[0001] Die Erfindung betrifft einen Treppen-Bausatz, der insbesondere für Bautreppen, aber
auch andere Treppen gedacht ist, bei denen die leichte Aufstellbarkeit bei gleichzeitiger
Stabilität wichtig ist.
[0002] Aus den deutschen Gebrauchsmustern 76 40 343, 79 04 808 und 77 33 030 sind Treppen
bekannt geworden, die aus Einzelelementen aufbaubar sind. Dabei werden die aus einer
Platte bestehenden Stufen durch in diese eingesetzte Stützelemente miteinander verbunden.
Teilweise sind mehrere, beispielsweise vier Stützelemente als Verbindung zwischen
zwei Stufen vorgesehen. Die Verbindung erfolgt mittelbar über Spannschrauben, die
von den einzelnen Stufenelementen und den Stützelementen gesonderte Teile sind. Hier
ist der Aufbau kompliziert und die Steifheit läßt zu wünschen übrig.
[0003] Aus der EP-276 423 A ist eine Treppe bekannt geworden, bei der die einzelnen Stufenelemente
über Spannschellen an eine hängende Rohrkonstruktion angehängt werden.
[0004] Die FR-26 21 939 A zeigt einen Treppen-Bausatz, bei dem winkelförmige Treppenelemente
durch eingesteckte Zwischenwinkel verbunden werden, die mit durchgehenden Schrauben
miteinander verschraubt sind. Auch hier sind mehrere unterschiedliche Teile je Stufe
miteinander zusammenzufügen, was den Aufbau erschwert.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Treppen-Bausatz zu schaffen, der die Nachteile
des Standes der Technik vermeidet und insbesondere einen einfachen Aufbau einer stabilen
Treppe aus Einzelelementen ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Treppen-Bausatz mit einer Vielzahl
von im wesentlichen gleichartigen Stufenelementen, die durch höhenversetzte Anbringung
aneinander im Vorder- und Rückkantenbereich der Stufenelemente zu einer vorzugsweise
geraden Treppe verbindbar sind, bei der das Stufenelement seitliche Wangenabschnitte
mit Eingriffsmitteln aufweist, die direkt ineinandergreifen.
[0007] Bei einem solchen Bauelement sind die einzelnen Stufenelemente und ihre Verbindungsmittel
zu einem einheitlichen Teil zusammengefaßt, das einfach auf das vorige, meist untere
Bauelemente aufgesteckt und damit schon an diesem vorläufig gesichert ist. Es kann
dann nachträglich noch eine Spannschraube angezogen werden, die eine genauere und
spielfreie Festlegung ermöglicht. Die Stufenelemente können in gerader Linie hintereinandergereiht
angeordnet sein. Der Aufbau kann freitragend erfolgen, weil die einzelnen Stufenelemente
in ihrer Verbindung auch ohne oberen Anschluß schon eine gute Eigensteifigkeit des
Treppenabschnitts ergeben, sofern sie mittels einer Bodenplatte oder dgl. unten festgelegt
sind.
[0008] Vor allem wird eine Treppe geschaffen, die eine aus einzelnen Wangenabschnitten zusammengesetzte
durchgehende Treppenwange auf jeder Seite bildet, die an sich und vorzugsweise ohne
größere Inanspruchnahme der statischen Eigenschaften der Stufen-Trittfläche durchgehende
Tragbalken bilden, die die Treppe sicher tragen. Der Aufbau der Treppe kann ohne irgendwelche
Hilfskonstruktionen freitragend erfolgen, wobei sogar schon die nicht ganz fertiggestellte
Treppe teilweise begehbar sein kann.
[0009] Der Bausatz selbst besteht aus einzelnen Stufenelementen und nur sehr wenigen Zusatzteilen
für den oberen und unteren Anschluß, beispielsweise einer Stütze mit einer Bodenplatte
und einer oberen Stufe mit einer oder mehreren Anschlußplatten für den oberen Anschluß
oder einer mit derartigen Platten versehenen Hülse.
