[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kabelkupplung für Mittelpufferkupplungen
an Schienenfahrzeugen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere auf eine
Kabelkupplung, die stufenförmig ausgebildet ist.
[0002] Derartige Kabelkupplungen sind aus der DE-PS 11 61 581 bekannt. Diese Kabelkupplung
arbeitet mit einem Druckluftzylinder, der bei Beschickung mit Druckluft Kontaktstifte
entgegen der Kraft einer Feder verschiebt, so daß dadurch die Kontakte in Eingriff
gebracht werden. Im entkuppelten Zustand befinden sich die elektrischen Kontakte innerhalb
des Gehäuses und werden infolge der Betätigung des Druckluftzylinders aus dem Gehäuse
herausgeschoben und in eine dafür vorgesehene Buchse eingeführt. Als nachteilig an
der bekannten Kabelkupplung wird empfunden, daß der innere Aufbau verhältnismäßig
kompliziert ist und dadurch ökonomisch nicht vertretbare Herstellungskosten verursacht.
[0003] Da es im allgemeinen als schwierig empfunden wird, die Kupplungsteile genau aneinander
zu führen, wurde in die Führungsflächen der Mittelpufferkupplung Durchbrüche eingearbeitet,
durch welche der Kupplungsvorgang der elektrischen Kontakte vorgenommen wird. Die
hinter den Führungsflächen befindlichen Buchsen bzw. Stecker sind jedoch durch die
verhältnismäßig komplizierte Mechanik und die erforderliche Paßgenauigkeit beim Kupplungsvorgang
äußerst störanfällig, so daß ein sicherer Betrieb nicht mit hinreichender Sicherheit
gewährleistet werden kann.
[0004] Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kabelkupplung für Schienenfahrzeuge
bereitszustellen, die einfach und robust im Aufbau ist und deren Herstellungskosten
gering sind.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 mit den kennzeichnenden
Merkmalen gelöst.
[0006] Demnach ist die erfindungsgemäße Kabelkupplung verschiedener Fahrzeuge Mit einer
selbsttätigen Mittelpufferkupplung Mit Führungsflächen, die während des Kupplungsvorgangs
zentrierend wirken und jeweils einen Durchbruch aufweisen, hinter dem sich jeweils
ein gleichartiges Kabelkupplungsteil befindet, gekennzeichnet durch isolierende gleichartige
Kupplungsteile, die stufenförmig ausgebildet sind, wobei die elektrischen Kontakte
(K) jeweils an der Oberfläche der einzelnen Stufen angeordnet sind.
[0007] Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Kabelkupplung läßt sich erfindungsgemäß dadurch
erzielen, daß die gleichartigen Kupplungsteile jede beliebige geometrische Form annehmen
können, wobei eine runde Ausführungsform bevorzugt wird.
[0008] Durch die stufenförmige Ausführungsform der gleichartigen Kupplungsteile wirkt es
sich als äußerst vorteilhaft aus, daß auf die jeweiligen Stufen eine Vielzahl von
elektrischen Kontakten angeordnet werden können.
[0009] Eine weitere vorteilhafte Ausbidlung der gleichartigen Kupplungsteile ist darin zu
sehen, daß erfindungsgemäß diese Teile plattenförmig flach ausgebildet werden, so
daß auf den Flächen mindestens eine Kontaktbahn angebracht ist.
[0010] Vorteilhaft auf die Anzahl der anzubringenden elektrischen Kontakte wirkt sich die
erfindungsgemäße Tatsache aus, daß die flache Ausführungsform der Kabelkupplung in
der Mittel ebene an in Längsrichtung verlaufenden Greiferflächen angeordnet ist.
[0011] Eine besonders günstige Ausführungsform der Kontakte wird darin gesehen, daß diese
in Längsrichtung verschieblichen Kontakte federnd aufgebaut sind und jeweils durch
die eigene Federkraft einen guten elektrischen Kontakt gewährleisten.
[0012] Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0013] Im nun Folgenden wird anhand von Zeichnungen die Erfindung im Detail beschrieben.
Es zeigt
- Fig.1
- eine erfindungsgemäße Ausführungsform der Kabelkupplung Mit Buchse (4) und Steckern
(3);
- Fig.2
- eine weitere stufenförmige Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kabelkupplung;
- Fig.3
- eine flache Ausführungsform einer Kabelkupplung mit Kontakten, die in der vertikalen
Mittel ebene angeordnet sind.
