[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Verschließen der Türe eines Containers,
insbes. eines solchen zum Transport von gefährlichen Gütern.
[0002] Derartige Container dienen in der Regel als Transportbehälter für Schütt- oder auch
für Stückgüter, wobei insbesondere jene Container gemeint sind, die sowohl auf speziell
konstruierten Lastkraftwagen als auch auf speziellen Eisenbahnwaggons einzusetzen
sind.
[0003] Solche Container sind unter der Bezeichnung ACTS (Abroll-Container-Straße-Schiene)
bekannt und vor allem deshalb besonders interessant, weil am Umschlagbahnhof ein Kran
nicht benötigt wird. Es kann daher auf jedem Bahnhof die Verladung solcher Container,
auch mit gefährlichen Gütern, erfolgen, was bei anderen Containersystemen nicht möglich
ist.
[0004] Bei dem Transport der Container auf Lastkraftwagen ist im Falle einer normalen Beanspruchung
im herkömmlichen Verkehrsablauf die Beanspruchung der Containertür relativ gering,
da die Beschleunigungs- bzw. Verzögerungswerte eines Lastkraftwagens nicht so erheblich
sind. Im Falle von Unfällen, können jedoch beachtlich größere Kräfte auftreten, wobei
jener Fall, bei welchem der LKW mit seiner gesamten Ladung umstürzt, ausgenommen bleiben
sollte. Bei der Beförderung auf der Bahn hingegen kann es im Verschubdienst zu erheblich
größeren Beanspruchungen als im normalen Fahrbetrieb kommen, da beim Verschub von
Waggons die einzelnen Waggons, die mit den Containern beladen sind, oft mit nicht
geringer Geschwindigkeit auf Bremswaggons oder Prallböcke auflaufen. Es müssen daher
die Container insbesondere für den Betrieb bei Bahnverkehr hohen Bremskräften gewachsen
sein. Es muß nämlich verhindert werden, daß bei einem stärkeren Aufprall die Tür durch
das im Container befindliche Gut so stark verformt wird, daß im Container befindliches
Gut durch die durch die verformte Tür geschaffene Öffnung aus dem Container austreten
kann.
[0005] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der eingangs genannten
Art zu schaffen, mittels welcher auch bei höheren Verzögerungen die Ladeöffnung des
Containers zuverlässig durch die Türe verschlossen bleibt.
[0006] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Türe einflügelig ausgebildet
ist, wobei der Türflügel einen umlaufenden, starren, mit dem Türblatt dicht verbundenen
Rahmen aufweist, der, zumindest im unteren Bereich, mit jenem Rahmen, der die Türöffnung
begrenzt, z.B. mittels Kebelschrauben, entlang seines Verlaufes verspannbar ist. Aufgrund
des Verspannens des Rahmens entlang seines Verlaufes ist somit ein Ausbeulen der Türe
zumindest im unteren Bereich verhindert, wobei durch die Knebelschrauben eine besonders
einfache Handhabung der Verspannung erzielt ist.
[0007] Vorteilhafterweise kann das Türblatt in Horizontalrichtung verlaufende Verstärkungsrippen
aufweisen, was verhindert, daß sich das Türblatt im Mittelbereich der Türe so stark
ausbeult, daß es am Rand von dem Rahmenlosgerissen und damit die Tür undicht wird.
Dabei können die Verstärkungsrippen durch wellenartige Ausformungen, z. B. rinnenartige
Abkantungen, gebildet sein. Dadurch ist eine besonders einfache Herstellbarkeit des
Türblattes ermöglicht.
[0008] Schließlich können die Verstärkungsrippen zusätzlich in ihrer Längsmitte durch ein
querverlaufendes Verstärkungsprofil abgestützt sein, welches mit dem Rahmen des Türflügels
fest verbunden ist. Dadurch wird eine noch höhere Festigkeit des Türblattes erreicht.
[0009] In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
[0010] Fig. 1 zeigt einen ersten Container im Schaubild.
[0011] Fig. 2 gibt eine Stirnansicht des Containers von der Verschlußtürseite her wieder.