[0010] Die direkte Verbindung geschieht vorzugsweise durch die Verbindung einer hülsenartigen
Aufnahme mit einer Stütze, wobei vorzugsweise beide relativ großflächig ineinanderpassend
ausgebildet sind. Die Hülse kann vorzugsweise oben geschlossen sein, so daß die Stirnfläche
der Stütze an der Innenseite der Stirnfläche der Hülse anliegt und damit eine Höhenanschlagbegrenzung
ergibt. Trotzdem erlaubt die Zusammenfügung mittels einer die genaue Festlegung bestimmenden
Spannschraube auch eine gewisse Höhenanpassung an die örtlichen Gegebenheiten. Hier
kann eine Markierung, beispielsweise ein Farbstreifen, an einem der Verbindungsteile,
insbesondere der Stütze, vorgesehen sein, die bei vorschriftsmäßigem Zusammenwirken
von Hülse und Stütze von der Hülse abgedeckt ist, jedoch dann sichtbar wird, wenn
die Stütze nicht tief genug in die Hülse hineingreift und somit die Statik gefährden
könnte.
[0011] Die Trittfläche der einzelnen Stufenelemente kann aus Blech, beispielsweise Lochblech
oder Streckmetall bestehen, das zwischen Querträgern verläuft, die die einzelnen Wangenabschnitte
miteinander verbinden. Es ist aber auch möglich, die Querträger so auszubilden, daß
zwischen ihnen andere Trittflächen eingelegt oder eingebracht werden, beispielsweise
Holzeinsätze. Insbesondere, wenn die Querträger und die Trittflächen, die auch einstückig
aus abgewinkelten Blechteilen bestehen können, so ausgebildet sind, daß sie in umgekehrter
Lage der Stufenelemente eine Stufenauflage aus Holz, Estrich oder dgl. aufnehmen können,
ist eine Doppelnutzung möglich. Dazu sollte das einzelne Stufenelement so ausgebildet
sein, daß es in jeweils 180° verdrehter Lage wahlweise eingebaut werden kann.
[0012] Aufgrund der Wangenkonstruktion ist die Treppe auch über größere Höhen freitragend
aufstellbar. Wenn jedoch beispielsweise ein Zwischenpodest eingebaut wird, das auf
die gleiche Weise anschließbar ist wie die Stufenelemente, so kann auch eine Unterstützung
an einer gleichen oder ähnlichen zusätzlichen Aufnahme am Zwischenpodest angebracht
werden. Um bei einem Zwischenpodest größere Flexibilität der Anschlußmöglichkeiten,
beispielsweise mit Geradeaus- oder 90°- oder 180°-Anschluß zu schaffen, können hierbei
auch gesonderte Stützelemente vorgesehen sein, die oben und unten in entsprechende
Aufnahme eingesetzt werden.
[0013] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer aus dem Bausatz aufgebauten Treppe,
- Fig. 2
- ein Stufenelement im Teilschnitt,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf ein Stufenelement,
- Fig. 4
- eine Frontansicht eines Stufenelementes,
- Fig. 5
- eine Teilfrontansicht eines oberen Stufenelementes,
- Fig. 6
- eine Variante eines Treppenbausatzes (Schnitt nach Linie VI in Fig. 7),
- Fig. 7
- einen Schnitt nach der Linie VII in Fig. 6,
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform eines Stufenelementes,
- Fig. 9
- eine perspektivische Teilansicht einer Eckkonstruktion,
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht eines Zwischenpodestes,
- Fig. 11
- eine Seitenansicht einer Stütze dafür,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht einer am Boden zu befestigenden Stütze und
- Fig. 13
- einen Teilschnitt durch eine Wandbefestigung.
[0014] Fig. 1 zeigt eine aus einem Treppen-Bausatz erstellte Treppe 11, die aus einzelnen
Stufenelementen 12 aufgebaut ist und sich hier beispielsweise zwischen einem Boden
13 und einem Treppenanschluß oder Treppenpodest 14 erstreckt.
