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(11) |
EP 0 559 643 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.09.1994 Patentblatt 1994/36 |
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Anmeldetag: 10.04.1991 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE9100/299 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 9209/707 (11.06.1992 Gazette 1992/13) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM DRAHTPATENTIEREN
PROCESS AND APPARATUS FOR WIRE PATENTING
PROCEDE ET DISPOSITIF DE PATENTAGE DE FILS METALLIQUES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT GB IT LU |
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Priorität: |
22.11.1990 DE 4037170
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.09.1993 Patentblatt 1993/37 |
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Patentinhaber: DRAHTCORD SAAR GMBH & Co.KG |
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66663 Merzig (DE) |
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Erfinder: |
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- EWERT, Wolfram
D-6642 Mettlach (DE)
- HEINRICH, Dieter
D-6640 Merzig (DE)
- NEUMANN, Helmut
D-6635 Beckingen (DE)
- RICHTER, Helmut
D-6642 Mettlach (DE)
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Vertreter: Schneider, Egon |
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Continental AG
Postfach 169 30001 Hannover 30001 Hannover (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Drahtpatentieren,
bei dem der Draht nach Durchlaufen eines Bleibades auf einem durch Führungsorgane
gesteuerten flach aufsteigenden Weg durch ein Bett aus abrasivem Schüttgut, vorzugsweise
Koksgrieß, gezogen wird und in Zeitabständen oder kontinuierlich der Drahtweg innerhalb
des Bettes aus Schüttgut geändert wird, wobei der Drahtweg innerhalb des Bett es aus
Schüttgut durch drei Führungsorgane bestimmt wird, von denen die beiden äußeren ortsfest
sind und das mittlere beweglich ist.
[0002] Die genannten Bleibäder dienen beim Drahtpatentieren dazu, die Drahttemperatur sehr
rasch und in engen Toleranzgrenzen von etwa 1000°C auf etwa 500°C abzusenken. Dieses
Abschrecken ist ein wesentliches Element des Patentierprozesses, durch das besonders
ziehfreudige Gefüge erzielt werden.
[0003] Prinzipiell könnte das Abschrecken auch an anderen Medien als Blei erfolgen; Blei
bietet sich jedoch in besonderem Maße an, weil es bei relativ niedrigen Temperaturen
schmilzt und hohe Abkühlungsgeschwindigkeiten bei großer Temperaturkonstanz zuläßt.
Darüber hinaus ist Blei billig. Ein bekannter Nachteil des Abschreckens in einem Bleibad
liegt darin, daß in gewissem Umfang Bleibenetzungen, bzw. Bleitröpfchen an dem abgeschreckten
Draht haften bleiben. Dieses Blei stört empfindlich beim Verzinken oder Vermessingen
der Drähte und verstopft beim anschließenden Ziehen (Umformen) die Ziehsteine. Um
diese Nachteile zu vermeiden, ist es bekannt, den Draht am Ende des Bleibades durch
ein Bett aus abrasivem Schüttgut zu ziehen. Als abrasives Schüttgut empfehlen sich
insbesondere Sand und Koksgrieß. Durch mechanisch abrasive Wirkung werden die Bleireste
weitgehend vom Draht entfernt, wobei sich das Schüttgut allmählich mit Blei anreichert.
Ein Nachteil des Bettes aus abrasivem Schüttgut liegt darin, daß die Wirkung des Bettes
mit der Zeit allmählich nachläßt.
[0004] Es ist bekannt und üblich, durch manuellen Eingriff mit einer Schaufel oder einem
Rechen das Schüttgut von Zeit zu Zeit zu "harken". Dabei wird stark angereichertes
Schüttgut von den zu reinigenden Drähten wegbefördert und frisches Schüttgut an diese
Stelle geschoben. Abgesehen davon, daß diese Verfahrensweise wegen des Vertrauens
auf einen von Zeit zu Zeit auszuführenden handwerklichen Eingriff nicht sehr zuverlässig
ist, ist der entscheidende Nachteil, daß - während des Harkens selbst - für kurze
Zeit der zu reinigende Draht überhaupt nicht gereinigt wird. Der quasi kontinuierlich
ablaufende Herstellungsprozeß wird empfindlich dadurch gestört, daß die vom Blei nicht
gereinigten Drahtstellen als Ausschuß ausgesondert werden müssen.
[0005] Aus der US-PS 2,531,132 ist eine Vorrichtung bekannt, die den Drahtweg innerhalb
des Bettes aus Schüttgut durch drei Führungsorgane bestimmt, von denen das mittlere,
obere (8) in der Höhe beweglich ist. Durch langsame, kontinuierliche Höhenverstellung
dieses Führungsorganes 8 ändert sich allmählich der Drahtweg innerhalb des Bettes
aus Schüttgut. Da so der Bleieintrag über einen größeren Bereich des Bettes aus Schüttgut
verteilt wird, läßt die reinigende Wirkung des Bettes langsamer nach. Ein Problem
dieser Lösung liegt jedoch darin, daß während des Bewegens des Drahtweges nach oben
die Anpreßkraft des Schüttgutes an den Draht auf dessen Unterseite vermindert ist,
so daß dort die erforderliche abrasive Wirkung des Schüttgutes auf den Draht, insbesondere
auf die Bleiverunreinigungen des Drahtes verringert ist. Beim Herunterschwenken des
Drahtweges durch erneutes Absenken der Führungsrolle 8 ergibt sich der gleiche systematische
Fehler auf der Oberseite des Drahtes.
