[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen elektrostatischen Deflektor gemäß Oberbegriff
von Anspruch 1.
[0002] Zur Energieselektion geladener Teilchen, wie z.B. von Elektronen, werden vorzugsweise
elektrostatische Ablenksysteme eingesetzt. Ihre Wirkungsweise beruht auf der unterschiedlichen
Ablenkung von Teilchen verschiedener Energie und der dadurch ermöglichten Ausblendung
von Teilchen unerwünschter Energie. Als vorteilhafte elektrostatische Energiefilter
haben vor allem der Zylinderspiegel, der sphärische Deflektor und der zylindrische
Deflektor in der Technik weite Verbreitung gefunden, obwohl grundsätzlich auch ebene
Ablenkplatten vorgesehen werden können. Theoretisch wurde auch der toroidale Deflektor
untersucht (Hermann Wollnik, Optics of Charged Particles, S. 119ff, Academic Press,
Orlando, 1987).
[0003] Alle vorstehend genannten Energiefilter zeichnen sich bei geeigneter Dimensionierung
durch Winkelfokussierung mindestens erster Ordnung in den Energiedispersionsebenen
aus. Je nach gewählter Geometrie des Filters bilden diese Dispersionsebenen eine Schar
von Ebenen, die parallel zueinander, wie beim zylindrischen Deflektor, oder zueinander
geneigt sind, wie beim toroidalen und sphärischen Deflektor oder beim Zylinderspiegel.
Der sphärische Deflektor und der Zylinderspiegel weisen die besonders vorteilhafte
stigmatische Fokussierung auf.
[0004] Die Winkelfokussierung erlaubt den fokussierenden Transport von geladenen Teilchen
aus einem von Null verschiedenen Raumwinkel durch das Energiefilter. Die Größe des
verarbeitbaren Raumwinkels ist aber begrenzt durch Bildfehler, insbesondere Winkelfehler.
Diese führen dazu, daß sich die Energiefilterwirkung bei Beaufschlagung mit Teilchen
aus einem größeren Raumwinkelbereich verschlechtert. In der Regel muß deshalb der
erfaßte Raumwinkel durch Aperturen begrenzt werden. In Analogie zur Lichtoptik kann
man auch von einer Begrenzung der Lichtstärke durch die Bildfehler sprechen.
[0005] Für zylindrische, toroidale und sphärische Deflektoren ist der kleinste nichtverschwindende
Winkelfehler in der Dispersionsebene von zweiter Ordnung im Winkel, wohingegen für
den Zylinderspiegel bei geeigneter Auslegung ein Winkelfehler erst in dritter Ordnung
auftritt. Bezüglich des Winkelfehlers ist also der Zylinderspiegel günstiger zu bewerten
als die Deflektoren. Andererseits erlauben Deflektoren die Verwendung von Ein- und
Ausgangsspalten, wobei die Energiefilterwirkung in erster Näherung unabhängig von
der Spalthöhe ist. Beim Zylinderspiegel hingegen müssen radialsymmetrische Lochblenden
als Ein- bzw. Ausgangsspalte verwendet werden. Je nach Anwendungsbereich wird daher
entweder Zylinderspiegeln oder Deflektoren der Vorzug gegeben.
[0006] Patent Abstracts of Japan, Bd. 10, Nr. 363 (E-461) (2420), 5. Dez. 1986; JP-A-61
161 645, offenbart einen elektrostatischen Deflektor mit zwei Hauptablenkplatten und
zwei stirnseitigen Deckelplatten auf repulsivem Potential. Die Hauptablenkplatten
sind entsprechend zwei parallelen Zylinderflächen-Sektoren mit konstantem Radius angeordnet,
die eine Teilchenbahn seitlich begrenzen. Der durch Gestalt der Hauptablenkplatten
konstruktionsbedingte Winkelfehler ist unbefriedigend.
[0007] Für den sog. elektrostatischen Toroidkondensator mit allgemein zylindrischer Grundform
wurde daher bereits eine Korrektur des Winkelfehlers zweiter Ordnung in den Dispersionsebenen
durch geeignete gegenläufige Krümmung der Hauptablenkplatten senkrecht zu den Dispersionsebenen
vorgesehen (DE-PS 26 20 877). Bei dieser Anordnung wird eine axiale Krümmung des Potentialverlaufs
im Bereich des Mittelstrahls ausgeschlossen (Re = ∞). Dies bedeutet, daß der beschriebene
Deflektor für ein Strahlenbündel um den Mittelstrahl keine fokussierende Wirkung senkrecht
zur Dispersionsebene hat. Der Nachteil dieses Konzepts besteht also in einer Begrenzung
des nutzbaren Raumwinkels, insbesondere bleibt der Mangel nichtstigmatischer Fokussierung
wie beim bekannten Toroiddeflektor oder zylindrischen Deflektor erhalten.
