[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verstelleinrichtung für einen höhenverstellbaren
Tisch, insbesondere für einen Büro-, Labor- oder Arbeitstisch, nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Moderne Büro-, Labor- oder Arbeitstische sind in der Regel höhenverstellbar ausgeführt,
das heißt, sie weisen ein in der Regel bodenseitiges ortsfestes Gestellteil und ein
hierzu beweglich geführtes tischuntergestellseitiges bewegliches Gestellteil auf,
wobei eine Verstelleinrichtung vorgesehen ist, welche an dem festen Gestellteil angeschlagen
ist und an dem beweglichen Gestellteil angreift. Die Verstelleinrichtung dient dann
zur Erzeugung oder Hemmung einer vertikalen Relativbewegung zwischen beweglichem Gestellteil
und ortsfestem Gestellteil, um die jeweils optimale Höhenlage der Tisch- oder Arbeitsplatte
einstellen zu können.
[0003] Es sind die unterschiedlichsten Arten von Verstelleinrichtungen bekannt geworden.
So zeigt beispielsweise die DE-OS 39 04 510 eine Einstellvorrichtung bestehend aus
einem plattenförmigen Bauteil in dem ortsfesten Gestellteil, wobei das plattenförmige
Bauteil eine vertikal verlaufende Reihe von mehreren Bohrungen aufweist. Eine dieser
Bohrungen in dem plattenförmigen Bauteil ist mit einer weiteren Bohrung an dem beweglichen
Gestellteil axial hintereinander in Fluchtung bringbar und die beiden Bohrungen werden
dann von einem Stift oder Bolzen durchsetzt, so daß ortsfestes und bewegliches Gestellteil
zueinander lagefixiert sind. Bei einer gewünschten Höhenverstellung einer Tischplatte
eines mit der Einstellvorrichtung gemäß der DE-OS 39 04 510 ausgerüsteten Tisches
wird der Bolzen oder Stift aus den beiden Bohrungen gezogen, wonach das bewegliche
Gestellteil gegenüber dem ortsfesten Gestellteil von Hand höhenverfahren wird. Die
der gewünschten Höhenlage unmittelbar benachbarte Bohrung in dem plattenförmigen Bauteil
wird dann wieder zur Fluchtung mit der Bohrung im beweglichen Gestellteil gebracht
und die Höhenlage des beweglichen Gestellteils wieder mit dem Bolzen oder Stift gesichert.
Nachteilig bei der Einstellvorrichtung gemäß der DE-OS 39 04 510 ist im wesentlichen
die - abhängig von den Abständen der Bohrungen in dem plattenförmigen Bauteil - mehr
oder weniger grob gerasterte Höhenverstellmöglichkeit einerseits und die Umständlichkeit
der Bedienung andererseits, zumal wenn bedacht wird, daß ein Tisch in der Regel wenigstens
zwei Paare von beweglichem und ortsfestem Gestellteil aufweist.
[0004] Weitere Verstelleinrichtungen für höhenverstellbare Tische arbeiten mit Stellspindeln.
Beispiele derartiger Verstelleinrichtungen sind in den DE-PSen 23 01 305 und 33 43
066 beschrieben. Von Vorteil bei derartigen Stellspindeln zur Höhenverstellung ist,
daß die Höhenlage der Tischplatte stufenlos verstellbar ist und weiterhin die gesamte
Verstelleinrichtung von außen nicht sichtbar ausgestaltet werden kann, so daß mit
derartigen Verstelleinrichtungen ausgestattete Tische ästhetisch ansprechend gestaltet
werden können. Der Antrieb der Stellspindel, um diese in Drehung zu versetzen, so
daß eine auf der Stellspindel laufende Stellmutter vertikal auf- oder abwärtsbewegt
wird, erfolgt entweder von Hand über eine Handkurbel (DE-OS 33 43 066) oder über einen
entsprechend dimensionierten Elektromotor (DE-PS 23 01 305).
