachen Steckkragen-Profile 15, 16, 17, 18 mit den Extrusionsprofilen
3, 4 sowie den Strangpreßprofilen 5, 6, 7 kuppeln lassen.
[0055] Zwecks Längenanpassung ist es lediglich nötig, sämtliche zur Bildung des Gehäuses
2 dienenden Extrusionsprofile 3 und 4 sowie Strangpreßprofile 5, 6, 7 durch gerade,
quergerichtete Trennschnitte auf übereinstimmende Längenabmessung zu bringen.
[0056] Der Zusammenhalt des Gehäuses 2 bei größerer Längenabmessung der Lüftungsvorrichtung
1 läßt sich noch dadurch unterstützen, daß in die Kammer 19 in bestimmten Abständen
Querstege mit Klemmsitz eingerückt werden können, die sich als Kunststoff-Formteile,
vorteilhafter aber als Stanzteile aus Metall, fertigen lassen.
[0057] Wenn die beiden Endstücke 8 und 9 des Gehäuses 2 eine zueinander spiegelbildliche
Ausbildung erhalten, besteht die Möglichkeit, die Anordnung der Stellvorrichtung 23
und der Hilfs-Stellvorrichtung 51 beliebig gegeneinander zu vertauschen. Es muß dann
lediglich dafür gesorgt werden, daß einerseits die zur Stellvorrichtung 23 gehörenden
Bauteile und andererseits die zur Hilfs-Stellvorrichtung 51 gehörenden Bauteile zu
einer bestimmten Bezugsebene eine symmetrische Auslegung erhalten, die eine beliebige
Wahl der Einbauseite (rechts oder links) zuläßt.
[0058] Die vorstehend anhand der Fig. 11 erläuterte Wirkungsweise der Stützfedern 59, nämlich
das ordnungsgemäße Einrücken der oberen Längskante 24 des Absperrorgans 22 in den
Eingriffsspalt 30 zwischen dem Strangpreßprofil 6 und dem Stützlager 26 über die gesamte
Baulänge hinweg gleichmäßig herbeizuführen, kann auch auf andere Art und Weise erreicht
werden, wie das aus den Fig. 12 bis 15 hervorgeht. Dort ist nämlich zu sehen, daß
dem als Winkelschenekl 29 ausgebildeten, unteren Widerlager des Absperrorgans 22 im
Strangpreß- bzw.Extrusionsprofil 3 des Gehäuses 2 Bügelstücke 60 zugeordnet werden
können, die über die Länge des Gehäuses 2 hinweg möglichst gleichmäßig verteilt angeordnet
werden. Jedes Bügelstück 60 läßt sich dabei, beispielsweise über eine Schraube 61,
lösbar mit dem Strangpreßbzw. Extrusionsprofil 3 verbinden. Das Bügelstück 60 hat
dabei die insbesondere aus den Fig. 14 und 15 deutlich ersichtliche Ausgestaltung
mit einem vorderen, kurzen Bügelschenkel 62 und einem hinteren, langen Bügelschenkel
63. Das freie Ende des vorderen Bügelschenkels 62 bildet dabei eine Stützauflage 64,
mit der die untere Längskante 25 des Absperrorgans 22 während der Schwenk-Schließbewegung
in Wirkverbindung treten kann, wie dies in Fig. 12 einerseits in gestrichelten Linien
und andererseits in voll ausgezogenen Linien wiedergeben ist.
[0059] Der hintere Bügelschenkel 63 hat eine größere Länge als der vordere Bügelschenkel
62, so daß er dessen Stützauflage 64 nach oben überragt. Der Bügelschenkel 63 ist
dabei mit einer Auflaufschräge 65 versehen, wie dies aus Fig. 14 hervorgeht. Diese
Auflaufschräge 65 hat dabei eine der Längsrichtung des Gehäuses 2 folgende Neigungslage,
welche vorzugsweise möglichst genau auf die mit Hilfe der Stellvorrichtung 23 erzeugbare,
kombinierte Längs- und Querverstellung des Absperrorgans 22 relativ zum Gehäuse 2
abgestimmt ist.