[0008] Eine Übertragung der beschriebenen Möglichkeit, den Winkelfehler zu eliminieren,
auf den sphärischen Deflektor, würde zum Verlust der stigmatischen Fokussierung bei
diesem Typ führen, da die stigmatische Fokussierung des sphärischen Deflektors aus
der sphärischen Symmetrie desselben resultiert, wohingegen eine sinngemäße Übertragung
der beschriebenen Anordnung auf denselben eben eine Abweichung von der sphärischen
Symmetrie und damit den Verlust der stigmatischen Fokussierung mit sich bringen würde.
[0009] Aus Soviet Physics Technical Physics, Bd. 35, Nr. 2, Feb. 1990, New York, USA, Seiten
218 -221, ist ein Deflektor bekannt mit zwei und drei seitlichen Hauptablenkplatten
sowie zwei stirnseitigen Deckelplatten. Es sind Berechnungsmodelle für die seitlichen
Hauptablenkplatten offenbart. Über die Funktion und Wirkungsweise der stirnseitigen
Deckelplatten enthält die Druckschrift keine Information.
[0010] Aus Journal of Physics E. Scientific Instruments, Bd. 12, 1979, Bristol, GB, Seiten
1006 - 1012, ist ein elektrostatischer Deflektor in der aus JP-A-61 161 645 (s. o.)
bekanten Gestalt, verbunden mit dengleichen Nachteilen.
[0011] In J. Phys. E.: Sci. Instrum., Band 14, 1981, Seiten 325 - 329, wird eine elektrostatische
Linse bestehend aus sechs Elektroden mit zylindrischer Symmetrie offenbart.
[0012] Aus US-A-4 959 544, DE-A-2 848 538 und JP-A-57-194446 sind Deflektoren mit Krümmungen
von Blenden und Spalten bekannt.
[0013] Aus US-A- 3 710 103 ist ein Elektronenspektrometer mit einem Verzögerungsgitter bekannt.
[0014] Das Ziel der Erfindung ist, einen elektrostatischen Deflektor zu schaffen, dessen
Energiefilterwirkung unter stigmatischer Fokussierung und zumindest zweiter Ordnung
verschwindendem Winkelfehler in wenigstens einer Dispersionsebene in einfacher Weise
an die Beschaffenheit eines Teilchenstrahls angepaßt werden kann.
[0015] Dieses Ziel wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 gelöst.
[0016] Das Ablenkfeld kann in der Dispersionsebene beiderseits des Mittelstrahls durch eine
Unterteilung der Hauptablenkplatten senkrecht zur Zylinderachse in wenigstens drei
Abschnitte zunehmend abgeschwächt werden, wobei die auf unterschiedliches Potontial
gebrachten Abschnitte für einen entsprechenden Verlauf des Ablenkfeldes sorgen.
[0017] Für die Abschwächung kann kumulativ eine bikonvexe Krümmung bzw. "Ausbauchung" der
allgemein zylindrischen Hauptablenkplatten (die nachfolgend als "Hauptablenkplatten"
bezeichnet werden) in der rz-Richtung vorgesehen werden.
[0018] Im nachfolgenden Text werden die beiden Hauptablenkplatten - auch wenn sie in mehrere
"Plattenstücke" zerteilt sind- der Einfachheit halber als "zwei Hauptablenkplatten"
bezeichnet.
[0019] Weitere Vorteile ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche 3 bis 8.
[0020] Die stirnseitigen Deckelplatten sollen vorzugsweise einen zu einer stigmatischen
Fokussierung der geladenen Teilchen führenden Durchgriff des Feldes auf den Mittelstrahl
ermöglichen.
[0021] Dies wird erreicht durch einen mittleren Radialabstand zwischen den Hauptablenkplatten,
der zumindest gleich dem halben Abstand zwischen den stirnseitigen Deckelplatten und
so bemessen ist, daß bei Beaufschlagung der stirnseitigen Deckelplatten mit einem
Potential geeigneter Stärke eine näherungweise sphärische Krümmung der Äquipotentialflächen
um den Mittelstrahl resultiert.
[0022] Erfindungsgemäß wird die Krümmung der Äquipotentialflächen innerhalb des Deflektors
im wesentlichen unter Verwendung der vier Ablenkplatten durch einen zumindest teilweisen
Raumabschluß bei ausreichendem Felddurchgriff auf den Bereich des Mittelstrahls erreicht.
Dabei wird die im allgemeinen geometrisch einfache Grundform der Ablenkplatten derart
verändert, daß sich unter Erhaltung der Winkelfehler-Eliminierung in der Dispersionsebene
eine Fokussierung senkrecht zur Dispersionsebene oder sogar eine stigmatische Fokussierung
ergibt.
[0023] Die Gestalt der stirnseitigen Deckelplatten ist der Funktion entsprechend beliebig
wählbar; besonders übersichtlich ist eine ebene und parallele Ausführung derselben.
[0024] Der resultierende Deflektor, der zur Erleichterung des Verständnisses als von allgemein
zylindrischer Grundform definiert ist, bildet mithin einen mit vier Platten arbeitenden
Deflektortyp, der nicht eigentlich einer der eingangs genannten sphärischen, zylindrischen
oder toroidalen Deflektorformen zuzuordnen ist.