[0014] In Fig.1 ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kabelkupplung in verschiedenen
Ansichten sowohl des Steckers 3 als auch der Steckerbuchse 4 dargestellt. Die Parallelen
gestrichelten Linien 1 und 2 stellen die Führungsflächen der nicht im einzelenen dargestellten
mechanischen Mittelpufferkupplung dar. Das Zusammenfügen der einzelnen Kupplungsteile
geschieht entlang der Längsachse der Kupplung. Die Kupplungsteile 3,4 sind gleichartig,
d.h., zueinander passend, wobei das Teil 3 der Stecker ist und der Teil 4 die Steckerbuchse.
Beide Kupplungsteile 3,4 sind stufenförmig ausgebildet und weisen im vorliegenden
Fall drei Stufen 5,6 und 7 auf, auf deren Oberfläche die elektrischen Kontakte (K)
angeordnet sind. Die Ausführungsform der elektrischen Kontakte (K) ist je nach Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten
auszuwählen. Für die vorliegende Erfindung ist es erfindungswesentlich, daß mindestens
zwei Stufen vorgesehen sind, um die Kontakte (K) auf diesen Stufen anzubringen. Auch
ist es zweckmäßig, die Kontakte (K) federnd auszulegen, um einen guten elektrischen
Kontakt zu gewährleisten. Die eigentliche Fahrzeugkupplung in der sich die Kabelkupplung
befindet, weist in an sich bekannter Weise nicht dargestellte Führungsflächen auf,
die während der Kupplung und im gekuppelten Zustand die Zentrierung der beiden Hälften
einer Kabelkupplung bewirken.
[0015] In Fig.2 ist eine weitere Auführungsform der erfindungsgemäßen stufenförmigen Kabelkupplung
gezeigt. Der hier gezeigte Steckerteil 3 ist in rechteckiger Form ausgeführt, kann
jedoch auch jede andere geometrische Form annehmen, z.B. einen trapezförmigen Querschnitt-
oder länglichen sechseckigen Querschnitt. Die Kontakte K sind parallel zur Längsachse
auf den einzelnen Stufen 8,9,10 angeordnet. Das Trägermaterial der erfindungsgemäßen
Kabelkupplung ist zweckmäßigerweise ein stoßfester Kunststoff, dessen elastische Eigenschaften
nicht stark temperaturabhängig sind.
[0016] In Fig.3 ist eine andere Art der erfindungsgemäßen Kabelkupplung dargestellt. Der
Kontaktträger 11 ist aus einem flachen isolierenden Material hergestellt. Auf diesem
Träger 11, ist eine Vielzahl von länglichen Kontakten (K), die federnd angeordnet
sind, befestigt. Die Befestigung der einzelnen Kontakte ist nach Zweckmäßigkeitsgesichtspunkten
zu wählen und kann entweder mittels nicht dargestellter Schrauben oder Mieten ausgeführt
werden. Auf den federnden rundlichen Kontakten befindet sich eine besondere Schicht
12, die für einen guten elektrischen Kontakt sorgt.
[0017] Diese, in Fig.3 dargestellte flache Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kabelkupplung,
ist besonders gut für den Einbau in der vertikalen Mittelebene der Mittelpufferkupplung
geeignet. Durch den Einbau in der vertikalen Mittelebene der flachen Kabelkupplung
ergibt sich der Vorteil, daß pro Leitung nur ein Kontakt erforderlich wird, im Gegensatz
zu exzentrisch angeordneten Kontakten, bei denen pro Leitung aus Symmetriegründen
zwei Kontakte notwendig sind. Ein nicht dargestellter zurückschiebbarer Kunststoffblock
wie er bei der UIC-Kupplung üblich ist, könnte die Kontakte dieser Ausführungsform
im entkuppelten Zustand abdecken, so daß die Kontakte (K) erst dann unter Spannung
gesetzt werden, wenn sie seitlich bis hinter die Profilwand der Leitungskupplung zurückgedrückt
werden, was nur durch den gegenüberliegenden Kontakt erfolgen kann. Dadurch kann vermieden
werden, daß unter Spannung stehende Kontakte frei zugänglich sind.