[0060] Mit jedem Bügelstück 60 steht je eine Randausklinkung 66 am Winkelschenkel 29 des
Absperrorgans 22 in Eingriff, wie sie in Fig. 13 der Zeichnung dargestellt ist. Dabei
haben die Querkanten 67 der Randausklinkung 66 ständige Stützanlage an den Querkanten
68 des Bügelstücks 60, während das Absperrorgan 22 im Gehäuse 2 eine Schwenkverlagerung
ausführt, die einerseits durch voll ausgezogene Linien und andererseits durch gestrichelte
Linien angedeutet ist. Über diesen Schwenkbereich hinweg wird daher das Absperrorgan
22 mittels der Bügelstücke 60 gegen Längsverschiebung im Gehäuse 2 gesichert. Wenn
die in Fig. 12 durch voll ausgezogene Linien angedeutete Schwenklage des Absperrorgans
22 erreicht wird, gelangt der Winkelschenkel 29 mit seiner Ausklinkung 66 in den Bereich
des unteren Endes der Auflaufschräge 65. Aus der weiteren Betätigung der Stellvorrichtung
23 resultiert dann eine Längsverschiebung des Absperrorgans 22, wobei die rechte Querkante
67 der Ausklinkung 66 an der Auflaufschräge 65 entlang gleitet. Aus der Längsverschiebung
des Absperrorgans 22 wird somit auch über die Auflaufschrägen 65 zugleich eine Querbewegung
abgeleitet. Durch diese Querbewegung wird dann das Absperrorgan zwangsweise in die
Riegelstellung gebracht, wie sie aus Fig. 4 der Zeichnung ersichtlich ist.
[0061] Die Bügelstücke 60 stellen somit sicher, daß das Absperrorgan 22 auch in Bereichen,
die von der Stellvorrichtung 23 eine mehr oder weniger große Entfernung haben, zwangsläufig
und sicher in seine Riegelstellung (vergl. Fig. 4) gebracht wird. Die Bügelstücke
60 lassen sich als Formteile aus Metall oder Kunststoff fertigen und werden dabei
vorzugweise zu einer Querebene 69-69 symmetrisch gestaltet, damit sie in ein und derselben
Bauform verwendet werden können, unabhängig davon, ob eine Stellvorrichtung 23 dem
linken oder dem rechten Ende der Lüftungsvorrichtung 1 zugeordnet wird.
1. Lüftungsvorrichtung für Räume mit einem schmalen, langgestreckten Gehäuse,
- das aus Strangpreß- und/oder Extrusionsprofilen und zwei Endstücken zusammengesetzt
ist,
- sowie eine mit inneren und äußeren Luftdurchtrittsöffnungen versehene Kammer einschließt,
- wobei das Gehäuse in einen seinen Abmessungen angepaßten Wanddurchbruch oder in
einen Spalt zwischen einem Flügel- oder Rahmenschenkel eines Fensters bzw. einer Tür
und dem Rand eines darin angeordneten Füllungselementes, z.B. einer Glasscheibe, einsetzbar
ist,
- wobei in der Kammer des Gehäuses den inneren und/oder äußeren Luftdurchtrittsöffnungen
ein zwischen einer Verschlußstellung und einer Öffnungsstellung verlagerbares, leistenförmiges
Absperrorgan zugeordnet ist,
- und wobei an dem Absperrorgan eine Stellvorrichtung angreift, die in oder an den
Endstücken des Gehäuses sitzt und über einen aus einem der Endstücke herausragenden
Schwenkarm betätigbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Absperrorgan (22) innerhalb der Kammer (19) des Gehäuses (2) relativ zu den
inneren Luftdurchtrittsöffnungen (20) oder den äußeren Luftdurchtrittsöffnungen (21)
mit Hilfe der Stellvorrichtung (23) sowohl schwenkbeweglich als auch längs- und querverschiebbar
gehalten und geführt ist,
und daß dabei mittels der Schwenkbewegung des Absperrorgans (22) dessen Öffnungslage
(Fig. 10) und Schließlage (Fig. 7) relativ zu den Luftdurchtrittsöffnungen (20 bzw.
