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(11) |
EP 0 556 478 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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27.01.1999 Patentblatt 1999/04 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.04.1996 Patentblatt 1996/14 |
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Anmeldetag: 17.12.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: H01H 33/24 |
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Trennschalter für eine metallgekapselte gasisolierte Hochspannungsanlage
Disconnecting switch for a metal-sheathed gas-insulated high-tension installation
Interrupteur-séparateur pour une installation de haute tension blindée de métal à
isolation de gaz
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
15.02.1992 DE 4204529
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.08.1993 Patentblatt 1993/34 |
| (73) |
Patentinhaber: ASEA BROWN BOVERI AG |
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5400 Baden (CH) |
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Erfinder: |
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- Dunz, Thomas, Dr.
CH-5413 Birmenstorf (CH)
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| (74) |
Vertreter: Kaiser, Helmut, Dr. et al |
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Asea Brown Boveri AG
Immaterialgüterrecht (TEI)
Haselstrasse 16/699 5401 Baden 5401 Baden (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 046 303 DE-A- 2 215 656 DE-A- 3 344 179 US-A- 4 403 125
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DE-A- 2 208 033 DE-A- 2 704 389 US-A- 4 296 288
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TECHNISCHES GEBIET
[0001] Bei der Erfindung wird ausgegangen von einem Trennschalter für eine metallgekapselte
gasisolierte Hochspannungsanlage nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
STAND DER TECHNIK
[0002] Trennschalter für metallgekapselte gasisolierte Hochspannungsanlagen sollten derart
ausgebildet sein, dass Vor zündungen während eines Schaltvorganges nicht zu Querdurchschlägen
und damit zu Kurzschlüssen mit der Metallkapselung führen. Die Ursache für Querdurchschläge
liegt in der statistisch bedingten räumlichen Aufweitung einer Leaderentladung während
der Vorzündphase und dem anschliessenden Umschlagen der ursprünglich dominant axialen
Verteilung des elektrischen Feldes in eine dominant radiale Feldverteilung, nachdem
die von einem der beiden Schaltstücke ausgehende Leaderentladung das Gegenschaltstück
erreicht hat.
[0003] Ein Trennschalter der eingangs genannten Art ist in DE 27 04 389 C3 beschrieben.
Dieser Trennschalter weist einen hohl ausgebildeten beweglichen Schaltstift sowie
ein den Schaltstift gleitend umfassendes Isolierstoffrohr auf, welches beim Einschalten
die von zwei Abschirmelektroden begrenzte Trennstrecke des Schalters lichtbogenundurchlässig
überbrückt. Ein beim Einschalten aufgrund eines Vorüberschlags entstehender Lichtbogen
wird innerhalb des Kontaktsystems gefangen, so dass ein Auswandern des Lichtbogens
auch bei längerer Brenndauer von mehreren Sekunden mit Sicherheit vermieden wird.
Das Isolierrohr ist hierbei dielektrisch hoch belastet.
[0004] Ein weiterer Trennschalter für eine metallgekapselte gasisolierte Schaltanlage ist
aus DE 33 44 179 Al bekannt. Der bekannte Trennschalter weist grossflächige und in
radialer Richtung sehr ausgedehnte Abschirmelektroden auf. Hierdurch wird ein intensiver
Durchgriff der radialen Komponente des herrschenden elektrischen Feldes in den Bereich
unterdrückt, in dem sich ein bei einem Schaltvorgang eingeleiteter Leader aufweitet.
Da jedoch die in der Hochspannunganlage geforderten Spannungen zwischen den Abschirmelektroden
und der geerdeten Metallkapselung gehalten werden müssen, bedingt der bekannte Trennschalter
zwangsläufig auch grosse und daher unwirtschaftliche Abmessungen der Metallkapselung.
