(19)
(11) EP 0 563 561 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
23.04.1997  Patentblatt  1997/17

(21) Anmeldenummer: 93102651.2

(22) Anmeldetag:  19.02.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)6E21B 10/32

(54)

Bohrkrone zum Überlagerungsbohren

Superimposing drilling bit

Trépan de forage superposé


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 02.04.1992 DE 4211048

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
06.10.1993  Patentblatt  1993/40

(73) Patentinhaber: Boart HWF GmbH & Co. KG Hartmetallwerkzeugfabrik
D-36151 Burghaun (DE)

(72) Erfinder:
  • Rosenkranz, Peter, Dipl.-Ing.
    W-6000 Frankfurt am Main 50 (DE)

(74) Vertreter: Cohausz & Florack Patentanwälte 
Postfach 33 02 29
40435 Düsseldorf
40435 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 444 682
US-A- 1 858 263
GB-A- 2 132 252
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Vorliegende Erfindung betrifft eine Bohrkrone zum Überlagerungsbohren mit einem mit Hartmetallstiften oder dergleichen versehenen Kopf und einem den Kopf tragenden Schaft, wobei der Schaft Mittel zur drehstarren Verbindung mit einem angetriebenen Innenrohrgestänge aufweist, wobei die Bohrkrone mindestens eine Spülmittelleitung aufweist, wobei der Kopf eine Mehrzahl von symmetrisch über seinen Umfang verteilt angeordneten Ausnehmungen aufweist und wobei in den Ausnehmungen Schwenkkronen derart angeordnet sind, daß sie im eingeschwenkten Zustand innerhalb des Bohrkronendurchmessers zu liegen kommen und im Bohrkronendurchmesser hinauskragen.

    [0002] In stark zunehmendem Maße führen Trend und Notwendigkeit im Kanal- und Leitungsbau aus den verschiedensten Gründen von der offenen Bauweise hin zur geschlossenen Bauweise, was den Einsatz immer neuer und leistungsfähiger Bohrverfahren und Bohrwerkzeuge erfordert. Hierbei gewinnt der ursprünglich für den Einsatz im Steinbruch konzipierte Imloch-Hammer dank seiner exzellenten Bohrleistung und seiner Einsatzmöglichkeiten selbst bei extremen Baugrundverhältnissen immer stärker an Bedeutung.

    [0003] Beim Überlagerungsbohren werden im Stand der Technik zwei verschiedene Wege beschritten. Zum einen sind Bohrvorrichtungen zum Überlagerungsbohren bekannt, welche unter Verwendung einer Bohrspülung mit einem eine Ringbohrkrone tragenden Außenrohrgestänge, einem in dem Außenrohrgestänge verlaufenden und eine zentrische Vollbohrkrone tragenden Innenrohrgestänge und mit einem das Innenrohrgestänge drehenden ersten Drehantrieb und einem das Außenrohrgestänge drehenden zweiten Drehantrieb versehen sind, wobei beide Gestänge an einer angetriebenen Vorschubvorrichtung montiert sind (DE-C-2 924 393). Zum anderen ist es bekannt, Exzenter-Bohrvorrichtungen einzusetzen. Eine bekannte Exzenter-Bohrvorrichtung ist in der DE-C 3 024 102 beschrieben. Hierbei wird die Exzenterbohrkrone am Ende des Außenrohrgestänges exzentrisch verspannt, um einen Bohrdurchmesser zu erhalten, welcher größer ist als der Außendurchmesser des Außenrohrgestänges. Nach dem Lösen der Verspannung kann die Exzenterbohrkrone mit dem Innenrohrgestänge durch das Außenrohrgestänge zurückgezogen werden.

    [0004] In jedem Fall wird beim Überlagerungsbohren ein Bohrloch erzeugt, welches in seinem Durchmesser größer ist als der Außendurchmesser der einzubringenden Verrohrung. Die Verrohrung wird zweckmäßigerweise als Außenrohrgestänge der jeweiligen Bohrvorrichtung ausgeführt, wobei im Falle der zuvor als erste Alternative beschriebenen Vorrichtung die vom Außenrohrgestänge getragene Ringbohrkrone zumindest bei der Herstellung von Sackbohrungen verloren ist. In jedem Fall ist der Abstand zwischen dem Außenrohrgestänge zum eigentlichen Rohrkopf stets relativ klein zu halten, um eine vorzeitige Auskesselung in der Bohrlochwand auszuschließen. Zum Austragen des Bohrkleins wird - vorzugsweise durch das Innenrohrgestänge - ein geeignetes Spülmittel wie Luft oder eine Wasser/Öl-Emulsion im Bohrlochtiefsten ausgetragen. Der aus Bohrklein und Spülmittel bestehende Bohrschlamm wird durch den Ringraum zwischen Innenrohrgestänge und Außenrohrgestänge aus dem Bohrloch ausgespült.

