[0001] Die Erfindung betrifft ein Bauteil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, bestehend
aus einer elektrischen Einrichtung und einer biegesteifen Abdeckung zur Abdeckung
der elektrischen Einrichtung, sowie ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
8 zur Herstellung eines derartigen Bauteils.
[0002] Es ist bereits allgemein bekannt, eine elektrische Einrichtung, beispielsweise einen
Transformator, aus Sicherheits- und Stabilitätsgründen in einem Gehäuse anzuordnen.
Das Gehäuse ist üblicherweise ein Kunststoff-Spritzgußgehäuse, das relativ teuer und
schwer ist. Dieses Kunststoff-Spritzgußgehäuse wird darüber hinaus mit Hilfe zweier
Formteile hergestellt, die zwischen sich einen der Gehäusewanddicke entsprechenden
Abstand zur Bildung eines Hohlraums aufweisen, in den ein Kunststoff hineingespritzt
wird. Aufgrund der beiden Formteile wird somit ein aufwendiges Spritzgußwerkzeug benötigt,
das hohe Investitionskosten erfordert, was sich nachteilig auf den Herstellungspreis
des Gehäuses und damit auf den Preis des aus Gehäuse und elektrischer Einrichtung
bestehenden Bauteils auswirkt.
[0003] Zudem ist das Verfahren zur Herstellung des Gehäuses sehr zeitaufwendig, da zunächst
zwei Formteile in genauem Abstand relativ zueinander positioniert werden müssen. Nach
Einspritzen des Kunststoffs in den zwischen den beiden Formteilen vorhandenen Hohlraum
erfolgt dann eine relativ lange Abkühlphase, und zwar aufgrund der hohen Kunststoffmenge,
die im heißen Zustand eingespritzt wird. Nach dem Entformen wird schließlich die elektrische
Einrichtung durch das so erhaltenen Gehäuse abgedeckt, wobei sie auch mittels einer
Vergußmasse fest im Gehäuse eingegossen werden kann. Die elektrische Einrichtung muß
nicht unbedingt ein Transformator sein. Es kann sich bei ihr auch um eine Spule, einen
Kondensator, eine auf einer Schaltungskarte angeordnete elektronische Schaltung, und
dergleichen, handeln.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Bauteil der eingangs genannten Art
so weiterzubilden, daß es einen leichteren und kostengünstigeren Aufbau aufweist.
Es soll sich darüber hinaus schneller und mit einfacheren Mitteln herstellen lassen.
[0005] Die vorrichtungsseitige Lösung der gestellten Aufgabe zeichnet sich dadurch aus,
daß die Abdeckung aus einer unter Wärmeeinwirkung verformbaren Folie besteht.
[0006] Aufgrund der Verwendung einer Folie zur Bildung des Gehäuses lassen sich die Herstellungskosten
für das Gehäuse erheblich senken, da eine Folie dieser Art billig im Handel zu beziehen
ist. Die Folie weist darüber hinaus nur ein geringes Gewicht auf, wodurch sich das
Gesamtgewicht des Bauteils verringert.
[0007] Die Folie kann einerseits dazu dienen, die elektrische Einrichtung lediglich abzudecken.
Hierbei ist die elektrische Einrichtung auf einer Halteeinrichtung montiert, während
die Folie mit ihrem Folienrand die Halteeinrichtung übergreift. Dabei kann der Folienrand
auch zur Aufnahme einer die Abdeckung seitlich überragenden Halteeinrichtung nach
außen gewölbt sein.
[0008] Die Halteeinrichtung kann z. B. plattenförmig ausgebildet sein und aus Metall oder
Kunststoff bestehen. Sie läßt sich an einer Unterlage befestigen, beispielsweise mit
Hilfe von Schrauben, die durch in der Halteeinrichtung vorhandene Durchgangsbohrungen
hindurchgeführt werden. Die Abdeckung ist von der Halteeinrichtung abnehmbar.
[0009] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die elektrische Einrichtung
in der Abdeckung mittels einer Vergußmasse fest eingegossen.
