[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Druckgießen keramischer Formlinge, insbesondere
WC-Schüsseln, mit
- paarweise zusammengehörigen Formteilschlitten, die entlang einer Formteilführung gegeneinander
verschiebbar sind und je ein Formteil tragen, und
- Spannvorrichtungen zum Zusammenspannen der Formteile.
[0002] Aus der DE 3740163 A1 ist eine als Presse bezeichnete Anlage dieser Gattung mit zwei
kreuzförmig, rechtwinklig zueinander angeordneten Portalen bekannt, an denen je zwei
Formteilschlitten auf waagerechten Schienen geführt sind. An jedem Schlitten ist ein
sich vom zugehörigen Portal nach unten erstreckender Hängerahmen befestigt, an dem
eine Aufspannplatte zum Aufspannen eines Formteils angeordnet ist. Jede der Aufnahmeplatten
ist durch Hydraulikzylinder relativ zum zugehörigen Hängerahmen in Richtung auf die
Pressenmitte vorrückbar und in entgegengesetzter Richtung zurückziehbar. Unterhalb
der durch die sich kreuzenden Portale bestimmten Portalmitte ist in einer Fundamentausnehmung
eine Hubeinrichtung angeordnet, die ein unteres Formteil trägt, welches zusammen mit
den an den vier Aufspannplatten befesigten Formteilen eine vollständige Gießform ergibt.
Mit dieser bekannten Anlage lassen sich Sanitärartikel, insbesondere WC-Schüsseln,
gießen, die zur Formung mehr als zwei Formteile benötigen. Die Form wird zum Druckgießen
dadurch geschlossen, daß die an den Portalen geführten Schlitten in Richtung auf die
Pressenmitte bewegt werden, bis die auf den Aufspannplatten angeordneten Formteile
in Anlage aneinander gelangen. Gleichzeitig wird mittels der Hubeinrichtung das untere
Formteil angehoben, so daß schließlich durch die Formteile ein Formhohlraum begrenzt
ist. Ehe dieser mit keramischem Schlicker unter Druck gefüllt werden kann, müssen
die Hängerahmen mit in der Pressenmitte fest angeordneten mechanischen Verriegelungselementen
verriegelt werden und anschließend die Aufspannplatten relativ zu den Schlitten um
ein begrenztes Maß nach vorne sowie die Aufspannplatte für das untere Formteil nach
oben gedrückt werden, so daß die an den Aufspannplatten befestigten Formteile mit
einem vorbestimmten Schließdruck aneinanderliegen.
[0003] Beim Druckgießen keramischer Formlinge genügt es im allgemeinen, den in einen Formhohlraum
eingefüllten Schlicker während einer Druckhaltezeit, die je nach der angestrebten
Scherbendicke in der Größenordnung von 10 bis 15 Min. liegt, unter Druck zu halten.
Anschließend läßt man den überschüssigen Schlicker ablaufen, und dann muß der Formling
sich während einer bestimmten Standzeit bei noch geschlossener Druckgießform verfestigen,
ehe die Form geöffnet, der Formling entnommen und die Form dann für das Druckgießen
eines weiteren Formlings hergerichtet werden kann. Als Summe der Zeit für all diese
einzelnen Vorgänge ergibt sich eine Zykluszeit, in der bei der beschriebenen bekannten
Anlage jeweils nur ein einziger Formling entsteht.
[0004] Entsprechendes gilt auch für eine weitere, aus der DE-A1 2112759 bekannte Druckgießvorrichtung,
die eine Grundplatte, eine auf dieser befestigte senkrechte Kopfplatte, eine im Abstand
parallel dazu angeordnete Fußplatte und vier waagerechte Holme aufweist, die an den
beiden genannten Platten befestigt sind und eine zu ihnen parallele Schiebeplatte
führen. Die Schiebeplatte ist mittels einer an der Fußplatte abgestützten hydraulischen
Kolbenzylindereinheit zur Kopfplatte hin verschiebbar und trägt ein gießkernartiges
Formteil. An der Kopfplatte ist eine Aufspannplatte um eine waagerechte, etwa in Höhe
der unteren Holme rechtwinklig zu dieser angeordnete Schwenkachse schwenkbar gelagert
und gelenkig mit einer Kolbenzylindereinheit verbunden, die an der Kopfplatte abgestützt
ist. An der Aufspannplatte ist ein zweites, wannenartiges Formteil befestigt. In jedem
Arbeitszyklus wird aus den beiden Formteilen durch Annähern der Schiebeplatte an die
Kopfplatte eine geschlossene Druckgießform gebildet, die mit Schlicker gefüllt wird.
