[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Reduktion der Antriebsleistung
für einen hydraulischen Aufzug, gemäss dem Oberbegriff der Hauptansprüche 1 und 3.
[0002] Mit dem DE-GM 69 20 658 ist ein hydraulischer Aufzug bekanntgeworden, bei welchem
eine hydraulische Kolben-Zylindereinheit seitlich neben der Aufzugskabine im Schacht
angeordnet ist. Der Zylinder der Kolben-Zylindereinheit ist auf einer Konsole in der
Schachtgrube aufgestellt und weist unter der Konsole eine Seil-Umlenkrolle auf. Am
oberen Ende des Kolbens der Kolben-Zylindereinheit sind zwei weitere Seil-Umlenkrollen
angeordnet. Das eine Ende eines Hubseiles ist im Bereich der Konsole der Kolben-Zylindereinheit
an der Schachtwand fixiert, das andere Ende auf der Gegenseite im oberen Bereich des
Aufzugsschachtes. Das Hubseil verläuft vom unteren Fixpunkt über die erste Umlenkrolle
des Kolbens, über die untere Umlenkrolle des Zylinders, dann über die zweite Umlenkrolle
des Kolbens, über zwei im Bodenbereich der Aufzugskabine angeordnete untere Umlenkrollen
zum oberen Fixpunkt im Schacht. Die Aufzugskabine hängt somit in den unteren Umlenkrollen
der Aufzugskabine in einer nach unten gerichteten Schlaufe des Hubseiles. Durch die
4 : 2 Umhängung des Hubseiles bewegt sich die Aufzugskabine bei der Verschiebung des
Kolbens mit der doppelten Kolbengeschwindigkeit und führt den doppelten Weg des Kolbenweges
aus. Ohne Berücksichtigung der Reibungsverluste entspricht die Druckkraft am Kolben
der Kolben-Zylindereinheit dem doppelten Wert aus dem Gewicht der Aufzugskabine und
der geförderten Hublast.
[0003] Mit der DE-OS 38 36 212 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Leistungsverbesserung
eines motorgesteuerten hydraulischen Aufzuges bekanntgeworden, bei welchem die Fahrgeschwindigkeit
der Aufzugskabine durch Ändern der Drehgeschwindigkeit des die Pumpe antreibenden
Elektromotors gesteuert wird. Die Verbesserung der Leistung und die Verringerung der
Wärmebelastung des Elektromotors wird dadurch erreicht, dass beim Antrieb des Aufzuges
in der Abwärtsrichtung der Öldruck in der Hauptleitung mit Hilfe eines Absenkventils
auf ein vorbestimmtes, konstantes Niveau reduziert wird, wobei das Absenkventil eine
mit einem das Strömungsvolumen durch das Absenkventil steuerndes Druckausgleichsventil
versehene Rückführung zur Hauptleitung aufweist. Während der Abwärtsfahrt wird somit
eine geringere Menge an elektrischer Energie benötigt, wodurch auch die Wärmebelastung
des Elektromotors reduziert wird.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, durch eine vorteilhafte Kombination verschiedener Einrichtungen
die Antriebsleistung und die Betriebskosten für ein hydraulisches Aufzugssystem auf
ein Minimum zu reduzieren.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die in den Hauptansprüchen 1 und 3 gekennzeichnete Erfindung
gelöst.
[0006] Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass durch ein am Kopfende der Kolbenstange angreifendes Gegengewichtssystem, mit
einer Seilumlenkung 2 : 1 und einem Gegengewicht, welches dem Gewicht der Aufzugskabine,
vermehrt um das am häufigsten auftretende Kabinenbelastungsgewicht entspricht, in
den häufigsten Fällen ein Lastenausgleich entsteht, wobei sich eine Einsparung an
Energieverbrauch ergibt. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass durch den, bei der
Aufwärtsbewegung stattfindenden Differentialkreislauf der Fluidströme, die Grösse
der Pumpe auf ein kleineres Fluidvolumen abgestimmt werden kann, wobei kleinere Anschaffungskosten
entstehen und sich eine weitere Einsparung an Energieverbrauch einstellt.
