(19)
(11) EP 0 562 500 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.09.1993  Patentblatt  1993/39

(21) Anmeldenummer: 93104597.5

(22) Anmeldetag:  20.03.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E05B 15/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE DE ES FR GB IT NL

(30) Priorität: 27.03.1992 DE 9204127 U

(71) Anmelder: Kollenberg, Manuel
D-42555 Velbert (DE)

(72) Erfinder:
  • Kollenberg, Manuel
    D-42555 Velbert (DE)

(74) Vertreter: Honke, Manfred, Dr.-Ing. et al
Patentanwälte Andrejewski, Honke & Partner, Postfach 10 02 54
D-45002 Essen
D-45002 Essen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Profilzylinderrosette


    (57) Eine Profilzylinderrosette besteht aus einer im Bereich einer Profilzylinderaufnahme (3) auf ein Türblatt (4) aufschraubbaren, im wesentlichen rechteckigen Montageplatte (1) mit einer Profilzylinderquerschnitt aufweisenden Zentralöffnung (5) und aus einer in Längsrichtung (9) auf die Montageplatte (1) aufschiebbaren Montageplattenabdeckung (2) mit einer Profilzylinderquerschnitt aufweisenden Zentralausnehmung (10). Die Montageplatte (1) weist an ihren Längsrändern (11) mit Abstand von ihrer Türblattanlagefläche (13) angeordnete Vorsprünge (12) und die Montageplattenabdeckung (2) an ihren Längsrändern (14) sich zur Montageplatte (1) hin erstreckende durchlaufende Abdeckstege (15) mit Vorkragungen (16) auf, welche in aufgeschobener Stellung der Montageplattenabdeckung (2), in der deren Zentralausnehmung (10) mit der Zentralöffnung (5) der Montageplatte (1) fluchtet, die Vorsprünge (12) der Montageplatte (1) hinterfassen. Bei einer solchen Profilzylinderrosette kommt man zu einer in sicherheits- und funktionstechnischer Hinsicht verbesserten Ausführungsform, wenn die an den Längsrändern (14) der Montageplattenabdeckung (2) vorgesehenen Abdeckstege (15) an ihren Enden durch an den Querseiten (17) verlaufende zusätzliche Abdeckstegelemente (18) zu einer geschlossen umlaufenden Steganordung (15, 18) miteinander verbunden sind und die Montageplatte (1) neben den Vorsprüngen (12) mit Durchlässen (19) für die Vorkragungen (16) und die Montageplattenabdeckung (2) neben den Vorkragungen (16) mit Durchlässen (20) für die Vorsprünge (12) versehen ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Profilzylinderrosette, bestehend aus einer im Bereich einer Profilzylinderaufnahme auf ein Türblatt aufschraubbaren, im wesentlichen rechteckigen Montageplatte mit einer Profilzylinderquerschnitt aufweisenden Zentralöffnung und aus einer in Längsrichtung auf die Montageplatte aufschiebbaren Montageplattenabdeckung mit einer Profilzylinderquerschnitt aufweisenden Zentralausnehmung, wobei die Montageplatte an ihren Längsrändern mit Abstand von ihrer Türblattanlagefläche angeordnete Vorsprünge und die Montageplattenabdeckung an ihren Längsrändern sich zur Montageplatte hin erstreckende durchlaufende Abdeckstege mit Vorkragungen aufweist, welche in aufgeschobener Stellung der Montageplattenabdeckung, in der deren Zentralausnehmung mit der Zentralöffnung der Montageplatte fluchtet, die Vorsprünge der Montageplatte hinterfassen.