[0005] Ein weiterer metallgekapselter, gasisolierter Trennschalter ist in der Betriebsanleitung
zum Lasttrennschalter 8D.2 der Fa. Siemens Aktiengesellschaft (Bestell-Nr. SW 8414a)
angegeben. Dieser Schalter weist einen hohlen, beweglichen Schaltstift auf, welcher
mit einem hohlen, feststehenden Schaltstück zusammenwirkt. Das freie Ende des feststehenden
Schaltstücks ist von einer Isolierkappe umfasst.
[0006] In der Betriebsanleitung zur metallgekapselten, gasisolierten Schaltanlage 8DP3 der
Fa. Siemens Aktiengesellschaft (Bestell-Nr. SW 8713B) ist ein Erdungsschalter beschrieben,
bei dem ein mit einem hohlen Erderstift zusammenwirkender Erdungskontakt von einer
auf einem Metallgehäuse befestigten Isolierkappe umgeben ist. Die Isolierkappe verhindert
ein Überschlagen von Lichtbögen zu anderen Teilen der Strombahn.
[0007] Eine in EP 0 046 303 A2 beschriebene Schaltzelle weist einen fahrbaren Leistungsschalter
und einen beim Ausfahren des Leistungsschalters sich öffnenden Trennschalter auf.
Ein feststehender Kontaktstift des Trennschalters ist am Boden eines topfförmig ausgebildeten
Isolators angeordnet. Bei geöffnetem Trennschalter ist der Isolator mit einer als
Berührungsschutz wirkenden, geerdeten Platte abgeschlossen. Ein über den Kontaktstift
vorstehender und mit dem Kontaktstift elektrisch leitend verbundener Ring, welcher
aus isolierstoffbeschichtetem Metall, mit Widerstandsmaterial (spezifischer Widerstand
von 10
3 bis 10
5 Ωcm) beschichtetem Isolierstoff oder aus dem Widerstandsmaterial gebildet sein kann,
vergleichmässigt die elektrische Feldstärke und reduziert die Überschlagspannung zwischen
der geerdeten Platte und dem Kontaktstift.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0008] Die Erfindung, wie sie im Patentanspruch 1 definiert ist, löst die Aufgabe, einen
Trennschalter der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem trotz geringer Abmessungen
in radialer Richtung unerwünschte Querdurchschlägen mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit
vermieden werden.
[0009] Der Trennschalter nach der Erfindung weist eine Trennergeometrie auf, in der die
räumliche Aufweitung der Leaderentladung reduziert und der Leader auf achsnahe Bereiche
konzentriert wird. Daher besteht nur noch ein vergleichsweise geringes Restrisiko,
dass sich eine in radialer Richtung erstreckte und einen Querdurchschlag einleitende
Leaderverzweigung ausbilden kann. Entsprechend sind bei vergleichbarem Restrisiko
ausladende Abschirmelektroden überflüssig und damit auch kleinere Abmessungen der
Metallkapselung realisierbar.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt
die einzige Figur eine Ausführungsform des Trennschalters nach der Erfindung, bei
der in der linken Hätfte der Trennschalter im Einschaltzustand und in der rechten
Hälfte während des Ausschaltens dargestellt ist.
WEG ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0011] Der in der einzigen Figur dargestellte Trennschalter weist eine rohrförmige und mit
einem Isoliergas, wie beispielsweise SF
6 von bis zu einigen Bar Druck, gefüllte und auf Erdpotential befindliche Metallkapselung
1 mit einer Rohrachse 2 auf. In der Metallkapselung 1 sind zwei im wesentlichen zylindersymmetrisch
ausgebildete und längs der Achse 2 relativ zueinander bewegliche Schaltstücke 3, 4
vorgesehen. Beide Schaltstücke 3, 4 sind an nicht dargestellten Isolatoren gehalten
und weisen jeweils eine Abschirmelektrode 5, 6 auf.
