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(11) |
EP 0 562 498 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.01.1996 Patentblatt 1996/01 |
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Anmeldetag: 20.03.1993 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: F04B 7/00 |
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Dickstoffpumpe mit Förderzylindern, insbesondere Zweizylinderbetonpumpe
Pump for thick materials with delivery cylinders, in particular two-cylinder pump
for concrete
Pompe pour matières épaisses munie de cylindres refoulants, en particulier pompe à
béton bi-cylindre
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE ES FR GB GR IT |
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Priorität: |
24.03.1992 DE 4209471
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.09.1993 Patentblatt 1993/39 |
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Patentinhaber: Schwing GmbH |
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D-44653 Herne (DE) |
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Erfinder: |
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- Schwing, Friedrich Dipl.-Ing.
W-4650 Gelsenkirchen (DE)
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Vertreter: Herrmann-Trentepohl, Werner, Dipl.-Ing. et al |
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Schaeferstrasse 18 D-44623 Herne D-44623 Herne (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 016 410 FR-A- 2 282 546
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EP-A- 0 024 343
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Dickstoffpumpe mit Förderzylindern, insbesondere eine
Zweizylinderbetonpumpe gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die erfindungsgemäßen Dickstoffpumpen saugen den Dickstoff aus einem Vorfüllbehälter
an und drücken anschließend den angesaugten Dickstoff durch den Steuerschieber in
die Förderleitung. Obwohl die Anzahl der derart fördernden Zylinder grundsätzlich
beliebig ist, bezieht sich die Erfindung bevorzugt auf Zweizylinderbetonpumpen, bei
denen die Förderzylinder miteinander derart abwechseln, daß jedem Förderhub des einen
Zylinders ein Ansaughub des anderen Zylinders entspricht und die Förder- und Ansaugspiele
beider Zylinder sich gegenseitig überdecken. Die Erfindung schließt im allgemeinen
und insbesondere in diesen Ausführungsformen nicht aus, daß die neue Dickstoffpumpe
außer den Förderzylindern einen oder mehrere sogenannte Ausgleichszylinder aufweist,
die in einem vorgegebenen Rhythmus mit den vorerwähnten Förderzylindern zusammenwirken,
um die Förderpausen zu überbrücken.
[0003] Derartige Dickstoffpumpen setzen voraus, daß die Eintrittsöffnung des Steuerschiebers
auf der ihr zugeordneten Wand des Vorfüllbehälters die Dickstoffdurchflußöffnungen
der jeweils vorhandenen Zylinder abdichtet, um den Dickstoff unter Druck in die Förderleitung
zu lenken; in dieser Phase muß andererseits der Steuerschieber die Dickstoffdurchflußöffnung
des Förderzylinders zum Vorfüllbehälter freigeben, der für den folgenden Förderhub
mit Dickstoff aus dem Vorfüllbehälter durch Ansaugen gefüllt werden soll. Bei Zweizylinderdickstoffpumpen
ergibt sich hieraus ein hin- und hergehende Bewegung des Steuerschiebers zwischen
zwei Endlagen, bei der sich die Eintrittsöffnung längs eines Kreissegmentbogens auf
der Wand des Vorfüllbehälters bewegt, an der die Dickstoffströme aus den Dickstoffdurchflußöffnungen
in die Förderleitung übertreten.
[0004] Bekannt sind Zweizylinderdickstoffpumpen, bei denen die Förderzylinderöffnungen identisch
mit den Dickstoffdurchflußöffnungen sind und deswegen unmittelbar an der beschriebenen
Wand des Vorfüllbehälters münden. Die Dickstoffdurchflußöffnungen sind daher kreisförmig.
Bei diesen Dickstoffpumpen ist auch die Eintrittsöffnung des Steuerschiebers kreisförmig
und entspricht nicht nur hinsichtlich dieser Querschnittsform, sondern auch hinsichtlich
ihres Flächeninhaltes den unter sich gleichen Dickstoffdurchflußöffnungen. Durch den
konstruktionsbedingten Abstand der Förderzylinder entsteht auf der Wand des Vorfüllbehälters
zwischen diesen Öffnungen ein Steg, auf dem die Eintrittsöffnung des Steuerschiebers
während ihres kreissegmentförmigen Weges zwischen den Dickstoffdurchflußöffnungen
abdichtet. Dieser Steg hat eine möglichst geringe Breite. Das ergibt sich aus der
Forderung nach geringem Mittenabstand der Förderzylinder. Dies entsteht aus dem praktischen
Bedürfnis nach schmalbauenden Dickstoffpumpen, die u.a. als Betonpumpen zwischen den
parallelen Hauptträgern eines Lkw-Chassis eingebaut werden sollen.
