[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Wäschespinne, bestehend aus einem Gestell, das
eine Tragsäule und mehrere, die Wäscheleinen tragende Tragarme aufweist, wobei zum
Schutz der Wäsche ein an der Wäschespinne befestigtes, diese überdeckendes Dach angeordnet
ist.
[0002] Um aufgehängte Wäsche vor Wetter und Umwelteinflüssen, wie Regen, Hagel, Staub und
Schmutz durch ein die Wäschespinne überdeckendes Dach zu schützen, wurden schon die
verschiedensten Vorschläge gemacht.
[0003] So wurde bereits mehrfach vorgeschlagen, über die Tragarme eine Art Haube zu ziehen,
wobei nach einem Vorschlag zum Halten der Haube zusätzliche Streben notwendig sind,
nach einem anderen Vorschlag eine aufsteckbare Verlängerung der Tragsäule angeordnet
wird. Auch schirmartige Abdeckungen zum Aufstecken auf Wäschespinnen sind schon bekannt
geworden.
[0004] Alle bekannten Anordnungen haben den Nachteil, daß deren Anbringung und Inbetriebnahme
verhältnismäßig aufwendig ist und überdies, daß bei Nichtgebrauch des Daches dieses
nicht einfach, platzsparend und geschützt verstaut werden kann.
[0005] Die Erfindung hat es sich daher zum Ziel gesetzt, eine Wäschespinne der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß sowohl die Inbetriebnahme des Daches als auch dessen
Abnahme einfach durchzuführen ist, wobei das Dach auch bei Nichtgebrauch leicht und
sicher zu verstauen ist. Erreicht wird dieses Ziel dadurch, daß am Gestell der Wäschespinne
ein, wenigstens eine ausrollbare Plane aufnehmendes Gehäuse befestigt ist, welche
Plane nach deren Ausrollen das Dach bildet.
[0006] Bei einer erfindungsgemäßen Wäschespinne bracht bei Inbetriebnahme des Daches die
Plane oder die Planen bloß aus dem Gehäuse ausgezogen bzw. ausgerollt und deren Ende(n)
befestigt zu werden. Das Einrollen der Plane ist ebenso einfach und ebenfalls einfach
ist das Verstauen des Gehäuses. Bei Nichtgebrauch ist die Plane durch das Gehäuse
geschützt.
[0007] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Varianten möglich. Bei einer Ausführungsform
ist das Gehäuse an wenigstens zwei Tragarmen befestigt, wobei dem Gehäuse gegenüberliegende
Tragarme zum Halten des ausgerollten Endes der Plane ausgebildet sind.
[0008] Es ist dabei möglich, daß im Gehäuse eine in entgegengesetzter Richtung zur ersten
Plane ausrollbare zweite Plane angeordnet ist, zu deren Halterung wenigstens ein schwenkbarer
Arm vorgesehen ist. Durch diese zweite Plane wird der durch das Dach überdeckte Bereich
vergrößert und die Wäsche daher zusätzlich geschützt.
[0009] Die Wasserableitung von der Plane bzw. den Planen kann in üblicher Weise dadurch
erfolgen, daß die Planen nach außen geneigt sind, sodaß das Wasser außen abrinnen
kann. Bei einer solchen Ausführungsform wird allerdings der von der Wäschespinne bzw.
deren Dach überdeckte Bereich nicht natürlich bewässert, sodaß dort befindliche Pflanzen
wegen Wassermangel nicht richtig gedeihen können. Gras wird in vielen Fällen unter
einer solchen abgedeckten Wäschespinne gelb werden. Um dies zu vermeiden, ist nach
einem weiteren Merkmal der Erfindung die ausgerollte Plane zum Gehäuse hin geneigt
und das Gehäuse ist mit einer Wässerableitung versehen.
[0010] Durch diese Wasserableitung kann also der unter dem Dach befindliche Bereich des
Bodens natürlich bewässert werden. Besonders zweckmäßig erweist es sich dabei, wenn
die Wasserableitung durch die Tragsäule hindurch erfolgt.
[0011] Nachstehend ist die Erfindung anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben, ohne auf diese Beispiele beschränkt zu sein. Dabei zeigt Fig. 1
schematisch einen Schnitt durch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Wäschespinne
und Fig. 2 stellt eine Ansicht von oben dieser Wäschespinne nach Fig. 1 dar. Fig.
3 gibt in verkleinertem Maßstab in Ansicht eine weitere Ausführungsform der Erfindung
wieder.
[0012] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 ist eine rohrförmige Tragsäule 1 an
ihrem oberen Ende mit Ansätzen 2 versehen, an denen zwei längere Tragarme 3 und zwei
kürzere Tragarme 4 angelenkt sind. Die Tragarme 3 und 4 tragen in bekannter Weise
Wäscheleinen 5.
[0013] Mindestens die Tragarme 4 sind ebenfalls rohrförmig ausgebildet und in das obere
Ende dieser Tragarme 4 sind Rohrstutzen 6 gesteckt, die von einem Gehäuse 7 nach unten
abstehen. Das Gehäuse 7 ist im Bereich der Rohrstutzen 6 mit einer Abflußöffnung 8
versehen. Im Gehäuse 7 sind zwei Trommeln 9 und 10 gelagert, auf die Planen 11 und
12 aufgerollt werden können.
