[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erkennen von Bränden in zwangsbelüfteten
Geräten oder Maschinen, bspw. in EDV-Geräten und ähnlichen elektronischen Einrichtungen,
mit einem Ablufttrichter, der an dem Luftaustritt des zu überwachenden Gerätes dem
Hauptkühlluftstrom eine repräsentative Teilmenge entnimmt und über eine Luftleitung
einer Meßkammer zuführt, und mit wenigstens einem Detektor zur Erfassung einer Brandkenngröße,
der in der Meßkammer im Luftstrom angeordnet und beispielsweise über einen elektronischen
Schaltkreis mit einer Warn-, Lösch- und/oder Abschalteinrichtung verbunden ist.
[0002] Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise auch unter dem Fachbegriff "Einrichtungsschutzanlagen"
bekannt. Typische Anwendungsbereiche für Einrichtungsschutzanlagen sind EDV-Anlagen
und insbesondere einzelne Komponenten davon sowie ähnliche elektronische Einrichtungen,
wie beispielsweise Meß-, Steuer- und Regelanlagen, Vermittlungseinrichtungen und Nebenstellenanlagen,
Modemschränke, CNC-gesteuerte Arbeitsmaschinen und Industrieroboter, CAD/CAM-Systeme
oder auch Drucker. Es ist bekannt, daß die elektronischen Baugruppen solcher Geräte
bzw. Maschinen aufgrund ihrer Wärmeentwicklung beispielsweise durch Belüftung gekühlt
werden müssen, wobei je nach Art der Erzeugung der Belüftung entweder von zwangsbelüfteten
Geräten gesprochen wird, bei denen der Kühlluftstrom durch einen Ventilator im Gerät
erzeugt wird, oder aber von natürlich belüfteten Geräten, bei denen durch besondere
Anordnung der Geräte am Aufstellungsort eine natürliche oder künstlich durch Klimageräte
erzeugte Konvektion der Raumluft genutzt wird.
[0003] Unter dem Begriff "Brandkenngröße" werden physikalische Größen verstanden, die in
der Umgebung eines Entstehungsbrandes meßbaren Veränderungen unterliegen, z.B. die
Umgebungstemperatur, der Feststoff- oder Flüssigkeits- oder Gasanteil in der Umgebungsluft
(Bildung von Rauch-Partikeln oder Aerosole - oder Dampf) oder die Umgebungsstrahlung.
[0004] Die Bedeutung von Branderkennungsvorrichtungen bzw. kurz: Einrichtungsschutzanlagen
nimmt parallel mit der stark zunehmenden Abhängigkeit von der elektronischen Datenverarbeitung
oder von elektronisch gesteuerten Fertigungsprozessen in Unternehmen jeglicher Art
ständig zu. Während Brandschutzmaßnahmen noch vor wenigen Jahren auf das Erhalten
der Gebäude selbst zugeschnitten waren, bedarf es heutzutage einer möglichst frühen
und zuverlässigen Branderkennung direkt an den Geräten oder Maschinen, um einen Brand
bereits in der Entstehungsphase zu erkennen. Eine möglichst kurze Zeitspanne zwischen
dem Zeitpunkt der Brandentstehung und dem Zeitpunkt der Branderkennung sowie den entsprechenden
Maßnahmen ist bei den eingangs beispielsweise genannten elektronischen Einrichtungen
insbesondere deshalb von größter Wichtigkeit, weil bei derartigen Einrichtungen nicht
der Primärschaden an dem betroffenen Gerät das ausschlaggebende ist, sondern vielmehr
der Sekundärschaden durch eine starke Verqualmung des betroffenen Raumes. Als Brandgut
kommen nämlich vor allem Kunststoffe wie PVC und Polyäthylen, beispielsweise als Kabelisolierungen,
infrage, bei deren Verbrennung Chlorwasserstoffgase frei werden, welche in Verbindung
mit der Luftfeuchte entnommenem Wasser zu Salzsäure reagieren. Diese setzt sich als
feinster Nebel auf die in dem Raum befindlichen Geräte oder Maschinen und dringt über
die Raumluft auch in diese ein. Die Folge sind Korrosionsprozesse, deren Sanierung
häufig den Ausfall einer kompletten Anlage zur Folge haben.