[0015] Jedes Stufenelement 12 enthält seitliche Wangenabschnitte 15, an deren Vorder- und
Rückseiten Eingriffsmittel zum Anschluß an jeweils benachbarte Stufenelemente angeordnet
sind. Sie bestehen aus jeweils einer an der Vorderseite vorgesehenen Aufnahme 16 in
Form einer Hülse von rechteckigem Querschnitt (siehe auch Fig. 3 und 4), die an ihrer
oberen Stirnseite 17 durch einen aufgeschweißten Deckel verschlossen ist. Nahe ihrem
unteren Ende ist eine Schraubmutter 18 aufgeschweißt, in die eine Spannschraube 19
eingeschraubt ist.
[0016] Die Aufnahme 16 ist über einen stabilen, mit ihr verschweißten Trägerabschnitt 20
mit oberen und unteren, nach innen reichenden Rippen 21, der somit einen flachen U-Querschnitt
hat, mit dem das hintere Eingriffsmittel bildenden Eingriffselement 22 verbunden ist,
das die Form einer vertikalen Stütze mit U-Querschnitt hat. Die dadurch gebildeten
Wangenabschnitte bilden jeweils eine sehr steife Einheit. Jeweils die rechten und
linken Wangenabschnitte sind miteinander durch Querträger 23 in Form von Doppelwinkelprofilen
verbunden, die an ihrer Oberseite eine Trittfläche 24 aus Streckmetall tragen. Streckmetall,
d. h. ein Gitter aus abwechselnd geschlitztem und dann zu einer Gitterstruktur gestrecktem
Blech, eignet sich besonders für die Verwendung als Bautreppe, weil es rutschfest
ist und darauffallende Stoffe, wie beispielsweise Mörtel oder Sand, durchfallen läßt,
ohne die Trittfestigkeit der Stufe zu gefährden. Das aus Querträger 23 und Trittfläche
24 gebildete Stufen-Trittelement 25 ist mit den beiden Wangenabschnitten 15 verschweißt,
kann jedoch auch auf andere Weise mit diesem verbunden, beispielsweise vernietet werden.
Bei entsprechender Gestaltung können die Wangenabschnitte statt als Schweißkonstruktion
auch z. B. einstückig als Stahlgußteile hergestellt werden.
[0017] Fig. 5 zeigt die Vorderansicht eines Stufenelementes 12a, das als oberstes Stufenelement
ausgebildet ist und an der Oberseite der Stütze 22 ein Winkelstück 26 aufweist, das
mit Befestigungsbohrungen vergehen ist, so daß es (siehe Fig. 1) auf der Oberkanten
des Podestes 14 aufliegt und dort eingedübelt werden kann. Es kann aber auch, wie
Fig. 5 zeigt, seitlich an einer Wand befestigt werden. Ferner ist ein Anschlußteil
27 vorgesehen, das von der Stütze an deren Rückseite zum Stufeninneren hin ragt und
mit Befestigungsbohrungen 28 für die Anbringung an einer stirnseitigen Wand versehen
ist.
[0018] Statt eines besonders ausgebildeten oberen Stufenelementes 12a kann auch ein normales
Stufenelement 12 verwendet werden, wenn ein hier nicht dargestellter Adapter verwendet
wird, der aus einer Hülse entsprechend der Aufnahme 16 besteht, an die das Winkelstück
26 und das Anschlußteil 27 angeschweißt sind.
[0019] Der Bodenanschluß geschieht über ein Bodenstück 29 mit einer Stütze 22, die auf einer
horizontalen Bodenplatte 30 vertikal befestigt ist.
[0020] Der Aufbau der Treppe geschieht wie folgt:
Die angelieferten Stufenelemente 12 sind auf kleinstem Raum transportabel und lagerfähig,
weil sie sich aufgrund ihrer Winkelform raumsparend über- bzw. ineinanderstapeln lassen.