    [0005] Beide genannten und zuvor näher beschriebenen alternativen Vorrichtungen zum Überlagerungsbohren sind in gewisser Beziehung mit Nachteilen behaftet, so ist bei der konzentrischen Anordnung von Ring- und Vollbohrkrone stets ein sehr hoher Verschleiß, insbesondere der Ringbohrkrone, zu verzeichnen. Ferner sind die - oft verlorenen - Ringbohrkronen teuer in der Herstellung, da extrem harte Materialien verwendet werden müssen, weil ein Auswechseln beim Bohrbetrieb nicht mehr möglich ist. Bei der Verwendung von Exzenterbohrkronen treten relativ große Abweichungen bei der Richtungsgenauigkeit auf und es sind nur geringe Schnittleistungen möglich.

    [0006] Aus der gattungsbildenden GB-A-2 132 252 ist eine im Lochhammer- oder Tieflochhammer-Bohrkrone bekannt, welche für Erweiterungsbohrungen zusätzliche Bohrkronen mit speziellen Aufnahmeschäften und Tangentialsicherungen im eigentlichen Bohrkopf aufnehmen kann. Dabei können die Bohrkronenköpfe konzentrisch oder exzentrisch ausgeführt sein. Im Falle der exzentrischen Ausführung ist der Bohrkronenschaft so ausgebildet, daß er in der zylindrischen Aufnahme in seiner Drehbewegung durch entsprechende Anschläge fixiert wird. Es ist schnell ersichtlich, daß durch die besondere Ausgestaltung von Bohrkronenschaft und -aufnahme der Herstellungsaufwand bei dieser bekannten Bohrkrone äußerst hoch ist. Dies ist insbesondere auf die universelle Einsetzbarkeit hinsichtlich konzentrischer und exzentrischer Bohrkronen zurückzuführen.

    [0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Bohrkrone der zuvor genannten Art so auszugestalten und weiterzubilden, daß die Bohrkrone, insbesondere zum Auswechseln, stets wieder aus dem Bohrloch entfernt und dennoch ein großer Überschnitt erreicht werden kann.

    [0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Seitenwände der Ausnehmungen einen Anschlag für die Schwenkkronen bilden und daß die Hartmetallstifte im Bereich zwischen den Ausnehmungen über den gesamten Durchmesser der Bohrkrone verteilt angeordnet sind. Auf diese Weise wird ohne zusätzlichen konstruktiven Aufwand ein sicherer Anschlag für die in die Arbeitsposition ausgeschwenkten Schwenkkrone erreicht.

    [0009] Die erfindungsgemäße Lösung hat auch wirtschaftliche Vorteile, da die einzelnen Schwenkkronen - im Gegensatz zu der nicht mehr austauschbaren Ringbohrkrone - schnell und einfach ausgewechselt werden können. Durch diese mögliche Verringerung der Standzeiten können bei der Materialauswahl erhebliche Einsparungen erreicht werden.

    [0010] Wie bereits erwähnt, sind die Ausnehmungen für die Schwenkkronen symmetrisch über den Umfang des Kopfes verteilt. Dabei ist es vorteilhaft, daß jede Schwenkkrone mit einem exzentrisch angeordneten Schaft versehen ist und daß sie im Bereich der Ausnehmungen mehrere Aufnahmebohrungen zur Aufnahme der Schäfte der einzelnen Schwenkkronen aufweist. Hierbei wiederum ist es zweckmäßig, daß die Aufnahmebohrungen und/oder die Schwenkkronen Mittel für eine gegenseitige Verbindung aufweisen. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, da die Bohrkrone mit den auf ihr angeordneten Schwenkkronen wieder aus dem Bohrloch geborgen werden muß. Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn jede Aufnahmebohrung in der Bohrkrone eine ringförmige Nut und jede Schwenkkrone im Bereich ihres Schaftes eine mit der Nut korrespondierende Verbreiterung aufweist. Herstellungstechnisch ist es besonders günstig, wenn die Verbreiterung als in der am Schaft jeder Schwenbkkrone vorgesehenen Nut angeordneter Federring ausgebildet ist.

