[0001] Die Erfindung betrifft eine Schmucksteinfassung für Schmuckstücke aller Art aus Edelmetall,
bei denen größere Flächen mit Schmucksteinen flächendeckend gefaßt sind, mit breiter
Schmuckstück-Oberseite, bei der mehrere, kleine, von oben her gesehen runde Schmucksteine
mit einer kegelförmigen Spitze und einer Rondiste dicht nebeneinander auf der Oberseite
des metallenen Schmuckkörpers angeordnet sind, und die kegelförmigen Spitzen der Schmucksteine
jeweils in entsprechende, aus dem vollen Material des Schmuckkörpers ausgefrästen,
kegelförmigen, nach unten offenen Fassungstrichtern eingelassen sind, und die Schmucksteine
mittels zwischen den Fassungstrichtern angeformter Stotzen o.dgl. nach Einsetzen gehalten
sind.
[0002] Schmucksteinfassungen der eingangs genannten Art sind bekannt. Ziel derselben ist
es, kleinere Schmucksteine linienförmig und dicht nebeneinander so auf dem Schmuckkörper
anzuordnen, daß ein möglichst zusammenhängendes, vorzugsweise rechteckförmiges Feld
von Edelsteinen gebildet ist, wobei die Halterungen der Steine, die üblicherweise
durch über deren Umfang verteilte Haltekrampen, Stotzen o.dgl. aus Metall des Schmuckkörpers
gebildelt sind, möglichst klein und gering an Zahl sein sollen, damit diese nicht
störend in Erscheinung treten.
[0003] Bei einer bekannten Technik (Pavee) ist es üblich, bspw. zur Fassung von Brillanten
für Armreifen und Fingerringe o.dgl. in der Oberfläche des Schmuckkörpers willkürlich
Kessel einzufräsen, wobei darauf zu achten ist, daß genügend große Abstände zwischen
den Steinen freibleiben, da zur Fassung der Steine von Hand mit einem Stichel aus
dem vollen Material des Schmuckkörpers Haltekrampen o.dgl. herausgearbeitet werden
müssen.
[0004] Bei dieser Technik entstehen daher zwischen den Steinen verhältnismäßig große Zwischenräume,
die nicht mit Brillanten o.dgl. ausgefüllt werden. Auch ist die Herstellung der Halterungen
von Hand sehr zeitaufwendig und unregelmäßig. Das Material des Schmuckkörpers muß
hierbei rings um die Steine herausgeschnitten werden, um so Späne zu bilden, mit deren
Hilfe die Steine gehalten werden. Diese Späne werden dann in bekannter Weise mit einem
speziellen Werkzeug rundgedrückt und bilden so die Fassungen für die Steine.
[0005] Bei dieser Technik muß auch bei Verwendung kleinerer Steine immer genügend Material
des Schmuckkörpers zwischen denselben stehenbleiben, da der Goldschmied für die Herstellung
der Halterungen in der vorerwähnten Weise ausreichend Platz benötigt. Es kann daher
bei dieser Technik der Fall eintreten, daß der Anteil der Fläche des Schmuckkörpers
und nicht der der Schmucksteine überwiegt, so daß keine optisch geschlossene Schmucksteinfläche
entsteht, sondern diese vielmehr optisch in kleine, einzelne Schmucksteine zerfällt.
[0006] Bei einer anderen bekannten Technik ("Pineapple") werden die Steinkessel (Lager)
für die Schmucksteine so dicht wie möglich von Hand in das Material des Schmuckkörper
gebohrt. In die entstehenden Zwischenräume werden Zapfen, Stotzen, Haltekrampen o.dgl.
von Hand auf die Oberseite des Schmuckkörpers gelötet und anschließend nach Einsetzen
der Steine rundgebördelt, wodurch die Schmucksteine die erforderliche Fassung erhalten.
[0007] Bei dieser Technik sind sehr viele Stotzen oder Zapfen erforderlich, die nachträglich
in mühseliger Handarbeit aufgelötet werden müssen. Die verwendeten Schmucksteine dürfen
dabei eine Mindestgröße nicht unterschreiten, da sonst das Verhältnis von Zapfenfläche
(Stotzenfläche) zur Schmucksteinfläche zuungunsten der Schmucksteinfläche ausfällt.
[0008] Diese bekannte Technik erfordert somit einen großen, handwerklichen Aufwand. Die
Anordnung der Schmucksteine wird ohne Berechnung von Hand nach Augenmaß ausgeführt,
so daß Ungenauigkeiten auftreten, die das Gesamtbild des Schmuckstückes nachteilig
beeinflussen.