Zuerst wird das Bodenstück 29 am Boden festgedübelt, wobei die Bodenplatte 30 über
die Treppenbreite durchgehen kann und Stützen für die beiden Treppenseiten aufweisen
kann. Es können aber auch einzelne Bodenstücke mit nur je einer Stütze verwendet werden.
Auf die Stützen 22 auf beiden Seiten wird ein Stufenelement so aufgesteckt, daß die
beiden Hülsen über die Stützen greifen. Sie sind so aneinander angepaßt, daß sie mit
einer der Art der Treppe angepaßten Genauigkeit ineinander eingreifen, ohne übermäßiges
Spiel zu haben. Bei einer Bautreppe werden daher größere Toleranzen vorgesehen werden
als bei einer für permanenten Einsatz vorgesehenen Treppe. Die obere Stirnfläche 31
der Stütze schlägt an der Unterseite der Stirnfläche 17 der Aufnahme an und fixiert
somit die Höhe bzw. den Stufenabstand vom Boden bzw. voneinander. Die Stufe ist damit
schon in ihrer Ausrichtung und auch festigkeitsmäßig so arretiert, daß auch ohne Anziehen
der Spannschraube 19 weitergearbeitet werden kann und die nächsten Stufen in der gleichen
Weise aufgesteckt werden können. Erst nach Erreichen einer gewissen Höhe brauchen
die Spannschrauben angezogen zu werden, die die Stufen sicher arretieren. Die Spannschrauben
können auch von der Seite her vorgesehen sein. Sie sind für die Treppenstatik kaum
erforderlich, sondern nur für die genaue Ausrichtung und die Spielfreiheit der Treppen.
[0021] Bei der Aufstellung einer Treppe kann bis zur normalen Arbeitshöhe (Kopfhöhe) von
unten her gearbeitet werden. Es kann dann, insbesondere, wenn die Bodenverankerung
nicht ganz sicher sein sollte, kurzfristig eine Zwischenstütze gestellt werden, wenn
es erforderlich ist, nun unter Begehung der Treppe diese mit freiem Ende weiter aufzubauen.
Bei entsprechender Bodenverankerung wäre dies aufgrund des Wangenaufbaues der Treppe
auch freitragend ohne Zwischenabstützung möglich.
[0022] Nach Einsetzen der Schlußstufe 12a und ihrer Verankerung am Podest 14 ist die Treppe
fertig. Sollte sich dabei herausstellen, daß die obere Stufe beispielsweise etwas
höher sein müßte, als die durch die Länge der Stütze und die Lage der Aufnabmehülse
vorgegebene Stufenhöhe, so ist die Statik auch noch gewahrt, wenn die Stütze nicht
ganz am Hülsenende anliegt. Um sicherzustellen, daß dabei die Statik erhalten bleibt,
ist an der Stütze 22 eine Markierung 32 vorgesehen, beispielsweise ein roter Warnstreifen,
der normalerweise von der Hülse abgedeckt wird und nur dann sichtbar wird, wenn die
Stütze nicht ausreichend weit in die Hülse hineinragt. In diesem Falle könnte beispielsweise
durch Anheben einiger oder aller anderer Stufen der Ausgleichsbetrag auf die einzelnen
Stufen vergleichmäßigt werden, was auch der Begehbarkeit zugute käme.
[0023] Fig. 2 zeigt Befestigungsbohrungen 33, über die ein Wangenelement unmittelbar an
eine Seitenwand geschraubt werden kann, falls dies notwendig ist. Sie können aber
auch zur Anbringung einer Geländerstütze dienen, beispielsweise nach der EP-390 098
A.
