[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Ablaufarmatur für Brausebecken nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Ablaufarmaturen dieser Art weisen ein Gehäuse auf, das unten an eine Ablauföffnung
der Brausewanne mit einem von oben angesetzten Klemmring angebracht ist. Ein feststehendes
Ablaufrohr ragt als Tauchrohr für einen Geruchsverschluß in einen Stauraum des Gehäuses
hinein. Die Einlauföffnung ist durch eine flache gewölbte Platte trittfest abgedeckt,
wobei sich diese Platte mit radialen Stegen am Randbereich der Einlauföffnung mit
etwas Abstand abstützt, so daß das Wasser ringsum einlaufen kann.
[0003] Bei einer bekannten Ablaufarmatur der genannten Art (DE-U 88 13 543) ist die gewölbte
Platte durch einen axialen Gewindebolzen starr mit dem Gehäuse verschraubt. Dabei
besteht allerdings die Gefahr, daß eine Person, die in der Brausewanne ausrutscht,
sich dabei beim Anstoßen an der Platte verletzen kann.
[0004] Zur Vermeidung einer solchen Verletzungsgefahr ist bei einer weiter bekannten Ablaufarmatur
für eine Brausewanne (DE-40 00 104) die Abdeckplatte mit ihren radialen Stegen mit
dem Einlaufrand des Gehäuses lediglich durch eine Verrastung verbunden, die sich beim
Anstoßen löst, so daß dadurch einer Verletzungsgefahr vorgebeugt wird. Bei den beiden
vorgenannten bekannten Ablaufarmaturen bleibt jedoch stets die Einlaufmündung unter
der Platte in Höhe des Bodens der Brausewanne, so daß das Wasser stets vollständig
abläuft.
[0005] Bekannt ist weiterhin eine Ab- und Überlaufeinrichtung für sanitäre Einrichtungsgegenstände
(DE-U 19 56 597) mit einem in der Ablauföffnung des Beckens anklemmbaren Ventilkörper
mit einer trichterförmigen Einlaufmündung, der sich nach unten in Gestalt eines feststehenden
Standrohres fortsetzt, das als Siphon für einen Geruchsverschluß U-förmig gebogen
ist. Das feststehende Rohr nimmt ausziehbar ein Standrohr auf, das in eine extrem
untere Stellung einstellbar ist, wobei seine Mündung unterhalb der Mündung des Ventilkörpers
liegt, und das ausziehbar ist, so daß seine Mündung beispielsweise in einer Höhe von
10 cm liegt und somit die Möglichkeit besteht, einen dementsprechenden Wasserstand
im Becken einzustellen. Für Brausebecken ist jedoch eine solche Armatur weniger geeignet,
da die Einlaufmündung des feststehenden Rohres nicht durch eine trittfeste Platte
abgedeckt ist, sondern sich dort ein vorstehender Zugknopf befindet, der beim Auftreten
Verletzungen hervorrufen kann.
[0006] Die Erfindungsaufgabe besteht darin, eine für Brausebecken geeignete trittfeste Ablaufarmatur
so auszubilden, daß sie nicht nur den vollständigen Ablauf über dem Boden sondern
auch die Einstellung eines Wasserstandes im Becken ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Ablaufarmatur mit den Merkmalen nach dem Hauptanspruch
gelöst. Der Unteranspruch hat eine bevorzugte Ausführungsform zum Inhalt.