[0005] Darüberhinaus hat dieser vorbekannte Aufbau weitere Vorteile. Je schmaler nämlich
der Steg ist, umso geringer ist der Schwenkwinkel des Steuerschiebers. Der hierbei
zu durchmessende Schwenkweg ist dann kurz. Das bewirkt kurze Schaltzeiten und einen
vergleichsweise geringen Verschleiß der beweglichen und der feststehenden Teile. Nachteilig
ist allerdings, daß die Eintrittsöffnung des Steuerschiebers auf dem schmalen Steg
nicht vollständig abgedeckt und abgedichtet ist. Dadurch besteht eine offene Verbindung
zwischen der Eintrittsöffnung des Steuerschiebers und dem Vorfüllbehälter während
der Bewegung des Steuerschiebers in seine Endlagen. Das ruft einen Kurzschluß zwischen
der Förderleitung und dem Vorfüllbehälter hervor, der zu einer ungleichmäßigen Förderung
des Dickstoffes durch die Förderleitung und zu einer Verschlechterung des volumetrischen
Wirkungsgrades der Pumpe führt.
[0006] Zur Vermeidung der beschriebenen Kurzschlüsse während der Schwenkbewegung sind Zweizylinderdickstoffpumpen
bekannt, von denen die Erfindung ausgeht. Auch bei diesen Dickstoffpumpen münden die
Förderzylinderöffnungen auf der Wand des Vorfüllbehälters, so daß die Dickstoffdurchflußöffnungen
kreisförmig sind, wobei die Eintrittsöffnung des Steuerschiebers ebenfalls den kreisförmigen
Umriß und denselben Flächeninhalt wie die unter sich gleichen Dickstoffdurchflußöffnungen
aufweist. Der Steuerschieber weist jedoch beiderseits seiner Eintrittsöffnung Schieberplatten
auf, welche die Fläche vergrößern, mit der sich der Steuerschieber auf der Vorfüllbehälterwand
bewegt. Nach Erreichen des Endes eines Pumphubes erfolgt die Umschaltung des Steuerschiebers
von einer Endstellung in die andere. In der Schaltmittelstellung verschließen einerseits
die vorgenannten Schieberplatten die Öffnungen beider Förderzylinder, während andererseits
die Eintrittsöffnung des Steuerschiebers auf der Fläche zwischen den Austrittsöffnungen
der Förderzylinder abdichtet. Dadurch werden Kurzschlüsse verhindert.
[0007] Die Folge dieser sogenannten positiven Überdeckung der Dickstoffdurchflußöffnungen
ist jedoch eine dem Förderzylinderdurchmesser entsprechende Verbreiterung des Steges
zwischen den Austrittsöffnungen der Förderzylinder. Das bedeutet eine Vergrößerung
des Schwenkwinkels des Steuerschiebers, eine Verlängerung des Steuerschieberweges
und die damit verbundenen Nachteile eines vergrößerten Verschleißes und verlängerter
Schaltzeiten.
[0008] Die Erfindung beschreitet demgegenüber einen anderen Weg, dessen Grundgedanke im
Anspruch 1 wiedergegeben ist. Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Dadurch, daß erfindungsgemäß die Dickstoffströme durch Distanzrohre verlaufen, in
denen sie verformt werden, ist es möglich, daß die Dickstoffdurchflußöffnungen auf
der Wand des Vorfüllbehälters von der durch die Förderzylinder vorgegebenen Kreisform
abweichen. Da erfindungsgemäß diese Abweichungen in einer Verkürzung des lichten Durchmessers
der von den Distanzrohren gebildeten Dickstoffdurchflußöffnungen am Steg bestehen,
ergibt sich eine Verschmälerung des Steges, auch bei einer im wesentlichen positiven
Überdeckung, wobei die Durchmesserverminderung der Steuerschiebereintrittsöffnung
dem Steg angepaßt ist. Hieraus folgt eine verkürzte Schwenkbewegung mit verkürzter
Schaltzeit. Deshalb hat die Erfindung den Vorteil, daß sie bei im wesentlichen positiven
Überdeckung außer einer Verschleißminderung und einer Verkürzung der Schaltzeiten
auch eine Verringerung des Mittenabstandes der Förderzylinder ermöglicht, welche u.a.
auch die Einbauprobleme mobiler Dickstoffpumpen verringert.