[0012] Das Schaltstück 3 ist feststehend angeordnet und enthält neben der Abschirmelektrode
5 eine stiffförmig ausgebildete und längs der Achse 2 erstreckte Vorzündelektrode
7. Am freien, dem Schaltstück 4 zugewandten Ende weist die Vorzündelektrode 7 ein
Kontaktteil 8 auf, welches vorteilhafterweise aus einem für elektrische Widerstände
geeigneten Werkstoff besteht. Die Abschirmelektrode 5 umgibt die Vorzündelektrode
7 unter Bildung eines hohlzylindrischen Zwischenraums 9 konzentrisch und ist in axialer
Richtung etwa ebensoweit erstreckt wie die Vorzündelektrode 7. Auf der den Zwischenraum
9 radial nach aussen begrenzenden Innenfläche der Abschirmelektrode 5 sind Kontaktelemente
10 befestigt.
[0013] Das Schaltstück 4 weist überwiegend beweglich angeordnete Teile auf. So enthält es
einen von einem nicht dargestellten Antrieb in axialer Richtung verschieblichen, rohrförmigen
Kontaktträger 11, an dessen dem Schaltstück 3 zugewandten Ende eine Vorzündelektrode
12 befestigt ist. Der Kontaktträger 11 ist durch die feststehend und konzentrisch
angeordnete Abschirmelektrode 6 geführt Auf der dem Kontaktträger 11 zugewandten Innenfläche
trägt die Abschirmelektrode 6 Kontaktelemente 13, welche in gleitender Weise auf dem
Kontaktträger 11 aufliegen. Die Vorzündelektrode 12 weist ein hohlzylindrisch ausgebildetes
Kontaktteil 14 auf sowie einen dieses Kontaktteil konzentrisch umgebenden und der
Halterung einer Isolierhülse 15 dienenden Wulst 16.
[0014] Die Isolierhülse 15 besteht im wesentlichen aus einem Werkstoff mit hoher Dielektrizitätskonstanten
und überragt in axialer Richtung das freie Ende der Vorzündelektrode 12 verglichen
mit dem Abstand zwischen den Vorzündelektroden 7, 12 bei geöffnetem Schalter geringfügig,
mindestens aber um einige Millimeter. Die Dielektrizitätskonstante der Isolierhülse
15 ist im allgemeinen grösser 10, vorteilhafterweise grösser 30.
[0015] Neben der Vorzündelektrode 7 kann auch die Vorzündelektrode 12 aus einem für elektrische
Widerstände bestimmten Werkstoff gebildet sein. Der Widerstandswerkstoff ist mit Vorteil
ein elektrisch leitender Kunststoff. Dieser Kunststoff kann ebenso wie der Werkstoff
für die Isolierhülse ein gefülltes Polymer sein. Enthalten der Werkstoff der Vorzündelektrode
12 und der Isolierhülse 15 das gleiche Polymer, so wird eine besonders feste mechanische
Verbindung zwischen dem Wulst 16 der Vorzündelektrode 12 und der Isolierhülse 15 erreicht
und wird auch beim Auftreten grosser mechanischer Kräfte eine unerwünschte dielektrisch
relevante Beschädigung an der Grenzfläche von Wulst 16 und Isolierhülse 15 mit Sicherheit
vermieden.
[0016] Als Polymer für den Werkstoff der Vorzündelektrode 7 und/oder der Vorzündelektrode
12 und der Isolierhülse 15 geeignet sind vor allem Duromere, wie insbesondere Epoxide
und Polyester, sowie auch bestimmte Elastomere und Thermoplaste. Als Füllmaterial
für den Werkstoff der Isolierhülse besonders zu empfehlen sind Titanate, wie etwa
Bariumtitanat, und/oder Titandioxid. Der Füllstoff der Vorzündelektroden 7 und/oder
12 kann von elektrisch leitenden Partikeln, wie insbesondere Graphit, Metallpulver,
und/oder von leitfähig beschichteten, keramischen Pulvern gebildet sein. Der Füllstoffanteil
an elektrisch leitfähigem Material sollte hierbei zweckmässigerweise so gross sein,
dass der spezifische Widerstand des Werkstoffs höchstens 10
12 Ωm beträgt. Ein besonders geeigneter Werkstoff enthält als Füllstofl feinkörniges
Keramikpulver auf der Basis von beispielsweise Quarz oder Aluminiumoxid mit Teilchengrössen
von typischerweise einigen µm. Die Pulverteilchen sind mit einer etwa durch Pyrolisieren
aufgebrachten leitfähigen Schicht aus beispielsweise Kohlenstoff und/oder Nickel versehen.
