[0001] Die Erfindung betrifft eine Lärmschutzwand oder Hangsicherungswand mit einer Vielzahl
von oben und unten offenen Drahtgitterkörben, deren Längs- und Querwände von Drahtgittermatten
gebildet sind, die an den Berührungsseiten miteinander gelenkig verbunden und über
Distanzhalter im Abstand zueinander gehalten sind und in die Erd- oder Steinmaterial
eingefüllt und verdichtet ist.
[0002] An Autobahnen und auch an Land- oder Stadtstraßen werden immer mehr Lärmschutzwände
benötigt, um die dahinterliegenden Wohnhäuser und Siedlungen vor dem Lärm zu schützen.
Gleiches gilt für Eisenbahnen, Sportanlagen und Industriebetriebe, die durch solche
Lärmschutzwände gegen Wohngebiete abgegrenzt werden. Die einfachste Art einer derartigen
Lärmschutzwand ist die Aufschüttung eines Erdwalls, der entsprechend parallel, z.B.
zur Straße verläuft und dann meist mit Sträuchern und Bäumen bepflanzt wird. Nachteilig
ist, daß ein derartiger Erdwall eine sehr breite Basis erfordert, um ihn ausreichend
stabil zu gestalten und um zu vermeiden, daß er durch den Regen und andere Witterungseinflüsse
abgetragen und gefährdet wird.
[0003] Bekannt sind auch aus einzelnen Bauelementen, d.h. Fertigteilen bestehende Lärmschutzwände,
wobei diese häufig so aufgebaut werden, daß einzelne Etagen mit Erdtrögen entstehen,
in denen dann Pflanzen angesiedelt werden können, um die Lärmschutzwand der Umgebung
besser anpassen zu können. Abgesehen von Schwierigkeiten bei der Bewässerung ist bei
ihnen von Nachteil, daß die einzelnen Betonteile ein erhebliches Gewicht aufweisen,
so daß ein sehr starkes Fundament notwendig ist, wodurch die Baukosten sehr hoch werden.
[0004] Bekannt sind weiter Lärmschutzwände, die aus einzelnen Drahtgitterumfassungswänden
zusammengesetzt sind, wobei die so zusammengesetzten korbartigen Gebilde aufeinandergesetzt
werden können, um eine Art Stufenbauwerk zu erreichen, das innen einen durchgehenden
Erdmaterialkern aufweist. Dieser kann optimal bewässert werden bzw. sorgt selbst für
eine entsprechende Versorgung der Pflanzen mit dem lebensnotwendigen Wasser (DE-GM
86 12 622, DE-OS 35 16 744.0, DE-OS 38 33 414.3, DE-GM 89 15 351.0,). Die Längswände
der Drahtgitterumfassungswände werden über querverlaufende und in relativ engem Abstand
angeordnete Queranker so miteinander verbunden, daß das eingebrachte Erdmaterial auch
während und nach der Verfestigung sicher gelagert ist. Dadurch erhält man relativ
schlankwirkende Bauwerke, nimmt aber den erheblichen Nachteil in Kauf, daß das Einbringen
des Erdmaterials und die Verdichtung, die durch die Queranker erschwert ist, einen
hohen Arbeitsaufwand erfordern. Darüber hinaus müssen die Anker gesondert beschafft,
transportiert und in die Drahtgitterumfassungswände eingesetzt werden, was wiederum
Kosten verursacht.
[0005] Ähnlich ausgebildet sind auch meist mit steingefüllte, sog. Drahtschotterkörbe oder
Gabionen (DE-OS 39 17 756), deren Einzelwände durch Drahtschrauben miteinander gelenkig
verbunden sind. Bei größer bemessenen Körben müssen auch hier Queranker und ähnliche
Stützhilfen eingebracht werden, wobei das Einfüllen der Steine in der Regel von Hand
erfolgt. Auch hier sind die Kosten für die Herstellung sehr hoch.
[0006] Bekannt sind auch aus Eisenkonstruktionen und Betonzwischenwänden bestehender Lärmschutzwänden
(DE-OS 28 48 713.0, DE-OS 38 02 790.9 und EP-OS 286 957 und EP-PS 169 860). Bei diesen
bekannten Lärmschutzwänden wird wiederum eine recht schlanke Bauweise erreicht, allerdings
muß sie mit dem Nachteil in Kauf genommen werden, daß entweder ein stabiler Kern vorgegeben
oder die Stützkonstruktion entsprechend aufwendig ausgebildet sein muß.
[0007] Schließlich sind noch Bauwerke bekannt (DE-PS 30 04 102, DE-GM 88 06 494 und DE-OS
39 19 280.6). Bei diesen Begrünungselementesystemen wird versucht, durch auch eine
gewisse Optik ergebende Formgebungen möglichst hohe und schlanke Bauwerke zu erstellen.
Dies wird aber nur erreicht, in dem ein ausgesprochen geringer Erdkern bzw. nur wenig
Erdmaterial eingebunden wird, so daß Pflanzen in der Regel in diesem Bereich gar nicht
gedeihen können oder aber nur dadurch, daß eine regelmäßige Bewässerung erfolgt. Aber
selbst eine solche Bewässerung gibt nicht die Gewähr, daß die sehr schlanken Bauwerke
bis in den Bereich des Erdbodens mit Wasser versehen werden. Aus rein optischen Gründen
sind diese Wände zum Teil gebogen, dabei aber auch aus einem entsprechend flexiblen
Kunststoff oder Blech oder ähnlichem hergestellt.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine aus rechteckförmigen Drahtgitterkörben
zusammensetzbare Lärmschutzwand zu schaffen, die im Prinzip wie ein Betonbauwerk aufgebaut
und dann mit Erdreich und/oder Steinmaterial verfüllt werden kann und bei dem eine
Bepflanzung bzw. Begrünung über die gesamte Höhe möglich ist.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Längswände als Drahtgittermatten
ausgebildet sind, deren Länge größer als der vorgegebene Abstand der Querwände ist
und die jeweils einen nach außen gerichteten Bogen bildend eingebracht sind, daß die
Querwände mit Horizontalstäben ausgerüstet sind, die über die letzten Vertikalstäbe
hinausgeführt sind und in Mattenebene eine nach oben offenen, ein parallel zu den
Vertikalstäben verlaufendes Endstück aufweisenden Haken tragen.