    [0011] Nach einer weiteren Lehre der Erfindung verzweigt sich die Spülmittelleitung im Schaft der Bohrkrone zu den einzelnen Ausnehmungen für die Schwenkkronen. Es hat sich herausgestellt, daß es nicht notwendig ist, auch die Schwenkkronen mit eigenen Spülmittelleitungen zu versehen, wenn Spülmittelleitungen im Bereich der einzelnen Ausnehmungen enden. Hierbei ist es von Vorteil, wenn die Öffnungen der Spülmittelleitungen in den Ausnehmungen so angeordnet sind, daß sie von den eingeschwenkten Schwenkkronen verdeckt werden. Dabei ist es zweckmäßig, wenn nach weiterer Ausgestaltung der Erfindung jede Ausnehmung zwei Spülbohrungen aufweist, welche in der im Schaft befindlichen zentralen Spülmittelleitung enden und deren Öffnungen nach außen, d.h. in die Schwenkrichtung jeder Schwenkkrone gerichtet sind. Bei dieser erfindungsgemäßen Ausgestaltung wird nicht nur eine ausreichende Kühlung des Bohrwerkzeugs und Spülung des Bohrkleins erreicht, sondern der Druck des Spülmittels unterstützt die beim Anbohren in erster Linie durch Reibschluß der Schneidaufsätze der Schwenkkronen mit dem Bohrlochtiefsten bewirkte Ausschwenkung. Darüber hinaus bleibt der Bereich der Ausnehmungen stets frei von Bohrschlamm etc., so daß die Schwenkkronen zuverlässig in die Ausnehmungen eingeschwenkt werden können, indem die Innenbohrstange um einen geringen Betrag in die der Bohrrichtung entgegengesetzte Richtung gedreht wird.

    [0012] Weiterhin ist es von Vorteil, daß in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Schneidfläche jeder Schwenkkrone im Bereich des größten Bohrdurchmessers bei ausgeschwenkten Schwenkkronen - also im Randbereich des "erweiterten" Bohrdurchmessers - abgeschrägt ausgebildet ist. Diese Ausgestaltung hat einen günstigen Einfluß auf die Spannungsverteilung in der Bohrlochwand, so daß auch hierdurch unerwünschte Auskesselungen vermieden werden können.

    [0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen
    Fig. 1
    eine erfindungsgemäße Bohrkrone mit drei ausgeschwenkten Schwenkkronen in perspektivischer Ansicht,
    Fig. 2
    eine Aufsicht derselben Bohrkrone, wobei jedoch eine der drei Schwenkkronen im eingeschwenkten Zustand gezeigt ist,
    Fig. 3
    einen Längsschnitt durch die erfindungsgemäße Bohrkrone entlang der Linie III-III aus Figur 2 ohne Schwenkkronen,
    Fig. 4
    einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Bohrkrone entlang der Linie IV-IV gemäß Figur 3 und
    Fig. 5
    einen Längsschnitt durch eine der zur erfindungsgemäßen Bohrkrone gehörenden Schwenkkronen.


    [0014] Die Figuren zeigen eine in erster Linie aus einem Kopf 1 und einem Schaft 2 bestehende Bohrkrone zum Überlagerungsbohren. Der Kopf 1 der erfindungsgemäßen Bohrkrone ist in bekannter Weise mit Hartmetallstiften 3 versehen. Der Schaft 2 wird mit einem angetriebenen und nicht dargestellten Innenrohrgestänge drehstarr verbunden, dazu ist in Figur 3 eine Ausnehmung 4 angedeutet.

    [0015] Im Inneren der erfindungsgemäßen Bohrkrone verläuft durch den Schaft 2 und den Kopf 1 eine Spülmittelleitung 5, welche von einer im Innenrohrgestänge verlaufenden Spülmittelleitung mit Spülmittel zum Ausspülen des Bohrkleins versorgt wird.