[0024] Die Treppe bildet durch die unmittelbare und sichere Befestigung der einzelnen Wangenabschnitte
aneinander ein stabiles Traggerüst aus zwei als durchgehende Träger ausgebildeten
Treppenwangen, die jede Stufe einzeln zwischen sich tragen. Sie ist daher auch für
große Höhen freitragend auszuführen und trotz ihrer leichten Montierbarkeit und Demontierbarkeit
auch für den Dauerbetrieb und für größere Lasten geeignet. Als Bautreppe ist sie den
bisherigen Hilfskonstruktionen aus Holz oder dgl. sicherheitstechnisch bei weitem
überlegen, kann an jede Gegebenheit und Höhe leicht angepaßt werden und ist trotzdem
in kürzester Zeit zu montieren und, falls dies erforderlich ist, auch wieder zu demontieren
und wiederzuverwenden. Sie kann aber auch, beispielsweise in Industrieanlagen, in
mehrstöckigen Wohn- oder Baucontainern etc., als permanente Treppe eingesetzt werden.
[0025] Fig. 6 und 7 zeigen eine Ausführungsform, die noch vielseitiger ist. Ihre Wangenabschnitte
15 haben als Trägerelement 20 parallelogrammförmige Blechbiegeteile, die durch zweifach
einwärts gebogene obere und untere Rippen 21 einen C-förmigen, versteiften Querschnitt
haben. Sie schließen an waagerechten Trennlinien 34 unmittelbar an das benachbarte
Stufenelement an und bilden somit festigkeitsmäßig und optisch eine im wesentlichen
glatte durchgehende Treppenwange, die jedoch modular aus einzelnen Wangenabschnitten
15 aufgebaut ist. Statt der parallelogrammartigen Ausbildung könnte auch eine rechteckige
Ausbildung der einzelnen Wangenabschnitte 15 vorgesehen sein, wobei dann die Trennlinien
entsprechend der Treppensteigung geneigt wären (Neigung: 90° minus Treppensteigung).
[0026] Fig. 6 zeigt die Treppenwange von ihrer Innenseite. Die Außenseite der Treppenwange
kann gänzlich glatt sein. Im Bereich der Trennlinien 34 sind an den Wangenabschnitten
24 innen jeweils eine Aufnahme 16 und ein Eingriffselement 22 vorgesehen. Die Aufnahme
ist, wie aus Fig. 7 zu erkennen, beispielsweise aus dem Material des Wangen-Trägerelementes
20 einschl. seines Deckels zu einem rechteckigen Hülsenquerschnitt geformt und durch
eine Schweißung 35 geschlossen. Da Eingriffselement 22 und Aufnahme 16 mit ihrer Mitte
auf der Trennlinie 34 bzw. in der durch diese symbolisierten Trennebene liegen, stehen
sie etwas über die Trennlinie über. Eine Abkröpfung 36 sorgt für einen guten Eingriff
und eine gewisse seitliche Vorzentrierung. Hülsen und Eingriffselemente 16, 22 können
aber auch als gesonderte Teile, beispielsweise als Gußstücke, ausgebildet und auf
beliebige Weise befestigt sein.
[0027] Das Eingriffselement 22 ist beim Ausführungsbeispiel als winkelförmiger Haken dargestellt,
dessen einer Schenkel 37 am Wangenabschnitt verschweißt ist, während der andere Schenkel
das eigentliche Eingriffselement in Form eines rechteckigen Stabes bildet.
[0028] Dadurch, daß die Eingriffsmittel 16, 22 so an jedem Wangenabschnitt angeordnet sind,
daß sich jeweils zwei gleichartige Eingriffsmittel diagonal gegenüberliegen, wobei
jeweils eine Aufnahme 16 und ein Eingriffselement 22 im Bereich einer Trennlinie 34
liegen, ist eine Symmetrie hergestellt, die es ermöglicht, die Treppe in der dargestellten
Lage nach Fig. 6 aufzubauen, wo eine als Lochblech ausgebildete Trittfläche 24 nach
oben weist, als auch in umgekehrter Lage. Dies kann deswegen zweckmäßig sein, weil
das insgesamt als Blech-U-Profil ausgebildete Stufentrittelement 25, wie in Fig. 6,
unten links dargestellt, in der U-Ausnehmung einen Stufenbelag, beispielsweise ein
Holzbrett 38, aufnehmen kann, das bei Aufbau der Treppe in umgekehrter Richtung eine
optisch ansprechendere Trittfläche bilden kann als das Lochblech. Auch andere Trittflächenbeläge,
beispielsweise Steinplatten oder dgl. sind so anzubringen.