[0010] Eine derartige Lärmschutzwand kann zunächst einmal vorteilhaft aus einzelnen Drahtgittermatten
zu Drahtgitterkörben zusammengesetzt werden, wobei die Drahtgitterkörbe abgestützt
durch die in Längsrichtung verlaufenden Versteifungselemente aufeinandergesetzt werden
können, um erst nach Fertigstellung oder Teilfertigstellung einer derartigen Lärmschutzwand
mit Erdreich aufgefüllt zu werden. Dies hat erhebliche Vorteile, weil dann mit geeigneten
Hilfsgeräten wie leichten Baggern gearbeitet werden kann, so daß die Fertigstellung
in kürzerer Zeit erfolgt. Auch die Genauigkeit der Arbeit ist nicht mehr von so wesentlicher
Bedeutung, weil das Erdreich einfach eingefüllt werden kann, ohne daß ein Verdichten
und genaues Verdichten erforderlich ist. Das Drahtgitterkorbgerüst gibt eine ausreichende
Stabilität, um die auftretenden Kräfte auszugleichen, wobei sich hier insbesondere
die nach außen gerichteten Bogen vorteilhaft auswirken. Vorteilhaft wird dabei die
Montage auch dadurch erleichtert, daß die Längswände praktisch einfach auf die Querwände
aufgesteckt werden, wobei alle oder auch nur ein Teil der Haken dann umgebogen werden
müssen, um eine wirksamere Arretierung zu erreichen. Die Querwände werden dabei zunächst
einmal aufgestellt, was ohne weiteres möglich ist, weil die vorher eingehängten Versteifungselemente
für die notwendige Stabilität dieses Teils des Gesamtkorbes sorgen. Nach dem dann
folgenden Einhängen der Längswände in die Querwände und dem Arretieren durch Umbiegen
der Haken kann dann schon der nächste Drahtgitterkorb erstellt werden. Vorteilhaft
ist weiter, daß eine derartige Lärmschutzwand entweder auf einem entsprechend stabilen
Untergrund aufgestellt und aufgerichtet werden kann oder auf entsprechenden Beton
oder sonstigen Fundamenten oder aber auch auf den seitlichen Begrenzungssteinen an
Autobahnen, diese integrierend, so daß ein insgesamt vorteilhafte Verwirklichung derartiger
Lärmschutzwände gegeben ist.
[0011] Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Vertikalstäbe
der Querwände einseitig über den letzten Horizontalstab hinaus verlängert ausgebildet
und und in diesem Bereich wechselnd aus der Mattenebene geringfügig herausgebogen
sind. Dadurch ist es möglich, eine derartige Querwand beispielsweise auf ein Eisen
aufzustecken oder eine ähnliche Montagehilfe, so daß damit vorteilhaft ein günstiger
Ausgangspunkt für den anschließenden Aufbau der verschiedenen und miteinander kombinierten
Drahtgitterkörbe gegeben ist.
[0012] Eine weitere zweckmäßige Ausbildung sieht vor, daß die Vertikalstäbe der Querwände
als die Horizontalstäbe einfassende Doppelstäbe ausgebildet und einseitig über den
letzten Horizontalstab hinaus verlaufend angeordnet sind. Eine solche Ausbildung hat
zunächst einmal den großen Vorteil, daß die einzelnen Querwände vorteilhaft stabilisiert
sind, so daß sie die über die Versteifungselemente aufgenommenen Kräfte gut weitergeben
können, selbst aber auch den Druck des Erdreiches sicher ertragen. Falls notwendig
ist es sogar denkbar, auch die Horizontalstäbe doppelt auszubilden, wobei dies aber
für die zweite Funktion der Doppelstäbe bei den Vertikalstäben nicht benötigt wird,
nämlich dadurch ein Aufstecken auf ein Blech oder eine ähnliche Stützkonstruktion
zu ermöglichen. Die Doppelausbildung der Horizontalstäbe hat aber dann den Vorteil,
daß durch die Ausbildung der Haken eine noch optimalere Arretierung bzw. Verbindung
mit den Längswänden erreicht werden kann.
[0013] Eine Verbindung an der Querwand mit zwei Längswänden, die einander im Bereich der
Querwand etwas überlappen, wird sicher dadurch ermöglicht, daß die Horizontalstäbe
der Querwände beidseitig Haken aufweisen, die ein vor dem Endstück liegendes Lagerteil
aufweisen, das eine mindestens den doppelten Stabdurchmesser entsprechende Länge hat.
Damit ist sichergestellt, daß auf die Haken zunächst einmal zwei Längswände aufgelegt
oder aufgesteckt werden können, um sie dann gemeinsam durch einfaches Umbiegen der
Haken zu arretieren. Auch dies trägt zu einer wesentlichen Verbesserung der Montage
bei, was noch dadurch verbessert wird, daß die Endstücke der Horizontalstäbe gezielt
umbiegbar ausgebildet sind, was durch entsprechende Materialwahl beispielsweise oder
auch entsprechende Ausbildung im Kantbereich erreicht werden kann.