[0010] Die Folie bildet in diesem Fall eine Form für die Vergußmasse, die nach dem Einlegen
der elektrischen Einrichtung in das Gehäuse in den dann vorhandenen Hohlraum zwischen
elektrischer Einrichtung und Gehäuse hineingegossen wird. Die mechanische Festigkeit
des gesamten Bauteils wird dann auch wesentlich durch die Vergußmasse erzielt, deren
äußere Vergußform durch die geformte Folie bestimmt wird. Die Vergußmasse härtet nach
dem Vergießen aus, so daß ein insgesamt stabiles und stoßfestes Bauteil erhalten wird.
In diesem Fall wird das Gehäuse nur durch die Abdeckung gebildet.
[0011] Wie bereits erwähnt, kann der freie Rand der Folie so nach außen gewölbt bzw. umgebogen
sein, daß ein Hohlraum zur Aufnahme der Halteeinrichtung erhalten wird, die die Abdeckung
seitlich überragt.
[0012] Der Hohlraum schließt sich also unmittelbar an denjenigen Raum des durch die Abdeckung
gebildeten Gehäuses an, der zur Aufnahme der elektrischen Einrichtung dient. Der Hohlraum
kann z. B. zur Aufnahme einer plattenförmigen Halteeinrichtung ausgebildet sein, z.
B. zur Aufnahme einer Platte aus Metall oder aus einem anderen geeigneten Material.
Die Halteeinrichtung steht dabei mit der Vergußmasse in Verbindung. Vorzugsweise kann
die Halteeinrichtung auch durch die Vergußmasse selbst gebildet sein, wenn nach dem
Vergießen der elektrischen Einrichtung weiter Vergußmasse in der Hohlraum gelangt
und diesen ausfüllt. Über die genannte Halteeinrichtung, die mit Durchgangsöffnungen
versehen sein kann, läßt sich das Bauteil an einer Unterlage befestigen. Dabei überragen
der Hohlraum bzw. die Halteeinrichtung den seitlichen Rand des Gehäuses, in dem sich
die elektrische Einrichtung befindet. Es werden auf diese Weise Flansche für die Befestigung
des Bauteils gebildet.
[0013] Ein Verfahren zur Herstellung eines Bauteils, das wenigstens eine elektrische Einrichtung
und eine biegesteife Abdeckung zur Abdeckung der elektrischen Einrichtung enthält,
zeichnet sich erfindungsgemäß durch folgende Schritte aus:
a) Eine aus einem biegesteifen und unter Wärmeeinwirkung verformbaren Material bestehende
Folie wird an eine Form angelegt;
b) die Folie wird erwärmt;
c) durch Anwendung von Unterdruck wird die erwärmte Folie angesaugt und über die Form
gezogen, um die Abdeckung zu erhalten;
d) die Folie wird abgekühlt; und
e) die Form wird aus der so erhaltenen Abdeckung herausgenommen.
[0014] Im Gegensatz zum konventionellen Verfahren wird beim Verfahren nach der Erfindung
nur noch ein Formteil zur Herstellung der Abdeckung benötigt, gegen das die Folie
durch Unterdruck angesaugt wird. Es brauchen also nicht mehr zwei Formteile relativ
zueinander positioniert zu werden, um in den zwischen ihnen gebildeten Hohlraum einen
Kunststoff einzuspritzen. Hierdurch läßt sich eine ganz erhebliche Verbilligung des
Werkzeugs zur Herstellung der Abdeckung erzielen, was sich vorteilhaft auf den Gesamtherstellungspreis
des Bauteils auswirkt. Auch braucht zur Herstellung der Abdeckung kein teurer Kunststoff
mehr verwendet zu werden, dessen Erwärmung genau gesteuert werden muß, und der unter
Einhaltung vorbestimmter Parameter in den zwischen beiden Formteilen gebildeten Hohlraum
einzuspritzen ist.
[0015] Erfindungsgemäß wird zur Bildung der Abdeckung lediglich eine handelsübliche und
bei Erwärmung verformbare Folie bzw. Kunststoff-Folie benutzt, die einen sehr geringen
Preis hat. Sie läßt sich darüber hinaus galvanisch behandeln, um ihr eine gewünschte
Farbe zu verleihen. Diese Behandlung kann vor oder nach der Verformung der Folie erfolgen.
