[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Zeolith-Granulaten mit hohem
Schüttgewicht, die ein ausgeprägtes Adsorptionsvermögen für flüssige Wirkstoffe besitzen.
[0002] Aus der deutschen Patentanmeldung 33 16 513 (Benckiser) sind bereits Granulate bekannt,
die durch Sprühtrocknung von wäßrigen Aufschlämmungen hergestellt wurden und feinpulvrige
Zeolithe und Salze von (co-)polymeren Carbonsäuren enthalten. Sie weisen ein Schüttgewicht
von lediglich 560 bis 610 g/l auf. Granulate, die Zeolithe, Salze (co-)polymerer Carbonsäuren
und zusätzlich geringe Mengen an Alkalimetallsilikaten enthalten und als Trägermaterial
für flüssige Waschmittelbestandteile, insbesondere für nichtionische Tenside dienen,
werden in der deutschen Patentanmeldung 34 44 960 beschrieben. Das Schüttgewicht dieser
durch Sprühtrocknung hergestellten Granulate beträgt maximal 700 g/l und liegt vorzugsweise
zwischen 500 und 650 g/l.
[0003] Aus der europäischen Patentanmeldung 21 267 (PQ) sind Granulate mit einem Gehalt
an Zeolithen und Alkalisilikaten bekannt, die eine Teilchengröße zwischen 0,15 und
2 mm und ein Schüttgewicht von 300 bis 700 g/l aufweisen. Sie eignen sich ebenfalls
zum Adsorbieren flüssiger Waschmittelbestandteile, insbesondere von nichtionischen
Tensiden. Zu ihrer Herstellung wird ein trockenes Vorgemisch aus Zeolith und Alkalimetallsilikat
(Mischungsverhältnis 1:1 bis 1:8) in einem Granulator mit Wasser besprüht und agglomeriert,
worauf das überschüssige Wasser bis auf einen Restanteil von weniger als 5 Gew.-%
durch Trocknung entfernt wird. Nachteilig ist vor allem der hohe Gehalt an stark alkalisch
reagierenden Alkalisilikaten, wodurch der' Einsatz dieser Granulate in neutral bis
schwach alkalisch reagierenden, für empfindliche Textilien geeigneten Waschmitteln
stark einschränkt ist. Außerdem lassen sich nach den Lehren dieses Dokumentes keine
Schüttgewichte von über 700 g/l erzielen. Die europäische Patentanmeldung 149 264
(Unilever) lehrt, daß man zur Adsorption flüssiger Waschmittelbestandteile, insbesondere
von nichtionischen Tensiden handelsübliche sprühgetrocknete Zeolithe bzw. deren Gemische
mit anorganischen Salzen, wie Natriumsulfat, verwenden kann. Das Schüttgewicht der
relativ feinteiligen Sprühprodukte liegt im Bereich von 450 bis 600 g/l, wobei die
Teilchen eine Größe zwischen 0,05 und 0,5 mm aufweisen.
[0004] Die deutsche Patentanmeldung 38 38 086 beschreibt die Herstellung von Granulaten
aus Zeolith und den Natrium- oder Kalium-Salzen polymerer bzw. copolymerer Carbonsäuren,
wobei die Agglomerierung bzw. Granulierung unter Zusatz einer Granulierflüssigkeit
erfolgt und das erhaltene Agglomerat bis zum Erreichen eines gut rieselfähigen Granulates
mit einem Schüttgewicht von 750 bis 1 000 g/l getrocknet wird. Dabei geht man von
einer homogenen pulvrigen Mischung aus Zeolith und dem Salz der (co-)polymeren Carbonsäuren
aus und granuliert diese in einer weiteren Misch- und Granulationsstufe unter Zusatz
von Wasser, das vorzugsweise auf das in Bewegung gehaltene Pulvergemisch aufgesprüht
wird. Die Polycarboxylate werden in fester Form vorgelegt und nicht in gelöster Form
als Bestandteil der Granulierflüssigkeit zugesetzt, da die Einsatzmenge der Granulierflüssigkeit
einen kritischen Faktor darstellt und daher exakt dosierbar sein muß. Zu hohe Mengen
an Granulierflüssigkeit führen zu Granulaten mit einem breiten Kornspektrum und einem
unerwünscht hohen Grobanteil (Teilchengröße oberhalb 2 mm Länge) sowie zu einem niedrigeren
Schüttgewicht.
[0005] Es wurde nun gefunden, daß die Menge an Granulierflüssigkeit einen wesentlich geringeren
kritischen Faktor darstellt, so daß die (co-)polymeren Carboxylate als gelöster Bestandteil
der Granulierflüssigkeit eingesetzt werden können, wenn bestimmte Verfahrensschritte
eingehalten werden.
[0006] Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Granulaten aus Zeolith
und Natriumoder Kaliumsalzen polymerer bzw. copolymerer Carbonsäuren, wobei die Granulierung
unter vorlage von zeolith und anschließendem Zusatz einer Granulierflüssigkeit erfolgt
und das erhaltene Granulat bis zum Erreichen eines gut rieselfähigen Granulats mit
einem Schüttgewicht von 750 bis 1 000 g/l getrocknet wird, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß als Granulierflüssigkeit eine Mischung aus Wasser, Tensiden und (co-)polymeren
Carboxylaten verwendet wird, wobei der Gehalt an Tensiden in der Granulierflüssigkeit
mindestens 10 Gew.-% beträgt.
