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EP 0 562 128 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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29.09.1993 Patentblatt 1993/39 |
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Anmeldetag: 25.02.1992 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR LI |
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Anmelder: HTC High-Tech-Center AG |
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CH-8274 Tägerwilen (CH) |
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Erfinder: |
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- Ahlin, Sven-Olof
CH-8572 Berg/TG (CH)
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Entgegenhaltungen: :
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Ein mechanisches Bodenfundament das fertig in den Boden eingeführt wird und konventionelle
Bodenverankerungsmethoden mit individuell gegossenen Betonfundamenten ersetzt |
(57) Ein mechanisches Bodenfundament, das andere Typen von Verankerungen im Boden ersetzt.
Das Bodenverankerungsfundament besteht aus einer Vierkantbodenplatte (1), einem oder
mehreren Seitendruckflügeln (2), einem Zentralvierkantrohr (3), und vier oder mehreren
ausgestanzten Spreizplatten (4). Das Zentralrohr (3) mit dem lose aufgesetzten Seitendruckflügeln
(2) wird in den Boden eingeführt. Die Bodenplatte (1) wird aufgelegt über dem Rohr
(3). Das Zentralrohr (3) wird mit einem Hydraulikzug bis max. 1/10 seiner eigenen
Länge aus dem Boden gezogen und gegen die Bodenplatte (1) mit dem Bolzen (5) fixiert
und stabilisiert. Die Spreizplatten (4) sind somit in den Boden ausgepresst und das
Bodenfundament ist fertig für die weitere Montage von Adaptern oder Zwischenstücken
mit darauf passenden Pfosten etc.
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[0001] Die Erfindung besteht aus einem in den Boden einzuführenden Vierkantrohr, das mit
einer Anzahl Spreizplatten, Seitendruckflügeln und einer mit Bolzen fixierter Bodenplatte
versehen ist. Die bisherige Art Fundamente zu erstellen, nämlich das Graben von Löchern
und das Giessen der Fundamentplatte, entfällt und wird durch diese Erfindung ersetzt.
[0002] Sämtliche Teile der mechanischen Bodenfundamente sind verzinkt. Auf die fixierte
verzinkte Bodenplatte die auf dem Vierkantrohr befestigt ist, können verschiedene
Adaptern befestigt werden. Diese Adaptern oder Zwischenstücke sind so geformt, dass
man das mechanische Bodenfundament sehr vielseitig einsetzen kann, zB. als Fundament
für Fahnenstangen, Zaunpfeile, Zaunpfosten, Strassenbeleuchtungsmasten, Fundamente
für kleine Gartenhäuschen etc.
Stand der Technik
[0003] Es ist bereits ein mech. Bodenfundament der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1,
beschriebenen Art bekannt. Dieses bereits bekannte Bodenfundament besteht aus einem
Rundrohr mit angeschweissten Seitendruckflügeln und einer durchgehenden Stange versehen
mit 4 angeschweissten Spreizhaken. Dieses Bodenfundament wird im Boden eingeführt.
Durch das Hochziehen der mittleren Stange werden die Spreizhaken nach aussen gedrückt.
Die mittlere Stange und das Rundrohr werden mit einem Spezialwerkzeug miteinander
fixiert. Diese komplizierte Konstruktion die viele Schweissfugen aufweist, hat begrenzte
Einsatzmöglichkeiten wegen der zu geringen Anzahl Seitendruckflügeln und Spreizhaken.
Sie weist auch Schwachpunkte im Bezug auf Stabilität bei Seitenbelastungen auf.
Darstellung der Erfindung
[0004] Die neue Erfindung ist flexibel verwendbar und garantiert eine hervorragende Stabilität
auch in problematischen Bodenarten wie Sand, Lehm, Kies und morastigen Böden (zB.
Seeboden). Durch diese Erfindung wurde ein Bodenfundament für jeden Typ von Bodenverankerung
geschaffen., das einfach und billig herzustellen und vielseitig verwendbar ist. Kennzeichen
dieser Erfindung sind:
- das zentrale Vierkantrohr mit seinen, in verschiedener Anzahl möglichen, ausgestanzten
und integrierten Spreizplatten,
- ein, zwei oder drei lose aufgesetzte Seitendruckflügel
- die Bodenplatte, die mit Bolzen am Zentralrohr fixiert wird.