[0010] Vorzugsweise und mit den Merkmalen des Anspruches 2 gelingt es, die für die beschriebene
Verformung des anfangs vollzylindrischen Dickstoffstromes aus den Förderzylindern
auf der Distanzrohrstrecke erforderlichen Kräfte gering zu halten. Dann ergeben sich
für jede Art des zu fördernden Dickstoffes bestimmte und hauptsächlich durch praktische
Versuche zu ermittelnde Längen, auf denen eine kontinuierliche Verformung des Dickstoffstromes
stattfindet.
[0011] Eine der möglichen Querschnittsformen des Gegenstandes ist Anspruch 3. Aus der dort
beschriebenen ovalen Querschnittsform ergibt sich eine bestimmte Symmetrie, welche
sich vorteilhaft auf den Gesamtaufbau der Dickstoffpumpe auswirkt.
[0012] Eine andere Ausführungsform der Erfindung, welche Gegenstand des Anspruches 4 ist,
verzichtet auf parabolische Querschnittsformen zu Gunsten von aus im wesentlichen
geradlinigen und abgerundeten Segmenten zusammengesetzten Umrissen des Querschnittes.
Hieraus ergeben sich kontinuierliche Umrißformen, die sich vorteilhaft auf die Abdichtung
auswirken.
[0013] Die positive Überdeckung bestimmt sich aus der Querschnittsform der Öffnungen und
der Breite des Steges, wenn keine zusätzlichen Maßnahmen am Steuerschieber ergriffen
werden. Das ist Gegenstand des Anspruches 5. Während man aber bislang allgemein davon
ausgegangen ist, daß der offene Kurzschluß durch die positive Überdeckung nur dann
vermieden wird, wenn der Steg eine vollständige Auflage der Dichtung der Eintrittsöffnung
durch seine Bemessung gewährleistet, gilt zumindest für Beton, daß dies aus praktischen
Gründen nicht erforderlich ist. Tatsächlich ergibt sich die Vermeidung eines offenen
Kurzschlusses auch dann, wenn Restspalte zwischen der Dichtfläche der Eintrittsöffnung
und den Stegkanten verbleiben vorausgesetzt allerdings, daß diese Restspalte nicht
größer als etwa im Anspruch 6 mitgeteilt, ausfallen. Auf diese Weise gelingt es, den
Schwenkwinkel und die Schaltzeit weiter zu verkleinern, ohne daß unangenehme Kurzschlüsse
in Kauf genommen werden müssen.
[0014] Die vorstehend bezeichnete Regel gilt auch für solche Ausführungsformen der Erfindung,
welche sich zur Erzielung der positiven Überdeckung des Mittels der Verbreiterung
des Steuerschiebers an der Eintrittsöffnung bedienen, was Gegenstand des Anspruches
6 ist.
[0015] Die für solche Ausführungsformen erforderlichen Mittel sind vergleichsweise einfach.
Sie sind beispielsweise im Anspruch 7 wiedergegeben.
[0016] Die Einzelheiten, weiteren Merkmale und andere Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsformen anhand der Figuren in der
Zeichnung. Es zeigen
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform, nämlich in zwei Ansichten, wobei die obere Darstellung
in Achsrichtung der Förderzylinder die Flächenübergänge der Distanzrohrstrecken zeigt
und in der unteren Darstellung einen dem Kreisbogen a-a folgenden und in die Ebene
projezierten Schnitt A-A,
- Fig. 2
- eine andere Ausführungsform im wesentlichen perspektivisch nach der oberen Darstellung
der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine weiter abgeänderte Ausführungsform im wesentlichen in perspektivischer Darstellung
gemäß der Fig. 2,
- Fig. 4
- die Ausführungsform gem. Fig. 3 in einem anderen Schaltzustand und
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung der Ausführungsform nach Fig. 3.
