[0001] Die Erfindung betrifft eine Dickstoffpumpe mit Förderzylindern, insbesondere eine
Zweizylinderbetonpumpe gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die grundsätzliche Arbeitsweise bekannter, insbesondere zur Betonförderung verwendeter
Dickstoffpumpen besteht bei Zweizylinderkolbenpumpen darin, daß die beiden Förderkolben
in den Förderzylindern in der Regel von Hydraulikzylindern in der Weise angetrieben
werden, daß während der eine Kolben fördert der andere ansaugt. Der Wechsel des Kolbenspiels
vollzieht sich jeweils in den Hubendstellungen. Die Bewegung der Kolben ist synchronisiert,
d. h., wenn der den Förderzylinder antreibende Hydraulikzylinder, z. B. kolbenseitig
mit Hydrauliköl beaufschlagt ist, wird das kolbenstangenseitig verdrängte Öl über
eine Brückenleitung auf die Kolbenstangenseite des saugenden Förderzylinders geleitet,
so daß dieser wegen identischer Flächenverhältnisse der beiden Antriebszylinder mit
gleicher Geschwindigkeit wie der vorfahrende Zylinder seinen Saughub zurücklegt. Dadurch
erreichen beide Kolben in den Förderzylindern jeweils gleichzeitig ihre Endstellungen.
[0003] Da die Förderzylinder jeweils beim Förderhub mit der Förderleitung bzw. beim Saughub
mit einem den Dickstoff enthaltenden Einfülltrichter in Verbindung stehen, bedarf
es einer Verknüpfungsschaltung, die den Betonfluß zwischen den Hüben nach Erreichen
des Hubendes und die Verbindung der Förderzylinder mit der Förderleitung bzw. mit
dem Einfülltrichter umkehrt.
[0004] Charakteristisch für diese und andere Dickstoffpumpen ist dabei, daß zwischen den
Förderhüben, nämlich für die Zeitdauer des Umschaltens des Steuerorgans die Förderung
der Förderzylinder zum Stillstand kommt. Dadurch wird die Dickstofförderung unterbrochen.
Dabei wird bei der bekannten Dickstoffpumpe die Zeitdauer der Unterbrechnung entsprechend
dem Füllungsgrad, der abhängig ist vom Luftgehalt, dem Fließwiderstand des Betons,
der Sauggeschwindigkeit sowie den Zylinderdurchmessern, noch weiter vergrößert und
zwar um die Zeit, die der Förderzylinder zu Beginn des Förderhubes benötigt, um den
Dickstoff zu verdichten.
[0005] Hinzu tritt noch eine weitere unangenehme Erscheinung, nämlich das Zurückströmen
des Dickstoffes aus der Förderleitung in den Pumpzylinder während der Umschaltphase
des Betonschiebers.
[0006] Die Unterbrechnungen des Förderflusses wirken sich insgesamt ungünstig aus. Tatsächlich
ergibt sich eine pulsierende Förderung, welche Schwingungen hervorruft. Diese wirken
sich besonders nachteilig aus, wenn die Dickstoffpumpe auf einem Fahrzeug aufgebaut
ist und die Förderleitung an einem knickbaren Verteilermast angebracht ist. Denn hieraus
ergibt sich ein schwingungsfähiges System, das bei den üblichen Kolbenhubfrequenzen
Resonanzerscheinungen zeigt.
[0007] Daraus leitet sich die Forderung ab, eine Pumpe zu schaffen, mit der ein kontinuierlicher
Förderstrom erzielt werden kann.
[0008] Gemäß einem Stand der Technik (A) hat man sich bereits bemüht, die Unterbrechnungen
der Dickstofförderung zwischen den Förderhüben der Förderzylinder zu verkürzen oder
gar zu eliminieren.
[0009] Bei einem solchen vorbekannten Vorschlag (US-PS 3 663 129), von dem die Erfindung
ausgeht, ist zu diesem Zweck ein Ausgleichszylinder vorgesehen, der während des Umschaltens
eines als einheitlicher Hohlkörper ausgebildeten Schwenkrohres Dickstoff in die Förderleitung
drückt und während des anschließenden Förderhubes eines der beiden Förderzylinder
mit Dickstoff aus der Förderleitung gefüllt wird. Das geschieht dadurch, daß die Mündung
des Ausgleichszylinders mit dem zur Steuerung des Betonflusses dienenden Hohlkörper
in der gleichen Weise wie die Öffnungen der Förderzylinder gesteuert wird. Die Verknüpfungsschaltung
arbeitet mit Endschaltern, die von den Förderzylinderkolben betätigt werden und den
Ansaug- bzw. den Förderhub des Ausgleichszylinders einleiten.
[0010] Eine derartige Zweizylinderbetonpumpe erreicht nicht das Ziel einer gleichmäßigen
Betonförderung durch die Förderleitung. Es führt nämlich die bei einer solchen Pumpe
fehlende Verdichtungsmöglichkeit des jeweils angesaugten Betons zu Beginn jedes Kolbenhubes
zu einem Stillstand des Betonflusses.
[0011] Gemäß einem anderen Stand der Technik (B), nämlich der DE-OS 29 09 964 ist es bekannt,
die Betonflußsteuerung mit einer Rohrweiche zu bewerkstelligen, die mit zwei S-förmig
gekrümmten Rohren verwirklicht ist. Diese Rohre sind im Einfülltrichter schwenkbar
angeordnet und S-förmig gekrümmt. Jedes Rohr ist mit seinen Öffnungen im ständigen
Kontakt mit einem an einer Seite des Einfülltrichters liegenden Förderleitungsanschluß,
während die andere Öffnung als Eintrittsöffnung dient und wechselweise mit der an
der gegenüberliegenden Seite des Einfülltrichters mündenden Öffnung des ihm zugeordneten
Förderzylinders ausgefluchtet ist oder diese freigibt, so daß die Förderzylinderöffnung
in den Einfülltrichter geöffnet ist und der Zylinder den Dickstoff anzusaugen vermag.
[0012] Die Notwendigkeit, zur Steuerung des Dickstofflusses mehrere Schwenkrohre vorzusehen,
ergibt sich daraus, daß die Förderunterbrechnungen nicht durch den Förderhub eines
Ausgleichszylinders ausgeglichen werden, sondern dadurch, daß die Verknüpfungsschaltung
die Zylinder derart steuert, daß während der Zeitdauer des um den Füllungsgrad verkürzten
effektiven Förderhubes eines Förderzylinders, der andere Förderzylinder mit erheblich
höherer Geschwindigkeit über einen vollen Hub den Dickstoff ansaugt, der diesem Zylinder
zugeordnete Schwenkrohrschieber in einem ersten Schaltschritt mit seiner Schieberplatte
die Öffnung dieses Förderzylinders verschließt, dieser Förderzylinder daran anschließend
ebenfalls mit erhöhter Geschwindigkeit einen dem Füllungsfehlvolumen entsprechenden
Teilhub ausführt und dabei den angesaugten Dickstoff verdichtet, und daß der zugeordnete
Schwenkrohrschieber in einem zweiten Schaltschritt in seine Endstellung, d. h. der
Förderzylinder mit seinem vorverdichteten Dickstoffinhalt in eine Pumpbereitschaftsstellung
gelangt.
[0013] Bei diesem letztgenannten Stand der Technik ist nicht nur die erheblich höhere Geschwindigkeit
für Saug- und Kompressionshub infolge einer, wegen mehrfacher Schaltwege, höheren
Gesamtschaltzeit nachteilig, sondern auch wegen der zwei notwendigen Schwenkrohrschieber
ein erheblich höherer technischer Mehraufwand erforderlich.
[0014] Zur Erlangung einer pulsationsfreien kontinuierlichen Förderung ohne die Nachteile
des Standes der Technik geht die Erfindung von einer neuartigen Betrachtungsweise
der vorbekannten Zweizylinderdickstoffpumpen aus, was am Beispiel einer bekannten
Pumpe II dieser Art nachfolgend erläutert wird, die weder eine Vorverdichtung noch
einen Ausgleichszylinder aufweist. Bei einer solchen Dickstoffpumpe ist die Zeit für
den effektiven Förderhub (Pumphub) bestimmt durch die effektiv geforderte Betonfördermenge
und durch den volumentrischen Wirkungsgrad η.
[0015] Danach gilt für η = 100 %, also vollständige Zylinderfüllung durch das Saugen, für
den Pumphub die Grundleichung