[0006] Die aufgezeigten Schwierigkeiten werden grundsätzlich vermieden, wenn als Abschreckmedium
nicht Blei sondern ein inertes Gas bzw. Gasgemisch benutzt wird. Bei dieser Verfahrensvariante,
dem sogenannten Gaspatentieren, wird jedoch nicht eine so hohe Abschreckleistung erzielt
und infolgedessen keine ganz so hohe Zugfestigkeit des Endproduktes.
[0007] Die Erfindung gründet auf die allgemeine Aufgabe, den Drahtpatentierprozeß dahingehend
weiterzuentwickeln, daß höchste Drahtzugfestigkeit mit enger Streuung erreicht wird,
ohne daß Bleireste am Draht hingenommen werden müßten. Insbesondere liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, den Verfahrensteil des Drahtpatentierens mit einem Bleibad,
der die teilweise Regenerierung der Abstreifbettung aus Schüttgut betrifft, dahingehend
zu verbessern, daß eine ununterbrochene Drahtreinigung von Blei gewährleistet ist.
Dabei wird von der erwähnten US-PS 2,531,132 als nächstliegendem Stand der Technik
ausgegangen.
[0008] Die Aufgabe wird gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren dadurch gelöst, daß die zyklische
Bewegung des mittleren Führungsorganes zumindest auf dem Teil seiner Bewegungsbahn,
auf dem es den Draht berührt, um höchstens 20° geneigt gegenüber der durch die beiden
äußeren Führungsorgane definierten Geraden erfolgt.
[0009] Die Aufgabe wird ferner gemäß der erfindungsgemäßen Vorrichtung durch die Merkmale
des Anspruchs 11 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens
bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 10
bzw. 12 bis 15 offenbart.
[0010] Durch die Verwendung von drei Führungselementen wird der Drahtlaufweg innerhalb des
Bettes aus abrasivem Schüttgut in zwei Teilstrecken unterteilt. Bei Bewegung des mittleren
Führungsgliedes auf einer Bahn, die zumindest annähernd parallel verläuft zu der Geraden,
die durch die beiden äußeren, in der Lage unveränderlichen Führungsrollen definiert
ist, wird erreicht, daß zum Schwenken der einen Teilstrecke nach unten ein Schwenken
der anderen Teilstrecke nach oben gehört. Wenn also im Streckenabschnitt von der unteren
Führungsrolle bis zum verstellbaren Führungsglied aufgrund der momentanen Schwenkorientierung
die Oberseite des Drahtes nur schwach gereinigt wird, dann wird diese Drahtoberseite
im zweiten Wegabschnitt, also von dem verstellbaren Führungsglied bis zur oberen Führungsrolle,
besonders gründlich gereinigt. Die unverändert vorhandenen systematischen Fehler beider
Streckenabschnitte kompensieren sich also weitgehend aufgrund der Gegenläufigkeit
der Schwenkorientierung beider Streckenabschnitte.
[0011] Um ausgehend vom nächstliegenden Stand der Technik auf das erfindungsgemäße Verfahren
zu kommen, mußte die Systematik des noch verbleibenden Bleiaustrages erst erkannt
werden. Dies war nur unter großen Schwierigkeiten möglich, weil der Draht aufgrund
seiner über der Länge geringen Torsionssteifigkeit zu unreproduzierbaren Verdrillungen
neigt, wodurch die Orte, wo auf dem Draht noch restliche Bleiverunreinigungen aufgefunden
wurden, zunächst nicht den Drahtstellen zugeordnet werden konnten, die beim Schwenken
des Drahtweges gewissermaßen sich im Lee, also in der Zone des durch die Strömungsverhältnisse
verminderten Druckes, befunden haben. Die US-PS 2,531,132 enthält keinen Hinweis auf
diesen Störeffekt, sondern behauptet vielmehr, daß das "lead pulling" ausgeschlossen
sei. Mit der in Rede stehenden Erfindung wird der neu erkannte Störeffekt unterbunden.
[0012] Der aus Anheben und Absenken des Drahtweges in beiden Teilstrecken bestehende Bewegungszyklus
wird nachfolgend als "Verlegen" bezeichnet.