[0016] Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich darüber hinaus auch sehr schnell durchführen,
da eine zeitaufwendige Positionierung von Formteilen relativ zueinander entfällt und
auch kein langandauernder Einspritzvorgang nötig ist. Vielmehr wird die Folie in erwärmtem
Zustand nur durch Erzeugung eines Vakuums gegen das Formteil gezogen und durch dieses
verformt. Die Abkühlung der Folie nach Verformung erfolgt ebenfalls sehr schnell,
da sie nur eine geringe Dicke aufweist. Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich
daher sehr gut auch zur Massenanfertigung der genannten Bauteile.
[0017] Nach einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die elektrische Einrichtung
in die in oben beschriebener Weise erhaltene Abdeckung eingelegt und mit einer Vergußmasse
vergossen. Auf diese Weise wird ein kompaktes und sehr stoßfestes Bauteil erhalten.
[0018] Falls erforderlich, kann ein noch verbleibender Folienrand nach dem Abkühlen der
Folie oder zu einem anderen Zeitpunkt beschnitten werden. Darüber hinaus lassen sich
auch Durchgangslöcher in eine Wand der Abdeckung einbringen, um gegebenenfalls vorhandene
Steuer- und/oder Versorgungsleitungen der elektrischen Einrichtung nach außen führen
zu können.
[0019] Bei der Erfindung kann auch ein Formteil zum Einsatz kommen, das einen außenseitigen
Umfangsflansch aufweist. Die Folie wird dann sowohl über das Formteil als auch über
deren Umfangsflansch gezogen, der sich in Folienandruckrichtung am hinteren Ende des
Formteils befindet. Auf diese Weise läßt sich am Umfangsrand der Abdeckung eine Ausladung
der Abdeckung zur Bildung eines weiteren Hohlraums erzielen, der zur Aufnahme einer
Halteplatte dient. Ist die elektrische Einrichtung mit einer Vergußmasse vergossen,
so kann die Vergußmasse mit dieser Halteeinrichtung auch in Kontakt stehen. Besonders
vorteilhaft ist es, so viel Vergußmasse in die Abdeckung einzufüllen, daß durch die
Vergußmasse auch noch der genannte Hohlraum ausgefüllt wird. Das Vergießen der elektrischen
Einrichtung und die Bildung der Halteeinrichtung können dann in einem Arbeitsgang
erfolgen. Durch die im Hohlraum vorhandene Vergußmasse werden Flanschstücke gebildet,
über die sich das Bauteil an einer Unterlage befestigen läßt. Nach Aushärten der Vergußmasse
lassen sich dazu z. B. Durchgangsbohrungen in die Flanschstücke einbringen.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend über Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf die Rückseite eines Bauteils mit noch nicht vergossener elektrischer
Einrichtung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Rückseite einer als Gehäuse dienenden Abdeckung, wobei in
das Gehäuse noch keine elektrische Einrichtung eingelegt worden ist, und
Fig. 3 einen Axialschnitt durch ein Bauteil mit nicht vergossener elektrischer Einrichtung,
die auf einer Halteeinrichtung montiert ist.
[0021] Ein erstes Ausführungsbeispiel eines Bauteils nach der Erfindung ist in Figur 1 gezeigt.
Dieses Bauteil trägt das Bezugszeichen 1 und besteht aus einem Gehäuse 2, das aus
einer bei Erwärmung verformbaren Folie 3 gebildet ist. Die Folie 3 kann z. B. sogenanntes
ABS-Material sein.
[0022] Das Gehäuse 2 wird dadurch erhalten, daß die Folie 3 in erwärmtem Zustand über ein
z. B. quaderförmig ausgebildetes Formteil (nicht dargestellt) gezogen wird, und zwar
durch Anwendung eines Vakuums bzw. durch Erzeugung von Unterdruck. Die Folie 3 legt
sich somit an die Stirnseite und an die vier Umfangsseiten des quaderförmigen Formteils
an und bildet daher einen quaderförmigen Gehäuseinnenraum 4, der von vier Seitenwänden
5, 6, 7 und 8 sowie von einer Stirnwand 9 begrenzt wird. Ausgehend von den Rändern
der Seitenwände 5, 6, 7 und 8, die von der Stirnwand 9 abgewandt sind, erstreckt sich
die Folie 3 weiter nach außen, beispielsweise parallel zur Stirnwand 9, und bildet
in diesem Bereich einen Folienflansch 10.