[0016] Darin bedeuten:

Zeit für den effektiven Pumphub in (sec.) bei 100 % Saugfüllung
- Vo =
- gesamtes Volumen des Förder(Pump)Zylinders in [dm³]
- Qo =
- effektiv geforderte Betonfördermenge in (m³/h).
[0017] Bei Berücksichtigung eines volumetrischen Wirkungsgrades η lautet die Gleichung

[0018] Übertragen auf den Stand der Technik (B) muß, wenn nach dessen Zielsetzung ein kontinuierlicher
Förderfluß erfolgen soll, folgende Zeitäquivalenz gegeben sein:
[0019] Darin bedeuten:
- tS =
- Zeit für den Saughub
- tK =
- Zeit für den Kompressions(Verdichtungs)hub
- tSch =
- gesamte Zeit für das Schalten der Betonschieber und diverser Hydraulikventile.
[0020] Diesen Zeiten zugeordnet sind:
- Vo =
- das vom Kolben des saugenden Förderzylinders abgefahrene Volumen (entspricht dem vollen
Zylindervolumen)
- VK =
- das vom komprimierenden Kolben abgefahrene Saugfüllungsfehlvolumen gemäß der Gleichung
[0021] Aus den Kolbenlaufzeiten für den Saug- und Kompressionshub und den diesen zugeordneten
Zylindervolumina ergeben sich Betonfördermengengrößen Q
S* und Q
K*. Da diese Größen frei wählbar sind, sei für die weitere Ableitung vorausgesetzt