[0009] Zur Erzielung einer geschlossenen Schmucksteinfläche auf einem Schmuckkörper ist
man daher dazu übergegangen, im Umriß viereckige Schmucksteine zu verwenden, die in
etwa die Gestalt einer Pyramide mit quadratischer Grundfläche aufweisen, an die sich
eine viereckige Rondiste anschließt. Die Schmucksteine werden dicht an dicht in einer
flachen Ausnehmung im Schmuckkörper angeordnet, dessen Boden durch einen Rost aus
rechtwinklig sich kreuzenden Stäben gebildet ist. Die viereckigen Ausnehmungen des
Rostes sind so bemessen, daß sie jeweils die pyramidenförmigen Spitzen der Schmucksteine
aufnehmen und die Steine nach Anordnen mit ihren geraden Rondistenseiten dicht aneinanderliegen.
Die Schmucksteine besitzen seitlich eine umlaufende Nut oder Kerbe, in die das Material
der Stäbe nach Anordnen der Steine eingetrieben wird, wodurch die Steine die erforderliche
Fassung erhalten. Die am Rand der Ausnehmung befindlichen Steine werden randseitig
durch Umbördelung der Außenwandungen auf die Rondisten gefaßt.
[0010] Diese Technik, die "invisible-setting"-Technik genannt wird, ist nur für Steine anwendbar,
die einen quadratischen Umriß haben. Die Herstellung derartiger Schmucksteine ist
jedoch sehr kostenaufwendig. Das gilt aber auch im besonderen Maße für das Fassen
der Steine, die eine besondere Fertigkeit voraussetzt und die nur sehr schwer zu beherrschen
ist.
[0011] Bei der "invisible-setting"-Technik müssen verhältnismäßig große und daher teuere
Schmucksteine eingesetzt werden, da nur Steine einer bestimmten Mindestgröße mit Hilfe
dieser aufwendigen und schwierigen Technik verarbeitet werden können. Die erforderliche
quadratische Form der Steine im sogenannten "prinzess-cut" erfordert mehr Unterkörper
und somit auch mehr teures Diamantmaterial. Im Vergleich hierzu erfordert ein runder
Schmuckstein (Brillant) weniger Diamant-Material.
[0012] Das Fassen der quadratischen Schmucksteine in dieser bekannten Technik ist sehr kompliziert,
da das Eintreiben des Fassungsmaterials in die Steinkerben sehr schwierig und mühsam
ist.
[0013] Wenn mit dieser bekannten Technik bspw. in Schmalansicht trapezförmiger Ringe mit
gewölbter Oberseite zu verarbeiten sind, können die Steine in ihrer ursprünglich hergestellten,
quadratischen Form nicht mehr eingesetzt werden. Vielmehr müssen diese dann von Fall
zu Fall gesondert durch Anschleifen angepaßt werden.
[0014] Da die viereckigen Schmucksteine bei der "invisible-setting"-Technik dicht an dicht
und auf einer Höhe angeordnet sind, ist nachträglich nicht mehr überprüfbar, ob die
Fassungen korrekt ausgeführt sind.
[0015] Ausgehend von diesem geschilderten, bekannten Stand der Technik liegt der Erfindung
die Aufgabe zugrunde, die einleitend erwähnte Schmucksteinfassung so weiterzubilden,
daß das flächendeckende Fassen vereinfacht und rationalisiert sowie gleichzeitig die
repräsentative, gestalterische Verwirklichung einer weitgehend zusammenhängenden Schmucksteinfläche
ermöglicht wird.
[0016] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schmucksteinfassung gelöst, bei der
die Fassungstrichter für Schmucksteine von bestimmmter Größe nach exaktem Einmessen
unter Belassen von seitlichen Abständen zum Rand des Schmuckkörpers und geringen Zwischenräumen
zueinander in Längsreihen auf der Oberseite des Schmuckkörpers angeordnet sind, wobei
in Querrichtung des Schmuckkörpers gesehen jeweils gleich große Fassungstrichter mindestens
nebeneinander liegen, deren Mittelpunkte sich präzise auf einer gedachten rechtwinklig
zur Mittel-Längsachse des Schmuckkörpers verlaufenden Verbindungslinie befinden, und
daß in versetzten Längsreihen hierzu unter Belassen des für die Stotzen zur Fassung
der größeren Schmucksteine benötigten Rest-Materials jeweils auf den Schnittpunkten
von durch die Mittelpunkte der Fassungstrichter für die umgebenden vier größeren Schmucksteine
geführten, gedachten Verbindungslinien Fassungstrichter für Schmucksteine geringeren
Umfangs nach Einmessen so angeordnet sind, daß sie jeweils die sie umgebenden Fassungstrichter
für die größeren Schmucksteine geringfügig überlappen und tiefer als diese ausgebildet
sind, derart, daß die größeren Schmucksteine die benachbarten kleineren nach Einsetzen
teilweise überdecken, und daß ferner die durch die freibleibenden Zwischenräume gebildeten
Materialerhebungen nach Stauchen die Stotzen zur Fassung der größeren Schmucksteine
an ihren Rondisten nach Einsetzen bilden.