[0013] Erfindungsgemäß erfolgt die zyklische Bewegung des mittleren Führungorgans zumindest
auf dem Teil seiner Bewegungsbahn, auf dem es den Draht berührt, annähernd parallel
zu der durch die beiden äußeren Führungsorgane definierten Geraden; die Abweichung
von der exakten Parallelität soll höchstens so groß sein, daß unter Beachtung der
übrigen Abmessungen die erklärte Gegenläufigkeit beider Teilstrecken verwirklicht
ist, so daß die Kompensation der systematischen Fehler beider Streckenabschnitte erreicht
und so eine höhere Verlegegeschwindigkeit ermöglicht wird; bei gängigen Abmessungen
kann höchstens eine Abweichung von der exakten Parallelität von 20° zugelassen werden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Drahtverlegung sind den Unteransprüchen 2
bis 4 zu entnehmen.
[0014] Die Drahtverlegung bewirkt ein Verwirbeln der Schüttgutbettung mit dem Ergebnis,
daß die Bleikonzentrationsspitzen in unmittelbarer Nähe der Drähte abgebaut werden.
Der Vorteil gegenüber dem nächstliegenden Stand der Technik liegt im gleichmäßigen
Effekt auf Ober- und Unterseite des Drahtes durch Fehlerkompensation.
[0015] Da diese Verwirbelung auf einen verhältnismäßig kleinen Volumenbereich beschränkt
bleibt, ähnlich wie im nächstliegenden Stand der Technik, wird die über das verwirbelte
Volumen gemittelte Bleikonzentration im Schüttgut dieses Volumenbereichs allmählich
ansteigen. Zwar bringt die beschriebene Drahtverlegung für sich schon den Vorteil,
daß erst nach etwa viermaligem Verlegen die verwirbelte, mit Blei angereicherte Schüttgutmenge
entfernt und ersetzt werden muß, und dabei im Gegensatz zum nächstliegenden Stand
der Technik keine Bleistreifen am Draht erscheinen, jedoch erstrebten die Erfinder
noch weitere Verbesserungen: Um auch noch die Bleianreicherungen im abrasiven Schüttgut
zu eliminieren, hat es sich bewährt, wenn - in Zeitabständen oder kontinuierlich -
frisches abrasives Schüttgut von oben auf das Bett aus abrasivem Schüttgut aufgebracht
wird und - in Zeitabständen oder kontinuierlich - abrasives Schüttgut aus dem Bett
ausgestoßen wird entgegen der Drahtlaufrichtung, wobei die Ausstoßrichtung um höchstens
20° von der exakt entgegengesetzten Drahtlaufrichtung abweicht.
[0016] Vorzugsweise wird das mit Blei angereicherte Schüttgut im wesentlichen parallel zu
den zu reinigenden Drähten entgegen der Drahtlaufrichtung ausgestoßen. Es empfiehlt
sich, daß das Aufbringen frischen abrasiven Schüttgutes etwa gleichzeitig mit dem
Ausstoßen abrasiven Schüttgutes erfolgt.
[0017] Bei einer Weiterbildung gemäß Anspruch 7 bleibt der statische Druck im Bett aus abrasivem
Schüttgut praktisch unverändert. Hierdurch wird frisches Schüttgut präzise an die
Stelle geschüttet, wo verbrauchtes Schüttgut entfernt wird. Dies trägt zur Volumenreduzierung
des zu entsorgenden, bleiverseuchten Schüttgutes bei. Dieser Verfahrensvorteil rechtfertigt
den zusätzlichen Aufwand der Vorrichtung, daß nämlich der Schüttgut-Zwischenbehälter
nicht mehr an einer festen Stelle steht, sondern während des Ausschüttens selbst bewegt
wird.
[0018] Das Schüttgut ähnelt - wenn nicht das einzelne Korn betrachtet wird - in seinem mechanischen
Verhalten einer zähen Flüssigkeit. Das "Nachrutschen" des Schüttgutes erscheint tatsächlich
bei Inaugenscheinnahme des gesamten Verfahrens eher als zähes "Nachfließen".
[0019] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens ist der Teilaustausch abrasivem
Schüttgutes mit der Drahtwegänderung (Verlegung) synchronisiert, erfolgt also nahezu
gleichzeitig. Auf diese Weise kann bei guter Wirksamkeit des Drahtreinigungsverfahrens
die Menge des auszustoßenden Schüttgutes und demzufolge die Menge des aufzufrischenden
Schüttgutes minimal gehalten werden. Hierdurch wird insbesondere das Volumen des zu
entsorgenden, bleiverseuchten Schüttgutes verringert.
[0020] Vorteilhafterweise ist der Druck, mit dem frisches Schüttgut auf das Bett aufgebracht
wird, im wesentlichen konstant. Unter Verwendung eines Schüttgut-Zwischenbehälters
wie in Anspruch 7 vorgeschlagen, läßt sich dies dadurch erreichen, daß die Füllhöhe
im Schüttgut-Zwischenbehälter so hoch eingeregelt wird, daß der Füllhöhenabfall innerhalb
eines Bewegungszyklus durch das Aufbringen frischen Schüttgutes auf das Bett gegenüber
der Füllhöhe vernachlässigbar ist. Der Füllhöhenabfall wird minimiert durch einen
sich nach oben trichterähnlich erweiternden Querschnitt des Schüttgut-Zwischenbehälters.