[0022] Eingesetzt in Gleichung [ 3 ] ergibt sich

[0023] Da die Laufgeschwindigkeit eines Kolbens in einem Zylinder proportional zur Fördermenge
ist, ermittelt sich der Faktor
f1, um welchen die Laufgeschwindigkeit der Kolben für Saugen und Komprimieren in einer
Pumpe (I) gemäß dem Stand der Technik (B) größer sein muß, als die Laufgeschwindigkeit
der Kolben für das Pumpen, als Quotient aus Q* und Q
o nämlich

[0024] Bei einem praxisüblichen Beispiel ergibt sich unter der Voraussetzung:
- Qo =
- 120 (m3/h)
- Vo =
- 83,5 (1)
- η =
- 0,85
- tSch =
- 0,9 (sec) (für zwei Betonschieber und Hydr. Ventile)

für
f1 ein Wert in Höhe von
[0025] Dieser so ermittelte Faktor
f1 für eine kontinuierliche fördernde Pumpe (I) nach dem Stand der Technik (B) ist
aber noch keine echte, die Vorteile der Erfindung belegende, Vergleichgröße.
[0026] Denn zum Vergleich heranzuziehen ist eine in der Praxis weitgehend immer noch übliche
gattungsgemäße Pumpe (II), bei der keinerlei Maßnahmen für eine kontinuierliche Förderung
getroffen sind. Eine Pumpe also, bei der die Kolbengeschwindigkeit beim Saugen und
beim Pumpen gleich sind, und der Förderstrom während des Umschaltens des Betonschiebers
unterbrochen ist.
[0027] Will man, wenn auch diskontinuierlich, mit einer solchen Pumpe (II) eine durchschnittliche
effektive Fördermenge Q
o erzielen, muß während des effektiven Förderhubes eine Fördermenge Q** erbracht werden,
welche größer ist als Q
o.
[0028] Dabei ergibt sich die gesamte Zeit für einen Pumpzyklus t
ges aus den Zeitintervallen t
Fo (Zeit für einen vollen Zylinderhub) und t
Sch (Zeit für das Umschalten des Betonschiebers und diverser Hydr. Ventile) also
wobei die Zeit t
Fo für einen vollen Förderhub aus den Zeitintervallen t
K (Zeit für die Verdichtung des gesaugten Betons, also Ausgleich des Saugfüllungsfehlvolumens)
und t
F1 (Zeit für den effektiven Pumphub gem. Gleichung [ 2 ]) besteht, also
[0029] Der Faktor
f2, um den Q** bei vorgenannter Pumpe (II) größer sein muß als Q
o ist somit

[0030] Da vorgenannte Pumpen (II) in der Regel nur einen Steuerschieber aufweisen, ist die
Schaltzeit kürzer als bei einer Pumpe (I) mit mehreren Schiebern.
[0031] Im vorgenannten praktischen Beispiel ist die Schaltzeit mit t
sch = 0,5 (sec) anzusetzen, womit sich für
f2 ein Wert ergibt in Höhe von
[0032] Der Vergleich von
f1 und
f2 besagt, daß die max. Kolbenlaufgeschwindigkeit (Saugen/Komprimieren) bei einer kontinuierlich
fördernden Pumpe (I) nach dem Stand der Technik (B) gegenüber einer gattungsgemäßen
Pumpe (II) um den Faktor
f3 nach der Gleichung