    [0016] Erfindungsgemäß weist der Kopf 1 eine Mehrzahl von symmetrisch über seinen Umfang verteilt angeordneten Ausnehmungen 6 auf. Im dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel sind drei Ausnehmungen 6 vorgesehen, in denen Schwenkkronen 7 derart angeordnet sind, daß sie im eingeschwenkten Zustand innerhalb des Bohrkronendurchmessers zu liegen kommen und im ausgeschwenkten Zustand um ein vorgegebenes Maß über den Bohrkronendurchmesser hinauskragen. Während in Figur 1 alle drei Schwenkkronen 7 in ausgeschwenktem Zustand gezeigt werden, ist zur Verdeutlichung in Figur 2 eine der drei Schwenkkronen 7 in ihrer in die Ausnehmung 6 hineingeschwenkten Position dargestellt. Die dargestellte Ausführungsform betrifft eine kleine Ausführung der erfindungsgemäßen Bohrkrone, hierbei beträgt der Bohrkopfdurchmesser 88 mm, und im ausgeschwenkten Zustand der Schwenkkronen 7 wird mit einem "erweiterten" Bohrdurchmesser von 124 mm gebohrt. Es ist leicht ersichtlich, daß größere Ausführungen eine entsprechend höhere Anzahl von Schwenkkronen 7 zulassen.

    [0017] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist jede Schwenkkrone 7 mit einem exzentrisch angeordneten Schaft 8 versehen und weist die Bohrkrone im Bereich ihrer Ausnehmungen 6 mehrere Aufnahmebohrungen 9 zur Aufnahme der Schäfte 8 der einzelnen Schwenkkronen 7 auf, wie besonders deutlich den Figuren 3 und 5 zu entnehmen ist.

    [0018] Für eine sichere Verbindung vom Kopf 1 der Bohrkrone mit den einzelnen Schwenkkronen 7 weisen die Aufnahmebohrungen und die Schwenkkronen 7 Mittel für eine gegenseitige Verbindung auf. Im Ausführungsbeispiel ist jede Aufnahmebohrung 9 in der Bohrkrone mit einer ringförmigen Nut 10 und jede Schwenkkrone 7 an ihrem Schaft 8 mit einer mit der Nut 10 korrespondierenden Verbreiterung versehen. Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Verbreiterung als in der am Schaft 8 vorgesehenen Nut 10 angeordneter Federring 11 ausgebildet ist. Um eine definierte Ausschwenkung der einzelnen Schwenkkronen 7 zu gewährleisten, sind als Mittel zur Begrenzung der ausgeschwenkten Schwenkkronen 7 die die Ausnehmung 6 begrenzenden Seitenwände 12 vorgesehen, wie besonders deutlich aus den Figuren 1 und 2 hervorgeht. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Hartmetallstifte 3 symmetrisch auf dem Kopf 1 und den drei Schwenkkronen 7 verteilt. Es kann jedoch von Vorteil sein, die Hartmetallstifte 3 auch asymmetrisch, insbesondere auf den Schwenkkronen, anzuordnen. Besonders zweckmäßig ist es, daß jede Schwenkkrone 7 im Bereich des größten Bohrdurchmessers bei ausgeschwenkten Schwenkkronen 7 mit einer abgeschrägten Schneidfläche 14 versehen ist, wie aus Figur 1 ersichtlich.

    [0019] Schließlich ist den Figuren zu entnehmen, daß die Öffnungen 13 der Spülmittelleitungen 5 in den Ausnehmungen 6 so angeordnet sind, daß sie von den eingeschwenkten Schwenkkronen 7 verdeckt werden. Insbesondere aus Figur 4 geht hervor, daß jede Ausnehmung 6 zwei Spülbohrungen 5A und 5B aufweist, welche in der im Schaft 2 befindlichen zentralen Spülmittelleitung 5 enden und deren Öffnungen 13 nach außen, d.h. in die Schwenkrichtung jeder Schwenkkrone 7 weisen. Dazu ist es notwendig, daß sich die Spülmittelleitung 5 im Schaft 2 der Bohrkrone zu den einzelnen Ausnehmungen 6 für die Schwenkkronen 7 verzweigt, wie deutlich aus Figur 3 hervorgeht.