Nach Ablauf der Druckhaltezeit und der sich daran anschließenden Standzeit wird die
Schiebeplatte samt kernartigem Formteil in Richtung zur Fußplatte zurückgezogen und
anschließend wird die Aufspannplatte zwischen den beiden unteren Holmen hindurch nach
unten geschwenkt und der entstandene Formling auf einem Förderer abgesetzt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anlage zum Druckgießen keramischer
Formlinge, insbesondere WC-Schüsseln, mit erhöhter Leistungsfähigkeit zu schaffen.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß ausgehend von einer Anlage der eingangs beschriebenen
Gattung dadurch gelöst, daß
- die Spannvorrichtungen an einem von den Formteilschlitten getrennten Spannrahmen angeordnet
sind, der zwischen einer Betriebsstellung, in der er mindestens ein Paar Formteile
umschließt, und einer Ruhestellung, in der er diese Formteile freigibt, hin- und herbewegbar
ist,
- mindestens ein zusätzliches Paar Formteile auf je einem zusätzlichen Formteilschlitten
außerhalb des Spannrahmens angeordnet ist, solange dieser die erstgenannten Formteile
umschließt, und
- in der Ruhestellung des Spannrahmens eine Relativbeweglichkeit zwischen Spannrahmen
und Formteilschlitten gegeben ist, die es dem Spannrahmen ermöglicht, in Betriebsstellung
wahlweise die erstgenannten Formteile oder die zusätzlichen Formteile zusammenzuspannen.
[0007] Damit wird erreicht, daß die am Spannrahmen angeordneten Spannvorrichtungen nach
Ablauf der Druckhaltezeit der Gießform oder Gießformen, die sie zusammengehalten haben,
nicht bis zum Ablauf der anschließenden Standzeit unbenutzt stehenbleiben müssen,
sondern sofort zum Zusammenspannen einer oder mehrerer weiterer Druckgießformen verwendet
werden können. Der Raum rings um die erstgenannte Druckgießform oder Gruppe solcher
Formen ist schon vor Ablauf der Standzeit vollständig frei von Spannvorrichtungen,
so daß die Formteile sofort zugänglich sind, etwa erforderliche Nacharbeiten an den
Formlingen ohne Verzögerung durchgeführt und die Formlinge entnommen werden können.
[0008] Diese Vorteile sind grundsätzlich davon unabhängig, welche der zum Instellungbringen
des Spannrahmens in bezug auf die Formteile erforderlichen Relativbewegungen dem Spannrahmen
und welche davon den Formteilschlitten zugewiesen sind, und in welchen Richtungen
im Raum diese Relativbewegungen stattfinden. Es hat sich jedoch als besonders vorteilhaft
erwiesen, wenn der Spannrahmen Bewegungsmöglichkeiten gemäß den Ansprüche 2 bis 5
hat.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Formteilschlitten und der sie führenden und bewegenden
Bauteile sind Gegenstand der Ansprüche 6 bis 9.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen
mit weiteren Einzelheiten beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- die Draufsicht einer erfindungsgemäßen Anlage,
- Fig. 2
- die Vorderansicht in Richtung des Pfeils II in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine teilweise als senkrechter Schnitt III-III in Fig. 2 dargestellte Seitenansicht
der Anlage in einer Betriebsstellung und
- Fig. 4
- eine entsprechende Seitenansicht in einer Ruhestellung.
