[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Greifer für eine Fördereinrichtung zum Fördern
von ein- oder mehrblättrigen Druckereierzeugnissen, wie Zeitungen, Zeitschriften und
Teilen hievon gemäss Anspruch 1, der gegenüber bekannten Greifern dieser Art, wie
sie zum Beispiel in der DE-A-31 02 242 (und der entspechenden US-A-4,381,056) sowie
der EP-A-0 330 868 (und der entsprechenden US-A-4,953,847) beschrieben sind, leichter
und einfacher im Aufbau ist und ohne Modifikationen für die verschiedensten Einsatzzwecke
verwendet werden kann.
[0002] Bevorzugte Weiterausgestaltungen der erfindungsgemässen Greifer sind in den abhängigen
Ansprüchen umschrieben.
[0003] Im folgenden werden Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
- Figur 1
- in Seitenansicht eine Fördereinrichtung zum Wegführen von Druckereierzeugnissen im
Uebernahmebereich,
- Fig. 2 u. 3
- einen Greifer der Fördereinrichtung gemäss Figur 1 im offenen bzw. geschlossenen Zustand,
- Fig.4
- eine Greifer gemäss den Figuren 2 und 3 in Draufsicht und teilweise im Schnitt entlang
der Linie IV -IV in Figur 5,
- Fig.5
- einen Schnitt entlang der Linie V - V in Fig. 4,
- Fig.6
- eine Seitenansicht des Greifers in Richtung des Pfeiles A in Figur 4,
- Fig. 7 u.8
- in einer den Figuren 2 und 3 entsprechenden Darstellung einen Greifer in einer anderen
Schwenklage im offenen bzw. geschlossenen Zustand, und
- Fig. 9-12
- verschiedene Fördereinrichtungen mit unterschiedlicher Anordnung der Greifer.
[0004] In der Figur 1 ist der Uebernahmebereich einer Fördereinrichtung 1 gezeigt, die Greifer
2 aufweist, die in regelmässigen Abständen an einer nicht gezeigten, in einem Kettenkanal
3 geführten endlosen Gliederkette befestigt sind. Letztere wird im Uebernahmebereich
über ein Umlenkrad 4 geführt. Die Greifer 2 bewegen sich in Richtung des Pfeiles B
entlang einer geschlossenen Umlaufbahn.
[0005] Jeder Greifer 2, deren Aufbau und Funktionsweise anhand der Figuren 2-6 näher beschrieben
werden wird, weist einen ersten Greiferteil 5 und einen zweten Greiferteil 6 auf.
Im geöffneten Zustand der Greifer 2 legen die beiden Greiferteile 5,6 eine Greiferöffnung
7 fest, die bei der Fördereinrichtung gemäss Figur 1 bezüglich der Förderrichtung
B nach hinten weist.
[0006] Jeder Greifer 2 erfasst ein Druckereierzeugnis 8 an dessen vorlaufenden Kante 8a
(Falzkante). Die Druckereierzeugnisse 8 werden in an sich bekannter Weise in einer
Schuppenformation S durch einen Bandförderer 9 in Richtung des Pfeiles C zugeführt.
Wie aus Figur 1 ersichtlich ist liegt in dieser Schuppenformation S jedes Druckereierzeugnis
auf dem vorauslaufenden Druckereierzeugnis 8 auf. Auf den durch den Bandförderer 9
zugeführten Druckereierzeugnissen 8 liegt lose eine Druckrolle 10 auf.
[0007] Anhand der Figuren 2-4 wird nun im folgenden der Aufbau der Greifer 2 näher erläutert.
[0008] Der zweite Greiferteil 6 ist einstückig mit einem Tragteil 11 ausgebildet, der verschwenkbar
auf einer Welle 12 gelagert ist, deren Längsachse mit 12' bezeichnet ist. Wie insbesondere
aus den Figuren 5 und 6 hervorgeht, ist diese Welle 12 mit Längsnuten versehen. Die
Welle 12 ist drehbar in einer im Querschnitt U-förmigen Halterung 13 gelagert, die
an einer Gliederkette 13 befestigt ist, die im bereits erwähnten Führungskanal 3 geführt
ist. Diese Gliederkette 14 ist von bekannter Bauart und ist der Gliederkette sehr
ähnlich, wie sie beispielsweise in der DE-A-26 29 528 bzw. der entsprechenden US-A-4,294,345
beschrieben ist. In Figur 4 ist je die Hälfte einer Gliederkette 14 von leichterer
Bauweise sowie einer Gliederkette 14' von schwererer Bauweise dargestellt.
