[0001] Die Erfindung betrifft einen in einem Isolierstoffgehäuse untergebrachten Schnappschalter,
gebildet aus einer einseitig eingespannten, am freien Ende ein Kontaktstück tragenden,
gewölbten Blattfeder, die durch Druck auf den gewölbten Abschnitt schlagartig von
einer stabilen Ruhestellung in eine instabile Arbeitsstellung umspringt.
[0002] Ein derartiger Schnappschalter mit einer quer gewölbten Blattfeder ist beispielsweise
in der DE-PS 32 10 033 beschrieben. Schalter dieser Art lassen durch das von ihrer
Betätigung unabhängige, schlagartige Schalten das Ein-, Aus- und Umschalten auch verhältnismäßig
hoher Ströme zu. Da durch die Schaltart auch nur geringer Abbrand der Kontakte zu
befürchten ist und auch nur eine äußerst geringe mechanische Abnutzung beziehungsweise
Ermüdung der verwendeten Materialien stattfindet, weisen derartige Schnappschalter
zudem eine sehr hohe Standzeit bei einigen Millionen Schaltspielen auf.
[0003] Weiter bekannt sind auch derartige Schnappschalter, die statt einer gewölbten Blattfeder
eine ebenfalls ein Kontaktstück tragende Blattfeder aufweisen, von der zwei Zungen
ausgeschnitten sind, die höhenmäßig versetzt an einem Blattfederträger angeordnet
sind. Bei Druck auf die Blattfeder springt auch sie schlagartig von einer Ruhestellung
in eine instabile Arbeitsstellung, wobei sich die Zungen jeweils geringfügig, in diesem
Falle allerdings in Längsrichtung der Blattfeder, durchbiegen.
[0004] Sowohl bei dieser, wie bei der erstgenannten Ausführung wird als Nachteil die verhältnismäßig
schwierige Justage der Blattfeder beziehungsweise der Betätigungsorgane empfunden,
wie auch die allgemein schwierige Herstellung. Aufgabe der Erfindung ist es daher,
einen derartigen Schnappschalter anzugeben, der frei von diesen Nachteilen ist, der
also eine wirtschaftliche Herstellung bei unkritischer Montage der einzelnen Schalter-Bestandteile
zuläßt. Erreicht wird dies in erfindungsgemäßer Weise dadurch, daß der bisher quer
oder längs gewölbte Abschnitt der Blattfeder als sphärisch geformte Schnappscheibe,
die sich etwa zentrisch auf einem Widerlager abstützt, ausgebildet ist und daß die
Blattfeder als Betätigungsfeder über das Kontaktstück hinaus verlängert ist.
[0005] Nicht mehr also wie bisher wird lediglich eine quer oder längs gewölbte Blattfeder
eingesetzt, deren Justierung wie auch die Justierung der zugehörigen Betätigungsorgane
sehr schwierig und zeitaufwendig ist oder werden Zungen aus der Blattfeder ausgeschnitten,
die ebenfalls schwierig zu justieren sind, sondern es wird eine sphärische Schnappscheibe
mit nichtlinearer Federkennlinie in die Blattfeder geformt, die in Zusammenarbeit
mit der Federkraft der Betätigungsfeder die eine lineare Federkennlinie aufweist,
ohne jegliche Justierarbeit stets wie gewünscht schlagartig umspringt und die Blattfeder
und damit auch das Kontaktstück schlagartig betätigt. Durch diese erfinderische Gestaltung
der Blattfeder werden also sämtliche bisher notwendigen, aufwendigen und zu Ausschuß
führenden Justierarbeiten vermieden beziehungsweise wird es ermöglicht, den Schnappschalter
nach der Erfindung deutlich wirtschaftlicher herzustellen. Tatsächlich kann dieser
Schnappschalter nunmehr mit einfachsten Mitteln gebaut werden, der erfindungsgemäßen
Blattfeder die an einem aus dem Gehäuse führenden Kontaktstift angebracht sein kann,
wobei dieser Kontaktstift mit einem Schenkel bis zur Schnappscheibe, dort das Widerlager
bildend führen kann sowie einem an einem weiterem Kontaktstift anzubringenden Gegenkontakt.
