[0001] Die Erfindung betrifft ein Tragenlagerungsgestell zum Einbau in Kraftfahrzeuge, insbesondere
Kastenwagen, mit einem im wesentlichen ebenen Boden bzw. Bodenbereich sowie auf dem
Boden angeordneten Verankerungspunkten bzw. Aufnahmelöchern zur Sitzbefestigung od.dgl.
[0002] In praktisch allen Industriestaaten werden mit kastenartigen Karosserien ausgestattete
Fahrzeuge eingesetzt, die sich je nach Inneneinrichtung als Kleinbusse bzw. als Transportfahrzeuge
und gegebenenfalls auch als kombinierte Personen- und Lastfahrzeuge einsetzen lassen.
Für diese Fahrzeuge ist typisch, daß der Innenraum einen weitestgehend ebenen, im
Hinblick auf die Verwendung des Fahrzeuges für den Lastentransport stark belastbaren
Boden mit vorbereiteten Befestigungslöchern bzw. -punkten für Halteelemente für die
Sitzbefestigung aufweist.
[0003] Derartige Fahrzeuge sind grundsätzlich auch für den Einsatz als Krankentransport-
bzw. Rettungsfahrzeuge geeignet. Dementsprechend werden diese Fahrzeuge auch des öfteren
für Sanitätszwecke um- bzw. eingerichtet.
[0004] Für Katastrophenfälle ist es wünschenswert, vorhandene derartige Fahrzeuge, die noch
nicht für Sanitätszwecke umgebaut bzw. eingerichtet wurden, schnell behelfsmäßig für
den Krankentransport umrüsten zu können.
[0005] In der DE-OS 35 22 825 wird beschrieben, wie Omnibusse und andere für die Personenbeförderung
vorgesehene Fahrzeuge für den Transport von Kranken oder Verletzten umgerüstet werden
können. Da derartige Fahrzeuge zwar hochbelastbare Befestigungspunkte für Sitze u.dgl.
besitzen, der Boden jedoch im übrigen nicht überall stark belastet werden und/oder
mit Befestigungslöchern u.dgl. nachträglich versehen werden darf, ist vorgesehen in
diesen Fahrzeugen plattformartige horizontale Rahmen anzuordnen, welche über Adapterstücke
an den Befestigungspunkten für die Sitze gelagert und befestigt sind. Auf diesen plattformartigen
Rahmen können dann praktisch beliebige Tragenlagerungsgestelle befestigt werden.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es nun, ein Tragenlagerungsgestell zur Verfügung zu stellen,
welcher vor allem zum schnellen und leichten Einbau in den eingangs genannten Fahrzeugen
mit kastenartigen Karosserien geeignet ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Tragenlagerungsgestell
einen auf den Boden auflegbaren, flachen, etwa rechteckförmigen Basisrahmen mit fest
miteinander verbundenen Längs- und Quergliedern besitzt und auf dem Boden mittels
zumindest einer auf dem Boden montierbaren Zusatzleiste festlegbar ist, die sich mittels
Schraubbolzen od.dgl. an zumindest einem Verankerungspunkt bzw. Aufnahmeloch der Sitzbefestigung
od.dgl. verankern und mit zumindest einem Ende mit einem der Glieder des Basisrahmens
- an praktisch beliebiger Stelle des Basisrahmens - verbunden bzw. verspannen läßt.
[0008] Durch den Basisrahmen wird das Gewicht des Tragenlagerungsgestelles großflächig auf
dem Boden des Fahrzeuges abgestützt, so daß punktuelle Überbelastungen sicher vermieden
werden. Gleichzeitig bietet der Basisrahmen die Möglichkeit, Vertiefungen im Boden
zu überbrücken. Durch den Einsatz der Zusatzleisten, deren Enden sich praktisch an
beliebiger Stelle mit den Längsgliedern od.dgl. des Basisrahmens verbinden bzw. verspannen
lassen, kann der Basisrahmen unabhängig von der Lage der im Fahrzeugboden angeordneten
Verankerungspunkte bzw. Löcher für die Sitzbefestigung od.dgl. ausgebildet und im
Fahrzeuginnenraum angeordnet werden.