Ausreichend sind Werkstoffe, die nach dem Aushärten einen spezifischen Widerstand
von 10
10 - 10
12 Ωm aufweisen. Dies kann mit einem beispielsweise 5 - 10 %igen Anteil an leitfähigem
beschichtetem Aluminiumoxid am verbleibenden - beispielsweise ebenfalls Aluminiumoxid
aufweisenden - Teil des Füllmaterials des Werkstoffs erreicht werden.
[0017] Der Trennschalter nach der Erfindung wirkt wie folgt: Beim Einschalten soll der Trennschalter
in die in der Figur in der linken Hälfte dargestellte Postion gebracht werden. In
dieser Position ist der Kontaktträger 11 und damit auch die Vorzündelektrode 12 in
den von der Abschirmelektrode 5 und der Vorzündelektrode 7 gebildeten Zwischenraum
9 eingefahren. Strom fliesst in dieser Position von der Abschirmelektrode 5, über
die Kontaktelemente 10, den Kontaktträger 11 und die Kontaktelemente 13 zur Abschirmelektrode
6.
[0018] Beim Einschatvorgang wird das bewegliche Schaltstück 4 vom nicht dargestellten Antrieb
aus der Ausschaltposition des Trennschalters nach oben in die in der Figur in der
rechten Hälfte dargestellte Postion geführt. In dieser Position sind die beiden Schaltstücke
3, 4 bereits so nahe aneinander gerückt, dass sich am Kontaktteil 14 der Vorzündelektrode
12 ein Leader 17 ausbilden kann. Bedingt durch die hohlzylindrische Ausbildung des
Kontaktteils 14 sowie durch die geeignete Anordnung und Bemessung der Isolierhülse
15 ist am Ort des Leaderansatzes die elektrische Feldstärke E dort nicht nur am grössten,
sondern weist auch eine radial nach innen gerichtete Komponente auf. Hierdurch wird
eine Aufweitung des Leaders 17 weitgehend vermieden und der Leader 17 im wesentlichen
auf die Achse 2 orientiert.
[0019] Von entscheidendem Einfluss ist hierbei die Grösse der Dielektrizitätskonstanten
des Werkstoffes der Isolierhülse 15. Bereits mit einer Dielektrizitätskonstanten grösser
10 wird eine den Leader 17 spürbar nach innen orientierende Beeinflussung des elektrischen
Feldes auf die Rohrachse 2 erreicht. Mit einer Dielektrizitätskonstanten von ca. 30
kann der Leader 17 bereits soweit eingeengt werden, dass die nachfolgende Leaderentladung
mit sehr grosser Sicherheit auf der radial abgeschirmten Vorzündelektrode 7 eingefangen
wird. Das elektrische Feld vor der Vorzündelektrode 7 ist durch deren stiftförmige
Ausbildung derart beeinflusst, dass die Leaderentladung mit grosser statistischer
Wahrscheinlichkeit darauf endet. Zufällige Einschläge auf der Abschirmelektrode 5
werden so ganz wesentlich unterdrückt. Hierdurch wird die räumliche Leaderaufweitung
zusätzlich begrenzt und werden Oberflächenbeschädigungen der Abschirmelektroden 5,
6 vermieden. Das Ausbruchsrisiko des Leaders 17 zum radialen Querdurchschlag wird
so ganz erheblich reduziert und die Langzeitstabilität des dielektrischen Trennerverhaltens
erhöht.