[0011] Zu der dargestellten Anlage gehören sechs Druckgießformen 10 mit je einem Paar Formteile
12, 14 sowie je zwei Kernen 16 und 18, die gemeinsam einen Formraum zum Druckgießen
eines Formlings 20, im dargestellten Beispiel einer WC-Schüssel, umschließen. Die
beiden Formteile 12 und 14 jeder Druckgießform sind an je einem Formteilschlitten
22 bzw. 24 befestigt, der zu diesem Zweck eine Halterung 26 bzw. 28 aufweist. Die
beiden Formteilschlitten 22 und 24 für jede Druckgießform 10 sind auf einer gemeinsamen
Formteilführung 30 gelagert und geführt; insgesamt sind sechs miteinander fluchtende
Formteilführungen 30 vorgesehen.
[0012] Jede Formteilführung 30 hat eine erste waagerechte Stange 32, die kreiszylindrisch
geschliffen und mit ihren beiden Enden an je einem Ständer 34 befestigt ist. Parallel
zu der ersten Stange 32 und in der Stellung gemäß Fig. 2 und 3 unterhalb davon erstreckt
sich eine zweite Stange 36, die jedoch kurz vor den benachbarten Ständern 34 endet
und an ihren Enden durch je ein Joch 38 mit der ersten Stange 32 fest verbunden ist.
Eines der beiden zu jeder Formteilführung 30 gehörigen Joche 38 ist mit einem Schwenkantrieb
40 verbunden, der im dargestellten Beispiel von einer hydraulischen oder pneumatischen
Kolbenzylindereinheit gebildet und so ausgelegt ist, daß er die beiden Joche 38 samt
der zweiten Stange 36 um die erste Stange 32 schwenken kann, nämlich aus der in Fig.
2 und 3 abgebildeten Stellung, in der die beiden Stangen senkrecht übereinanderliegen,
in die Stellung gemäß Fig. 4, in der die beiden Stangen nebeneinanderliegen. An der
Schwenkung nehmen die beiden zugehörigen Formteilschlitten 22 und 24 teil, die auf
den beiden Stangen 32 und 36 geführt sind. Die Stellung gemäß Fig. 2 und 3 ist eine
Gießstellung, die dadurch festgelegt ist, daß die beiden Formteilschlitten 22 und
24 auf einer Säule 42 ruhen. Die Stellung gemäß Fig. 4 dient zur Übergabe des gegossenen
Formlings 20 an einen Förderer 44.
[0013] Jeder der Formteilschlitten 22 und 24 ist durch einen Verschiebeantrieb 46 bzw. 48
mit dem benachbarten Joch 38 verbunden, und diese Verschiebeantriebe - dargestellt
sind wiederum Kolbenzylindereinheiten - sind so gesteuert, daß die Formteilschlitten
22 und 24 zum Schließen der Druckgießform 10 zueinander hin und zum Öffnen voneinander
weg bewegbar sind.
[0014] Zu der Anlage gehört ferner ein Spannrahmen 50, der aus mehreren miteinander verschweißten
Längsträgern 52 und Querträgern 54 sowie senkrechten Stirnwänden 56 und Zwischenwänden
58 gebildet ist. Der Spannrahmen 50 ist an einem Rahmenschlitten 60 um eine waagerechte,
zu den Formteilführungen 30 parallele Schwenkachse 62 schwenkbar gelagert und durch
einen Schwenkantrieb 64 mit dem Rahmenschlitten 60 verbunden. Der Schwenkantrieb 64
ist so ausgelegt, daß der Spannrahmen 50 aus der in Fig. 1 bis 3 abgebildeten Betriebsstellung,
in der er drei Druckgießformen 10 umschließt, um etwa 45° nach oben in eine Ruhestellung
schwenkbar ist, in der die Formteilschlitten 22 und 24 samt daran befestigten Formteilen
12 und 14 in der beschriebenen Weise aus der Gießstellung in die Entnahmestellung,
und umgekehrt, schwenkbar sind.