[0005] Diese Bodenplatte bildet auch Fundament und Befestigungsgrund für den Adapter, auf
dem Fahnenstangen, Zaunpfähle/pfeiler, Strassenbeleuchtungsmasten usw. befestigt werden
können.
Vorteilhafte Wirkung der Erfindung
[0006] Der Vorteil dieser Erfindung besteht darin, dass man weniger komplizierte und teure
Zusatzgeräte braucht. Die schnelle Fixation macht es möglich sofort mit dem Adapter
weiter zu bauen. Jegliche Befestigungswünsche, seien es Fahnenstangen, Strassenbeleuchtungsmasten
usw., können problemlos erfüllt werden. Die Erfindung garantiert eine erhöhte Sicherheit
in Bezug auf die Anforderungen an das Fundament. Ein oder zwei Seitendruckflügel und
eine Anzahl paarweise vorhandene Spreizplatten sowie das integrierte Vierkantrohr
als Zentrum machen diese Erfindung zu einem einfachen und stabilen Bodenfundament
als andere bekannte Konstruktionen für den gleichen Verwendungszweck. Ausserdem braucht
diese Erfindung weniger Transport- und Lagerkapazität und ist zudem einfacher und
billiger herzustellen. Bei der Herstellung fallen keine Schweissarbeiten an, was in
Bezug auf die Ökologie ein weiterer Vorteil dieses Produktes ist.
Detaillierte Beschreibung der Erfindung
[0007] In den folgenden dargestellten Zeichnungen wird die Erfindung näher vorgestellt:
- Figur A :
- Perspektive des mechanischen Bodenfundamentes
- Figur B:
- Die viereckige Bodenplatte (1) mit einem viereckigen Loch in der Mitte für das Zentralrohr
(3). Diese Platte hat mehrere Funktionen.
a) Die Bodenplatte (1) ist die Stützunterlage für das Zugwerkzeug bei der Montage
des Bodenfundamentes im Boden.
b) Stabilisierung und Sicherung der Seitendruckflügel (2).
c) Die Bodenplatte (1) hat eine Spannfunktion zwischen Zentralvierkantrohr (3) und
dessen Spreizplatten (4) im Verhältnis zu der Bodenoberfläche.
d) Die Bodenplatte (1) gibt eine stabile plane Unterlage für die Adaptern oder für
Zwischenstücke die gebraucht werden um auf den Bodenfundament weitere Konstruktionen
zu befestigen, zB. Fahnenstangen, Zaunpfosten etc.
- Figur C:
- Zeigt einen Bolzen (5) für die Befestigung der Bodenplatte am Zentralvierkantrohr.
Der Bolzen hat an jedem Ende ein Loch in das ein Sperrstift aus Stahl eingeschlagen
wird.
- Figur D:
- Zeigt die Seitendruckflügel (2). Die Seitendruckflügel (2) werden aus Metall ausgestanzt
und werden mit zwei durchgehenden parallelen Schlitzen, die eine Länge von 2 x die
Seitenlänge des Zentralrohres (3) haben, versehen. Die Flügel (2) werden gemäss Figur
(E) gefalzt.
- Figur E:
- Zeigt einen Seitendruckflügel (2) perspektivisch dargestellt mit den Teilen 2 (x)
und 2 (y) so gebogen, dass ein viereckiges Loch in das Zentralrohr (3) passt, gebildet
wird. Dieser Teil der Konstruktion ist der Faktor des Bodenfundamentes. Die Seitenschubkräfte
werden von diesen Seitendruckflügeln (2) aufgenommen. Ein Zentralrohr (3) kann mit
mehreren Seitendruckflügeln (2) versehen werden. Die Entscheidung wieviele Flügel
(2) notwendig sind, ist von der Bodenbeschaffenheit abhängig.
- Figur G:
- Die Figur zeigt ein Vierkantrohr (3) mit ausgestanzten Spreizplatten (4). Das Rohr
wird in verschiedenen Längen und Stärken hergestellt. Die Spreizplatte (4) hat eine
Länge von 1/10 der Länge des Gesamtrohrs und eine Breite von 3/5 der Gesamtbreite
des Vierkantrohrs. Die Spreizplatten (4) werden so ausgestanzt, dass eine Bogenform
gegen die freien Enden entstehen. Der freie Teil der Spreizplatte steht so in einem
Winkel von 15-20o vom Zentralrohr (3) ab. Das Zentralrohr (3) kann bei der Herstellung mit mehreren
Spreizplatten (4) versehen werden. Die Grundkonstruktion beinhaltet 4 Spreizplatten.