[0009] Neben kurzen Zusatzleisten, die sich mit nur einem Ende mit einem Längsglied des
Basisrahmens verbinden bzw. verspannen lassen, können auch lange Zusatzleisten eingesetzt
werden, welche z.B. dem Querabstand der Längsglieder des Basisrahmens angepaßt sind,
derart, daß beide Enden der Zusatzleiste jeweils mit einem Rahmenlängsglied verbindbar
bzw. verspannbar sind.
[0010] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Basisrahmens ist vorgesehen,
daß in den als Hohlteilen ausgebildeten Rahmenlängsgliedern bewegliche Holme teleskopartig
verschiebbar angeordnet sind, die in gleicher Weise wie die Rahmenlängsglieder mittels
Zusatzleisten am Fahrzeugboden festgelegt werden können und an deren aus den Längsholmen
herausragenden freien Enden ein vertikaler Rahmen mit quer zur Längsrichtung der Holme
erstreckter Rahmenebene als Halterung für die Sitze anbringbar ist.
[0011] Dabei ist der vertikale Rahmen an den Enden der genannten Holme vorzugsweise scharnierartig,
d.h. um eine Querachse kippbar, befestigt und mittels Schrägstreben an den Holmen
abgestützt.
[0012] Auf diese Weise wird einerseits eine sehr stabile Struktur geschaffen; andererseits
können große Toleranzen zugelassen werden. Der Basisrahmen und die beweglichen Holme
tragen gegenseitig zu ihrer Halterung am Boden bei, d.h. eine einen beweglichen Holm
am Boden festlegende Querleiste sichert indirekt auch den Basisrahmen, wie umgekehrt
eine den Basisrahmen halternde Querleiste auch zur teilweisen Halterung der die Rahmenlängsglieder
verlängernden beweglichen Holme wirkt.
[0013] Die Verbindung zwischen dem zur Halterung für Sitze dienenden vertikalen Rahmen und
den freien Enden der beweglichen Holme ist zweckmäßigerweise so ausgebildet, daß vergleichsweise
große Toleranzen in Querrichtung der Holme auftreten dürfen, ohne daß dadurch eine
Montage des vertikalen Rahmens behindert würde.
[0014] Die vorzugsweise vorgesehene gelenkige bzw. gelenkartige Verbindung zwischen vertikalem
Rahmen und den genannten freien Enden der Holme ist zweckmäßig, weil damit die Vertikalstellung
des Rahmens ohne Verspannungen allein durch die genannten Schrägstreben od.dgl. gesichert
wird.
[0015] Grundsätzlich ist jedoch auch eine Befestigung des vertikalen Rahmens an den freien
Enden der beweglichen Holme durch Winkelstücke, Flansche od.dgl. möglich.
[0016] Im übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfindung auf die Ansprüche
sowie die nachfolgende Beschreibung vorteilhafter Ausführungsformen verwiesen, die
in der Zeichnung dargestellt sind.
[0017] Dabei zeigt
- Fig. 1
- eine schematisierte Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Tragenlagerungsgestell,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht gemäß dem Pfeil II in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Querschnitt der Längsglieder des Basisrahmens bzw. der beweglichen Holme,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf eine abgewandelte Ausführungsform,
- Fig. 5
- ein Schnittbild gemäß der Schnittlinie V-V in Fig. 4,
- Fig. 6
- ein Schnittbild gemäß der Schnittlinie VI-VI in Fig. 4 und
- Fig. 7
- eine Seitenansicht eines Tragenlagerungsgestells mit doppelstöckig angeordneten Tragenplattformen.
[0018] Das Tragenlagerungsgestell gemäß der Erfindung besitzt entsprechend den Fig. 1 und
2 einen relativ breiten Basisrahmen 1, welcher im wesentlichen Rechteckform aufweist
und aus zwei Längsgliedern 2 sowie zwei damit fest verbundenen Quergliedern 3 besteht.