[0020] Die zwischen den Vorzündelektroden 7 und 12 gezündete Leaderentladung führt unter
normalen Betriebsbedingungen der den Trennschalter enthaltenden Hochspannungsanlage
zu isolationstechnisch unerwünschten Wanderwellen. Solche Wanderwellen werden dadurch
weitgehend unterdrückt, dass mindestens eines beider Kontaktteile 8, 14 aus einem
für elektrische Widerstände geeigneten Werkstoff gebildet ist. Von besonderem Vorteil
ist es hierbei, wenn die gesamte Vorzündelektrode 12 aus einem elektrisch leiffähigen
Kunststoff, insbesondere auf der Basis eines gefüllten Polymers besteht, da dann die
Isolierhülse 15 in besonders vorteilhafter Weise an der Vorzündelektrode 12 befestigt
werden kann.
1. Trennschalter für eine metallgekapselte gasisolierte Hochspannungsanlage mit zwei
auf einer Achse (2) relativ zueinander beweglichen und jeweils mit einer Abschirmelektrode
(5, 6) versehenen Schaltstücken (3, 4), welche jeweils eine bei einem Schaltvorgang
auf der Achse (2) gehaltene Vorzündelektrode (7, 12) aufweisen, wobei die an einem
ersten (4) beider Schaltstücke (3, 4) vorgesehene Vorzündelektrode (12) axial verschieblich
angeordnet und hohlzylindrisch ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein hohlzylindrisch
ausgebildetes Kontaktteil (14) der am ersten Schaltstück (4) vorgesehenen Vorzündelektrode
(12) konzentrisch umgeben ist von einer am freien Ende des ersten Schaltstückes (4)
befestigten Isolierhülse (15) aus einem Werkstoff mit einer Dielektrizitätskonstanten
grösser 10, welche verglichen mit dem Abstand zwischen den Vorzündelektroden (7, 12)
bei geöffnetem Schalter geringfügig das Kontaktteil (14) überragt.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das Kontaktteil (14)
der am ersten Schaltstück (4) vorgesehenen Vorzündelektrode (12) oder ein am freien
Ende der Vorzündelektrode (7) eines zweiten (3) der beiden Schaltstücke (3, 4) angeordnetes
Kontaktteil (8) aus einem für elektrische Widerstände geeigneten Werkstoff gebildet
ist.
3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstandswerkstoff elektrisch
leitender Kunststoff ist.
4. Schalter nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff
mindestens einer der beiden Vorzündelektroden (7, 12) und der Isolierhülse (15) ein
gefülltes Polymer ist.
5. Schalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkstoff der mindestens
einen Vorzündelektrode (7, 12) und der Isolierhülse (15) das gleiche Polymer aufweisen.
6. Schalter nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens
eine Vorzündelektrode (7, 12) einen ihr Kontaktteil (8, 14) konzentrisch umgebenden
und der Halterung der Isolierhülse (15) dienenden Wulst (16) aufweist.
7. Schalter nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff
der Isolierhülse (15) mindestens ein Titanat und/oder Titandioxid enthält.
8. Schalter nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff
der mindestens einen Vorzündelektrode (7, 12) elektrisch leitende Partikel und/oder
ein leitfähig beschichtetes, keramisches Pulver enthält.
1. Disconnector for a metal-encapsulated gas-insulated high-voltage installation having
two contact members (3, 4) which can move relative to one another on an axis (2),
are each provided with a screening electrode (5, 6) and each have a pre-arcing electrode
(7, 12) which is held on the axis (2) during a switching process, the pre-arcing electrode
(12) which is provided on a first (4) of the two contact members (3, 4) being arranged
such that it can move axially and being of hollow-cylindrical design, characterized
in that a contact part (14), of hollow-cylindrical design, of the pre-arcing electrode
(12), which is provided on the first contact member (4), is concentrically surrounded
by an insulating sleeve (15) which is attached to the free end of the first contact
member (4), is made of a material with a dielectric constant greater than 10 and projects
slightly beyond the contact part (14) compared with the distance between the pre-arcing
electrodes (7, 12) when the disconnector is open.
