[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft N-[(1,3,5-Triazin-2-yl)-aminocarbonyl]benzolsulfonamide
der allgemeinen Formel I

in der R
1 eine Methyl- oder Ethylgruppe, R
2 Halogen, eine C
1-C
3-Alkylsulfonylgruppe, die Trifluormethylgruppe oder die 2-Methoxyethoxygruppe, und
R
3 Wasserstoff, die Methyl-, Ethyl-, Methoxy- oder Ethoxygruppe, Fluor oder Chlor bedeuten,
sowie deren landwirtschaftlich brauchbare Salze.
[0002] Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen
I sowie ihre Verwendung als herbizide Mittel.
[0003] Das US-Patent 4 127 405 und die EP-A 44 807 betreffen Sulfonylharnstoffe mit herbizider
Wirkung deren allgemeine Formel die eingangs definierten Verbindungen der allgemeinen
Formel I umfaßt.
[0004] In der US 4 127 405 ist als nächtliegende Struktur die Triazinverbindung A sowie
in der US 4 169 719 das Pyrimidin-Derivat B beschrieben.

[0005] In der EP-A 44 807 sind zwei Sulfonylharnstoffe C mit einer ortho-ständigen Allyloxygruppe
beschrieben.

R=CH
3, C
2H
5
[0006] In der EP-A 44 808 sind zwei Sulfonylharnstoffe D mit einer 2-Chlorethoxysubstitution
im Aromatenteil beschrieben.

Z = CH,N
[0007] In der EP-A 48 143 sind zwei N-methylierte Sulfonylharnstoffe E ohne nähere Charakterisierung
aufgeführt.

Z = CH,N
[0008] Die EP-A 388 873 umfaßt Benzoesäureester der Struktur F.

R = CH
3,C
2H
5
[0009] Das US-Patent 4 127 405 offenbart Sulfonylharnstoffderivate mit Chlor- bzw. Trifluormethylsubstitution
in ortho-Stellung des Phenylrings und CH
3/OCH
3-Substitution im Triazinring