[0009] Der erste Greiferteil 5 ist ebenfalls einstückig mit einem Tragteil 15 ausgebildet,
der im Inneren der Halterung 13 angeordnet ist und schwenkbar auf der Welle 12 gelagert
ist. Die Längsachse 12' dieser Welle 12 bildet somit die gemeinsame Schwenkachse für
die Tragteile 11,15 und damit für die Greiferteile 6 und 5. Mit der Welle 12 ist drehfest
ein Auflageteil 16 verbunden, und zwar über einen mit dem Auflageteil 16 einstückigen
Spreizring 17, der mit Vorsprüngen in die Längsnuten der Welle 12 eingreift (Figur
5). Am Auflageteil 16 stützt sich eine Druckfeder 18 ab, die sich am anderen Ende
an einem Zapfen 19 abstützt, der in den Tragteil 15 für den ersten Greiferteil 5 eingesetzt
ist. Wie aus der Figur 5 ohne weiteres ersichtlich ist, wird eine Drehbewegung der
Welle 12 im Gegenuhrzeigersinn, d.h. in Richtung des Pfeiles F, über die Druckfeder
18 auf den Tragteil 15 und damit den ersten Greiferteil 5 übertragen, was ein Verschwenken
des ersten Greiferteiles 5 aus der in den Figuren 2 und 5 gezeigten Offenstellung
in die Klemmstellung zur Folge hat, die in Figur 3 dargestellt ist.
[0010] Mit der Welle 12 ist drehfest ein Schliesshebel 20 verbunden, dessen Schwenkachse
20' mit der Längsachse 12' der Welle 12 zusammenfällt. An seinem freien Ende trägt
der Schliesshebel 20 eine Folgerolle 21, die um die Drehachse 21' frei drehbar ist.
Der Schliesshebel 20 ist mit einem abstehenden Sperrarm 22 versehen. Der Schliesshebel
20 ist nun so angeordnet, dass die mit 23 bezeichnete Verbindungslinie zwischen der
Schwenkachse 20' und der Drehachse 21' der Folgerolle 21 quer zur Bewegungsrichtung
B bzw. B' der Greifer 2 verläuft (Fig. 2). Im weiteren bildet diese Verbindungslinie
23 mit der Ebene D, die durch den ebenen ersten Greiferteil 5 gebildet ist, einen
Winkel α, der kleiner als 90° ist (Fig. 2). Dies ist wichtig, damit der erste Greiferteil
5 bei einer Bewegung in beiden Bewegungsrichtungen B und B' von der Offenstellung
in die Klemmstellung gebracht werden kann.
[0011] Zur Blockierung des ersten Greiferteiles 5 in seiner Klemmstellung ist eine Verriegelungseinrichtung
vorhanden, die einen Verriegelungshebel 24 aufweist, der um die Achse 24' schwenkbar
am Tragteil 11 gelagert ist. Dieser Verriegelungshebel 24 weist am einen Ende eine
Sperrnase 25 auf, welche zur Verriegelung des ersten Greiferteiles 5 mit dem Sperrarm
22 am Schliesshebel 20 zusammenwirkt, wie das in Fig. 3 gezeigt ist. Der Verriegelungshebel
24 wird mittels einer Feder 26 in seine Sperrstellung verschwenkt und in dieser gehalten.
Am anderen Ende trägt der Verriegelungshebel 24 eine Folgerolle 27, die um die Drehachse
27' frei drehbar gelagert ist. In der Sperrstellung des Verriegelungshebels 24 fluchtet
die Drehachse 27' dieser Folgerolle 27 mit der Längsachse 12' der Welle 12. Durch
diese Anordnung wird sichergestellt, dass eine Auslösung des Verriegelungshebels 24,
d.h. ein Verschwenken in seine Freigabestellung durch eine auf die Folgerolle 27 wirkende
Entriegelungskraft P (Fig. 3), in allen Schwenklagen des Greifers 2 sichergestellt
ist.