[0007] In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das im
folgenden näher erläutert wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung des Seilverlaufes im Aufzugsschacht in Verbindung mit
einer Aufzugskabine und einer Kolben-Zylindereinheit,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung wie in Fig. 1, zusätzlich mit einer Gegengewichtsanordnung,
- Fig. 3
- einen horizontalen Schnitt durch den Aufzugsschacht mit der Lage der Aufzugskabine,
des Gegengewichtes und der Kolben-Zylindereinheit und
- Fig. 4
- ein Hydraulikschema mit den Hydraulik-Einheiten und den zugehörigen Verbindungsleitungen.
[0008] In den Fig. 1 und 2 ist mit
1 eine Aufzugskabine bezeichnet. Die Aufzugskabine
1 wird mit unten liegenden Umlenkrollen
2 in einer unteren Schlaufe
4 eines Hubseiles
3 getragen. Ein erstes Ende
5 des Hubseiles
3 ist im unteren Bereich
8 eines Schachtes
7, ein zweites Ende
6 des Hubseiles
3 ist im oberen Bereich
9 des Schachtes
7 fixiert. Im unteren Bereich
8 des Schachtes
7 ist der Zylinder
11 einer Kolben-Zylindereinheit
10 auf einer Konsole
12 aufgestellt. An der Konsole
12 ist eine Seil-Umlenkrolle
13 drehbar gelagert. Am Kopfende
16 einer Kolbenstange
15 eines Kolbens
14 der Kolben-Zylindereinheit
10 sind zwei Seil-Umlenkrollen
17, 18 drehbar gelagert. Der Kolben
14 weist auf der Seite der Kolbenstange
15 eine kreisringförmige Druckfläche
19 und auf der Gegenseite eine kreisförmige Druckfläche
20 auf. Das Hubseil
3 verläuft vom ersten fixierten Ende
5 über die erste Seil-Umlenkrolle
17 am Kopfende
16 der Kolbenstange
15, über die Seil-Umlenkrolle
13 der Konsole
12, über die zweite Seil-Umlenkrolle
18 am Kopfende
16 der Kolbenstange
15 und über die beiden an der Aufzugskabine
1 angeordneten Umlenkrollen
2 zum zweiten fixierten Ende
6 im oberen Bereich
9 des Schachtes
7.
[0009] In der Fig. 2 ist in einem Schachtkopf
21 des Schachtes
7 eine Einrichtung
22 für die Aufnahme eines Gegengewichtes
23 festgemacht. Die Einrichtung
22 besteht aus einem Tragbalken
24 mit zwei Auflagerpunkten
25, 26, zwei Seil-Umlenkrollen
27,
28 und einem Fixpunkt
29 für die Befestigung eines Gegengewichtsseiles
30. Am Kopfende
16 der Kolbenstange
15 ist eine dritte Umlenkrolle
31 für die Umlenkung des Gegengewichtsseiles
30 angeordnet.
[0010] In der Fig. 3 ist die Kabine wieder mit
1 bezeichnet. Die Kabine wird durch Kabinenführungen
32 in Führungsschienen
33 im Schacht
7 in senkrechter Richtung geführt und über die Umlenkrollen
2 vom Hubseil
3 getragen. Das Gegengewicht
23 wird durch Gegengewichtsführungen
34 in Führungsschienen
35 in senkrechter Richtung geführt und hängt am Gegengewichtsseil
30. Die Kolben-Zylindereinheit
10 ist seitlich zwischen der Kabine
1 und einer Seitenwand des Schachtes
7 angeordnet und auf dem Schachtgrund auf einer Konsole festgemacht. Am Kopfende
16 der Kolbenstange
15 sind die beiden Umlenkrollen
17, 18 für das Hubseil
3 der Aufzugskabine
1 und die dritte Umlenkrolle
31 für das Gegengewichtsseil
30 angeordnet. Eine Eingangsöffnung
36 der Aufzugskabine
1 wird durch eine Kabinentür
37 und eine Zugangsöffnung
38 zum Schacht
7 wird durch eine Schachttür
39 abgeschlossen.