[0007] Bei der Herstellung der Granulate geht man zweckmäßigerweise von sprühgetrocknetem,
feinpulvrigem Zeolith, der im allgemeinen einen Wassergehalt von 17 bis 25 Gew.-%
aufweist, aus. Geeignete Zeolithe sind solche vom Zeolith A-Typ. Brauchbar sind ferner
Gemische aus Zeolith NaA und NaX, wobei der Anteil des Zeoliths NaX in derartigen
Gemischen zweckmäßigerweise unter 30 % liegt. Bevorzugte Zeolithe weisen keine Teilchen
mit einer Größe über 30 µm auf, bestehen zu wenigstens 80 % aus Teilchen einer Größe
von weniger als 10 µm und liegen in Waschmittel-Qualität vor. Außer Zeolith-Pulver
als solchem eignen sich auch sprühgetrocknete Zeolith-Pulvermischungen (Produkte der
Firma Degussa, Handelsname Wessalith), die geringe Mengen an Zusatzstoffen wie Natriumsulfat,
Salzen der Nitrilotriessigsäure, Natriumhydroxid, Carboxymethylcellulose, (co-)polymere
Carboxylate oder nichtionischen Tensiden enthalten. In einer bevorzugten Ausführungsform
wird ein Teil des Zeoliths in Form einer 45 bis 55 Gew.-%igen wäßrigen Suspension
eingesetzt. Insbesondere werden 5 bis 30 Gew.-% an Zeolith, bezogen auf die Gesamtmenge
Zeolith, als wäßrige Suspension und 95 bis 70 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge
Zeolith, als Pulver vorgelegt. Dieser Wasseranteil sowie der Wassergehalt des pulverförmigen
Zeoliths werden in die Berechnung der Wasserbilanz eingebracht; die in die Granulierstufe
einzubringende Wassermenge kann um diese Anteile reduziert werden. Die eingesetzten
Zeolith-Suspensionen enthalten zwar üblicherweise etwa 1,5 bis 3 Gew.-%, bezogen auf
die Suspension, an Stabilisatoren, zu denen auch Niotenside, Aniontenside oder polymere
Polycarboxylate gehören. Jedoch ist der Anteil dieser über die Suspension eingebrachten
Wirkstoffe so gering, daß der erfindungsgemäße Effekt erst durch den Einsatz zusätzlicher
Mengen an Tensiden und (co-)polymeren Carboxylaten erreicht wird. Die Granulate, die
nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt werden, enthalten vorzugsweise 50
bis 95 Gew.%, insbesondere 70 bis 92 Gew.-%, bezogen auf das getrocknete Granulat,
an wasserhaltigem Zeolith.
[0008] Geeignete wasserlösliche Salze der in den Granulaten enthaltenen homopolymeren und/oder
copolymeren Carbonsäuren, von denen die Natriumsalze bevorzugt werden, sind Polyacrylsäure,
Polymethacrylsäure und Polymaleinsäure, Copolymere der Acrylsäure oder Methacrylsäure
mit Maleinsäure oder Vinylethern wie Vinylmethylether bzw. Vinylethylether, ferner
mit Vinylestern wie Vinylacetat oder Vinylpropionat, Acrylamid, Methacrylamid sowie
mit Ethylen, Propylen oder Styrol. In solchen copolymeren Säuren, in denen eine der
Komponenten keine Säurefunktion aufweist, beträgt deren Anteil im Interesse einer
ausreichenden Wasserlöslichkeit nicht mehr als 50 Mol-%, vorzugsweise weniger als
30 Mol-%. Als besonders geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure bzw. Methacrylsäure
mit Maleinsäure erwiesen. Insbesondere werden Copolymerisate bevorzugt, die 50 bis
90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Die relative Molekülmasse
der homo- bzw. copolymeren Polycarboxylate beträgt im allgemeinen 2 000 bis 150 000,
vorzugsweise 5 000 bis 100 000. Vorzugsweise werden die Polycarboxylate in Form 30
bis 50 Gew.-%iger, insbesondere 35 bis 45 Gew.-%iger wäßriger Lösungen eingesetzt.
Diesen Lösungen können zum Zwecke der Viskositätserniedrigung wasserlösliche, anorganische
Salze, beispielsweise Natriumsulfat, in Mengen bis zu 10 Gew.-%, bezogen auf eingesetztes
Polycarboxylat, zugesetzt werden. In einer weiteren Ausführungsform werden die Polycarboxylate
teilweise in pulvriger Form zusammen mit dem feinteiligen Zeolith vorgelegt. Dabei
ist es bevorzugt, maximal 50 Gew.-% und insbesondere maximal 40 Gew.-% der polymeren
Carboxylate in Pulverform einzusetzen. Die handelsüblichen Salze (co-)polymerer Carbonsäuren
in pulvriger Form enthalten vielfach Feuchtigkeitsanteile von 5 bis 15 Gew.-%. Dieser
Wasseranteil wird ebenfalls in die Berechnung der Wasserbilanz eingebracht. Rechnerisch
ist der Anteil der Salze bei der Herstellung der Mittel bzw. bei der Zusammensetzung
der fertigen Granulate auf wasserfreies Salz zu beziehen. Die erfindungsgemäßen Granulate
enthalten die Salze der polymeren bzw. copolymeren Carbonsäuren vorzugsweise in Mengen
von 2 bis 12 Gew.-% und insbesondere in Mengen von 4 bis 10 Gew.-%.