[0012] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Knebelschrauben, die an den Seitenwandungen befestigt
sind (Detail III der Fig. 2).
[0013] Fig. 4 veranschaulicht eine Draufsicht auf die Knebelschrauben bei geschnittenen
Rahmen.
[0014] Fig. 5 gibt einen Vertikalschnitt durch die Rahmen im Bereich einer an der Unterkante
vorgesehenen Knebelschraube wieder (Detail V der Fig. 2).
[0015] Fig. 6 ist eine Draufsicht auf die Knebelschraube gemäß Fig. 5.
[0016] Fig. 7 zeigt eine zweite Containervariante in Seitenansicht.
[0017] Fig. 8 gibt den Container in Draufsicht wieder.
[0018] Fig. 9 veranschaulicht eine Stirnansicht des Containers von der Seite der Tür her
gesehen.
[0019] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist am Container 1 ein Rahmen 2 entlang der
Türöffnung vorgesehen, der mit einem Rahmen 3 des Türflügels verspannbar ist. Der
Rahmen 3 des Türflügels ist am Rahmen 2 der Türöffnung über Scharniere 4 schwenkbar
gelagert, wobei zum Verspannen im unteren Bereich der Türöffnung Knebelschrauben 5
vorgesehen sind.
[0020] Der Container 1 weist auf seiner Oberseite eine Füllöffnung 6 auf, welche mittels
eines Deckels 7 abschließbar ist. Der Container 1 ist für loses Schüttgut vorgesehen,
welches von oben in den Container 1 eingefüllt wird. Die Containertür 8 ist einflügelig
ausgebildet und weist einen Rahmen 3 auf, welcher durch das Türblatt 9 dicht abgeschlossen
ist. Das Türblatt 9 weist Verstärkungsrippen 10 auf, welche zusätzlich noch durch
eine Querverstrebung 11 gegen Herausbeulen gesichert sind. Diese Querverstrebung 11
ist mit dem Rahmen 3 fest verbunden.
[0021] Die Ausbildung der Knebelschrauben, von welchen die an der Unterkante vorgesehenen
Knebelschrauben 5' anders ausgebildet sind als die im vertikalen Bereich vorgesehenen
Knebelschrauben 5 wird nachstehend anhand der Figuren 3 bis 6 dargelegt. Die Knebelschrauben
5 sind zwischen Laschen 12, welche am Rahmen 2 der Türöffnung starr befestigt sind,
über einen Bolzen 13 schwenkbar gelagert. Am Rahmen 3 sind Haltelaschen 14 vorgesehen,
die in Einschwenkrichtung der Knebelschrauben geschlitzt sind. Der Schraubenbolzen
15 der Knebelschrauben wird um den Bolzen 13 in die Längsschlitzung der Haltelaschen
14 eingeschwenkt und mittels einer Mutter 16 festgeschraubt. Die Mutter 16 weist einen
starr angeschweißten Ring 17 auf, mit welchem die Mutter 16 leicht betätigbar ist.
[0022] Bei den Knebelschrauben 5' ist ein Haltebügel 18 am unteren horizontalen Holm des
Rahmens 2 befestigt, welcher U-förmig ausgebildet ist, wobei im Bereich des Steges
zwischen den beiden am Rahmen 2 angeschweißten Schwenkeln der Bolzen 15 bei 19 schwenkbar
gelagert ist. Die Festlegung am Rahmen 3 erfolgt in gleicher Weise wie bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 3 und Fig. 4.
[0023] Der Behälter 1 wird bei Gebrauch so eingesetzt, daß das Türblatt durch Schwenken
des Rahmens 3 zum Rahmen 2 hin um die Scharniere 4 geschlossen wird, wonach dann die
Knebelschrauben 5, 5' in die entsprechenden Halterungen 14 eingeschwenkt und durch
Anziehen der Mutter 16 mit dem Rahmen 2 verspannt wird. Zusätzlich zu diesem Verschluß
weist der Container 1 noch einen Hebelverschluß 20 auf, welcher ein zusätzliches Festhaken
des Türrahmens 3 bewirkt, um bei Abkippen des Schüttgutes die Knebelschrauben 5, 5'
von der Hinterseite des Fahrzeuges sicher öffnen zu können und erst dann, wenn alle
Knebelschrauben geöffnet sind, den Türrahmen 3 durch Betätigung des Hebelgestänges
20 freizugeben und den Inhalt auszukippen.