Längs- und Querglieder 3 sind rohrförmig bzw. als Hohlkörper ausgebildet, so daß eine
hohe Steifheit des Basisrahmens 1 gewährleistet ist. Dabei besitzen die Längsglieder
2 entsprechend der Fig. 3 vorzugsweise einen C-förmigen Querschnitt mit einem auf
der Oberseite der Längsglieder 2 angeordneten Längsschlitz 2'.
[0019] Zwischen den beiden Quergliedern 3 ist etwas oberhalb der Ebene des Basisrahmens
1 ein Querbalken 4 mit dem Basisrahmen 1 fest verbunden angeordnet. Auf diesem Querbalken
4 sind zwei Tragenplattformen 5 nach Art von Wippen um eine Querachse Q schwenkbar
gelagert. An ihren in der Zeichnung linken Enden sind die Tragenplattformen 5 gegenüber
dem Basisrahmen 1 mittels einer Hebelmechanik 6 abgestützt, welche die Möglichkeit
bietet, die Tragenplattformen 5 entweder in einer zur Ebene des Basisrahmens 1 parallelen
Horizontallager oder in einer Schräglage zu halten, in der das in der Zeichnung rechte
Ende (Kopfende) der jeweiligen Tragenplattform 5 abgesenkt ist, wie in Fig. 2 strichliert
dargestellt ist.
[0020] Die Tragenplattformen 5 dienen in bekannter Weise zur Aufnahme von nicht dargestellten
Tragen, auf denen die zu transportierenden Patienten gelagert sind. In der vorgenannten
Schräglage einer Tragenplattform 5 nimmt dann der Patient eine Kopf-Tief-Lage ein.
[0021] Da die Breite des Basisrahmen 1 etwa der Breite zweier unmittelbar nebeneinander
angeordneter Tragenplattformen 5 und damit zweier nebeneinanderstehender Tragen entspricht,
paßt der Basisrahmen 1 ohne weiteres in eine Vielzahl herkömmlicher Kastenwagen, wie
sie üblicherweise wahlweise als Kleinbusse bzw. Transportfahrzeuge eingesetzt werden.
[0022] Bei der Anordnung des Tragenlagerungsgestelles in derartigen Fahrzeugen wird der
Basisrahmen 1 auf den im wesentlichen ebenen Boden des Fahrzeuginnenraumes aufgelegt
und in nachfolgend dargestellter Weise mit an sich zur Verankerung von Fahrzeugsitzen
dienenden Löchern 7, die im Boden des Fahrzeuginnenraumes serienmäßig vorhanden sind,
verbunden:
Zwischen den Längsgliedern 2 des Basisrahmens lassen sich parallel zu den Quergliedern
3 an praktisch beliebiger Stelle des Basisrahmens 1 längsgeschlitzte lange Querleisten
8 anbringen, deren Enden durch beispielsweise winkelförmige Flansche gebildet werden,
die auf der geschlitzten Oberseite der Längsglieder 2 bzw. den einander zugewandten
Seitenflächen der Längsglieder 2 aufliegen. Die genannten Querleisten 8 werden so
angeordnet, daß sie zumindest eines der Löcher 7 überdecken und dort mittels eines
den Längsschlitz der jeweiligen Querleiste 8 durchsetzenden Schraubbolzens od.dgl.
verspannt werden können. Darüber hinaus können die die Längsschlitzt 2' der Längsglieder
2 überdeckenden Flanschteile 8' mit den Längsgliedern 2 verspannt werden, indem beispielsweise
die genannten Flanschteile durchsetzende Schraubbolzen in nach Art von Muttern ausgebildete
Gegengewindeteile eingedreht werden, die ihrerseits in den Innenraum der Längsglieder
2 eingesetzt werden.