[0005] Das Problem bei der Früherkennung von Bränden in belüfteten Geräten oder Maschinen
oder allgemein in den Räumen, in denen derartige Geräte aufgestellt sind, liegt in
der durch die Belüftung der Geräte bzw. des Raumes erzeugten Luftzirkulation, welche
mit dem Ziel einer möglichst guten Kühlung gewollt ist. In klimatisierten Räumen,
wie beispielsweise in Rechenzentren, erreichen die überwiegend von unten nach oben
gerichteten Luftströmungen die Decke des Raums gar nicht, so daß die dort häufig anzutreffenden
bekannten Punktmelder einen in der Luftströmung enthaltenen Rauch nur sehr spät detektieren
können. Ein weiterer Punkt ist der, daß sich die Hauptkühlluftströmung beispielsweise
in einem modular aufgebauten Gerät dadurch ändern kann, daß das Gerät zunächst mit
weniger Einschüben benutzt und im nachhinein durch Hinzunahme weiterer Einschübe die
Kühlluftverteilung erheblich geändert wird. Eine Folge davon ist, daß die Platzierung
der herkömmlichen Punktmelder im nachhinein häufig nicht mehr richtig ist.
[0006] In Erkenntnis dieser Tatsache wurden die eingangs genannten Branderkennungsvorrichtungen
entwickelt, die mittels eines (oder auch mehrerer) Ablufttrichter direkt an dem Luftaustritt
des zu überwachenden Gerätes ständig Kühlluftproben aus dem Hautkühlluftstrom abgreifen
und über eine verhältnismäßig kurze Luftleitung einer Meßkammer zuführen, die beispielsweise
auf dem zu schützenden Gerät aufgestellt sein kann. Der Abgriff der repräsentativen
Teilmenge aus dem Hauptkühlluftstrom erfolgt hierbei überwiegend durch einen eigenen
Ventilator, welcher die abgegriffene Luftmenge durch die Luftleitung den in der Meßkammer
befindlichen Detektoren zuführt.
[0007] Das Problem bei diesen bekannten Branderkennungsvorrichtungen besteht darin, daß
aufgrund der sich ständig wandelnden Gerätetechnologie die Luftstrommassen und auch
die Strömungsgeschwindigkeiten ständig zunehmen, wodurch es immer schwieriger wird,
aus dem Hauptkühlluftstrom des zwangsbelüfteten Gerätes eine Teilmenge abzugreifen
und unter guten Meßbedingungen eine zuverlässige Erkennung einer Brandkenngröße, insbesondere
der Brandkenngröße "Feststoff- bzw. Flüssigkeitsanteile in der Luft" zu ermöglichen.
Häufig ist es nämlich so, daß unter den Ablufttrichtern ein derartiger Staudruck und
derart starke Verwirbelungen der abgegriffenen Kühlluft entstehen, daß der der Meßkammer
über die Luftleitung zugeführte Luftanteil zu gering ist, und somit eine Erkennung
der Brandkenngrößen entweder unmöglich wird oder aber zu lang dauern würde.
[0008] An diesem Problem setzt die vorliegende Erfindung an, als deren Aufgabenstellung
es angesehen wurde, die Detektionszeit zu verkürzen sowie die Zuverlässigkeit der
bekannten Branderkennungsvorrichtungen zu steigern.
[0009] Diese Aufgabe wird bei einer bekannten Vorrichtung zum Erkennen von Bränden in zwangsbelüfteten
Geräten, beispielsweise in EDV-Geräten und ähnlichen elektronischen Einrichtungen,
welche einen Ablufttrichter aufweisen, der an dem Luftaustritt des zu überwachenden
Gerätes dem Hauptkühlluftstrom eine repräsentative Teilmenge entnimmt und über eine
Luftleitung einer Meßkammer zuführt und wenigstens einen Detektor zur Erfassung einer
Brandkenngröße aufweist, der in der Meßkammer im Luftstrom angeordnet und beispielsweise
über einen elektronischen Schaltkreis mit einer Warn-, Lösch- und/oder Abschalteinrichtung
verbunden ist,
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Wand des Ablufttrichters über dessen Umfang verteilte Durchbrüche aufweist.