[0025] Eine optimale Wirkungsweise (Fokussierung und Lichtstärke) desselben ergibt sich
durch zielgerichtete Abstimmung der Einflußgrößen
- Verhältnis des Radialabstandes der Hauptablenkplatten zum Abstand der stirnseitigen
Deckelplatten;
- Form der Ausbauchung der Hauptablenkplatten und/oder Plattenunterteilung und Potentialbeaufschlagung
derselben;
- Abstand der Hauptablenkplatten im Verhältnis zum Plattenradius;
- Größe der Lücke zwischen den Hauptablenkplatten und den stirnseitigen Deckelplatten.
[0026] Eine solche Optimierung kann durch entsprechende Berechnung des Feldverlaufs mit
Variation und Anpassung der Einflußgrößen mit einem Rechenprogramm erzielt werden,
das als Variable auch den im allgemeinen im Bereich von 100° bis 150° liegenden Ablenkwinkels
des Deflektors umfaßt. Dieser Winkel wird bei der Optimierung so variiert, daß die
gewünschte Fokussierung in der Radialebene am Ausgang des Deflektors erreicht wird.
[0027] Zwar wurde bereits von K. Ost (J. Phys. E: Schi. Instr. 12 (1979) S. 1006 ff.) erörtert,
daß eine stigmatische Fokussierung auch unter Verwendung nicht-sphärischer Ablenkplatten
erreicht werden kann, wenn diese durch ein Paar stirnseitiger Deckelplatten parallel
zur Dispersionsebene des Mittelstrahls ergänzt werden. Durch Anlegen eines gegenüber
Eo negativen (bzw. positiven) Potentials an diesem zusätzlichen Plattenpaar kann die
Fokussierung senkrecht zur Dispersionsebene des Mittelstrahls unter gleichzeitiger
Abschwächung (Verstärkung) der Fokussierung in der Dispersionsebene verstärkt (abgeschwächt)
werden, so daß bei einem bestimmten Ablenkwinkel stigmatische Fokussierung erreicht
wird. Ein entsprechender Analysator dieser Art mit Hauptablenkplatten, die eine Kugelform
näherungsweise realisieren, wurde von Jost angegeben. Numerisch wurde die Wirkung
solcher zusätzlichen Deckelplatten systematisch von H. Ibach untersucht (H. Ibach
"Electron Energy Loss Spectrometers", Springer Series in Optical Sciences, Bd. 63
S. 36, Springer-Verlag 1991), und es wurde gezeigt, daß stigmatische Fokussierung
auch unter Verwendung von zylindrischen Hauptablenkplatten erreicht werden kann. Bei
diesen systematisch untersuchten Anordnungen wird jedoch der bekannte, den sphärischen
und zylindrischen Deflektoren eigene Winkelfehler 2. Ordnung in der Dispersionsebene
nicht eliminiert.
[0028] Erst durch die erfindungsgemße Kombination des durch unterteilt-potentialbeaufschlagte
und gegebenenfalls zusätlich ausgebauchte allgemein zylindrische Hauptablenkplatten
erzeugten Ablenkfeldes mit dem ausreichenden Zugriff eines repulsiven Potentials stirnseitiger
Deckelplatten wird sowohl eine Korrektur des Winkelfehlers als auch eine Fokussierung
senkrecht zur Dispersionsebene und damit eine wesentliche Erhöhung des erfaßbaren
Raumwinkels (in der Terminologie optischer Systeme "höhere Lichtstärke") erzielt.
[0029] Da der quadratische Winkelfehler ein negatives Vorzeichen hat, Strahlen mit größerem
Winkel also zu stark in radialer Richtung abgelenkt werden, wird diese Eliminierung
durch eine zunehmende Abschwächung des Feldes in der Dispersionsebene beiderseits
des Mittelstrahls erreicht. Diese Abschwächung kann analog zur DE-PS 26 20 877 durch
Ausbauchungen der Hauptablenkplatten senkrecht zur Dispersionsebene des Mittelstrahls
erreicht werden (Ausbauchung ohne zerteilte Hauptablenkplatten nicht erfindungsgemäß).
Die notwendige Form und Stärke dieser Ausbauchungen, mit denen gerade eine Eliminierung
des Winkelfehlers zweiter Ordnung in der Dispersionsebene erzielt wird, werden zwechmäßigerweise
durch numerische Simulation der Teilchenbahnen nach bekannten Verfahren ermittelt.
Dies gilt besonders dann, wenn Randfeldstörungen durch metallische Ein- und Ausgangsblenden
vorhanden sind. In analoger Weise wird die geeignete Potentialbeaufschlagung für erfindungsgemäß
zerteilte Hauptablenkplatten ermittelt.
[0030] Die Form der Ausbauchungen der "inneren" sowie der ""äußeren" Hauptablenkplatte ist
prinzipiell unabhängig voneinander ebenso wie deren Verlauf zu den Stirnseiten hin.
