[0001] Die Erfindung betrifft eine Wipptastenanordnung für die Betätigung elektrischer Tippschalter
nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Eine derartige Wipptastenanordnung kann beispielsweise bei einem Autoradio als Multifunktionstaste
dienen. So kann beispielsweise mit einer Rechts-/Links-Betätigung der Vor- bzw. Rücklauf
eines Tonbandes bewirkt werden, während mit einer Oben-/Unten-Betätigung der Lautstärkepegel
einstellbar ist.
[0003] Bei einer bekannten Wipptastenanordnung ist die Vierfachwippe derart federnd gelagert,
daß sie sich in ihren diagonalen Sektoren mit nahezu dem gleichen Kraftaufwand betätigen
läßt, wie in den für die gewünschten Schaltfunktionen vorgesehenen Sektoren. Dadurch
kann es leicht zu einer ungewollten gleichzeitigen Auslösung zweier Funktionen kommen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wipptastenanordnung mit einer Vierfachwippe
zu schaffen, mit der ein ungewolltes gleichzeitiges Auslösen zweier Schaltfunktionen
weitgehend verhindert werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs
1 angegebenen Maßnahmen gelöst. Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen
insbesondere in der Eindeutigkeit der Wippenbetätigung über die horizontale bzw. über
die vertikale Schwenkachse. Bei einer Betätigung über die Diagonalen der Wipptaste
erhöht sich die erforderliche Kraft, die nun die Beträge der Torsionskräfte und der
Biegekräfte überwinden muß. Dadurch sind die bevorzugten Bewegungsrichtungen immer
horizontal oder vertikal. Bei einer Anwendung der Wipptastenanordnung in einem Autoradio
wird der Bedienende somit nicht zu sehr vom Verkehrsgeschehen abgelenkt.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Wipptastenanordnung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0007] Bei einer Ausgestaltung der Wipptaste nach Anspruch 2 lassen sich die Tippschalter
in vorteilhafter Weise auf einer Platine im Gerät anordnen. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Wipptaste nach den Ansprüchen 3 und 4 erlauben unterschiedliche Ausbildungen der
Wipptasten-Frontwand bezüglich ihrer Bedienfläche und/oder ihrer Kontaktflächen aufweisenden
Zapfen. Eine Ausgestaltung der Wipptaste nach Anspruch 5 ermöglicht eine preiswerte
Herstellung. Durch eine Ausgestaltung des kreuzförmigen Mittelstücks nach Anspruch
6 wird die für eine unerwünschte Betätigung über die Diagonalen der Wipptaste erforderlichen
Kraft in vorteilhafter Weise erhöht. Eine Ausbildung der Wipptaste nach Anspruch 7
ermöglicht in besonders vorteilhafter Weise eine Beleuchtung von in der Bedienfläche
vorgesehenen Symbolen.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
[0009] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste teilgeschnittene perspektivische Ansicht,
- Fig. 2
- eine zweite teilgeschnittene perspektivische Ansicht einer aus zwei Spritzteilen bestehenden
Wipptastenanordnung,
- Fig. 3
- die Draufsicht,
- Fig. 4
- eine geschnittene Seitenansicht,
- Fig. 5
- die Rückansicht und
- Fig. 6
- eine geschnittene Oberansicht des ersten Spritzteils,
- Fig. 7
- die Draufsicht,
- Fig. 8
- eine geschnittene Seitenansicht,
- Fig. 9
- die Rückansicht und
- Fig. 10
- eine geschnittene Oberansicht des zweiten Spritzteils.
[0010] Ein aus einem elastischen Kunststoff in Spritztechnik hergestelltes erstes Spritzteil
1a besteht im wesentlichen aus einem rechteckförmigen Rahmen 2, einem kreuzförmig
ausgebildeten Mittelstück 3 und aus zwei an einem elektronischen Gerät befestigbaren
Halteteilen 4, 5. Die auf Torsion beanspruchbaren Arme 6, 7, 8, 9 des in einer zur
Bedienfläche 10 parallelen Ebene im Rahmen 2 angeordneten Mittelstücks 3 sind einerseits
mit zwei gegenüberliegenden Wandungen 11, 12 des Rahmens 2 und andererseits mit je
einem von zwei gegenüberliegenden Halteteilen 4, 5 verbunden. Die mit den Armen 6,
7 verbundenen Wandungen 11, 12 ragen derart U-förmig in den Innenraum des Rahmens
2, daß ihre U-Schenkel zusammen mit den äußeren Wandungen des Rahmens 2 Fenster 13,
14 bilden. Die Halteteile 4, 5 ragen mit ihren mit den Armen 8, 9 verbundenen Wandungen
15, 16 ebenfalls U-förmig in den Innenraum des Rahmens, so daß sich Aussparungen 17,
18 ergeben. Die Arme 6, 7, 8, 9 des Mittelstücks 3 sind als flache Stege ausgebildet,
die jeweils eine ihre Torsionsachse vorgebende im Profil kreisförmige Verstärkung
19, 20 aufweisen. Die Halteteile 4, 5 sind mit zylinderförmigen Ansätzen versehen,
die als Befestigungsmittel vorgesehene Bohrungen 21 und Rastnasen 22 aufweisen.