[0010] Dieser erfindungsgemäßen Branderkennungsvorrichtung liegt die Überlegung zugrunde,
den unter den Ablufttrichtern der bekannten Vorrichtungen entstehenden Kühlluftstau
und die damit verbundenen Verwirbelungen kontrolliert abzubauen, indem ein Teil der
abgegriffenen Kühlluft durch die Durchbrüche in der Ablufttrichterwand abgelassen
wird. Hierbei kann durch entsprechende Auswahl der Anzahl der Durchbrüche und deren
Querschnitt eine Anpassung an die jeweilige Strömungsgeschwindigkeit des Kühlluftstroms
des zu überwachenden Gerätes erfolgen. Der erfindungsgemäße Ablufttrichter sorgt somit
mittels seiner Durchbrüche dafür, daß die auf die Innenwand des Ablufttrichters auftreffende
Kühlluft dort nicht zusätzlich verwirbelt oder gänzlich zurückgeworfen wird, sondern
daß sie in einer weitestgehend laminaren Kühlluftströmung ohne Rückstau der Luftleitung
zugeführt wird. Das Ergebnis ist eine äußerst zuverlässige und rasch wirkende Branderkennungsvorrichtung.
[0011] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin, daß der im allgemeinen
in der Meßkammer angeordnete Ventilator zum Ansaugen der abgegriffenen Kühlluftmenge
nicht übermäßig groß dimensioniert werden muß, was die weiteren Nachteile eines höheren
Energieverbrauchs, einer größeren Geräuschentwicklung und einer größer dimensionierten
Meßkammer mit sich bringen würde. Dadurch nämlich, daß die Strömungsverhältnisse zwischen
Ablufttrichter und Luftaustritt des zu überwachenden Gerätes, und insbesondere innerhalb
des Ablufttrichters, durch Auswahl der Anzahl und Größe der Durchbrüche optimiert
werden kann ist gewährleistet, daß auch eine optimale Menge des abgegriffenen Kühlluftstroms
in die Luftleitung eingeleitet wird. Der in der Meßkammer befindliche Ventilator hat
dann im wesentlichen nur noch die Funktion, die in der Luftleitung befindliche Kühlluftmenge
gegen die Reibungsverluste im Inneren der Luftleitung in die Meßkammer anzusaugen.
[0012] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0013] So ist zur weiteren Optimierung der Strömungsverhältnisse in dem Ablufttrichter und
zur Anpassung an die Strömungsverhältnisse bei verschiedenen zu überwachenden Gerätetypen
vorzugsweise vorgesehen, daß der lichte Querschnitt der Durchbrüche in der Wand des
Ablufttrichters veränderbar ist. Diese Weiterbildung der Erfindung berücksichtigt,
daß die Menge des Hauptkühlluftstroms, die Strömungsgeschwindigkeit sowie der Staudruck
des Kühlluftstroms von Gerät zu Gerät unterschiedlich sein können und sich insbesondere
durch Veränderung der Anzahl der Einschübe in einem Gerät ändern können.
[0014] Im Hinblick auf eine besonders strömungsgünstige Formgebung des Ablufttrichters sind
zwei vorteilhafte Alternativen vorgesehen. Gemäß einer ersten Alternative ist der
Ablufttrichter im wesentlichen kegelstumpfförmig ausgebildet und die Durchbrüche sind
im Kegelstumpfmantel vorgesehen. Gemäß einer zweiten Alternative ist der Ablufttrichter
im wesentlichen pyramidenstumpfförmig ausgebildet und die Durchbrüche sind im Pyramidenstumpfmantel
vorgesehen. Diese beiden vorzugsweisen Ausgestaltungen des Ablufttrichters lassen
sich jedoch durch eine Vielzahl weiterer Alternativen ergänzen. Da bei der Formgebung
des Ablufttrichters die Optimierung der Strömungsverhältnisse innerhalb des Ablufttrichters,
aber auch im Bereich zwischen dem Luftaustritt des zu überwachenden Gerätes und dem
Ablufttrichter, im Vordergrund stehen, kann sich die Auswahl von mehreren strömungsgünstigen
Formen im wesentlichen nach der geometrischen Anordnung des Luftaustritts richten.
Insofern kommt bspw. ein pyramidenstumpfförmiger Ablufttrichter eher bei recht schmalen
Luftaustritten in Betracht, während bei großflächigen Luftaustritten der Kegelstumpfform
der Vorzug zu geben sein wird.
[0015] Bei einem im wesentlichen kegelstumpfförmig ausgebildeten Ablufttrichter ist vorzugsweise
vorgesehen, daß der lichte Querschnitt der Durchbrüche im Kegelstumpfmantel mittels
eines zentrisch am Ablufttrichter gelagerten Ringes einstellbar ist. Hierzu kann der
Ring beispielsweise im Querschnitt sternförmig nach innen gerichtete Deckelabschnitte
besitzen, die bei entsprechender Einstellung des Ringes die Durchbrüche ganz oder
teilweise abdecken. Selbstverständlich kann zur Erreichung der gleichen Wirkung auch
jener Ring mit den Deckelabschnitten stationär sein, während der Ablufttrichter selbst
gegenüber jenem Ring drehbar sein kann, um den lichten Querschnitt der Durchbrüche
zu verändern. Das Wesentliche an dieser Weiterbildung ist die Verdrehbarkeit der Durchbrüche
gegen die Deckelabschnitte oder umgekehrt, um damit den lichten Querschnitt der Durchbrüche
zu verändern.