[0029] Durch die jeweils zwei Aufnahmen 16 und Eingriffselemente 22 je Trennlinie wird die
zur Verfügung stehende Basis für die Statik optimal ausgenutzt und die Einleitung
der Kräfte in die Treppenwange geschieht so direkt wie möglich. Es kann daher mit
geringeren Materialstärken und damit Gewichten gearbeitet werden. Die Treppenwange
selbst hat durch ihr C-förmiges Profil eine große Eigensteifigkeit.
[0030] Obwohl hier die Aufnahmen und auch die Spannschraube 19 von der Treppenwange aus
nach innen weisen, stören sie kaum, da sie im Randbereich liegen und zum größten Teil
unter den Stufen versteckt sind. Trotzdem ist die spannschraube gut zugänglich. Es
braucht normalerweise nur eine Spannschraube je Trennlinie vorgesehen zu sein, da
die Treppe üblicherweise nur in einer Richtung einer Belastung ausgesetzt ist.
[0031] Statt der Eingriffsmittel nach Art Hülse/Stift können auch andere Eingriffsmittel
verwendet werden. Beispielsweise könnte der Wangenabschnitt 15 im Bereich der Trennlinie
34 C-förmig abgekröpft sein und mit einer dazu passenden Abkröpfung an einem benachbarten
Treppenwangenabschnitt zusammenarbeiten. Das somit gebildete Eingriffsprofil könnte
von oben her zusammenschiebbar sein.
[0032] Fig. 8 zeigt eine Ausführung eines Stufenelementes 12, bei dem das Stufen-Trittelement
25 mit seiner Trittfläche 24 aus gelochtem Blech in der Ebene der Oberkante der Wangenabschnitte
15 eingesetzt ist. Diese sind als U-Träger ausgebildet. In ihrer Mitte sind durch
Ausschnitte in den Schenkeln des U Befestigungsausnehmungen 33a für Zwischenstützen
oder Geländerstützen vorgesehen. Im übrigen entspricht die Ausbildung und Funktion
der der bisher beschriebenen Ausführungsform, auf deren Beschreibung Bezug genommen
wird. Die Trittfläche 24 ist durch eine Mittelsicke 39 versteift.
[0033] Fig. 9 zeigt eine Variante eines Wangenabschnitts 15, bei dem die Aufnahme 16 als
umgebogener und durch Schweißung verschlossener Abschnitt des Trägerelementes 20 der
Wange ausgebildet ist.
[0034] Fig. 10 bis 12 zeigt ein Zwischenpodest 40, das etwa quadratisch mit einer Seitenlänge
entsprechend der Treppenbreite ist. Sein Trittelement 25a, das entsprechend dem nach
Fig. 8 als an den Seiten durch doppelte Abkröpfung versteiftes Blechteil ausgebildet
sein kann (C-förmiger Querschnitt) hat an seinen Seitenkanten jeweils zwei Aufnahmen
16, so daß jeweils im Bereich einer Ecke 41 zwei Aufnahme nahe beieinanderliegen.
Die Aufnahmen sind im vorliegenden Falle oben offen dargestellt, um von oben und unten
zugänglich zu sein. Um den Anschluß der Treppe an jeder beliebigen der vier Seiten
des rechteckigen Zwischenpodestes 40 zu ermöglichen, werden statt der fest angebrachten
Eingriffselemente 22 lose Eingriffselemente 42 verwendet, die die Form eines Stabes
mit jeweils verjüngten Enden 43 haben. Dabei ist die Verjüngung an der Oberseite so
lang, daß der Anschluß an ein Stufenelement 12 nach Fig. 2 möglich ist, während das
untere Ende in eine der Aufnahmen 16 des Zwischenpodestes nach Fig. 9 paßt und dort
durch eine Spannschraube 19 festgelegt werden kann. Jeweils in eine der freien Aufnahmen,
die bei winkliger Anordnung der Treppe ja an der statisch am meisten belasteten Außenkante
liegt, kann eine Zwischenunterstützung 44 nach Fig. 12 eingesetzt werden. Sie hat
eine Bodenplatte 30 mit Befestigungsmöglichkeit am Boden und entspricht in ihrem Querschnitt
am oberen Ende der Aufnahme 16, so daß sie in die Aufnahmen eingreifen kann und dort
festspannbar ist. Ein Bund 45 dient zur Abstützung der Unterkante der Aufnahme 16.