[0017] Gegenüber den bekannten Fassungstechniken werden bei der erfindungsgemäßen Schmucksteinfassung
nicht willkürlich Einzelfassungen in das Material des Schmuckkörpers, z.B. eines Ringes,
gebohrt und willkürlich Haltekrampen, Stotzen o.dgl. angeordnet. Stattdessen ermöglicht
die erfindungsgemäße Schmucksteinfassung die exakte Berechnung der Schmucksteinpositionen
mittels ihrer Koordinaten, was durch Computer vorgenommen werden kann. Mit Hilfe einer
computergesteuerten Teilvorrichtung mit gekoppelter Bohr- oder Fräsvorrichtung können
die kegelförmigen Fassungstrichter (Kessel) zur Aufnahme der Schmuckstein-Kegel in
Haupt- und hierzu versetzten Zwischenreihen durch Einfräsungen in die Oberseite des
Schmuckkörpers exakt und schnell vorgenommen werden. Ihre Anordnung bleibt nicht mehr
dem Zufall überlassen.
[0018] Das zwischen den Fassungstrichtern stehenbleibende Material des Schmuckkörpers ist
aufgrund dieser maschinellen Einteilung ebenfalls in Anordnung und Größe immer exakt
und ausreichend. Hierdurch ist sichergestellt, daß weder zu viel noch zu wenig, sondern
immer gleichmäßig viel Bandmaterial zur Fixierung der Steine stehenbleibt, wobei man
sich hierbei auf ein gerade noch ausreichendes Minimum beschränken kann.
[0019] Der Durchmesser der kleinen Schmucksteine in der unteren Ebene ergibt sich daraus,
daß die Stotzen für ein sicheres Fassen ein Kantenmaß von ca. 0,6 mm benötigen. Der
Durchmesser der kleineren Steine ergibt sich dann aus der Distanz der Mittel-Längsachsen
der größeren Schmucksteine abzüglich der benötigten Zapfenlänge von 0,6 mm. So beträgt
bspw. bei einem größeren Schmuckstein der Durchmesser 2 mm und die Stotzenbreite ca.
0,4 mm. Der Durchmesser für die kleineren Schmucksteine ergibt sich aus der Differenz
von 2,4 mm und 0,6 mm (Stotzenlänge), so daß die kleineren Steine einen Durchmesser
von ca. 1,8 mm aufweisen muß. Hieraus lassen sich dann auch die Maße der Fassungstrichter
ableiten.
[0020] Selbstverständlich lassen sich die vorstehend angegebenen Längen- und Breitenabmessungen
(0,6 bzw. 0,4 mm) für die Stotzen je nach Fertigkeit des Goldschmiedes oder Fassers
auch noch unterschreiten. so kann bspw. auch eine Stotzenbreite von nur 0,35 mm ausreichend
sein.
[0021] Die erfindungsgemäße Schmucksteinfassung läßt sich erheblich schneller, kostensparender
und exakter durchführen, als die freie Einteilung nach Augenmaß und nachträgliche
Anordnung der Haltestotzen durch Auflöten oder Herausarbeiten mittels eines Stichels
zwischen den Kesseln mit den Schmucksteinen. Bei der erfindungsgemäßen Steinfassung
beschränkt sich die Handarbeit nur noch auf das Umbördeln des Materials des Schmuckkörpers
zur Fassung der Schmucksteine.
[0022] Der besondere gestalterische Vorteil der erfindungsgemäß ausgebildeten Schmucksteinfassung
besteht darin, daß durch die präzise Ausnutzung aller Zwischenräume auf dem Schmuckkörper
und die teilweise überdeckung der Schmucksteine untereinander durch Anordnung der
Schmucksteine in verschiedenen Ebenen sowie die Minimierung der sichtbaren Stotzen
auch aus im Umriß runden Steinen eine optisch zusammenhängende Fläche von Schmucksteinen
geschaffen ist, bei der der Flächenanteil an sichtbaren Bandmaterial für die Haltestotzen
o.dgl. zwischen den Schmucksteinen so klein wie möglich gehalten ist, so daß die Schmucksteine
in vorteilhafter Weise zur Geltung kommen.
[0023] Obwohl das Bedürfnis nach einer vereinfachten, rationelleren und präziseren Faßtechnik
für runde Schmucksteine für freigestaltete Schmuckstücke aller Art zur Bildung von
optisch weitgehend zusammenhängenden Schmucksteinflächen bereits seit langem bestanden
hat, hat die Fachwelt bisher keine Lösung dieses Problems hervorgebracht. Für den
Goldschmied schafft die Erfindung somit einen Weg zur Verwirklichung einer verbesserten
Gestaltung von Schmuckstücken, die ohne Verschlechterung der Halterung der Steine
beschritten werden kann und die darüber hinaus noch den Vorteil einer besonders einfachen
und rationellen Fertigung mit sich bringt, da computergesteuerte Maschinen einsetzbar
sind.