[0011] Im Hydraulikschema nach Fig. 4 ist mit
41 eine Kolben-Zylindereinheit bezeichnet. Die Kolben-Zylindereinheit
41 besteht aus einem Zylinder
42, einem Kolben
43 und einer Kolbenstange
44. In den Zylinder
42 mündet auf der Seite der Kolbenstange
44 ein Anschluss
45 und auf der Seite des Kolbens
43 ein Anschluss
46 ein.Beim Anschluss
45 schliesst eine mit einem Durchflusskontroll- oder Senkbremsventil
47 verbundene Leitung
45.1 an. Beim Anschluss
46 schliesst eine mit dem Ausgang eines Proportionalwegeventils
48 verbundene Leitung
46.1 an. Das Proportionalwegeventil
48 weist eine Mittelstellung und zwei Arbeitsstellungen
A und
B auf. Das Durchflusskontrollventil
47 ist mit einer Leitung
47.1 ebenfalls direkt mit der Ausgangsseite des Proportionalwegeventils
48 verbunden und über ein federbelastetes Rückschlagventil
49 zusammen mit einer Hauptleitung
50.1 auch mit der Eingangsseite des Proportionalwegeventils
48 verbunden. Eine weitere Verbindungsleitung
48.1 verbindet die Eingangsseite des Proportionalwegeventils
48 über ein federbelastetes Rückschlagventil
51 mit einer Ölwanne
52. An der Aufzugskabine ist ein Tachogenerator
53 angeordnet, welcher die Fahrgeschwindigkeit der Aufzugskabine
1 feststellt und mit einem Geschwindigkeitsregler
54 einer Aufzugssteuerung
60 zusammenarbeitet. Der Geschwindigkeitsregler
54 vergleicht die Istgeschwindigkeit mit dem Sollwert und betätigt über einen ersten
Proportionalverstärker
55 das Proportionalwegeventil
48 bzw. beeinflusst über einen zweiten Proportionalverstärker
55 ein Proportionaldruckbegrenzungsventil
56, um den für eine bestimmte Fahrgeschwindigkeit der Aufzugskabine
1 im Hydraulikkreislauf erforderliche Druck einzuregeln. Das Proportionaldruckbegrenzungsventil
56 ist eingangsseitig mit der Hauptleitung
50.1 und ausgangsseitig mit der Ölwanne
52 verbunden. Die Hauptleitung
50.1 weist ein federbelastetes Rückschlagventil
57 auf und verbindet die Eingangsseite des Proportionalwegeventils
48 mit einem Pumpenaggregat
50, welches aus einer Pumpe
58 und einem Elektromotor
59 besteht.
[0012] Bei einer vorteilhaften Anordnung, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist, wird das Gegengewicht
23 so ausgelegt, dass es das gesamte Gewicht der Aufzugskabine
1 und beispielsweise die halbe Tragkraft der Aufzugskabine
1 ausgleicht. Bei der Seilumlenkung 4 : 2 für die Aufzugskabine
1 und 2 : 1 für das Gegengewicht
23 entspricht die erforderliche Kraft an der Kolbenstange
15 der Kolben-Zylindereinheit
10 :
Bei Leerlast:
Der vollen Tragkraft der Aufzugskabine in Aufwärtsrichtung;
bei Vollast :
Der vollen Tragkraft der Aufzugskabine in Abwärtsrichtung.
[0013] Bei halber Last ergibt sich ein Lastenausgleich, so dass der Kraftaufwand an der
Kolbenstange
15 theoretisch Null wird.
[0014] Je nach Bedarf, kann der Gewichtsausgleich durch das Gegengewicht
23 so abgestimmt werden, dass der Kraftaufwand an der Kolbenstange
15 bei den am häufigsten auftretenden Kabinenbelastungen möglichst klein wird.