[0014] Weiter oben ist bereits darauf hingewiesen worden, daß es vorteilhaft ist, wenn die
ersten Drahtgitterkörbe einer Lärmschutzwand auf einer Hilfskonstruktion errichtet
werden, wobei hier beispielsweise an T-Profile gedacht ist, die sich entweder auf
Fundamente oder in den Erdboden abstützen. Dabei werden die jeweilig ersten Querwände
einfach auf diese T-Profile aufgestückt, das rechtwinklig zur Längsrichtung der Wand
verlaufend angeordnet ist. In diese Querwände, die im vorgegebenen Abstand angeordnet
sind werden dann die ersten Längswände eingehängt und durch das Umbiegen der Haken
arretiert, so daß dann weitere entsprechend zusammengesetzte Drahtgitterkörbe aufgesetzt
und so die Konstruktion weitergetrieben und vollendet werden kann. Erwähnt worden
ist bereits, daß es vorteilhaft ist, wenn das T-Profil im Untergrund ruhenden Fundamenten
oder einem diesen miteinander verbindenen Querträger zugeordnet ist, so daß insbesondere
auch die Ausrichtung und die Standfestigkeit derartiger Lärmschutzwände optimiert
werden kann.
[0015] Dort, wo sehr schmale Streifen für eine Lärmschutzwand zur Verfügung stehen, kann
es zweckmäßig sein, die Fundamente mit aufrechtstehenden Böcken auszurüsten, an denen
sich die Querwände zusätzlich abstützen. Dabei kann auch an eine Verbindung der Böcke
mit den Querwänden gedacht werden. Zweckmäßig ist es dabei, daß die Böcke ein Dreieck
bildend aus Trägern geformt sind und daß sie über parallel zu den Längswänden in der
Spitze verlaufende Längsträger mit den benachbarten Böcken verbunden sind. Dies gibt
die Möglichkeit, relativ schlanke Bauwerke zu erstellen, allerdings muß dabei der
zusätzliche Aufwand mit den Fundamenten und Böcken in Kauf genommen werden.
[0016] Auch ohne derartige Fundamente und Böcke können schlankwirkende Bauwerke durch die
bauchige Form der Längsmatten erreicht werden. Die Erfindung sieht hierzu vor, daß
die Länge der Längswände 5 - 30 cm, vorzugsweise 10 cm über dem Abstand der Querwände
liegend eingestellt ist. Damit ergeben sich immer relativ flache Bäuche aufweisende
Gebilde, die leicht zu füllen sind und die weniger Erdreich zur Füllung benötigen,
sowie die auch ansonsten wesentlich leichter gehändelt werden können und die eben
wie erwähnt ohne Fundamente auskommen.
[0017] Eine praktisch beliebig hohe Lärmschutzwand ist dadurch erreichbar, daß jeweils mit
der Höhe der Wand nach oben abgestuft kürzer bemessene Querwände mit den gleichbleibend
bemessenen Längswänden verbunden sind. Auf diese Weise ergibt sich eine vorteilhaft
stufenförmige Ausbildung der Lärmschutz- oder Hangstützwand, die - wiederum die Gewähr
dafür gibt, daß sich Pflanzen auf den vorgegebenen Erdbodenbereichen wohl fühlen und
sich auch entsprechend entwickeln. Die einzelnen Drahtgitterkörbe werden entsprechend
aufeinander aufgebaut, wobei wie schon erwähnt diese Konstruktion aus Drahtgitterkörben
vorab erstellt werden kann, um danach erst Erdmaterial oder auch anderes Material
einzufüllen.
[0018] Günstig einzubauende und hohe Kräfte aufnehmende Versteifungselemente, die gleichzeitig
das Einfüllen des Erdreichs wenig oder gar nicht behindern, sind erfindungsgemäß die,
die als Winkelprofil ausgebildet sind, die dachförmig angeordnet mit endseitigen Platten
verbunden sind, die ihrerseits über Anstecker mit den Quermatten zu verbinden sind.
Die Versteifungselemente also die Winkelprofile werden dabei zweckmäßig zunächst mit
den Platten verbunden beispielsweise auch verschweißt oder aber verschraubt, um dann
die Platten in die jeweiligen Quermatten einzuhängen. Dann ergibt sich wie bereits
weiter vorne erläutert eine Grundkonstruktion, an die dann einfach die Längsmatten
oder besser gesagt in die die Längsmatten dann eingehängt werden. Die den Querwänden
zugeordneten Haken werden dann umgebogen, so daß dann die Konstruktion den einzelnen
Drahtgitterkorbes bereits abgeschlossen ist.
[0019] Als Winkelprofil ausgebildete Versteifungselemente sind zweckmäßigerweise ein L-Profil,
Kastenprofil oder Rundrohr. Das L-Profil und das Kastenprofil werden so angeordnet,
daß sie mit einem 90° oder ähnlichen Winkel nach oben weisend zwischen die Quermatten
gehängt werden, so daß sich eine Art Dach ergibt, an dem das eingefüllte Erdreich
einfach abrutscht. Das Rundrohr bietet den Vorteil des L- oder Kastenprofils aufgrund
seiner Formgebung im Prinzip ebenso und verfügt darüber hinaus über eine hohe Stabilität.
Günstig ist bei diesen Versteifungselementen, daß sie nicht nur günstig zu montieren,
sondern gleichzeitig auch noch durch ihre Ausbildung relativ dünnwandig sein können,
so daß eine günstige Handhabung gesichert ist.