[0017] Gemäß der Darstellung in Fig. 1 handelt es sich um eine Zweizylinderkolbenpumpe zur
Förderung von Beton. Die beiden Förderzylinder 1, 2 weisen als Verdränger einen Kolben
3 an einer Kolbenstange 4 auf. Gemäß der dargestellten Phase fördert der Zylinder
2 durch seine Austrittsöffnung 22 gemäß den eingetragenen Pfeilen den vorher aus einem
Vorfüllbehälter 6 angesaugten Dickstoff in die Förderleitung 7. Gleichzeitig bewegt
sich der nicht dargestellte Kolben im Zylinder 1 in Gegenrichtung und saugt dabei
den Beton aus dem Vorfüllbehälter 6 an. Hat der Kolben 3 seine Endstellung erreicht,
so wechselt in den Zylindern 1, 2 die Kolbenrichtung, wodurch nunmehr der Kolben im
Förderzylinder 1 den Beton in die Förderleitung 7 drückt, während der Kolben 3 im
Förderzylinder 2 Dickstoff aus dem Vorfüllbehälter 6 ansaugt. Ein Steuerschieber 11
bestimmt die jeweilige Richtung des Dickstofflusses. Der Steuerschieber 11 ist ständig
mit seiner Austrittsöffnung 8 mit dem pumpenseitigen Ende 9 an der Förderleitung 7
verbunden und sitzt in einer Rohrdrehverbindung 10 (Fig. 4). Der Steuerschieber ist
ein allgemein S-förmig gekrümmtes Schwenkrohr 11 und weist eine Eintrittsöffnung 12
auf. Die Eintrittsöffnung 12 ist von einer Dichtung 14 umgeben, welche auf der Rückwand
15 des Vorfüllbehälters dichtet. Auf dieser Rückwand münden die Dickstoffdurchflußöffnungen
16, 17, durch die je nach Förderspiel der Dickstoff in den saugenden Zylinder 1 ein-
und aus den fördernden Zylinder 2 austritt. In allen Ausführungsformen der Erfindung
weisen die Dickstoffdurchflußöffnungen 16 und 17 und die Eintrittsöffnung 12 des Steuerschiebers
11 unter sich gleiche Umrisse und Flächeninhalte auf. Hierdurch ist ein ungestörter
Durchfluß des Dickstoffes gewährleistet.
[0018] Wie sich aus der oberen Darstellung der Fig. 1 ergibt, liegen die Mittelachsen 18,
19 der Förderzylinder auf einem Teilkreisbogen 20 um den Schwenkmittelpunkt 21 des
Steuerschiebers 11, welcher der Mittelpunkt der Steuerschieberaustrittsöffnung 8 ist.
Die Entfernung der Förderzylindermittelachsen 18 und 19 entspricht dem Bogenwinkel
α.
[0019] Die Dickstoffdurchlußöffnungen 16 und 17 sind mit den ihnen zugeordneten Förderzylinderöffnungen
22, 23 durch je ein Distanzrohr 24, 25 verbunden. Der Steuerschieber 11 läßt sich,
wie am Beispiel des Distanzrohres 25 in der unteren Darstellung der Fig. 1 gezeigt,
in jeweils einer seiner Endlagen mit einer der Dickstoffdurchflußöffnungen 16, 17
derart ausfluchten, daß sich die Eintrittsöffnung 12 des Steuerschiebers 11 mit der
betreffenden Dickstoffdurchflußöffnung 16 oder 17 überdeckt. Die hierzu erforderliche
schwingende Bewegung erfolgt über den Bogenwinkel β.
[0020] Während die Förderzylinderöffnungen 22, 23 den aus der Darstellung der Fig. 1 ersichtlichen
kreisförmigen Umriß 27, 28 aufweisen, sind die lichten Durchmesser der von den Distanzrohren
24, 25 gebildeten Dickstoffdurchflußöffnungen 16, 17 am Steg 29 verkleinert. Dieser
Steg 29 ergibt sich durch den Achsmittenabstand 18, 19 der Förderzylinder 1, 2 und
der davon grundsätzlich abhängigen Dickstoffdurchflußöffnungen 16, 17 auf der Rückwand
15 des Vorfüllbehälters 6.