[0035] Fig. 13 zeigt, daß auch eine Wandbefestigung des Zwischenpodests 40 leicht möglich
ist. In eine der Aufnahmen 16 kann ein Wandanschlußelement 46 eingreifen, das in seinem
oberen Teil zu einem in die Aufnahme 16 passenden Eingriffselement 47 geformt ist,
während es im unteren Teil eine Befestigungsplatte 48 für die Wandbefestigung aufweist.
[0036] In strichpunktierten Linien ist angedeutet, daß die Aufnahme alternativ auch zum
Einstecken einer Geländerstütze 49 vorgesehen sein kann.
[0037] Das Zwischenpodest 40 kann also statt einer Stufe auch in geraden Treppenläufen eingesetzt
werden, wenn beispielsweise ein Längenausgleich erforderlich ist, weil beispielsweise
bei einer Bautreppe die Steigung größer ist als die der endgültig vorgesehenen Treppe.
Auch das Erreichen einer Zwischentür oder dgl. ist dadurch möglich. Insbesondere ist
das Zwischenpodest jedoch für einen rechtwinkligen Knick in der Treppe vorgesehen.
Da durch einen solchen Knick die Funktion der Treppenwange als durchgehender Träger
unterbrochen wird, sollte in diesem Bereich eine Zwischenabstützung oder Wandbefestigung
vorgesehen sein. Auch ein 180°-Knick in der Treppe ist durch zwei parallele Zwischenpodeste
oder durch ein entsprechend größer gestaltetes Zwischenpodest möglich.
[0038] Ein besonderer Vorteil des Treppenbausatzes nach der Erfindung ist es, daß die Stufenelemente
eine Einheit bilden und keine losen Teile daran vorgesehen sind, die verlorengehen
können. Die Spannschrauben können beispielsweise durch entsprechende Ausbildung so
gesichert sein, daß sie nicht herausdrehbar (unverlierbar) sind. Es sind auch Schnellspanneinrichtungen
bekannter Art vorteilhaft möglich. Die Anschlußverbindungen sind jeweils so großflächig,
daß die an den Treppenwangen auftretenden erheblichen Kräfte gut aufgenommen werden
können. Zusätzlich zu den biege- und verwindungssteifen Tragelementen des Wangenabschnittes
versteifen auch die integrierte Aufnahme und Stütze den Wangenabschnitt, so daß dieser
in seiner Zusammenfügung zu der Treppenwange biegungssteif sowohl in der Belastungsrichtung
als auch in Querrichtung und zusätzlich verwindungssteif ist. Die Treppe neigt also
auch unter ungünstigen Belastungen nicht zum Schwingen. Die Vierkant-Ausbildung von
Aufnahmen und Stützen bildet wegen der flächigen Anlage in Hauptbelastungsrichtung
eine gute Abstützung. Jede Form, auch die Form von rund, Hülsen oder Rohren ist ebenfalls
brauchbar.
[0039] Durch die Wangenkonstruktion wird der Raum oberhalb und unterhalb der Treppe auch
nach der Seite hin nicht begrenzt, so daß sie sich auch zum Transport sperriger Gegenstände
eignet. Eventuelle Zwischenabstützungen können höhenverstellbar ausgebildet sein,
um die Anordnung der Zwischenplattform in beliebiger Höhe zu ermöglichen. Wegen der
Einzelheiten der Formgebung der einzelnen Elemente wird ausdrücklich auf die Zeichnung
Bezug genommen.