Zweckmäßigerweise wird jeweils einmal innerhalb jedes Bewegungszyklusses frisches
Schüttgut in den Schüttgut-Zwischenbehälter nachgefüllt aus einem ortsfesten Schüttgut-Silo.
[0021] Aufgrund seiner Immobilität darf das Schüttgut-Silo beliebig groß sein und kann ohne
weiteres den Bedarf für eine ganze Produktionswoche aufnehmen. Im Schüttgut-Silo können
erhebliche Füllstandshöhenschwankungen zugelassen werden, da hiervon - nach Zwischenschaltung
des bewegten Schüttgut-Zwischenbehälters - die Qualität der Auffrischung der Bettung
nicht mehr beeinflußt wird. Sinnvollerweise füllt sich nach jedem Verlegen der bewegte
Zwischenbehälter unter dem Silo - gesteuert durch einen automatischen Regelkreis -
bis auf die Soll-Füllstandshöhe auf. Zur Erleichterung des Auffüllens sollte sich
die Ruheposition des in Zeitabständen bewegten Schüttgut-Zwischenbehälters unter dem
Schüttgut-Silo befinden.
[0022] Der statische Druck an der Unterseite des Schüttgut-Zwischenbehälters wirkt beim
Aufbringen frischen Schüttgutes auf das Bett verdichtend auf das Bett ein. Das dadurch
besonders dicht gepackte Schüttgut ergibt eine gesteigerte drahtreinigende Wirkung.
[0023] In der Nähe der Phasengrenze Bleibad/Schüttgut entsteht durch Luftkontakt Bleioxid.
Dieses Bleioxid hat die Tendenz, zu Klumpen zu konglomerieren. Aus dem Bleikonglomerat
können ab einer bestimmten Größe infolge inhomogener Festigkeitsverteilung kleinere
Bleioxid-Brocken ausbrechen und das Schüttgutbett wie den Draht verunreinigen. Um
auch diese Risikoquelle auszuschließen und eine voll mechanisierte Produktion zu ermöglichen,
empfiehlt es sich, daß das in der Nähe der Phasengrenze Blei/Schüttgut entstehende
Bleioxid in Zeitabständen oder kontinuierlich entgegen der Drahtlaufrichtung in das
Bleibad gedrückt wird mittels eines ausstoßenden Elementes.
[0024] Besonders gut bewährt hat sich eine unharmonische Bewegung des mittleren, beweglichen
Führungsorganes: Während verhältnismäßig langer Intervalle wird die Drahtlaufrichtung
überhaupt nicht geändert, um dann in einem Zeitraum von weniger als einer Minute einen
vollständigen Verlegezyklus zu durchlaufen. Auf diese Weise ist die Kontaktzeit der
drahtverlegenden Elemente am geführten Draht sehr kurz gehalten, so daß verhältnismäßig
simple Verlegeorgane möglich sind, ohne daß diese Organe zu schnell verschleißen;
insbesondere reicht eine einfache Umlenkleiste - natürlich vorzugsweise aus hartem,
hochabriebfestem Material - aus, auf der direkt der Draht läuft. Die Fehlerquelle
Führungsrolle scheidet damit aus. Während des eigentlichen Verlegens ist die Bewegung
rascher als bei einer insgesamt harmonischen Bewegung. Bei der bevorzugten unharmonischen
Bewegung beträgt die bevorzugte Zykluszeit 5 bis 30 Minuten. Dabei ist unter Zykluszeit
der Zeitabstand bis zur Wiederholung des Zyklus - bestehend aus der kurzen Verlegezeit
und der langen Pause - zu verstehen.
[0025] Eine Vorrichtung zur Verwirklichung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht aus
einem Bleibad, welches der Draht durchläuft, und einem dahinter angeordneten Bett
aus abrasivem Schüttgut, durch welches der Draht auf einem durch drei Führungsorgane
gesteuerten flach aufsteigenden Weg gezogen wird, wobei das erste und das letzte Führungsorgan
ortsfest sind und das mittlere Führungsorgan beweglich ist und weist die Besonderheit
auf, daß das mittlere Führungsorgan auf einer solchen Bahn beweglich ist, die um höchstens
20° gegenüber der durch die beiden äußeren Führungsorgane definierten Geraden geneigt
ist. Nach einer bevorzugten Weiterbildung weist diese Vorrichtung ein Element auf,
welches periodisch Teilmengen des abrasiven Schüttgutes aus dem Bett entgegen der
Drahtlaufrichtung ausstößt, wobei die Ausstoßrichtung um höchstens 20° von der exakt
entgegengesetzten Drahtlaufrichtung abweicht.