Besonders einfach realisierbar ist jedoch eine allseits symmetrische Ausführung dieser
Platten.
[0031] Für die Form und Potentialbeaufschlagung der Hauptablenkplatten gilt folgendes:
Das ideal zylindrische Feld ist das Feld zwischen zwei konzentrischen metallischen
Zylindern mit unbegrenzter Ausdehnung entlang der Zylinderachse. Betrachtet man ein
geladenes Teilchen der Ladung, das sich auf einem Kreis zwischen den Zylindern senkrecht
zur Achse der Zylinder (im folgenden z-Achse genannt) bewegt, so ist seine Energie
Eo durch

gegeben. Dabei ist ΔV die Spannung zwischen den Zylindern, und R2 und R1 sind die
Radien des "äußeren und inneren Zylinders. Teilchen, die an einem Punkt die Kreisbahn
mit dem Radius ro unter einem (kleinen) Winkel α in der Kreisebene (im folgenden r,
θ-Ebene genannt) schneiden, schneiden diese Kreisbahn ein zweites Mal nach einem Ablenkwinkel
von θf=π/√2≈127,3°. Setzt man an die beiden Schnittpunkte Blenden, so kann Energiefilterung
für Teilchen in einem bestimmten Winkelbereich von α erzielt werden. Bezeichnet man
die Abweichung von einem vorgegebenen Sollradius ro an der Eingangsblende mit y1 und
an der Ausgangsblende mit y2, so gilt die Abbildungsgleichung

wobei δ E die Abweichung von der Energie Eo ist. Für kleine Winkel α werden also
Teilchen mit δE=0 perfekt auf die Ausgangsblende abgebildet, wobei die Größe des Bildes
der Eingangsblende gleich der Größe der Eingangsblende selbst ist. Vorteilhafterweise
wird man Eingangs- und Ausgangsblende als Spalt gestalten und die Breiten dieser Spalte
gleich wählen. Die Ausdehnung der Spalte parallel zur Zylinderachse ist, solange diese
nicht zu groß wird (H. Ibach, a.a.O., S. 27 ff.), von untergeordneter Bedeutung für
die Energieauflösung. Wie aus Gleichung (2) leicht ermittelbar, ist die Basisbreite
ΔE
B der transmittierten Energiedurchlaßkurve gegeben durch (H. Ibach, a.a.O., S. 17)

mit α
m dem maximalen Winkel α. Zweckmäßigerweise wird man diesen Winkel α
m auf den Wert begrenzen, bei dem gerade noch Teilchen der Energie Eo durchgelassen
werden. Dafür folgt aus (2)

[0032] Der Ein- und Ausgangsspalt des zylindrischen Deflektors wird zweckmäßigerweise durch
metallische Werkstoffe realisiert, die notwendigerweise Äquipotentialflächen darstellen.
Dadurch wird der Ablenkwinkel, bei dem Winklefokussierung erster Ordnung eintritt,
vermindert.
[0033] Die vorstehend erläuterten Fokussierungseigenschaften setzen nicht unbedingt die
Existenz einer realen Ein- und/oder Ausgangsblende voraus, vielmehr gelten die erläuterten
Bedingungen auch dann, wenn der Deflektor z.B. als Teilelement in einer zusammengesetzten
Anordnung zur Fokussierung geladener Teilchen ohne Zwischenschaltung gesonderter Blenden
vorgesehen wird.
[0034] Die für angemessen -um die Schar der Mittelwertstrahlbahnen herum beiderseits konvex-
ausgebauchte Äquipotentialflächen geeignete Formgebung der Hauptablenkplatten kann
auch mit zylindrischen Hauptablenkplatten angenähert werden, die senkrecht zur z-Achse
jeweils wenigstens drei Abschnitte mit unterschiedlichen Krümmungsradien aufweisen.
Dabei muß die innere zylindrische Ablenkplatte in Richtung der Zylinderachse zu den
Zylinderstirnseiten hin jeweils zunehmende Krümmungsradien aufweisen und die äußere
Hauptablenkplatte abnehmende Krümmungsradien aufweisen. Besonders einfach ist eine
Ausführung, bei der die einzelnen Abschnitte jeweils konstante Radien haben. Die beschriebene
Krümmung der Äquipotentialflächen in der rz-Ebene läßt sich auch dadurch erzielen,
daß man zylindrische Hauptablenkplatten der bekannten Art verwendet, diese jedoch
entlang der z-Achse in wenigstens drei Abschnitte unterteilt und die verschiedenen
Abschnitte mit unterschiedlichen Spannungen beaufschlagt.