1. Treppen-Bausatz mit einer Vielzahl von im wesentlichen gleichartigen Stufenelementen
(12), die durch höhenversetzte Anbringung aneinander im Vorder- und Rückkantenbereich
der Stufenelemente zu einer vorzugsweise geraden Treppe verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stufenelemente (12) seitliche Wangenabschnitte (15) mit Eingriffsmitteln (16,
22) aufweisen, die direkt ineinander eingreifen.
2. Treppen-Bausatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wangenabschnitte
(15) jeweils als ein Eingriffsmittel eine Aufnahme (16) und als damit zusammenwirkendes
Eingriffsmittel wenigstens ein darin passend eingreifendes Eingriffselement (22) aufweisen,
wobei vorzugsweise die Aufnahme (16) eine Hülse ist, die an einer oberen Stirnfläche
(17) geschlossen ist und mit deren Innenseite eine Anschlagfläche für die obere Stirnfläche
(31) des als im wesentlichen vertikale Stütze ausgebildeten Eingriffselementes (22)
bildet, wobei insbesondere die Aufnahme (16) an der Vorderkante und das Eingriffselement
(22) an der Rückkante des Stufenelementes (12) angeordnet sind und vorzugsweise an
den Aufnahmen (16) auf die Eingriffselemente (22) einwirkende Spannschrauben (19)
vorgesehen sind.
3. Treppen-Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wangenabschnitte (15) durch Eigenversteifung und ihre gegenseitige Verbindung
zu durchgehenden, jeweils einen biegesteifen Träger bildenden Treppenwangen verbindbar
sind.
4. Treppen-Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen die Wangenabschnitte (15) ein Stufen-Trittelement (25) eingesetzt und mit
den Wangenabschnitten (15) zu einem einstückigen Stufenelement (12) verbunden ist,
wobei vorzugsweise das Stufen-Trittelement (25) eine insbesondere aus durchbrochenem
Metallblech bestehende Trittfläche (24) aufweist, die zwischen die Wangenabschnitte
(15) verbindenden Querträgern (23) angeordnet ist, wobei ggf. das Stufen-Trittelement
(25) eine Aufnahme für eine Trittauflage (38), z.B. aus Holz, aufweist, die vorzugsweise
auf der Rückseite der Trittfläche (24) zwischen die Querträger (23) einsetzbar ist.
5. Treppen-Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stufenelemente (12) mit ihren Eingriffsmitteln (16, 22) derart symmetrisch ausgebildet
sind, daß die Stufenelemente (12) wahlweise in jeweils 180° gedrehter Lage zu einer
Treppe zusammenzufügen sind.
6. Treppen-Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wangenabschnitte (15) rechteckige oder parallelogrammformige Teile einer durchgehenden
Treppenwange sind und im Bereich ihrer Trennlinien (34) Aufnahmen (16) und Eingriffselemente
von Eingriffsmitteln aufweist, vorzugsweise je eine Aufnahme (16) und ein Eingriffselement
(22) im Bereich einer Trennlinie (34).
7. Treppen-Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Zwischenpodest (40) vorgesehen ist, an dessen Seitenbereichen Aufnahmen (16) angeordnet
sind, wobei ggf. an den Stufenelementen (12) und/oder einem Zwischenpodest (40) Aufnahmen
(16) für ein Geländer, eine Stütze (42, 44) und/oder eine Wandbefestigung (46) vorgesehen
sind.
8. Treppen-Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stufenelemente (12) stapelbar sind.
9. Treppen-Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Stufenelemente (12) zum freitragenden Aufbau, vorzugsweise ohne Hilfskonstruktion
aneinander festlegbar sind und vor ihrer Verspannung eine statisch definierte Lage
zueinander einnehmen.
10. Treppen-Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine
Eingriffsmarkierung (32) an einem Eingriffsmittel.
11. Treppe, die aus einem Treppen-Bausatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufgebaut
ist.