[0026] Eine besonders einfache Vorrichtung zur Verwirklichung dieser Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, daß das das verbrauchte Schüttgut ausstoßende
Element eine bauliche Einheit mit dem mittleren Führungsorgan bildet. Die Zusammenführung
dieser beiden verschiedenen Funktionen in einem einzigen Bauteil bewährt sich besonders
gut bei - wie zuvor beschrieben - unharmonischer Bewegung dieses Bauteiles.
[0027] Weiterhin empfiehlt sich, daß die Vorrichtung ein Element aufweist, welches periodisch
Teilmengen des entstehenden Bleioxids entgegen der Drahtlaufrichtung in das Bleibad
drückt, wobei die Drückrichtung des Bleioxides um höchstens 20° von der exakt entgegengesetzten
Drahtlaufrichtung abweicht. Auch die Funktion des Bleiausstoßens kann dem beweglichen
mittleren Führungsorgan übertragen werden. Allerdings ist dabei darauf zu achten,
daß das mittlere Führungsorgan nicht direkt mit dem auszustoßenden Bleioxid in Kontakt
tritt; bei gut verdichtetem Schüttgut wirkt das vom mittleren Führungsorgan ausgestoßene
Schüttgut gewissermaßen als Schubstange zwischen dem mittleren Führungsorgan und den
auszustoßenden Bleioxid-Klumpen.
[0028] Die Erfindung wird nachfolgend mit einer Figur, die eine erfindungsgemäße Vorrichtung
zeigt, erläutert. Durch das Bleibad 1 wird bis zur unteren Umlenkrolle 2 der zu patentierende
Draht 3 auf zeitlich unverändertem Weg geführt. Wie üblich wird nicht ein einzelner
Draht gefertigt, sondern in der Bildtiefe hintereinanderliegend eine Vielzahl von
Drähten. Mit dem Draht 3 ist also ein ganzes Drahtgatter gemeint. Wie an sich vorbekannt
wird das Drahtgatter 3 mittels einer oberen Umlenkrolle 4 in einer flach aufsteigenden
Richtung aus dem Bleibad herausgeführt. Der entsprechende Drahtweg ist in strichpunktierter
Linie 5 angedeutet.
[0029] Zum Schutz des Bleibades 1 ist dieses (1) auf seiner Oberseite mit einer - spezifisch
leichteren - Schicht 6 aus Koksgrieß abgedeckt. Hierdurch wird zum einen die Oxidierung
des flüssigen Bleis unterdrückt und zum anderen das Freiwerden von Bleidämpfen weitgehend
vermieden.
[0030] In Drahtlaufrichtung gesehen schließt sich an die Koksgrießschicht 6 eine Bettung
aus abrasivem Schüttgut, hier eine Koksgrießbettung 7 an. In dieser Koksgrießbettung
7 kommt es in besonderem Maße darauf an, daß die Bleikonzentration gering gehalten
wird. Durch die Koksgrießbettung 7 wird nämlich der Draht 3 hindurchgeführt, um Bleiverunreinigungen
vom patentierten Draht abzustreifen. Die aufsteigende Oberfläche 8 der sich wie eine
viskose Flüssigkeit verhaltenden Koksgrießsbettung stellt sich bei stationärem Herstellungsprozeß
selbstregelnd ein in Abhängigkeit von der von Koksgrieß benetzten Drahtoberfläche
und der Drahtgeschwindigkeit. Die Drahtaufsteigerichtung im Koksgrießbett ist in den
Grenzen gewählt, wo dieser Selbstregelkreis stabil ist.
[0031] Ausgehend von der insoweit vorbekannten Verfahrensweise liegt die entscheidende Neuerung
darin, daß der Draht 3 vermittels einer Leiste 9 in Zeitabständen von etwa 20 Minuten
kurzzeitig in einen anderen Pfad 10 verlegt wird. Dadurch wird die Koksgrießbettung
7 derartig verwirbelt, daß wieder frischer Koksgrieß an den Draht 3 zu dessen (3)
Reinigung gelangt.
[0032] In dieser Figur ist die bevorzugte Weiterbildung dargestellt, wonach Drahtverlegung,
und Koksgrießauffrischung nahezu gleichzeitig erfolgen und das den Koksgrieß 7 ausstoßende
Element eine bauliche Einheit mit dem den Draht verlegenden Element 9 bildet. Der
Pfiff, der zu dieser besonders einfachen und wirkungsvollen Lösung führt, liegt darin,
daß die Drahtführungsleiste eine größere Bewegungskomponente entlang der Drahtlaufrichtung
5 als quer dazu aufweist. Die Führungsleiste 9 selbst stößt somit den verbrauchten
Koksgrieß aus der Koksgrießbettung 7 in die Koksgrießschicht 6. Diese Ausstoßrichtng
wird dadurch unterstützt, daß hinter (bezogen immer auf Drahtlaufrichtung 5 von links
nach rechts) der Leiste 9 frischer Koksgrieß 11 aus einem zusammen mit der Führungs-
und Ausstoßleiste 9 bewegten Zwischenbehälter 12 mit definiertem Druck aufgebracht
wird. Vermittels des vorweg geschobenen Koksgrießes schiebt die Leiste 9 auch entstehende
Bleioxid-Klumpen in das Bleibad 1. Das Koksgrießsilo zur Beschickung des bewegten
Zwischenbehälters 12 ist nicht dargestellt, weil es für sich betrachtet zum Stand
der Technik gehört.