Die Verbindung G ist unter der Bezeichnung Chlorsulfuron (Glean®) bekannt.
[0010] Der Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, Sulfonylharnstoffe zu synthetisieren,
die gegenüber den bekannten Vertretern dieser Herbizid-Klasse verbesserte Eigenschaften
aufweisen und sich insbesondere durch hohe Selektivität in empfindlichen Kulturen
wie Reis oder Mais auszeichnen.
[0011] Entsprechend dieser Aufgabe wurden die eingangs definierten N-[(1,3,5-Triazin-2-yl)aminocarbonyl]benzolsulfonamide
der Formel I gefunden.
[0012] In der Formel I bedeutet C
1-C
3-Alkylsulfonyl eine Methyl-, Ethyl-, Propyl- oder Isopropylsulfonylgruppe, Halogen
steht für Fluor, Chlor, Brom oder Jod, insbesondere Fluor oder Chlor. Besonders bevorzugt
sind Benzolsulfonamide, in den R
2 für Chlor steht.
[0013] Die erfindungsgemäßen Sulfonylharnstoffe der Formel I sind auf verschiedenen Wegen
zugänglich, die in der Literatur beschrieben sind. Beispielhaft seien besonders vorteilhafte
Wege (A-D) im folgenden näher erläutert.
A: Man setzt ein Sulfonylisocyanat II in an sich bekannter Weise (EP-A-162 723) mit
ungefähr der stöchiometrischen Menge eines 2-Amino-1,3,5-triazin-derivats III bei
einer Temperatur von 0 bis 120°C, vorzugsweise 10 bis 100°C um. Die Reaktion kann
unter Normaldruck oder unter Druck (bis 50 bar), vorzugsweise bei 1 bis 5 bar, kontinuierlich
oder diskontinuierlich durchgeführt werden.
Zweckmäpigerweise verwendet man für die Umsetzungen unter den jeweiligen Reaktionsbedingungen
inerte Lösungs- und Verdünnungsmittel. Als Lösungsmittel kommen beispielsweise Halogenkohlenwasserstoffe,
insbesondere Chlorkohlenwasserstoffe, z.B. Tetrachlorethylen, 1,1,2,2- oder 1,1,1,2-Tetrachlorethan,
Dichlorpropan, Methylenchlorid, Dichlorbutan, Chloroform, Chlornaphthalin, Dichlornaphthalin,
Tetrachlorkohlenstoff, 1,1,1- oder 1,1,2-Trichlorethan, Trichlorethylen, Pentachlorethan,
o-, m-, p-Difluorbenzol, 1,2-Dichlorethan, 1,1-Dichlorethan, 1,2-cis-Dichlorethylen,
Chlorbenzol, Fluorbenzol, Brombenzol, Jodbenzol, o-, m-, p-Dichlorbenzol, o-, p-,
m-Dibrombenzol, o-, m-, p-Chlortoluol, 1,2,4-Trichlorbenzol; Ether, z.B. Ethylpropylether,
Methyl-tert.-butylether, n-Butylethylether, Di-n-butylether, Diisobutylether, Diisoamylether,
Diisopropylether, Anisol, Phenetol, Cyclohexylmethylether, Diethylether, Ethylenglykoldimethylether,
Tetrahydrofuran, Dioxan, Thioanisol, β,β-Dichlordiethyl-ether;
Nitrokohlenwasserstoffe wie Nitromethan, Nitroethan, Nitrobenzol, o-, m-, p-Chlornitrobenzol,
o-Nitrotoluol; Nitrile wie Acetonitril, Butyronitril, Isobutyronitril, Benzonitril,
m-Chlorbenzonitril; aliphatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe, z.B. Heptan,
Pinan, Nonan, o-, m-, p-Cymol, Benzinfraktionen innerhalb eines Siedepunktintervalles
von 70 bis 190°C, Cyclohexan, Methylcyclohexan, Dekalin, Petrolether, Hexan, Ligroin,
2,2,4-Trimethylpentan, 2,2,3-Trimethylpentan, 2,3,3-Trimethylpentan, Octan; Ester,
z.B. Ethylacetat, Acetessigester, Isobutylacetat; Amide, z.B. Formamid, Methylformamid,
Dimethylformamid; Ketone, z.B. Aceton, Methylethylketon und entsprechende Gemische
in Betracht. Zweckmäßig verwendet man das Lösungsmittel in einer Menge von 100 bis
2000 Gew.%, vorzugsweise von 200 bis 700 Gew.%, bezogen auf den Ausgangsstoff II.
Die zur Umsetzung benötigte Verbindung II wird im allgemeinen in etwa äquimolaren
Mengen (mit einem über- oder Unterschuß von z.B. 0 bis 20 %, bezogen auf den jeweiligen
Ausgangsstoff III) eingesetzt. Man kann den Ausgangsstoff III in einem der vorgenannten
Verdünnungsmittel vorlegen und dann den Ausgangsstoff II zugeben.
Zweckmäßigerweise wird das Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen jedoch
so durchgeführt, daß man den Ausgangsstoff II, gegebenenfalls in einem der vorgenannten
Verdünnungsmittel, vorlegt und dann den Ausgangsstoff III zugibt.
Zur Beendigung der Umsetzung rührt man nach der Zugabe der Komponenten noch 20 Minuten
bis 24 Stunden bei 0 bis 120°C, vorzugsweise 10 bis 100°C, nach.
Als Reaktionsbeschleuniger kann man vorteilhafterweise ein tertiäres Amin, z.B. Pyridin,
α,β,γ-Picolin, 2,4-, 2,6-Lutidin, 2,4,6-Collidin, p-Dimethylaminopyridin, Trimethylamin,
Triethylamin, Tri(n-propyl)amin, 1,4-Diaza[2,2,2]bi-cyclooctan [DABCO] oder 1,8-Diazabicylcol[5,4,0]-undec-7-en
in einer Menge von 0.01 bis 1 Mol pro Mol Ausgangsstoff II verwenden.
Aus dem Reaktionsgemisch wird der Endstoff I in üblicher Weise, z.B. nach Abdestillieren
von Lösungsmittel oder direkt durch Absaugen isoliert. Der verbleibende Rückstand
kann noch mit Wasser bzw. verdünnter Säure zur Entfernung basischer Verunreinigungen
gewaschen werden. Man kann jedoch auch den Rückstand in einem mit Wasser nicht mischbaren
Lösungsmittel lösen und wie beschrieben waschen. Die gewünschten Endstoffe fallen
hierbei in reiner Form an, gegebenenfalls können sie durch Umkristallisation, Rühren
in einem organischen Lösungsmittel, das die Verunreinigungen aufnimmt oder Chromatographie
gereinigt werden.
Bevorzugt führt man diese Umsetzung in Acetonitril, Methyl-tert.-butylether, Toluol
oder Methylenchlorid in Anwesenheit von 0 bis 100 Moläquivalenten, vorzugsweise 0
bis 50 Moläquivalenten eines tertiären Amins wie 1,4-Diazabicyclo[2,2,2]octan oder
Triethylamin durch.
B: Man setzt ein entsprechendes Sulfonylcarbamat der Formel IV in an sich bekannter
Weise (EP-A-120 814, EP-A-101 407) in einem inerten organischen Lösungsmittel bei
einer Temperatur zwischen 0 und 120°C, vorzugsweise 10 bis 100°C mit einem 2-Amino-1,3,5-triazin-derivat
III um. Es können hierbei Basen wie tertiäre Amine zugesetzt werden, wodurch die Reaktion
beschleunigt und die Produktqualität verbessert wird.
Geeignete Basen hierfür sind z.B. tertiäre Amine wie unter A angegeben, insbesondere
Triethylamin oder 1,4-Diazabicyclo[2,2,2]octan, in einer Menge von 0,01 bis 1 mol
pro Mol Ausgangsstoff IV.
Zweckmäßig verwendet man als Lösungsmittel die unter A angegebenen.
Man verwendet das Lösungsmittel in einer Menge von 100 bis 2.000 Gew.%, vorzugsweise
von 200 bis 700 Gew.%, bezogen auf den Ausgangsstoff IV.
Die zur Umsetzung benötigte Verbindung IV wird im allgemeinen in etwa äquimolaren
Mengen (mit einem über- oder Unterschuß von z.B. 0 bis 20 %, bezogen auf jeweiligen
Ausgangsstoff III eingesetzt. Man kann den Ausgangsstoff IV in einem der vorgenannten
Verdünnungsmittel vorlegen und dann den Ausgangsstoff III zugeben.
Man kann jedoch auch den Ausgangsstoff III in einem der genannten Löse- oder Verdünnungsmittel
vorlegen und das Sulfonylcarbamat IV zugeben.
In beiden Fällen kann als Katalysator vor oder während der Reaktion eine Base zugesetzt
werden.
Aus dem Reaktionsgemisch kann das Endprodukt I in üblicher Weise, wie unter A angegeben,
gewonnen werden.
C: Man setzt ein Sulfonamid der Formel V in an sich bekannter Weise (EP-A-141 777
und EP-A-101 670) in einem inerten organischen Lösungsmittel mit ungefähr der stöchiometrischen
Menge eines Phenylcarbamats VI bei einer Temperatur von 0 bis 120°C, vorzugsweise
20 bis 100°C um. Die Reaktion kann bei Normaldruck oder unter Druck (bis 50 bar),
vorzugsweise bei 1 bis 5 bar, kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt werden.
Es können hierbei Basen wie tertiäre Amine zugesetzt werden, die die Reaktion beschleunigen
und die Produktqualität verbessern. Geeignete Basen sind hierfür die unter A angegebenen,
insbesondere Triethylamin, 2,4,6-Collidin, 1,4-Diazabicyclo[2,2,2]octan [DABCO] oder
1,8-Diazabicyclo-[5,4,0]undec-7-en (DBU), in einer Menge von 0,01 bis 1 mol pro Mol
Ausgangsstoff V.
Zweckmäßigerweise verwendet man als Löse- oder Verdünnungsmittel die unter A angegebenen.
Man verwendet das Lösungsmittel in einer Menge von 100 bis 2000 Gew.%, vorzugsweise
von 200 bis 700 Gew.%, bezogen auf das Edukt V.
Die zur Umsetzung benötigte Verbindung V wird im allgemeinen in etwa äquimolaren Mengen
(mit einem über- oder Unterschuß von z.B. 0 bis 20 %, bezogen auf die jeweiligen Ausgangsstoffe
VI) eingesetzt. Man kann den Ausgangsstoff VI in einem der vorgenannten Verdünnungsmittel
vorlegen und dann den Ausgangsstoff V zugeben.
Man kann jedoch auch den Ausgangsstoff V in einem der genannten Lösungsmittel vorlegen