[0009] Die Granulierflüssigkeit enthält zumindest Wasser als flüssigen Bestandteil, zumindest
polymere oder copolymere Carboxylate als festen Bestandteil sowie anionische und/oder
nichtionische Tenside. Vorzugsweise enthält die Granulierflüssigkeit als flüssigen
Bestandteil eine Mischung aus Wasser und flüssigen nichtionischen Tensiden. Mit Vorteil
besteht die Granulierflüssigkeit zu 5 bis 30 Gew.-% aus (co-)polymerem Carboxylat,
zu 10 bis 75 Gew.-% aus anionischen und/oder nichtionischen Tensiden und zu 7 bis
70 Gew.-% aus Wasser. Insbesondere besteht die Granulierflüssigkeit zu 10 bis 25 Gew.-%
aus (co-)polymerem Carboxylat, zu 10 bis 65 Gew.-% aus Niotensiden oder zu 10 bis
40 Gew.-% aus Aniontensiden und zu 10 bis 68 Gew.-% aus Wasser.
[0010] Als flüssige nichtionische Tenside werden vorzugsweise ethoxylierte und/oder propoxylierte
Fettalkohole mit Bevorzugung der ethoxylierten Fettalkohole eingesetzt, insbesondere
Anlagerungsprodukte von 2 bis 7 Mol Ethylenoxid (EO) an lineare primäre Alkohole,
wie z. B. an Kokos-, Talgfett- oder Oleylalkohol, oder an in 2-Stellung methylverzweigte
primäre Alkohole (Oxoalkohole). Insbesondere werden C
12-C
14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
13-C
15-Alkohole mit 3, 5 oder 7 EO, C
12-C
18-Alkohole mit 2, 3, 5 oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-C
14-Alkohol mit 3 EO und C
12-C
18-Alkohol mit 5 EO eingesetzt. Bevorzugte ethoxylierte Fettalkohole sind weiterhin
solche mit einer eingeengten Homologenverteilung (narrow range ethoxylates, nre).
[0011] Die wasserlöslichen anionischen Tenside sind Alkalimetallsalze, Natrium- oder Kalium-Salze,
aus der Klasse der Sulfonate und der Sulfate. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen
vorzugsweise C
9-C
13-Alkylbenzolsulfonate, insbesondere C
12-Alkylbenzolsulfonat, und Sulfonate auf fettchemischer Basis wie die Ester von α-Sulfofettsäuren,
wobei die Sulfogruppe in ihrer Salz-Form vorliegt (Monosalz), z. B. die α-sulfonierten
Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren in Betracht. Geeignet
sind außerdem auch die biologisch gut abbaubaren Alkansulfonate, die aus C
12-C
18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxydation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Die Sulfonatgruppe ist über die gesamte
Kohlenstoffkette statistisch verteilt, wobei die sekundären Alkansulfonate überwiegen.
Geeignete Tenside vom Sulfat-Typ sind beispielsweise die gegebenenfalls ethoxylierten
Schwefelsäuremonoester aus primären Alkoholen natürlichen und synthetischen Ursprungs,
d. h. aus Fettalkoholen, wie z. B. Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Oleylalkohol,
Lauryl-, Myristyl-, Cetyl- oder Stearylalkohol, oder den C
10-C
20-Oxoalkoholen, sowie die Schwefelsäuremonoester sekundärer Alkohole dieser Kettenlänge,
wobei die Schwefelsäuremonoester der primären Alkohole auf fettchemischer Basis bevorzugt
sind. Die festen, wasserlöslichen Aniontenside können in Pulverform oder in Pastenform
in die flüssigen Bestandteile der Granulierflüssigkeit eingearbeitet werden.
[0012] Dabei wird im Falle des Einsatzes wäßriger Tensidpasten der Nasseranteil in die Berechnung
der flüssigen Bestandteile eingebracht, bzw. die in die Granulierstufe eingebrachte
Flüssigkeitsmenge kann um diesen Anteil reduziert werden.
[0013] Zur Herstellung der feuchten, nicht getrockneten Granulate wird zu 100 Gew.-Teilen
Zeolith, berechnet als wasserfreie Substanz, oder zu einer homogenen Mischung aus
Zeolith und gegebenenfalls in Pulverform vorgelegtem Salz der polymeren bzw. copolymeren
Carbonsäuren Granulierflüssigkeit in der Menge zugemischt, daß vorzugsweise 15 bis
45 Gew.-Teile, insbesondere 18 bis 40 Gew.-Teile, bezogen auf das feuchte Granulat,
an flüssigen Bestandteilen vorhanden sind. Dabei kann der Anteil an zugesetztem freiem,
nicht als Kristallwasser, oder in vergleichbarer Form gebundenem Wasser in der Granulierflüssigkeit
sehr gering und allein abhängig sein von der Menge und der Konzentration der eingesetzten
polymeren bzw. copolymeren Carboxylat-Lösung. Vorzugsweise enthält die Granulierflüssigkeit
jedoch mindestens 2 Gew.-Teile, beispielsweise 5 bis 35 Gew.-Teile und insbesondere
5 bis 25 Gew.-Teile, bezogen auf das feuchte Granulat, an freiem Wasser.
[0014] Die Granulierung kann in üblichen Misch- und Granuliervorrichtungen diskontinuierlich
oder kontinuierlich durchgeführt werden. Geeignet sind z. B. Granuliervorrichtungen,
die aus einem horizontal angeordneten oder gegen die Horizontale geneigten, zylindrischen
Behälter bestehen, in deren Längsachse eine mit Mischwerkzeugen und Förderschaufeln
ausgerüstete Welle rotiert. Die Zuführung der Granulierflüssigkeit kann durch die
in der Wandung oder an der hohen Welle angebrachte Sprühdüse erfolgen. Sofern kontinuierlich
gearbeitet wird, können zwei hintereinander geschaltete Mischer verwendet werden,
wobei im ersten Mischer die Herstellung des trockenen oder, falls eine wäßrige Zeolith-Suspension
eingesetzt wird, feuchten Vorgemisches und im zweiten Mischer die Granulierung unter
Zusatz der Tensid- und Polycarboxylat-haltigen Granulierflüssigkeit erfolgt. Ein kontinuierliches
Arbeiten ist auch in einem Mischer möglich, wobei in einer ersten Mischstrecke entweder
die Pulverströme und/oder die Pulverströme und die Zeolith-Suspension vereinigt und
homogenisiert werden und das Gemisch nach dem Weitertransport in einer nachfolgenden
Mischstrecke mit der Tensid- und Polycarboxylat-haltigen Granulierflüssigkeit behandelt
und granuliert wird. Vorzugsweise wird die Granulierflüssigkeit mittels Düsen auf
das in Bewegung gehaltene Gemisch aufgesprüht. Die Granulierung wird im allgemeinen
bei normalen bis mäßig erhöhten Temperaturen, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen
20 und 40°C durchgeführt und erfordert im allgemeinen eine Zeit von 5 bis 15 Minuten.