[0012] Am Tragteil 11 für den zweiten Greiferteil 6 ist auf der dem Verriegelungshebel 24
gegenüberliegenden Seite eine Positionierfolgerolle 28 angeordnet, die um die Achse
28' frei drehbar gelagert ist. Die Drehachse 28' fluchtet dabei mit der Schwenkachse
24' des Verriegelungshebels 24. Die Positionierfolgerolle 28 wirkt mit Positionierkulissen
29 zusammen, durch die die Schwenklage des zweiten Greiferteiles 6 und damit des offenen
und geschlossenen Greifers 2 festgelegt wird. Dieser zweite Greiferteil 6 ist zwischen
zwei Endlagen verschwenkbar, die miteinander einen Winkel von etwa 90° einschliessen.
Die eine Endlage des zweiten Greiferteiles 6 ist in den Figuren 2 und 3 dargestellt,
in der dieser zweite Greiferteil 6 etwa in Bewegungsrichtung B,B' der Greifer 2 verläuft.
In der anderen Endlage, die in den Figuren 7 und 8 gezeigt ist, erstreckt sich der
zweite Greiferteil 6 etwa rechtwinklig zur Bewegungsrichtung B,B' der Greifer 2. Durch
diese Endlagen des zweiten Greiferteils 6 sind auch die Endlagen des offenen und geschlossenen
Greifers festgelegt, der je nach Ausbildung der Positionierkulissen 29 jede Zwischenlage
einnehmen kann. In diesem Zusammenhang ist noch zu erwähnen, dass der eine Ebene E
(Fig. 2) festlegende zweite Greiferteil 6 gegenüber der gemeinsamen Schwenkachse 12'
der beiden Greiferteile 5,6 versetzt ist. Anders ausgedrückt verläuft die besagte
Ebene E in einem Abstand von dieser gemeinsamen Schwenkachse 12', wie das aus Fig.
2 ohne weiteres ersichtlich ist.
[0013] Zum Schliessen der Greifer 2 sind orstfeste Schliesskulissen 30 vorhanden, die auf
die Folgerolle 21 des Schliesshebels 20 einwirken und ein Verschwenken des letzteren
in Schliessrichtung, d.h. in der Darstellung gemäss Fig. 2 im Gegenuhrzeigersinn bewirken.
Diese Schliesskulissen 30 können auf an sich bekannte Weise den jeweiligen Anforderungen
entsprechend ausgebildet sein. In den Figuren sind diese Schliesskulissen 30 nur schematisch
dargestellt.
[0014] Anhand der mit 30a und 30b angedeuteten Schliesskulissen in Fig. 2 soll verdeutlicht
werden, dass dank der vorstehend beschriebenen Anordnung und Ausbildung des Schliesshebels
20 der Greifer 2 bei beiden Förderrichtungen B und B' geschlossen werden kann. Bewegt
sich der Greifer in Richtung des Pfeiles B, so ist die Schliesskulisse 30a vorzusehen.
Wird der Greifer 2 hingegen in der Gegenrichtung B' bewegt, so ist die Schliesskulisse
wie mit mit 30b angedeutet auszubilden.
[0015] Im folgenden wird nun die Funktionsweise des Greifers 2 anhand der Figuren 2 und
3 erläutert.
[0016] Vor dem Schliessen des Greifers 2 wird dieser, d.h. der zweite Greiferteil 6, durch
die Positionierkulisse 29 in die gewünschte Produkteaufnahmeposition gebracht und
in dieser gehalten (Fig. 2). Zum Verschwenken des ersten Greiferteils von der Offenstellung
in die Klemmstellung kommt die Schliesskulisse 30 (bzw. 30a oder 30b) zur Einwirkung
auf die Folgerolle 21 am Schliesshebel 20, der dadurch im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt
wird. Das hat eine entsprechende Drehung der Welle 12 und damit auch des Auflageteiles
16 zur Folge. Diese Drehbewegung des Auflageteils 16 wird über die Druckfeder 18 auf
den Tragteil 15 des ersten Greiferteils 5 übertragen, wodurch letzterer gegen die
Klemmstellung verschwenkt wird. Hat nun der Schliesshebel 20 eine Stellung erreicht,
die in Fig. 3 durch die Verbindungslinie 23a bezeichnet ist, kommt der erste Greiferteil
5 mit dem zweiten Greiferteil 6 in Berührung. In dieser Stellung übt die Druckfeder
18 bereits eine gewisse Klemmkraft aus. In dieser Lage des Schliesshebels 20 beginnt
auch schon der Sperrarm 22 auf die Sperrnase 25 des Verriegelungshebels 24 aufzulaufen.