    [0002] Bei einer aus der Praxis bekannten, druckschriftlich nicht näher belegten Profilzylinderrosette der genannten Art bestehen die Montageplatte und die Montageplattenabdeckung jeweils aus einem Profilabschnitt, die über ihre gesamte Länge übereinanderzuschieben sind. Der Vorteil solcher Profilzylinderrosetten besteht darin, daß nach Aufschieben der Montageplattenabdeckung auf die Montageplatte und anschließendem Einsetzen eines Profilzylinders die Schrauben, mit denen die Montageplatte am Türblatt befestigt ist, ohne Zerstörung der Profilzylinderrosette nicht mehr zugänglich sind. Nachteilig ist jedoch, daß an den Querseiten der Profilzylinderrosette wegen der dort sichtbaren Trennungslinie zwischen Montageplatte und Montageplattenabdeckung immer noch Ansatzpunkte für ein zerstörerisches Aufbrechen vorhanden sind. Auch kann dort verhältnismäßig leicht korrosionsförderndes Wasser eintreten, so daß die Montageplattenabdeckung zu einem späteren Zeitpunkt oftmals nur mit Schwierigkeiten von Montageplatte wieder lösbar ist. Störend ist weiterhin, daß durch den Einsatz der Profilabschnitte die Stirnseiten verhältnismäßig scharfkantig bzw. -eckig sind, so daß Verletzungen nicht ausgeschlossen werden können.

    [0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Profilzylinderrosette der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die Montageplatte bei montierter Montageplattenabdeckung von außen nicht mehr zugänglich ist.

    [0004] Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die an den Längsrändern der Montageplattenabdeckung vorgesehenen Abdeckstege an ihren Enden durch an den Querseiten verlaufende zusätzliche Abdeckstegelemente zu einer geschlossen umlaufenden Steganordnung miteinander verbunden sind, und daß die Montageplatte neben den Vorsprüngen mit Durchlässen für die Vorkragungen und die Montageplattenabdeckung neben den Vorkragungen mit Durchlässen für die Vorsprünge versehen ist.

    [0005] Durch die neben den Vorsprüngen und Vorkragungen vorgesehenen Durchlässe für die Vorkragungen bzw. Vorsprünge kann die Montageplattenabdeckung senkrecht zur Montageplatte auf die Montageplatte aufgesetzt und durch kürzere Längsverschiebung als bisher in die aufgeschobene Stellung verbracht werden, in der die Zentralausnehmung mit der Zentralöffnung fluchtet. Infolgedessen sind die bisher offenen Querseiten auch verschlossen ausgeführt, so daß keinerlei Ansatzpunkte für Werkzeuge und Witterung mehr gegeben sind. Hinzukommt, daß die Art und Weise der Befestigung der Montageplattenabdeckung von außen überhaupt nicht mehr sichtbar ist.

    [0006] Für die weitere Ausgestaltung bestehen im Rahmen der Erfindung mehrere Möglichkeiten. So sind nach einer bevorzugten Ausführungsform die Montageplatte und die Montageplattenabdeckung als Druckgußteile ausgeführt. Im übrigen emfiehlt es sich für eine insgesamt niedrige Bauhöhe die Anordnung so zu treffen, daß die Montageplatte zwischen der Zentralöffnung und den Querseiten mit jeweils einer Bohrung für eine Senkkopf-Befestigungsschraube versehen ist und die Steganordnung eine der Dicke der Montageplatte in etwa entsprechende Höhe aufweist. Für eine möglichst schnelle und sichere Befestigung sowie Halterung der Montageplattenabdeckung an der Montageplatte sollten die Vorsprünge und Durchlässe an der Montageplatte einerseits, die Vorkragungen und Durchlässe an der Montageplattenabdeckung andererseits an jeder der beiden Längsränder mehrfach, insbesondere dreifach vorgesehen sein. Bewährt hat sich in diesem Zusammenhang eine Ausführungsform, bei der die Vorsprünge und Vorkragungen im Querschnitt zueinander komplementär dreieckförmig ausgebildet sind; dabei kann ohne Schwierigkeiten ein Klemmsitz verwirklicht werden. Zur Vermeidung unnötiger Verletzungen empfiehlt es sich, die Montageplattenabdeckung mit gerundeten Außenkanten und -ecken auszuführen; zugleich wird durch eine solche Ausführungsform auch die Ästhetik gefördert.