[0035] Ganz allgemein ist schließlich auch eine freie Gestaltung der Hauptablenkplatten
möglich, wobei sich die optimale Formgebung ausgehend von einer einfachen geometrischen
Grundform durch numerische Berechnung von Teilchenbahnen nach bekannten Verfahren
ergibt. Eine Möglichkeit, solche optimale Formgebung zu finden, besteht z.B. darin,
daß man die Hauptablenkplatten der gewählten Grundform in den numerischen Rechnungen
in zahlreiche Sektionen unterteilt und dann in der Berechnung der Teilchenbahnen diese
mit verschiedenen Spannungen beaufschlagt. Die für eine korrigierte Fokussierung errechnete
Potentialverteilung an den Plattensektionen liefert eine Schar von Äquipotentialflächen
mit zunehmender Abschwächung des Ablenkfeldes zu den Hauptablenkplatten hin. Wählt
man nun als Form für die Realisierung von metallischen Hauptablenkplatten zwei beliebige
äußere Äquipotentialflächen dieser Äquipotentialflächenschar und beaufschlagt man
diese Hauptablenkplatten mit einer je nach Teilchenart und -energie zu wählenden Spannungsdifferenz,
so resultiert das gewünschte Abbildeverhalten gemäß der Erfindung wie beansprucht.
[0036] Die erwähnte Randabschwächung des Ablenkfeldes in der Dispersionsebene kann auch
durch Ausbauchungen der Zylinderflächen in den Dispersionsebenen verstärkt werden.
Dabei können die Zylinderflächen parallel zur Zylinderachse Abschnitte aufweisen,
deren Krümmungsradien sich voneinander unterschieden.
[0037] Allgemein wird vorzugsweise eine zur mittleren Dispersionsebene spiegelsymmetrische
Kontur der Hauptablenkplatten vorgesehen.
[0038] In Verbindung mit den vorstehenden Eigenheiten kann eine gekrümmte Eingangs- und/oder
Ausgangsblende nützlich sein sowie ggf. gekrümmte Ein- und/oder Ausgangsspalte.
[0039] Nachfolgend wird die Erfindung mehr im einzelnen anhand der beigefügten schematischen
Zeichnungen beschrieben; es zeigen im einzelnen:
- Figur 1
- einen Deflektor mit zwei Hauptablenkplatten und zwei Deckelplatten, Eingangs- und
Ausgangsblen de (kein Ausführungsbeispiel);
- Figur 2
- eine zu Fig. 1 alternative Querschnittsform der Hauptablenkplatten (kein Ausführungsbeispiel);
- Figur 3
- die Querschnittsform einer Annäherung der Ab lenkplatten des 4-Platten-Typs durch
nur 2 Hauptablenkplatten, die der Hüllkurve errechneter Äquipotentialflächen entspricht,
die gemäß Fig. 1 erzielt werden (kein Ausführungsbeispiel);
- Figur 4
- einen Deflektor mit zerteilten Hauptablenkplatten (Ausführungsbeispiel);
- Figur 5
- die Ergebnisse einer numerischen Simulation von Teilchenbahnen in einem Deflektor
gemäß Fig. 1;
- Figur 6
- einen Querschnitt durch einen Deflektor gemäß Fig. 1 mit Äquipotentialflächen;
- Figur 7
- eine numerische Simulation von Teilchenbahnen in einem Deflektor mit gekrümmten Hauptablenkplatten
gemäß DE-PS 26 20 877, aber ohne stirnseitige Deckelplatten;
- Figuren 8a und 8b
- Querschnittsvarianten zu Fig. 2 unterschiedlicher Potentialbeaufschlagung; und
- Figur 9
- eine Deflektor-Variante mit Ausbauchung in der Dispersionsebene (kein Ausführungsbeispiel).
[0040] Bei den gezeigten Beispielen und dem Ausführungsbeispiel bewirken die stirnseitigen
Deckelplatten 1 und 2 durch Anlegen einer geeigneten Spannung im Zusammenwirken mit
den weiteren Hauptablenkplatten 3 und 4 bzw. 5 bis 10 die stigmatische Fokussierung
des Spaltes der Blenden auf den Spalt der Blenden 12. Zur Erzielung eines ausreichenden
Durchgriffs des Feldes der Deckelplatten wird der Abstand zwischen den Hauptablenkplatten
3 und 4 bzw. 5 bis 7 und 8 bis 10 vorzugsweise nicht kleiner als die Hälfte des Abstandes
zwischen den Deckeln 1 und 2 gewählt, um eine stigmatische Fokussierung zu erzielen.