[0015] Das Nachtrocknen kann durch Einleiten heißer Gase in einer dritten Mischstrecke,
z. B. einer Wirbelschicht, oder auch nach dem Austragen der Granulate aus dem Mischer
beispielsweise in einer Rüttelstrekke, einem Freifalltrockner oder auch in dünner
Schicht auf einem Transportband erfolgen. Bevorzugt ist die Trocknung in einer Wirbelschicht,
wobei die Temperatur des Granulats vorzugsweise zwischen 60 und 85°C und insbesondere
zwischen 65 bis 80°C liegt. Dabei wird die Trocknung so weit durchgeführt, bis das
in der Granulationsstufe zugesetzte Wasser bis auf einen Anteil von weniger als 5
Gew.-%, vorzugsweise weniger als 3 Gew.-%, jeweils bezogen auf das getrocknete Granulat,
entfernt ist. Zusätzlich können bei der Trocknung noch weitere Wasseranteile, die
ursprünglich mit dem Zeolith bzw. einem nicht wasserfrei eingesetzten (co-)polymeren
Salz eingebracht wurden, entfernt werden. Derartige "übertrocknete" Granulate können
anwendungstechnische Vorteile aufweisen, beispielsweise beim Zusatz zu Waschmitteln,
die feuchtigkeitsempfindliche Wirkstoffe enthalten. Vorzugsweise sollte jedoch die
Entwässerung des Zeoliths nicht unter einen Wassergehalt von 18 Gew.-%, bezogen auf
Zeolith, getrieben werden, um eine Aktivitätsverminderung zu vermeiden. Zweckmäßigerweise
liegt der Wassergehalt der Granulate in einem Bereich, bei dem das Wasserbindungsvermögen
des Zeoliths weitgehend abgesättigt ist, d. h. bei dem der Zeolith einen Wassergehalt
von insgesamt 19 bis 22 Gew.-% besitzt.
[0016] Die Granulate besitzen vorzugsweise ein Schüttgewicht von 780 bis 980 g/l, insbesondere
von 800 bis 950 g/l. Aufgrund ihrer dichten Packung und ihres geringen Porenvolumens
ist ihr Aufnahmevermögen für flüssige bzw. pastenförmige Waschmittelbestandteile,
insbesondere nichtionische Tenside und Schauminhibitoren, beispielsweise Paraffinöl
oder Silikonöl, gegenüber spezifisch leichteren Trägerkörnern etwas vermindert, beträgt
jedoch immer noch 15 bis maximal 20 Gew.-% ohne nennenswerte Beeinträchtigung der
Rieselfähigkeit der Granulate. Dieses angesichts der hohen Packungsdichte und des
gegebenenfalls bereits enthaltenen Gehalts der Granulate an nichtionischen Tensiden
immer noch überraschend hohe Adsorptionsvermögen reicht für die üblichen Anwendungsgebiete,
insbesondere für einen Einsatz als Mischungskomponente in Wasch- und Reinigungsmitteln,
vollkommen aus.
[0017] Die durch das erfindungsgemäße Verfahren erhaltenen Granulate zeichnen sich durch
ein Kornspektrum aus, in dem der Feinanteil (Teilchendurchmesser kleiner 0,1 mm) im
allgemeinen unter 10 % und der Grobanteil (Teilchendurchmesser größer 2 mm) im allgemeinen
bis 40 % beträgt. Vorzugsweise ist der Gehalt an Feinanteilen kleiner als 7 % und
beträgt insbesondere 0 bis 5 %, während der Gehalt an Grobanteilen vorzugsweise 2
bis 32 % beträgt. Die Grob- und Feinanteile werden abgesiebt. Die Grobanteile werden
gemahlen und dem Produkt zugemischt, während die Feinanteile bzw. der Staub in die
Granulation zurückgeführt werden.
[0018] Überraschenderweise zerfallen die Granulate ungeachtet ihrer hohen Packungsdichte
und ihres hohen Gehaltes an wasserunlöslichen Bestandteilen in kaltem Wasser schnell
und vollständig und hinterlassen in den Einspülvorrichtungen von Waschautomaten keine
Rückstände, d. h. sie besitzen ein sehr gutes Einspülvermögen. Diese vorteilhafte
Eigenschaft macht sich auch nach dem Imprägnieren mit nichtionischen Tensiden sowie
im Gemisch mit anderen pulverförmigen Waschmittelkomponenten bemerkbar.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die Granulate 2 bis 25 Gew.-% an Tensiden
und insbesondere 4 bis 20 Gew.-% an anionischen und/oder nichtionischen Tensiden.