[0005] Aus der DE-OS 40 23 768 des gleichen Anmelders ist eine Verstelleinrichtung für eine
höhenverstellbaren Tisch bekannt, welche mit einem flexiblen Zugmittel, beispielsweise
einem Stahlseil oder einem Zahnriemen arbeitet. Das Zugmittel läuft hierbei zwischen
den beiden stirnseitig des Tisches vorgesehenen Fußgestellen geschlossen um und ist
hierbei so angeschlagen, daß eine relative Verkürzung oder Längung des Zugmittels
eine entsprechende Auf- oder Abwärtsbewegung des beweglichen Gestellteils gegenüber
dem festen Gestellteil erzeugt. Die relative Verkürzung oder Längung des Zugmittels
erfolgt beim Gegenstand der DE-OS 40 23 768 ebenfalls über einen Elektromotor, so
daß die Höhenlage der Tischplatte stufenlos einstellbar ist.
[0006] All diesen bekannten Verstelleinrichtungen ist gemeinsam, daß sie werksseitig fest
eingebaut sind, wobei die Rasterverstellung gemäß der DE-OS 39 04 510 vorzugsweise
in vergleichsweise einfachen Ausführungen von höhenverstellbaren Tischen zum Einsatz
gelangt und die Stellspindelantriebe bzw. Seilzugantriebe gemäß den DE-PSen 23 01
305 und 33 43 066 bzw. der DE-OS 40 23 768 bevorzugt bei höherwertigen und auch entsprechend
teueren höhenverstellbaren Tischen zum Einsatz gelangen.
[0007] Dies bedeutet jedoch wiederum, daß ein einfacher höhenverstellbarer Tisch mit Rasterverstellung
- wenn überhaupt - dann nur mit sehr hohem Aufwand in einen höherwertigen Tisch beispielsweise
mit einem Stellspindelantrieb zur Höhenverstellung nach- oder umgerüstet werden kann.
Gerade eine derartige Nach- oder Umrüstung bzw. Aufrüstung ist jedoch in manchen Fällen
sehr wünschenswert. So ist es beispielsweise denkbar, eine Mehrzahl von Arbeitsplätzen
zunächst mit vergleichsweise einfachen und preiswerten höhenverstellbaren Tischen
mit der Rasterverstellung gemäß der DE-OS 39 04 510 auszustatten. Wenn dann im Laufe
der Zeit die Anforderungen an einen derartigen höhenverstellbaren Tisch wachsen, insbesondere,
wenn an einem derartigen Tisch mehrere Personen zeitversetzt arbeiten, von denen jede
eine individuelle Höhenanpassung der Tischplatte verlangt, kann dann der Wunsch oder
die Notwendigkeit bestehen, die einfache und preiswerte Rasterverstellung durch eine
komfortablere, stufenlos arbeitende und insbesondere schnell zu bedienende Verstelleinrichtung
beispielsweise mit einem Stellspindelantrieb zu ersetzen.
[0008] Ausgehend von diesen Überlegungen hat es sich die vorliegende Erfindung zur Aufgabe
gemacht, eine Verstelleinrichtung für einen höhenverstellbaren Tisch, insbesondere
einen Büro-, Labor- oder Arbeitstisch, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 derart
auszugestalten, daß ein hiermit ausgestatteter Tisch im Laufe der Zeit bzw. falls
dies erwünscht sein sollte, von einer einfachen Rasterverstellung auf eine Stellspindelantriebs-Verstellung
umgerüstet werden kann oder umgekehrt, wobei die Umrüstung problemlos vor Ort, das
heißt am Aufstellort des Tisches erfolgen kann.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 angegebenen
Merkmale.
[0010] Erfindungsgemäß sind ortsfestes Gestellteil und bewegliches Gestellteil Hohlprofile,
welche mit geringem Spiel aneinanderliegen. In einem Hohlraum zwischen Oberflächenabschnitten
von ortsfestem Gestellteil und beweglichem Gestellteil ist eine Verstelleinrichtung
lösbar angeordnet. Dies bedeutet, daß aufgrund der lösbaren Anordnung der Verstelleinrichtung
in dem gut zugänglichen Hohlraum in den als Hohlprofilen ausgebildeten Gestellteilen
die momentan vorliegende oder eingebaute Verstelleinrichtung gegen eine andere Verstelleinrichtung
anderer Bauart und/oder Funktionsweise austauschbar ist. Es kann somit beispielsweise
eine bereits vorhandene Rasterverstellung gegen eine Verstelleinrichtung mit Stellspindelantrieb
ausgetauscht werden, um einen Schreibtisch funktionell aufzurüsten, oder umgekehrt.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] In besonders vorteilhafter Weise ist die Angriffsstelle der Verstelleinrichtung an
dem beweglichen Gestellteil so ausgebildet, daß die jeweils vorhandene Verstelleinrichtung
ohne Werkzeug von dem beweglichen Gestellteil lösbar ist. Die Um- oder Nachrüstung
eines mit der erfindungsgemäßen Verstelleinrichtung ausgestatteten Tisches vor Ort
wird hierdurch wesentlich vereinfacht.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung kann die Verstelleinrichtung
ein Hohlprofil mit Rasterlochung sein, wie dies an sich aus der bereits erwähnten
DE-OS 39 04 510 bekannt ist. Die Ausbildung der Verstelleinrichtung als Hohlprofil
mit Rasterlochung stellt die technisch einfachste und somit preiswerteste Ausgestaltungsform
der vorliegenden Erfindung dar.
[0014] In einer weiteren Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung kann die Verstelleinrichtung
eine Stellspindel sein, wie dies ebenfalls aus den eingangs bereits erwähnten DE-PSen
23 01 305 und 33 43 066 an sich bekannt ist. Die Ausgestaltung der Verstelleinrichtung
als Stellspindel erlaubt eine stufenlose Höhenverstellung der Tischplatte, wobei die
Höhenverstellung in einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung entweder
dadurch erfolgt, daß die Stellspindel von Hand antreibbar ist, oder daß gemäß einer
anderen Ausgestaltungsform die Stellspindel motorisch antreibbar ist.
[0015] Vorteilhafterweise ist die Angriffsstelle der Verstelleinrichtung an dem beweglichen
Gestellteil ein mit einem Halteschlitz versehener Flansch. Sowohl bei der Ausgestaltungsform
der Verstelleinrichtung als Hohlprofil als auch im Falle der Ausgestaltung der Verstelleinrichtung
als Stellspindel lassen sich Hohlprofil bzw. Stellspindel problemlos an dem mit dem
Halteschlitz versehenen Flansch anordnen, wobei die Anordnung unter Schwerkrafteinfluß
selbstsichernd ist und aufgrund der Ausbildung des Halteschlitzes ohne Werkzeug herstellbar
bzw. aufhebbar ist, insbesondere dann, wenn vorteilhafterweise die Verstelleinrichtung
formschlüssig in den Halteschlitz eingreift.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltungsmöglichkeit der vorliegenden Erfindung
ist der Anschlagpunkt der Verstelleinrichtung an dem festen Gestellteil veränderbar.
Zusätzlich zu dem Bewegungsspielraum, den die Verstelleinrichtung entweder in Form
der Rasterverstellung oder der Stellspindel bietet, ergibt sich hierdurch noch die
Möglichkeit, die Null- oder Mittenlage des maximal möglichen Verstellweges dadurch
zu variieren, daß der an und für sich feste Anschlagpunkt der Verstelleinrichtung
an dem festen Gestellteil veränderbar ist. Bevorzugt ist hierzu der Anschlagpunkt
der Verstelleinrichtung an dem festen Gestellteil durch wenigstens eine Schraube gebildet,
welche in wenigstens je eine Bohrung am festen Gestellteil und an der eigentlichen
Verstelleinrichtung eingreift. Hierdurch ist der Anschlagpunkt der Verstelleinrichtung
an dem festen Gestellteil besonders schnell und einfach veränderbar.
[0017] Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0018] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische auseinandergezogene Darstellung zweier Ausgestaltungsmöglichkeiten
einer erfindungsgemäßen Verstelleinrichtung;
- Fig. 2A
- einen Horizontalschnitt durch ein festes Gestellteil;
- Fig. 2B
- einen Horizontalschnitt durch ein bewegliches Gestellteil;
- Fig. 2C
- einen Schnitt entlang Linie II-II in Fig. 3 durch festes und bewegliches Gestellteil
in zusammengefügtem Zustand; und
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung von festem und beweglichem Gestellteil in zusammengefügtem
Zustand.