[0024] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Schmucksteinfassung gegenüber dem "invisible-setting"-Verfahren
besteht in erster Linie darin, daß eine weitgehend zusammenhängende Schmucksteinfläche
auf erheblich kostengünstigere Weise herstellbar ist. Dies liegt zum einen daran,
daß weniger Schmucksteinmaterial erfordernde, runde Schmucksteine (Brillanten) bei
gleicher Wirkung Verwendung finden, die in zwei verschiedenen Ebenen angeordnet werden
und zum anderen die Koordinaten für die Fassungstrichter der Schmucksteine mittels
Computer ermittelt und über computergesteuerte Vorrichtungen exakt und präzise in
das Material der Schmuckkörper eingearbeitet werden können. Selbstverständlich lassen
sich aber auch Anordnung und Größe der Fassungstrichter sowie der Stotzen in herkömmlicher
Weise einfach und auch ohne Mithilfe von Computern bestimmen.
[0025] Der eigentliche Faßvorgang der Schmucksteine erfordert keine komplizierte Technik
wie bei dem "invisible-setting"-Verfahren. Vielmehr erfolgt diese bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren von oben her und sichtbar durch Herstellung einer Krappe (Stotze) und Umbördelung
der Schmucksteine und durch Stauchung der sie umgehenden Stotzen, wobei die eigentlichen
Fassungen mittels der Stotzen auch nachträglich kontrollierbar ist. Eine gesonderte
Einpassung von Schmucksteinen bei freien geometrischen Formen von Schmuckstücken in
Handarbeit ist nicht mehr erforderlich.
[0026] Bei den bekannten Techniken ("Pavee und "Pineapple") zur Fassung von in Draufsicht
runden Schmucksteinen ist weder Anordnung, Größe und Tiefe der Fassungstrichter vorgegeben.
Darüber hinaus variieren hierbei die Stotzen für die Haltekrampen. So werden bei der
"Pavee"-Technik die Stotzen von Hand hergestellt. Diese können leicht abbrechen. Bei
der "Pineapple"-Technik werden die Stotzen auf das Material des Schmuckstückes gelötet.
Damit das Stotzenmaterial flächenmäßig nicht überwiegt, müssen daher bei diesen Techniken
die Schmucksteine auf jeden Fall eine bestimmte Mindestgröße aufweisen.
[0027] Ein weiterer Vorteil gegenüber der "invisible-setting"-Technik, die in Draufsicht
eckige Steine erfordert, besteht vor allem auch darin, daß erfindungsgemäß weniger
teueres Schmucksteinmaterial notwendig ist, um dieselbe Fläche weitgehend zusammenhängend
mit Schmucksteinen zu überdecken.
[0028] Nicht zuletzt bringt die erfindungsgemäße Schmucksteinfassung auch den Vorteil mit
sich, daß aufgrund der dichter mit Schmucksteinen besetzten Fläche die Schmucksteine
(z.B. Brillanten) einen erheblich besseren Reflektionseffekt des Lichtes (Feuer) entfalten.
[0029] Die Erfindung schafft nicht zuletzt die Möglichkeit, auch allerkleinste Steine aneinander-
und nebeneinandergereiht in verschiedenen Ebenen optisch wirksam zu fassen.
[0030] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 4
beschrieben.
[0031] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Fassungstrichter
für die größeren Schmucksteine bei Bandkörpern mit durchgehender, gleicher Breite
und flacher Oberseite jeweils gleiche Durchmesser aufweisen und unter Belassen von
gleichgroßen, geringen Zwischenräumen zueinander in parallelen Längsreihen auf der
Oberseite des Bandkörpers und ihre Mittelpunkte in Querrichtung des Bandkörpers gesehen
jeweils auf einer rechtwinklig zur Mittel-Längsachse des Bandkörpers verlaufenden
Verbindungslinie angeordnet sind, und daß die hierzu in versetzten Längsreihen angeordneten
Fassungstrichter für die kleineren Schmucksteine ebenfalls untereinander gleichgroß
ausgebildet sind und ihre Mittelpunkte, in Querrichtung des Bandkörpers gesehen, jeweils
auf einer rechtwinklig zur Mittel-Längsachse des Bandkörpers verlaufenden Verbindungslinie
angeordnet sind.
[0032] Bei einer anderen vorteilhaften Ausgestaltungsform der Erfindung ist vorgesehen,
daß die Fassungstrichter für die größeren Schmucksteine und die versetzt hierzu angeordneten
Fassungstrichter für die kleineren Schmucksteine bei Bandkörpern mit in Schmalansicht
trapezförmigem Umriß und gewölbter Oberseite zum Scheitelpunkt des Bandkörpers hin
in leicht und gleichmäßig divergierenden Längsreihen angeordnet sind und sowohl die
Schmucksteine größerer Abmessungen als auch die hierzu in versetzten Längsreihen angeordneten
Schmucksteine kleinerer Abmessungen zum Scheitelpunkt des Bandkörpers hin allmählich
größer werden, wobei auch das für die Stotzen stehenbleibende Restmaterial sich in
gleichem Verhältnis hierzu allmählich zum Scheitelpunkt des Bandkörpers vergrößert,
und daß die in Querrichtung des Bandkörpers gebildeten, nebeneinanderliegenden Fassungstrichter
für die größeren als auch für die kleineren Schmucksteine und die in Reihen nebeneinanderliegenden
Stotzen untereinander jeweils gleich groß sind.
