[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Sandstrahlen von zu sanierenden Flächen,
Gegenständen oder dergleichen, wobei einem druckbeaufschlagten Luft-/Strahlmittelgemisch
vor einer Strahldüse einer Sandstrahlvorrichtung Wasser zugeführt wird, dessen Druck
größer ist als der Druck des Luft-/Strahlmittelgemisches.
[0002] Für die Sanierung von Flächen und/oder Gegenständen und insbesondere für die Betonsanierung
sind aus der Zeitschrift "Hoch- und Tiefbau 9/88, Seiten 31 ff." verschiedene Verfahren
bekannt. Hierbei handelt es sich allgemein um das Naß-, Feucht- und Nebelstrahlen
sowie um das Dampf- und Druckwasserstrahlen. Beim Dampf- und Druckwasserstrahlen wird
Wasser mit hohen Drücken, die von 100 bis 1200 bar reichen können, zur Behandlung
des Untergrundes verwendet. Bei diesen beiden genannten Verfahren handelt es sich
an sich nicht um Sandstrahltechniken, da hierbei lediglich Wasser verwendet wird,
welches die Leistung bzw. die Arbeit verrichtet.
[0003] Beim Naß-, Feucht- und Nebelstrahlen handelt es sich um Sandstrahltechniken, bei
denen zur Vermeidung der Staubentwicklung den Strahlmitteln größere Mengen an Wasser
zugesetzt werden. Allerdings weisen die genannten Sandstrahlverfahren verschiedene
Nachteile auf.
[0004] Beim Naßstrahlverfahren wird die Leistung nicht mit Luft, sondern mit Wasser erzeugt.
Dadurch haben die Naßstrahlgeräte nur eine begrenzte Kapazität, die von der Pumpenleistung
abhängt. Die Geräte arbeiten an sich nach dem Injektionsprinzip. Der Wasserverbrauch
liegt in der Regel bis zu 50 l pro Minute, so daß bei diesem Verfahren keine Staubentwicklung
auftritt. Allerdings verschlämmt die behandelte Fläche bei diesem Verfahren sehr stark
und das Wasser erfährt eine hohe Verschmutzung, so daß hierbei Rückhaltebecken zum
Recyclen der Wassermengen erforderlich sind, was sich sehr kostennachteilig auswirkt.
[0005] Desweiteren wird aufgrund der starken Wasserzufuhr eine relativ hohe Feuchte in den
Beton eingetragen. Die meisten zur Sanierung des Betons eingesetzten Materialien können
aber erst bei einer Restfeuchte des Betons von unter 6 % verarbeitet werden, was zu
längeren Wartezeiten zum Austrocknen führen kann. Insgesamt ergibt sich bei diesem
Verfahren ein hoher Energiebedarf bei einem relativ geringen Wirkungsgrad.
[0006] Beim Feuchtstrahlen wird Luft als treibendes Medium eingesetzt. Hierbei wird über
die Strahldüse eine Ringdüse gestülpt, aus der wie eine Umhüllung trichterförmig ein
Wasserschleier den Staubstrahl umschließt. Der Nachteil bei dieser Arbeitsweise liegt
darin, daß nur im Kern eine saubere Fläche entsteht. Bei einer gereinigten Fläche
von ca. 1 m² sind mindestens 4 m² verschlämmt und verschmutzt. Diese Verschmutzung
besteht aus Strahlmittel, abgestrahltem Material und dem Wasser, das zur Staubbindung
eingesetzt wird. So hat man zwar eine gute Strahlleistung bei weitgehender Staubfreiheit,
dafür aber erhebliche Entsorgungsprobleme, da nach Verarbeitung von etwa 10 t Strahlmittel
etwa 20 t zu entsorgen sind.
[0007] Bei dem Nebelstrahlverfahren, von dem die Erfindung ausgeht, wird Wasser mit einem
um ca. 1,5 bar höheren Druck als der des Luft-/Strahlmittelgemisches unmittelbar vor
der Strahldüse in das Gemisch eingespritzt. Die Wassertropfen werden hierbei in feinste
Teilchen zerrissen, wodurch sich ein austretender Wassernebel ergibt, der sich mit
dem schwebenden Staub verbindet. Die Staubbindung beträgt hierbei etwa 80 %. Um ein
absolut staubfreies Arbeiten zu ermöglichen, ist jedoch eine Erhöhung der Wasserdosierung
notwendig, die zu den bereits geschilderten Nachteilen des Verschlämmens führt. Die
Wassereinspritzung erfolgt derart, daß ein an der Düse angebrachtes Nadelventil vorgesehen
ist, welches den Bedürfnissen entsprechend regulierbar ist.