[0023] Um gegebenenfalls auch Löcher 7 der Sitzbefestigung außerhalb des Grundrisses des
Basisrahmens 1 zur Halterung des Basisrahmens 1 ausnutzen zu können, können zusätzlich
kurze Querleisten 9 verwendet werden, welche in ihrer Form den langen Querleisten
8 entsprechen, jedoch mit dem Unterschied einer geringeren Länge; darüber hinaus ist
an nur einem Ende der kurzen Querleisten 9 ein Flansch 9' od.dgl. angeordnet, mit
dem sich die kurze Querleiste 9 mit einem der Längsglieder 2 in grundsätzlich gleicher
Weise verbinden läßt, wie es oben im Zusammenhang mit den Querleisten 8 dargestellt
wurde.
[0024] In den Längsgliedern 2 sind Längsholme 10, welche vorzugsweise ein ähnliches C-Profil
wie die Längsglieder 2 aufweisen, teleskopartig verschiebbar angeordnet, so daß sich
der Basisrahmen 1 in den Fig. 1 und 2 nach rechts entsprechend den räumlichen Gegebenheiten
im Innenraum des jeweiligen Fahrzeuges verlängern läßt. Diese Längsholme lassen sich
in gleicher Weise wie die Längsglieder 2 mit Querleisten 8 bzw. 9 und damit mit Lächern
7 zur Sitzbefestigung im Fahrzeug verbinden.
[0025] Dabei ist es regelmäßig ausreichend, wenn eine lange Querleiste 8 den Basisrahmen
1 und eine weitere lange Querleiste 8 die Längsholme 10 haltert bzw. sichert.
[0026] An den freien Enden der Längsholme 10 ist ein flacher vertikaler Rahmen 11 mittels
scharnierartiger Verbindungselemente 12 angelenkt und mittels Schrägstreben 13, die
zwischen Vertikalgliedern des Rahmens 11 und den Längsholmen 10 eingesetzt sind, freitragend
gehaltert. Dieser vertikale Rahmen 11 dient zur Anordnung von Sitzen 14, vorzugsweise
solchen mit hochklappbaren Sitzflächen.
[0027] Die Verbindungselemente 12 sowie die Schrägstreben 13 bzw. deren Anschlußelemente
an den Vertikalteilen des Rahmens 11 bzw. an den Längsholmen 10 sind zweckmäßigerweise
so ausgebildet, daß eine Montage des vertikalen Rahmens 11 auch dann ohne weiteres
möglich ist, wenn der Querabstand der Längsholme 10 relativ stark von einem Sollmaß
abweicht.
[0028] Das dargestellte Tragenlagerungsgestell läßt sich bei Nichtgebrauch im zusammengelegten
bzw. teilweise demontierten Zustande ohne größeren Raumbedarf lagern.
[0029] Bei der in den Fig. 4 bis 6 dargestellten Ausführungsform ist vorgesehen, daß zusätzlich
bzw. alternativ zu den Querleisten 8 und 9 (vgl. auch Fig. 1) Zusatzleisten 15 bzw.
16 zur Verankerung des Basisrahmens 1 an den Aufnahmelöchern 7 der Sitzbefestigung
verwendet werden können, wobei diese Leisten 15 und 16 so ausgebildet sind, daß sie
sich - in Draufsicht gesehen - unter beliebigen Winkeln mit den Längsgliedern 2 des
Basisrahmens 1 verbinden lassen.
[0030] Diese Leisten 15 und 16 besitzen jeweils zumindest einen Flansch zur Verbindung mit
den Längsgliedern 2 des Basisrahmen1, wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich ist.
[0031] Die Leisten 15 besitzen darüber hinaus Längsschlitze, in die sich Schraubbolzen od.dgl.
zur Verspannung der Leisten 15 an den Aufnahmelöchern 7 der Sitzbefestigung einsetzen
lassen.