Am gegenüberliegenden Ende des Zentralrohrs werden eine Anzahl Löcher gebohrt.
- Figur H:
- Zeigt das Zentralrohr (3) und die Spreizplatten (4) von oben betrachtet.
- Figur I:
- Zeigt das mechanische Bodenfundament mit den verschiedenen Komponenten nummeriert
von 1 bis 5.
- Figur J:
- Das Zentralrohr (3) mit Seitendruckflügel (4) voll im Boden eingeführt und mit einer
aufgelegten Bodenplatte (1). Auf den Bodenplatte (1) wird ein Zugwerkzeug angekoppelt
im obersten Loch des Zentralrohrs (3). Mit Hilfe des Zugwerkzeuges wird das Zentralrohr
(3) nach oben, durch die Seitendruckflügel (2) und der Bodenplatte (1) gezogen.Der
Zugmoment wird fortgesetzt bis eine max. Spannung zwischen Bodenplatte (1) und Spreizplatten
(4) entstehen. Bei diesem Zugmoment öffnen sich die Spreizplatten (4) und geben so
einen fixierenden Effekt zusammen mit den Seitendruckflügeln (2). Das Zentralrohr
(3) wird jetzt fixiert an der Bodenplatte (1) mit den Bolzen (5).
- Figur K:
- Zeigt das Zentralrohr (3) hochgezogen und fixiert mit dem Bolzen (5) an der Bodenplatte
(1). Wenn das Zentralrohr (3) nach oben gezogen wird, werden die Spreizplatten (4)
nach aussen gepresst im umgebendem Bodenmaterial aufgrund der Winkel die zwischen
den Spreizplatten (4) und der Längsrichtung des Zentralrohres (3) entstehen. Zwischen
der Bodenplatte (1) und den Spreizplatten (4) ist jetzt ein starkes Spannungsverhältnis
entstanden, das sämtliche Zug- und Schubkräfte aufnimmt. Mit den Seitendruckflügeln
(2) werden Drehmomente und Seitenkräfte aufgefangen. Die Bodenplatte (1) gibt eine
stabile Unterlage für Adaptern die für eine weitere Befestigung und Verwendung des
Bodenfundamentes, zB. für Fahnenstangen, Zaunpfosten etc., erforderlich ist.
- Figur L:
- Zeigt das komplette Bodenfundament von oben mit der Bodenplatte (1), Seitendruckflügel
(2), Zentralviereckrohr (3), die ausgebogenen Spreizplatten (4) und Sperrbolze (5),
die die Bodenplatte (1) am Zentralrohr (3) befestigen.
gen.
1. Ein mech. Bodenfundament bestehend aus Bodenplatte (1), Seitendruckflügel (2), ein
Vierkantzentralrohr (3), und ausgestanzten Spreizplatten (4). Die gekennzeichnete
Teile sind: Die Bodenplatte (1), die beim Zentralrohr (3) mit Bolzen und Stiften (5)
fixiert wird (siehe Figur K-L). Die Bodenplatte (1) ist ebenso die Unterlage und Basisbefestigung
von Adaptern oder Zwischenstücken, die für den weiteren Aufbau des Fundamentes benötigt
werden. Das Zentralrohr (3) wird mit einem oder mehreren aufgesteckten Seitendruckflügeln
(2) versehen. Das Zentralrohr (3) ist mit vier oder mehrere Spreizplatten (4) versehen,
die im Zentralrohr (3) ausgestanzt sind.
2. Das mechanische Bodenfundament laut Patentanspruch 1 (wie oben) ist dadurch gekennzeichnet,
dass die ausgestanzten Spreizplatten (4) ein integrierter Teil des Zentralrohres (3)
ist. Das ist ein wichtiger und zentraler Punkt dieses Patentes.
3. Die beweglichen und flexiblen Seitendruckflügel (2) sowie die Bodenplatte (1) mit
seinen Sonderfunktionen bilden auch integrierender Bestandteil des Patentanspruches.