[0008] Die Erfindung geht einen anderen Weg. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden
die Nachteile der bekannten Verfahren, nämlich Verschlämmen der behandelten Flächen,
hoher Wasserverbrauch und Verschmutzung des Wassers sowie Staubbildung im wesentlichen
vermieden.
[0009] Die Erfindung erreicht dies dadurch, daß das Wasser in Form wenigstens eines Gitters
oder wenigstens einer Wand mit einem derart hohen Druck zugeführt wird, daß das Gitter
oder die Wand beim Durchtritt des Luft-/Strahlmittelgemisches stabil bleibt. Auf diese
Weise ergeben sich gleichzeitig mehrere Effekte. Das durch das Gitter bzw. die Wand
hindurchtretende Strahlmittel wird zum einen mit Wasser benetzt und trägt somit einen
schwachen Wasserfilm. Beim Auftreffen des Strahlmittels auf die zu behandelnde Fläche
oder den Gegenstand wird das Wasser unmittelbar an der Auftreffstelle, d.h. an der
Entstehungsstelle des Staubs, abgegeben. Auf diese Weise wird die Staubbindung bereits
bei ihrer Entstehung stark eingeschränkt. Da das Strahlmittel lediglich mit dem Wasser
benetzt ist, somit also bei geringem Wasserverbrauch eine große Wasseroberfläche erzeugt
wird, tritt keine Verschlämmung der zu behandelnden Fläche ein.
[0010] Weiterhin werden beim Durchtritt des Strahlmittels durch die Wand bzw. das Gitter
feine bis feinste Wasserteilchen frei, die als Nebel den geringen Anteil des Staubs,
der bei diesem Verfahren noch auftreten kann, binden. Der Unterschied zum Nebelstrahlverfahren
liegt im wesentlichen darin, daß beim erfindungsgemäßen Benetzungsverfahren das Strahlmittel
im wesentlichen vollständig benetzt und somit der Staub an seiner Entstehungsstelle
bereits gebunden wird. Beim Nebelverfahren wird lediglich ein Nebel erzeugt, der den
sich ausbreitenden Staub verhindern soll.
[0011] Nach Anspruch 2 wird ein Teil des zugeführten Wassers in der Strahldüse auf eine
derartige Geschwindigkeit beschleunigt, daß das Wasser in der Strahldüse in feinste
Teilchen bis in Molekülgröße aufgerissen wird. Zusammen mit dem erfindungsgemäßen
Merkmal des Anspruchs 1 ergibt sich somit einer starker Aufriß des Wassers, so daß
eine sehr große Wasseroberfläche entsteht, die eine hohe Staubbindung ermöglicht.
[0012] Entsprechend den betrieblichen Anforderungen hat es sich gezeigt, daß eine stabile
Wand bzw. ein stabiles Gitter erreicht werden kann, wenn das Wasser mit einem Druck
von wenigstens 30 bar und das Luft-/Strahlmittelgemisch mit wenigstens 4 bar aufgegeben
wird. Da im allgemeinen jedoch höhere Drücke notwendig sind, bietet es sich an, das
Wasser mit einem Druck von 70 bis 110 bar und das Luft-/Strahlmittelgemisch mit 6
bis 16 bar aufzugeben. In den meisten Fällen wird bei einem hohen Wirkungsgrad und
bei einer hervorragenden Staubbindung mit einem Wasserdruck von 90 bar und einem Druck
von 8 bar des Luft-/Strahlmittelgemisches gearbeitet. Wird ein schwereres Strahlmittel
verwendet, kann der Wasserdruck auch 100 bar betragen, während das Gemisch mit etwa
10 bar aufgegeben wird. Eine weitere Erhöhung des Wasserdruckes auf 110 bar und des
Druckes des Gemisches auf 12 bar ist ebenfalls möglich und bringt gute Ergebnisse.
[0013] Um eine gute Vermischung von Zement und Wasser zu erreichen, ist es bei einer Betonspritzmaschine
bekannt, ein Betontrockengemisch durch ein stabiles Wassergitter hindurchzuführen,
damit eine gute Vermischung von Zement, Zuschlagstoffen und Wasser erreicht wird.