Beim Weiterdrehen des Schliesshebels 20 wird nun der Verriegelungshebel 24 durch den
weiterhin auf die Sperrnase 25 einwirkenden Sperrarm 22 entgegen der Kraft der Feder
26 aus der Sperrstellung zurückgedrängt, d.h. im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt. Hat
nun der Schliesshebel 20 seine Endstellung erreicht, die in Figur 3 durch die Verbindungslinie
23 bezeichnet ist, so erfolgt eine Verriegelung des Schliesshebels 20 durch die auf
den Sperrarm 22 einwirkende Sperrnase 25 des Verriegelungshebels 24. Dies bedeutet,
dass zur Verriegelung des ersten Greiferteiles 5 in seiner Klemmstellung der Schliesshebel
20 nur einen kleinen Weg zurückzulegen hat, der in Fig. 3 durch den Schwenkwinkel
β dargestellt ist. Während des Verschwenkens des Schliesshebels 20 um den erwähnten
Winkel β wird die Druckfeder 18 zusammengedrückt, was offensichtlich zur Folge hat,
dass die Klemmkraft, die vom ersten Greiferteil 5 ausgeübt wird, entsprechend erhöht
wird. Die Grösse dieser Klemmkraft hängt auch von der Dicke des zwischen den Greiferteilen
5,6 festgeklemmten Druckereierzeugnisses 8 ab.
[0017] Der wie erwähnt kurze Schwenkweg (Winkel β), den der Schliesshebel 20 bis zu seiner
Verriegelung zurückzulegen hat, ist deswegen möglich, weil die Druckfeder 18 wie bereits
erwähnt bereits eine Klemmkraft ausübt, sobald der erste Greiferteil 5 mit dem zweiten
Greiferteil 6 bzw. mit dem in die Greiferöffnung 7 eingelaufenen und zu erfassenden
Druckereierzeugnis 8 in Berührung kommt.
[0018] Zum Entriegeln des Schliesshebels 20 und damit des ersten Greiferteiles 5, d.h. zum
Oeffnen des Greifers 2, wird auf die Folgerolle 27 am Verriegelungshebel 24 durch
eine in Fig. 3 nicht gezeigte Oeffnungsanordnung eine Entriegelungskraft P ausgeübt,
die zur Folge hat, dass der Verriegelungshebel 24 im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt
wird. Nach einem kurzen Schwenkweg (kleiner Schwenkwinkel γ in Fig. 3) löst sich die
Sperrnase 25 vom Sperrarm 22 am Schliesshebel 20, der unter der Wirkung der sich entspannenden
Druckfeder 18 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Sobald der Sperrarm 22 sich ausserhalb
des Wirkbereiches der Sperrnase 25 befindet und die Entriegelungskraft nicht mehr
auf die Folgerolle 27 wirkt wird der Verriegelungshebel 24 durch die Feder 26 wieder
in seine Sperrstellung zurückverschwenkt.
[0019] In den Figuren 7 und 8 ist in den Figuren 2 und 3 entsprechenden Darstellungen ein
Greifer 2 in der anderen Endposition gezeigt, in der der zweite Greiferteil 6 etwa
rechtwinklig zur Bewegungsrichtung B, B' des Greifers 2 verläuft. In diese Endlage
wird der Greifer 2 durch eine entsprechend ausgebildete Positionierkulisse 29 gebracht,
die anders ausgebildet ist als die Positionierkulisse 29 in den Figuren 2 und 3. In
Fig. 7 ist der erste Greiferteil 5 in seiner extremen Offenstellung gezeigt, in der
er durch Das Schliessen, Verriegeln und Oeffnen des Greifers 2 erfolgt in der in den
Figuren 7 und 8 dargestellten Endlage auf dieselbe Weise wie anhand der Figur 2 und
3 beschrieben, wobei jedoch wie erwähnt die verschiedenen Kulissen entsprechend ausgebildet
werden müssen.
[0020] Ein Vergleich der Figuren 2 und 3 mit den Figuren 7 und 8 lässt erkennen, dass sich
die Greifer 2 in beiden Endlagen und damit auch in jeder Zwischenstellung schliessen
und öffnen lassen, und zwar unabhängig davon, ob sie in Richtung des Pfeiles B oder
in Richtung des Pfeiles B' bewegt werden.