[0021] In der oberen Darstellung der Fig. 1 ist durch die Form der von den Förderzylindern
1, 2 divergierenden Distanzrohre 24, 25 der jeweilige Dickstoffstrom abgelenkt, so
daß sich eine Verschiebung der Punkte 18 und 19 auf die Punkte 30 und 31 ergibt. Im
Ausführungsbeispiel der Fig. 1 ist der lichte Durchmesser so weit vermindert, daß
sich jeweils eine am Steg liegende Abplattung 32, 33 der Umrißlinie 331, 321 der Dickstoffdurchflußöffnungen
16, 17 ergibt. Diese Durchmesserverminderung liegt bei der Steuerschiebereintrittsöffnung
12 ebenfalls auf dem Steg. Dadurch fallen die Stegkanten im wesentlichen mit den Abplattungen
32, 33 und den betreffenden Abplattungen der Steuerschiebereintrittsöffnung 12 zusammen.
[0022] In der Ausführungsform nach Fig. 2 ist die Steuerschiebereintrittsöffnung strichpunktiert
bei 35 dargestellt. Sie entspricht einem ovalen Querschnitt, dessen längere Querschnittsachse
36 auf einem Radius R um den Schwenkmittelpunkt 21 liegt. Die kürzere Achse schneidet
als Sekante den Teilkreis 20 und liegt daher ebenfalls am Steg. In den Ausführungsformen
der Fig. 1 und 2 ist die Größe der Fläche des Steges 29 zwischen den Dickstoffdurchflußöffnungen
16 und 17 der Distanzrohrstrecken 24, 25 mit deren Querschnitt der gleiche wie die
Dickstoffdurchflußöffnungen 16 und 17.
[0023] Die Länge der Distanzrohrstrecken 24, 25 ist so bemessen, daß eine Optimierung des
Verformungswiderstandes des Dickstoffes aus der Kreisquerschnittsform 27, 28 der Förderzylinder
1, 2 in die Umrißform 331, 321 der Dickstoffdurchflußöffnungen 16, 17 eintritt. Im
Ausführungsbeispiel der Fig. 1 entspricht die Flachengröße der Dickstoffdurchflußöffnungen
16, 17 im wesentlichen der Flächengröße der Förderzylinder 1, 2, was jedoch nicht
Voraussetzung ist.
[0024] In der Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Umrißform der Öffnungen 16, 17 bzw. 12
am Beispiel der Öffnung 12 gemäß dem gestrichelten Linienzug 37 gewählt. Die Durchmesserverminderung
am Steg führt wiederum zu einer Verminderung des Durchmessers, im Ausführungsbeispiel
zu einer Abplattung der Umrißlinie, die bei 32 und 33 wiedergegeben ist. Diese Abplattungen
liegen im wesentlichen in der Richtung eines Radius r um den Schwenkmittelpunkt 21.
Die beiden Abplattungen 32, 33 sind im wesentlichen durch nach Radien gekrümmte Bögen
38, 39 verbunden. Ferner ist die Größe der Stegfläche derart vermindert, daß sich
in der Mittelstellung des Steuerschiebers 11 Spalte 40, 41 an den Abplattungen ergeben,
die eine restliche negative Überdeckung erzeugen. Solche Spalte treten auch in der
Ausführungsform nach Fig. 2, die dort ebenfalls mit 40 und 41 bezeichnet, auf. Diese
Spalte sind indessen so gewählt, daß ihre maximale Größe der Größenordnung der Hälfte
der mittleren Korngröße des Dickstoffes ausmacht.
[0025] In der Ausführung der Erfindung nach der Fig. 5 ist die gleiche bzw. eine der Querschnittsform
der Ausführungsform nach Fig. 3 entsprechende Umrißlinie 42 der Steuerschiebereintrittsöffnung
12 gewählt. Der Steuerschieber weist jedoch beiderseits der Öffnung 12 Verbreiterungen
in Form von Steuerschieberplatten 43, 44 auf. Hierdurch ist es möglich, daß in der
gezeichneten Endlage des Steuerschiebers 11 die Platte 43 die Dickstoffstoffdurchflußöffnung
16 des Distanzrohres 25 am Förderzylinder 2 erst freigibt, wenn die Eintrittsöffnung
12 die Durchflußöffnung 17 des Distanzrohres 24 am Förderzylinder 1 überdeckt.