und dann das Carbamat VI zugeben. In beiden Fällen kann als Katalysator vor oder während
der Reaktion eine der genannten Basen zugesetzt werden.
Zur Beendigung der umsetzung rührt man nach der Zugabe der Komponenten noch 20 Minuten
bis 24 Stunden bei 0 bis 120°C, vorzugsweise 10 bis 100°C, insbesondere 20 bis 80°C,
nach.
Man isoliert die Sulfonylharnstoffe der Formel I aus dem Reaktionsgemisch mit den
üblichen Methoden, wie unter A beschrieben.
D: Man setzt ein Sulfonamid der Formel V in an sich bekannter Weise (EP-A-234 352)
in einem inerten organischen Lösungsmittel mit ungefähr der stöchiometrischen Menge
eines Isocyanates VII zu einer Temperatur von 0 bis 150°C, vorzugsweise 10 bis 100°C
um. Die Reaktion kann bei Normaldruck oder unter Druck (bis 50 bar), vorzugsweise
bei 1 bis 5 bar, kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt werden.
Es können hierbei vor oder während der Reaktion Basen wie tertiäre Amine zugesetzt
werden, die die Reaktion beschleunigen und die Produktqualität verbessern. Geeignete
Basen sind hierfür die unter A angegebenen, insbesondere Triethylamin oder 2,4,6-Collidin,
in einer Menge von 0,01 bis 1 mol pro Mol Ausgangsstoff V.
Zweckmäßigerweise verwendet man als Lösungsmittel die unter A angegebenen. Man setzt
das Lösungsmittel in einer Menge von 100 bis 2000 Gew.%, vorzugsweise von 200 bis
700 Gew.%, bezogen auf das Edukt V.
Die zur Umsetzung benötigte Verbindung V wird im allgemeinen in etwa äquimolaren Mengen
(mit einem über- oder Unterschuß von z.B. 0 bis 20 %, bezogen auf die Edukte VII)
eingesetzt. Man kann den Ausgangsstoff VII in einem der genannten Verdünnungsmittel
vorlegen und dann den Ausgangsstoff V zugeben. Man kann aber auch das Sulfonamid vorlegen
und dann das Isocyanat VII zugeben.
Zur Beendigung der Umsetzung rührt man nach der Zugabe der Komponenten noch 20 Minuten
bis 24 Stunden bei 0 bis 120°C, vorzugsweise 10 bis 100°C, insbesondere 20 bis 80°C,
nach. Das Endprodukt I kann aus dem Reaktionsgemisch in der üblichen Weise, wie unter
A: beschrieben, gewonnen werden.
[0014] Die als Ausgangsstoffe benötigten Sulfonylisocyanate der Formel II lassen sich in
an sich bekannter Weise aus den entsprechenden Sulfonamiden durch Phosgenierung (Houben-Weyl
11/2 (1985) 1106, US 4 379 769) oder durch Umsetzung der Sulfonamide mit Chlorsulfonylisocyanat
(DE-OS 3 132 944) gewinnen.
[0015] Die Sulfonylcarbamate der Formel IV wurden nach oder in Analogie zu an sich bekannten
Reaktionen (z.B. EP-A 120 814) hergestellt. Man kann aber auch die Sulfonylisocyanate
der Formel II in glatter Reaktion in einem inerten Lösungsmittel wie Ether oder Dichlormethan
mit Phenol in die Carbamate der Formel IV überführen.
[0016] Carbamate der Formel VI sind nach oder in Analogie zu bekannten Umsetzungen (z.B.
EP-A 101 670) zugänglich, sie lassen sich aber auch aus den entsprechenden Isocyanaten
VII durch Umsetzung mit Phenol herstellen.
[0017] Die Isocyanate der Formel VII erhält man aus den Aminen der Formel III durch Behandlung
mit Oxalylchlorid oder Phosgen (in Analogie nach Angew. Chem. 83 (1971) 407, EP-A
388 873).
[0018] Die Sulfonamide lassen sich durch Reaktion der entsprechenden Sulfonsäurechloride
mit Ammoniak gewinnen (Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Band 9 (1955)
605). Die Sulfonsäurechloride erhält man entweder durch Meerwein-Reaktion (Diazotierung
geeigneter Amine und Kupfersalz-katalysierte Sulfochlorierung) oder durch Chlorsulfonierung
geeigneter Aromaten beispielsweise 2,5-Dichlorbenzolsulfonsäurechlorid aus p-Dichlorbenzol
(Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, Band 9 (1955) 557 ff.).
[0019] 2-Amino-4-methoxy-6-trifluormethyl-1,3,5-triazin und 2-Amino-4-ethoxy-6-trifluormethyl-1,3,5-triazin
sind literaturbekannt (Yakugaku Zasshi 95 (1975) 499).
[0020] Die Salze der Verbindungen I sind in an sich bekannter Weise zugänglich (EP-A-304
282, US-A 4,599,412). Man erhält sie durch Deprotonierung der entsprechenden Sulfonylharnstoffe
I in Wasser oder einem inerten organischen Lösungsmittel bei Temperaturen von -80°C
bis 120°C, vorzugsweise 0°C bis 60°C in Gegenwart einer Base.
[0021] Geeignete Basen sind beispielsweise Alkali- oder Erdalkalimetallhydroxide, -hydride,
-oxide oder -alkoholate wie Natrium-, Kalium- und Lithiumhydroxid, Natriummethanolat,
-ethanolat und -tert.-butanolat, Natrium- und Calziumhydrid und Calziumoxid.
[0022] Als Lösungsmittel kommen beispielsweise neben Wasser auch Alkohole wie Methanol,
Ethanol und tert.-Butanol, Ether wie Tetrahydrofuran und Dioxan, Acetonitril, Dimethylformamid,
Ketone wie Aceton und Methylethylketon und auch halogenierte Kohlenwasserstoffe in
Betracht.
[0023] Die Deprotonierung kann bei Normaldruck oder bei Drucken bis 50 bar, vorzugsweise
bei Normaldruck bis 5 bar Überdruck durchgeführt werden.
[0024] Die Verbindungen I bzw. die sie enthaltenden herbiziden Mittel sowie deren umweltverträgliche
Salze von Alkalimetallen und Erdalkalimetallen können in Kulturen wie Weizen, Reis
und Mais Schadpflanzen sehr gut bekämpfen, ohne die Kulturpflanzen zu schädigen, ein
Effekt, der vor allem auch bei niedrigen Aufwandmengen auftritt. Sie können beispielsweise
in Form von direkt versprühbaren Lösungen, Pulvern, Suspensionen, auch hochprozentigen
wäßrigen, öligen oder sonstigen Suspensionen oder Dispersionen, Emulsionen, Öldispersionen,
Pasten, Stäubemitteln, Streumitteln oder Granulaten durch Versprühen, Vernebeln, Verstäuben,
Verstreuen oder Gießen angewendet werden. Die Anwendungformen richten sich nach den
Verwendungszwecken; sie sollten in jedem Fall möglichst die feinste Verteilung der
erfindungsgemäßen Wirkstoffe gewährleisten.
[0025] Die Verbindungen I eignen sich allgemein zur Herstellung von direkt versprühbaren
Lösungen, Emulsionen, Pasten oder öldispersionen. Als inerte Zusatzstoffe kommen u.a.
Mineralölfraktionen von mittlerem bis hohem Siedepunkt, wie Kerosin oder Dieselöl,
ferner Kohlenteeröle sowie Öle pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, aliphatische,
cyclische und aromatische Kohlenwasserstoffe, z.B. Toluol, Xylol, Paraffin, Tetrahydronaphthalin,
alkylierte Naphthaline oder deren Derivate, Methanol, Ethanol, Propanol, Butanol,
Cyclohexanol, Cyclohexanon, Chlorbenzol, Isophoron oder stark polare Lösungsmittel,
wie N,N-Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, N-Methylpyrrolidon oder Wasser in Betracht.
[0026] Wäßrige Anwendungsformen können aus Emulsionskonzentraten, Dispersionen, Pasten,
netzbaren Pulvern oder wasserdispergierbaren Granulaten durch Zusatz von Wasser bereitet
werden. Zur Herstellung von Emulsionen, Pasten oder Öldispersionen können die Substrate
als solche oder in einem Öl oder Lösungsmittel gelöst, mittels Netz-, Haft-, Dispergier-oder
Emulgiermittel in Wasser homogenisiert werden. Es können aber auch aus wirksamer Substanz,
Netz-, Haft-, Dispergier- oder Emulgiermittel und eventuell Lösungsmittel oder Öl
bestehende Konzentrate hergestellt werden, die zur Verdünnung mit Wasser geeignet
sind.
[0027] Als oberflächenaktive Stoffe kommen die Alkali-, Erdalkali-, Ammoniumsalze von aromatischen
Sulfonsäuren, z.B. Lignin-, Phenol-, Naphthalin- und Dibutylnaphthalinsulfonsäure,
sowie von Fettsäuren, Alkyl- und Alkylarylsulfonaten, Alkyl-, Laurylether-und Fettalkoholsulfaten,
sowie Salze sulfatierter Hexa-, Hepta-und Octadecanolen, sowie von Fettalkoholglykolether,
Kondensationsprodukte von sulfoniertem Naphthalin und seiner Derivate mit Formaldehyd,
Kondensationsprodukte des Naphthalins bzw. der Naphthalinsulfonsäuren mit Phenol und
Formaldehyd, Polyoxyethylenoctylphenolether, ethoxyliertes Isooctyl-, Octyl- oder
Nonylphenol, Alkylphenyl-, Tributylphenylpolyglykolether, Alkylarylpolyetheralkohole,
Isotridecylalkohol, Fettalkoholethylenoxid-Kondensate, ethoxyliertes Rizinusöl, Polyoxyethylenalkyl-ether
oder Polyoxypropylen alkylether, Laurylalkoholpolyglykoletheracetat, Sorbitester,
Lignin-Sulfitablaugen oder Methylcellulose in Betracht.
[0028] Pulver-, Streu- und Stäubemittel können durch Mischen oder gemeinsames Vermahlen
der wirksamen Substanzen mit einem festen Trägerstoff hergestellt werden.
[0029] Granulate, z.B. Umhüllungs-, Imprägnierungs- und Homogengranulate können durch Bindung