[0021] Anhand der Figuren 9-12 werden nun verschiedene Einsatzmöglichkeiten der Greifer
2, wie sie im Zusammenhang mit den Fig. 1-8 erläutert worden sind, beschrieben.
[0022] Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 9 werden die Druckereierzeugnisse 8 in hängender
Lage von einem Zuförderer 32 zugebracht und von einem Wegförderer 33 übernommen und
weitergefördert. Die Greifer 2 des Zuförderers 32 werden wie anhand der Fig. 7 und
8 beschrieben durch Positionierkulissen 29 in einer Endlage gehalten, in der der zweite
Greiferteil 6 etwa rechtwinklig zur Förderrichtung G des Zuförderers 32 verläuft.
Die Greifer 2 des Wegförderers 3, die in gleicher Richtung G bewegt werden, sind ebenfalls
in dieser Endlage gehalten, doch ist die Greiferöffnung 7 nach oben gerichtet und
der zweite Greiferteil 6 bildet den nachlaufenden Teil der Greifer 2.
[0023] Die im Bereich ihrer einen Kante 8a durch die Greifer 2 des Zuförderers 32 festgehaltenen
Druckereierzeugnisse 8 werden an der gegenüberliegenden Kante 8b durch die Greifer
2 des Wegförderers 3 erfasst. Sobald die Druckereierzeugnisse 8 in den Greifern 2
des Wegförderers 3 festgeklemmt sind, werden die Greifer 2 des Zuförderers 32 mittels
einer Oeffnungsanordnung 34 geöffnet, die eine Oeffnungskulisse 35 aufweist, die auf
die Folgerolle 27 am Verriegelungshebel 24 einwirkt.
[0024] Die Ausführungsform gemäss Fig.10 ist derjenigen nach Fig. 9 sehr ähnlich und unterscheidet
sich von letzterer durch eine andere Lage der Greifer 2 bei der Abgabe bzw. Uebernahme
der Druckereierzeugnisse 8. Bei der Ausführungsform gemäss Fig.10 sind nämlich die
Greiferöffnungen 7 nicht nach unten bzw. nach oben gerichtet, sondern beim Zuförderer
32 schräg nach hinten und beim Wegförderer 33 schräg nach vorn.
[0025] Die in der Fig. 11 gezeigte Ausführungsform hat eine gewisse Verwandtschaft mit der
Ausführungsform gemäss Fig.1. Doch werden im Gegensatz zur Variante gemäss Fig.1 die
durch den Bandförderer 9 in Schuppenformation S zugeführten Druckereierzeugnisse 8
nicht an der vorlaufenden Kante 8a, sondern an der nachlaufenden Kante 8b erfasst.
Dies verlangt nach einer anderen Stellung der Greifer 2 im Uebernahmebereich als bei
der in Fig.1 gezeigten Ausführungsform. In Fig.11 ist mit 36 eine Führung für die
Druckereierzeugnisse 8 gezeigt.
[0026] Bei der Ausführungsform gemäss Fig.12, die derjenigen nach Fig.1 ähnlich ist, bringt
der Bandförderer 9 die Druckereierzeugnisse 8 in einer Schuppenformation S', in der
jedes Druckereierzeugnis 8 auf dem nachfolgenden Druckereierzeugnis aufliegt, zu.
Dies bedeutet, dass die vorlaufenden Kanten 8a der Druckereierzeugnisse 8 in der Schuppenformation
S' unten liegen.
[0027] Die Druckereierzeugnisse 8 werden durch die Fördereinrichtung 1b an dieser vorlaufenden
Kante 8a erfasst. Dies bedeutet, dass im Uebernahmebereich die Greiferöffnungen 7
nach hinten weisen müssen.
[0028] Aus den Fig.1 sowie 9-12 ist es ohne weiteres ersichtlich, dass für Fördereinrichtungen
1,1a,1b,32,33 mit unterschiedlichen Aufgaben dieselbe Greiferkonstruktion, wie sie
anhand der Fig.2-8 beschrieben wurde, Verwendung finden kann. Die Greifer 2 lassen
sich dank ihrer besonderen Konstruktion in verschiedene Schwenklagen bringen und in
jeder Schwenklage einwandfrei schliessen und öffnen, ohne dass konstruktive Anpassungen
der Greifer 2 an den jeweiligen Einsatzzweck nötig sind. Es versteht sich, dass die
Positionierkulissen 29, die Oeffnungskulissen 35 und allfällige Offenhaltekulissen
31 dem jeweiligen Einsatzzweck der Fördereinrichtungen angepasst werden müssen. In
den Fig.9-12 sind die entsprechenden Kulissen schematisch angedeutet.