[0015] Eine Anordnung in der oben beschriebenen Art ist bei hydraulischen Aufzugsanlagen
dann möglich, wenn der Kolben
43 der Kolben-Zylindereinheit
41 von der Pumpe
58 in beiden Bewegungsrichtungen beaufschlagt wird. Das Ventilsystem gemäss Fig. 4 muss
dabei zwei Volumenströme regeln, einmal vom Pumpenaggregat
50 zur Kolben-Zylindereinheit
41 und einmal von der Kolben-Zylindereinheit
41 zum Pumpenaggregat
50. Während der Abwärtsfahrt fliesst ein Ölstrom von der Pumpe
58 über das in die Stellung
A betätigte Proportionalwegeventil
48 und über das Durchflusskontrollventil
47 auf der Seite der Kolbenstange
44 beim Anschluss
45 in den Zylinder
42. Vom Anschluss
46 auf der Seite des Kolbens
43 fliesst gleichzeitig ein Volumenstrom über das Proportionalwegeventil
48 und über das federbelastete Rückschlagventil
51 zurück zur Ölwanne
52.
[0016] Während der Aufwärtsfahrt fliesst ein erster Volumenstrom von der Pumpe
58 über das in die Stellung
B betätigte Proportionalwegeventils
48 zum Anschluss
46 des Zylinders
42 und gleichzeitig ein zweiter Volumenstrom vom Anschluss
45 des Zylinders
42 über das Durchflusskontrollventil
47 und über das federbelastete Rückschlagventil
49 in die Hauptleitung
50.1 und ebenfalls zum Proportionalwegeventil
48, um gemeinsam mit dem von der Pumpe
58 ausgehenden ersten Volumenstrom beim Anschluss
46 auf der Seite des Kolbens
43 in den Zylinder
42 zu gelangen. Es entsteht somit ein Differentialkreislauf der Ölströme, welcher gestattet,
dass die Grösse der Pumpe nach dem erforderlichen ersten Volumenstrom dimensioniert
werden kann, der der Differenz aus dem Zylindervolumen auf der Seite des Kolbens
43, vermindert um das Zylindervolumen auf der Seite der Kolbenstange
44 entspricht, bzw. nach dem Volumenstrom, welcher dem Zylindervolumen auf der Seite
der der Kolbenstange entspricht, falls dieser grösser ist als der erstgenannte.
[0017] Der Geschwindigkeitsregler
54 und das Proportionaldruckbegrenzungsventil
56 haben die Aufgabe, im Hydraulikkreislauf laufend den für eine gewünschte Fahrgeschwindigkeit
der Aufzugskabine
1 erforderliche Druck einzuregeln. Die Nenngeschwindigkeit der Aufzugskabine
1 ist direkt abhängig von der Volumenstromgeschwindigkeit, sie kann nie höher werden
als die sich aus dem maximal möglichen Pumpenvolumenstrom ergebende Nenngeschwindigkeit.
Das Durchflusskontrollventil
47 unterbricht den Volumenstrom von der Kolben-Zylindereinheit
41 leckfrei. Im vorliegenden Beispiel ist das Durchflusskontrollventil
47 nur auf der Kolbenstangenseite vorgesehen, weil während der Wartezeit zwischen zwei
Aufzugsbewegungen die Aufzugskabine
1 normalerweise leer ist, so dass der Druck auf der Kolbenstangenseite ansteht. Ein
zusätzliches Durchflusskontrollventil
47 auf der gegenüberliegenden Kolbenseite ist dann sinnvoll, wenn die Leckage des Proportionalwegeventils
48 während des Beladevorganges zu gross ist.
1. Verfahren zur Reduktion der Antriebsleistung für einen hydraulischen Aufzug, bei dem
eine Aufzugskabine (1) zur Aufnahme von Personen und/oder Lasten, und eine Kolben-Zylindereinheit (10, 41) durch Seilumlenkungen im Verhältnis 2 : 4 miteinander verbunden sind und bei dem
die Auf- und Abwärtsbewegung der Aufzugskabine (1) entsprechend der Fluidzufuhr oder -abfuhr zu dem oder von dem Zylinder (11, 42) der Kolben-Zylindereinheit (10, 41) erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Kolben (14, 43) der Kolben-Zylindereinheit (10, 41) durch ein Gegengewicht antriebsunterstützt wird,
dass ein Zylinder (11, 41) der Kolben-Zylindereinheit (10, 41) für beide Bewegungsrichtungen durch eine Pumpe (57) beaufschlagt wird, und
dass bei der Aufwärtsbewegung ein Differentialkreislauf der Fluidströme von der Pumpe
(57) zur Kolbenseite des Zylinders (11, 42) und gleichzeitig von der Kolbenstangenseite des Zylinders (11, 42) zurück zur Kolbenseite des Zylinders (11, 42) der Kolben-Zylindereinheit (10, 41) stattfindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei der Aufwärts- und bei der Abwärtsbewegung ein durch einen Soll- Istwertvergleich
geregeltes Proportionaldruckbegrenzungsventil (49) der der gewünschten Fahrgeschwindigkeit der Aufzugskabine (1) entsprechender Druck im Hydraulikkreislauf eingestellt wird.