der Wirkstoffe an feste Trägerstoffe hergestellt werden. Feste Trägerstoffe sind Mineralerden
wie Kieselsäuren, Kieselgele, Silikate, Talkum, Kaolin, Kalkstein, Kalk, Kreide, Bolus,
Löß, Ton, Dolomit, Diatomeenerde, Calcium- und Magnesiumsulfat, Magnesiumoxid, gemahlene
Kunststoffe, Düngemittel, wie Ammoniumsulfat, Ammoniumphosphat, Ammoniumnitrat, Harnstoffe
und pflanzliche Produkte, wie Getreidemehl, Baumrinden-, Holz- und Nußschalenmehl,
Cellulosepulver oder andere feste Trägerstoffe.
[0030] Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwischen 0,1 und 95 Gew.%, vorzugsweise
zwischen 0,5 und 90 Gew.%, Wirkstoff.
[0031] Beispiele für Formulierungen sind:
I. Man vermischt 90 Gewichtsteile der Verbindung Nr. 1 mit 10 Gewichtsteilen N-Methyl-α-pyrrolidon
und erhält eine Lösung, die zur Anwendung in Form kleinster Tropfen geeignet ist.
II. 20 Gewichtsteile der Verbindung Nr. 1 werden in einer Mischung gelöst, die aus
80 Gewichtsteilen Xylol, 10 Gewichtsteilen des Anlagerungsproduktes von 8 bis 10 Mol
Ethylenoxid an 1 Mol Ölsäure-N-monoethanolamid, 5 Gewichtsteilen Calciumsalz der Dodecylbenzolsulfonsäure
und 5 Gewichtsteilen des Anlagerungsproduktes von 40 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Ricinusöl
besteht. Durch Ausgießen und feines Verteilen der Lösung in 100 000 Gewichtsteilen
Wasser erhält man eine wäßrige Dispersion, die 0,02 Gew.% des Wirkstoffs enthält.
III. 20 Gewichtsteile der Verbindung Nr. 1 werden in einer Mischung gelöst, die aus
40 Gewichtsteilen Cyclohexanon, 30 Gewichtsteilen Isobutanol, 20 Gewichtsteilen des
Anlagerungsproduktes von 7 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Isooctylphenol und 10 Gewichtsteilen
des Anlagerungsproduktes von 40 Mol Ethylenoxid an 1 Mol Ricinusöl besteht. Durch
Eingießen und feines Verteilen der Lösung in 100 000 Gewichtsteilen Wasser erhält
man eine wäßrige Dispersion, die 0,02 Gew.% des Wirkstoffs enthält.
IV. 20 Gewichtsteile des Wirkstoffs Nr. 1 werden in einer Mischung gelöst, die aus
25 Gewichtsteilen Cyclohexanon, 65 Gewichtsteilen einer Mineralölfraktion vom Siedepunkt
210 bis 280°C und 10 Gewichtsteilen des Anlagerungsproduktes von 40 Mol Ethylenoxid
an 1 Mol Ricinusöl besteht. Durch Eingießen und feines Verteilen der Lösung in 100
000 Gewichtsteilen Wasser erhält man eine wäßrige Dispersion, die 0,02 Gew.% des Wirkstoffs
enthält.
V. 20 Gewichtsteile des Wirkstoffs Nr. 1 werden mit 3 Gewichtsteilen des Natriumsalzes
der Diisobutylnaphthalin-α-sulfonsäure, 17 Gewichtsteilen des Natriumsalzes einer
Ligninsulfonsäure aus einer Sulfit-Ablauge und 60 Gewichtsteilen pulverförmigem Kieselsäuregel
gut vermischt und in einer Hammermühle vermahlen. Durch feines Verteilen der Mischung
in 20 000 Gewichtsteilen Wasser erhält man eine Spritzbrühe, die 0,1 Gew.% des Wirkstoffs
enthält.
VI. 3 Gewichtsteile des Wirkstoffs Nr. 1 werden mit 97 Gewichtsteilen feinteiligem
Kaolin vermischt. Man erhält auf diese Weise ein Stäubemittel, das 3 Gew.% des Wirkstoffs
enthält.
VII. 30 Gewichtsteile des Wirkstoffs Nr. 1 werden mit einer Mischung aus 92 Gewichtsteilen
pulverförmigem Kieselsäuregel und 8 Gewichtsteilen Paraffinöl, das auf die Oberfläche
dieses Kieselsäuregels gesprüht wurde, innig vermischt. Man erhält auf diese Weise
eine Aufbereitung des Wirkstoffs mit guter Haftfähigkeit.
VIII. 20 Gewichtsteile des Wirkstoffs Nr. 1 werden mit 2 Gewichtsteilen Calciumsalz
der Dodecylbenzolsulfonsäure, 8 Gewichtsteilen Fettalkohol-polyglykolether, 2 Gewichtsteilen
Natriumsalz eines Phenol-Harnstoff-Formaldehyd-Kondensates und 68 Gewichtsteilen eines
paraffinischen Mineralöls innig vermischt. Man erhält eine stabile ölige Dispersion.
[0032] Die Applikation kann im Vorauflauf- oder im Nachauflaufverfahren erfolgen. Sind die
Wirkstoffe für gewisse Kulturpflanzen weniger verträglich, so können Ausbringungstechniken
angewandt werden, bei welchen die herbiziden Mittel mit Hilfe der Spritzgeräte so
gespritzt werden, daß die Blätter der empfindlichen Kulturpflanzen nach Möglichkeit
nicht getroffen werden, während die Wirkstoffe auf die Blätter darunter wachsender
unerwünschter Pflanzen oder die unbedeckte Bodenfläche gelangen (post-directed, lay-by).
[0033] Die Aufwandmengen an Wirkstoff betragen je nach Bekämpfungsziel, Jahreszeit, Zielpflanzen
und Wachstumsstadium 0,001 bis 1,0 kg/ha, vorzugsweise 0,01 bis 0,5 kg/ha.
[0034] In Anbetracht der Vielseitigkeit der Applikationsmethoden können die erfindungsgemäßen
Verbindungen bzw. sie enthaltende Mittel noch in einer weiteren Zahl von Kulturpflanzen
zur Beseitigung unerwünschter Pflanzen eingesetzt werden. In Betracht kommen beispielsweise
folgende Kulturen:
| Botanischer Name |
Deutscher Name |
| Allium cepa |
Küchenzwiebel |
| Ananas comosus |
Ananas |
| Arachis hypogaea |
Erdnuß |
| Asparagus officinalis |
Spargel |
| Beta vulgaris spp. altissima |
Zuckerrübe |
| Beta vulgaris spp. rapa |
Futterrübe |
| Brassica napus var. napus |
Raps |
| Brassica napus var. napobrassica |
Kohlrübe |
| Brassica rapa var. silvestris |
Rübsen |
| Camellia sinensis |
Teestrauch |
| Carthamus tinctorius |
Saflor - Färberdistel |
| Citrus limon |
Zitrone |
| Citrus sinensis |
Apfelsine, Orange |
| Coffea arabica (Coffea canephora, Coffea liberica) |
Kaffee |
| Cucumis sativus |
Gurke |
| Cynodon dactylon |
Bermudagras |
| Daucus carota |
Möhre |
| Elaeis guineensis |
Ölpalme |
| Fragaria vesca |
Erdbeere |
| Glycine max |
Sojabohne |
| Gossypium hirsutum (Gossypium arboreum, Gossypium herbaceum, Gossypium vitifolium) |
Baumwolle |
| Helianthus annuus |
Sonnenblume |
| Hevea brasiliensis |
Parakautschukbaum |
| Hordeum vulgare |
Gerste |
| Humulus lupulus |
Hopfen |
| Ipomoea batatas |
Süßkartoffeln |
| Juglans regia |
Walnußbaum |
| Lens culinaris |
Linse |
| Linum usitatissimum |
Faserlein |
| Lycopersicon lycopersicum |
Tomate |
| Malus spp. |
Apfel |
| Manihot esculenta |
Maniok |
| Medicago sativa |
Luzerne |
| Musa spp. |
Obst- und Mehlbanan |
| Nicotiana tabacum (N. rustica) |
Tabak |
| Olea europaea |
Ölbaum |
| Oryza sativa |
Reis |
| Phaseolus lunatus |
Mondbohne |
| Phaseolus vulgaris |
Buschbohnen |
| Picea abies |
Rotfichte |
| Pinus spp. |
Kiefer |
| Pisum sativum |
Gartenerbse |
| Prunus avium |
Süßkirsche |
| Prunus persica |
Pfirsich |
| Pyrus communis |
Birne |
| Ribes sylvestre |
Rote Johannisbeere |
| Ribes uva-crispa |
Stachelbeere |
| Ricinus communis |
Rizinus |
| Saccharum officinarum |
Zuckerrohr |
| Secale cereale |
Roggen |
| Solanum tuberosum |
Kartoffel |
| Sorghum bicolor (S. vulgare) |
Mohrenhirse |
| Theobroma cacao |
Kakaobaum |
| Trifolium pratense |
Rotklee |
| Triticum aestivum |
Weizen |
| Triticum durum |
Hartweizen |
| Vicia faba |
Pferdebohnen |
| Vitis vinifera |
Weinrebe |
| Zea mays |
Mais |
[0035] Zur Verbreiterung des Wirkungsspektrums und zur Erzielung synergistischer Effekte
können die Triazinyl-substituierten Sulfonylharnstoffe der Formel I mit zahlreichen
Vertretern anderer herbizider oder wachstumsregulierender Wirkstoffgruppen gemischt
und gemeinsam ausgebracht werden. Beispielsweise kommen als Mischungspartner Diazine,
4H-3,1-Benzoxazinderivate, Benzothiadiazinone, 2,6-Dinitroaniline, N-Phenylcarbamate,
Thiolcarbamate, Halogencarbonsäuren, Triazine, Amide, Harnstoffe, Diphenylether, Triazinone,
Uracile, Benzofuranderivate, Cyclohexan-1,3-dionderivate, Chinolincarbonsäurederivate,
Phenyloxy- bzw. Heteroaryloxy-phenylpropionsäuren sowie deren Salze, Ester und Amide
und andere in Betracht.
[0036] Außerdem kann es von Nutzen sein, die Verbindungen der Formel I allein oder in Kombination
mit anderen Herbiziden auch noch mit weiteren Pflanzenschutzmitteln gemischt gemeinsam
auszubringen, beispielsweise mit Mitteln zur Bekämpfung von Schädlingen oder phytopathogenen
Pilzen bzw. Bakterien. Von Interesse ist ferner die Mischbarkeit mit Mineralsalzlösungen,
welche zur Behebung von Ernährungs-und Spurenelementmängeln eingesetzt werden. Es
können auch nichtphytotoxische Öle und Ölkonzentrate zugesetzt werden.
[0037] Nachstehend sind Beispiele für die Synthese der Verbindungen I wiedergegeben.
1) 2-Chlor-1-N-[4-methoxy-6-trifluormethyl-1,3,5-triazin-2-yl)a minocarbonyl]benzolsufonamid