[0020] Um das Einhängen bzw. Verbinden der Platten mit den Querwänden zu erleichtern, sieht
die Erfindung vor, daß die Platten als Anstecker dienende ausgeschnittene Lappen aufweisen.
Dadurch können die Platten einfach hinter die jeweiligen Horizontalstäbe der Querwände
gesteckt werden, weil sie eine Art Haken bilden. Darüber hinaus ist auch die Möglichkeit
gegeben, die Platten an den Kopf- und Bodenseiten abwechselnd aus der Plattenebene
herausgebogene Blechstreifen aufweisen zu lassen, wobei zumindest einige an der Kopfseite
um 180° umgebogen sind. Diese abwechselnd aus der Ebene herausgebogenen Blechstreifen
ermöglichen ein Hinterstecken, so daß die jeweiligen Horizontalstäbe der Querwand
eingefaßt werden und damit die Platte arretieren.
[0021] Die Lärmschutzwände folgen dem Verlauf der Straße, der Eisenbahn oder sonstigen vorgegebenen
Linien, wobei dies ohne große Probleme dadurch möglich ist, daß die Versteifungselemente
den vorgesehenen Kurvenradius der Wand entsprechend in der Ebene gebogen oder gekantet
sind. Sie geben damit den Verlauf der gesamten Wand vor, wobei das entsprechende Biegen
naturgemäß auch am Einsatzort erfolgen kann, wenn dafür geeignete Einrichtungen vorhanden
sind.
[0022] Statt der weiter vorne beschriebenen Ausführung der Distanzhalter bzw. Versteifungselemente
ist eine für das spätere Einbringen des Erdbodens besonders günstige Ausführung die,
bei der die Versteifungselemente als dachförmig gekantete Drahtgitterträger ausgebildet
sind, deren Längsdrähte endseitig und jenseits des letzten Querdrahtes um 90° nach
unten abgebogen sind. Durch diese Ausbildung mit den Haken ist es möglich, die Versteifungselemente
bzw. Drahtgitterträger einfach in die entsprechenden bereits aufgestellten Querwände
einzuhängen, so daß der gesamte Drahtgitterkorb die notwendige Steifigkeit erhält,
die das Einfüllen des Erdbodens ermöglicht. Der Erdboden kann dann verdichtet werden,
wobei ein dabei evtl. auftretendes Verbiegen der Drahtgitterträger unschädlich ist,
weil sie mit dem Einbringen des Erdbodens ihre Aufgabe im wesentlichen verlieren.
Vorteilhaft bei dieser Ausbildung ist auch, daß die zum Einsatz kommenden Drahtgitterträger
ein geringes Gewicht aufweisen und ineinandergesetzt gut zu transportieren sind.
[0023] Dort, wo nach dem Einbringen und Verbinden der einzelnen Drahtgittermatten eine Sicherung
der einmal hergestellten Verbindung zweckmäßig oder wünschenswert ist, kann dies erfindungsgemäß
dadurch erreicht werden, daß die freien Enden der Haken bogenförmig zurückgeführt
sind und daß dem jeweiligen Horizontalstab ein Kettenglied zugeordnet ist, das auf
das freie Ende des Hakens aufschiebbar geformt ist. Dieses Kettenglied ist entweder
von vornherein bereits mit in die jeweilige Drahtgittermatte integriert oder es wird
aufgeschoben und dabei zusammengedrückt, so daß sich ein entsprechend geschlossenes
Gebilde ergibt. Nach dem Aufschieben auf das Hakenende wird dann das freie Ende, das
entsprechend lang bemessen ist, etwas hochgekantet, so daß das Kettenglied aus seiner
Position nicht mehr herauskommen kann.
[0024] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß eine in der Herstellung
vorteilhaft einfache, dennoch aber sehr stabile Lärmschutz- oder Hangstützwand geschaffen
ist, bei der insbesondere auch auf eine gezielte Verdichtung verzichtet werden kann,
weil aufgrund des stabilen Stützgerüstes der einzelnen Drahtgitterkörbe und ihrer
entsprechenden Ausbildung ein einfaches Einfüllen des Erdreiches nach Fertigstellen
des Gerüstes möglich ist. Das Einfüllen wird dabei gezielt dadurch erleichtert, daß
die einzelnen Drahtgitterkörbe keine Queranker mehr aufweisen, sondern lediglich in
Längsrichtung verlaufende Versteifungselemente, wobei diese so ausgebildet sind, daß
das Erdreich daran nicht hängen bleibt, sondern vielmehr abrutscht. Die wellenförmige
oder bauchige Ausführung der Lärmschutzwand hat insbesondere statische Vorteile aber
wirkt sich auch optisch positiv aus, weil dadurch eine sehr gelockerte Wand vorgegeben
ist, die auch der eingebrachten Bepflanzung die Möglichkeit gibt, Nischen für einen
besonderen Bewuchs auszunutzen.