Ein die Bedienfläche 10 aufweisendes, aus einem lichtleitenden Kunststoff hergestelltes
zweites Spritzteil 1b, welches mit dem ersten Spritzteil 1a in an sich bekannter Weise
zu einer Wipptaste 1 zusammenklipsbar ist, besteht im wesentlichen aus einer Wipptastenfrontwand
23, welche an ihrer Rückseite auf der einen Tastenmittellinie 24 gegenüberliegend
angeordnete erste Zapfen 25, 26 und auf der anderen Tastenmittellinie 27 gegenüberliegend
angeordnete zweite Zapfen 28, 29 aufweist. Die Enden der Zapfen 25, 26, 28, 29 dienen
als Kontaktflächen 30, 31, 32, 33 zur Betätigung von Schaltstößeln elektrischer Tippschalter.
Zudem dienen die Zapfen 25, 26, 28, 29 als Lichtleiter zur Beleuchtung von in der
Bedienfläche 10 vorgesehenen Symbolen 34, 35.
[0011] Bei einer Betätigung der mittels der Halteteile 4, 5 an einem Gerät befestigten Wipptaste
1 ist diese sowohl um die eine Torsionsachse als auch um die senkrecht zu dieser befindlichen
anderen Torsionsachse des Mittelstücks 3 um einen vorgegebenen Betrag gegenüber den
Halteteilen 4, 5 schwenkbar. Bei einer Betätigung über die Diagonalen der Wipptasten
1 erhöht sich die erforderliche Bedienkraft, die in diesem Fall die Beträge der Torsionskräfte
und der Biegekräfte des Mittelstucks 3 überwinden muß. Somit sind die gewünschten
Schwenkrichtungen vorgegeben.
1. Wipptastenanordnung mit einer Vierfachwippe für die Betätigung elektrischer Tippschalter,
bei der eine in einer Aussparung einer Gerätefrontwand plazierbare, schwenkbar gelagerte
Wipptaste vorgesehen ist, die an ihrer der Bedienfläche abgewandten Rückseite Kontaktflächen
zur Betätigung von Schaltstößeln mehrerer hinter der Wipptaste vorsehbarer Tippschalter
aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wipptastenanordnung einen hinter der Bedienfläche (10) der Wipptaste (1) angeordneten
Rahmen (2) aufweist, in dem in einer zur Bedienfläche parallelen Ebene ein kreuzförmig
ausgebildetes, aus elastischem Material bestehendes, symmetrisch angeordnetes Mittelstück
(3) vorgesehen ist, dessen auf Torsion beanspruchbaren Arme (6, 7, 8, 9) einerseits
mit zwei gegenüberliegenden Wandungen (11, 12) des Rahmens (2) und andererseits mit
zwei gegenüberliegenden, am Gerät befestigbaren Halteteilen (4, 5) derart verbunden
sind, daß die Wipptaste (1) sowohl um die eine Torsionsachse als auch um die senkrecht
zu dieser befindlichen anderen Torsionsachse des Mittelstücks (3) um einen vorgegebenen
Betrag gegenüber den Halteteilen (4, 5) verschwenkbar ist, so daß die Wipptaste (1)
bei einem üblichen manuellen Kraftaufwand um jeweils eine der sich kreuzenden Torsionsachsen
verschwenkbar ist.
2. Wipptastenanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Bedienfläche (10) aufweisende Frontwand (23) der Wipptaste (1) an ihrer
Rückseite mit an ihren Enden Kontaktflächen (30, 31, 32, 33) aufweisenden, auf der
einen Tastenmittellinie (24) gegenüberliegend angeordneten ersten Zapfen (25, 26)
und auf der anderen Tastenmittellinie (27) gegenüberliegend angeordneten zweiten Zapfen
(28, 29) versehen ist.
3. Wipptastenanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rahmen (2) rechteckförmig ausgebildet ist, daß die mit den Armen (6, 7, 8,
9) des kreuzförmig ausgebildeten Mittelstücks (3) verbundenen gegenüberliegenden Wandungen
(11, 12) derart U-förmig in den Innenraum des Rahmens (2) ragen, daß ihre U-Schenkel
Fenster (13, 14) bilden, durch welche die mit der Frontwand (23) der Wipptaste (1)
verbundenen, an ihren Enden Kontaktflächen (39, 31) aufweisenden ersten Zapfen (25,
26) hindurchragen.
4. Wipptastenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Halteteile (4, 5) in der Draufsicht derart U-förmig ausgebildet sind, daß
ihre Schenkel Aussparungen (17, 18) bilden, durch welche die mit der Frontwand (23)
der Wipptaste (1) verbundenen, an ihren Enden Kontaktflächen (32, 33) aufweisenden
zweiten Zapfen (28, 29) hindurchragen und daß die Halteteile (4, 5) Mittel (21, 22)
zur Befestigung am Gerät aufweisen.
5. Wipptastenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rahmen (2), das Mittelstück (3) und die Halteteile (4, 5) einstückig gefertigt
und mit der Frontwand (23) der Wipptaste (1) kraftschlüssig verbindbar sind.
6. Wipptastenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Arme (6, 7, 8, 9) des kreuzförmigen Mittelstücks (3) als flache Stege ausgebildet
sind, die jeweils eine ihre Torisionsachse vorgebende, im Profil kreisförmig ausgebildete
Verstärkung (19, 20) aufweisen.
7. Wipptastenanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die an der Rückseite der Wipptastenfrontwand (23) angeordneten Zapfen (25, 26,
28, 29) als Lichtleiter zur Beleuchtung von in der Bedienfläche (10) vorgesehenen
Symbolen (34, 35) ausgebildet sind.