Eine Lösung aus 4,0 g (21 mmol) 2-Amino-4-methoxy-6-trifluormethyl-1,3,5-triazin
in 20 ml Acetonitril wurde bei 25°C mit 4,5 g (21 mmol) 2-Chlorbenzolsulfonylisocyanat
versetzt. Die so erhaltene Lösung wurde 21 Stunden bei 25°C gerührt. Das Lösungsmittel
wurde dann unter vermindertem Druck bei 40°C entfernt und der feste Rückstand mit
1 l eines Diethylether-/Hexan-Gemisches (v:v 1/1) 3 h kräftig gerührt. Das Produkt
wurde abgesaugt und im Vakuum bei 40°C getrocknet. Man erhielt 6,5 g (75 % d.Th.)
der Titelverbindung mit Fp. 166 - 168°C.
2) Natrium[2-chlor-1-N-[(4-methoxy-6-trifluormethyl-1,3,5-triazin-2-yl)aminocarbonyl)benzolsulfonamid]
Eine Suspension von 1,5 g (3,6 mmol) 2-Chlor-1-[(4-methoxy-6-trifluormethyl-1,3-5-triazin-2-yl)aminocarbony]benzolsulfonamid
in 10 ml Methylenchlorid wurde bei 25°C mit 0,66 g (3,6 mmol) einer Lösung von Natriummethanolat
(30 gew.-prozentig) in Methanol versetzt. Die sich bildende homogene Lösung wurde
1 h bei 25°C gerührt. Nach Entfernen der flüchtigen Anteile bei 60°C im Wasserstrahlvakuum
erhielt man die Titelverbindung in quantitativer Ausbeute mit Zersetzungspunkt 220
- 224°C.
[0038] Die in der nachfolgenden Tabelle 1 genannten Wirkstoffe werden auf analogem Herstellungsweg
erhalten.