[0016] Eine nächste Weiterbildung der erfindungsgemäßen Branderkennungsvorrichtung betrifft
sowohl den optimalen Abgriff der Teilmenge aus dem Hauptkühlluftstrom als auch eine
flexible Handhabung der gesamten Branderkennungsvorrichtung am Einsatzort. Hierfür
ist in vorteilhafter Weise vorgesehen, daß die Luftleitung zwischen Meßkammer und
Ablufttrichter aus einem flexiblen Schlauch besteht und an der Deckfläche des Kegelstumpfs
bzw. des Pyramidenstumpfs ansetzt.
[0017] Da die Erfahrung gezeigt hat, daß bei direkter Befestigung eines Ablufttrichters
auf dem Luftaustritt des zu tiberwachenden Gerätes der Hauptkühlluftstrom teilweise
in das zu überwachende Gerät zurückgeführt wird ist vorzugsweise vorgesehen, daß der
Ablufttrichter mittels Abstandshaltern vom Luftaustritt des zu überwachenden Gerätes
beabstandet befestigt ist.
[0018] Im folgenden werden drei bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- die Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Ablufttrichters;
- Fig. 2
- die Draufsicht auf den Ablufttrichter gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Ablufttrichters;
- Fig. 4
- ein drittes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Ablufttrichters; und
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines zu überwachenden Geräteschranks mit einer erfindungsgemäßen
Branderkennungsvorrichtung.
[0019] Fig. 1 zeigt einen Ablufttrichter 1, wie er in einer Vorrichtung zum Erkennen von
Bränden in zwangsbelüfteten Geräten oder Maschinen, beispielsweise in EDV-Geräten
und ähnlichen elektronischen Einrichtungen, zum Einsatz kommt. Hierfür wird der Ablufttrichter
1 an dem (hier nicht dargestellten) Luftaustritt eines zu überwachenden Gerätes beabstandet
vom Luftaustritt befestigt, so daß mittels des Ablufttrichters dem Hauptkühlluftstrom
des zu überwachenden Gerätes eine repräsentative Teilmenge entnommen wird. Diese Luftmenge
- auch Luftprobe - wird über einen flexiblen Schlauch 6 einer (hier ebenfalls nicht
dargestellten) Meßkammer zugeführt, die in an sich bekannter Weise mit wenigstens
einem Detektor zur Erfassung einer Brandkenngröße ausgerüstet ist. Der Detektor kann
entweder ein Rauchmelder, ein Gasmelder oder aber auch ein Wärmemelder sein, wobei
vorzugsweise Rauchmelder zum Einsatz kommen.
[0020] Der Ablufttrichter 1 ist im wesentlichen kegelstumpfförmig ausgebildet und weist
in seiner Wand 2, d.h. im Kegelstumpfmantel, über dessen Umfang verteilt einige Durchbrüche
3 auf. Der lichte Querschnitt jener Durchbrüche 3 ist durch Verdrehen eines Ringes
4 veränderbar, wodurch sich an dem Ring 4 befestigte Deckelabschnitte 10 über die
Durchbrüche 3 schieben und diese abdecken, bzw. die Durchbrüche 3 freigeben. Die Verdrehung
des Ringes 4 erfolgt durch einen Einstellring 9. Die Mechanik des Gegeneinanderverdrehens
der Deckelabschnitte 10 gegen die Durchbrüche 3 kann selbstverständlich auch dadurch
erreicht werden, daß der Ring 4 mit den Deckelabschnitten 10 feststehend ausgebildet
ist, während jener die Durchbrüche 3 tragende Mantelbereich des Ablufttrichters 1
mittels des Einstellrings 9 verdrehbar ist. Der in der Fig. 1 dargestellte Zustand
zeigt eine geringfügige Öffnung der Durchbrüche 3, so daß ein bestimmter Anteil der
in den Ablufttrichter 1 in Richtung des Pfeils 13 eintretenden Kühlluftmenge zur Vermeidung
eines Luftrückstaus abgelassen wird.