[0033] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Technik können nicht nur Schmuckstücke aus flachen,
ringförmigen Bandkörpern gleichbleibender Breite in vorteilhafter Weise mit zusammenhängenden
Schmucksteinflächen versehen werden. Vielmehr kann diese auch bei freien Formen und
bspw. für Bandmaterial mit gewölbter und zum Scheitelpunkt breiter werdender Oberfläche,
wie dies z.B. bei Armreifen und Fingerringen der Fall sein kann, eingesetzt werden.
Hierbei müssen die Koordinaten für die Fassungstrichter in der erfindungsgemäßen Weise
von Querreihe zu Querreihe neu ermittelt werden, da in den Längsreihen unterschiedlich
große Steine verwendet werden, um eine ausgewogene, zusammenhängende Schmucksteinfläche
zu schaffen.
[0034] So ist es zweckmäßig, die Schmucksteine zum breiterwerdenden Scheitelpunkt bspw.
eines Ringes hin allmählich um ein bestimmtes Maß größer werden zu lassen, was sowohl
in herkömmlicher Weise als auch mittels eines Computers berechenbar ist. Auch hierbei
werden in vorteilhafter Weise die Fassungstrichter erfindungsgemäß in verschiedenen
Ebenen angeordnet, so daß die Schmucksteine der Längsreihen abwechselnd übereinanderragen,
wodurch eine bis auf das Mindestmaß für die Stotzen zusammenhänge Fläche von Schmucksteinen
geschaffen ist, die sich durch ein außergewöhnliches Feuer auszeichnet.
[0035] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen schematisch in den Zeichnungen
dargestellt. Es zeigt:
- Fig. 1 -
- eine schematische Teilabwicklung einer erfindungsgemäßen Schmucksteinfassung eines
Fingerringes von gleichbleibender Breite und ebener Oberseite mit Blick auf die Fassungstrichter,
wobei die größeren und kleinen Fassungstrichter untereinander groß sind, in vergrößerter
Darstellung, ohne Schmucksteine
- Fig. 2 -
- eine vergroßerte Teildraufsicht auf eine erfindungsgemäße Schmucksteinfassung eines
Fingerringes wie bei Fig. 1, ohne Schmucksteine,
- Fig. 3 -
- einen vergrößerten Teilschnitt durch den Fingerring gemäß Fig. 2 und die erfindungsgemäße
Schmucksteinfassung mit eingesetzten Schmucksteinen gemäß Linie III-III in Fig. 2,
wobei die Stotzen für die Steinfassung noch nicht gestaucht sind,
- Fig. 4 -
- einen vergrößerten Teilschnitt durch den Fingerring gemäß Linie IV-IV in Fig. 2 mit
den durch gestauchte Stotzen gefaßten Schmucksteinen und eingestrichelter Stotzengestalt
vor dem Stauchen,
- Fig. 5 -
- eine vergrößerte räumliche Teilansicht auf die erfindungsgemäß gefaßte Schmucksteinfläche
eines Fingerringes gemäß Fig. 1 bis 4, mit Blick auf die teilweise mit Schmucksteinen
versehenen Fassungstrichter,
- Fig. 6 -
- eine vergrößerte, räumliche Teilansicht eines Fingerringes mit erfindungsgemäß gefaßter
Schmucksteinfläche, wobei das Bandmaterial des Ringes eine durchgehende, gleiche Breite
und ebene Oberfläche aufweist,
- Fig. 7 -
- eine vergrößerte,schematische Teilabwicklung einer erfindungsgemäßen Schmucksteinfassung
für einen Fingerring, dessen Bandmaterial sich zum Scheitelpunkt hin allmählich verbreitert
und eine gewölbte Oberfläche besitzt, ohne Schmucksteine, in Draufsicht und
- Fig. 8 -
- eine verkleinerte Ansicht eines Fingerringes mit sich zum Scheitelpunkt hin allmählich
verbreiternden Material und gewölbter Oberfläche, wie er Gegenstand der Abbildung
gemäß Fig. 7 ist.
[0036] Die erfindungsgemäße Schmucksteinfassung 1 ist in den Zeichnungen (Fig. 1 bis 6)
am Beispiel eines Fingerringes 2 aus durchgehend gleichbreitem Bandkörper 3 und gerader
Oberseite 4 näher beschrieben. Sie ist zur Bildung einer weitgehend zusammenhängenden
Schmucksteinfläche 10 aus vielen kleinen, runden Schmucksteinen 5 (z.B. Brillanten)
vorgesehen, die eine kegelförmige Spitze 5a, eine Tafel 5b und eine Rondiste 5c aufweisen.
[0037] Die Positionen der einzelnen Fassungstrichter 6 bzw. 7 für die erfindungsgemäße Schmucksteinfassung
1 werden unter Belassen von seitlichen, randparallelen Abständen rechnerisch ermittelt
und mittels einer Bohr- oder Fräsvorrichtung aus dem vollen Material des Bandkörpers
3 (hier Fingerring) herausgefräst. Die Fassungstrichter 6 und 7 besitzen Durchgangslöcher
6a bzw. 7a, die einen besseren Reflektionseffekt des Lichtes bei den Schmucksteinen
5 (Brillanten) nach Einsetzen bewirken.
