Beschreibung:
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Versorgung eines Kreislaufs einer Wärme-
oder Kälteversorgungsanlage gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Bei der Installation von Heizungsanlagen sind, insbesondere wenn die Heizungsanlage
mehrere Kreisläufe umfaßt, wie z.B. eine Warmwasserheizungsanlage, eine Fußbodenheizungsanlage
sowie eine Brauchwasserbereitungsanlage, gegebenenfalls sogar noch eine Solaranlage,
für jeden Kreislauf die zur Förderung des Wärmeträgermediums sowie zur Regelung und
Überwachung erforderlichen Aggregate vorzusehen.
[0003] Um die bislang übliche, sehr arbeitsintensive periphere Installation dieser Aggregate
und der dazugehörigen Rohrleitungen im Anschluß an einen Heizkessel zu erleichtern,
ist es bereits bekanntgeworden, die für jeweils einen Kreislauf erforderlichen Aggregate,
wie Umwälzpumpe, Regler, Mischer, Sicherheits- und Absperrorgane sowie Anzeige- und
Bedienungselemente in einer werkseitig vormontierten Installationseinheit in einem
kompakten Gehäuse zusammenzufassen (DE-Z "sh-technik", 1986, H. 5, S. 218, 219).
[0004] Es ist auch schon bekannt, eine in einem Schrankbehälter montierte modulare Steuer-
und Pumpeneinheit mit einer Wärmedämmung zu versehen (DE-A 34 16 574). Diese Wärmedämmung
besteht aus Platten, die innerhalb des Schrankbehälters an ein Traggestell anmontiert
sind. Schließlich ist es auch nicht mehr neu, bei einer Verteilereinheit, bei der
die Aggregate in zu einem Paneel zusammengefaßte quaderförmige Hohlsäulen integriert
sind, diese mit einer ihrem Korpus angepaßten Wärmedämmlage aus einer U-förmigen Schale
und einer Platte zu versehen (DE-A 32 07 372).
[0005] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben, die bei möglichst geringem Platzbedarf und verringertem
Montageaufwand eine möglichst gute Wärmedämmung auch im Bereich der einzelnen Aggregate
ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Der Vorteil der Erfindung wird vor allem in gegenüber dem Stand der Technik weiteren
Einsparungen an Zeit und Material bei Versand, Verkauf und Montage von vormontierten
Installationseinheiten der eingangs angegebenen Art gesehen. Die Ausbildung des Gehäuses
aus einer Unterschale und einer Oberschale aus wärmedämmendem Kunststoff entsprechender
Festigkeit mit hinterschnittenen Falzverbindungen an den Rändern gestattet ein mehrfaches
formschlüssiges Schließen und öffnen des Gehäuses. Wie bei Verpackungen aus aufgeschäumtem
Kunststoff an sich bekannt, sind im inneren Bereich der Schalen durch Vertiefungen
Hohlräume gebildet, die der jeweiligen Baugruppe in Form und Größe entsprechen und
in welche die Baugruppen weitgehend umfangsschlüssig eingelegt werden können. Dadurch
werden die Baugruppen nicht nur von dem wärmedämmenden Material so umschlossen, daß
sie gegen Wärmeverluste im Betrieb geschützt sind, sondern auch gegen Verschiebungen
gesichert, so daß das geschlossene Gehäuse zugleich als Transportverpackung dienen
kann. Die Falzverbindung ermöglicht so ein beliebiges öffnen und Schließen des Gehäuses
zunächst bei der werkseitigen Vorbereitung für den Versand, sodann bei der Montage
und schließlich bei der Wartung oder bei Reparaturen an der Heizungsanlage.
[0009] Da die Baugruppen einschließlich ihrer einzelnen Aggregate während des Transportes
zwar von dem Gehäuse umschlossen sein müssen, aber nicht über das Gehäuse hinausragen
dürfen, andererseits aber einzelne Aggregate, wie insbesondere Pumpen, beim Betrieb
Wärme entwickeln und deshalb nicht vollständig von wärmedämmendem Material eingehüllt
sein dürfen, können in den Außenflächen der Oberschale Vertiefungen vorgesehen sein,
die diese Aggregate zumindest bereichsweise freigeben. Zweckmäßig sind diese Vertiefungen
als parallel zu dem die Aggregate aufweisenden Rohrstrang verlaufender Kanal ausgebildet,
so daß die wärmeerzeugenden Aggregate im Sinne einer Konvektion von aufsteigender
Luft umströmt werden können.