Der Ablenkwinkel in der Dispersionsebene beträgt bei dem Beispiel gemäß Fig. 1 und
dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 145°. Der optimale Wert für den Ablenkwinkel
hängt von dem Verhältnis der Radien der Hauptablenkplatten 3 und 4 bzw. 5 bis 7 und
8 bis 10 ab, sowie ferner von dem Abstand zwischen den Deckelplatten 1 und 2 und muß
durch numerische Simulation ermittelt werden. Die zur Eliminierung des Winkelfehlers
wenigstens zweiter Ordnung notwendige Abschwächung des Ablenkfeldes beiderseits des
Mittelstrahls wird im Ausführungsbeispiel durch die gegenläufige Krümmung der Hauptablenkplatten
3 und 4 senkrecht zur Dispersionsebene erreicht. Die Radien dieser Krümmungen müssen
ebenfalls durch numerische Simulation berechnet werden. Eine vergleichbare Wirkung
kann auch durch eine Segmentierung der Hauptablenkplatten 3 und 4 in je drei Teile
5-7 und 8-10 erreicht werden. Die Segmente müssen dann mit unterschiedlichen Spannungen
beaufschlagt werden, und zwar so, daß die Potentialverteilung ähnlich wie beim Beispiel
in Fig. 1 wird. Ersichtlich wird dazu die Spannung an 8 und 10 negativer als die Spannung
an 9 und die Spannung an 5 und 7 positiver als die Spannung an 6 zu wählen sein. Die
Segmentierung der Hauptablenkplatten hat den Vorteil einer größeren Flexibilität bei
der Einstellung optimaler Fokussierungsbedingungen und der Elimination des Winkelfehlers.
Dem steht als Nachteil eine größere Komplexität der Spannungsversorgung gegenüber.
[0041] Für einen Deflektor gemäß Fig. 1 wurden die Teilchenbahnen (Elektronenbahnen) durch
numerische simulation ermittelt. Fig. 5a zeigt einen Schnitt in der zentralen Dispersionsebene
und Elektronenbahnen, die mit den Winkeln α=-10, -5, 0, +5 und +10 Grad in den Deflektor
eintreten. Fig. 5b zeigt die Projektion der Teilchenbahnen senkrecht zur Dispersionsebene
für die Einschußwinkel β=-2, -1, 0, +1 und +2 Grad. Ersichtlich wird eine Fokussierung
sowohl bezüglich des Winkels α in der Dispersionsebene als auch bezüglich des Winkels
β senkrecht zur Dispersionsebene, also eine stigmatische Abbildung erzielt. In Fig.
5c ist die Austrittsposition als Funktion des Eingangswinkels in der Dispersionsebene
dargestellt. Die Abbildung demonstriert die fast winkelfehlerfreie Abbildung. Die
Form der Äquipotentialflächen, die zu dem in Fig. 5 beschriebenen Ergebnis führen,
ist in einem Querschnitt senkrecht zur Dispersionsebene in Fig. 6 dargestellt. Es
ist offensichtlich, daß die gleichen Abbildungseigenschaften auch zu erzielen sind
mit einer Anordnung von nur zwei Hauptablenkplatten, die in ihrer Formgebung den gezeigten
Äquipotentialflächen entsprechen.
[0042] Fig. 7 zeigt schließlich die Ergebnisse einer numerischen Simulation eines Deflektors
entsprechend DE-PS 26 20 877, d.h., ohne zusätzliche stirnseitige Abdeckplatten. Wie
in Fig. 5 zeigt 7a einen Schnitt in der zentralen Dispersionsebene und Elektronenbahnen,
die mit den Winkeln α=-6, -3, 0, +3 und +6 Grad in den Deflektor eintreten. Fig. 7b
zeigt die Projektion der Elektronenbahnen senkrecht zur Dispersionsebene für Einschußwinkel
β=-2, -1, 0, +1 und +2 Grad. In Fig. 7c ist wieder die Austrittsposition als Funktion
des Eingangswinkels in der Dispersionsebene dargestellt. Ersichtlich gelingt die Winkelfehlereliminierung
nicht ganz so gut wie bei der erfindungsgemäßen Ausführung nach Fig. 1. Auch erzwingt
die Vorschrift für winkelfehlerfreie Abbildung nach DE-PS 26 20 877 ein Verhältnis
der Hauptkrümmungsradien, das näher an 1 liegt als beim erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel.
Dadurch können Deflektoren entsprechend DE-PS 26 20 877 schon aus geometrischen Gründen
keinen größeren Winkel verarbeiten, ohne daß eine Berührung der Hauptablenkplatten
durch die Elektronen eintritt. Wie Fig. 7b zeigt, weist der Deflektor ferner keine
Fokussierung senkrecht zur Dispersionsebene auf.
[0043] Insgesamt weist also der erfindungsgemße Deflektor wie Beansprucht deutliche Vorteile
gegenüber allen bisher bekannten Deflektortypen auf.
[0044] Die gezeigten Anordnungen gemäß Fig. 8 sind symmetrisch konzipiert, und die Radien
der einzelnen Abschnitte sind jeweils abschnittsweise konstant. Das Kreuz markiert
das Zentrum der Teilchenbahnen. Die Deckelplatten 1 und 2 werden auf Potentiale gebracht,
die dem arithmetischen Mittel der an den Hauptablenkplatten 3 und 4 vorgesehenen Potentiale
entsprechen (Fig. 8a) bzw. abweichend davon auf ein negativeres Potential (Fig. 8b).
Die gepunkteten Linien markieren die Äquipotentialflächen.