[0038] Die erfindungsgemäße Schmucksteinfassung 1 besteht aus einem allseits vom Material
des Bandkörpers 3 umgebenen Fläche, auf der in Längsreihen A bzw. B Fassungstrichter
6 bzw. 7 unter belassen von geringstmöglichen Zwischenräumen 8 von bestimmter Breite
und Länge für die Stotzen 9 eingearbeitet sind, wobei jede zweite Längsreihe B aus
Fassungstrichtern 7 kleineren Durchmessers und größerer Tiefe gebildet ist, die gleichmäßig
versetzt zu den Fassungstrichtern 6 der benachbarten Längsreihen A unter exakter,
symmetrischer Ausnutzung der Zwischenräume 8 angeordnet sind, wobei sie die umgebenden
Fassungstrichter 6 der anderen Längsreihen A teilweise überlappen.
[0039] Auf diese Weise wird erreicht, daß die Schmucksteine 5 der Längsreihen A bzw. B in
zwei unterschiedlich hohen Ebenen C und D angeordnet sind und sich hierbei teilweise
überdecken. Lediglich das zur Fassung der obenliegenden Steine 5 der Längsreihen A
erforderliche Mindestmaterial der Stotzen 9 ist zu sehen, so daß eine optisch nahezu
zusammenhängende Schmucksteinfläche 10 geschafft ist.
[0040] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1-6 sind die Fassungstrichter 6 für
die größeren Schmucksteine und die für die kleineren Schmucksteine 7 jeweils untereinander
gleich groß und liegen auf zueinander parallelen Längsreihen A und B auf der Oberseite
des Bandkörpers 3. Ihre Mittelpunkte 11 und 12 sind in Querrichtung des Bandkörpers
3 gesehen jeweils auf einer rechtwinklig zur Mittellängsachse 13 des Bandkörpers verlaufenden
Verbindungslinie 14 bzw. 15 angeordnet. Die Mittelpunkte 12 für die in den versetzten
Längsreihen B angeordneten Fassungstrichter 7 für die kleineren Schmucksteine 5 befinden
sich jeweils auf den Schnittpunkten von durch die Mittelpunkte 11 der Fassungstrichter
6 für die umgebenden vier größeren Schmucksteine 5 geführten, gedachten Verbindungslinien
16.
[0041] Die Schmucksteine 5 mit geringerem Durchmesser sind mittels einer aus dem geringfügig
über die Rondisten der Schmucksteine überstehenden Bandmaterial gebildeten Umbördelung
17 gehalten.
[0042] Die jeweils außen an der Schmucksteinfläche 10 angeordneten Schmucksteine 5 größeren
Durchmessers der Längsreihen A sind durch eine Umbördelung 18 aus dem benachbarten,
vollen Material des Bandkörpers 3 gefaßt. Zu diesem Zweck ist die Tiefe der Fassungstrichter
6 so bemessen, daß der umgebende Rand derselben geringfügig über die Rondiste 5c der
größeren Schmucksteine 5 nach deren Einsetzen übersteht.
[0043] Die Herstellung einer erfindungsgemäßen Schmucksteinfassung 1 geht wie folgt vor
sich:
Zuerst wird der Umfang des Ringes berechnet. Darauf hin wird die Teilung, z.B. in
herkömmlicher Weise mittels einer Teilmaschine, ermittelt, die sich zusammensetzt
aus dem Durchmesser der Schmucksteine 5 der Längsreihen A und der Dicke der Stotzen
9. Dann werden mittels einer aus einer ansich bekannten Teilvorrichtung und einer
an sich bekannten Bohrmaschine kombinierten Vorrichtung (in der Zeichnung nicht dargestellt)
die zuvor errechneten Koordinaten für die Fassungstrichter 6 zentriert. Dann werden
die Fassungstrichter 6 für die Schmucksteine 5 der Längsreihen A gebohrt, deren Durchmesser
sich aus der berechneten Größe der Schmucksteine ergibt.
[0044] Der nächste Schritt ist das Bohren bzw. Fräsen der Fassungstrichter 7 für die Schmucksteine
5 der Längsreihen B. Die Fassungstrichter 7 der Schmucksteine der Längsreihen B liegen
um ca. 2/10 mm tiefer als die Fassungstrichter 6 der Schmucksteine für die Längsreihen
A, damit die Rondisten 5c der Schmucksteine 5 der Längsreihen B unter der Rondiste
der Schmucksteine 5 der Längsreihen A liegen.
[0045] Nach dem vollständigen Befräsen der Oberfläche des Bandkörpers 3 bleiben von der
ursprünglichen Oberfläche lediglich noch die zum Fassen benötigten Stotzen 9 übrig,
deren Fläche nur noch zwischen 3 und 5% der ursprünglichen, mit Schmucksteinen zu
bedeckenden Gesamtfläche 10 beträgt. Die Randbereite neben der Schmucksteinfläche
10 auf dem Bandkörper 3 ist beliebig.