[0015] Der Rahmenschlitten 60 ist mit satzweise angeordneten oberen Rollen 66 und seitlichen
Rollen 68 auf einer waagerechten Rahmenführung 70 geführt, die sich parallel zur Schwenkachse
62 und zu den Formteilführungen 30 erstreckt. An der Unterseite der Rahmenführung
70 ist eine Zahnstange 72 befestigt, in die ein Ritzel 74 eingreift. Das Ritzel 74
ist von einem am Rahmenschlitten 60 angeordneten Motor 76 antreibbar, und dieser ist
so gesteuert, daß er zwischen einer ersten Gießstation 78 und einer zweiten Gießstation
80 hin- und herbewegbar ist. Jede der beiden Gießstationen 78 und 80 enthält drei
der in Fig. 1 dargestellten Druckgießformen 10 samt zugehörigen Formteilschlitten
22 und 24. In seiner Betriebsstellung umschließt der Spannrahmen 50 somit entweder,
wie in Fig. 1 dargestellt, die drei rechts der Mitte der Anlage angeordneten Druckgießformen
10 oder die drei links davon angeordneten Druckgießformen 10.
[0016] Am Spannrahmen 50 sind linke Spannvorrichtungen 82 und rechte Spannvorrichtungen
84 sowie vordere Spannvorrichtungen 86 und hintere Spannvorrichtungen 88 derart und
in solcher Anzahl angeordnet, daß die Formteile 12 und 14 sowie Kerne 16 und 18 jeder
der drei vom Spannrahmen 50 umschlossenen Druckgießformen 10 mittels sechzehn Spannvorrichtungen
zusammenspannbar sind.
[0017] Zum Ziehen und Setzen der Kerne 16 und 18 ist eine fahrbare Kernziehvorrichtung 90
bekannter Bauart vorgesehen, die gemäß Fig. 1 gerade in der ersten Gießstation 78
steht, um aus einer der dort angeordneten Druckgießformen 10 mit einem Greifer 92
den vorderen Kern 16 und mit einem weiteren Greifer 94 den hinteren Kern 18 zu ziehen.
Dies geschieht nacheinander bei allen in der ersten Gießstation 78 stehenden Druckgießformen
10, und anschließend werden diese nacheinander über den Förderer 44 geschwenkt, so
daß die in je einer dieser Druckgießformen zwischen den Formteilen 12 und 14 gehaltenen,
bei einem vorangegangenen Arbeitszyklus gegossenen Formlinge 20 auf je einer auf dem
Förderer 44 liegenden Schwundplatte 96 abgesetzt werden. Danach werden die Formteile
12 und 14 durch gegenläufiges Verschieben der Formteilschlitten 22 und 24 voneinander
wegbewegt, so daß der zugehörige Formling 20 freigegeben wird, um dann auf der zugehörigen
Schwundplatte 96 trocknen zu können. Die Schwundplatten 96 sind an ihrer Oberseite
glatt, so daß sie das beim Trocknen eintretende Schwinden der Formlinge 20 nicht behindern.
[0018] Während des Entleerens der Druckgießformen 10 in der ersten Gießstation 78 werden
die Druckgießformen 10 in der zweiten Gießstation 80 mit Schlicker unter Druck gefüllt
und bleiben anschließend weiterhin vom Spannrahmen 50 zusammengespannt, bis die Druckhaltezeit
verstrichen ist. Sobald dann der überschüssige Schlicker aus diesen Druckgießformen
10 abgelassen worden ist, werden die Spannvorrichtungen 82, 84, 86 und 88 drucklos
gemacht und der Spannrahmen 50 in seine Ruhestellung gemäß Fig. 4 nach oben geschwenkt.
Für die anschließende Standzeit genügt es, daß die Formteile 12 und 14 durch die an
den zugehörigen Formteilschlitten 22 und 24 angreifenden Verschiebeantriebe 46 und
48 mit einer geringen Kraft, die für sich allein dem Gießdruck nicht standgehalten
haben würde, zusammengehalten werden.