[0025] Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in denen bevorzugte Ausführungsbeispiele
mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt sind. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Lärmschutzwand in Vorkopfansicht,
- Fig. 2
- die Lärmschutzwand in Draufsicht,
- Fig. 3
- eine weitere Draufsicht eines entsprechenden Drahtgitterkorbes mit Versteifungselement,
- Fig. 4
- eine Draufsicht mit einer als Drahtgittermatte ausgebildeten Versteifungselement,
- Fig. 5
- ein auf ein T-Profil aufgesteckte Querwand,
- Fig. 6
- einen Ausschnitt aus dem Verbindungsbereich mehrerer Matten,
- Fig. 7
- eine Ansicht auf den Eckbereich eines Drahtgitterkorbes,
- Fig. 8
- eine andere Ansicht des Eckbereiches,
- Fig. 9
- eine Draufsicht auf den Verbindungsbereich zweier Längs- und einer Querwand,
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf eine Platte mit Versteifungselement,
- Fig. 11
- einen Schnitt durch eine Querwand im Bereich einer Platte,
- Fig. 12
- eine perspektivische Wiedergabe eines in eine Querwand eingehängten Versteifungselementes,
- Fig. 13
- eine andere Ausbildung der in eine Querwand eingehängten Platte,
- Fig. 14
- der Schnitt durch eine Querwand mit eingehängter Platte gemäß Fig. 13,
- Fig. 15
- eine andere Ausführung einer Lärmschutzwand mit Fundamenten in Vorkopfansicht,
- Fig. 16
- eine säulenartige, meist einstöckige Ausbildung einer Lärmschutzwand in Vorkopfansicht,
- Fig. 17
- eine Draufsicht auf die Lärmschutzwand gemäß Fig. 15,
- Fig. 18
- eine Hangstützwand in Vorkopfansicht,
- Fig. 19
- die Hangstützwand in Draufsicht,
- Fig. 20
- einen Drahtgitterträger in Seitenansicht,
- Fig. 21
- den in eine Querwand eingehakten Drahtgitterträger in Vorkopfansicht,
- Fig. 22
- den eingehakten Drahtgitterträger in Seitenansicht und
- Fig. 23
- einen durch ein Kettenglied gesicherten Haken.
[0026] Fig. 1 zeigt eine Lärmschutzwand (1) in Vorkopfansicht, wobei deutlich wird, daß
als Grundelement für die Lärmschutzwand (1) mehrere Drahtgitterkörbe dienen, die aufeinander
gestellt sind. Diese Drahtgitterkörbe bestehen aus Drahtgittermatten (2), wobei diese
Drahtgittermatten (2) sowohl die Längswände (3, 4) wie auch die Querwand (5) bilden.
An den Eckpunkten (6, 7) sind die Längs- (3, 4) und die Querwände (5) miteinander
verbunden, wobei auf diese Verbindungsweise weiter hinten noch eingegangen wird.
[0027] Deutlich wird bei der Darstellung nach Fig. 1 die bauchige Ausführung der Längswände
(3, 4). Die Längswände (3, 4) bilden dabei gezielt nach außen gerichtete Bögen (8,
9), um auf diese Art und Weise eine möglichst stabile Ausbildung zu erreichen, ohne
daß der Einsatz von Querankern notwendig wird, die das Einfüllen des Erdreiches behindern
und auch im übrigen einen hohen Montageaufwand erfordern.
[0028] Die notwendige Steifigkeit erhalten die einzelnen Drahtgitterkörbe durch in die Querwände
(5) eingehängte Versteifungselemente (20). Die Ausbildung dieser Versteifungselemente
(20) wird weiter hinten erläutert, wobei sie mit Hilfe von Platten (24) einfach in
die jeweiligen Querwände (5) einzuhängen sind.
[0029] Bei der Ausbildung gemäß Fig. 1 ist eine derartige Lärmschutzwand (1) auf den Mittelstreifen
einer Autobahn aufgebaut. Die Begrenzungssteine (54, 55) werden durch einen Querträger
(56) überbrückt, auf den ein T-Profil (57) aufgeschweißt ist. Auf dieses T-Profil
(57) wird jeweils die Querwand (5) aufgesteckt, was durch entsprechend verlängerte
Vertikalstäbe erreicht wird, die endseitig so ausgebildet sind, daß ein solches Aufstecken
auf den Steg eines T-Profils (57) möglich ist oder auf den jeweils darunter befindlichen
Drahtgitterkorb.
[0030] Die Längswände (3, 4) sind bogenförmig verlaufend ausgebildet, wie bereits weiter
oben erläutert ist. Fig. 2 verdeutlicht, wie die einzelnen Etagen ausgebildet sind,
um so eine entsprechende Höhe für die Lärmschutzwand (1) zu erreichen. Bei der aus
Fig. 1 und 2 ersichtlichen Ausführung sind drei bzw. vier Drahtgitterumfassungswände
(10, 11, 12, 13) erstellt worden, die die entsprechende Höhe des Gesamtbauwerks vorgeben.
Naturgemäß ergeben sich dadurch Bermen (14, 15, 16) die sich besonders für Anpflanzungen
eignen. Solche Anpflanzungen können darüber hinaus vor allem auch im Bereich der Spitze
(17) vorgenommen werden, um dem Gesamtbauwerk einen optisch guten Eindruck zu geben
und auch um diesen Bereich der Spitze (17) entsprechend gegen Auswaschung zu sichern.
[0031] Die Figuren 3 und 4 zeigen Draufsichten auf einzelne Bauwerke, wobei das nach Fig.
3 wesentlich schlanker ausgebildet ist, als das in Fig. 4 wiedergegebene. Wie bereits
erwähnt sind die jeweiligen Querwände (5, 5') über Versteifungselemente (20) gegeneinander
abgestützt, so daß ein derartiger Drahtgitterkorb eine entsprechende Stabilität erreicht.
Die Versteifungselemente verfügen über die Platten (24), durch die sie in die Querwände
(5, 5') eingehängt werden können.
[0032] Bei der Darstellung nach Fig. 4 dient als Versteifungselement (20) eine Bodenmatte
(23), die durch Umbiegen möglichst vieler Hakenenden (25, 25', 26, 26') möglichst
an vielen Stellen mit der Querwand (5, 5') verbunden ist. Hierzu müssen die Bodenmatten
(23, 23') mit entsprechenden Hakenenden (25, 26) ausgerüstet sein.
[0033] In Fig. 1 ist der Aufbau einer derartigen Lärmschutzwand (1) auf die Begrenzungssteine
des Mittelstreifens einer Autobahn gezelgt. Eine Einzelheit hierzu zeigt Fig. 5, wobei
hier eine mit Doppelstäben (61, 62) ausgerüstete Querwand (5) wiedergegeben ist. Die
Horizontalstäbe (29, 30) sind dabei durch die Doppelstäbe (61, 62), die hier die Vertikalstäbe
(31, 32) bilden, eingefaßt, wobei die Vertikalstäbe (31, 32) über den letzten Horizontalstab
(29) hinausragend ausgebildet sind, so daß sie auf diese Art und Weise den Steg (59)
des T-Profils (57) sicher einfassen können. Der Flansch (58) des T-Profils (57) ist
auf den Querträger (56) aufgesetzt, zweckmäßigerweise aufgeschweißt. Das Fundament
(36) oder aber die Begrenzungssteine (54, 55) sind entsprechend im Untergrund (35)
abgesichert, so daß eine sehr stabile Gesamtkonstruktion erreicht ist.
[0034] Sowohl Fig. 5 wie auch die nachfolgenden Figuren bis zur Fig. 8 verdeutlichen, daß
die Horizontalstäbe (29, 30) jeweils einen Überstand (33) aufweisen, an den sich ein
Endstück (34) anschließt, das zusammen mit dem Überstand (33) den Haken (60) bildet.
Diesen Überstand (33) kann man auch als Lagerteil (63) bezeichnen, weil nämlich die
jeweils benachbarten Matten der Längswände (3 bzw. 4) auf diesem Lagerteil (63) abgestützt
bzw. in den Haken (60) eingehängt werden, wobei das Endstück (34) dann wie in Fig.
6 bzw. 8 angedeutet umgebogen wird, um die notwendige Arretierung zu erreichen.
[0035] Fig. 6 zeigt den Eckbereich der Verbindung einer Querwand (5) mit zwei Längswänden,
wozu die Doppelstäbe (61, 62) bzw. die Horizontalstäbe (29, 30) mit entsprechenden
unterscheidenen Strichen versehen sind. Durch Umbiegen des Hakens (60) erfolgt dann
auch im Eckbereich das gleichzeitige Festlegen einer Querwand mit zwei Längswänden
(5, 3, 4).
[0036] Den Eckbereich eines derartigen Korbes zeigen die Figuren 7 und 8 bzw. 9. Auch hier
ist verdeutlicht, daß die jeweils benachbarten Längswände in die Querwand eingehängt
bzw. deren Haken (60) eingehängt werden können, so daß dann durch Umbiegen ein entsprechendes
Festlegen der einzelnen Matten aneinander erfolgt. Dabei ist die Verbindung dann noch
soweit gelenkig, daß dadurch die Montage begünstigt ist.
[0037] Fig. 9 zeigt im oberen Teil eine Draufsicht auf die Verbindung zweier Längswände
(3, 3') mit einer Querwand (5), wobei zur Verdeutlichung auch die Vertikalstäbe noch
einmal mit dem Bezugszeichen (5 bzw. 3) versehen sind. Der Haken trägt wiederum das
Bezugszeichen (60).
[0038] Im unteren Teil der Fig. 9 ist eine Ausführung gezeigt, nach dem das Erdreich eingefüllt
und ein entsprechender Druck aufgetreten ist. Durch ein entsprechendes Nachgeben der
Längswände (3, 4) erfolgt vorteilhaft eine zusätzliche Verbindung bzw. Arretierung
der Längs- und Querwände im Verbindungsbereich.
[0039] Die Figuren 10 bis 14 zeigen verschiedene Ausbildungen der Versteifungselemente (20).
Zunächst einmal zeigt Fig. 10 eine Platte (24), die mit Ansteckern (65) ausgerüstet
ist, um sie einfach in das Drahtgitterwerk der Querwand (5) einbinden zu können. Diese
Anstecker (65) werden dadurch erreicht, daß sowohl im Bereich der Kopfseite (68) wie
auch der Bodenseite (69) Blechstreifen (70) nach beiden Seiten der Platte abgebogen
sind, so daß die zugehörigen Horizontalstäbe der Querwand (5) eingefaßt sind. Im Bereich
der Kopfseite (68) sind einige der Blechstreifen (70) umgebogen, was insbesondere
auch Fig. 11 verdeutlicht, so daß eine wirksame Festlegung an der Querwand (5) gesichert
ist. Fig. 12 zeigt die Ausbildung nach Fig. 10 und 11 in perspektivischer Wiedergabe,
wobei deutlich wird, daß das als L-Profil ausgebildete Versteifungselement (20) beim
Einfüllen des Erdreichs nicht hinderlich ist. Gleiches gilt übrigens auch für die
in Fig. 10 angedeuteten weiteren Ausführungen des Versteifungselementes, nämlich als
Kastenprofil (21) bzw. Rundrohr (22).
[0040] Die Ausbildung nach Fig. 13 und Fig. 14 unterscheidet sich lediglich bezüglich der
Platte (24), wobei hier Lappen (66, 67) vorgegeben sind, die ein Einhängen in das
Gitterwerk der Querwand (5) begünstigen. Durch einen zusätzlichen Lappen (66') im
mittleren Bereich der Platte (24) erfolgt eine sehr vorteilhafte und stabile Verbindung.