[0010] Die Schalen können auch nochmals unterteilt, auch entlang einer rechtwinklig zu der
durch die Rohrstränge verlaufenden Mittelebene verlaufenden Ebene geteilt sein, so
daß sie seitlich auf die Baugruppe aufsteckbar sind.
[0011] Als Werkstoff für die Schalen kommt bevorzugt Polypropylen zur Anwendung; es ist
aber auch möglich, andere Werkstoffe einzusetzen, wie z.B. Polyäthylen, expandierbares
Polystyrol (EPS), auch modifiziert ("Dytherm") oder Polyurethan. Dabei sind Form und
Abmessungen der hinterschnittenen Falze an den Rändern der Schalen in Abhängigkeit
von der Festigkeit und der elastischen Eigenschaften des wärmedämmenden Materials
so zu wählen, daß die Falzverbindungen durch leichten Druck von oben auf die Oberschale
unter elastischer Verformung eingerastet werden können, daß die dem Material innewohnende
elastische Rückstellkraft aber groß genug ist, um die Falzverbindung auch nach mehrmaligem
öffnen und Schließen geschlossen zu halten.
[0012] In den Randbereichen der Schalen sind Durchbrechungen für den Durchtritt von Rohranschlüssen
vorgesehen, die zweckmäßigerweise so ausgebildet sind, daß auch die Wärmedämmung der
Rohrleitungen ohne Kältebrücken an das wärmedämmende Material der Schalen angeschlossen
werden kann. Durchbrechungen sind auch in der Oberschale des Gehäuses vorgesehen,
um die für die Funktion der Anlage wesentlichen Teile, wie z.B. Pumpen, Absperrhähne,
Thermometer und Manometer nach außen sichtbar bzw. bedienbar durchtreten zu lassen.
Dabei ist darauf zu achten, daß die Durchbrechungen den Bedienelementen entsprechen,
so daß die Oberschale ohne Demontage einzelner Teile abgenommen bzw. aufgesetzt werden
kann.
[0013] Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine in eine Gehäuse-Unterschale eingelegte Baugruppe bei abgenommener
Oberschale,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Oberschale bei geschlossenem Gehäuse, die
- Fig. 3a und 3b
- Schnitte durch die Falzausbildung in geschlossenem und geöffnetem Zustand in größerem
Maßstab, die
- Fig. 4a bis 4c
- Schnitte durch verschiedene Ausführungsformen für den Zentrierbolzen, die
- Fig. 5a und 5b
- Schnitte durch eine an der Unterschale vorgesehene Schelle zur unmittelbaren Wandbefestigung,
- Fig. 6
- schematisch ein Beispiel für eine baukastenartige Anordnung mehrerer Baugruppen an
einem Heizkreisverteiler,
- Fig. 7
- eine Ansicht einer anderen Ausführungsform des Gehäuses und die
- Fig. 8a bis 8d
- schematisch einige Querschnitte durch das Gehäuse gemäß Fig. 7.
[0014] In den Fig. 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel einer Baugruppe A dargestellt, das
als Regelsystem für eine gleitende Heizkreis-Regelung mit Dreiwegemischer und Stellantrieb
verwendet werden kann. Zwei Rohrstränge 1 und 2 für Vorlauf und Rücklauf sind parallel
zueinander und dicht nebeneinander angeordnet. Der Vorlaufstrang 1 umfaßt in Richtung
des Vorlaufs zunächst einen Dreiwegemischer 3, dem eine Pumpe 4 nachgeordnet ist sowie
netzseitig einen Kugelhahn 5, der üblicherweise mit Schwerkraftbremse ausgestattet
ist. Der vorlaufseitige Anschluß zum Netz des Heizkreislaufs ist bei 6 angedeutet.
Der Rücklauf vom Netz umfaßt einen entsprechenden Anschluß 7 sowie ebenfalls einen
Kugelhahn 8. Beiden Rohrsträngen 1 und 2 sind Thermometer 9 zugeordnet.
[0015] Die dargestellte Baugruppe A umfaßt auch ein Verteilersystem aus einem Heizkreisverteiler
10, der vorlaufseitig einen Anschluß 11 und rücklaufseitig einen Anschluß 12 jeweils
zum Heizkessel aufweist. Für den Vorlaufstrang 1 und den Rücklaufstrang 2 sind entsprechende
Anschlüsse 13 und 14 vorgesehen. Stirnseitig weist der Verteiler 10 einen Anschluß
15 für eine Sicherheitsgruppe D (Fig. 6) auf sowie einen Anschluß 16 für ein - nicht
dargestelltes - Druckausgleichsgefäß.