Besonders vorteilhafte Granulate enthalten 75 bis 90 Gew.-% Zeolith, der in Pulverform
oder als eine Mischung aus 94 bis 73 Gew.-% Pulver und 6 bis 27 Gew.-%, jeweils bezogen
auf Zeolith, einer wäßrigen Suspension vorgelegt wurde, 2 bis 10 Gew.-% Natriumsalz
eines Copolymeren aus Acrylsäure und Maleinsäure und 4 bis 20 Gew.-% flüssige Niotenside.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthalten die Granulate Zeolith wie
oben, 3 bis 8 Gew.-% Natriumsalz eines Copolymeren aus Acrylsäure und Maleinsäure
und 6 bis 11 Gew.-% Aniontenside, insbesondere Alkylbenzolsulfonat und Fettalkoholsulfat.
[0020] Die Granulate können mit flüssigen Waschmittelbestandteilen imprägniert werden, die
auf anderen Wegen nicht oder nur unter Wirkungsverlust in übliche pulverförmige bzw.
granulare Wasch- und Reinigungsmittel eingearbeitet werden können. Hierzu zählen Schauminhibitoren,
insbesondere Paraffinkohlenwasserstoffe, Silikone, Silikonharze und von langkettigen
Fettsäuren abgeleitete Bis-Acyl-Alkylendiamine sowie deren Gemische. Weitere adsorbierbare
Wirkstoffe sind Fettsäurealkylolamide und kationische Weichmacher, wie langkettige
Fettreste aufweisende quartäre Ammoniumsalze, ferner fettlösende Lösungsmittel wie
Terpene. Bevorzugt werden die Granulate jedoch als Trägerkörner für flüssige nichtionische
Tenside und Schauminhibitoren eingesetzt. Als "flüssig" werden diejenigen Bestandteile
angesehen, die bei Raumtemperatur oder bei der Bearbeitungstemperatur zwischen 25
° C und etwa 80 ° C, vorzugsweise bis 75 ° C, in flüssiger Form vorliegen. Dabei kann
es von Vorteil sein, Bestandteile, die beispielsweise bereits bei Raumtemperatur flüssig
sind, aber eine unerwünscht hohe Viskosität aufweisen, vor der Imprägnierung der Trägerkörner
zu erwärmen.
[0021] Geeignete nichtionische Tenside sind Alkoxylierungsprodukte mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen
im hydrophoben Rest und 3 bis 20 Glykolethergruppen. Hierzu zählen Ethoxylierungsprodukte
von Alkoholen, vicinalen Diolen, Aminen, Thioalkoholen, Fettsäureamiden und Fettsäuren.
Ebenso kommen auch Blockpolymere aus Ethylenoxid und Propylenoxid, die unter der Bezeichnung
Pluronic (Firma BASF/Wyandotte) handelsüblich sind, in Betracht. Weiterhin können
Alkylglykoside bzw. Alkylpolyglykoside sowie deren Gemische mit den genannten Ethoxylierungsprodukten
verwendet werden.
[0022] Bevorzugte nichtionische Tenside, die an dem Granulat adsorbiert sein können und
mit diesen zusammen als rieselfähiges Gemisch vorliegen, leiten sich von Alkoholen
mit 12 bis 18 C-Atomen ab, die gesättigt oder olefinisch ungesättigt, linear oder
in 2-Stellung methylverzweigt (Oxo-Rest) sein können. Ihre Umsetzungsprodukte mit
Ethylenoxid (EO) bzw. Propylenoxid (PO) sind wasserlösliche bzw. in Wasser dispergierbare
Gemische von Verbindungen mit unterschiedlichem Alkoxylierungsgrad, wobei die im folgenden
angegebene Anzahl der EO- bzw. PO-Gruppen einem statistischem Mittelwert entspricht.
[0023] Beispiele für bevorzugte ethoxylierte Fettalkohole sind C
12-C
18-Kokosalkohole mit 3 bis 12 EO, C
16-C
18-Talgalkohol mit 4 bis 16 EO, Oleylalkohol mit 4 bis 12 EO sowie aus anderen nativen
Fettalkoholgemischen erhältliche Ethoxylierungsprodukte entsprechender Ketten- und
EO-Verteilung. Aus der Reihe der ethoxylierten Oxoalkohole sind beispielsweise solche
der Zusammensetzung C
12-C
15 mit 5 bis 10 EO und C
14-C
15 mit 6 bis 12 EO geeignet. Weiterhin sind Alkoxylate geeignet, die EO-Gruppen und
PO-Gruppen enthalten, beispielsweise C
12-C
18-Alkohole der Formel R-(PO)
a-(EO)
b bzw. R-(EO)
b-(PO)
c, worin a Zahlen von 1 bis 3, b Zahlen von 5 bis 20 und c Zahlen von 1 bis 10 bedeuten,
wobei b größer als c sein soll.
[0024] Das Aufbringen der flüssigen, gegebenenfalls erwärmten Zusatzstoffe, insbesondere
das Aufbringen der nichtionischen Tenside und der Schauminhibitoren auf das Granulat
kann durch Zumischen, vorzugsweise Aufsprühen erfolgen, wobei das Trägermaterial zweckmäßigerweise
durch geeignete Mischvorrichtungen in Bewegung gehalten wird. Eine weitere Nachbehandlung
des körnigen Adsorbates ist nicht erforderlich. Allerdings kann ein mehrstündiges
Ruhenlassen des Produktes bei hohen Gehalten an aufgebrachtem flüssigen Material zweckmäßig
sein, da dessen Diffusion in das Korninnere einige Zeit in Anspruch nimmt. Die Behandlung
der Granulate mit den flüssigen Zusatzstoffen führt zu einem weiteren Anstieg des
Schüttgewichtes, das bis auf Werte von über 1 000 g/l ansteigen kann.