relativ erhöht ist. In dem beschriebenen praktischen Beispiel also um den Faktor

[0033] Aus den vorgenannten Darlegungen ist erkennbar, daß bei sonst gleichen Voraussetzungen
hinsichtlich geforderter Fördermenge (Q
o), Förderzylindervolumen (V
o) und volumetrischem Wirkungsgrad (η) die Laufgeschwindigkeit der Kolben wesentlich/erheblich
und allein durch die Schaltzeit tSch bestimmt wird.
[0034] Hohe Kolbengeschwindigkeiten führen zu erhöhtem Verschleiß der Förderkolben und wegen
des höheren Fließwiderstandes des Saugstromes des Dickstoffes in den Förderzylindern
zu einem erhöhten Vakuum, was den Füllungsgrad der Förderzylinder reduziert und damit
den volumetrischen Wirkungsgrad weiter herabsetzt.
[0035] Erfindungsgemäß ergibt sich, daß ein Förderhub des Ausgleichszylinders unmittelbar
an den Förderhub eines Förderzylinders anschließt, und die bisher auftretende Förderpause
in dieser Phase also vermieden wird. Ferner wird erfindungsgemäß an den Förderhub
des Ausgleichszylinders unmittelbar der Förderhub des anderen Förderzylinders angeschlossen,
so daß insgesamt keine Förderpausen mehr auftreten können. Dies gewährleistet die
Erfindung ferner dadurch, daß während des Förderhubes des Ausgleichszylinders die
Umschaltung des Steuerschiebers einschließlich der verschiedenen hydraulischen Ventile
sowie der Verdichtungshub erfolgen.
[0036] Demnach sind für die erfindungsgemäße Pumpe (II) zwei getrennte Zeit- und Volumenäquivalenzbetrachtungen
durchzuführen, wobei zum Vergleich mit dem Stand der Technik die folgenden Auslegungsdaten
vorzugeben sind:
- tSch
- gemäß Pumpe (II)
(für nur einen Betonschieber)
- tK
- frei wählbar.
[0037] Durch die erste Zeit- und Volumenäquivalenzbetrachtung, die sich auf die Pumpphase
des Ausgleichszylinders bezieht, wird das Volumen (V
A) des Ausgleichszylinders bestimmt.
[0038] Die Zeitdauer der Pumpphase des Ausgleichszylinders (t
A) ist gleich der Summe aus Schaltzeit (t
Sch) und Kompressionszeit (t
K) also
bzw. ausgehend von der Forderung, daß die Betonfördermenge des Ausgleichszylinders
gleich Q
o sein muß

Das Volumen V
A des Ausgleichszylinders errechnet sich somit zu

[0039] Durch die zweite Zeit- und Volumenäquivalenzbetrachtung soll die Laufzeit bzw. Laufgeschwindigkeit
des Kolbens der Förderzylinder während des Pumphubes bestimmt werden.
[0040] Das vom Kolben eines Förderzylinders während des effektiven Pumphubes abgefahrene
Volumen (V
P) ist
wobei das dabei effektiv in die Förderleitung abgegebene Volumen verringert ist, nämlich
durch die Entnahme des AAusgleichsvolumens V
A während dieser Phase, also
Wie im ersten Teil der erfindungsgemäßen Merkmalskombination dargelegt, erfolgt zur
Kompensation der Verringerung des effektiven Fördervolumens des pumpenden Förderzylinders
eine Beschleunigung der effektiven Laufgeschwindigkeit des Kolbens in diesem pumpenden
Förderzylinder, woraus sich eine Pump-Fördermenge Q*** ergibt, die soweit erhöht ist
und sein muß, daß die effektiv an die Förderleitung abgegebene Fördermenge gleich
Q
o ist.
[0041] In einer Funktionsgleichung zur Bestimmung der sich aus der Fördermenge Q*** ergebenden
Zeit t
F*** für den effektiven Pumphub drückt sich das wie folgt aus:

und, verglichen mit Gleichung (2)

ergibt sich, da Zeiten und Geschwindigkeiten und somit Zeiten und Fördermengen umgekehrt
proportional sind, ein Faktor
f4 zu

um den die Laufgeschwindigkeit des Kolbens des pumpenden Förderzylinders der Pumpe
(III) bei Entnahme von Fördergut aus der Förderleitung durch den Ausgleichzylinder
größer ist, als ohne diese Entnahme.
[0042] Auch hier zeigt sich die Abhängigkeit der Kolbengeschwindigkeit, mittelbar über V
A, von der Schaltzeit t
Sch.
[0043] Legt man das vorgenannte praktische Beispiel für Pumpe (I) und Pumpe (II) zugrunde
und nimmt dazu für den Kompressionshub der Pumpe (III) eine Fördermenge

an, dann errechnet sich t
K zu

also
und darausfolgend V
A nach Gleichung (14) zu
woraus sich ein Wert für den Faktor
f4 ergibt in Höhe von
[0044] Der relative Erhöhungsfaktor
f5 im Vergleich zur Pumpe (II) ist somit