    [0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen
    Fig. 1
    eine Aufsicht auf eine Profilzylinderrosette,
    Fig. 2
    eine Aufsicht auf den Gegenstand der Fig. 1 bei abgenommener Montageplattenabdeckung,
    Fig. 3
    die Rückseite der abgenommenen Montageplattenabdeckung,
    Fig. 4
    einen Längsschnitt A-A durch den Gegenstand der Fig. 1 und
    Fig. 5
    einen Querschnitt B-B durch den Gegenstand der Fig. 1.


    [0008] Die in den Figuren dargestellte Profilzylinderrosette besteht in ihrem grundsätzlichen Aufbau zunächst aus einer Montageplatte 1 und einer Montageplattenabdeckung 2. Die Montageplatte 1 und die Montagenplattenabdeckung 2 sind als Druckgußteile ausgeführt. Die Montageplatte 1 ist im wesentlichen rechteckig und im Bereich einer Profilzylinderaufnahme 3 auf ein in der Zeichnung lediglich angedeutetes Türblatt 4 aufgeschraubt. Die Montageplatte 1 weist eine Zentralöffnung 5 mit Profilzylinderquerschnitt und zwischen der Zentralöffnung 5 und den Querseiten 6 jeweils eine Bohrung 7 für einen Senkkopf-Befestigungsschraube 8 auf, über die die Montageplatte 1 mit dem Türblatt 4 verbunden ist. Die Montageplattenabdeckung 2 ist ebenfalls im wesentlichen rechteckig, jedoch ein wenig größer als die Montageplatte 1 und in Längsrichtung (Pfeil 9) auf die Montageplatte 1 aufschiebbar. Sie weist eine Zentralausnehmung 10 mit Profilzylinderquerschnitt auf. Die Montageplatte 1 ist an ihren Längsrändern 11 mit Vorsprüngen 12 versehen, die mit Abstand von ihrer Türblattanlagefläche 13 angeordnet sind. Die Montageplattenabdeckung 2 ist an ihren Längsrändern 14 mit sich zur Montageplatte 1 hin erstreckenden durchlaufenden Abdeckstegen 15 mit Vorkragungen 16 versehen. Diese Vorkragungen 16 hinterfassen die Vorsprünge 12 der Montageplatte 1, wenn die Montageplattenabdeckung 2 so weit auf die Montageplatte 1 aufgeschoben ist, daß deren Zentralausnehmung 10 mit der Zentralöffnung 5 fluchtet.

    [0009] Wie man insbesondere aus den Fig. 3 und 5 erkennt, sind die an den Längsrändern 14 der Montageplattenabdeckung 2 vorgesehenen Abdeckstege 15 an ihren Enden durch an den Querseiten 17 verlaufende zusätzliche Abdeckstegelemente 18 so miteinander verbunden, daß die Abdeckstege 15 und Abdeckstegelemente 18 eine geschlossene umlaufende Steganordnung bilden, die eine Höhe H aufweist, die der Dicke D der Montageplatte 1 in etwa entspricht. Außerdem erkennt man durch eine vergleichende Betrachtung der Fig. 2 und 3, daß die Montageplatte 1 neben den Vorsprüngen 12 mit Durchlässen 19 für die Vorkragungen 16 versehen ist und die Montageplattenabdeckung 2 neben den Vorkragungen 16 mit Durchlässen 20 für die Vorsprünge 12 versehen ist, so daß die Montageplattenabdeckung 2 senkrecht zur Montageplatte 1 auf diese aufsetzbar ist. Die Vorsprünge 12 und die Durchlässe 19 an der Montageplatte 1 einerseits, die Vorkragungen 16 und Durchlässe 20 an der Montageplattenabdeckung 2 andererseits sind an jeder der beiden Längsränder 11 bzw. 14 dreifach vorgesehen. Die Vorsprünge 12 und Vorkragungen 16 sind im Querschnitt zueinander komplementär dreieckförmig ausgebildet (vgl. Fig. 4). Die Montageplattenabdeckung 2 ist mit gerundeten Außenkanten 21 und -ecken 22 ausgeführt.