3. Hydraulischer Aufzug zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 oder
2, mit einer seitlich neben der Aufzugskabine (1) in einem Schacht (7) angeordneten hydraulischen Kolben-Zylindereinheit (10), wobei die Aufzugskabine (1) durch ein an einem Fixpunkt im oberen Teil des Schachtes (7) festgemachten und über eine erste am Kopfende (16) einer Kolbenstange (15) der Kolben-Zylindereinheit angeordnete Umlenkrolle (17) gelegtes Hubseil (3) von zwei unter der Aufzugskabine (1) angeordneten Umlenkrollen (2) getragen ist und das Hubseil (3) von der ersten Umlenkrolle (17) am Kopfende (16) der Kolbenstange (15) über eine Umlenkrolle (13) am Schachtgrund und über eine zweite Umlenkrolle (18) am Kopfende (16) der Kolbenstange (15) geführt und an einem Fixpunkt am Grund des Schachtes (7) festgemacht ist und eine Seil-Übersetzung zwischen der Aufzugskabine (1) und der Kolben-Zylindereinheit (10) von 2 : 4 entsteht,
dadurch gekennzeichnet,
dass am Kopfende (16) der Kolbenstange (15) eine dritte Umlenkrolle (31) drehbar angeordnet ist, welche ein in einem Schachtkopf (21) des Schachtes (7) fixiertes und ein Gegengewicht (23) tragendes und um mindestens eine im Schachtkopf (21) drehbar angeordnete Umlenkrolle (27, 28) gelegtes Gegengewichtsseil aufnimmt, wobei eine Seil-Übersetzung zwischen dem Gegengewicht
(23) und der Kolben-Zylindereinheit (10) von 1 : 2 entsteht,
dass eine Hauptleitung (50.1) der Pumpe (57) mit der Eingangsseite eines Proportionalwegeventil (48) verbunden ist,
dass das Proportionalwegeventil (48) ausgangsseitig mit einer Leitung (46.1) mit dem Zylinder (42) der Kolben-Zylindereinheit (41), auf der Seite des Kolbens (43) bzw. mit einer Leitung (47.1) über ein Durchflusskontrollventil (47) und über eine weitere Leitung (45.1) mit dem Zylinder (42), auf der Seite der Kolbenstange (44) verbunden ist, und dass die Leitung (47.1) zwischen der Ausgangsseite des Proportionalwegeventils (48) und dem Durchflusskontrollventil (47) über ein federbelastetes Rückschlagventil (49) eine Abzweigung zur Hauptleitung (50.1) aufweist.
4. Hydraulischer Aufzug nach Anspruch 3
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gegengewicht (23) das Gewicht der Aufzugskabine (1), vermehrt um das Gewicht, welches der Hälfte der Tragkraft der Aufzugskabine (1) entspricht, aufweist.
5. Hydraulischer Aufzug nach Anspruch 3
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gegengewicht (23) das Gewicht der Aufzugskabine (1) vermehrt um das Gewicht, welches der am häufigsten auftretenden Kabinenbelastung
entspricht, aufweist.
6. Hydraulischer Aufzug nach Anspruch 3
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fläche der kreisförmigen Druckfläche (20) des Kolbens (14) doppelt so gross ist, wie die Fläche der kreisringförmigen Druckfläche (19) auf der Seite der Kolbenstange (15) der Kolben-Zylindereinheit (10).