[0045] Fig. 3 zeigt ein Beispiel, bei dem die innere Hauptablenkplatte 3 und äußere Hauptablenkplatte
4 in ihrer Form zwei in Fig. 8b gezeigten Äquipotentialflächen entsprechen. Bei diesem
Ausführungsbeispiel haben die Hauptablenkplatten in Ebenen senkrecht zur Zeichenebene
jeweils eine konstante Krümmung. Das Kreuz in Fig. 8b markiert das Zentrum der Teilchenbahnen.
Die Äquipotentialflächen sind durch gepunktete Linien markiert.
[0046] Fig. 9 zeigt eine Deflektor-Variante mit Ausbauchung in der Dispersionsebene.
1. Elektrostatischer Deflektor mit einer äußeren Hauptablenkplatte (4) und einer inneren
Hauptablenkplatte (3), die jeweils eine Zylinderfläche eines Zylinder-Sektors in radialem
Abstand zu einer gemeinsamen Zylinderachse bilden und über einen Ablenkwinkel eine
Teilchenbahn seitlich begrenzen, und mit einer ersten Deckelplatte (1) und einer zweiten
Dekkelplatte (2) jeweils zur stirnseitigen Begrenzung der Teilchenbahn, wobei die
Hauptablenkplatten jeweils auf einem Potential liegen, das senkrecht zur Zylinderachse
eine Dispersionsebene eines Teilchenstrahls erzeugt, und die Deckelplatten auf einem
Potential liegen, das auf den Teilchenstrahl repulsiv wirkt, um Teilchen senkrecht
zur Dispersionsebene und auf diese zu fokussieren,
dadurch gekennzeichnet,
daß die innere und äußere Hauptablenkplatte (3, 4) jeweils wenigstens drei Segmente
(5, 6, 7; 8, 9, 10) in Achsenrichtung der Zylinderachse aufweist, die mit unterschiedlicher
Spannung beaufschlagt sind, um einen Winkelfehler wenigstens zweiter Ordnung beiderseits
eines Mittelstrahls des Teilchenstrahls in der Dispersionsebene zu eliminieren, und
daß entweder das Verhältnis des Radialabstands der Hauptablenkplatten (3, 4) bzw.
der Segmente (5, 6, 7; 8, 9, 10) zum Abstand der Deckelplatten (1, 2), oder das Verhältnis
der Ladien der Hauptablenkplatten bzw. der segmente sowie der Abstand der Deckelplatten,
einen optimalen Wert für einen Ablenkwinkel festlegt.
2. Elektrostatischer Deflektor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Segmente (5, 6, 7; 8, 9, 10) der inneren und äußeren Hauptablenkplatte (3,
4) jeweils konvex zur Teilchenbahn ausgebaucht sind.
3. Elektrostatischer Deflektor nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
daß die Segmente (5, 6, 7; 8, 9, 10) der inneren und äußeren Hauptablenkplatten (3,
4) in unterschiedlichem radialen Abstand zur Zylinderachse liegen.
4. Elektrostatischer Deflektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die innere und äußere Hauptablenkplatte (3, 4) eine zum Mittelstrahl in der Dispersionsebene
spiegelsymmetrische Kontur aufweisen.
5. Elektrostatischer Deflektor nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein mittlerer Radialabstand zwischen der inneren und äußeren Hauptablenkplatte
(3, 4) wenigstens gleich einem halben Abstand zwischen den stirnseitigen Deckelplatten
(1, 2) ist.
6. Elektrostatischer Deflektor nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der optimale Wert eines Ablenkwinkels (θ) in einem Bereich von 100° bis 150° liegt.
7. Elektrostatischer Deflektor nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Potentiale der Deckelplatten (1, 2) gleich dem arithmetischen Mittel der Potentiale
der Hauptablenkplatten (3, 4) sind.
8. Elektrostatischer Deflektor nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die äußere Hauptablenkplatte (3) und die innere Hauptablenkplatte (4) jeweils
entlang einer durch ihr jeweiliges Potential erzeugten Äquipotentialfläche verlaufen.
1. Electrostatic deflector having an outer principal deflecting plate (4) and an inner
principal deflecting plate (3), which respectively form a cylinder surface of a cylinder
sector spaced radially apart from a common cylinder axis and laterally delimit a particle
path via a deflection angle, and having a first cover plate (1) and a second cover
plate (2) for respectively delimiting the particle path frontally, the principal deflecting
plates in each case being at a potential that generates a dispersion plane of a particle
beam perpendicularly to the cylinder axis, and the cover plates being at a potential
that has a repelling action on the particle beam, so as to focus particles perpendicularly
to the dispersion plane and onto the latter,
characterised in that the inner and outer principal deflecting plates (3, 4) each
feature at least three segments (5, 6, 7; 8, 9, 10) in the axial direction of the
cylinder axis, which are acted upon by different voltages in order to eliminate an
at least second order angle error on either side of a central beam of the particle
beam in the dispersion plane, and that either the ratio respectively of the radial
spacing of the principal deflecting plates (3, 4) and of the segments (5, 6, 7; 8,
9, 10) to the spacing of the cover plates (1, 2), or the ratio of the radii of the
principal deflecting plates and respectively of the segments and also the spacing
of the cover plates, establishes an optimum value for a deflection angle.