[0026] Wie sich aus der Darstellung der Fig. 4 ergibt, werden dadurch die beschriebenen
Spalte vermieden. Wie sich aus einem Vergleich der Fig. 3 und 4 ergibt, fluchtet die
jeweils kürzere Kante der im wesentlichen kreisringsegmentförmigen Schieberplattenanordnung
43, 44 in den Endstellungen des Steuerschiebers 11 mit den Abflachungen 32, 33. Dabei
überdeckt in der Darstellung der Fig. 4 die Steuerschieberplatte 44 den gesamten Steg
29 in der links gezeichneten Endstellung des Steuerschiebers. Im anderen Schaltzustand
tritt diese positive Überdeckung mit der Steuerschieberplatte 43 ein. Die kürzeren
Kanten der Steuerschieberplatten 43, 44 sind bei 45 und 46 in Fig. 4 dargestellt.
Die längeren und im wesentlichen parallelen Kanten 47, 48 sind allgemein gesehen auf
einem Radius r um den Schwenkmittelpunkt 21 des Schiebers 7 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel
ist diese Krümmung durch einen Polygonzug ersetzt, um überflüssige Schieberfläche
einzusparen und dadurch zu einer Minimierung der Masse des Steuerschiebers zu kommen.
1. Dickstoffpumpe mit Förderzylindern (1, 2), insbesondere Zweizylinderbetonpumpe, die
zur Steuerung des Dickstoffflusses einen Steuerschieber (11) aufweist, der ständig
an einer Austrittsöffnung (8) mit dem pumpenseitigen Ende (9) einer Förderleitung
(7) verbunden ist und wenigstens eine Eintrittsöffnung (12) aufweist, an der er auf
dem Steg (29) zwischen den Dickstoffdurchflußöffnungen (16, 17) ) aus den Förderzylindern
in einem Vorfüllbehälter (6) abdichtet, wobei die Dickstoffdurchflußöffnungen (16,
17) und die Eintrittsöffnung (12) des Steuerschiebers (11) unter sich gleiche Umrisse
und Flächeninhalte aufweisen und der Steuerschieber (11) benachbarte Dickstoffdurchflußöffnungen
(16, 17) durch eine schwingende Bewegung abwechselnd mit der Förderleitung (7) und
dem Vorfüllbehälter (6) verbindet, dadurch gekennzeichnet, daß die Dickstoffdurchflußöffnungen
(16, 17) mit den ihnen zugeordneten Förderzylinderöffnungen (22, 23) durch je ein
Distanzrohr (24, 25) verbunden sind und die lichten Durchmesser der von den Distanzrohren
(24, 25) gebildeten Dickstoffdurchflußöffnungen (16, 17) am Steg (29) verkleinert
sind, wobei die Durchmesserverminderung der Steuerschiebereintrittsöffnung (12) dem
Steg (29) angepaßt ist (Fig. 1).
2. Dickstoffpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Distanzrohre
(24, 25) so bemessen ist, daß eine Optimierung des Verformungswiderstandes des Dickstoffes
aus der Kreisquerschnittsform (27, 28) der Förderzylinder (1, 2) in die Querschnittsform
(331, 321) der Dickstoffdurchlußöffnungen (16, 17) der Distanzrohre (24, 25) eintritt.
3. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Querschnitte der Dickstoffdurchflußöffnungen (16, 17) einem ovalen Querschnitt (35)
entsprechen, dessen längere Querschnittsachse auf einem Radius (R) um den Schwenkmittelpunkt
(21) ) des Steuerschiebers (11) liegen.
4. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnitte
der Dickstoffdurchflußöffnungen (16, 17) aus Kreisbögen (38, 39) und Abflachungen
(40, 41) zusammengesetzt sind.
5. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die von
der Kreisform abweichende Querschnittsform der Dickstoffdurchflupöffnungen (16, 17)
Restspalte (40, 41) in der Mittelstellung des Steuerschiebers hinterläßt, deren maximale
Spaltgröße etwa der Größenordnung der Hälfte der mittleren Korngröße des Dickstoffes
entspricht.
6. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichtung
(14) der Steuerschiebereintrittsöffnung (12) auf der Vorfüllbehälterwand (15) beiderseits
derart verbreitert ist, daß sich eine im wesentlichen positive Überdeckung ergibt.
7. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbreiterung
der Abdichtung (14) der Steuerschiebereintrittsfläche aus Steuerschieberplatten (43,
44) besteht, welche an den Rändern der Eintrittsöffnung (12) ansetzen und im wesentlichen
parallele längere Kanten (47, 48) aufweisen, die gemäß Radien (r) an den Schwenkmittelpunkt
(29) des Steuerschiebers (11) gekrümmt sind.
8. Dickstoffpumpe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die parallelen Kanten
(47, 48) der Steuerschieberplatten (43, 44) einem Polygonzug folgen.
9. Dickstoffpumpe nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
kürzeren Kanten (45, 46) der Steuerschieberplatten (43, 44) mit den Abflachungen (32,
33) der Umrisse der Öffnungen (16, 17; 12) zusammenfallen.
1. A pump having delivery cylinders (1, 2) for thick materials, such as a two-cylinder
pump for concrete, comprising, for the control of the flow of the thick materials,
a control slide valve (11) which is permanently connected at a discharge orifice (8)
to the pump-side end (9) of a conveyor pipeline (7) and which comprises at least one
intake orifice (12) at which it is sealed within a pre-filling container (6) relative
to the cross-piece (29) between the thick material discharge openings (16, 17) from
the delivery cylinders, wherein the thick material discharge openings (16, 17) and
the intake orifice (12) of the control slide valve (11) comprise respectively the
same profiles and surface areas, said control slide valve (11) alternately connecting
the adjacent thick material discharge openings (16, 17) to the conveyor pipeline (7)
and to the pre-fill container (6) by means of an oscillating movement, characterised
in that the thick material discharge openings (16, 17) are connected to the delivery
cylinder openings (22, 23) associated with them by means of a respective spacing pipe
(24, 25) and the inside diameters of the thick material discharge openings (16, 17)
formed by the spacing pipes (24, 25) are reduced at the cross-piece (29), wherein
the diameter reduction of the intake orifice (12) of the control slide valve conforms
with the cross-piece (29) (fig. 1).
2. A pump for thick materials according to claim 1, characterised in that the length
of the spacing pipes (24, 25) is calculated in such a way that an optimisation of
the deformation resistance of the thick material takes place from the circular cross-sectional
form (27, 28) of the delivery cylinders (1, 2) to the cross-sectional form (331, 321)
of the thick material discharge openings (16, 17) of the spacing pipes (24, 25).
3. A pump for thick materials according to one of the claims 1 and 2, characterised in
that the cross-sections of the thick material discharge openings (16, 17) conform
to an oval cross section (35) whose longer cross-sectional axes lie on a radius (R)
around the swivel midpoint (21) of the control slide valve (11).
4. A pump for thick materials according to one of the claims 1 to 3, characterised in
that the cross-sections of the thick material discharge openings (16, 17) consist
of circular arcs (38, 39) and flat sections (40, 41).
5. A pump for thick materials according to one of the claims 1 to 4, characterised in
that the cross-sectional form of the thick material discharge openings (16, 17), when
deviating from the circular form, leave behind residual clefts (40, 41) in the central
position of the control slide valve, the maximum cleft size of which corresponds approximately
to the order of magnitude of one half of the average particle size of the thick material.
6. A pump for thick materials according to one of the claims 1 to 5, characterised in
that the seal (14) of the intake orifice (12) of the control slide valve on the pre-fill
container wall (15) is increased in width on both sides in such a way that an essentially
positive overlay results.
7. A pump for thick materials according to one of the claims 1 to 5, characterised in
that the widened extension of the seal (14) of the intake surface of the control slide
valve consists of control slide valve plates (43, 44) which locate on the rims of
the intake orifice (12) and comprise essentially parallel longer edges (47, 48) which
are curved in accordance with the radii (r) at the swivel midpoint (29) of the control
slide valve (11).
8. A pump for thick materials according to claim 7, characterised in that the parallel
edges (47, 48) of the control slide valve plates (43, 44) have polygonal shapes.