und errechnet sich in dem beschriebenen praktischen Beispiel zu

[0045] Die vorangegangenen Ableitungen zeigen, daß es der Erfindung gelungen ist, mit den
erfindungsgemäßen Maßnahmen des Anspruches 1, sowohl die gewünschte Kontinuität der
Förderung zu erzielen, als auch die Kolbengeschwindigkeit gemäß Faktor
f5 = 1,0933 nur wesentlich zu erhöhen, im Gegensatz zum Stand der Technik (Pumpe (I)),
bei dem die Kolbengeschwindigkeit um Faktor
f3 = 1,659 erhöht ist, und somit die Nachteile dieses Standes der Technik zu vermeiden.
[0046] Die Einzelheiten, weiteren Merkmale und andere Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung einer Ausführungsform anhand der Figuren in der
Zeichnung.
[0047] Es zeigen
- Fig. 1
- eine Verknüpfungsschaltung gemäß der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Einzelheit der Verknüpfungsschaltung,
- Fig. 3-4
- weitere Einzelheiten der Verknüpfungsschaltung,
- Fig. 5
- eine weitere Verknüpfungsschaltung in der Fig. 1 entsprechender Darstellung und
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsform in den Fig. 1 und 4 entsprechender Darstellung.
[0048] Den Darstellungen der Figuren liegt eine Zweizylinderbetonpumpe zugrunde. Die beiden
Förderzylinder sind mit L und R bezeichnet. Der Buchstabe A bezeichnet dagegen einen
Ausgleichszylinder, der in die Förderleitung 105 mündet. Die Förderzylinder und der
Ausgleichszylinder werden jeweils mit einem hydraulischen Arbeitszylinder angetrieben,
wobei sich die Buchstaben jeweils auf die Einheit aus Förderzylinder und Antriebszylinder
beziehen. Die Endlagen der Kolben in den Zylindern werden der Verknüpfungsschaltung
durch Impulse von Sensoren vermittelt, die mit den Buchstaben a-f bezeichnet sind.
Diese Sensoren steuern Ventile, die mit arabischen Zahlen identifiziert sind. Die
Steuerimpulse der Sensoren können elektrisch, hydraulisch, mechanisch oder pneumatisch
sein.
[0049] Die bei der Erfindung vorgesehene Betonflußsteuerung erfolgt mit einem Schwenkrohr
100, welches an gegenüberliegenden Seiten seiner Eintrittsöffnung je eine Steuerplatte
101 und 102 aufweist und daher als Steuerschieber (104) bezeichnet ist. Zur Bewegungsvermittlung
dient ein hydraulischer Antrieb, welcher allgemein mit B bezeichnet ist. Dieser wird
ebenalls über ein Wegeventil gesteuert, das bei 3 dargestellt ist. Ein Einfülltrichter
weist an seiner den Öffnungen der Förderzylinder L und R gegenüberliegenden Seite
ein Schwenklager 103 für den Steuerschieber 104 sowie den drehfesten Anschluß des
pumpenseitigen Endes einer Betonförderleitung 105 auf.
[0050] Während des Pumpens beschleunigt die Verknüpfungsschaltung den Antriebskolben des
gerade fördernden Förderzylinders, so daß dessen Förderkolben schneller läuft und
dadurch in dieser Phase mehr fördert, was dem Maße der vom Ausgleichszylinder A aus
dem Fülltrichter 100 entnommenen Betonmenge entspricht. Das geschieht durch die Zuführung
von zusätzlichem hydraulischem Medium (Öl). Wenn das Flächenverhältnis des Ausgleichszylinderantriebskolbens
zum Ausgleichszylinderförderkolben das gleiche, wie bei den Förderzylindern ist, genügt
das hydraulische Antriebsmedium, welches der Ausgleichszylinderantriebskolben mit
seiner Rückseite beim Ansaugen des Betons aus der Förderleitung durch den Austrittszylinderförderkolben
verdrängt.
[0051] Der Steuerschieber 104 wird zwischen den Kolbenspielen der Förderzylinder R und L
umgeschaltet. In der Ausführungsform nach Fig. 1 erfolgt das Umschalten in zwei aufeinanderfolgenden
Schritten, von denen der erste den Steuerschieber in eine Mittelstellung zwischen
den Öffnungen der beiden Förderzylinder festhält. In dieser Stellung verschließt eine
der Schieberplatten 101 bzw. 102 die Förderzylinderöffnung des von Saugen auf Förderung
umgeschalteten Förderzylinders. Das ermöglicht dem Kolben dieses Förderzylinders die
Kompression des zuvor angesaugten Betons. Am Ende dieses Kompressionshubes veranlaßt
die Verknüpfungsschaltung den zweiten Schaltschritt des Steuerschiebes 104 in die
jeweilige Endstellung. Dadurch wird die Eintrittsöffnung 106 des Steuerschiebers 104
mit der Öffnung des fördernden Zylinders ausgefluchtet und der zuvor verdichtete Beton
wird in die Förderleitung 105 gedrückt.
[0052] In einer ersten Ausführungsform der Erfindung wird die mittlere Schaltstellung des
Steuerschiebers 104 durch das Wegeventil 7 gesteuert. Dabei wird in der mittleren
Schaltstellung die Steuerbohrung für das Rücköl verschlossen, wodurch der Steuerschieber
in der mittleren Schaltstellung zum Stillstand kommt. Mit zeitlichem Abstand wird
das Ventil 7 weitergeschaltet und gelangt in die andere Schaltstellung. Dadurch wird
eine Rücklaufsteuerbohrung am Ende des Antriebszylinders frei. Somit kann die Schaltung
des Steuerschiebers in die Endstellung erfolgen.
[0053] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die mittlere Schaltstellung des
Steuerschiebers dadurch festgelegt, daß für den Antrieb des Steuerschiebers zwei hintereinander
geschaltete Antriebszylinder nach Fig. 5 vorgesehen sind. Mit der Betätigung des ersten
Zylinders 107 wird die Mittelstellung hergestellt. Im zeitlichen Abstand erfolgt die
Betätigung des zweiten Zylinders 108, durch den der Steuerschieber 104 seine Endstellung
erreicht. Dabei erfolgt die Ansteuerung des ersten Zylinders 107 durch das Ventil
3 und die des zweiten Zylinders 108 durch das Ventil 31.
[0054] Bei einer anderen bevorzugten Ausführung der Erfindung erfolgt die Umschaltung des
Steuerschiebers parallel zum Kompressionshub, was zu einer erheblichen Verringerung
der gesamten Unterbrechungszeit zwischen den Pumphüben der Förderzylinder führt entsprechend
Gleichung (12)