[0023] Eine elektrische Einrichtung 11, im vorliegenden Fall ein Ringkern-Transformator,
liegt innerhalb des Gehäuseinnenraums 4. Die Höhe der Seitenwände 5, 6, 7 und 8 senkrecht
zur Stirnwand 9 ist dabei so gewählt, daß sie den Transformator 11 vollständig überragen.
[0024] Primärleitungen 12 und Sekundärleitungen 13 des Transformators 11 sind durch Öffnungen
in den Seitenwänden 6 und 8 aus dem Gehäuse 2 herausgeführt.
[0025] Wie bereits erwähnt, stellt die Figur 1 das Bauteil 1 in einem Zustand dar, in welchem
die elektrische Einrichtung 11 noch nicht vergossen ist. Es wurde also noch keine
Vergußmasse in den Gehäuseinnenraum 4 hineingegossen, um die elektrische Einrichtung
11 vollständig einzukapseln. Im gezeigten Zustand kann das Eingießen der Vergußmasse
jedoch erfolgen, wobei der Gehäuseinnenraum 4 mit der Vergußmasse soweit aufgefüllt
wird, bis diese dessen oberen Rand erreicht. Die Vergußmasse kann z. B. eine Zwei-Komponenten-Polyurethan-Vergußmasse
sein.
[0026] Je nach Art des verwendeten Formteils lassen sich mit Hilfe der Folie 3 unterschiedlich
ausgebildete Gehäuse 2 herstellen. Die Gehäuseform hängt im wesentlichen von der Form
der elektronischen Einrichtung ab, die innerhalb des Gehäuses 2 untergebracht werden
soll.
[0027] Die Figur 2 zeigt ein Gehäuse 2, dessen Stirnwand 9, in Richtung auf die Zeichenebene
blickend, konvex ausgebildet bzw. nach hinten gewölbt ist. Es handelt sich hier um
eine zylinderische Wölbung, wobei die Zylinderachse horizontal in Figur 2 verläuft.
[0028] An die oberen Ränder der Seitenwände 5, 6, 7 und 8, die eine vorbestimmte Höhe aufweisen,
schließt sich umlaufend der Folienflansch 10 an. Er ist an zwei in Axialrichtung gegenüberliegenden
Seiten des Gehäuseinnenraums 4 konvex bzw. halbkreisförmig verlaufend ausgebildet.
Der Folienflansch 10 liegt in einer Ebene senkrecht zu den Seitenwänden 5, 6, 7 und
8 und außerhalb des Bereichs des Gehäuseinnenraums 4. Am äußeren Rand des Folienflansches
10, quasi als dessen Begrenzung, ist die Folie 3 nochmals senkrecht abgebogen, und
zwar in Figur 2 auf den Betrachter zu. Durch diese weitere Abbiegung der Folie 3 wird
eine umlaufende Begrenzungswand 14 erhalten, die zusammen mit dem Folienflansch 10
einen flachen Hohlraum 15 bildet.
[0029] Wird nach Einlegen einer elektronischen Einrichtung in den Gehäuseinnenraum 4 eine
Vergußmasse eingefüllt, so kann deren Pegel so weit ansteigen, daß er mit dem oberen
bzw. freien Rand der Begrenzungswand 14 fluchtet. In diesem Fall wird auch der flache
Hohlraum 15 mit der Vergußmasse ausgefüllt, so daß Befestigungsflansche 16 und 17
erhalten werden, wenn die Vergußmasse ausgehärtet ist. Sie können mit Durchgangsöffnungen
18, 19 zur Aufnahme von Befestigungsmitteln versehen sein.
[0030] Es ist aber auch möglich, in den Hohlraum 15 eine flache Platte einzulegen, beispielsweise
eine Metallplatte, und zwar nach Einfüllen der Vergußmasse in den Gehäuseinnenraum
4, so daß die Vergußmasse die Platte klebend hält. Auch diese Platte kann Durchgangsöffnungen
für die Befestigungsmittel im Bereich der Durchgangsöffnungen 18, 19 aufweisen.