[0019] Eine in der Zeichnung insgesamt mit 2 bezeichnete erfindungsgemäße Verstelleinrichtung
dient zur Erzeugung oder Hemmung einer vertikalen Relativbewegung zwischen einem in
der Regel bodenseitigen ortsfesten Gestellteil 4 und einem hierzu beweglich geführten
tischuntergestellseitigen beweglichen Gestellteil 6. Ortsfestes Gestellteil 4 und
bewegliches Gestellteil 6 bilden im zusammengefügten Zustand gemäß Fig. 3 ein Standbein
eines Tisches. In der Regel ist bei Büro-, Labor- oder Arbeitstischen je ein derartiges
Standbein an einer Schmalseite des Tisches vorgesehen. Die Beschreibung der vorliegenden
Erfindung erfolgt unter Bezugnahme auf ein derartiges Standbein bzw. die zugehörige
Verstellvorrichtung hierin; das andere Standbein bzw. die anderen Standbeine des Tisches
sind als baugleich zu betrachten.
[0020] Wie am besten aus den Figuren 2A bis 2C und 3 hervorgeht, sind sowohl festes Gestellteil
4 als auch bewegliches Gestellteil 6 als Hohlprofile ausgebildet und die Führung und
Abstützung von beweglichem Gestellteil 6 in dem festen Gestellteil 4 erfolgt dadurch,
daß gemäß Fig. 2C eine Mehrzahl von Oberflächenabschnitten von festem Gestellteil
4 und beweglichem Gestellteil 6 mit geringem Spiel aneinanderliegen. Hinsichtlich
besonderer Vorteile, weiterer Einzelheiten und Aspekte der Führung des beweglichen
Gestellteils 6 in dem festen Gestellteil 4 sei auf das DE-GM 91 02 471.4 des selben
Anmelders verwiesen. Auf den dortigen Offenbarungsgehalt wird hier insoweit vollinhaltlich
Bezug genommen.
[0021] Gemäß Fig. 2B weist das bewegliche Gestellteil 6 an seinen beiden Schmalseiten Aufnahmebereiche
8 und 10 auf, welche zur Aufnahme von Trägerschienen 12 und 14 (Fig. 2C) dienen, welche
dann die eigentliche Tischplatte oder deren Unterkonstruktion tragen. Das bewegliche
Gestellteil 6 ist gemäß Fig. 2B weiterhin so profiliert, daß in dem zusammengefügten
Zustand gemäß Fig. 2C ein vergleichsweise groß dimensionierter Hohlraum 16 zwischen
Wandabschnitten 18, 20 und 22 des beweglichen Gestellteils 6 und einem Wandabschnitt
24 des festen Gestellteiles 4 gebildet ist.
[0022] Dieser Hohlraum 16 dient zur Aufnahme der eigentlichen Verstelleinrichtung 2. Die
Verstelleinrichtung 2 kann gemäß Fig. 1 in ihrer einfachsten Ausgestaltungsmöglichkeit
aus einem Hohlprofil 26 bestehen, welches beispielsweise die Form eines Vierkantrohres
hat. An einer dem Wandabschnitt 24 des beweglichen Gestellteils 6 zugewandten Längsseite
weist das Hohlprofil 26 eine Mehrzahl von Gewindebohrungen 28 auf. An einem unteren
Ende des Hohlprofiles 26 ist an der der Längsseite mit den Gewindebohrungen 28 abgewandten
Längsseite ein Schlitz 30 in dem Hohlprofil 26 ausgebildet. Die Schlitz 30 ist so
dimensioniert, daß das Hohlprofil 26 auf einen Flansch 32 aufschieb- oder -steckbar
ist. Der Flansch 32 erstreckt sich gemäß den Figuren 1 und 2B im rechten Winkel vom
Wandabschnitt 20 des beweglichen Gestellteils 6 vor und weist einen mittigen Halteschlitz
34 auf.