[0024] Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 7 - 9 handelt es sich um einen Container 21
für Stückgut, bei welchem das Stückgut auf Palletten oder auch einzeln hineingeschlichtet
wird. Dieser Container ist allseits geschlossen und weist an seinem hinteren Ende
eine Tür auf, deren Rahmen 23 mit dem die Türöffnung umschließenden Rahmen 22 mittels
Klebenschrauben 25, 25' verspannbar ist. Die Tür ist seitlich über Scharniere 24 angeschlagen
und zwar nur im oberen Bereich der Türe, wogegen im unteren Bereich die Türe frei
schwingen kann. An der den Scharnieren gegenüberliegenden Seite reichen die Knebelschrauben
bis zur Oberkante des Containers, wobei auf der die Scharniere tragenden Seite im
unteren Bereich der Türe gleichfalls noch eine Knebelschraube 25 vorgesehen ist. Das
Türblatt 29, welches mit dem Rahmen 23 fest und dicht verbunden ist, weist Verstärkungsrippen
30 auf, die auch bei dieser Ausführungform horizontal verlaufen. Diese Verstärkungsrippen
sind durch eine quer verlaufende Verstärkung 31 abgestützt, welche mit dem Rahmen
23 fest verbunden ist. Zusätzlich zu den Knebelschrauben 25, 25' sind bei dieser Ausführungsform
zwei Riegelverbindungen 30 vorgesehen, welche ein vorübergehendesSchließen der Türen
ermöglichen, bevor dann die Knebelschrauben alle eingeschwenkt und verspannt sind.
[0025] Die Knebelschrauben 25 entsprechen der Ausbildung der Knebelschrauben 5 gemäß den
Fig. 3 und 4 und die Knebelschrauben 25' jener Ausbildung der Knebelschrauben 5' gemäß
den Fig. 5 und 6.
[0026] Zwischen den die Türöffnung umspannenden Rahmen 2 bzw. 22 und dem Rahmen 3 bzw. 23
des Türflügels ist eine Dichtung 41 vorgesehen, welche dem jeweiligen Füllgut entsprechend
ausgewählt wird. Diese Dichtung kann bei Bedarf ohne Probleme gewechselt werden.
[0027] Durch die erfindungsgemäße Anordnung hat sich gezeigt, daß damit eine derart feste
Verbindung zwischen Türflügel und dem die Türöffnung umspannenden Rahmen gegeben ist,
daß Beschleunigungen bis zu 8g ohne Schwierigkeiten verkraftet werden könne, ohne
daß die Tür in irgendeiner Weise undicht werden würde.
1. Anordnung zum Verschließen der Türe eines Containers, insbesondere eines solchen zum
Transport von gefährlichen Gütern, dadurch gekennzeichnet, daß die Türe einflügelig
ausgebildet ist, wobei der Türflügel einen umlaufenden, starren, mit dem Türblatt
(9; 29) verbundenen Rahmen (3; 23) aufweist, der, zumindest im unteren Bereich, mit
jenem Rahmen (2; 22), der die Türöffnung begrenzt, z.B. mittels Knebelschrauben (5,
5'; 25, 25') entlang seines Verlaufes verspannbar ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Türblatt (9; 29) in Horizontalrichtung
verlaufende Verstärkungsrippen (10; 30) aufweist.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippen (10;
30) durch wellenartige Ausformungen, z.B. rinnenartige Abkantungen, gebildet sind.
4. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsrippen
(10; 30) zusätzlich in ihrer Längsmitte durch ein querverlaufendes Verstärkungsprofil
(11; 31) abgestützt sind, welches mit dem Rahmen (3; 23) des Türflügels fest verbunden
ist.