[0031] Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Bauteils nach der Erfindung zeigt die Fig.
3. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die elektrische Einrichtung nicht eingegossen.
[0032] Das Bauteil nach Fig. 3 besteht aus einer Halteplatte 20, auf der einTransformator
21 befestigt ist. Der Transformator 21 steht auf Stützhülsen 22 und ist mit Hilfe
von Schrauben 23 mit der Halteplatte 20 verbunden, wobei die Schrauben 23 durch den
Transformatorkern und die Stützhülsen 22 hindurchlaufen und in Gewindebohrungen der
Halteplatte 20 hineingeschraubt sind. Die Halteplatte 20 weist Durchgangsöffnungen
24 für Befestigungselemente auf, mit deren Hilfe sie sich an einer Unterlage montieren
läßt. Vorzugsweise besteht die Halteplatte 20 aus Metall oder Kunststoff. Sie kann
auch ein Tiefziehteil sein, das plattenförmig ausgebildet ist.
[0033] Zum Schutz des Transformators 21 gegen Beschädigung und Verschmutzung sowie als Berührungsschutz
dient eine Abdeckung 25, die wiederum aus einer bei Erwärmung verformbaren Folie gebildet
ist. Auch hier kann die Folie z. B. sogenanntes ABS-Material sein. Die Abdeckung 25
ist hier topfartig ausgebildet, wurde also über die Stirnseite einer zylinderischen
Form gezogen. Am freien Rand der Abdeckung 25 ist diese nach außen gewölbt, um einen
Hohlraum 26 zur Aufnahme der Halteplatte 20 zu bilden. Mit anderen Worten umgreift
ein freier Rand 27 der Abdeckung 25 den seitlichen Randbereich, der in den Hohlraum
26 eingesetzten Halteplatte 20. Die Abdeckung 25 läßt sich mit Hilfe von im freien
Rand 27 liegenden Schrauben 28 oder durch andere geeignete Maßnahmen an der Halteplatte
20 befestigen.
[0034] An ihrer seitlichen Wandung und vorzugsweise in der Nähe der Halteplatte 20 weist
die Abdeckung 25 eine Durchgangsöffnung 29 auf, durch die Primärleitungen 30 und Sekundärleitungen
31 des Transformators 21 hindurchgeführt sind. Alternativ können diese Leitungen 30
und 31 zunächst auch zu einer nicht dargestellten Klemmeinrichtung geführt werden,
die mit der Halteplatte 20 verbunden ist.
[0035] Nachfolgend wird das Verfahren zur Herstellung des Bauteils nach der Erfindung im
einzelnen beschrieben.
[0036] Zur Bildung eines Gehäuses gewünschter Form wird eine geeignete und noch unverformte
Folie auf ein entsprechend ausgebildetes Formteil aufgelegt. Das Formteil weist dabei
äußere Abmessungen auf, die den inneren Abmessungen des Gehäuseinnenraums 4 bzw. des
flachen Hohlraums 21 entsprechen. Anschließend wird die Folie erwärmt, um verformt
werden zu können. Die Erwärmung der Folie kann aber auch schon erfolgen, bevor sie
auf das Formteil aufgelegt wird. Nach Erreichen einer vorbestimmten Folientemperatur,
die vom Material der Folie abhängt, wird die Folie gegen das Formteil gezogen, und
zwar durch Erzeugung eines Unterdrucks im Bereich zwischen Folie und dem Formteil.
Mit anderen Worten wird die Folie gegen das Formteil gesaugt und schmiegt sich daher
dicht an dessen Oberfläche an. Die Folie zeichnet also den Oberflächenverlauf des
Formteils nach. Zu diesem Zweck kann z. B. das Formteil mit entsprechenden Ansaugöffnungen
versehen sein, die rückwärtig mit einer Vakuumpumpe verbunden sind. Der Bereich zwischen
Folie und Formteil ist ansonsten hermetisch abgedichtet, um einen erneuten Lufteintritt
in diesen Bereich zu vermeiden.