[0029] Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Greiferkonstruktion ist der, dass sich die
Greifer 2 auf einfache Weise herstellen und zusammenbauen lassen. Die beiden Greiferteile
5 und 6 samt ihrer Tragteile 11 bzw. 15 können aus Kunststoff hergestellt werden,
was eine leichte Bauweise zur Folge hat. Da die Schliesskraft in erster Linie durch
die Druckfeder 18 aufgebracht wird, muss der erste Greiferteil 5 nur eine beschränkte
Flexibilität aufweisen. Um die Welle 12 gegen eine Verschiebung in Richtung ihrer
Längsachse 12' zu sichern, ist die Welle 12 im Bereich des Spreizrings 17 mit einer
Umfangsnut versehen, in die im zusammengebauten Zustand eine Rippe auf der Innenseite
des Spreizringes 17 in der Art einer Schnappverbindung einrastet. Diese montagefreundliche
Lösung macht das Anbringen gesonderter Sicherungsringe oder dergleichen unnötig.
[0030] Es ist auch denkbar, den ersten Greiferteil 5 direkt über ein Federelement mit der
Welle 12 zu verbinden, das am einen Ende den ersten Greiferteil 5 trägt und am anderen
Ende mit der Welle 12 verbunden ist. Dieses Federelement bildet dann sowohl den Tragteil
für den ersten Greiferteil 5 wie auch die bei geschlossenem Greifer gespannte Schliessfeder.
Eine solche Ausführungsform ist beispielsweise in der DE-A-31 02 242 und der entsprechenden
US-A-4,381,056 beschrieben.
[0031] Es ist auch möglich, die Greifer 2 statt wie anhand der Fig. 4 gezeigt in festen
Abständen an einer Gliederkette 14 zu befestigen an Tragelementen anzubringen, die
zwar miteinander gekoppelt sind, deren Abstand jedoch veränderbar ist. Eine solche
Lösung mit in ihrem Abstand veränderbaren Tragelementen ist beispielsweise in der
EP-A-0 323 557 und der entsprechenden US-A-5,007,629 beschrieben.
1. Greifer für eine Fördereinrichtung zum Fördern von ein- oder mehrblättrigen Druckereierzeugnissen
(8), wie Zeitungen, Zeitschriften und Teilen hievon, gekennzeichnet durch die folgenden
Merkmale:
a) zwei um eine gemeinsame Achse (12') schwenkbare Greiferteile (5,6), von denen der
eine, erste Greiferteil (5) zwischen einer Offenstellung und einer Klemmstellung,
in der er zum Festklemmen eines Druckereierzeugnisses (8) unter Federkraft mit dem
anderen, zweiten Greiferteil (6) zusammenwirkt, schwenkbar ist,
b) der erste Greiferteil (5) ist mit einem Schliesshebel (20) gekoppelt, der zum Verschwenken
des ersten Greiferteils (5) in die Klemmstellung ein mit ortsfesten Schliesskulissen
(30) zusammenzuwirken bestimmtes Folgeglied (21), vorzugsweise eine drehbar gelagerte
Rolle, aufweist, wobei die Anordnung bzw. Ausbildung des Schliesshebels (20) und/oder
des Folgegliedes (21) derart ist, dass im wesentlichen in allen Schwenklagen der Greiferteile
(5,6) und/oder bei in verschiedene Richtungen weisender Greiferöffnung (7) der erste
Greiferteil (5) durch auf das Folgeglied (21) einwirkende Schliesskulissen (30) in
die Klemmstellung bringbar ist,
c) eine im wesentlichen in allen Schwenklagen der geschlossenen Greifer (5,6) mittels
ortsfesten Oeffnungsanordnungen (34), vorzugsweise Kulissen (35), auslösbare Verriegelungseinrichtung
(24,25) zum Blockieren des ersten Greiferteils (5) in seiner Klemmstellung, und
d) ein mit dem zweiten Greiferteil (6) gekoppeltes, mit ortsfesten Positionierkulissen
(29) zusammenzuwirken bestimmtes Positionierfolgeglied (28), vorzugsweise eine drehbar
gelagerte Rolle, zum Halten des zweiten Greiferteils (6) in einer bestimmten Schwenklage.