    Bezugsziffernliste



    [0020] 
    1
    Kopf
    2
    Schaft
    3
    Hartmetallstift
    4
    Ausnehmung
    5
    Spülmittelleitung
    5A
    Spülmittelleitung
    5B
    Spülmittelleitung
    6
    Ausnehmung
    7
    Schwenkkrone
    8
    Schaft
    9
    Aufnahmebohrung
    10
    Nut
    11
    Federring
    12
    Seitenwand
    13
    Öffnung
    14
    Schneidfläche



    Ansprüche

    1. Bohrkrone zum Überlagerungsbohren mit einem mit Hartmetallstiften (3) oder dergleichen versehenen Kopf (1) und einem den Kopf (1) tragenden Schaft (2), wobei der Schaft (2) Mittel zur drehstarren Verbindung mit einem angetriebenen Innenrohrgestänge aufweist, wobei die Bohrkrone mindestens eine Spülmittelleitung (5) aufweist, wobei der Kopf (1) eine Mehrzahl von symmetrisch über seinen Umfang verteilt angeordneten Ausnehmungen (6) aufweist und wobei in den Ausnehmungen (6) Schwenkkronen (7) derart angeordnet sind, daß sie im eingeschwenkten Zustand innerhalb des Bohrkronendurchmessers zu liegen kommen und im ausgeschwenkten Zustand um ein vorgegebenes Maß über den Bohrkronendurchmesser hinauskragen,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwände (12) der Ausnehmungen (6) einen Anschlag für die Schwenkkronen (7) bilden und daß die Hartmetallstifte (3) im Bereich zwischen den Ausnehmungen (6) über den gesamten Durchmesser der Bohrkrone verteilt angeordnet sind.
     
    2. Bohrkrone nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß jede Schwenkkrone (7) mit einem exzentrisch angeordneten Schaft (8) versehen ist und daß die Bohrkrone im Bereich ihrer Ausnehmungen (6) mehrere Aufnahmebohrungen (9) zur Aufnahme der Schäfte (8) der einzelnen Schwenkkronen (7) aufweist.
     
    3. Bohrkrone nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmebohrungen (9) und/oder die Schwenkkronen (7) Mittel (10, 11) für eine gegenseitige Verbindung aufweisen.
     
    4. Bohrkrone nach den Ansprüchen 2 und 3,
    dadurch gekennzeichnet, daß jede Aufnahmebohrung (9) in der Bohrkrone eine ringförmige Nut (10) und jede Schwenkkrone (7) an ihrem Schaft (8) eine mit der Nut (10) korrespondierende Verbreiterung aufweist.
     
    5. Bohrkrone nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Verbreiterung als in der am Schaft (8) vorgesehenen Nut (10) angeordneter Federring (11) ausgebildet ist.
     
    6. Bohrkrone nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet, daß sich die Spülmittelleitung (5) im Schaft (2) der Bohrkrone zu den einzelnen Ausnehmungen (6) für die Schwenkkronen (7) verzweigt.
     
    7. Bohrkrone nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen (13) der Spülmittelleitungen (5) in den Ausnehmungen (6) so angeordnet sind, daß sie von den eingeschwenkten Schwenkkronen (7) verdeckt werden.
     
    8. Bohrkrone nach Anspruch 6 oder 7,
    dadurch gekennzeichnet, daß jede Ausnehmung (6) zwei Spülbohrungen (5A, 5B) aufweist, welche in der im Schaft (2) befindlichen zentralen Spülmittelleitung (5) enden und deren Öffnungen (13) nach außen, d.h. in die Schwenkrichtung jeder Schwenkkrone (7) weisen.
     
    9. Bohrkrone nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet, daß jede Schwenkkrone (7) im Bereich des größten Bohrdurchmessers bei ausgeschwenkten Schwenkkronen (7) mit einer abgeschrägten Schneidfläche (14) versehen ist.
     


    Claims

    1. A superimposing drilling bit having a head (1) provided with hard metal pins (3) or the like and a shaft (2) supporting the head (1); the shaft (2) having means for connection rigid against torsion to a driven inner tube string; the drilling bit having at least one flushing agent line (5); the head (1) being formed with a plurality of recesses (6) disposed symmetrically distributed over its periphery; and pivoting bits (7) being so disposed in the recesses (6) that in the inwardly pivoted state the bits occupy a position inside the drilling bit diameter and in the outwardly pivoted state project by a given amount beyond the drilling bit diameter, characterized in that the side walls (12) of the recesses (6) form a stop for the pivoting bits (7) in the zone between the recesses (6) the hard metal pins (3) are disposed distributed over the whole diameter of the drilling bit.
     
    2. A drilling bit according to claim 1, characterized in that each pivoting bit (7) has an eccentrically disposed shaft (8) and in the zone of their recesses (6) the drilling bit has a number of receiving bores (9) to receive the shafts (8) of the individual pivoting bits (7).
     
    3. A drilling bit according to claims 1 or 2, characterized in that the receiving bores (9) and/or the pivoting bits (7) have means (10, 11) for connection to one another.
     