[0016] Die Baugruppe A ist von einem Gehäuse 20 umgeben, das aus zwei Schalen besteht, einer
Unterschale 20a und einer Oberschale 20b. Die beiden Schalen 20a und 20b bestehen
aus wärmedämmendem Material entsprechender Festigkeit und Dicke, zweckmäßigerweise
einem aufgeschäumten Kunststoff, insbesondere Polypropylen. Sowohl die Unterschale
20a, als auch die Oberschale 20b weisen an den Innenseiten Aufnahmen auf, auf deren
Darstellung der besseren Übersichtlichkeit halber verzichtet wurde. Diese Aufnahmen
sind, soweit möglich, der Form der Rohrstränge 1 und 2 sowie der Aggregate nachgebildet,
so daß die metallischen Teile möglichst dicht vom wärmedämmenden Material umschlossen
werden.
[0017] Die Trennfuge 21 zwischen den beiden Schalen 20a und 20b verläuft etwa in der Mittelebene
der Baugruppe, so daß die Schalen 20a und 20b mittels einer entlang ihrer Ränder 22,
23 vorgesehenen Falzverbindung 24 zusammengesteckt werden können (Fig. 3a). Wie Fig.
3b erkennen läßt, die die Falzverbindung 24 in einem Zustand kurz vor dem Schließen
zeigt, sind am Rand 23 der Oberschale 20b eine hinterschnittene Falzleiste 24a und
am Rand 22 der Unterschale 20a eine hinterschnittene Nut 24b angeordnet. Die Breite
b der Falzleiste 24a an der engsten Stelle und deren Höhe h sind ebenso wie der Neigungswinkel
Alpha der Hinterschneidung und der dadurch bedingte Abstand a der Falzränder so dimensioniert,
daß in Abhängigkeit von der Elastizität des verwendeten Materials ein Schnappeffekt
erzielbar ist.
[0018] Zur Erleichterung des Zusammensteckens sind an einer Schale, z.B. an der Oberschale
20b, im inneren Bereich Zentrierbolzen 25 vorgesehen, die in entsprechende Aufnahmen
26 in der Unterschale 20a passen (Fig. 4a). Zur Erleichterung der Zentrierung können
die Zentrierbolzen (25) zumindest an den äußeren Enden konisch ausgebildet sein. Um
auch im Bereich der Zentrierbolzen 25 eine gewisse Verriegelungswirkung zu erreichen,
können eine schwalbenschwanzförmige Verzahnung zwischen Zentrierbolzen 25' und Ausnehmung
26' (Fig. 4b) oder eine wulstförmige Verdickung am Zentrierbolzen 25'' vorgesehen
sein, die in eine entsprechende Ringnut in der Ausnehmung 26'' paßt (Fig. 4c).
[0019] Im Bereich des Randes 22 der Unterschale 20a und des Randes 23 der Oberschale 20b
sind Aussparungen 27 vorgesehen, um die jeweils anzuschließenden Rohrleitungen bzw.
Aggregate hindurchtreten zu lassen. Diese Aussparungen 27 sind, wo erforderlich, so
ausgebildet und von einer Ausnehmung 27' (Fig. 2) umgeben, so daß die wärmedämmenden
Verkleidungen der anzuschließenden Rohrleitungen dicht eingebunden werden und die
Anschlußstellen verdeckt sind.
[0020] Die Oberschale 20b besitzt in ihrer Vorderseite 28 eine Anzahl von Durchbrechungen,
um die für die Funktion der Baugruppe wesentlichen Teile der Aggregate und Bedienelemente
hindurchtreten zu lassen. Im einzelnen sind dies eine Durchbrechung 29 für die Pumpe
4, zwei Durchbrechungen 30 für die Thermometer 9 sowie zwei längliche Durchbrechungen
31 für die Knebel 32 der Kugelventile 5 bzw. 8. Die Abmessungen der Oberschale 20b
sind so gewählt, daß die Oberflächen der Thermometer 9 und der Knebel 32 etwa in der
Oberflächenebene der Oberschale 20b liegen. Im Bereich der Knebel 32 sind Vertiefungen
33 vorgesehen, um die Knebel drehen zu können. Das Gehäuse der Pumpe 4 muß im fertig
montierten Zustand etwas über die Oberfläche der Oberschale 20b hinausragen, um die
beim Betrieb der Pumpe entstehende Wärme durch Konvektion abzuführen und einen Wärmestau
zu verhindern.