[0019] Während der Standzeit der in der zweiten Gießstation 80 stehenden Druckgießformen
10, sobald die in der ersten Gießstation 78 stehenden Druckgießformen für eine erneute
Benutzung bereit sind, wird der Spannrahmen 50 aus der zweiten Gießstation 80 in die
erste Gießstation 78 gefahren und in seine Betriebsstellung abgesenkt. Nach Ablauf
der Standzeit der in der zweiten Gießstation 80 stehenden Druckgießformen 10 werden
deren Kerne 16 und 18 mittels der Kernziehvorrichtung 90 gezogen und dann die Formteile
12 und 14 samt den zwischen ihnen festgehaltenen Formlingen 20 in der beschriebenen
Weise über den Förderer 44 geschwenkt, so daß nun diese Formlinge ebenfalls auf je
einer Schwundplatte 96 abgesetzt werden.
1. Anlage zum Druckgießen keramischer Formlinge (20), insbesondere WC-Schüsseln, mit
- paarweise zusammengehörigen Formteilschlitten (22,24), die entlang einer Formteilführung
(30) gegeneinander verschiebbar sind und je ein Formteil (12, 14) tragen, und
- Spannvorrichtungen (82, 84) zum Zusammenspannen der Formteile (14, 16),
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Spannvorrichtungen (82, 84) an einem von den Formteilschlitten (22, 24) getrennten
Spannrahmen (50) angeordnet sind, der zwischen einer Betriebsstellung (Fig. 3), in
der er mindestens ein Paar Formteile (12, 14) umschließt, und einer Ruhestellung (Fig.
4), in der er diese Formteile (12, 14) freigibt, hin- und herbewegbar ist,
- mindestens ein zusätzliches Paar Formteile ( 12, 14) auf je einem zusätzlichen Formteilschlitten
(22, 24) außerhalb des Spannrahmens (50) angeordnet ist, solange dieser die erstgenannten
Formteile (12, 14) umschließt, und
- in der Ruhestellung des Spannrahmens (50) eine Relativbeweglichkeit zwischen Spannrahmen
(50) und Formteilschlitten (22, 24) gegeben ist, die es dem Spannrahmen (50) ermöglicht,
in Betriebsstellung wahlweise die erstgenannten Formteile (12, 14) oder die zusätzlichen
Formteile (12, 14) zusammenzuspannen.
2. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrahmen (50) für seine Bewegungen zwischen Betriebs- und Ruhestellung
heb- und senkbar ist.
3. Anlage nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrahmen (50) um eine zur Formteilführung (30) parallele Schwenkachse
(62) auf- und abschwenkbar ist.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrahmen (50) in seiner Ruhestellung parallel zur Formteilführung (30)
zwischen Gießstationen (78, 80) hin- und herbewegbar ist, in denen je mindestens ein
Paar zusammengehöriger Formteilschlitten (22, 24) angeordnet ist.
5. Anlage nach Anspruch 4 in Verbindung mit Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Spannrahmen (50) um seine Schwenkachse (62) schwenkbar an einem Rahmenschlitten
(60) gelagert ist, der parallel zur Schwenkachse an (62) einer Rahmenführung (70)
zwischen den Gießstationen (78, 80) hin- und herbewegbar ist und einen Schwenkantrieb
(64) zum Schwenken des Spannrahmens (50) trägt.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Formteilführung (30) für jedes Paar zusammengehöriger Formteilschlitten (22,
24) eine ortsfeste zylindrische erste Stange (32) aufweist, auf der die zugehörigen
Formteilschlitten (22, 24) verschiebbar und schwenkbar gelagert sind, und daß parallel
zu der ersten Stange (32) eine zweite Stange (36) angeordnet ist, die sich durch die
zugehörigen Formteilschlitten (22, 24) hindurcherstreckt, diese ebenfalls führt und
gemeinsam mit ihnen mittels eines Schwenkantriebs (64) um die erste Stange (32) schwenkbar
ist.
7. Anlage nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Stange (36) an einem Paar Joche (38) befestigt ist, die auf der ersten
Stange (32) schwenkbar gelagert und mit je einem der zugehörigen Formteilschlitten
( 22, 24) durch je einen Verschiebeantrieb (46, 48) verbunden sind.
8. Anlage nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Schwenkantrieb (40) für die zusammengehörigen Formteilschlitten
(22, 24) an einem der Joche (38) angreift.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8
dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Formteilführung (30) ein Förderer (44) angeordnet ist, auf dem die
gegossenen Formlinge (20) ablegbar sind.