[0021] Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf den Ablufttrichter gemäß Fig. 1, wobei der Ring
4 mit den Deckelabschnitten 10 in Form eines Schnitts durch den Kegelstumpfmantel
dargestellt ist. Als Maß für die Größe der Öffnung der Durchbrüche 3 durch Verdrehen
des Ringes 4 gegen den Kegelstumpfmantel 2 ist eine Skala 8 vorgesehen, deren Einteilung
im Zusammenwirken mit einer Indikatorzunge 11 einen Anhalt für die Einstellung bei
verschiedenen Strömungsgeschwindigkeiten des Hauptkühlluftstroms des zu überwachenden
Gerätes geben kann. Hierfür bietet sich eine Einteilung der Skala 8 in m/sec an.
[0022] Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Ablufttrichters 1, der im wesentlichen
pyramidenstumpfförmig ausgebildet ist. Der flexible Schlauch 6 setzt - wie bei der
Kegelstumpfform - an der Deckfläche 7 des Pyramidenstumpfs an. Die hier gewählte Grundform
der Pyramide ist ein Rechteck, und in den beiden schmaleren Mantelflächen des Pyramidenstumpfs
ist beispielhaft jeweils ein Durchbruch 3 vorgesehen, dessen lichter Querschnitt mittels
jeweils einer Klappe 12 verändert werden kann.
[0023] Fig. 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines Ablufttrichters 1 mit der gleichen
Formgebung wie bei dem vorangegangenen Ausführungsbeispiel. Hier sind jedoch in den
beiden schmaleren Mantelflächen des Pyramidenstumpfs mehrere kleinere Durchbrüche
3 vorgesehen, deren Dichte in Richtung auf die Deckfläche 7 zunimmt. Die Durchbrüche
3 in diesem Ausführungsbeispiel eines Ablufttrichters 1 sind in ihrem lichten Querschnitt
nicht variabel.
[0024] Fig. 5 zeigt das erste Ausführungsbeispiel des Ablufttrichters 1 an dem Luftaustritt
15 eines Geräteschranks 14. Die durch den Ablufttrichter 1 aus dem Hauptkühlluftstrom
des zu überwachenden Geräteschranks 14 abgegriffene repräsentative Teilluftmenge wird
über den flexiblen Schlauch 6 der Meßkammer 5 der Branderkennungsvorrichtung zugeführt.
Sobald die in der Meßkammer 5 befindlichen Detektoren (nicht dargestellt) eine Brandkenngröße
in der die Meßkammer durchströmenden Luftmenge detektieren, wird durch den an die
Detektoren angeschlossenen elektronischen Schaltkreis eine Reaktion in Form eines
Alarms oder dergleichen ausgelöst.
1. Vorrichtung zum Erkennen von Bränden in zwangsbelüfteten Geräten oder Maschinen, beispielsweise
in EDV-Geräten und ähnlichen elektronischen Einrichtungen, mit einem Ablufttrichter,
der an dem Luftaustritt des zu überwachenden Gerätes dem Hauptkühlluftstrom eine repräsentative
Teilmenge entnimmt und über eine Luftleitung einer Meßkammer zuführt, und mit wenigstens
einem Detektor zur Erfassung einer Brandkenngröße, der in der Meßkammer im Luftstrom
angeordnet und beispielsweise über einen elektronischen Schaltkreis mit einer Warn-,
Lösch- und/oder Abschalteinrichtung verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wand (2) des Ablufttrichters (1) über dessen Umfang verteilte Durchbrüche
(3) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der lichte Querschnitt der Durchbrüche (3) veränderbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ablufttrichter (1) im wesentlichen kegelstumpfförmig ausgebildet ist, und
daß die Durchbrüche (3) im Kegelstumpfmantel vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der lichte Querschnitt der Durchbrüche (3) mittels eines zentrisch am Ablufttrichter
(1) gelagerten Ringes (4) einstellbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ablufttrichter (1) im wesentlichen pyramidenstumpfförmig ausgebildet ist,
und daß die Durchbrüche (3) im Pyramidenstumpfmantel vorgesehen sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Luftleitung zwischen Meßkammer (5) und Ablufttrichter (1) aus einem flexiblen
Schlauch (6) besteht und an der Deckfläche (7) des Kegelstumpfs bzw. des Pyramidenstumpfs
ansetzt.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ablufttrichter (1) mittels Abstandshaltern vom Luftaustritt (15) des zu überwachenden
Gerätes (14) beabstandet befestigt ist.