Während die bekannte Betonspritzmaschine eine gute Vermischung von Zement, Zuschlagstoffen
und Wasser und die Herstellung eines relativ homogenen Spritzbetons beabsichtigt,
geht die Erfindung von einer ganz anderen Aufgabenstellung, anderen Erfordernissen
und Anforderungen aus.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren soll gerade nicht eine breiige Masse (Spritzbeton)
ausgetragen werden, sondern es ist beabsichtigt, die einzelnen Körner des Strahlmittels
fein zu benetzen und diese benetzten Körner zum Sandstrahlen zu verwenden. Ein Zusammenbacken
der benetzten Strahlmittelkörner ist weder vorgesehen noch erwünscht. Im übrigen handelt
es sich beim erfindungsgemäßen Verfahren um ein abrasives Verfahren, während bei dem
bekannten Spritzbetonverfahren gerade nichts abgetragen, sondern im Gegenteil ein
Material, nämlich Spritzbeton aufgebracht bzw. aufgetragen wird.
[0015] Die Erfindung bezieht sich weiterhin auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Die zum Nebelstrahlen bekannte Vorrichtung weist eine Wasserzuführeinrichtung, eine
Strahlmittelzuführeinrichtung und einen Düsenhalter für eine Strahldüse auf, der sich
an die Strahlmittelzuführeinrichtung in Förderrichtung gesehen anschließt. Die Wasserzuführeinrichtung
ist mit dem Düsenhalter zur Zuführung druckbeaufschlagten Wassers in das Luft-/Strahlmittelgemisch
verbunden. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß im Düsenhalter eine Einrichtung mit
wenigstens einem Schlitz zur Bildung einer Wand und/oder eine Anzahl von wenigstens
zwei Bohrungen in einer Reihe zur Bildung eines Gitters vorgesehen ist.
[0016] Durch den Schlitz bzw. die Bohrungen kann in einfacher Weise eine Wand bzw. ein Gitter
erzeugt werden. Eine derartige Einrichtung ist einfach und kostengünstig herzustellen.
[0017] Um eine gute Benetzung und gleichzeitig einen geringen Wasseranteil zu erhalten,
ist vorgesehen, daß drei hintereinander angeordnete Schlitze und/oder Reihen mit Bohrungen
vorgesehen sind. Zur Erzeugung eines engmaschigen Gitters bietet es sich dabei an,
wenn fünf Bohrungen pro Reihe vorgesehen sind. Um eine allseitige Benetzung des durch
die Wand bzw. das Gitter hindurchgeführten Strahlmittels zu erzeugen, ist weiterhin
vorgesehen, das die Schlitze bzw. die Bohrungen der einzelnen Reihen versetzt zueinander
angeordnet sind.
[0018] Bei Versuchen hat sich gezeigt, daß zur Erzeugung eines dünnen engmaschigen Gitters
bzw. einer dünnen Wand der Bohrungsdurchmesser bzw. die Schlitzbreite < 1 mm sein
sollte. Gute Ergebnisse werden erreicht, wenn die Schlitzbreite bzw. der Bohrungsdurchmesser
0,2 bis 0,9 mm beträgt, wobei sehr gute Werte bei einer Schlitzbreite von etwa 0,3
mm und einem Bohrungsdurchmesser von etwa 0,5 mm erzielt wurden.
[0019] In einer besonders einfachen Ausgestaltung der Erfindung ist die Einrichtung als
in den Düsenhalter eingeschobenes Rohr ausgebildet. Ein derartiges Rohr mit entsprechenden
Bohrungen und/oder Schlitzen ist leicht und mit geringen Kosten herzustellen, sowie
in einfacher Weise in den Düsenhalter einzusetzen.
[0020] Schließlich hat es sich bei praktischen Versuchen als besonders vorteilhaft erwiesen,
daß die Ebene des oder der Schlitze bzw. die Längsachsen der Bohrungen etwa senkrecht
zur Förderrichtung angeordnet sind.
[0021] Die Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert, die weitere Merkmale und Vorteile
der Erfindung wiedergibt.
[0022] Hierbei zeigt die einzige Figur eine Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in
teilweise geschnittener Darstellung.
[0023] Die insgesamt mit 1 bezeichnete erfindungsgemäße Sandstrahlbenetzungsvorrichtung
weist eine insgesamt mit 2 bezeichnete Strahlmittelzuführeinrichtung auf. Zur Strahlmittelzuführeinrichtung
2 gehören unter anderem ein nicht dargestellter Kompressor sowie ein ebenfalls nicht
dargestellter Strahlkessel mit dem Strahlmittel. Mit diesen Geräten verbunden ist
ein Materialschlauch 3, der an seinem Ende über eine Verschraubung 4 an einem Düsenhalter
5 befestigt ist.