[0025] Nach dem Aufbringen des flüssigen Zusatzstoffes können die Körner gegebenenfalls
noch mit einem feinteiligen Pulver als Puderungsmittel bestäubt bzw. oberflächlich
beschichtet werden. Hierdurch kann die bei hohen, 15 % übersteigenden Gehalten an
nichtionischen Tensiden die Rieselfähigkeit der Granulate verbessert und das Schüttgewicht
geringfügig erhöht werden. Geeignete Puderungsmittel weisen eine Korngröße von 0,001
bis höchstens 0,1 mm, vorzugsweise von weniger als 0,05 mm auf und können in Anteilen
von 0,03 bis 3, vorzugsweise 0,05 bis 2 Gew.-%, bezogen auf das mit Zusatzstoff beladene
Adsorptionsmittel, angewendet werden. In Frage kommen beispielsweise feinpulvrige
Zeolithe, Kieselsäureaerogel (Aerosil
(R)), farblose oder farbige Pigmente, wie Titandioxid. Im allgemeinen ist eine solche
Nachbehandlung jedoch überflüssig, zumal durch sie die Lösungseigenschaften nicht
verbessert werden.
[0026] Die Waschmitteladditive können mit dem körnigen bzw. pulverförmigen Waschmittel,
beispielsweise einem Turmsprühpulver sowie dessen Gemischen mit weiteren Pulverkomponenten,
wie Persalze, Enzymgranulate, Bleichaktivatoren bzw. Entschäumer enthaltenden Granulaten,
in bekannter Weise vereinigt und vermischt werden. Das hohe Schüttgewicht und das
günstige Einspülverhalten der erfindungsgemäßen Additive überträgt sich auf diese
komplexen Gemische. In der Praxis enthalten die Waschmittel im allgemeinen 10 bis
40 Gew.-% des erfindungsgemäßen Additivs.
Beispiele
[0027] Die Granulierung erfolgte in einem Mischgranulator, bestehend aus einem horizontal
angeordneten zylindrischen Mischer mit einer in der Mittelachse rotierenden, mit Mischorganen
bestückten Drehwelle (Pflugscharmischer, Bauart Lödige) mit einem Fassungsvermögen
von 130 l und einer daran angeschlossenen, mit einer Drehzahl von 1 200 bis 1 500
Umdrehungen/Minute betriebenen Messermühle. In dem Mischgranulator wurden die pulverförmigen
Bestandteile sowie gegebenenfalls die wäßrige Zeolith-Suspension vorgelegt und zu
einem homogenen Gemisch verarbeitet. Nach dem Mischen, das ca. 10 Sekunden bis 1 Minute
in Anspruch nahm, wurde mittels Düsen die Granulierflüssigkeit im Verlauf von 1 bis
5 Minuten eingesprüht und das Gemisch unter ständigem Mischen noch weitere 1 bis 3
Minuten granuliert. Das den Mischer verlassende Granulat wurde in einer Wirbelschicht
mit heißen, strömenden Trockengasen (70°C) getrocknet. In allen Beispielen betrug
der Feinanteil (Teilchendurchmesser kleiner 0,1 mm) weniger als 7 % und der Grobanteil
(Teilchendurchmesser größer 2 mm) weniger als 32 %.
[0028] Das eingesetzte Zeolith-Pulver war feinkristalliner, sprühgetrockneter Zeolith vom
Typ NaA, der 20 Gew.-% gebundenes Wasser enthielt. Die wäßrige Zeolith-Suspension
war 48 Gew.-%ig. Das Natriumsalz des verwendeten Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymers
(Sokalan
(R)CP5 der Firma BASF/Deutschland) wies eine relative Molekülmasse von ca. 70 000 auf
und wurde als 40 Gew.-%ige Lösung eingesetzt; die Mengenangaben beziehen sich auf
wasserfreie Substanz.
Beispiel 1:
[0029] Es wurden 100 Gew.-Teile Zeolith, bezogen auf wasserfreie Substanz, mit 49,5 Gew.-Teilen
einer Granulierflüssigkeit, bestehend aus 20 Gew.% Sokalan CP5, 14 Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 5 EO und 66 Gew.-% H
2O, besprüht. Das nach der Trocknung erhaltene Granulat enthielt 88,1 Gew.-% wasserfreien
Zeolith, der als Pulver vorgelegt worden war, 7 Gew.-% Sokalan CP5 und 4,9 Gew.-%
C
12-C
18-Fettalkohol mit 5 EO. Das Schüttgewicht betrug vor dem Sieben 810 g/l; der Grobanteil
betrug 17,3 %.
Beispiel 2:
[0030] Es wurden 100 Gew.-Teile Zeolith, bezogen auf wasserfreie Substanz, mit 44,2 Gew.-Teilen
einer Granulierflüssigkeit, bestehend aus 19,8 Gew.-% Sokalan CP5, 50,6 Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 5 EO und 29,6 Gew.-% Wasser, besprüht. Das nach dem Trocknen erhaltene
Granulat enthielt 80,1 Gew.-% wasserhaltigen Zeolith, der als Pulver vorgelegt worden
war, 5,6 Gew.-% Sokalan CP5 und 14,3 Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 5 EO. Das Schüttgewicht betrug vor dem Sieben 900 g/l; der Grobanteil
betrug 5 %.
Beispiel 3:
[0031] Es wurden 100 Gew.-Teile Zeolith, bezogen auf wasserfreie Substanz, mit 42,5 Gew.-Teilen
einer Granulierflüssigkeit, bestehend aus 13,3 Gew.-% Sokalan CP5, 62,1 Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 7 EO und 24,6 Gew.-% Wasser besprüht. Das nach dem Trocknen erhaltene
Granulat enthielt 79,6 Gew.-% wasserhaltigen Zeolith, der als Pulver vorgelegt worden
war, 3,6 Gew.-% Sokalan CP5 und 16,8 Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 7 EO. Das Schüttgewicht betrug vor dem Sieben 850 g/l; der Grobanteil
betrug 13,9 %.