[0014] Die Plane 11 ist an ihrem verstärkten Ende an Haken 13 od. dgl. befestigt, mit denen
die Enden der Tragarme 3 versehen sind. Auf der Seite der Plane 12 ist am Gehäuse
7 ein Arm 14 schwenkbar gelagert, der in seiner ausgeschwenkten Stellung das ebenfalls
verstärkte Ende der Plane 12 festhält. Die Neigung des Armes 14 in seiner ausgeschwenkten
Stellung ist dabei derart, daß die Plane 12, so wie die Plane 11, in der ausgerollten
Stellung zum Gehäuse 7 geneigt ist.
[0015] Die Tragsäule 1 ist auf einen in den Boden gerammten Pflock 15 aufgesteckt, wobei
die Tragsäule 1 oberhalb des Pflockes 15 durch eine schräge Leitfläche 16 verschlossen
ist. Knapp oberhalb dieser Leitfläche 16 ist in der Tragsäule 1 eine Öffnung 17 angeordnet.
[0016] Wie sich aus Fig. 1 zwanglos ergibt, kann daher bei Regen das auf die Planen 11 und
12 fallende Regenwässer über das Gehäuse 7, dessen Öffnung 8, den Rohrstutzen 6, den
Tragarm 4 und die Tragsäule 1 in den Bereich um die Tragsäule 1 gelangen, sodaß auch
der unterhalb des von den Planen 11 und 12 abgedeckte Bereiches wirkungsvoll bewässert
wird.
[0017] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist auf einer Tragsäule 20 eine Muffe 21 verschieb-
und feststellbar, an der Tragarme 22 für die Wäscheleinen 23 angelenkt sind. Die Tragarme
22 sind mit Streben 24 gelenkig verbunden, die an ihren den Tragarmen 22 gegenüberliegenden
Enden mit einem mit der Tragsäule 20 verbundenen Kopfstück 25 schwenkbar gelagert
sind.
[0018] Eine derartige Ausbildung einer Wäschespinne ist an sich bekannt und daher nicht
Gegenstand vorliegender Erfindung.
[0019] Erfindungsgemäß ist am Kopfstück 25 der Tragsäule 20 ein Gehäuse 26 befestigt, das,
ähnlich wie bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 zwei aufgerollte Planen
27, 28, bzw. deren Trommeln aufnimmt. Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel nach den
Fig. 1 und 2 sind die beiden Planen 28 und 27 jedoch gleich lang und damit deren Trommeln
gleich groß.
[0020] Beim gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Plane 27, ähnlich wie die Plane 12, durch
einen Arm 29 nach oben hin gehalten. Die Plane 28 wird, ähnlich wie die Plane 11,
an den Enden der Tragarme 22 befestigt.
[0021] Ist das Gehäuse 26 daher über eine Bohrung mit der hohlen Tragsäule 20 verbunden,
gelangt das auf die Plane 27 bei Regen fallende Wasser in den durch die Planen 27,
28 überdeckten Bereich, wogegen das auf die Plane 28 fallende Wasser seitlich abrinnt.
[0022] Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich, so könnte z.B. bei
der Ausführungsform nach Fig. 3 auch die Plane 28 nach oben verspannt werden und es
wäre ebenso möglich bei dieser Ausführungsform auch die Plane 27 nach unten zu verspannen,
indem ihr Ende an den Enden der Tragarme 22 eingehängt wird.
[0023] Auch könnte zuerst das Ende der Plane befestigt, dann das Gehäuse weggezogen und
ebenfalls befestigt werden.
1. Wäschespinne, bestehend aus einem Gestell, das eine Tragsäule (1,20) und mehrere,
die Wäscheleinen (5,23) tragende Tragarme (3,4;22) aufweist, wobei zum Schutz der
Wäsche ein an der Wäschespinne befestigtes, diese überdeckendes Dach angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß am Gestell ein, wenigstens eine ausrollbare Plane (11,12;27,28) aufnehmendes
Gehäuse (7,26) befestigt ist, welche Plane (11,12;27,28) nach deren Ausrollen das
Dach bildet.
2. Wäschespinne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (7) an wenigstens zwei Tragarmen (4) befestigt ist und dem Gehäuse
(7) gegenüberliegende Tragarme (3) zum Halten des ausgerollten Endes der Plane (11)
ausgebildet sind.
3. Wäschespinne nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (7) eine in entgegengesetzter Richtung zur ersten Plane (11) ausrollbare
zweite Plane (12) angeordnet ist, zu deren Halterung wenigstens ein schwenkbarer Arm
(14) vorgesehen ist.
4. Wäschespinne nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ausgerollte(n) Plane(n) (11,12;27) zum Gehäuse (7,26) hin geneigt sind und
das Gehäuse mit einer Wasserableitung versehen ist.
5. Wäschespinne nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserableitung durch die Tragsäule (1,20) hindurch erfolgt.