[0033] Um die etwa alle 20 Minuten auszuführende Operation des Verlegens, Ausstoßen von
verbrauchtem Koksgrieß, Nachrutschen von frischem Koksgrieß, Aufbringen von neuem
Koksgrieß zu bewirken, ist ein vollautomatischer Antrieb vorgesehen, dessen Motor
13 und gleichförmiges Getriebe 14 in strichpunktierter Linie angedeutet sind und dessen
ungleichförmig übersetzendes Getriebe 15 hier als Zugmittelgetriebe mit schaltbarem
Mitnehmer 16 ausgebildet ist. Selbstverständlich kommen zur Erzeugung der von Zeit
zu Zeit erforderlichen Bewegung auch andere Getriebetypen in Frage, insbesondere Kurvenscheibengetriebe
(z.B. Malteserkreuzgetriebe) und Hebelgetriebe.
[0034] Mit der Erfindung wird eine kontinuierliche Drahtpatentierung ermöglicht, ohne daß
Bleiverunreinigungen am patentierten Draht auftreten.
1. Verfahren zum Drahtpatentieren, bei dem der Draht nach Durchlaufen eines Bleibades
auf einem durch Führungsorgane gesteuerten flach aufsteigenden Weg durch ein Bett
aus abrasivem Schüttgut, vorzugsweise Koksgrieß, gezogen wird und in Zeitabständen
oder kontinuierlich der Drahtweg innerhalb des Bettes aus Schüttgut geändert wird,
wobei der Drahtweg innerhalb des Bettes aus Schüttgut durch drei Führungsorgane bestimmt
wird, von denen die beiden äußeren ortsfest sind und das mittlere beweglich ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die zyklische Bewegung des mittleren Führungsorganes zumindest auf dem Teil seiner
Bewegungsbahn, auf dem es den Draht berührt, um höchstens 20° geneigt gegenüber der
durch die beiden äußeren Führungsorgane definierten Geraden erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsbahn des mittleren
Führungsorganes keine Fläche umschließt, die Hinbewegung des Führungsorganes also
auf demselben Weg erfolgt wie die Rückbewegung.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsbahn des mittleren
Führungsorganes in an sich bekannter Weise eine Gerade ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mittlere Führungsorgan
nur in Teilen des Bewegungszyklus den zu führenden Draht berührt und in den anderen
Teilen des Bewegungszyklus der Drahtweg in an sich bekannter Weise allein durch die
beiden äußeren Führungsorgane definiert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Zeitabständen oder kontinuierlich
frisches abrasives Schüttgut von oben auf das Bett aus abrasivem Schüttgut aufgebracht
wird und in Zeitabständen oder kontinuierlich mittels eines ausstoßenden Elementes
abrasives Schüttgut aus dem Bett ausgestoßen wird entgegen der Drahtlaufrichtung,
wobei die Ausstoßrichtung um höchstens 20° von der exakt entgegengesetzten Drahtlaufrichtung
abweicht.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbringen frischen abrasiven
Schüttgutes etwa gleichzeitig mit dem Ausstoßen abrasiven Schüttgutes erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Schüttgut aus einem beweglichen
Schüttgut-Zwischenbehälter in Zeitabständen auf das Bett aufgebracht wird, wobei der
Schüttgut-Zwischenbehälter auf einer zur Oberfläche des Bettes aus abrasivem Schüttgut
parallelen Bahn geführt wird, und daß abrasives Schüttgut durch ein unterhalb des
Drahtes bewegtes ausstoßendes Element in Zeitabständen ausgestoßen wird, wobei die
Bewegung des Schüttgut-Zwischenbehälters so mit der Bewegung des ausstoßenden Elementes
synchronisiert ist, daß beim Ausstoßen die Öffnung des Schüttgut-Zwischenbehälters
dem ausstoßenden Element in geringem Abstand folgt.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Teilaustausch abrasiven
Schüttgutes mit der Drahtwegänderung synchronisiert ist.
9. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck, mit dem frisches
Schüttgut auf das Bett aufgebracht wird, im wesentlichen konstant ist.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in der Nähe der Phasengrenze
Blei/Schüttgut entstehende Bleioxid in Zeitabständen oder kontinuierlich entgegen
der Drahtlaufrichtung in das Bleibad gedrückt wird mittels eines ausstoßenden Elementes.