[0023] Eine Tiefe "t" des Hohlprofiles 26, also der Abstand zwischen den Außenoberflächen
der Längsseiten mit den Gewindebohrungen 28 bzw. dem Schlitz 30 entspricht hierbei
einer Distanz "d" zwischen den inneren Oberflächen der Wandabschnitte 24 und 20, so
daß das Hohlprofil 26 gemäß Fig. 2C mit leichtem Spiel an diesen inneren Oberflächen
der Wandabschnitte 24 und 20 anliegt und so zusammen mit dem formschlüssigen Eingriff
zwischen Schlitz 30 und Flansch 32 gegen Kippbewegungen in vertikaler Richtung lagefixiert
ist. Der Eingriff zwischen dem Schlitz 30 und dem Flansch 32 stellt die Angriffsstelle
zwischen Verstelleinrichtung 2 und beweglichem Gestellteil 6 dar.
[0024] Weiterhin ist die Verstelleinrichtung 2 in Form des Hohlprofils 26 an dem festen
Gestellteil 4 angeschlagen. Dieses Anschlagen der Verstelleinrichtung 2 bzw. des Hohlprofiles
26 an dem festen Gestellteil 4 erfolgt gemäß Fig. 3 durch wenigstens eine, vorteilhafterweise
durch eine Mehrzahl von Bohrungen 36, welche annähernd mittig in dem Wandabschnitt
24 des festen Gestellteils 4 ausgebildet ist/sind. Hierbei ist die Bohrung 36 oder
sind die Bohrungen 36 so in dem Wandabschnitt 24 angebracht, daß ihre vertikale Verbindungslinie
mit der vertikalen Verbindungslinie der Gewindebohrungen 28 in dem Hohlprofil 26 fluchtet,
wenn das Hohlprofil 26 in der Einbaulage gemäß Fig. 2C ist. Ein Bolzen oder eine Schraube
38 ist vorgesehen, welche in eine der Bohrungen 36 und eine der dahinterliegenden
Gewindebohrungen 28 des Hohlprofiles 26 einschraubbar ist, so daß das Hohlprofil 26
an dem festen Gestellteil 4 lagefixiert oder angeschlagen ist. Eine Verstellbewegung
des beweglichen Gestellteils 6 gegenüber dem festen Gestellteil 4 erfolgt dadurch,
daß die Schraube 38 - nach Abnahme einer Verblendung 40 - gelöst wird, also außer
Eingriff mit einer Gewindebohrung 28 in dem Hohlprofil 26 und einer Bohrung 36 in
dem festen Gestellteil 4 gelangt. Im Anschluß daran wird das bewegliche Gestellteil
6 gegenüber dem festen Gestellteil vertikal verschoben und nach Erreichen der gewünschten
Höhenlage die Schraube 38 in eine Bohrung 36 und eine sich in unmittelbarer Nachbarschaft
der gewünschten Höhenlage befindliche Gewindebohrung 28 eingeschraubt, so daß die
Relativlage des beweglichen Gestellteils 6 gegenüber dem festen Gestellteil 4 festgelegt
ist. Weist hierbei das feste Gestellteil 4 in seinem Wandabschnitt 24 lediglich eine
Bohrung 36 auf, sind bei der Ausgestaltung des Hohlprofils 26 gemäß Fig. 1 sechs verschiedene
Höhenlagen der von dem beweglichen Gestellteil 6 getragenen Tischplatte im Rastermaß
einstellbar und festlegbar. Weist gemäß Fig. 3 der Wandabschnitt 24 des festen Gestellteils
4 eine Mehrzahl von Bohrungen 36 auf, so kann in vorteilhafter Weise die Null- oder
Ausgangslage des mit dem Hohlprofil 26 möglichen Verstellweges dadurch variiert werden,
daß die Schraube 38 in unterschiedlich hoch angeordneten Bohrungen 36 eingeführt wird.
[0025] Erfindungsgemäß ist das Hohlprofil 26, welches in der einfachsten Ausgestaltungsform
der vorliegenden Erfindung die Verstelleinrichtung 2 bildet gegenüber einer technisch
höherwertigen Verstelleinrichtung 2 austauschbar. Ein Beispiel einer derartigen technisch
höherwertigen Verstelleinrichtung ist eine in Fig. 1 dargestellte Stellspindel 42.