[0032] Die Leisten 16 besitzen an ihren beiden Enden Flansche, wobei ein Flansch zur Verbindung
mit den Längsgliedern 2 dient, während der andere Flansch zur Befestigung der Leiste
16 an einem Aufnahmeloch 7 der Sitzbefestigung herangezogen werden kann. Dabei sind
diese Flansche, wie aus dem unteren Teilbild der Fig. 6 hervorgeht, in unterschiedlichen
Ebenen der Leiste 16 angeordnet, d.h. ein Flansch erstreckt sich an der Oberseite
und ein Flansch an der Unterseite der Leiste 16.
[0033] Durch die Möglichkeit, die Leisten 15 und 16 schräg zu den Rahmengliedern des Basisrahmens
anzuordnen, lassen sich die Rahmenglieder des Basisrahmens mit praktisch beliebig
angeordneten Aufnahmelöchern 7 od. dgl. der Sitzbefestigung verbinden.
[0034] Gegebenenfalls können die Leisten 15 bzw. 16 mit Rahmengliedern des Basisrahmens
1 auch zu einer dreiecksförmigen Struktur verbunden werden, wie in Fig. 4 mit strichliert
gezeichneten Leisten 16' dargestellt ist.
[0035] Abweichend von den dargestellten Ausführungsformen können die Leisten 16 zwischen
ihren Flanschen auch mit Lochreihen oder einem Längsschlitz versehen sein. Darüber
hinaus kann in den Leisten 15 anstelle des Längsschlitzes eine Lochreihe angeordnet
sein. Grundsätzlich Gleiches gilt auch für die Leisten 8 und 9 in der Fig. 1.
[0036] Im übrigen kann der Basisrahmen 1 auch so ausgebildet sein, daß sich die Leisten
8,9,15 und 16 auch mit den Quergliedern 3 dieses Rahmens verbinden lassen.
[0037] Um beispielhaft darzustellen, in welcher Weise sich die Leisten 15,16 und 16' anordnen
lassen, sind in Fig. 4 diese Leisten in größerer Anzahl dargestellt, als es zur Befestigung
des Basisrahmens 1 notwendig ist. In der Regel genügt eine einzige der Leisten 15,16
bzw. 16', wenn der Basisrahmen 1 bereits an anderer Stelle, z.B. mittels einer Querleiste
8, auf dem Boden befestigt ist.
[0038] Gemäß Fig. 7 besteht auch die Möglichkeit, doppelstöckig angeordnete Tragenplattformen
5 und 5' vorzusehen.
[0039] Für die obere Tragenplattform bzw. Tragenplattformen 5' können am Basisrahmen 1 zwei
vertikale Rahmen 17 und 18 angeordnet sein, welche jeweils im wesentlichen aus zwei
an ihren unteren Enden mit den Längsgliedern 2 des Basisrahmens 1 verbundenen vertikalen
Rohren bestehen, die an ihren oberen Enden miteinander U-förmig durch ein Horizontalrohr
verbunden sind. Diese vertikalen Rahmen 17 und 18 sind gegenüber den Längsgliedern
2 des Basisrahmens 1 bzw. gegeneinander durch Schrägstreben 19 und 20 kippsicher abgestützt.
[0040] Der vertikale Rahmen 18 ist so niedrig, daß das Kopfende der oberen Tragenplattform
bzw. -plattformen 5' unmittelbar auf dem Horizontalrohr am oberen Rand des vertikalen
Rahmens 18 um eine Querachse kippbar gehaltert werden können.
[0041] An den Vertikalrohren des vergleichsweise hohen Rahmen 17 ist jeweils eine Schiebehülse
21 vertikal beweglich angeordnet, welche in unterschiedlichen Höheneinstellungen mittels
eines Riegelzapfens 22 od. dgl. feststellbar ist.
[0042] Jede Schiebehülse 21 besitzt einen in Fig. 7 nicht sichtbaren horizontalen Auslegerarm,
auf dem das Fußende einer Tragenplattform 5' gelagert und abgestützt ist.