[0021] Die Unterschale 20a ist zur unmittelbaren Wandbefestigung eingerichtet. Zu diesem
Zweck sind klemmende Rohrschellen 34 vorgesehen, die in Fig. 1 lediglich angedeutet
und in den Fig. 5a und 5b in größerem Maßstab dargestellt sind. Die Rohrschellen 34
bestehen zweckmäßig aus Kunststoff und haben etwa U-förmigen Querschnitt mit einem
massiven Sockelteil 35 und zwei aufragenden Schenkeln 36, die der Form des Rohres
37 angepaßt sind und dieses bis über seinen größten Durchmesser hinweg klemmend umschließen.
Das Sockelteil 35 liegt über eine Stabilisierungsschiene 38 aus Metall mit U-förmigem
Querschnitt gegen den Boden 39 der Unterschale 20a an, die sich mit ihrem nach unten
offenen Profil in das Material des Bodenteils 39 eindrückt. Durch das Sockelteil 35
erstreckt sich eine Befestigungsschraube 40, die in an sich bekannter Weise über einen
Dübel 41 gegen die Gebäudewand 42 verschraubt ist. Auf diese Weise kann nicht nur
die Wandbefestigung der Unterschale mit der Baugruppe A schon werkseitig vorbereitet
werden, wodurch sich die Montage vereinfacht, sondern es wird durch diese Art der
Befestigung auch eine etwaige Geräuschübertragung zwischen der Rohrleitung und dem
Gebäude verhindert.
[0022] In Fig. 6 ist angedeutet, wie unterschiedliche Baugruppen mit den ihnen jeweils zugeordneten
Gehäusen zur Realisierung unterschiedlicher Heizkreisläufe baukastenartig nebeneinander
angeordnet werden können. Nur schematisch ist eine Baugruppe A für einen Heizkreis
mit Dreiwegemischer vorgesehen, die derjenigen entspricht, die anhand der Fig. 1 und
2 erläutert wurde. Dieser ist eine Baugruppe B ohne Mischer für gleitende Heizkreisregelung
über die Kesseltemperatur nachgeordnet, wie sie beispielsweise für eine Fußbodenheizung
verwendet werden kann. Schließlich folgt eine sogenannte Speicherladegruppe C für
den Anschluß eines temperaturgeregelten Speichers zur Bereitung von Brauchwasser.
Diese drei nur beispielhaft zu sehenden Baugruppen A, B und C sind nacheinander an
einem Mehrfach-Heizkreisverteiler 43 angeschlossen, der seinerseits einen Anschluß
44 zum Kesselvorlauf und einen Anschluß 45 als Kesselrücklauf besitzt. Vor- und Rückläufe
zu den einzelnen Kreisläufen sind jeweils durch Pfeile angedeutet.
[0023] Der Heizkreisverteiler 43 ist nach dem Zweikammersystem ausgebildet. Er hat stirnseitig
einerseits einen Anschluß 46 für eine Sicherheitsgruppe D und andererseits einen Anschluß
47 z.B. für ein an sich bekanntes Druckausdehnungsgefäß. Die Sicherheitsgruppe D besteht
aus einem Sicherheitsventil 48, einem Schnellentlüfter 49 und einem Manometer 50 mit
Absperrung. Auch diese Sicherheitsgruppe D ist von einer wärmedämmenden Umhüllung
51 umgeben, die an diejenige der ihr zugeordneten Baugruppe A anschließbar ist.
[0024] Eine andere Ausführungsform eines Gehäuses gemäß der Erfindung ist in Fig. 7 dargestellt.
Bei dieser Ausführung sind in der Oberschale 20b' des Gehäuses 20' neben den Durchbrechungen
für den Durchtritt der Aggregate, wie z.B. des Pumpengehäuses 4 und der Thermometer
9 kanalartige, parallel zu den Rohrsträngen verlaufende Vertiefungen 52 vorgesehen.
Durch diese Vertiefungen 52 wird erreicht, daß z.B. der äußere Teil des Gehäuses der
Pumpe 4 dem Luftzutritt frei zugänglich ist, ohne daß dessen Stirnseite über die Oberfläche
der Oberschale 20b' hinauszuragen braucht. Durch die kanalartige, in vertikaler Richtung
verlaufende Ausbildung der Vertiefungen 52, zusätzlich auch durch Schrägstellung ihrer
Wände, wird eine Abgabe der am Pumpengehäuse entstehenden Wärme durch Konvektion ermöglicht.
[0025] In den Fig. 8a bis d sind noch einige Schnitte durch das Gehäuse 20' gemäß Fig. 7
dargestellt, die die Ausbildung der kanalartigen Vertiefungen 52 besser erkennen lassen.