Die Stellspindel 42 trägt in bekannter Weise eine Stellmutter 44, wobei die Steigung
der Stellspindel 42 vorteilhafterweise so gewählt ist, daß bei nicht angetriebener
Stellspindel 42 eine Selbsthemmung der Stellmutter 44 erfolgt. Ein Durchmesser "t'"
der Stellmutter 44 ist vorteilhafterweise gleich der Tiefe "t" des Hohlprofiles 26
und somit im wesentlichen gleich der Distanz "d" zwischen den Innenflächen der Wandabschnitte
24 und 20, so daß auch die Stellspindel 42 durch Anlage von Teilbereichen der Außenoberflächen
der Stellmutter 44 an den Innenoberflächen der Wandabschnitte 24 und 20 vertikal in
dem Hohlraum 16 geführt und gegen Kippbewegungen gesichert ist.
[0026] Die Angriffsstelle der Stellspindel 42 an dem beweglichen Gestellteil 6 ist wiederum
der Flansch 32 bzw. der in dem Flansch 32 ausgebildete Halteschlitz 34. Die Stellspindel
42 weist hierzu an ihrem unteren freien Ende zwei drehfest angeordnete ringförmige
Flansche oder Kragen 46 und 48 auf. Der vertikale Abstand zwischen den beiden Kragen
46 und 48 ist hierbei geringfügig höher als die vertikale Dicke oder Materialstärke
des Flansches 32. Weiterhin ist die Breite des Halteschlitzes 34 in dem Flansch 32
geringfügig größer als der Durchmesser der Stellspindel 42, so daß die Stellspindel
42 mittels den beiden Kragen 46 und 48 kraft/formschlüssig in dem Halteschlitz 34
bzw. an dem Flansch 32 dadurch befestigbar ist, daß die Stellspindel 42 in den Halteschlitz
34 eingedrückt wird. Gegebenenfalls können im Bereich des Halteschlitzes 34 noch geeignete
Feststellmittel vorgesehen sein, um zumindest während der Montage den ordnungsgemäßen
Sitz der Stellspindel 42 in dem Halteschlitz 34 sicherzustellen.
[0027] Das Anschlagen oder Befestigen der Verstelleinrichtung 2 in Form der Stellspindel
42 an dem festen Gestellteil 4 erfolgt über eine Gewindebohrung 50 in der Stellmutter
44. Die Gewindebohrung 50 ist somit ein Analogon zu einer der Gewindebohrungen 28
in dem Hohlprofil 26. Die Schraube 38 wird durch eine der Bohrungen 36 in dem Wandabschnitt
24 eingeführt und in die Gewindebohrung 50 an der Stellmutter 44 eingeschraubt.
[0028] Zur Höhenverstellung des Tisches, also zur Erzielung einer Relativbewegung des beweglichen
Gestellteiles 6 gegenüber dem festen Gestellteil 4 wird die Stellspindel 42 in Drehung
versetzt. Die Stellmutter 44 führt hierdurch abhängig von der Drehrichtung der Stellspindel
42 eine vertikal nach oben oder unten gehende Bewegung entlang der Stellspindel 42
durch und da die Höhenlage der Stellmutter 44 gegenüber dem festen Gestellteil 4 aufgrund
der Verbindung über die Schraube 38 und eine der Bohrungen 36 fest ist, erfolgt eine
Höhenverstellung des beweglichen Gestellteils 6 aufgrund einer Mitnahme dieses beweglichen
Gestellteils 6 über den Kragen 46 und den Flansch 32. Die Einleitung der Drehbewegung
an der Stellspindel 42 erfolgt über ein oberes Kupplungsstück 52, an welchem entweder
eine Handkurbel ansetzbar ist, oder aber in einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform
eine flexible Welle nach Art einer Tachowelle ankuppelbar ist. Höhenverstellbare Tische
weisen im Normalfall wenigsten zwei an den Schmalseiten vorgesehene Tischbeine jeweils
bestehend aus festem Gestellteil 4 und beweglichem Gestellteil 6 auf. Bei einer Anordnung
einer Stellspindel 42 als Verstelleinrichtung 2 in jedem der wenigstens zwei seitlichen
Tischbeine ist der Antrieb der Stellspindel 42 über flexible Wellen dann besonders
vorteilhaft, wenn diese beiden Wellen zu einer gemeinsamen Antriebseinrichtung führen,
so daß bei Betrieb der gemeinsamen Antriebsvorrichtung die zwei biegsamen Wellen die
beiden vorhandenen Stellspindeln 42 synchron in Drehung versetzen, so daß die Tischplatte
völlig verkantungsfrei höhenverfahren werden kann. Die zentrale Antriebsvorrichtung
kann dann entweder wiederum über eine Antriebskurbel oder über einen Elektromotor
angetrieben werden, so daß sich die Höhenlage der Tischplatte auf Knopfdruck elektrisch
einstellen läßt.