[0008] Bei einer solchen Armatur ist die zum Auftreten geeignete gewölbte Platte mit einem
Standrohr verbunden, das teleskopartig in einem feststehenden Tauchrohr verschiebbar
gelagert ist. In einer unteren Extremstellung des Standrohres liegt seine Mündung
tiefer als die Mündung des feststehenden Einlaufrohres, so daß das Wasser vom Boden
aufgenommen ist und die Wanne vollständig ausläuft. Dabei ist die gewölbte Platte
trittfest durch ihre radial sich abstützenden Stege gehalten. Es besteht aber auch
die Möglichkeit, das Standrohr auszuziehen und somit seine Einlaufmündung höher einzustellen,
beispielsweise 10 cm über dem Wannenboden, so daß sich in der Wanne bis zur Einlaufmündung
das Wasser ansammeln kann. Dabei ist die gewölbte Platte in einem Gummiring gelagert,
der von einem durch die radialen Stege abgestützten festen Ring gehalten ist. Trotz
der trittfesten Halterung kann die Platte elastisch nach unten oder zur Seite ausweichen,
wenn eine Person ausrutscht und an die Platte anstößt, so daß der Gefahr einer Verletzung
vorgebeugt ist.
[0009] Gemäß der weiteren Erfindung ist für die Befestigung der Armatur in der Ablauföffnung
der Wanne ein Klemmring vorgesehen, mit einem Außengewinde, an dem unten das Gehäuse
der Armatur aufgeschraubt werden kann, und mit einem Innengewinde, zum Einschrauben
des feststehenden Ablaufrohres.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden beschrieben unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Zeichnungen.
- Fig. 1
- zeigt einen lotrechten Schnitt durch eine eingebaute Ablaufarmatur nach der Erfindung
mit einem seitlichen Ablaufstutzen;
- Fig. 2
- ist im Prinzip die gleiche Ausführung wie Fig. 1, jedoch mit einem lotrechten Ablaufstutzen.
[0011] Die Armatur nach Fig. 1 und 2 ist für Brausebecken (Brausetassen) vorgesehen, wobei
auf Fig. 1 und 2 ein Boden 1 der Brausetasse zu erkennen ist. Die Armatur ist in eine
bodenseitige Öffnung montiert, wobei sich ein zylindrisches Gehäuse 10 aus Kunststoff
unterhalb des Bodens befindet. Dieses Gehäuse hat einen radialen Ablaufstutzen 11,
der an die bauseitige Abwasserleitung angeschlossen ist. Oben ist das Gehäuse durch
einen Deckel 13 abgeschlossen. Der Innenraum des Gehäuses ist durch eine angeformte
ebene Stauwand 12 unterteilt in einen Stauraum 12a und einen segmentförmigen Ablaufraum,
von dem der radiale Ablaufstutzen 11 oder der axiale Ablaufstutzen 18 (Fig. 2) weiterführt.
Im Stauraum 12 bleibt der Wasserstand wie in der Zeichnung angedeutet. Steigt das
Wasser weiter an, dann läuft es über die Stauwand 12 hinweg in den Abflußraum.
[0012] Das Gehäuse ist mit Hilfe eines Klemmringes 15 am Boden 1 der Brausetasse gehalten.
Der Klemmring ist mit seinem zylindrischen Teil in die Bodenöffnung gesteckt und mit
einem Außengewinde in ein Innengewinde der Öffnung im Gehäuse 10 eingeschraubt. Ein
Kragen des Klemmringes 15 liegt dabei an einem trichterförmigen Teil des Bodens 1
an. Das Gehäuse ist unten mittels eines Gummiringes 14, der von einer Nut aufgenommen
ist, abgedichtet. Der Gummiring liegt unten am Boden der Brausetasse an. In den Stauraum
12a ragt ein Tauchrohr 16 hinein. Dieses hat eine feste Position und ist mit einem
Außengewinde in ein Innengewinde des Klemmrings 15 eingeschraubt. Dabei wird die Abdichtung
dieser Teile durch einen Dichtungsring 16a bewirkt. Oben ist am Tauchrohr ein kragenförmiger
Ansatz, der am Kragen des Klemmrings derart anliegt, daß eine flache trichterförmige
Einlauffläche gebildet wird.