[0046] Durch dieses System wird mit runden Schmucksteinen eine nie dagewesene Flächendeckung
von 95% im Vergleich zur "Pavee"-Fassungsart von ca. 70% erreicht.
[0047] Der Fasser faßt dann zunächst die Schmucksteine 5 der Längsreihe B durch Bildung
einer Umbördelung 17 aus den überstehenden Ränder der Fassungstrichter 6 für die Schmucksteine
der Längsreihen B. Da der Fassungstrichter 6 dieser Schmucksteine um die besagten
2/10 mm tiefer liegt, entsteht eine Kante, mit der es möglich ist, die Schmucksteine
5 der Längsreihe B zu fixieren, damit diese beim Fassen der großen Schmucksteine 5
der Längsreihen A nicht herausspringen.
[0048] Nach dem Fixieren sämtlicher Schmucksteine der Längsreihen B beginnt das eigentliche
Fassen der Schmucksteine 5 der Längsreihen A durch Stauchen der verbliebenen Stotzen
9.
[0049] Aufgrund der überlappung der Schmucksteine ist von der Fixierung der Schmucksteine
5 der Längsreihen B nichts mehr zu sehen. Nach dem Fassen sind nur noch die gestauchten
Stotzen 9 der oberen Lage zu sehen. So entsteht ein fast geschlossenes Bild einer
zusammenhängenden Schmucksteinfläche 10, bei der die oberen Schmucksteine 5 der Längsreihen
A komplett zu sehen sind und in den Zwischenräumen die Tafeln 5b der Schmucksteine
5 der Längsreihen B.
[0050] Die letzten Schmucksteine 5 müssen gegenüber dem letzten Zapfen 9 auf die klassische
Art und Weise angetrieben werden (Umbördelung 18). Zu diesem Zweck müssen die Schmucksteinränder
etwas unter der Oberfläche des Bandmaterials 3 liegen. Dies ist an den seitlichen
Querabgrenzungen und Längsabgrenzungen des Bandkörpers 3 der Fall.
[0051] Die Figuren 7 und 8 zeigen eine mögliche, andere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schmucksteinfassung 1 für einen Fingerring 19, dessen Bandkörpers 3 sich zum Scheitelpunkt
20 hin allmählich verbreitert und eine gewölbte Oberseite 21 aufweist.
[0052] Hieraus ist ersichtlich, daß die Schmucksteine 5 bzw. deren Fassungstrichter 6 und
7 in entsprechend dem Außenumriß des Fingerringes gleichmäßig divergierenden Längsreihen
E bzw. F angeordnet sind, wobei die mittlere Längsreihe E parallel zur gedachten Mittel-Längsachse
22 des Fingerringes 19 angeordnet ist.
[0053] Zur Erzielung eines gefälligen Bildes werden die Schmucksteine 5 und natürlich auch
die zugehörigen Fassungstrichter 6 bzw. 7 zum Scheitelpunkt 20 des Fingerringes 19
hin gleichmäßig um ein bestimmtes Maß größer. Das gleiche gilt auch für das stehenbleibende
Material der Stotzen 9.
[0054] In Querrichtung gesehen sind jeweils die Schmucksteine bzw. deren Fassungstrichter
6 und 7, die sich auf einer rechtwinklig zur Mittellängsachse 22 des Fingerringes
19 verlaufenden Verbindungslinie 23 bzw. 24 angeordnet sind, untereinander gleich
groß. Dies gilt auch für das übrig bleibende Material der Stotzen 9.
[0055] Die Erfindung ist nicht nur auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr stellen diese nur vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Erfindungsgedankens
dar.
[0056] Der Schutzumfang der Erfindung erstreckt sich nicht nur auf die Merkmale der einzelnen
Ansprüche, sondern auch auf deren Kombination.
[0057] Alle in den Ansprüchen, der Beschreibung und/oder den Zeichnungen dargestellten Einzel-
und Kombinationsmerkmale werden als erfindungswesentlich angesehen.