[0029] Erfindungsgemäß ist somit die Verstelleinrichtung 2 in dem Hohlraum 16 lösbar angeordnet.
Die lösbare Anordnung der Verstelleinrichtung 2 erfolgt im Falle des Hohlprofiles
26 über den Schlitz 30 und im Falle der Stellspindel 42 über die Kragen 46 und 48.
Ein mit der erfindungsgemäßen Verstelleinrichtung 2 ausgestatteter Tisch kann somit
beispielsweise in seiner einfachsten und somit auch preiswertesten Ausgestaltung bereits
werksseitig mit dem Hohlprofil 26 in jedem Tischbein als Verstelleinrichtung 2 versehen
sein. Zeigt sich im Laufe der Zeit, daß anstelle der Höhenverstellung im Rastermaß,
welche mit dem Hohlprofil 26 möglich ist, eine stufenlose Verstellung wünschenswert
oder vorteilhaft wäre, läßt sich der bislang mit dem Hohlprofil 26 ausgerüstete Tisch
problemlos mit der Stellspindel 42 als Verstelleinrichtung 2 auf- oder nachrüsten.
Hierzu werden nach einem Lösen der Schraube 38 in jedem der seitlichen Standbeine
jeweils bestehend aus festem Gestellteil 4 und beweglichem Gestellteil 6 die beweglichen
Gestellteile 6 so weit aus den festen Gestellteilen 4 herausgezogen, daß der Eingriff
zwischen dem Schlitz 30 des Hohlprofils 26 und dem Flansch 32 an dem beweglichen Gestellteil
6 lösbar ist. Im Anschluß daran wird die Stellspindel 42 mit den beiden Kragen 46
und 48 an dem Flansch 32 befestigt und dann das bewegliche Gestellteil 6 wieder soweit
in das feste Gestellteil 4 eingeführt, daß die Gewindebohrung 50 an der Stellmutter
44 entweder mit der einen Bohrung 36 oder mit einer der Bohrungen 36 in dem Wandabschnitt
24 des festen Gestellteiles 4 fluchtet, wonach dann die Schraube 38 die Stellmutter
44 gegenüber dem festen Gestellteil 4 wieder festlegt.
[0030] Ein mit der erfindungsgemäßen Verstelleinrichtung 2 ausgerüsteter Tisch läßt sich
somit mit minimalem Aufwand und ohne Einsatz von Werkzeug - abgesehen von einem Schraubendreher
zum Lösen und Wiederanziehen der Schraube 38 - von der einfachsten Grundversion mit
der Rasterverstellung über das Hohlprofil 26 in eine höherwertige Version mit der
stufenlosen Verstellbarkeit mittels der Stellspindel 42 umbauen. Der Antrieb der Stellspindel
42 in jedem der seitlichen Tischbeine erfolgt in der Grundversion der Verstelleinrichtung
2 in Form der Stellspindel 42 über je eine Handkurbel, welche an dem Kupplungsstück
52 der Stellspindel 42 angreift. In einer verbesserten Ausgestaltungsform der Verstelleinrichtung
2 in Form der Stellspindel 42 steht jedes der Kupplungsstücke 52 mit einer biegsamen
Welle in Verbindung, wobei die biegsamen Wellen zu einer zentralen Antriebseinrichtung
führen. Diese zentrale Antriebseinrichtung ist dann wiederum über eine einzige Handkurbel
antreibbar, so daß die für den Tisch vorgesehenen Verstelleinrichtungen 2 synchron
antreibbar sind und der Tisch bzw. die Tischplatte klemmfrei höhenverfahren werden
kann. In der technisch am hochwertigsten ausgerüsteten Ausgestaltung ist die zentrale
Antriebsvorrichtung motorisch, insbesondere elektromotorisch antreibbar, so daß die
Höhenlage der Tischplatte auf Knopfdruck stufenlos eingestellt werden kann. Auch die
Umrüstung des Antriebes für die Stellspindeln von zwei Handkurbeln auf einen an einer
zentralen Antriebseinrichtung angreifenden Handkurbel und von dort auf einen elektromotorischen
Antrieb kann im Zuge der Zeit und nach und nach erfolgen, so daß ausgehend von der
einfachsten Ausgestaltungsform mit dem Hohlprofil 26 als Verstelleinrichtung 2 der
Tisch nach und nach im immer höherwertigere Versionen auf- oder nachgerüstet werden
kann, wenn dies erwünscht sein sollte. Genausogut läßt sich jedoch auch ein höherwertiger
Tisch wieder vereinfachen, indem beispielsweise von dem elektromotorischen Stellspindelantrieb
wieder auf den Handkurbelantrieb für die Stellspindel 42 zurückgegangen wird, oder
aber indem die Stellspindel 42 wieder gegen das Hohlprofil 26 ausgetauscht wird.