[0037] Nach Verformen der Folie wird der Unterdruck wieder abgebaut und die Folie abgekühlt.
Sie kühlt relativ schnell ab, da die Verformungstemperatur nicht sehr hoch ist und
die Folie nur eine geringe Wärmekapazität hat. Das Formteil wird dann von der Folie
getrennt, so daß das Gehäuse vorliegt. Gegebenenfalls kann jetzt schon ein vorhandener
Folienrand beschnitten werden. Darüber hinaus können auch schon Durchgangslöcher,
z. B. 29, in die Gehäusewandungen eingebracht werden, die Leitungen für die elektrische
Einrichtung aufnehmen.
[0038] Das Gehäuse kann dann als Abdeckung auf die in Fig. 3 gezeigt Halteplatt 20 aufgesetzt
werden, wobei zuvor die Leitungen 30, 31 durch die Öffnung 29 hindurchgeführt werden.
[0039] Soll die elektrische Einrichtung vergossen werden, so wird diese zunächst in den
Gehäuseinnenraum hineingelegt und dort gegebenenfalls positioniert. Dabei werden Versorgungs-
und/oder Signalleitungen, die mit der elektrischen Einrichtung in Verbindung stehen,
durch die genannten Durchgangslöcher hindurchgeführt. Zuletzt wird die Vergußmasse
in den Gehäuseinnenraum hineingegossen, und zwar bis zum oberen Rand des Gehäuseinnenraums,
so daß die elektrische Einrichtung vollständig abgedeckt ist. Befestigungsflansche
können, wie zuvor beschrieben, in gewünschter Weise zusätzlich gebildet werden.
1. Bauteil mit einer elektrischen Einrichtung (11; 21) und einer biegesteifen Abdeckung
(2; 25) für die elektrische Einrichtung (11; 21), dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckung (2; 25) aus einer unter Wärmeeinwirkung verformbaren Folie (3)
besteht.
2. Bauteil nachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (3) mit ihrem Folienrand (10; 27) eine Halteeinrichtung übergreift.
3. Bauteil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Folienrand (10; 27) zur Aufnahme einer die Abdeckung (2; 25) seitlich überragenden
Halteeinrichtung nach außen gewölbt ist.
4. Bauteil nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Einrichtung (21) auf der Halteeinrichtung (20) montiert ist.
5. Bauteil nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Einrichtung (11) in der Abdeckung (2) mittels einer Vergußmasse
fest eingegossen ist.
6. Bauteil nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteeinrichtung als Halteplatte (20) ausgebildet ist.
7. Bauteil nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteplatte durch die Vergußmasse gebildet ist.
8. Verfahren zur Herstellung eines Bauteils, das wenigstens eine elektrische Einrichtung
(11; 21) und eine biegesteife Abdeckung (2; 25) für die elektrische Einrichtung (11;
21) enthält,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
a) eine aus einem biegesteifen und unter Wärmeeinwirkung verformbaren Material bestehende
Folie (3) wird an eine Form angelegt;
b) die Folie (3) wird erwärmt;
c) durch Anwendung von Unterdruck wird die erwärmte Folie (3) angesaugt und über die
Form gezogen, um die Abdeckung (2; 25) zu erhalten;
d) die Folie (3) wird abgekühlt; und
e) die Form wird aus der Abdeckung (2; 25) herausgenommen.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
gekennzeichnet durch folgende weitere Schritte:
f) die elektrische Einrichtung (11) wird in die so erhaltene Abdeckung (2) eingelegt;
und
g) mit einer Vergußmasse vergossen.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung der Abdeckung (2; 25) eine Form mit einem außenseitigen Umfangsflansch
verwendet wird, gegen den die Folie (3) ebenfalls gesaugt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Folienrand nach dem Abkühlen der Folie (3) beschnitten wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Einlegen der elektrischen Einrichtung (11; 21) Durchgangslöcher (29)
in eine Wand der Abdeckung (2; 25) eingebracht werden.
13. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß so viel Vergußmasse in die Abdeckung (2) hineingegossen wird, daß durch sie auch
ein durch den Umfangsflansch der Form gebildeter Hohlraum (15) mit ausgefüllt wird.