und damit zu einer Verringerung des Hubvolumens des AusgleichsZylinders V
A und der Faktoren
f4 und
f5 (s. Gleichungen 14, 18, 20) und infolgedessen zu einer Verringerung der Geschwindigkeit
des Kolbens des pumpenden Förderzylinders. Diese Möglichkeit ergibt sich daraus, daß
zu Beginn des Kompressionshubes noch kein Ausstoß von Dickstoff in die Förderleitung
erfolgt, weil sich zunächst wegen des Ausgleichs von Vakuum und Luft noch kein Druck
aufbaut und bis dahin der Steuerschieber schnell seine Mittelstellung erreicht hat
während nachfolgend in dem Zeitbereich, in dem der komprimierende Förderkolben den
Dickstoff effektiv verdichtet, also Druck aufbaut, der Steuerschieber seinen Mittelstellungsbereich
mehr oder weniger stark verzögert durchläuft bis die Kompression nahezu beendet ist
und danach der Steuerschieber den Rest seines Schaltweges wieder beschleunigt zurücklegt
(Fig. 6).
[0055] Aus praktischen Gründen der Konstruktion, nämlich den Ausgleichszylinder so klein
wie möglich zu halten, aber auch aus Gründen der Justierung der Steuerung im Leerlauf
ist es sinnvoll, den Kompressionshub zu begrenzen. Das Maß der Begrenzung ergibt sich
aus dem minimalen volumetrischen Wirkungsgrad η
vol, der dem allgemeinen Kenntnisstand des Betonfließverhaltens, also der Ansaugbarkeit
des Betons entspricht. Mit η
vol = 0,85 wird der überwiegende Bereich aller Pumpbetone und anderer Dickstoffe abgedeckt.
[0056] Gemäß der Darstellung der Fig. 3 geschieht die erforderliche Begrenzung des Kompressionshubes
mit einem Zylinder 33, in dem ein Kolben 38 angeordnet ist. Das Hubvolumen 40 entspricht
der gewählten Kompressionshubbegrenzung. Ein Ventil 51 steuert den Zylinder in der
Weise, daß in der Phase des Kompressionshubes das Ventil 51 durch einen der Sensoren
a, b geschaltet wird. Dadurch beaufschlagt Drucköl aus einem Speicher 60 die Seite
36 des Kolbens 38 über die Leitung 35. Die von der Kolbenseite 37 verdrängte Ölmenge
wird über eine Leitung 34, 28 zum komprimierenden Förderzylinder geleitet, bis der
Kolben 38 seine Endstellung erreicht hat. Das Rückschalten des Ventils 51 durch einen
Sensor beaufschlagt der Speicher Seite 37 des Kolbens 38. Das von der Seite 36 verdrängte
Öl fließt zum Tank ab. Damit kann der Kolben 38 in seiner Ausgangsstellung für die
nächste Kompression zurückgeführt werden.
[0057] Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist vorgesehen, daß während des Kompressionshubes
eines Förderzylinders der Kolben im anderen Förderzylinder stillsteht, d. h. seinen
Saughub noch nicht beginnt. Dabei erfolgt die Kompressionshubbegrenzung mit einem
Mehrkammerzylinder 41. Dieser entspricht hinsichtlich der Hubbegrenzung in Abmessung,
Funktion und Steuerung dem Zylinder 33 nach Fig. 3. Er weist jedoch eine weitere Kammer
42 auf, die so bemessen ist, daß sie das während des Kompressionshubes vom Antriebszylinder
des komprimierenden Förderzylinders in die Brückenleitung verdrängte Hydrauliköl über
die Leitung 43 aufnimmt und es im Verlauf des folgenden Förderhubes wieder in die
Brücke einspeist und damit die Synchronisation des Laufs der Förderzylinder wieder
herstellt.
[0058] Ein kontinuierlicher Betonfluß wird dadurch erreicht, daß für die verschiedenen Zylinder
L, R und A gleiche Kolbenflächenverhältnisse, sowie gleiche Hydraulikmengen für den
Förderhub, zur Verfügung stehen. Die Kontinuität der Betonförderung gewährleistet
die Hydraulikpumpe P1. Es ist deswegen vorteilhaft, für alle anderen Antriebe der
Ventile bzw. Steuerschieber, den Saughub des Ausgleichszylinders A, usw. eine oder
mehrere separate andere Antriebsquellen vorzusehen. Dazu dient ein zweiter Hydraulikkreis,
der einen von einer Pumpe P2 gespeisten Speicher 60 aufweist.
[0059] Er ist mit einem Sicherheits- und Druckabschaltventil 70 versehen.
[0060] Für den Saughub des Ausgleichszylinder ist eine Hilfspumpe P3 vorgesehen, die so
geschaltet ist, daß in der Phase, in der der Ausgleichszylinder den Beton fördert,