[0039] In analoger Weise können auch die nachfolgend aufgeführten Verbindungen erhalten
werden:

oder deren Na-Salze, wobei R
3 die folgende Bedeutung hat:
Wasserstoff, 3-Methyl, 4-Methyl, 5-Methyl, 6-Methyl, 3-Ethyl, 4-Ethyl, 5-Ethyl, 6-Ethyl,
3-Fluor, 4-Fluor, 5-Fluor, 6-Fluor, 3-Chlor, 4-Chlor, 5-Chlor, 6-Chlor, 3-Methoxy,
4-Methoxy, 5-Methoxy, 6-Methoxy, 3-Ethoxy, 4-Ethoxy, 5-Ethoxy, 6-Ethoxy;

oder deren Na-Salze, wobei R
3 die folgende Bedeutung hat:
Wasserstoff, 3-Methyl, 4-Methyl, 5-Methyl, 6-Methyl, 3-Ethyl, 4-Ethyl, 5-Ethyl, 6-Ethyl,
3-Fluor, 4-Fluor, 5-Fluor, 6-Fluor, 3-Chlor, 4-Chlor, 5-Chlor, 6-Chlor, 3-Methoxy,
4-Methoxy, 5-Methoxy, 6-Methoxy, 3-Ethoxy, 4-Ethoxy, 5-Ethoxy, 6-Ethoxy;