[0013] In das Tauchrohr 16 ist verschiebbar ein Standrohr 20, etwa von gleicher Länge wie
das Tauchrohr eingesteckt. Soweit auf Fig. 1 und Fig. 2 die Darstellung mit voll ausgezogenen
Strichen erfolgt, hat das Standrohr seine extreme untere Stellung. Dabei liegt der
obere Rand des Standrohres tiefer als die vom Klemmring gebildete Einlauffläche. Unterhalb
des Tauchrohres 16 steht das Standrohr nur geringfügig vor, wobei für den Durchfluß
des Wassers am Standrohr Durchbrechungen 21 gebildet sind. Das Standrohr ist an seinem
oberen Bereich gegenüber dem Tauchrohr durch einen Dichtungsring 17 abgedichtet. Das
Standrohr ist ausziehbar bis maximal in die auf Fig. 1 und 2 gestrichelt gezeichnete
Stellung. Geführt ist bei seiner Bewegung das Standrohr einmal durch einen am Standrohr
20 unten angeformten Bund 20a und oben durch einen entsprechend geformten Bund am
Staurohr. Dazwischen besteht zwischen den beiden Rohren etwas Abstand. Die Führung
ist dergestalt, daß das Standrohr in jeder Stellung durch Reibung stehenbleibt. Die
extreme obere Stellung wird begrenzt durch Anschlag des Bundes 20a am oberen Bund
des Tauchrohres.
[0014] Vom oberen Rand des Standrohres aus erstrecken sind mehrere radiale Stege 22 an denen
vorbei das Wasser einlaufen kann. In der unteren Extremstellung sitzen diese Stege
oben am Tauchrohr auf. Die Stege sind oben durch einen Ring 23 verbunden. An diesem
festen Ring ist ein Gummiring 24 gehalten und in dem Gummiring ist mit einem Zapfen
26 eine gewölbte Platte 25 eingesteckt, die mit Abstand den Einlaufbereich überdeckt.
Diese Platte ist speziell für Brausetassen vorgesehen, ist trittfest und dennoch elastisch
gelagert.
[0015] Der obere Rand des Standrohres bestimmt in seiner Höhenlage den Wasserstand, z. B.
den in Fig. 1 erkennbaren hohen Wasserstand 2. In der extremen Tiefstellung des Standrohres
läuft das Wasser vom Boden der Brausetasse aus direkt in die Armatur ein.
1. Ablaufarmatur für Brausebecken mit einem unter einer Einlauföffnung des Brausebeckens
anklemmbaren Gehäuse, einem feststehenden als Tauchrohr in den Stauraum des Gehäuses
ragenden Ablaufrohr, mit einer den Mündungsbereich abdeckenden gewölbten Platte, die
sich mit radialen Stegen am Rand der Mündung trittfest abstützt, gekennzeichnet durch
die nachfolgend genannten Merkmale:
- das feststehende Ablaufrohr (16) nimmt teleskopartig verschiebbar ein Standrohr
(20) etwa gleicher Länge auf, dessen oberer Rand eine Einlaufmündung bildet;
- das Standrohr (20) ist in eine untere Stellung verschiebbar, in der seine Mündung
unterhalb einer Mündung des Ablaufrohres (16) oder etwa in gleicher Höhe wie diese
liegt, und das stufenlos ausziehbar bis in eine maximale obere Stellung verschiebbar
ist;
- die Extremstellungen sind durch Anschläge begrenzt;
- es sind außen am Standrohr anliegende Dichtungselemente vorgesehen;
- die radialen Stege (22) sind am Standrohr (20) befestigt, durch einen festen Ring
(23) verbunden, der einen Gummiring (24) trägt, in den die Platte (25) mit einem axialen
Zapfen (26) gesteckt ist.
2. Ablaufarmatur nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen in die Öffnung des Brausebeckens
einsteckbaren Klemmring (13) mit einem Außengewinde, auf das zum Anklemmen an der
Brausetasse ein Deckel (13) des Gehäuses (10) aufschraubbar ist und mit einem Innengewinde,
in welches das Ablaufrohr (Tauchrohr 16) einschraubbar ist.