2. Greifer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Halterung (13), in der drehbar
eine die gemeinsame Schwenkachse (12') der beiden Greiferteile (5,6) festlegende Welle
(12) gelagert ist, mit der der Schliesshebel (20) drehfest verbunden ist, die mit
dem ersten Greiferteil (5) gekoppelt ist und auf der der zweite Greiferteil (6) schwenkbar
gelagert ist.
3. Greifer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (12) über ein, bei
geschlossenem Greifer (2) gespanntes, Federelement mit dem ersten Greiferteil (5)
verbunden ist.
4. Greifer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der schwenkbar auf der Welle
(12) gelagerte erste Greiferteil (5) über ein beim Schliessen des Greifers (2) spannbares
Druckfederelement (18), das sich auf einen drehfest mit der Welle (12) verbundenen
Auflageteil (16) abstützt, mit der Welle (12) gekoppelt ist.
5. Greifer nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schliesshebel
(20) bezüglich der Bewegungsrichtung (B,B') der Greifer (2) im Bereich des Schliessens
der Greifer (2) derart angeordnet ist, dass die Verbindungslinie (23) zwischen der
Schwenkachse (20') des Schliesshebels (20) und der Drehachse (21') dessen Folgerolle
(21) quer zur Bewegungsrichtung (B,B') der Greifer (2) verläuft.
6. Greifer nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungslinie
(23) zwischen der Schwenkachse (20') des Schliesshebels (20) und der Drehachse (21')
dessen Folgerolle (21) mit dem im wesentlichen ebenen ersten Greiferteil (5) einen
Winkel (α) von weniger als 90° einschliesst.
7. Greifer nach einem der Ansprüche 2-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung
(24,25) einen schwenkbar gelagerten Verriegelungshebel (24) aufweist, der zur Blockierung
des ersten Greiferteils (5) in seiner Klemmstellung auf die Welle (12) oder einen
mit dieser drehfesten Sperrteil (22) einwirkt und der durch die Oeffnungsanordnungen
(34), vorzugsweise gegen die Kraft einer Feder (26), in eine Freigabestellung schwenkbar
ist.
8. Greifer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sperrteil (22) als mit dem
Schliesshebel (21) einstückiger Arm ausgebildet ist.
9. Greifer nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass am Verriegelungshebel
(24) eine drehbar gelagerte Rolle (27) vorgesehen ist, auf die die Oeffnungsanordnungen
(34) zur Einwirkung bringbar sind und deren Drehachse (27') in der Sperrstellung des
Verriegelungshebels (24) vorzugsweise etwa koaxial zur Schwenkachse (12') der beiden
Greiferteile (5,6) verläuft.
10. Greifer nach einem der Ansprüche 7-9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (28')
der Positionierfolgerolle (28) etwa koaxial zur Schwenkachse (24') des Verriegelungshebels
(24) verläuft.
11. Greifer nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Greiferteil
(6) zwischen einer ersten Endposition, in der sich der zweite Greiferteil (6) in einer
etwa rechtwinklig zur Bewegungsrichtung (B,B') der Greifer (2) verlaufenden Richtung
erstreckt, und einer zweiten Endposition, in der sich der zweite Greiferteil (6) in
einer etwa in Bewegungsrichtung (B,B') der Greifer (2) verlaufenden Richtung erstreckt,
schwenkbar ist.
12. Greifer nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Greiferteil
(6) in einer Ebene (E) liegt, die in einem Abstand von seiner Schwenkachse (12') verläuft.
13. Fördereinrichtung zum Fördern von ein- oder mehrblättrigen Druckereierzeugnissen (8)
mit einer Anzahl von entlang einer geschlossenen Umlaufbahn geführten Greifern (2)
gemäss einem oder mehreren der Ansprüche 1-12.
14. Fördereinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (2) in
gegebenen Abständen an einem in einer Führung (3) geführten biegsamen Zugorgan (14),
vorzugsweise an einer Gliederkette, befestigt sind.
15. Fördereinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (2) an
hintereinander angeordneten, miteinander gekoppelten, und in ihrem Abstand veränderbaren
Tragelementen befestigt sind.