[0024] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 weist weiterhin eine allgemein mit 6 bezeichnete
Wasserzuführeinrichtung auf, die mit einer nicht dargestellten Hochdruckpumpe versehen
ist. Die Hochdruckpumpe ist an einen Hochdruckschlauch 7 angeschlossen, der an seinem
Ende mit einem Anschluß 8 verbunden ist. Im Anschluß 8 befindet sich ein Ventil 9,
um den Wasserzufluß regeln zu können. An ihrem Ende geht die Wasserzuführeinrichtung
6 über ein Anschlußteil 10 in den Düsenhalter 5 über. Unterhalb des Anschlusses 10
weist der Düsenhalter 5 einen umlaufenden Ringraum 11 auf.
[0025] Im Düsenhalter 5 befindet sich ein Teil eines Rohrs 12, welches mit einem Flansch
13 an einer Schulter 14 des Düsenhalters 5 anliegt. Das Rohr schließt sich an seinem
hinteren Ende (in Förderrichtung F gesehen) unmittelbar an den Materialschlauch 3
an und fluchtet mit diesem. Der genannte Ringraum 11 ist zwischen dem Düsenhalter
5 und dem Rohr 12 ausgebildet. Im Bereich des Ringraumes 11 befinden sich drei Reihen
15, 16, 17 mit Bohrungen 18. Pro Reihe sind in diesem Ausführungsbeispiel fünf Bohrungen
vorgesehen. Ersichtlich sind die Bohrungen der einzelnen Reihen versetzt zueinander
angeordnet. Der Bohrungsdurchmesser ist immer kleiner als 1,5 mm. Er kann abhängig
vom Strahlmittel und dem zu strahlenden Gegenstand bzw. der zu strahlenden Fläche
bis 0,2 mm betragen, wobei sämtliche Durchmesser zwischen 0,2 und 1,5 mm in Zehntel-Millimeter-Abständen
denkbar sind.
[0026] Statt der Bohrungen können auch Schlitze vorgesehen sein, was nicht dargestellt ist.
Hierbei können ebenfalls mehrere Schlitze in einer Reihe vorgesehen sein. Während
die Bohrungen zur Erzeugung eines engmaschigen Gitters vorgesehen sind, dienen die
Schlitze zur Erzeugung einer Wand. Für die Schlitzbreite gilt das zu den Bohrungsdurchmessern
Gesagte.
[0027] An das vordere Ende des Rohrs 12 schließt sich eine Strahldüse 19 an, die über eine
Halterung 20 mit dem Rohr 12 verbunden ist. Die Halterung 20 weist hierzu ein Innengewinde
21, die Strahldüse ein Außengewinde 22 auf. In der Strahldüse, die innen mit einem
gehärteten Material versehen ist, ist der Beschleunigungsbereich 23 und der Austragsbereich
24 vorgesehen.
[0028] Beim Sandstrahlen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird je nach Abhängigkeit
des zu strahlenden Mediums Wasser mit einem Druck von wenigstens 30 bar über den Schlauch
7 dem Düsenhalter 5 zugeführt. Dabei bildet sich, je nachdem ob ein Rohr 12 mit Bohrungen
18 oder Schlitzen verwendet wird, ein engmaschiges Gitter bzw. drei Wände. Nach Erzeugung
des Gitters bzw. der Wände wird das Luftstrahlmittelgemisch mit einem Druck von wenigstens
4 bar durch das Gitter bzw. die Wände geführt. Während auf der einen Seite eine Benetzung
der einzelnen Strahlmittelkörner beim Durchtritt durch das Gitter erfolgt, wird andererseits
Wasser in Form feinster Teilchen aus dem Gitter bzw. den Wänden gerissen.
[0029] Während eine weitere Verwirbelung des Wassers im vorderen Bereich des Rohres 12 erfolgt,
wird Überschußwasser, das von den Strahlmittelkörnern beim Durchtritt durch das Gitter
bzw. die Wand nicht aufgenommen wird, im Beschleunigungsbereich 23 der Strahldüse
19 auf eine derartige Geschwindigkeit beschleunigt, daß dieses Wasser in der Strahldüse
in feinste Teilchen bis in Molekülgröße aufgerissen wird. Über den Austragsbereich
24 erfolgt dann die Austragung sowohl des benetzten Strahlmittels als auch des sehr
feinen Nebels.