[0043] Durch entsprechende Höhenverstellung der jeweiligen Schiebehülse 21 kann dann das
Fußende der Tragenplattform 5' gegenüber der dargestellten Horizontallage angehoben
bzw. abgesenkt werden, um die Tragenplattform 5' entsprechend schräg zu stellen. Durch
eine Absenkung des Fußendes der Tragenplattform 5' wird das Aufschieben bzw. Abnehmen
einer Trage wesentlich erleichtert.
[0044] Wie dargestellt ist, kann die Schiebehülse 21 durch eine Schraubendruckfeder 23 in
Aufwärtsrichtung beaufschlagt sein, wobei das die Schiebehülse 21 führende Vertikalrohr
des Rahmens 17 auch als Führung der Schraubendruckfeder 23 dient. Durch die Feder
23 wird insbesondere eine Aufwärtsverschiebung der Schiebehülse 21 erleichtert.
[0045] Bei Bedarf können die Rahmen 11,17 und/oder 18 mittels Streben 24 mit stark belastbaren
Punkten einer Fahrzeugkarosserie verbunden werden, beispielsweise mit Befestigungspunkten
für Sicherheitsgurte, Türscharniere od.dgl. Damit kann gegebenenfalls eine bodenseitige
Verankerung des Basisrahmens 1 ganz oder teilweise entfallen.
1. Tragenlagerungsgestell zum Einbau in Kraftfahrzeuge, insbesondere Kastenwagen, mit
einem im wesentlichen ebenen Boden bzw. Bodenbereich sowie auf dem Boden angeordneten
Verankerungspunkten bzw. Aufnahmelöchern zur Sitzbefestigung od.dgl.,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tragenlagerungsgestell einen auf dem Boden auflegbaren, flachen, etwa rechteckförmigen
Basisrahmen (1) mit fest miteinander verbundenen Längs- und Quergliedern (2,3) besitzt
und auf dem Boden mittels zumindest einer auf dem Boden montierbaren Zusatzleiste
(8,9) festlegbar ist, die sich mittels Schraubbolzen od.dgl. an zumindest einem Verankerungspunkt
bzw. Aufnahmeloch (7) der Sitzbefestigung od. dgl. verankern läßt und mit zumindest
einem Ende (8',9') mit einem der Glieder (2) des Basisrahmens - an praktisch beliebiger
Stelle - verbinden bzw. verspannen läßt.
2. Tragenlagerungsgestell nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß neben langen Zusatzleisten (8), die sich mit ihren beiden Enden jeweils mit beiden
Längsgliedern (2) des Basisrahmens (1) verbinden bzw. verspannen lassen, auch kurze
Zusatzleisten (9) vorhanden sind, die sich mit einem Ende mit jeweils einem Glied
des Basisrahmens verbinden bzw. verspannen lassen.
3. Tragenlagerungsgestell nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zusatzleisten (8) Längsschlitze und/oder Lochreihen für die Schraubbolzen
od.dgl. bzw. für Befestigungsmittel besitzen.
4. Tragenlagerungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zusatzleisten (8) in Draufsicht schräg zu den Gliedern des Basisrahmens montierbar
sind.
5. Tragenlagerungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeweils zwei Glieder des Basisrahmens und eine Zusatzleiste (16') bzw. zwei Zusatzleisten
(16') und ein Glied des Basisrahmens miteinander unter Bildung eines Dreieckes - in
Draufsicht gesehen - verbindbar bzw. verbunden sind.
6. Tragenlagerungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Zusatzleisten nur an ihren Endbereichen Löcher bzw. Flansche zur Verbindung
mit den Gliedern des Basisrahmens bzw. mit den Verankerungspunkten oder Aufnahmelöchern
besitzen.
7. Tragenlagerungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß in den als Hohlteilen ausgebildeten Längsgliedern (2) des Basisrahmens (1) bewegliche
Längsholme (10) teleskopartig verschiebbar angeordnet sind, die sich in gleicher Weise
wie die Längsglieder (2) mittels einer Zusatzleiste am Boden des Fahrzeuges festlegen
lassen und an deren aus den Längsgliedern (2) herausragenden freien Enden ein vertikaler
Rahmen (11) mit quer zur Längsrichtung der Holme (10) erstreckter Rahmenebene als
Halterung für Sitze (14) angeordnet ist.
8. Tragenlagerungsgestell nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der vertikale Rahmen (11) an den freien Enden der beweglichen Längsholme (10)
mittels scharnierartiger Verbindungselemente (12) sowie mittels Schrägstreben (13)
gehaltert ist.
9. Tragenlagerungsgestell nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß am vertikalen Rahmen (11) zwei Sitze (14) nebeneinander, vorzugsweise mit hochklappbaren
Sitzflächen, angeordnet sind.
10. Tragenlagerungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf dem Basisrahmen (1) zwei Tragenplattformen (5) nebeneinander angeordnet sind.
11. Tragenlagerungsgestell zum Einbau in Kraftfahrzeuge, insbesondere Kastenwagen, mit
einem im wesentlichen ebenen Boden bzw. Bodenreich sowie auf dem Boden angeordneten
Verankerungspunkten bzw. Aufnahmelöchern zur Sitzbefestigung od.dgl.,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Traglagerungsgestell einen auf dem Boden auflegbaren, flachen, etwa rechteckförmigen
Basisrahmen (1) mit fest miteinander verbundenen Längs- und Quergliedern (2,3) besitzt,
daß in den als Hohlteile ausgebildeten Längsgliedern (2) des Basisrahmens (1) bewegliche
Längsholme (10) teleskopartig verschiebbar angeordnet sind, an deren aus den Längsgliedern
(2) herausragenden freien Enden ein vertikaler Rahmen (11) mit quer zur Längsrichtung
der Holme (10) erstreckter Rahmenebene als Halterung für Sitze (14) angeordnet ist,
daß der Basisrahmen (1) sowie die Längsholme (10) mittels zumindest einer auf dem
Boden montierbaren Zusatzleiste (8,9) festlegbar sind, die sich mittels Schraubbolzen
od.dgl. an zumindest einem Verankerungspunkt bzw. Aufnahmeloch (7) der Sitzbefestigung
od.dgl. verankern und sich mit zumindest einem Ende (8',9') mit einem der Glieder
(2,3) des Basisrahmens bzw. mit einem Längsholm (10) - an praktisch beliebiger Stelle
- verbinden bzw. verspannen läßt.
12. Tragenlagerungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der vertikale Rahmen (11) bei Nichtgebrauch des Tragenlagerungsgestelles auf den
Basisrahmen (1) auflegbar ist.
13. Tragenlagerungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine Tragenplattform (5) dicht oberhalb der Ebene des Basisrahmens (1)
angeordnet ist.
14. Tragenlagerungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Längsgliedern (2) des Basisrahmens (1) ein Querbalken (4) angeordnet
ist, auf dem zumindest eine Tragenplattform (5) nach Art einer Wippe um eine Querachse
(Q) schwenkbar gelagert ist.
15. Tragenlagerungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Längsgliedern (2) bzw. am Basisrahmen (1) zwei vertikale Rahmen (17,18)
mit quer zur Längsrichtung der Längsglieder erstreckter Rahmenebene angeordnet sind
und Kopf- sowie Fußende zumindest einer weiteren Tragenplattform (5') über der bzw.
den auf dem Basisrahmen (1) angeordneten Tragenplattform bzw. -plattformen (5) haltern.
16. Tragenlagerungsgestell nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Halterung des Gestelles im Fahrzeug zumindest einer der vertikalen Rahmen
(11,17,18) mittels Streben (24) od.dgl. mit fahrzeugseitig vorhandenen, belastbaren
Verankerungspunkten - etwa solchen zur Befestigung von Gurten, Fahrzeugeinbauten,
Türscharnieren u. dgl. - verbindbar ist.