21) bestimmbar ist,
während durch die kombinierte Längs- und Querverschiebung dessen Schließlage am Gehäuse
(2) auf seiner Gesamtlänge wahlweise verriegelbar (Fig. 4 und 11) und entriegelbar
(Fig. 7) ist.
2. Lüftungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß beiden Längskanten (24 und 25) des Absperrorgans (22) für seine verriegelte Verschlußstellung
im Gehäuse (2) je ein sich über deren ganze Länge erstreckendes Stützlager (26) und/oder
Widerlager (27, 29) zugeordnet ist (Fig. 11).
3. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Längskante (24) des Absperrorgans (22) keilförmig (28) profiliert ist, während
an dessen anderer Längskante (25) ein rückseitig abstehender Winkelschenkel (29) sitzt,
wobei sich für die eine Längskante (24) im Gehäuse (2) neben dem Widerlager (26) ein
Eingriffsspalt (30) befindet, während dem Winkelschenkel (29) der anderen Längskante
(25) im Gehäuse ein Stützsteg (27) zugeordnet ist (Fig. 11).
4. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Absperrorgan (22) lediglich an seinen beiden Enden mit über die Querkante
vorstehenden Lagerzapfen (43 und 57) versehen ist und daß diese Lagerzapfen (43 und
57) in ortsfeste Lagermulden (33, 38) eingreifen, die in sich parallel zur Verschlußstellung
des Absperrorgans (22) erstreckende Führungsflächen (Kulissenschlitz 38) übergehen.
5. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Endstücke (8 und 9) konzentrisch zu den Lagermulden (33, 38) verlaufende Leitflächen
(50) für die von den Lagerzapfen (43, 57) entfernte - keilförmig profilierte (28)
- Längskante (24) des Absperrorgans (22) tragen, die sich nahezu über den gesamten
Schwenkwinkel für das Absperrorgan (22) erstrecken und am gehäuseseitigen Eingriffsspalt
(30) für diese Längskante (24) enden (Fig. 4, 7 und 10).
6. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellvorrichtung (23) einen in Achsfluchtlage zur ortsfesten Lagermulde (33,
38) an einem Endstück (8) verschwenkbar gehaltenen zweiarmigen Hebel (31) aufweist,
dessen einer Arm (34) als Betätigungsorgan ständig aus dem Endstück (8) herausragt,
während der andere Arm (36) zwei Gruppen von Steuerflächen (Kulissenschlitze 37 und
47) enthält, mit denen Mitnehmerelemente (Zapfen 44 und Stift 46) in Eingriff stehen,
die am Absperrorgan (22) sitzen (39, 40, 41), wobei sich die eine Gruppe von Steuerflächen
(Kulissenschlitz 37) in Richtung der Schwenkebene des zweiarmigen Hebels (31) und
mit einer sich stetig von dessen Schwenkachse weiter entfernenden Schräglage erstreckt
sowie den Eingriff für ein zur Längsrichtung des Absperrorgans (22) paralleles Mitnehmerelement
(Zapfen 44) derselben bildet, während die zweite Gruppe von Steuerflächen (Kulissenschlitz
47) quer zur Schwenkebene des zweiarmigen Hebels (31) und von vorneinnen nach hinten-außen
schräg verläuft sowie den Eingriff für ein quer zur Längsrichtung des Absperrorgans
(22) gerichtetes Mitnehmerelement (Stift 46) bildet.
7. Lüftungsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerflächen (Kulissenschlitze 37 und 47) von Langlöchern oder Längsschlitzen
gebildet sind und die Mitnehmerelemente aus in diese eingreifenden Zapfen (44) oder
Stiften (46) bestehen.
8. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 und 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der das erste Mitnehmerelement bildende Zapfen (44) mit einem quergerichteten
Sitz (Diametralbohrung 45) für den das zweite Mitnehmerelement bildenden Stift (46)
versehen ist.
9. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß das freie Ende des zweiten Mitnehmerelementes bzw. Stiftes (46) ständig etwa radial
aus dem die Steuerflächen (Kulissenschlitze 37 und 47) enthaltenden Arm (36) des zweiarmigen
Hebels (31) herausragt, wobei ihm am Endstück (8) konzentrisch zu den ortsfesten Lagermulden
(33, 38) verlaufende, von einer radial-axial abgesetzten Schulter (48) gebildete Stützflächen
zugeordnet sind, die sich über einen Winkelbogen erstrecken, welcher nahezu dem gesamten
Schwenkwinkel für den zweiarmigen Hebel (31) entspricht, wobei diese Schultern bzw.
Stützflächen an ihrem der Verschlußstellung des Absperrorgans (22) zugeordneten Ende
in einen Spalt (49) auslaufen, dessen Profilbreite der Querschnittsabmessung des zweiten
Mitnehmerelementes bzw. Stiftes (46) angepaßt ist und der relativ zur Schulter (48)
bzw. zu den Stützflächen eine sowohl nach radial auswärts als auch parallel zur Längsrichtung
des Absperrorgans (22) gerichtete Erstreckung hat.
10. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Absperrorgan (22) an seinem von der Stellvorrichtung (23) abgewendeten Ende
eine Hilfs-Stellvorrichtung (51) zugeordnet ist, die aus einem gehäusefesten Zapfen
(52) und einer mit dem Absperrorgan (22) verbundenen Kulissenplatte (53) besteht,
wobei die Kulissenplatte (53) einen entsprechend der kombinierten Längs- und Querverstellung
des Absperrorgans (22) geneigt verlaufenden Schrägschlitz (58) enthält, der mit dem
Zapfen (52) durch die Schwenkbewegung des Absperrorgans (22) in und außer Stelleingriff
bringbar ist.
11. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Absperrorgan (22) durch im Gehäuse (2) abgestützte Federelemente (59) in Richtung
seiner verriegelten Verschlußstellung beaufschlagbar ist (Fig. 11).
12. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem als Winkelschenkel (29) ausgebildeten, unteren Widerlager des Absperrorgans
(22) im Strangpreß- bzw. Extrusionsprofil (3) des Gehäuses (2) über dessen Länge verteilt
vorgesehene Bügelstücke (60) zugeordnet sind, die mit je einer Randausklinkung (66)
am Winkelschenkel (29) in Eingriff stehen,
daß der vordere Bügelschenkel (62) mit seiner oberen Endfläche eine Stützauflage (64)
für die untere Längskante (25) des Absperrorgans (22) bildet, und daß der hintere
Bügelschenkel (63) an einem die Stützauflage (64) des vorderen Bügelschenkels (62)
überragenden Längenabschnitt mit einer Auflaufschräge (65) für eine Querkante (67)
der Randausklinkung (66) am Winkelschenkell (29) versehen ist, die eine der kombinierten
Längs- und Querverstellung des Absperrorgans (22) angepaßte Neigungslage in Längsrichtung
des Gehäuses (2) hat.
13. Lüftungsvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bügelstücke (60) mit dem Extrusionsprofil (3) des Gehäuses (2) lösbar, z.B.
durch Verschrauben (61), verbindbar sind.
14. Lüftungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 12 und 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bügelstücke aus Metall- oder Kunststoff-Formteilen bestehen, die eine zu einer
Querebene (69-69) symmetrische Gestalt haben.