die Pumpe P3 nicht abgeschaltet ist, sondern das von ihr gelieferte hydraulische Medium
über die Leitung 9 zusätzlich dem Speicher 60 zugeführt wird.
[0061] Anstelle der Hilfspumpe P3 kann eine entsprechend vergrößerte Pumpe P2 in Verbindung
mit einem arbeitsvolumenmäßig größeren Speicher vorgesehen werden.
[0062] Es empfiehlt sich ferner, alle hydraulischen Schaltventile in der Ausführung mit
kürzester Ansprechzeit zu verwenden. Bei der hydraulischen Betätigung des Ventils
2 über den Sensorsteuerpunkt (e) mittels des Pumpenmediums P1 wird die Herabsetzung
der Schaltzeit auf ein Minimum durch Ersatz des Ventils 2 einschließlich des Rückschlagventils
30 mit Hilfe eines hydraulischen entsperrbaren Rückschlagventils erreicht.
1. Dickstoffpumpe mit Förderzylindern, insbesondere Zweizylinderbetonpumpe mit einer
Dickstofflußsteuerung zwischen einem Einfülltrichter, den Förderzylindern und einer
Förderleitung, sowie einer die Antriebe der Förderzylinder und den Dickstoffluß steuernden
Verknüpfungsschaltung, wobei der Dickstoffluß durch einen Steuerschieber verläuft,
der mit seiner Austrittsöffnung ständig mit der Förderleitung verbunden ist und mit
wenigstens einer Eintrittsöffnung versehen ist, die abwechselnd vor den Öffnungen
der Förderzylinder steht, wobei ein Ausgleichszylinder während des Umschaltens des
Steuerschiebers Dickstoffunterbrechnungen ausschließt und die Verknüpfungsschaltung
so ausgebildet ist, daß der Ausgleichszylinder während des Umschaltens des Steuerschiebers
Dickstoff in die Förderleitung drückt und während des anschließenden Fördertaktes
eines der Förderzylinder mit Dickstoff gefüllt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verknüpfungsschaltung den Antrieb des jeweils fördernden Förderzylinders (R, L) um
das Maß der Menge des von dem Ausgleichszylinder (A) aufgenommenen Dickstoffes schneller
fördern läßt und die Umschaltung des Steuerschiebers (104) derart verzögert, daß eine
der jedem Förderzylinder (R, L) an jeweils einer Seite der Eintrittsöffnung (106)
des Steuerschiebers (104) zugeordneten Schieberplatten (101, 102), deren Größe einer
Fläche zwischen den Förderzylinderöffnungen derart angepaßt ist, daß in der Schaltmittelstellung
des Steuerschiebers (104) die Öffnungen der Förderzylinder (R, L) von den Schieberplatten
(101, 102) und die Eintrittsöffnung (106) im Steuerschieber (104) auf der Fläche zwischen
den Förderzylindern (R, L) abgedichtet sind und zur Durchführung eines den angesaugten
Dickstoff verdichtenden Teilhubes des Förderzylinderkolbens die Öffnung des diesem
zugeordneten Förderzylinders verschließt.
2. Dickstoffpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgleichszylinder
(A )mit seiner Austrittsöffnung ständig mit der Förderleitung (105) verbunden ist
und aus dieser mit Dickstoff gefüllt wird.
3. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Verknüpfungsschaltung
mit als Stellungabfragesensoren ausgebildeten Steuerelementen und von den Sensoren
gesteuerten Ventilen, wobei die Schaltimpulse elektrisch, hydraulisch, mechanisch
oder pneumatisch übertragbar sind.
4. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beschleunigung
der Antriebe der jeweils fördernden Förderzylinder (R, L) zusätzlich hydraulisches
Medium zum Kolben eines Antriebszylinders des fördernden Förderzylinders aus dem rückströmenden
Medium eines Antriebeszylinders des Ausgleichszylinders (A) förderbar ist.
5. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächenverhältnis
des Ausgleichszylinderantriebskolbens zum Ausgleichszylinderförderkolben das gleiche
wie bei den Förderzylindern (R, L) ist.
6. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Festlegung
der Mittelstellung des Steuerschiebers (104) ein Kolben des Steuerschieberantriebes
(B) eine zugeordnete Steuerbohrung für Rücköl verschließt und den Steuerschieber (104)
in der mittleren Schaltstellung zum Stillstand bringt, wobei bei einer mit zeitlichem
Abstand erfolgenden Weiterschaltung des Ventils (7) in eine weitere Schaltstellung