Fig. 8a ist ein Schnitt im normalen Bereich, der die kastenartige Gestalt des Gehäuses
20' erkennen läßt. Fig. 8b ist ein Schnitt durch den normalen ungestörten Bereich
der kanalartigen Vertiefung 52, der die schrägen Seitenwände 53 und die schalenartige
Umhüllung 54 der Rohrstränge erkennen läßt. Die Falzausbildung der Ränder ist der
besseren Übersichtlichkeit halber weggelassen.
[0026] Die Fig. 8c und 8d schließlich zeigen noch Schnitte durch den Bereich der Thermometer
9 bzw. die - um 90 Grad gedrehten - Ventilknebel 32, um anzudeuten, wie diese zur
Oberfläche 28 der Oberschale 20b' liegen.
1. Vorrichtung zur Versorgung eines Kreislaufs einer Wärme- oder Kälteversorgungsanlage,
wie z.B. einer Warmwasserheizungsanlage, einer Brauchwasserbereitungsanlage, einer
Solaranlage oder dergleichen, wobei die zur Förderung des Mediums sowie die zur Regelung
und Überwachung erforderlichen Aggregate einschließlich der Armaturen und Verbindungsteile
an parallel zueinander verlaufenden Rohrsträngen für Vor- und Rücklauf mit den erforderlichen
Anschlüssen zu einer Baugruppe zusammengefaßt, einbaufertig in einem Gehäuse angeordnet
und mit einer Wärmedämmung versehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gehäuse (20) aus wärmedämmendem Kunststoff, wie z.B. Polypropylen, Polyäthylen
oder dergleichen besteht und durch eine etwa in der durch die Rohrstränge (1, 2) gebildeten
Mittelebene verlaufende Fuge (21) in eine Unterschale (20a) und eine Oberschale (20b)
unterteilt ist,
daß die Unterschale (20a) und die Oberschale (20b) entlang der gemeinsamen Außenränder
(22, 23) eine Falzverbindung (24) mit eine formschlüssige Verbindung bildenden Falzen
(24a, 24b) aufweisen,
daß die Oberschale (20b) mit den Durchtritt der für die Funktion wesentlichen Teile
der Aggregate gestattenden Durchbrechungen (29, 30, 31) versehen ist,
daß die Unterschale (20a) mit Mitteln (34) zur unmittelbaren Wandbefestigung versehen
ist und
daß Festigkeit und Dicke des Materials von Unterschale (20a) und Oberschale (20b)
so gewählt sind, daß das Gehäuse (20) sowohl als schützende Transportverpackung für
die Baugruppe, als auch nach der Montage als wärmedämmende Umschließung verwendbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzverbindung (24) aus
einer hinterschnittenen Falzleiste (24a) und einer ebenfalls hinterschnittenen Nut
(24b) besteht, wobei der Winkel Alpha der Hinterschneidung und die Höhe (h) der Falzleiste
(24a) bzw. der Nut (24b) in Abhängigkeit von der Festigkeit bzw. den elastischen Eigenschaften
des Materials von Unter- und Oberschale (20a, 20b) so gewählt sind, daß durch Ausübung
einer normal zur Grundfläche des Gehäuses (20) wirkenden Kraft ein öffnen und Schließen
der Falzverbindung möglich ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Falzleiste (24a) an der
Oberschale und die Nut (24b) an der Unterschale vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im inneren
Bereich der Schalen (20a, 20b) eine das Zusammenfügen erleichternde Zentrierung aus
mindestens zwei Zentrierbolzen (25) vorgesehen ist, die in entsprechende Aufnahmen
(26) in der jeweils anderen Schale passen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierbolzen (25) zumindest
in ihrem äußeren Bereich konisch ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierbolzen
(25', 25'') und die entsprechenden Aufnahmen (26', 26'') mit einen elastischen Formschluß
ermöglichenden Profilierungen versehen sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberschale
(20b') an ihrer Außenfläche (28) zumindest eine die wärmeerzeugenden Aggregate, wie
z.B. Pumpen, zumindest bereichsweise freigebende Vertiefung (52) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung (52) als parallel
zu dem die Aggregate aufweisenden Rohrstrang verlaufender Kanal ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefung (52) schräg
zur Oberfläche der Oberschale verlaufende Seiten- und/oder Stirnwände (41) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Baugruppe
zum Anschluß an einen querverlaufenden rohrförmigen Zweikammer-Heizkreisverteiler
(10) und das Gehäuse (20) diesen mit umfassend ausgebildet sind.