11. Vorrichtung zum Drahtpatentieren bestehend aus einem Bleibad (1), welches der Draht
(3) durchläuft, und einem dahinter angeordneten Bett (7) aus abrasivem Schüttgut,
durch welches der Draht (3) auf einem durch drei Führungsorgane (2, 9, 4) gesteuerten
flach aufsteigenden Weg (5) gezogen wird, wobei das erste und das letzte Führungsorgan
(2, 4) ortsfest sind und das mittlere Führungsorgan (9) beweglich ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mittlere Führungsorgan (9) auf einer solchen Bahn beweglich ist, die um höchstens
20° gegenüber der durch die beiden äußeren Führungsorgane (2, 4) definierten Geraden
geneigt ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Element aufweist,
welches periodisch Teilmengen des abrasiven Schüttgutes aus dem Bett entgegen der
Drahtlaufrichtung ausstößt, wobei die Ausstoßrichtung um höchstens 20° von der exakt
entgegengesetzten Drahtlaufrichtung abweicht.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Element aufweist,
welches periodisch Teilmengen des entstehenden Bleioxids entgegen der Drahtlaufrichtung
in das Bleibad drückt, wobei die Drückrichtung des Bleioxides um höchstens 20° von
der exakt entgegengesetzten Drahtlaufrichtung abweicht.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das das Schüttgut ausstoßende
Element eine bauliche Einheit mit dem mittleren Führungsorgan bildet.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das Schüttgut
ausstoßende Element als auch das Bleioxid ausstoßende Element eine bauliche Einheit
mit dem mittleren Führungsorgan bilden.
1. Method of wire patenting, wherein, after traversing a lead bath, the wire is drawn
along a path, which is controlled by guide means and ascends at a small angle, through
a bed of abrasive loose material, preferably coke particles, and the wire path internally
of the bed of loose material is changed at time intervals or continuously, the wire
path internally of the bed of loose material being determined by three guide means,
of which the two outer ones are stationary and the central one is displaceable, characterised
in that the cyclic displacement of the central guide means is effected, over at least
the portion of its displacement path on which it touches the wire, in an inclined
manner at a maximum of 20° relative to the straight line defined by the two outer
guide means.
2. Method according to claim 1, characterised in that the displacement path of the central
guide means surrounds no area, that is to say the forward displacement of the guide
means is effected over the same path as the backward displacement.
3. Method according to claim 1, characterised in that the displacement path of the central
guide means is a straight line in a manner known per se.
4. Method according to claim 1, characterised in that the central guide means only touches
the wire to be guided in parts of the displacement cycle, and the wire path is solely
defined in a manner known per se by the two outer guide means in the other parts of
the displacement cycle.
5. Method according to claim 1, characterised in that fresh abrasive loose material is
applied from above to the bed of abrasive loose material at time intervals or continuously,
and abrasive loose material is ejected from the bed by means of an ejecting element
at time intervals or continuously in opposition to the direction of travel of the
wire, the direction of ejection differing from the exactly opposite direction of travel
of the wire by a maximum of 20°.
6. Method according to claim 5, characterised in that fresh abrasive loose material is
applied substantially simultaneously with the ejection of abrasive loose material.
7. Method according to claim 6, characterised in that the loose material from a displaceable
intermediate loose material container is applied to the bed at time intervals, the
intermediate loose material container being guided along a path which extends parallel
to the surface of the bed of abrasive loose material, and in that abrasive loose material
is ejected at time intervals by an ejecting element, which is displaced beneath the
wire, the displacement of the intermediate loose material container being so synchronised
with the displacement of the ejecting element that, during the ejection process, the
opening of the intermediate loose material container follows the ejecting element
at a short interval thereafter.
8. Method according to claim 6, characterised in that the partial exchange of abrasive
loose material is synchronised with the change of the wire path.
9. Method according to claim 5, characterised in that the pressure, by which fresh loose
material is applied to the bed, is substantially constant.
10. Method according to claim 1, characterised in that the lead oxide, which is produced
in the vicinity of the lead/loose material phase interface, is pressed into the lead
bath in opposition to the direction of travel of the wire by means of an ejecting
element at time intervals or continuously.
11. Apparatus for wire patenting, comprising a lead bath (1) which the wire (3) traverses,
and a bed (7) of abrasive loose material, which is disposed behind said bath and through
which the wire (3) is drawn along a path (5), which is controlled by three guide means
(2, 9, 4) and ascends at a small angle, the first and last guide means (2, 4) being
stationary and the central guide means (9) being displaceable, characterised in that
the central guide means (9) is displaceable along such a path which is inclined at
a maximum of 20° relative to the straight line defined by the two outer guide means
(2, 4).
12. Apparatus according to claim 11, characterised in that it includes an element which
periodically ejects partial quantities of the abrasive loose material from the bed
in opposition to the direction of travel of the wire, the direction of ejection deviating
by a maximum of 20° from the exactly opposite direction of travel of the wire.
13. Apparatus according to claim 11, characterised in that it includes an element which
periodically presses partial quantities of the resultant lead oxide into the lead
bath in opposition to the direction of travel of the wire, the direction of pressure
on the lead oxide deviating by a maximum of 20° from the exactly opposite direction
of travel of the wire.