Zur Betätigung kann die zu einer Betätigungsfeder weitergeführte Blattfeder entweder
durch einen Durchbruch des Gehäuses ragen oder innerhalb des Gehäuses in den Bereich
eines Betätigungsdruckstückes zurückgebogen sein. Die Betätigung mittels der gleichen,
das Kontaktstück tragenden Blattfeder hat zudem den Vorteil, daß ein sehr großer Überweg
für das Schalten der Kontakte zur Verfügung steht, daß also die Betätigungsorgane
die an der Blattfeder angreifen nicht nochmals federnd sein müssen.
[0006] Zusammengefaßt kann gesagt werden, daß der Schnappschalter nach der Erfindung die
gleichen Vorteile aufweist wie die bisher bekannten Schnappschalter, daß er jedoch
deutlich preiswerter herzustellen ist und außerdem eine unproblematische Betätigung
zuläßt.
[0007] Auf den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch
dargestellt und zwar zeigen Fig. 1 den Schalter in Ruhestellung und Fig. 2 in betätigter
Lage.
[0008] In einem Isolierstoffgehäuse (1) ist ein fester Kontaktstift (2) mit einem Gegenkontakt
(3) angebracht. An einem weiteren Kontaktstift (4) ist eine Blattfeder (5) angenietet
(6), die ein Kontaktstück (7) trägt. Die Blattfeder (5) ist zwischen ihrer Einspannung
durch die Niete (6) und dem Kontaktstück (7) als sphärisch geformte Schnappscheibe
(8) ausgebildet, die sich auf einem Schenkel (9) des Kontaktstiftes (4) etwa zentrisch
abstützt. Die Blattfeder (5) ist über das Kontaktstück (7) hinaus verlängert (10)
und bei dieser Darstellung als Betätigungsfeder in den Bereich eines Druckstückes
(11) zurückgebogen. Ersichtlich ist bei dieser Darstellung noch ein weiterer Kontaktstift
(12) der einen Umschaltkontakt (13) trägt.
[0009] Durch Betätigen des Druckstückes (11) wird die Verlängerung (10) beziehungsweise
die dadurch gebildete Betätigungsfeder so lange gespannt, bis die Schnappscheibe (8)
umspringt und damit schlagartig das Kontaktstück (7) von seiner Ruhelage auf dem Gegenkontakt
(3) auf den Umschaltkontakt (13) geführt wird. Hierbei beult sich, wie aus dieser
Darstellung ersichtlich ist, die Schnappscheibe (8) geringfügig aus, jedoch bleibt
der Schnappscheibeneffekt nach wie vor erhalten, sodaß nach Loslassen des Druckstückes
(11) der Kontakt wieder in seine Ruhelage zurückspringt.
[0010] Bereits aus dieser Darstellung ist der einfache Aufbau des Schnappschalters nach
der Erfindung ersichtlich, der als einzige bewegliche Teile lediglich das Druckstück
(11) und die Blattfeder (5) mit der Schnappscheibe (8) vorsieht.
1. In einem Isolierstoffgehäuse untergebrachter Schnappschalter, gebildet aus einer einseitig
eingespannten, am freien Ende ein Kontaktstück tragenden, gewölbten Blattfeder, die
durch Druck auf den gewölbten Abschnitt schlagartig von einer stabilen Ruhestellung
in eine instabile Arbeitsstellung umspringt,
dadurch gekennzeichnet,
daß der gewölbte Abschnitt der Blattfeder als sphärisch geformte Schnappscheibe (8),
die sich etwa zentrisch auf einem Widerlager (Schenkel 9) abstützt, ausgebildet ist
und daß die Blattfeder (5) als Betätigungsfeder (10) über das Kontaktstück (7) hinaus
verlängert ist.
2. Schnappschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einspannpunkt der Blattfeder (5) an einem, aus dem Gehäuse (1) hinausführenden
Kontaktstift (4) angeordnet ist.
3. Schnappschalter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontaktstift einen sich entlang der Blattfeder (5) über deren Einspannpunkt
(Niet 6) erstreckenden, das Widerlager bildenden Schenkel (9) aufweist.
4. Schnappschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verlängerung (10) bis in den Bereich eines, das Gehäuse (1) durchquerenden
Druckstücks (11) reicht.
5. Schnappschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verlängerung (10) zurückgebogen ist.