Beispiel 4:
[0032] Es wurden 100 Gew.-Teile Zeolith, bezogen auf wasserfreie Substanz, mit 39 Gew.-Teilen
einer Granulierflüssigkeit, bestehend aus 8,9 Gew.-% Sokalan CP5, 73,3 Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 7 EO und 17,8 Gew.-% Wasser, besprüht. Das nach dem Trocknen erhaltene
Granulat enthielt 79,6 Gew.-% wasserhaltigen Zeolith, der als Pulver vorgelegt worden
war, 2,2 Gew.-% Sokalan CP5 und 18,2 Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 7 EO. Das Schüttgewicht betrug 870 g/l; der Grobanteil betrug 2,9
%.
Beispiel 5:
[0033] Es wurden 100 Gew.-Teile Zeolith, bezogen auf wasserfreie Substanz, mit 47,5 Gew.-Teilen
einer Granulierflüssigkeit, bestehend aus 22,7 Gew.-% Sokalan CP5, 20,5 Gew.-% Natriumdodecylbenzolsulfonat
und 56,8 Gew.-% Wasser, besprüht. Das nach dem Trocknen erhaltene Granulat enthielt
85,9 Gew.-% wasserhaltigen Zeolith, der als Pulver vorgelegt worden war, 7,4 Gew.-%
Sokalan CP5 und 6,7 Gew.-% Natriumdodecylbenzolsulfonat. Das Schüttgewicht betrug
vor dem Sieben 860 g/l; der Grobanteil betrug 30,2 %.
Beispiel 6:
[0034] Es wurden 100 Gew.-Teile Zeolith, bezogen auf wasserfreie Substanz, mit 44 Gew.-Teilen
einer Granulierflüssigkeit, bestehend aus 11,25 Gew.-% Sokalan CP5, 35,75 Gew.-% Natriumdodecylbenzolsulfonat
und 53 Gew.-% Wasser, besprüht. Das nach dem Trocknen erhaltene Granulat enthielt
85,8 Gew.-% wasserhaltigen Zeolith, der als Pulver vorgelegt worden war, 3,4 Gew.-%
Sokalan CP5 und 10,8 Gew.-% Natriumdodecylbenzolsulfonat. Das Schüttgewicht betrug
770 g/l; der Grobanteil betrug 29,8 %.
Beispiel 7:
[0035] Es wurden 100 Gew.-Teile Zeolith, bezogen auf wasserfreie Substanz, mit 46,4 Gew.-Teilen
einer Granulierflüssigkeit, bestehend aus 20,25 Gew.-% Sokalan CP5, 48,7 Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 7 EO und 31,05 Gew.-% Wasser, besprüht. Das nach dem Trocknen erhaltene
Granulat enthielt 79,6 Gew.-% wasserhaltigen Zeolith, wobei 74,4 Gew.-% als Pulver
und 5,2 Gew.-% als Suspension vorgelegt worden waren, 6 Gew.-% Sokalan CP5 und 14,4
Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 7 EO. Das Schüttgewicht betrug vor dem Sieben 940 g/l; der Grobanteil
betrug 31,1 %.
Beispiel 8:
[0036] Es wurden 100 Gew.-Teile Zeolith, bezogen auf wasserfreie Substanz, mit 42,0 Gew.-Teilen
einer Granulierflüssigkeit, bestehend aus 29,5 Gew.-% Sokalan CP5, 22,9 Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 5 EO und 47,6 Gew.-% Wasser, besprüht. Das nach dem Trocknen erhaltene
Granulat enthielt 76,5 Gew.-% wasserhaltigen Zeolith, wobei 73,1 Gew.-% als Pulver
und 13,4 Gew.-% als Suspension vorgelegt worden waren, 7,6 Gew.-% Sokalan CP5 und
5,9 Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 5 EO. Das Schüttgewicht betrug vor dem Sieben 830 g/l; der Grobanteil
betrug 17,5 %.
Beispiel 9:
[0037] Es wurden 100 Gew.-Teile Zeolith, bezogen auf wasserfreie Substanz, mit 41,0 Gew.-Teilen
einer Granulierflüssigkeit, bestehend aus 19,5 Gew.-% Sokalan CP5, 31,3 Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 7 EO und 49,2 Gew.-% Wasser, besprüht. Das nach dem Trocknen erhaltene
Granulat enthielt 85,5 Gew.-% wasserhaltigen Zeolith, wobei 62,5 Gew.-% als Pulver
und 23 Gew.-% als Suspension vorgelegt worden waren, 5,5 Gew.-% Sokalan CP5 und 8,8
Gew.-% C
12-C
18-Fettalkohol mit 7 EO. Das Schüttgewicht betrug vor dem Sieben 840 g/l; der Grobanteil
betrug 24,5 %.
[0038] Die Wiederholung der Versuche 1 bis 9, bei der 40 % der Menge des eingesetzten Polymers
in fester Form zusammen mit dem Zeolith vorgelegt wurden, führte zu analogen Ergebnissen.
Der Anteil des Wassers in der Granulierflüssigkeit konnte entsprechend reduziert werden.