14. Apparatus according to claim 12, characterised in that the element, which ejects the
loose material, forms a structural unit with the central guide means.
15. Apparatus according to claims 13 and 14, characterised in that both the element which
ejects loose material and the element which ejects lead oxide form a structural unit
with the central guide means.
1. Procédé de patentage de fil métallique, suivant lequel le fil ayant passé par un bain
de plomb est tiré sur une course ascendante plane, commandée par des organes de guidage,
à travers un bain de matière abrasive en vrac, de préférence de nodules de coke, et
la course du fil est modifiée à l'intérieur du lit de matière en vrac à intervalles
de temps ou en continu, la course du fil à l'intérieur du lit de matière en vrac étant
déterminée par trois organes de guidage dont les deux extérieurs sont en position
fixe et le médian est mobile, caractérisé en ce que le mouvement cyclique de l'organe
médian de guidage est incliné au maximum de 20° sur la droite définie par les deux
organes extérieurs de guidage, au moins sur la partie de sa voie de mouvement sur
laquelle il est en contact avec le fil.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la voie du mouvement de l'organe
médian de guidage n'enveloppe aucune surface, donc le mouvement d'aller de l'organe
de guidage s'effectue sur la même course que le mouvement de retour.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la voie du mouvement de l'organe
médian de guidage est de manière connue une droite.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'organe médian de guidage
n'est en contact avec le fil à guider que pendant des parties du cycle du mouvement
et, pendant les autres parties du cycle de mouvement, la course du fil est définie
de manière connue uniquement par les deux organes extérieurs de guidage.
5. Procédé selon la revendicaticn 1, caractérisé en ce que de la matière abrasive fraîche
en vrac est déposée à intervalles de temps ou en continu du haut sur le lit de matière
abrasive en vrac et de la matière abrasive en vrac est expulsée du lit à intervalles
de temps ou en continu au moyen d'un élément d'expulsion dans la direction inverse
de celle du défilement du fil, la direction d'expulsion différant au maximum de 20°
de la direction exactement opposée de défilement du fil.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le dépôt de matière abrasive
fraîche en vrac s'effectue à peu près simultanément avec l'expulsion de matière abrasive
en vrac.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la matière en vrac est déversée
sur le lit à intervalles de temps par un réservoir intermédiaire mobile de matière
en vrac, le réservoir intermédiaire de matière en vrac étant guidé sur une voie parallèle
à la surface du lit de matière abrasive en vrac et en ce que de la matière abrasive
en vrac est expulsée à intervalles de temps par un élément d'expulsion déplacé sous
le fil, le mouvement du réservoir intermédiaire de matière en vrac étant synchronisé
avec le mouvement de l'élément d'expulsion de manière que, lors de l'expulsion, l'orifice
du réservoir intermédiaire de matière en vrac soit à faible distance de l'élément
d'expulsion.
8. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'échange partiel de matière
abrasive en vrac est synchronisé avec la variation de la course du fil.
9. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la pression avec laquelle
la matière fraîche en vrac est déposée sur le lit est sensiblement constante.
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'oxyde de plomb produit à
proximité de l'interphase plomb/matière en vrac est poussé à intervalles de temps
ou en continu dans le bain de plomb, dans le sens inverse à celui du défilement du
fil, au moyen d'un élément d'expulsion.
11. Dispositif de patentage de fil métallique, se composant d'un bain de plomb (1) par
lequel passe le fil (3), ainsi que d'un lit (7) de matière abrasive en vrac disposé
en aval de ce bain et à travers lequel le fil (3) est tiré sur une course ascendante
plane (5) commandée par trois organes de guidage (2, 9, 4), le premier et le dernier
organe de guidage (2, 4) occupant une position fixe et l'organe médian de guidage
(9) étant mobile, caractérisé en ce que l'organe médian de guidage (9) est mobile
sur une voie qui est inclinée au maximum de 20° sur la droite définie par les deux
organes extérieurs de guidage (2, 4).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'il comprend un élément
qui expulse périodiquement du lit des fractions de la matière abrasive en vrac dans
le sens inverse à celui du défilement du fil, la direction d'expulsion différant au
maximum de 20° de la direction exactement opposée de défilement du fil.
13. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'il comprend un élément
qui pousse périodiquement dans le bain de plomb, dans le sens inverse à celui du défilement
du fil, des fractions de l'oxyde de plomb produit, la direction de poussée de l'oxyde
de plomb différant au maximum de 20° de la direction exactement opposée de défilement
du fil.
14. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'élément qui expulse
la matière en vrac forme un module monobloc avec l'organe médian de guidage.
15. Dispositif selon les revendications 13 et 14, caractérisé en ce que l'élément qui
expulse la matière en vrac et l'élément qui expulse l'oxyde de plomb forment un module
monobloc avec l'organe médian de guidage.