oder deren Na-Salze, wobei R
3 die folgende Bedeutung hat:
Wasserstoff, 3-Methyl, 4-Methyl, 5-Methyl, 6-Methyl, 3-Ethyl, 4-Ethyl, 5-Ethyl, 6-Ethyl,
3-Fluor, 4-Fluor, 5-Fluor, 6-Fluor, 3-Chlor, 4-Chlor, 5-Chlor, 6-Chlor, 3-Methoxy,
4-Methoxy, 5-Methoxy, 6-Methoxy, 3-Ethoxy, 4-Ethoxy, 5-Ethoxy, 6-Ethoxy;

oder deren Na-Salze, wobei R
3 die folgende Bedeutung hat:
Wasserstoff, 3-Methyl, 4-Methyl, 5-Methyl, 6-Methyl, 3-Ethyl, 4-Ethyl, 5-Ethyl, 6-Ethyl,
3-Fluor, 4-Fluor, 5-Fluor, 6-Fluor, 3-Chlor, 4-Chlor,
5-Chlor, 6-Chlor, 3-Methoxy, 4-Methoxy, 5-Methoxy, 6-Methoxy, 3-Ethoxy, 4-Ethoxy,
5-Ethoxy, 6-Ethoxy;

oder deren Na-Salze, wobei R
3 die folgende Bedeutung hat:
Wasserstoff, 3-Methyl, 4-Methyl, 5-Methyl, 6-Methyl, 3-Ethyl, 4-Ethyl, 5-Ethyl, 6-Ethyl,
3-Fluor, 4-Fluor, 5-Fluor, 6-Fluor, 3-Chlor, 4-Chlor, 5-Chlor, 6-Chlor, 3-Methoxy,
4-Methoxy, 5-Methoxy, 6-Methoxy, 3-Ethoxy, 4-Ethoxy, 5-Ethoxy, 6-Ethoxy;

oder deren Na-Salze, wobei R
3 die folgende Bedeutung hat:
Wasserstoff, 3-Methyl, 4-Methyl, 5-Methyl, 6-Methyl, 3-Ethyl, 4-Ethyl, 5-Ethyl, 6-Ethyl,
3-Fluor, 4-Fluor, 5-Fluor, 6-Fluor, 3-Chlor, 4-Chlor, 5-Chlor, 6-Chlor, 3-Methoxy,
4-Methoxy, 5-Methoxy, 6-Methoxy, 3-Ethoxy, 4-Ethoxy, 5-Ethoxy, 6-Ethoxy;

oder deren Na-Salze, wobei R
3 die folgende Bedeutung hat:
Wasserstoff, 3-Methyl, 4-Methyl, 5-Methyl, 6-Methyl, 3-Ethyl, 4-Ethyl, 5-Ethyl, 6-Ethyl,
3-Fluor, 4-Fluor, 5-Fluor, 6-Fluor, 3-Chlor, 4-Chlor, 5-Chlor, 6-Chlor, 3-Methoxy,
4-Methoxy, 5-Methoxy, 6-Methoxy, 3-Ethoxy, 4-Ethoxy, 5-Ethoxy, 6-Ethoxy;

oder deren Na-Salze, wobei R
3 die folgende Bedeutung hat:
Wasserstoff, 3-Methyl, 4-Methyl, 5-Methyl, 6-Methyl, 3-Ethyl, 4-Ethyl, 5-Ethyl, 6-Ethyl,
3-Fluor, 4-Fluor, 5-Fluor, 6-Fluor, 3-Chlor, 4-Chlor, 5-Chlor, 6-Chlor, 3-Methoxy,
4-Methoxy, 5-Methoxy, 6-Methoxy, 3-Ethoxy, 4-Ethoxy, 5-Ethoxy, 6-Ethoxy;

oder deren Na-Salze, wobei R
3 die folgende Bedeutung hat:
wasserstoff, 3-Methyl, 4-Methyl, 5-Methyl, 6-Methyl, 3-Ethyl, 4-Ethyl, 5-Ethyl, 6-Ethyl,
3-Fluor, 4-Fluor, 5-Fluor, 6-Fluor, 3-Chlor, 4-Chlor, 5-Chlor, 6-Chlor, 3-Methoxy,
4-Methoxy, 5-Methoxy, 6-Methoxy, 3-Ethoxy, 4-Ethoxy, 5-Ethoxy, 6-Ethoxy.
Anwendungsbeispiele:
[0040] Die herbizide Wirkung der N-[(1,3,5-Triazin-2-yl)aminocarbonyl]-benzolsulfonamide
der Formel I auf das Wachstum der Testpflanzen wird durch folgende Gewächshausversuche
gezeigt.
[0041] Als Kulturgefäße dienen Plastikblumentöpfe mit 300 cm
3 Inhalt und lehmigem Sand mit etwa 3,0 % Humus als Substrat. Die Samen der Testpflanzen
werden nach Arten getrennt flach eingesät.
[0042] Zum Zwecke der Nachauflaufbehandlung werden entweder direkt gesäte oder in den gleichen
Gefäßen aufgewachsene Pflanzen ausgewählt oder sie werden erst als Keimpflanzen getrennt
angezogen und einige Tage vor der Behandlung in die Versuchsgefäße verpflanzt.
[0043] Je nach Wuchsform werden die Testpflanzen bei einer Wuchshöhe von 3 bis 15 cm dann
mit den in Wasser als Verteilungsmittel suspendierten oder emulgierten Wirkstoffen,
die durch fein verteilende Düsen gespritzt werden, behandelt. Die Aufwandmenge für
die Nachauflaufbehandlung beträgt 0,06 bzw. 0,03 kg/ha a.S. (aktive Substanz).
[0044] Die Versuchsgefäße werden im Gewächshaus aufgestellt, wobei für wärmeliebende Arten
wärmere Bereiche (20 bis 35°C) und für solche gemäßigter Klimate 10 bis 20°C bevorzugt
werden. Die Versuchsperiode erstreckt sich über 2 bis 4 Wochen. Während dieser Zeit
werden die Pflanzen gepflegt und ihre Reaktion auf die einzelnen Behandlungen wird
ausgewertet.
[0045] Bewertet wird nach einer Skala von 0 bis 100. Dabei bedeutet 100 kein Aufgang der
Pflanzen bzw. völlige Zerstörung zumindest der oberirdischen Teile und 0 keine Schädigung
oder normaler Wachstumsverlauf.
[0046] Die in den Gewächshausversuchen verwendeten Pflanzen setzen sich aus folgenden Arten
zusammen:
| Lateinischer Name |
Deutscher Name |
| Amaranthus retroflexus |
Zurückgekrümmter Fuchsschwanz |
| Chenopodium album |
Weißer Gänsefuß |
| Chrysanthemum |
Kronenwucherblume |
| Galium aparine |
Klettenlabkraut |
| Stellaria media |
Vogelmiere |
| Triticum aestivum |
Sommerweizen |
| Zea mays |
Mais |
[0047] Mit 0,06 bzw. 0,03 kg/ha a.S. im Nachauflaufverfahren eingesetzt lassen sich mit
Beispiel Nr. 1 breitblättrige unerwünschte Pflanzen sehr gut bekämpfen, bei gleichzeitiger
hervorragender Selektivität in den Kulturpflanzen Weizen und Mais.
[0048] In den Tabellen 2 und 3 werden die erfindungsgemäßen Verbindungen der Beispiele 1
bzw. 3 den aus dem US-Patent 4 127 405 bekannten Vergleichssubstanzen G bzw. H gegenübergestellt.