Beispiel 10:
[0039] Die Granulate aus den Versuchen 2, 8 und 9 wurden in einem Sprühmischer mit einem
auf 40°C erwärmten, flüssigen, nichtionischen Tensid besprüht, bestehend aus einem
mit 5 Mol EO umgesetzten Gemisch von Kokos- und Talgalkohol im Verhältnis 1:4. Nach
einer Standzeit von einer Stunde wiesen die Adsorbate die folgenden Schüttgewichte
auf:
| Beispiel |
Niotensid Gew.-% |
Schüttgewicht g/l |
| 2 |
15 |
910 |
| 8 |
15 |
880 |
| 9 |
15 |
930 |
[0040] Die mit dem nichtionischen Tensid behandelten Granulate waren gut rieselfähig und
wiesen ein einwandfreies Einspülvermögen auf, und zwar sowohl als unverschnittenes
Pulver wie auch vermischt mit einem pulverförmigen Haushaltswaschmittel im Verhältnis
1:4.
1. Verfahren zur Herstellung von Granulaten aus Zeolith und Natrium- oder Kalium-Salzen
polymerer bzw. copolymerer Carbonsäuren, wobei die Granulierung unter vorlage von
zeolith und anschließendem Zusatz einer Granulierflüssigkeit erfolgt und das erhaltene
Granulat bis zum Erreichen eines gut rieselfähigen Granulates mit einem Schüttgewicht
von 750 bis 1 000 g/l getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Granulierflüssigkeit eine Mischung aus Wasser, Tensiden und (co-)polymeren Carboxylaten
verwendet wird, wobei der Gehalt an Tensiden in der Granulierflüssigkeit mindestens
10 Gew.-% beträgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zeolith als Pulver mit einem Wassergehalt von 17 bis 25 Gew.-% oder als Mischung
aus 70 bis 95 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge Zeolith, Pulver und 5 bis 30 Gew.-%,
bezogen auf die Gesamtmenge Zeolith, einer 45 bis 55 Gew.-%igen wäßrigen Suspension
eingesetzt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Granulierflüssigkeit zu 5 bis 30 Gew.-% aus (co-)polymerem Carboxylat, zu 10
bis 75 Gew.-% aus anionischen und/oder nichtionischen Tensiden und zu 7 bis 70 Gew.-%
aus Wasser besteht.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zu 100 Gew.-Teilen Zeolith, berechnet als wasserfreie Substanz, oder zu einer homogenen
Mischung aus Zeolith und gegebenenfalls in Pulverform vorgelegtem Salz der polymeren
bzw. copolymeren Carbonsäuren Granulierflüssigkeit in der Menge zugemischt wird, daß
15 bis 45, insbesondere 18 bis 40 Gew.-Teile, bezogen auf die feuchten Granulate,
an flüssigen Bestandteilen vorhanden sind, wobei die Granulierflüssigkeit mindestens
2 Gew.-Teile und insbesondere 5 bis 25 Gew.-Teile, bezogen auf das feuchte Granulat,
an freiem Wasser enthält.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Granulierflüssigkeit mittels Düsen auf das in Bewegung gehaltene Gemisch aufgesprüht
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß getrocknete Granulate erhalten werden, die 70 bis 92 Gew.-% Zeolith, 2 bis 12 Gew.-%
Natriumsalz polymerer bzw. copolymerer Carbonsäuren und 4 bis 20 Gew.-% anionische
und/oder nichtionische Tenside enthalten und die ein Schüttgewicht von 780 bis 980
g/l aufweisen.
7. Mitte hergestellt nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß es mit bis zu 20 Gew.-%, bezogen auf das Adsorbat, mindestens eines flüssigen Waschmittelbestandteils,
vorzugsweise mit einem flüssigen Niotensid oder einen Schauminhibitor, imprägniert
ist.
1. A process for the production of granules of zeolite and sodium or potassium salts
of polymeric or copolymeric carboxylic acids, the granulation process taking place
with putting in zeolite first and addition of a granulation liquid and the granules
obtained being dried to form free-flowing granules having an apparent density of 750
to 1,000 g/l, characterized in that a mixture of water, surfactants and (co)polymeric carboxylates is used as the granulation
liquid, the content of surfactants in the granulation liquid being at least 10% by
weight.
2. A process as claimed in claim 1, characterized in that the zeolite is used in the form of a powder having a water content of 17-25 by weight
or in the form of a mixture of 70 to 95% by weight, based on the total quantity of
zeolite, powder and 5 to 30% by weight, based on the total quantity of zeolite, of
a 45 to 55% by weight agueous suspension.
3. A process as claimed in claim 1 or 2, characterized in that 5 to 30% by weight of the granulation liquid consists of (co)polymeric carboxylate,
10 to 75% by weight of anionic and/or nonionic surfactants and 7 to 70% by weight
of water.
4. A process as claimed in any of claims 1 to 3, characterized in that granulation liquid is added to 100 parts by weight zeolite, expressed as anhydrous
substance, or to a homogeneous mixture of zeolite and, optionally, salt of the polymeric
or copolymeric carboxylic acid initially introduced in powder form in such a quantity
that 15 to 45 parts by weight, especially 18 to 40 parts by weight, based on the moist
granules, of liquid constituents are present, the granulation liquid containing at
least 2 parts by weight and, more particularly, 5 to 25 parts by weight, based on
the moist granules, of free water.
5. A process as claimed in any of claims 1 to 4, characterized in that the granulation liquid is sprayed by means of nozzles onto the agitated mixture.
6. A process as claimed in claims 1 to 5, characterized in that dried granuled which contain 70 to 92% by weight zeolite, 2 to 12% by weight of the
sodium salt of polymeric or copolymeric carboxylic acids and 4 to 20% by weight liquid
nonionic surfactants and which have an apparent density of 780 to 980 g/l are obtained.
7. Granules produced by any of the claims 1 to 6, characterized in that they are preferably impregnated with up to 20% by weight, based on the adsorbate,
of at least one liquid detergent constituent, preferably a liquid nonionic surfactant
or a foam inhibitor.