Sowohl Fig. 11 wie auch Fig. 14 zeigen Schnitte durch die Querwand (5) im Bereich
der Versteifungselemente (20) mit den Platten (24), wobei deutlich wird, daß durch
das Gegeneinanderstoßen der benachbarten Platten (24, 24') eine vorteilhafte durchgehende
Stabilisierung sichergestellt wird.
[0041] Eine schmalbauende Ausbildung der Lärmschutzwand (1) ist in den Figuren 15 bis 17
wiedergegeben. Eine vorteihafte Stabilität erhält die Lärmschutzwand (1) dadurch,
daß im Untergrund (35) Fundamente (36) vorgesehen sind, auf die ein Bock (37) aufgeschraubt
oder sonstwie befestigt ist, an dem dann die Querwände (5) sich befestigt werden können
oder an dem sie sich abstützen. Die Fundamente (36) sind dabei im Abstand vorgesehen,
der über dem der Länge der Einzelelemente (10, 10', 10'') liegt.
[0042] Die Böcke (37), die ein Dreieck (40) bilden, weisen vorzugsweise auf der Spitze (39)
einen liegend angeordneten Längsträger (38) auf, wobei die Spitze (39) durch die ein
Dreieck (40) bildenden Träger (41, 42) gebildet sind.
[0043] Fig. 17 kann dabei sowohl die Draufsicht auf die Ausbildung der Lärmschutzwand (1)
nach Fig. 15 wie auch 16 sein, wobei wenn es sich um Fig. 15 handelt, hier die einzelnen
Bermen bzw. die einzelnen Stufen nicht angedeutet sind. Wichtig ist aber, daß durch
den Längsträger (38) eine zusätzliche Stabilität erreicht ist, wobei hier die Versteifungselemente
(20) ja nicht dargestellt sind.
[0044] Auf den einzelnen Etagen bzw. Bermen (14, 15) sind Bewässerungsleitungen (44) vorgesehen,
über die der Erdkern (45) bewässert werden kann.
[0045] Fig. 18 und 19 zeigen eine Hangstützwand. Dabei wird deutlich, daß die eigentliche
Hangstützwand (47) der Lärmschutzwand sehr ähnlich bzw. mit ihr gleich ist. Auch diese
Hangstützwand (47) ist aus einzelnen Drahtkörben entsprechende Ausbildung zusammengesetzt.
Die Einzelelemente (48, 49, 50) sind entweder genau wie bei der Lärmschutzwand (1)
übereinandergestellt oder wie in Fig. 18 verdeutlicht, mit geringem Versatz zueinander,
so daß sich auch hier vor allem auf der Vorderwand die stufenförmige Ausbildung ergibt.
Dadurch, daß das mittlere Einzelelement (49) aber mit den gleichen Abmessungen wie
das Einzelelement (48) verwendet wird und entsprechend versetzt ist, gelingt, mit
dem mittleren Korb bzw. dem mittleren Element (49) die Bruchlinie zu unterbrechen
bzw. das Entstehen einer entsprechenden Bruchlinie zu verhindern, so daß eine Überlastung
bzw. ein Abrutschen des angeschütteten Erdmaterials (51) nicht zu befürchten ist.
Fig. 19 zeigt die Draufsicht auf den aus Fig. 18 ersichtlichen Erdwall bzw. die Hangstützwand
(47). Diese ist aus den übereinander angeordneten Einzelelementen (48, 49, 50) zusammengesetzt,
wobei auf der Hangseite nur die beiden oberen Einzelelemente (49, 50) sichtbar sind,
während bei der Draufsicht nach Fig. 19 auf der hangfreien Seite alle drei Einzelelemente
(48, 49, 50) mit ihren Längswänden (3) sichtbar werden bzw. bleiben. Mit (5, 5') sind
die Querwände bezeichnet.
[0046] Die Fig. 20, 21 und 22 zeigen ein Versteifungselement (20) in Form eines Drahtgitterträgers
(75). Dieser Drahtgitterträger (75) ist beispielsweise aus vier Längsdrähten (76)
und entsprechend vielen Querdrähten (77) gebildet, wobei die Querdrähte etwa mittig
abgebogen sind, so daß sich der dachförmige Drahtgitterträger (75) ergibt. Endseitig
sind die Längsdrähte (76) zu Aufhängehaken (78) abgebogen, was Fig. 20 sehr deutlich
wiedergibt. Diese Aufhängehaken (78, 78') ermöglichen ein einfaches Einhängen in die
jeweilige Querwand (5), was Fig. 21 und 22 verdeutlicht.
[0047] Fig. 21 zeigt die dachförmige Ausbildung des Drahtgitterträgers (75), während Fig.
22 verdeutlicht, daß die einzelnen Aufhängehaken (78) nach dem Einhängen auch noch
so umgebogen werden können, daß ein versehentliches Herausrutschen nicht möglich ist.
[0048] Fig. 23 zeigt eine Ausbildung des Hakens (60), bei dem eine Sicherung dafür sorgt,
daß die einmal hergestellte Verbindung sich nicht wieder lösen kann. Hierzu ist das
freie Ende (80) des Hakens (60) so lang ausgebildet, daß ein auf dem Horizontalstab
(29'') angeordnetes Kettenglied (81) darübergeschoben werden kann. Nach dem Aufschieben
des Kettengliedes (81) ist das äußerste Ende zu einem Art Sperrteil (82) etwas hochgebogen,
so daß das einmal aufgeschobene Kettenglied (81) nicht mehr aus dieser Position herausrutschen
kann.
[0049] Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden
allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.