    [0010] Wie anhand der Figuren verhältnismäßig leicht erkennbar ist, kann die beschriebene Profilzylinderrosette denkbar einfach montiert werden. Die Montageplatte 1 wird mit Hilfe der beiden Senkkopf-Befestigungsschrauben 8 am Türblatt 4 befestigt. Anschließend wird die Montageplattenabdeckung 2 senkrecht zur Montageplatte 1 auf diese aufgesetzt, so daß die Vorsprünge 12 und Vorkragungen 16 durch die jeweiligen Durchlässe 19 bzw. 20 hindurch aneinander vorbeigehen, bis die Steganordnung 15, 18 der Montageplattenabdeckung 2 am Türblatt 4 anliegt. Anschließend wird die Montageplattenabdeckung 2 in Richtung des Pfeiles 9 verschoben, bis die Zentralöffnung 5 und die Zentralausnehmung 10 miteinander fluchten. Unmittelbar anschließend wird dann der Profilzylinder eingesetzt. Eine Demontage ist nur nach vorherigem Entfernen des Profilzylinders möglich.


    Ansprüche

    1. Profilzylinderrosette, bestehend aus einer im Bereich einer Profilzylinderaufnahme (3) auf ein Türblatt (4) aufschraubbaren, im wesentlichen rechteckigen Montageplatte (1) mit einer Profilzylinderquerschnitt aufweisenden Zentralöffnung (5) und aus einer in Längsrichtung (9) auf die Montageplatte (1) aufschiebbaren Montageplattenabdeckung (2) mit einer Profilzylinderquerschnitt aufweisenden Zentralausnehmung (10) wobei die Montageplatte (1) an ihren Längsrändern (11) mit Abstand von ihrer Türblattanlagefläche (13) angeordnete Vorsprünge (12) und die Montageplattenabdeckung (2) an ihren Längsrändern (14) sich zur Montageplatte (1) hin erstreckende durchlaufende Abdeckstege (15) mit Vorkragungen (16) aufweist, welche in aufgeschobener Stellung der Montageplattenabdeckung (2), in der deren Zentralausnehmung (10) mit der Zentralöffnung (5) der Montageplatte (1) fluchtet, die Vorsprünge (12) der Montageplatte (1) hinterfassen, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Längsrändern (14) der Montageplattenabdeckung (2) vorgesehenen Abdeckstege (15) an ihren Enden durch an den Querseiten (17) verlaufende zusätzliche Abdeckstegelemente (18) zu einer geschlossen umlaufenden Steganordnung (15, 18) miteinander verbunden sind, und daß die Montageplatte (1) neben den Vorsprüngen (12) mit Durchlässen (19) für die Vorkragungen (16) und die Montageplattenabdeckung (2) neben den Vorkragungen (16) mit Durchlässen (20) für die Vorsprünge (12) versehen ist.
     
    2. Profilzylinderrosette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (1) und die Montageplattenabdeckung (2) als Druckgußteile ausgeführt sind.
     
    3. Profilzylinderrosette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplatte (1) zwischen der Zentralöffnung (5) und den Querseiten (17) mit jeweils einer Bohrung (7) für eine Senkkopf-Befestigungsschraube (8) versehen ist und die Steganordnung (15, 18) eine der Dicke (D) der Montageplatte (1) in etwa entsprechende Höhe (H) aufweist.
     
    4. Profilzylinderrosette nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (12) und Durchlässe (19) an der Montageplatte (1) einerseits, die Vorkragungen (16) und Durchlässe (20) an der Montageplattenabdeckung (2) andererseits an jeder der beiden Längsränder (14) mehrfach, insbesondere dreifach vorgesehen sind.
     
    5. Profilzylinderrosette nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (12) und Vorkragungen (16) im Querschnitt zueinander komplementär dreieckförmig ausgebildet sind.
     
    6. Profilzylinderrosette nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Montageplattenabdeckung (2) mit gerundeten Außenkanten (21) und -ecken (22) ausgeführt ist.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht