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<ep-patent-document id="EP93102701A1" file="EP93102701NWA1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="0557912" kind="A1" date-publ="19930901" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-1">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>ATBE..DE..ESFRGBGRIT....NLSE......................</B001EP><B005EP>R</B005EP></eptags></B000><B100><B110>0557912</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG</B121></B120><B130>A1</B130><B140><date>19930901</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>93102701.5</B210><B220><date>19930220</date></B220><B240></B240><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B300><B310>4206058</B310><B320><date>19920227</date></B320><B330><ctry>DE</ctry></B330></B300><B400><B405><date>19930901</date><bnum>199335</bnum></B405><B430><date>19930901</date><bnum>199335</bnum></B430></B400><B500><B510><B516>5</B516><B511> 5C 23G   5/024  A</B511><B512> 5C 11D   7/24   B</B512></B510><B540><B541>de</B541><B542>Verfahren zum Entfetten von metallischen Gegenständen</B542><B541>en</B541><B542>Degreasing process for metal articles</B542><B541>fr</B541><B542>Procédé de dégraissage d'objets métalliques</B542></B540><B560></B560></B500><B700><B710><B711><snm>KM Europa Metal Aktiengesellschaft</snm><iid>00220375</iid><irf>KM 92 P 329</irf><adr><str>Postfach 3320</str><city>D-49023 Osnabrück</city><ctry>DE</ctry></adr></B711></B710><B720><B721><snm>Matussek, Jörg</snm><adr><str>An der Achelriede 11</str><city>W-4516 Bissendorf 1</city><ctry>DE</ctry></adr></B721><B721><snm>Reiter, Ulrich, Dr.</snm><adr><str>Rehmstrasse 55</str><city>W-4500 Osnabrück</city><ctry>DE</ctry></adr></B721></B720></B700><B800><B840><ctry>AT</ctry><ctry>BE</ctry><ctry>DE</ctry><ctry>ES</ctry><ctry>FR</ctry><ctry>GB</ctry><ctry>GR</ctry><ctry>IT</ctry><ctry>NL</ctry><ctry>SE</ctry></B840></B800></SDOBI><!-- EPO <DP n="8"> -->
<abstract id="abst" lang="de">
<p id="pa01" num="0001">Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfetten von harten und halbharten Installationsrohren aus Kupfer mit einem flüssigen Entfettungsmittel hoher Umweltverträglichkeit. Hierzu werden die Rohre kurzzeitig in einem Gemisch halogenfreier, aliphatischer Kohlenwasserstoffe bei einer im Temperaturbereich von 35 bis 55 °C liegenden Temperatur behandelt und anschließend getrocknet.</p>
<p id="pa02" num="0002">Vorzugsweise werden die zu entfettenden Rohre in einem getrennten Arbeitsschritt zusätzlich kalt vorentfettet.</p>
</abstract><!-- EPO <DP n="1"> -->
<description id="desc" lang="de">
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfetten von langgestreckten metallischen Gegenständen, insbesondere harten und halbharten Installationsrohren aus Kupfer, mit einem flüssigen Entfettungsmittel.</p>
<p id="p0002" num="0002">Bei der industriellen Fertigung von Metallprodukten, an die besonders hohe Anforderungen hinsichtlich Sauberkeit und Fettfreiheit der Materialoberflächen gestellt werden, beispielsweise für nachfolgende Bearbeitungsverfahren wie Verchromen und Verzinnen, werden bisher chlorierte und/oder fluorierte Kohlenwasserstoffe eingesetzt. Die Verwendung derartiger Entfettungsmittel hat sich in den letzten Jahren insofern als problematisch erwiesen, als deren Bestandteile in den Verdacht gekommen sind, toxisch zu sein und/oder die Ozonschicht zu schädigen. Zudem sind sehr aufwendige Abluftreinigungsanlagen erforderlich, damit die maximal zulässige Konzentration am Arbeitsplatz nicht überschritten wird.</p>
<p id="p0003" num="0003">Auch harte und halbharte Rohre aus phosphordesoxidiertem Kupfer für die Verwendung im sanitären Bereich müssen besonders sorgfältig von den vom Rohrziehen stammenden Schmiermittelrückständen befreit werden, um spätere Korrosionsschäden zu vermeiden. Zur Entfettung der Schmiermittel- bzw. Ziehölrückstände auf den inneren und äußeren Rohroberflächen ist es bereits bekannt, als Lösungsmittel halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie Per- und Trichlorethylen, einzusetzen und die Stangenrohre in Form von Bündeln in ein entsprechendes Lösungsmittelbad einzutauchen.<!-- EPO <DP n="2"> --></p>
<p id="p0004" num="0004">Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem langgestreckte Metallgegenstände, wie Stangen, Profile und Rohre, wirtschaftlich und insbesondere umweltfreundlich entfettet werden können.</p>
<p id="p0005" num="0005">Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die metallischen Gegenstände kurzzeitig mit einem Gemisch halogenfreier aliphatischer Kohlenwasserstoffe bei einer im Temperaturbereich von 35 bis 55 °C liegenden Temperatur behandelt und anschließend getrocknet werden.</p>
<p id="p0006" num="0006">Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen.</p>
<p id="p0007" num="0007">Überraschenderweise wurde bei der Suche nach einem Entfettungsmittelersatz für die umweltschädlichen halogenierten Kohlenwasserstoffe gefunden, daß die bisher ausschließlich im kalten Zustand eingesetzten Gemische halogenfreier aliphatischer Kohlenwasserstoffe im Temperaturbereich zwischen 35 und 55 °C ein überragendes Entfettungsverhalten aufweisen und die Materialoberflächen rückstandsfrei trocknen.</p>
<p id="p0008" num="0008">Halogenfreie aliphatische Kohlenwasserstoffe und deren Gemische sind grundsätzlich als sogenannte Kaltreiniger bekannt und werden unter verschiedenen Handelsnamen auf dem Markt angeboten.</p>
<p id="p0009" num="0009">Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich fettfreie Oberflächen von Stangen, Profilen und Rohren in einer äußerst wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Weise erzielen.</p>
<p id="p0010" num="0010">Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung im folgenden noch näher erläutert.<!-- EPO <DP n="3"> --></p>
<p id="p0011" num="0011">Auf Endabmessung gezogene 5 m lange Kupferrohre mit einem Durchmesser von 15 mm und einer Wanddicke von 1 mm werden zu Bündeln mit einem Gewicht von etwa 1 t zusammengefaßt. Der Fettgehalt auf der Innenoberfläche der Kupferrohre beträgt zu diesem Zeitpunkt etwa 0,8 bis 1,5 mg/dm². Die Rohrbündel werden 5 bis 15 Minuten lang in ein auf 40 °C erwärmtes Entfettungsbad getaucht, das aus einem Gemisch halogenfreier aliphatischer Kohlenwasserstoffe besteht. Für das Entfettungsbad kann beispielsweise das unter dem Handelsnamen "ELMOTAN LB-850" angebotene halogen- und aromatenfreie Kohlenwasserstoffgemisch verwendet werden. Dieses flüssige Entfettungsmittel verdunstet im Temperaturbereich zwischen 35 und 55 °C relativ schnell, obwohl es einen stabilen Flammpunkt oberhalb von 58 °C besitzt. Darüber hinaus ist das Entfettungsmittel nach der Gefahrstoff-Verordnung nicht kennzeichnungspflichtig.</p>
<p id="p0012" num="0012">Während der Entfettungsbehandlung ist es besonders vorteilhaft, das Rohrbündel in Schräglage mehrfach aus dem Entfettungsbad herauszuheben, um das Entfettungsmittel durch die Rohre strömen zu lassen und die Entfettung der Innenoberflächen damit zu intensivieren. Die Rohre können dann noch etwa 10 Minuten über dem Entfettungsbad gelagert werden, damit das Entfettungsmittel abtropfen kann. Anschließend wird das Rohrbündel in eine schwenkbare Kassette gelegt und mit einer Neigung von etwa 70° von oben nach unten mit einem Luftstrom angeblasen. Zur Beschleunigung des Trocknungsprozesses kann erwärmte Luft verwendet werden. Der Luftstrom unterstützt sowohl das Ablaufen des Entfettungsmittel als auch dessen Verdunstung.</p>
<p id="p0013" num="0013">Der Schmiermittel- bzw. Restkohlenstoffgehalt auf der Innenoberfläche der Kupferrohre hatte sich nach der Entfettung auf weniger als 0,15 mg/dm² verringert.<!-- EPO <DP n="4"> --></p>
<p id="p0014" num="0014">Mit besonderem Vorteil kann das Entfettungsbad mit einer Destillationsanlage gekoppelt werden, wobei kontinuierlich jeweils eine Teilmenge des mit Ziehöl verunreinigten Entfettungsmittels regeneriert und dem Entfettungsbad wieder zugeführt wird. Mit der Rückführung des gereinigten Entfettungsmittels in das Entfettungsbad bleibt der Verbrauch des Entfettungsmittels auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt. Ferner kann damit das Entfettungsbad auf einen konstanten Fettgehalt eingestellt werden.</p>
<p id="p0015" num="0015">Vorzugsweise kann für die Regenerierung des verunreinigten Entfettungsmittels eine Vakuumdestille verwendet werden, um die Reinigung bei möglichst niedrigen Temperaturen durchzuführen.</p>
<p id="p0016" num="0016">Werden die zu entfettenden Metallgegenstände in einer Vorstufe zusätzlich kalt entfettet, so ist es möglich, den Entfettungsmittelverbrauch noch weiter zu verringern und die Fettaufnahmekapazität des temperierten Entfettungsbades noch besser auszunutzen.</p>
</description><!-- EPO <DP n="5"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-0001" num="0001">
<claim-text>Verfahren zum Entfetten von langgestreckten metallischen Gegenständen, insbesondere harten und halbharten Installationsrohren aus Kupfer, mit einem flüssigen Entfettungsmittel, <b>dadurch gekennzeichnet</b>, daß die metallischen Gegenstände kurzzeitig mit einem Gemisch halogenfreier aliphatischer Kohlenwasserstoffe bei einer im Temperaturbereich von 35 bis 55 °C liegenden Temperatur behandelt und anschließend getrocknet werden.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0002" num="0002">
<claim-text>Verfahren zum Entfetten von langgestreckten metallischen Gegenständen nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet</b>, daß die Behandlung in einem Entfettungsbad durchgeführt wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0003" num="0003">
<claim-text>Verfahren zum Entfetten von langgestreckten metallischen Gegenständen nach Anspruch 2, <b>dadurch gekennzeichnet</b>, daß die Temperatur des Entfettungsbades auf etwa 40°C gehalten wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0004" num="0004">
<claim-text>Verfahren zum Entfetten von langgestreckten metallischen Gegenständen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, <b>dadurch gekennzeichnet</b>, daß vor der Behandlung mit einem temperierten Entfettungsmittel mit einem kalten Entfettungsmittel vorentfettet wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0005" num="0005">
<claim-text>Verfahren zum Entfetten von langgestreckten metallischen Gegenständen nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , <b>dadurch gekennzeichnet</b>, daß für den Trocknungsprozeß ein Luftstrom verwendet wird.<!-- EPO <DP n="6"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-0006" num="0006">
<claim-text>Verfahren zum Entfetten von langgestreckten metallischen Gegenständen nach Anspruch 5, <b>dadurch gekennzeichnet</b>, daß der Luftstrom erwärmt wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0007" num="0007">
<claim-text>Verfahren zum Entfetten von langgestreckten metallischen Gegenständen mit einem flüssigen Entfettungsmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , <b>dadurch gekennzeichnet</b>, daß das mit Ziehöl verunreinigte Entfettungsmittel in einer angeschlossenen Reinigungsanlage regeneriert und das gereinigte Entfettungsmittel erneut verwendet bzw. dem Behandlungsbad zuführt wird.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0008" num="0008">
<claim-text>Verfahren zum Entfetten von langgestreckten metallischen Gegenständen nach Anspruch 7, <b>dadurch gekennzeichnet</b>, daß zur Regenerierung des verunreinigten Entfettungsmittels eine Vakuumdestille verwendet wird.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="7"> -->
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