eine Rücklaufsteuerbohrung am Ende des Antriebszylinders frei wird und die Schaltung
des Steuerschiebers (104) in die Endstellung veranlaßt.
7. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch Festlegung der
mittleren Schaltstellung des Steuerschiebers (104) in einem Steuerschieberantrieb
(B) mit zwei hintereinander geschalteten Antriebszylindern (107, 108), die bei Betätigung
des ersten Zylinders die Mittelstellung und bei im zeitlichen Abstand erfolgender
Betätigung des zweiten Zylinders die Endstellung des Steuerschiebers (104) veranlassen,
wobei zur Steuerung der Antriebszylinder jedem ein eigenes Schaltventil (3, 31) zugeordnet
ist.
8. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellungen
des Steuerschiebers (104) zum Komprimieren und Fördern derart festgelegt sind, daß
bei hoher Anfangsgeschwindigkeit des Steuerschiebers (104) dieser die Mittellage verzögert
durchläuft und gegen Ende der Steuerschieberbewegung der Steuerschieber (104) erneut
auf seine Anfangsgeschwindigkeit beschleunigt wird, wobei die Mittellagenverzögerung
durch Anordnung von Drosselventilen im Rücklauf des Steuerschieberantriebszylinders
erfolgt, um den Kompressionshub durchzuführen.
9. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieberantrieb
(B) mit Differential-, Gleichlauf oder Plungerzylindern verwirklicht ist.
10. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung
des Kompressionshubes ein Zylinder (33) mit einem an die gewählte Kompressionshubbegrenzung
angepaßten Hubvolumen (40) dient, der über ein Ventil (51) in der Weise gesteuert
wird, daß in der Phase der Kompression ein Ventil (51) durch einen der Sensoren (a,
b) geschaltet wird und Speicheröl über die Leitung (35) eine Seite (36) eines Kolbens
(38) im Zylinder (33) beaufschlagt, wobei die von der anderen Kolbenseite (37) verdrängte
Hydraulikmediummenge über Leitungen (34, 39, 8) zum komprimierenden Förderzylinder
fließt, bis der Kolben (38) seine Endstellung erreicht hat, und daß durch Rückschalten
des Ventils (51) der Speicher die Seite (37) des Kolbens (38) beaufschlagt und das
von der Seite (36) verdrängtes hydraulisches Medium zum Tank abfließt und der Kolben
(38) in seine Ausgangsstellung für die folgende Kompression zurückgeht.
11. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kompressionshubbegrenzung
der Förderkolben im benachbarten Förderzylinder angehalten und der Saughub mit Hilfe
eines Mehrkammerzylinders (41) verzögert ist, welcher eine weitere Kammer (42) aufweist,
die so bemessen ist, daß sie das kompressionshubäquivalente, vom Antriebszylinder
des komprimierenden Förderzylinders in eine Brückenleitung verdrängte hydraulische
Medium während des Kompressionshubes aufnimmt und es im Verlauf des folgenden Förderhubes
wieder in die Brücke einspeist, um die Synchronisation des Ablaufs der Förderzylinderkolben
wiederherzustellen.
12. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß für
die Durchführung des Förderhubes der Förderzylinderkolben und des Förderhubes des
Ausgleichszylinderkolbens eine Hydraulikpumpe (P1) vorgesehen ist.
13. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichent, daß für
den Antrieb (B) des Steuerschiebers (104), für die Durchführung des Kompressionshubes
und für das Schalten der Ventile ein gesonderter Hydraulikkreis vorgesehen ist, für
den eine Pumpe (P2) und ein von dieser gespeister Speicher mit Sicherheits- und Druckabschaltventil
vorgesehen sind.
14. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß für
die Durchführung des Saughubes des Ausgleichszylinders (A) eine weitere Hilfspumpe
(P3) vorgesehen ist, die so geschaltet ist, daß sie beim Förderhub des Ausgleichszylinders
das von ihr gelieferte hydraulische Medium über eine Leitung (29, 9) dem Speicher
zuführt.
15. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Herabsetzung der Schaltzeit des Ausgleichszylinders (A) ein hydraulisch entsperrbares
Rückschlagventil die Schaltzeit des Ausgleichszylinderantriebes auf ein Minimum herabgesetzt
ist.