2. Disconnector according to Claim 1, characterized in that at least the contact part
(14) of that pre-arcing electrode (12) which is provided on the first contact member
(4), or a contact part (8) which is arranged at the free end of the pre-arcing electrode
(7) of a second (3) of the two contact members (3, 4) is formed from a material which
is suitable for electrical resistors.
3. Disconnector according to Claim 2, characterized in that the resistance material is
electrically conductive plastic.
4. Disconnector according to one of Claims 2 or 3, characterized in that the material
of at least one of the two pre-arcing electrodes (7, 12) and of the insulating sleeve
(15) is a filled polymer.
5. Disconnector according to Claim 4, characterized in that the material of the at least
one pre-arcing electrode (7, 12) and of the insulating sleeve (15) has the same polymer.
6. Disconnector according to one of Claims 4 or 5, characterized in that the at least
one pre-arcing electrode (7, 12) has a bead (16) which concentrically surrounds its
contact part (8, 14) end is used for retention of the insulating sleeve (15).
7. Disconnector according to one of Claims 4 to 6, characterized in that the filler of
the insulating sleeve (15) contains at least one titanate and/or titanium-dioxide.
8. Disconnector according to one of Claims 4 to 7, characterized in that the filler of
the at least one pre-arcing electrode (7, 12) contains electrically conductive particles
and/or a conductively coated ceramic powder.
1. Sectionneur pour un équipement à haute tension en boîtier métallique à isolement gazeux
comportant deux éléments de commutation (3, 4) mobiles l'un par rapport à l'autre
sur un axe (2) et chacun muni d'une électrode de blindage (5, 6), lesquels présentent
chacun une électrode de préamorçage (7, 12) maintenue sur l'axe (2) pendant une opération
de commutation, l'électrode de préamorçage (12) prévue sur un premier (4) des deux
éléments de commutation (3, 4) étant disposée de manière à pouvoir coulisser dans
le sens axial et a une forme cylindrique creuse, caractérisé par la fait qu'une pièce
de contact (14) de forme cylindrique creuse de l'électrode de préamorçage (12) prévue
sur le premier élément de commutation (4) est entourée de manière concentrique par
une douille isolante (15) en un matériau ayant une constante diélectrique supérieure
à 10 qui est fixée sur l'extrémité libre du premier élément de commutation (4) et
qui dépasse de la pièce de contact (14), faiblement par rapport à l'écart entre les
électrodes de préamorçage (7, 12), lorsque le sectionneur est ouvert.
2. Sectionneur selon la revendication 1, caractérisé par le fait qu'au moins la pièce
de contact (14) de l'électrode de préamorçage (12) prévue sur le premier élément de
commutation (4) ou une pièce de contact (8) montée sur l'extrémité libre de la deuxième
électrode de préamorçage (7) d'un deuxième (3) des deux éléments de contact (3, 4)
est réalisée dans un matériau convenant aux résistances électriques.
3. Sectionneur selon la revendication 2, caractérisé par le fait que le matériau résistif
est un plastique conducteur d'électricité.
4. Sectionneur selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé par le fait que le
matériau d'au moins l'une des deux électrodes de préamorçage (7, 12) et de la douille
isolante (15) est un polymère rempli.
5. Sectionneur selon la revendication 4, caractérisé par le fait que les matériaux de
l'au moins une électrode de préamorçage (7, 12) et de la douille isolante (15) contiennent
le même polymère.
6. Sectionneur selon l'une des revendications 4 ou 5, caractérisé par le fait que l'au
moins une électrode de préamorçage (7, 12) présente un talon (16) qui entoure sa pièce
de contact (8, 14) de manière concentrique et qui sert au maintien de la douille isolante
(15).
7. Sectionneur selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé par le fait que la masse
de remplissage de la douille isolante (15) contient au moins un titanate et/ou un
dioxyde de titane.
8. Sectionneur selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisé par le fait que la masse
de remplissage de l'au moins une des électrodes de préamorçage (7, 12) contient des
particules conductrices d'électricité et/ou une poudre céramique enduite d'un conducteur
d'électricité.