1. Lärmschutzwand oder Hangsicherungswand mit einer Vielzahl von oben und unten offenen
Drahtgitterkörben, deren Längs- (3, 4) und Querwände (5, 5') von Drahtgittermatten
gebildet sind, die an den Berührungsseiten miteinander gelenkig verbunden und über
Distanzhalter im Abstand zueinander gehalten sind und in die Erd- oder Steinmaterial
eingefüllt und verdichtet ist,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Längswände (3, 4) eine größere Länge als der vorgesehene Abstand der Querwände
(5, 5') aufweisen und
- die jeweils einen nach außen gerichteten Bogen (8, 9) bildend eingebracht sind,
- daß die Querwände (5, 5') mit Horizontalstäben (29, 30) ausgerüstet sind, die über
die letzten Vertikalstäbe (31) hinausgeführt sind und
- die in Mattenebene einen nach oben offenen, ein parallel zu den Vertikalstäben (31)
verlaufendes Endstück (34) aufweisenden Haken (60) tragen und
- daß den Querwänden (5, 5') in Längsrichtung der Wand (1) verlaufende, als Distanzhalter
dienende Versteifungselemente (20, 21, 22, 23) zugeordnet sind,
- die Zug- und Druckkräfte übertragend ausgebildet und
- mit den die Querwände (5, 5') bildenden Drahtgittermatten verbunden sind.
2. Lärmschutzwand nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vertikalstäbe (31, 32) der Querwände (5, 5') einseitig über den letzten Horizontalstab
(29) hinausverlaufend ausgebildet und in diesem Bereich wechselnd aus der Mattenebene
geringfügig herausgebogen sind.
3. Lärmschutzwand nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Vertikalstäbe (31, 32) der Querwände (5, 5') als die Horizontalstäbe (29,
30) einfassende Doppelstäbe (61, 62) ausgebildet und einseitig über den letzten Horizontalstab
(29) hinausverlaufend angeordnet sind.
4. Lärmschutzwand nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Horizontalstäbe (29, 30) der Querwände (5, 5') beidseitig Haken (60, 60')
aufweisen, die ein vor dem Endstück (34) liegendes Lagerteil (63) aufweisen, das eine
mindestens dem doppelten Stabdurchmesser entsprechende Länge hat.
5. Lärmschutzwand nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Endstücke (34) der Horizontalstäbe (29, 30) umbiegbar ausgebildet sind.
6. Lärmschutzwand nach Anspruch 1, Anspruch 3 oder Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Querwände (5, 5') jeweils auf den Steg (59) eines T-Profils (57) aufgesteckt
sind, das rechtwinklig zur Längsrichtung der Wand (1) verlaufend angeordnet ist.
7. Lärmschutzwand nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das T-Profil (57) im Untergrund (35) ruhenden Fundamenten (36) oder einem diesen
miteinander verbindenden Querträger (56) zugeordnet ist.
8. Lärmschutzwand nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Fundamente (36) mit aufrechtstehenden Böcken (37) ausgerüstet sind, an denen
sich die Querwände (5, 5') zusätzlich abstützen.
9. Lärmschutzwand nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Böcke (37) ein Dreieck (40) bildend aus Trägern (41, 42) geformt sind und
daß sie über parallel zu den Längswänden (3, 4) in der Spitze (39) verlaufende Längsträger
(38) mit den benachbarten Böcken (37) verbunden sind.
10. Lärmschutzwand nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Länge der Längswände (3, 4) 5 bis 30 cm, vorzugsweise 10 cm über den Abstand
der Querwände (5, 5') liegend eingestellt ist.
11. Lärmschutzwand nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mit der Höhe der Wand (1) nach oben abgestuft kürzer bemessene Querwände (5, 5')
mit den gleichbleibend bemessenen Längswänden (10, 11, 12, 13) verbunden sind.
12. Lärmschutzwand nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Versteifungselemente (20, 21, 22, 23) als Winkelprofil ausgebildet sind, die
dachförmig angeordnet mit endseitigen Platten (24) verbunden sind, die ihrerseits
über Anstecker (65) mit den Quermatten (5, 5') zu verbinden sind.
13. Lärmschutzwand nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Versteifungselemente (20, 21, 22, 23) als L-Profil (20), Kastenprofil (21)
oder Rundrohr (22) ausgebildet sind.
14. Lärmschutzwand nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Platten (24) als Anstecker (65) dienende angeschnittene Lappen (66, 67) aufweisen.
15. Lärmschutzwand nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Platten (24) an den Kopf- und Bodenseiten (68, 69) abwechselnd aus der Plattenebene
herausgebogene Blechstreifen (70) aufweisen, wobei zumindest einige an der Kopfseite
(68) um 180° umgebogen sind.
16. Lärmschutzwand nach Anspruch 1 und Anspruch 12 bis Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Versteifungselemente (20, 21, 22, 23) dem vorgesehenen Kurvenradius der Wand
(1) entsprechend in der Ebene gebogen oder gekantet sind.
17. Lärmschutzwand nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Versteifungselemente (20) als dachförmig gekantete Drahtgitterträger (75)
ausgebildet sind, deren Längsdrähte (76) endseitig und jenseits des letzten Querdrahtes
(77) um 90° nach unten abgebogen sind.
18. Lärmschutzwand nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die freien Enden (80) der Haken (60, 60') bogenförmig zurückgeführt sind und daß
dem jeweiligen Horizontalstab (29, 30) ein Kettenglied (81) zugeordnet ist, das auf
das freie Ende (80) des Hakens (60, 60') aufschiebbar geformt ist.
19. Lärmschutzwand nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß die freien Enden (80) der Haken (60, 60') so lang bemessen sind, daß nach dem
Aufschieben des Kettengliedes (81) ein Hochbiegen jenseits des Kettengliedes möglich
ist.