[0018] Ferner ist die Möglichkeit gegeben, die Kontakte erst nach dem Kuppeln der Leitungskupplungsgehäuse
durch Verschieben in Eingriff zu bringen, z.B. durch Druckluftschieber oder elektrische
Stellglieder. Für den Fall eines elektrischen Stellgliedes ist jedoch mindestens ein
Pilotkontakt (nicht dargestellt) notwendig, der bereits beim Kuppeln der Leitungsgehäuse
anzukuppeln ist.
Kurzfassung:
[0019] Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Kabelkupplung, bestehend aus einem Steckerteil
(3) und einem Buchsenteil (4) vorgestellt. Die gleichförmigen Buchsenteile sind stufenförmig
ausgebildet, so daß auf den Umfangsflächen elektrische Kontakte (K) angeordnet werden
können. Diese Anordnung führt einerseits zu einer Platzersparnis und andererseits
ermöglicht sie eine kostengünstige Herstellung.
Bezugszeichenliste
[0020]
- 1
- erste Führungsfläche
- 2
- zweite Führungsfläche
- 3
- Steckerteil
- 4
- Buchsenteil
- 5
- erste Stufe
- 6
- zweite Stufe
- 7
- dritte Stufe
- 8
- erste Stufe
- 9
- zweite Stufe
- 10
- dritte Stufe
- 11
- Kontaktträgerplatte
- 12
- Kontaktbeschichtung
1. Kabelkupplung für Schienenfahrzeuge mit einer selbsttätigen Mittelpufferkupplung mit
Führungsflächen (1,2), die während des Kupplungsvorgangs zentrierend wirken und jeweils
einen Durchbruch aufweisen, hinter dem sich jeweils ein gleichartiges Kabelkupplungsteil
befindet, dadurch gekennzeichnet, daß die isolierenden gleichartigen Kupplungsteile
(3,4) stufenförmig ausgebildet sind, wobei die elektrischen Kontakte (K) jeweils an
der Oberfläche der einzelnen Stufen (5,6,7) angeordnet sind.
2. Kabelkupplung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
gleichartigen stufenförmigen Kabelkupplungsteile (3,4) rund sind.
3. Kabelkupplung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
gleichartigen stufenförmigen Kabelkupplungsteile (3,4) flach sind.
4. Kabelkupplung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
gleichartigen stufenförmigen Kabelkupplungsteile (3,4) jede beliebige geometrische
Form annehmen können.
5. Kabelkupplung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß hinter
der kleinen Kupplungsklaue des Kupplungskopfes die gleichartigen Kupplungsteile (3,4)
angeordnet sind.
6. Kabelkupplung für Schienenfahrzeuge nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die gleichartigen Kabelkupplungsteile (3,4) plattenförmig flach
ausgebildet sind, auf denen mindestens eine Kontaktbahn (K) aufgebracht ist und in
der vertikalen Mittelebene an in Längsrichtung verlaufenden Greiferflächen angeordnet
ist.
7. Kabelkupplung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrischen Kontakte (K) im endgekuppelten Zustand durch einen Kunststoffblock
abgedeckt sind, der in Kupplungsrichtung verschieblich ist.
8. Kabelkupplung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
elektrischen Kontakte (K) fest auf dem isolierenden Kabelkupplungsteilen (3,4) aufgebracht
sind.
9. Kabelkupplung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß durch an sich bekannte Treibmittel Stellglieder die Kontakte (K) in Eingriff gebracht
werden.
10. Kabelkupplung für Schienenfahrzeuge nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die elektrischen Kontakte (K) federnd ausgestaltet sind.
11. Kabelkupplung für Schienenfahrzeuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kabelkupplungsteile (3,4) mindestens zwei Stufen aufweisen.
12. Kabelkupplung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte (K)
vertikal versetzt sind.
13. Kabelkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte (K) erst nach
dem Kuppeln der Leitungskupplungsgehäuse durch Verschieben in Eingriff gebracht werden.
14. Kabelkupplung nach Anspruch 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschieben
der Leitungskupplungsgehäuse pneumatisch vorgenommen wird.
15. Kabelkupplung nach Anspruch 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschieben
des Leitungskupplungsgehäuses elektrisch vorgenommen wird.
16. Kabelkupplung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kabelkupplung mindestens einen Pilotkontakt aufweist, der bereits beim Kuppeln
der Leitungsgehäuse zu kuppeln ist, um für das nachträgliche Kuppeln der übrigen Kontakte
die Energie zu liefern.