Die Versuchsergebnisse demonstrieren deutlich die überraschend hohen Selektivitäten.
[0049] Die bekannten Verbindungen bewirken nicht akzeptable Schädigungen von 85 bzw. 70
% in der Kultur Mais. Demgegenüber zeigen die Beispielverbindungen 1 bzw. 3 bei gleich
guter bis besserer herbizider Wirkung nur noch 10 % Schädigung der Kulturpflanze.
Tabelle 2:
| Vergleich der herbiziden Aktivität der Beispielverbindung Nr. 1 mit der Vergleichsverbindung
G bei Nachauflaufanwendung von 0,03 kg/ha a.S. im Gewächshaus |
| Testpflanzen |
Schädigung [%] |
| |
Beispiel 1 |
G |
| Zea mays |
10 |
85 |
| unerwünschte Pflanzen: Amaranthus retroflexus |
90 |
90 |
| Galium aparine |
80 |
74 |
Tabelle 3:
| Vergleich der herbiziden Aktivität der Beispielverbindung Nr. 3 mit der Vergleichsverbindung
H bei Nachauflaufanwendung von 0,06 bzw. 0,03 kg/ha a.S. im Gewächshaus |
| Testpflanzen |
Schädigung [%] |
| |
Aufwandmenge [kg/ha a.S.] |
| |
Beispiel 3 |
H |
| |
0,06 |
0,03 |
0,06 |
0,03 |
| Zea mays |
10 |
10 |
70 |
70 |
| unerwünschte Pflanzen: |
|
|
|
|
| Amaranthus retroflexus |
90 |
90 |
90 |
90 |
| Galium aparine |
95 |
60 |
10 |
0 |
| Chenopodium album |
98 |
98 |
98 |
98 |
| Sinapis alba |
95 |
90 |
90 |
90 |
[0050] Hervorragende Selektivitäten in den empfindlichen Beispielkulturen Reis, Sommerweizen
und Mais werden durch die erfindungsgemäße Verbindung Nr. 7 erzielt, wie die in den
nachfolgenden Tabellen 4 und 5 zusammengestellten Ergebnisse zeigen.
Tabelle 4:
| Bekämpfung unerwünschter breitblättriger Pflanzen bei gleichzeitiger Verträglichkeit
für die Beispielkulturen Sommerweizen und Mais bei Nachauflaufapplikation von 0,015
kg a.S./ha der Verbindung Nr. 7 im Gewächshaus |
| Testpflanzen |
Schädigung [%] |
| Triticum aestivum |
10 |
| Zea mays |
15 |
unerwünschte Pflanzen:
Amaranthus retroflexus |
90 |
| Chenopodium album |
75 |
| Stellaria media |
100 |
Tabelle 5:
| Bekämpfung unerwünschter breitblättriger Pflanzen bei gleichzeitiger Verträglichkeit
für die Beispielkultur Reis bei Nachauflaufapplikation von 0,015 kg a.S./ha der Verbindung
Nr. 7 im Gewächshaus |
| Testpflanzen |
Schädigung [%] |
| Oryza sativa |
10 |
| unerwünschte Pflanzen |
|
| Amaranthus retroflexus |
95 |
| Sinapis alba |
70 |
| Stellaria media |
100 |
[0051] In einem weiteren Versuch wurde das Natriumsalz der Vergleichsverbindung H dem Beispiel
7 gegenübergestellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 zusammengestellt.
Tabelle 6:
| Vergleich der herbiziden Aktivität der Beispielverbindung Nr. 7 mit dem Natriumsalz
der Vergleichsverbindung H bei Nachauflaufanwendung von 0,06 bzw. 0,03 kg/ha a.S.
im Gewächshaus |
| Testpflanzen |
Schädigung [%] |
| |
Aufwandmenge [kg/ha a.S.] |
| |
Beispiel 7 |
H-Na-Salz |
| |
0,06 |
0,03 |
0,06 |
0,03 |
| Zea mays |
10 |
0 |
100 |
100 |
| unerwünschte Pflanzen: Amaranthus retroflexus |
100 |
100 |
90 |
90 |
| Galium aparine |
98 |
98 |
70 |
60 |
| Chenopodium album |
100 |
100 |
100 |
100 |
[0052] Die Versuchsergebnisse demonstrieren deutlich die überraschend hohe Selektivität
bei gleichzeitig hervorragender herbizider Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Verbindung.