[0030] Sehr gute Ergebnisse bezüglich Wasserverbrauch, Wtaubbindung und Verschlämmung werden
dann erreicht, wenn das Wasser mit einem Druck von etwa 90 bar und das Luft-/Strahlmittelgemisch
mit etwa 8 bar aufgegeben werden. Jeweils höhere oder niedrigere Drücke bei schwererem
oder leichterem Strahlmittel sind ebenfalls möglich.
Bezugszeichenliste:
[0031]
- 1
- Sandstrahl-Benetzungsvorrichtung
- 2
- Strahlmittelzuführeinrichtung
- 3
- Materialschlauch
- 4
- Verschraubung
- 5
- Düsenhalter
- 6
- Wasserzuführeinrichtung
- 7
- Schlauch
- 8
- Anschluß
- 9
- Ventil
- 10
- Anschlußteil
- 11
- Ringraum
- 12
- Rohr
- 13
- Flansch
- 14
- Schulter
- 15
- Reihe
- 16
- Reihe
- 17
- Reihe
- 18
- Bohrungen
- 19
- Strahldüse
- 20
- Halterung
- 21
- Innengewinde
- 22
- Außengewinde
- 23
- Beschleunigungsbereich
- 24
- Austragsbereich
- F
- Förderrichtung
1. Verfahren zum Sandstrahlen von zu sanierenden Flächen, Gegenständen oder dergleichen,
wobei einem druckbeaufschlagten Luft-/Strahlmittelgemisch vor einer Strahldüse (19)
einer Sandstrahlvorrichtung Wasser zugeführt wird, dessen Druck größer ist als der
Druck des Luft-/Strahlmittelgemisches, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser in Form
wenigstens eines Gitters und/oder wenigstens einer Wand mit einem derart hohen Druck
zugeführt wird, daß das Gitter und/oder die Wand beim Durchtritt des Luft-/Strahlmittelgemisches
stabil bleibt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des zugeführten Wassers
in der Strahldüse (19) auf eine derartige Geschwindigkeit beschleunigt wird, daß das
Wasser in der Strahldüse (19) in feinste Teilchen bis in Molekülgröße aufgerissen
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser mit einem
Druck von wenigstens 30 bar und das Luft-/Strahlmittelgemisch mit wenigstens 4 bar
aufgegeben wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Wasser mit einem Druck von 70 bis 110 bar und das Luft-/Strahlmittelgemisch
mit 6 bis 8 bar aufgegeben wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß das Wasser mit einem Druck von etwa 90 bar und das Luft-/Strahlmittelgemisch mit
etwa 8 bar aufgegeben wird.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Wasser mit einem Druck von etwa 100 bar und das Luft-/Strahlmittelgemisch
mit etwa 10 bar aufgegeben wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Wasser mit einem Druck von etwa 110 bar und das Luft-/Strahlmittelgemisch
mit etwa 12 bar aufgegeben wird.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einer Wasserzuführungeinrichtung (6),
einer Strahlmittelzuführeinrichtung (2), einem sich an die Strahlmittelzuführeinrichtung
(2) in Förderrichtung (F) gesehen anschließenden Düsenhalter (5) für eine Strahldüse
(19) wobei die Wasserzuführeinrichtung (6) mit dem Düsenhalter (5) zur Zuführung druckbeaufschlagten
Wassers in das Luft-/Strahlmittelgemisch verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß
im Düsenhalter (5) eine Einrichtung (12) mit wenigstens einem Schlitz zur Bildung
einer Wand und/oder einer Anzahl von wenigstens zwei Bohrungen (18) in einer Reihe
(15, 16, 17) zur Bildung eines Gitters vorgesehen sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß drei hintereinander angeordnete
Schlitze und/oder Reihen mit Bohrungen (18) vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß fünf Bohrungen (18)
pro Reihe vorgesehen sind.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die einzelnen Reihen (15, 16, 17) versetzt zueinander angeordnet sind.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitzbreite bzw. der Bohrungsdurchmesser < 1 mm ist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitzbreite bzw. der Bohrungsdurchmesser 0,2 bis 0,9 mm beträgt.
14. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlitzbreite etwa 0,3 mm und der Bohrungsdurchmesser etwa 0,5 mm beträgt.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung als im Düsenhalter (5) angeordnetes Rohr (12) ausgebildet ist.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ebene des Schlitzes bzw. die Längsachsen der Bohrungen (18) etwa senkrecht
zur Förderrichtung (F) sind.