2. Electrostatic deflector according to claim 1,
characterised in that the segments (5, 6, 7; 8, 9, 10) of the inner and outer principal
deflecting plate (3, 4) in each case bulge out convexly in relation to the particle
path.
3. Electrostatic deflector according to claim 1,
characterised in that the segments (5, 6, 7; 8, 9, 10) of the inner and outer principal
deflecting plates (3, 4) are spaced at different radial distances from the cylinder
axis.
4. Electrostatic deflector according to any of claims 1 to 3, characterised in that the
inner and outer principal deflecting plates (3, 4) have a contour that is in mirror
symmetry to the central beam in the dispersion plane.
5. Electrostatic deflector according to any of the preceding claims, characterised in
that a central radial distance between the inner and outer principal deflecting plates
(3, 4) is at least identical to half the distance between the frontal cover plates
(1, 2).
6. Electrostatic deflector according to any of the preceding claims, characterised in
that the optimum value of a deflection angle (θ) lies within a range from 100° to
150°.
7. Electrostatic deflector according to any of the preceding claims, characterised in
that the potentials of the cover plates (1, 2) are identical to the arithmetic mean
of the potentials of the principal deflecting plates (3, 4).
8. Electrostatic deflector according to any of the preceding claims, characterised in
that the outer principal deflecting plate (3) and the inner principal deflecting plate
(4) each run along an equipotential surface generated by their respective potential.
1. Déflecteur électrostatique comprenant une plaque déflectrice principale (4) extérieure
et une plaque déflectrice principale (3) intérieure qui forment, à chaque fois, une
surface cylindrique d'un secteur cylindrique à distance radiale d'un axe cylindrique
commun, et délimitent latéralement une trajectoire de particules par l'intermédiaire
d'un angle de déflexion ; et des première (1) et seconde (2) plaques de recouvrement,
en vue de la délimitation frontale respective de la trajectoire de particules, sachant
que les plaques déflectrices principales sont respectivement affectées à un potentiel
engendrant, perpendiculairement à l'axe cylindrique, un plan de dispersion d'un rayonnement
de particules, et que les plaques de recouvrement sont affectées à un potentiel exerçant
un effet répulsif sur le rayonnement de particules, afin de focaliser des particules
perpendiculairement au plan de dispersion et sur ce dernier,
caractérisé par le fait
que les plaques déflectrices principales (3, 4) intérieure et extérieure comprennent
à chaque fois, dans la direction axiale de l'axe cylindrique, au moins trois segments
(5, 6, 7 ; 8, 9, 10) sollicités par une tension différente en vue d'éliminer une erreur
angulaire au moins du second ordre, de part et d'autre d'un rayonnement central du
rayonnement de particules dans le plan de dispersion ; et par le fait qu'une valeur
optimale d'un angle de déflexion (θ) est fermement établie soit par le rapport entre
l'espacement radial des plaques déflectrices principales (3, 4) ou des segments (5,
6, 7 ; 8, 9, 10) et l'espacement des plaques de recouvrement (1, 2), soit par le rapport
entre les rayons desdites plaques déflectrices principales ou desdits segments, ainsi
que par l'espacement desdites plaques de recouvrement.
2. Déflecteur électrostatique selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que les segments (5, 6, 7 ; 8, 9, 10) des plaques déflectrices principales (3, 4)
intérieure et extérieure accusent, respectivement, un bombement convexe vis-à-vis
de la trajectoire de particules.
3. Déflecteur électrostatique selon la revendication 1,
caractérisé par le fait
que les segments (5, 6, 7 ; 8, 9, 10) des plaques déflectrices principales (3, 4)
intérieure et extérieure se trouvent à une distance radiale différente vis-à-vis de
l'axe cylindrique.
4. Déflecteur électrostatique selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé par le fait
que les plaques déflectrices principales (3, 4) intérieure et extérieure présentent
une configuration spéculaire vis-à-vis du rayonnement central dans le plan de dispersion.
5. Déflecteur électrostatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
qu'un espacement radial moyen, entre les plaques déflectrices principales (3, 4) intérieure
et extérieure, est au moins égal à un demi-espacement entre les plaques frontales
de recouvrement (1, 2).
6. Déflecteur électrostatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
que la valeur optimale d'un angle de déflexion (θ) se situe dans une plage de 100°
à 150°.
7. Déflecteur électrostatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
que les potentiels des plaques de recouvrement (1, 2) sont égaux à la moyenne arithmétique
des potentiels des plaques déflectrices principales (3, 4).
8. Déflecteur électrostatique selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait
que la plaque déflectrice principale (3) extérieure et la plaque déflectrice principale
(4) intérieure s'étendent, à chaque fois, le long d'une surface d'équipotentialité
engendrée par leur potentiel respectif.