    4. A drilling bit according to claims 2 and 3, characterized in that each receiving bore (9) in the drilling bit is formed with an annular groove (10), and the shaft (8) of each pivoting bit (7) is formed with a widened portion corresponding to the groove (10).
     
    5. A drilling bit according to claim 4, characterized in that the widening portion takes the form of a spring ring (11) disposed in the groove (10) with which the shaft (8) is formed.
     
    6. A drilling bit according to one of claims 1 to 5,
    characterized in that the flushing agent line (5) in the shaft (2) of the drilling bit branches to the individual recesses (6) for the pivoting bits (7).
     
    7. A drilling bit according to claim 6, characterized in that the openings (13) of the flushing agent lines (5) are so disposed in the recesses (6) that they are covered by the inwardly pivoted pivoting bits (7).
     
    8. A drilling bit according to claims 6 or 7, characterized in that each recess (6) has two flushing bores (5A, 5B) which terminate in the central flushing agent line (5) situated in the shaft (2) and whose openings (13) point outwardly - i.e. in the pivoting direction of each pivoting bit (7).
     
    9. A drilling bit according to one of claims 1 to 8, characterized in that in the zone of the maximum drilling diameter with the pivoting bits (7) pivoted outwardly, each pivoting bit (7) has a chamfered cutting face (14).
     


    Revendications

    1. Couronne adaptée pour le perçage avec surdiamètre (système OD), comprenant une tête (1), équipée de broches (3) réalisées en métal dur ou d'éléments analogues, et une tige (2) portant la tête (1), la tige (2) comprenant des moyens pour une liaison rigide en torsion avec une timonerie entraînée de tube interne, la couronne présentant au moins un conduit (5) d'un agent de rinçage, couronne dans laquelle la tête (1) présente plusieurs évidements (6) répartis symétriquement sur son pourtour et dans laquelle des couronnes pivotantes (7) sont agencées dans les évidements (6) de telle sorte qu'elles se trouvent à l'intérieur du diamètre de la couronne à l'état non déployé et qu'elles dépassent d'une certaine mesure au-delà du diamètre de la couronne à l'état déployé, caractérisée en ce que les parois latérales (12) des évidements (6) forment une butée pour les couronnes pivotantes (7) et en ce que les broches (3) réalisées en métal dur sont réparties, dans les zones situées entre les évidements (6), sur tout le diamètre de la couronne.
     
    2. Couronne selon la revendication 1, caractérisée en ce que chaque couronne (7) pivotante est munie d'une tige (8) disposée d'une manière excentrique et en ce que la couronne présente dans les zones de ses évidements (6) plusieurs perçages (9) de réception pour recevoir les tiges (8) de chacune des couronnes pivotantes (7).
     
    3. Couronne selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les perçages (9) de réception et/ou les couronnes (7) pivotantes présentent des moyens (10, 11) pour une liaison mutuelle.
     
    4. Couronne selon la revendication 2 et 3, caractérisée en ce que chaque perçage (9) de réception prévu dans la couronne, comporte une rainure (10) annulaire prévue et en ce que chaque couronne (7) pivotante présente à sa tige (8) un renflement associé à la rainure (10).
     
    5. Couronne selon la revendication 4, caractérisée en ce que le renflement est réalisé sous la forme d'une rondelle-ressort (11) disposée dans la rainure (10) prévue dans la tige (8).
     
    6. Couronne selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la conduite (5) de l'agent de rinçage se ramifie dans la tige (2) de la couronne en direction de chacun des évidements (6) destinés aux couronnes (7) pivotantes.
     
    7. Couronne selon la revendication 6, caractérisée en ce que les ouvertures (13) des conduites (5) d'agent de rinçage sont disposées dans les évidements (6) de telle façon qu'ils sont recouverts par les couronnes (7) pivotantes non déployées.
     
    8. Couronne selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que chaque évidement (6) présente deux perçages de rinçage (5A, 5B) qui débouchent dans la conduite centrale (5) d'agent de rinçage, se trouvant dans la tige (2) et dont les ouvertures (13) sont dirigées vers l'extérieur, c'est-à-dire dans la direction de pivotement de chaque couronne (7) pivotante.
     
    9. Couronne selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que chaque couronne (7) pivotante est munie, dans la zone du diamètre de perçage le plus grand et dans le cas de couronnes (7) pivotantes déployées, d'une surface (14) coupante chanfreinée.
     




    Zeichnung