1. Schmucksteinfassung für Schmuckstücke aller Art aus Edelmetall, bei denen größere
Flächen mit Schmucksteinen flächendeckend gefaßt sind, mit breiter Schmuckstück-Oberseite,
bei der mehrere, kleine, von oben her gesehen runde Schmucksteine mit einer kegelförmigen
Spitze und einer Rondiste dicht nebeneinander auf der Oberseite des metallenen Schmuckkörpers
angeordnet sind und die kegelförmigen Spitzen der Schmucksteine jeweils in entsprechende,
aus dem vollen Material des Schmuckkörpers ausgefrästen, kegelförmigen, nach unten
offenen Fassungstrichtern eingelassen sind und die Schmucksteine mittels zwischen
den Fassungstrichtern angeformter Stotzen o.dgl. nach Einsetzen gehalten sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fassungstrichter (6) für Schmucksteine von bestimmmter Größe nach exaktem
Einmessen unter Belassen von seitlichen Abständen zum Rand des Schmuckkörpers (3)
und geringen Zwischenräumen (8) zueinander in Längsreihen (A) bzw. (E) auf der Oberseite
des Schmuckkörpers (3) angeordnet sind, wobei in Querrichtung des Schmuckkörpers (3)
gesehen jeweils gleich große Fassungstrichter (6) mindestens nebeneinander liegen,
deren Mittelpunkte (11) sich präzise auf einer gedachten rechtwinklig zur Mittel-Längsachse
(13) bzw. (22) des Schmuckkörpers (3) verlaufenden Verbindungslinie (14) bzw. (23)
befinden,
und daß in versetzten Längsreihen (D) bzw. (F) hierzu unter Belassen des für die Stotzen
(9) zur Fassung der größeren Schmucksteine (5) benötigten Rest-Materials jeweils auf
den Schnittpunkten von durch die Mittelpunkte (11) der Fassungstrichter (7) für die
umgebenden vier größeren Schmucksteine geführten, gedachten Verbindungslinien (16)
Fassungstrichter (7) für Schmucksteine (5) geringeren Umfangs nach Einmessen so angeordnet
sind, daß sie jeweils die sie umgebenden Fassungstrichter (6) für die größeren Schmucksteine
geringfügig überlappen und tiefer als diese ausgebildet sind, derart, daß die größeren
Schmucksteine die benachbarten kleineren nach Einsetzen teilweise überdecken,
und daß ferner die durch die freibleibenden Zwischenräume gebildeten Materialerhebungen
nach Stauchen die Stotzen (9) zur Fassung der größeren Schmucksteine (5) an ihren
Rondisten (5a) nach Einsetzen bilden.
2. Schmucksteinfassung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stotzen (9) die größeren Schmucksteine (5) an vier, jeweils paarweise einander
diametral gegenüberliegendenen Stellen nach Stauchen halten.
3. Schmucksteinfassung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die jeweils außen an der Schmucksteinfläche (10) angeordneten Schmuckstein (5)
durch Umbördelung (18) aus dem vollen, benachbarten Material des Schmuckkörpers (3)
gefaßt sind.
4. Schmucksteinfassung nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schmucksteine (5) mit geringerem Durchmesser mittels einer Umbördelung (17)
aus dem geringfügig über die Rondisten (5c) der Schmucksteine überstehenden Material
des Schmuckkörpers zum Stein hin gehalten sind.
5. Schmucksteinfassung nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fassungstrichter (6) für die größeren Schmucksteine (5) bei Bandkörpern (2)
mit durchgehender, gleicher Breite und flacher Oberseite jeweils gleiche Durchmesser
aufweisen und unter Belassen von gleichgroßen, geringen Zwischenräumen (8) zueinander
in parallelen Längsreihen (A) auf der Oberseite des Bandkörpers (2) und ihre Mittelpunkte
(11) in Querrichtung des Bandkörpers (2) gesehen jeweils auf einer rechtwinklig zur
Mittel-Längsachse (13) des Bandkörpers (2) verlaufenden Verbindungslinie (14) angeordnet
sind ,
und daß die hierzu in versetzten Längsreihen (B) angeordneten Fassungstrichter (7)
für die kleineren Schmucksteine (5) ebenfalls untereinander gleichgroß ausgebildet
sind und ihre Mittelpunkte (12) in Querrichtung des Bandkörpers (2) gesehen, jeweils
auf einer rechtwinklig zur Mittel-Längsachse (13) des Bandkörpers (2) verlaufende
Verbindungslinie (15) angeordnet sind.
6. Schmucksteinfassung nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fassungstrichter (6) für die größeren Schmucksteine (5) und die versetzt hierzu
angeordneten Fassungstrichter (7) für die kleineren Schmucksteine (5) bei Bandkörpern
(19) mit in Schmalansicht trapezförmigem Umriß und gewölbter Oberseite (21) zum Scheitelpunkt
(20) des Bandkörpers (19) hin in leicht und gleichmäßig divergierenden Längsreihen
(E) bzw. (F) angeordnet sind und sowohl die Schmucksteine größerer Abmessungen als
auch die hierzu in versetzten Längsreihen (F) angeordneten Schmucksteine (5) kleinerer
Abmessungen zum Scheitelpunkt (20) des Bandkörpers (19) hin allmählich größer werden,
wobei auch das für die Stotzen (9) stehenbleibende Restmaterial sich in gleichem Verhältnis
hierzu allmählich zum Scheitelpunkt (20) des Bandkörpers (19) vergrößert
und daß die in Querrichtung des Bandkörpers (19) gebildeten, nebeneinanderliegenden
Fassungstrichter (6) bzw. (7) für die größeren als auch für die kleineren Schmucksteine
(5) und die in Reihen nebeneinanderliegenden Stotzen (9) untereinander jeweils gleich
groß sind.