9. A pump for thick materials according to one of the claims 7 and 8, characterised in
that the shorter edges (45, 46) of the control slide valve plates (43, 44) coincide
with the flattened sections (32, 33) of the profiles of the openings (16, 17; 12).
1. Pompe pour produits épais, comportant des cylindres de transport (1, 2), en particulier
pompe à béton à deux cylindres, qui présente, pour commander le débit de produit épais,
un tiroir de commande (11) relié en permanence à l'extrémité côté pompe (9) d'une
conduite de transport (7) et présentant au moins un orifice d'entrée (12), où il assure,
sur l'entretoise (29) située entre les orifices (16, 17) de passage du produit épais,
l'étanchéité depuis des cylindres de transport dans un récipient (6) de préremplissage,
étant entendu que les orifices (16, 17) de passage du produit épais et l'orifice d'entrée
(12) du tiroir de commande (11) présentent entre eux les mêmes contours et les mêmes
superficies, et que le tiroir de commande (11), par un mouvement de pivotement, relie
alternativement des orifices (16, 17) de passage voisins à la conduite de transport
(7) et au récipient (6) de préremplissage,
caractérisée en ce que les orifices (16, 17) de passage du produit épais sont chacun
raccordés, par un tube d'écartement (24, 25) aux orifices associés (22, 23) de passage
appartenat aux cylindres de transport, ces orifices correspondant aux premiers orifices,
et les diamètres d'ouverture des orifices (16, 17) de passage du produit épais, formés
par les tubes d'écartement (24, 25), sont réduits sur l'entretoise (29), la diminution
du diamètre de l'orifice d'entrée (12) du tiroir de commande étant adaptée à l'entretoise
(29) (figure 1).
2. Pompe pour produits épais suivant la revendication 1, caractérisée en ce que la longueur
des tubes d'écartement (24, 25) est dimensionnée de telle façon qu'il se produise
une optimisation de la résistance à la déformation du produit épais, de la forme circulaire
(27, 28) de section des cylindres de transport (1, 2) vers la forme de section (331,
321) des orifices (16, 17) de passage du produit épais des tubes d'écartement (24,
25).
3. Pompe pour produits épais suivant la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisée
en ce que les sections des orifices (16, 17) de passage du produit épais correspondent
à une section ovale (35), dont les grands axes de la section, situés sur un rayon
(R), passent par le point central de pivotement (21) du tiroir de commande (11).
4. Pompe pour produits épais suivant l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en
ce que les sections des orifices (16, 17) de passage sont constituées par la juxtaposition
d'arcs de cercle (38, 39) et de parties applaties (40, 41).
5. Pompe pour produits épais suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en
ce qu'à la forme de section des orifices (16, 17) de passage du produit épais dérivée
de la forme circulaire, succèdent, dans la position centrale du tiroir de commande,
d'autres tranches (40, 41) dont la grandeur maximale de tranche correspond sensiblement
à l'ordre de grandeur de la moitié de la granulométrie moyenne du produit épais à
transporter.
6. Pompe pour produits épais suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en
ce que le joint d'étanchéité (14) entre l'orifice d'entrée (12) et la paroi (15) du
récipient de préremplissage présente, des deux côtés, un élargissement tel que l'on
obtienne un recouvrement essentiellement positif.
7. Pompe pour produits épais suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en
ce que l'élargissement du joint d'étanchéité (14) de la surface d'entrée du tiroir
de commande est constitué par des plaques (43, 44) du tiroir de commande, qui s'appuient
contre les bords de l'orifice d'entrée (12) et présentent des arêtes essentiellement
parallèles (47, 48) les plus longues, comportant des courbures de rayons (r) par rapport
au point central de pivotement (21) du tiroir de commande (11).
8. Pompe pour produits épais suivant la revendication 7, caractérisée en ce que les arêtes
parallèles (47, 48) des plaques (43, 44) suivent un tracé polygonal.
9. Pompe pour produits épais suivant la revendication 7 ou la revendication 8, caractérisée
en ce que les arêtes plus courtes (45, 46) des plaques (43, 44) du tiroir de commande
viennent coïncider avec les zones applaties (32, 33) des contours des orifices (16,
17; 12).