[0031] Da die Verstelleinrichtung 2 in dem Hohlraum 16 zwischen den Wandabschnitten 18 bis
24 angeordnet ist und da weiterhin der Kopf der Schraube 38 von der Verblendung 40
abgedeckt wird (die Verblendung 40 definiert weiterhin Kabelschächte 54 und 56 zwischen
ihrer inneren Wand und einem Teilabschnitt der Außenwand des festen Gestellteiles
4) ist die gesamte Verstelleinrichtung 2 von außen nicht sichbar, so daß ein hiermit
ausgestatteter Tisch optisch ansprechend gestaltet werden kann.
1. Verstelleinrichtung für einen höhenverstellbaren Tisch, insbesondere einen Büro-,
Labor- oder Arbeitstisch, zur Erzeugung oder Hemmung einer vertikalen Relativbewegung
zwischen einem bodenseitigen ortsfesten Gestellteil (4) und einem hierzu beweglich
geführten tischuntergestellseitigen beweglichen Gestellteil (6), wobei die Verstelleinrichtung
(2) an dem festen Gestellteil (4) angeschlagen ist und an dem beweglichen Gestellteil
(6) angreift,
dadurch gekennzeichnet,
daß festes Gestellteil (4) und bewegliches Gestellteil (6) Hohlprofile sind, die mit
geringem Spiel aneinanderliegen, und
daß die Verstelleinrichtung (2) in einem Hohlraum (16) zwischen Wandabschnitten (18,
20, 22, 24) von festem Gestellteil (4) und beweglichem Gestellteil (6) lösbar angeordnet
ist.
2. Verstelleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Angriffsstelle
der Verstelleinrichtung (2) an dem beweglichen Gestellteil (6) derart ausgebildet
ist, daß die Verstelleinrichtung (2) von dem beweglichen Gestellteil (6) ohne Werkzeug
lösbar ist.
3. Verstelleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Angriffsstelle
der Verstelleinrichtung (2) an dem beweglichen Gestellteil (6) ein mit einem Halteschlitz
(34) versehener Flansch (32) ist.
4. Verstelleinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstelleinrichtung
(2) formschlüssig in den Halteschlitz (34) eingreift.
5. Verstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstelleinrichtung (2) ein Hohlprofil (26) mit Rasterlochung (28) ist.
6. Verstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstelleinrichtung (2) eine Stellspindel (42) ist.
7. Verstelleinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellspindel
(42) von Hand antreibbar ist.
8. Verstelleinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellspindel
(42) motorisch antreibbar ist.
9. Verstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Anschlagepunkt der Verstelleinrichtung (2) an dem festen Gestellteil (4) veränderbar
ist.
10. Verstelleinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagepunkt
der Verstelleinrichtung (2) an dem festen Gestellteil (4) durch wenigstens eine Schraube
(38) gebildet ist, welche in wenigstens je eine Bohrung (36, 28; 50) am festen Gestellteil
(4) und der Verstelleinrichtung (2) eingreift.