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(11) |
EP 0 563 577 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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21.06.2000 Patentblatt 2000/25 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.02.1996 Patentblatt 1996/07 |
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Anmeldetag: 25.02.1993 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen keramischer Formlinge aus rieselfähiger Masse
Process and device for making ceramic products from a free flowing material
Procédé et dispositif pour la fabrication d'objets en matière céramique à partir d'un
matériau s'écoulant librement
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
30.03.1992 DE 4210337
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.10.1993 Patentblatt 1993/40 |
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Patentinhaber: Erich Netzsch GmbH & Co. Holding KG |
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D-95100 Selb (DE) |
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Erfinder: |
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- Reger, Arnold
W-8591 Hohenberg (DE)
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Vertreter: Münich, Wilhelm, Dr. et al |
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Dr. Münich & Kollegen
Anwaltskanzlei
Wilhelm-Mayr-Str. 11 80689 München 80689 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 128 347 DE-C- 3 636 736
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DE-C- 3 512 852 US-A- 3 593 373
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen keramischer Formlinge
aus einer rieselfähigen Masse zwischen mindestens zwei einen Formhohlraum begrenzenden
Werkzeugteilen, wobei zwischen die Beschichtung an dem ersten Werkzeugteil und die
Membran an dem zweiten Werkzeugteil Masse über einen Füllkanal unter Druck in den
Formhohlraum eingeführt wird und die dabei zugeführte und zu verdrängende Luft über
einen Entlüftungsspalt entweicht.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Herstellung von Formlingen aus
einer rieselfähigen Masse gemäß den Oberbegriffsmerkmalen des unabhängigen Anspruchs
4.
[0003] Zur Durchführung eines solchen Verfahrens ist aus der DE-A-31 28 347 eine Presse
bekannt geworden, bei der die rieselfähige Masse über einen Schießkopf in die vor
dem Füllvorgang evakuierte Schießkammer gelangt, die gleichzeitig Formhohlraum ist.
Zur Evakuierung des Formhohlraums wird Luft über einen Ringspalt abgesaugt, der axial
zwischen dem oberen Formstempel und dem Verschlußring verläuft und in die Unterdruckleitung
des Verschlußrings übergeht, an der sich ein Unterdruckerzeuger mit maschinengesteuertem
Ventil anschließt. Obwohl der Verschlußring und der Formenstempel zwecks ein- oder
mehrmaliger Vorpressung realtiv zueinander bewegbar sind, läßt sich der Ringspalt
nicht gezielt auf unterschiedliche Spaltweiten einstellen.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es demnach, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen
keramischer Formlinge vorzuschlagen, bei dem bzw. bei der die Entlüftung des Formhohlraums
und damit die Einstellung des Entlüftungsspalts auf unterschiedliche Anforderungen
hinsichtlich des Endprodukts bzw. der zu verarbeitenden rieselfähigen Masse einstellbar
ist.
[0005] Diese Aufgabe wird entsprechend der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale
der Ansprüche 1 und 4 gelöst. Weiterbildende erfindungsgemäße Merkmale gehen aus den
kennzeichnenden Teilen der Unteransprüche hervor.
[0006] Hiermit wird die Möglichkeit geschaffen, Preßwerkzeuge in Abhängigkeit von den Anforderungen
an das keramische Endprodukt bzw. den Zustand und die Beschaffenheit der zu verwendenden
keramischen Masse ohne mechanische spangebende Nachbearbeitung auf geänderte Umstände
einzustellen. Dies äußert sich darin, daß der Entlüftungsspalt, über den der Formhohlraum
während des Befüllens mit keramischer rieselfähiger Masse in Form von Granulat und
während des halbisostatischen Preßvorgangs entlüftet wird, den jeweiligen Erfordernissen
angepaßt werden kann. Dies wird erforderlich, wenn Granulate mit unterschiedlichen
Korngrößenspektren mit erheblich schwankender Feuchtigkeit oder Rieselfähigkeit zum
Einsatz kommen. Bei ca. 93 % des Granulats liegt das Kornspektrum zwischen 0,1 - 0,5
mm, der Rest ist unter 0,1 mm bis staubförmig.
[0007] Zum Füllen des Formhohlraums wird das Granulat mit Druckluft eingeschossen. Die dabei
als Transportmittel benützte Druckluft entweicht über den Entlüftungsspalt in einen
außerhalb des eigentlichen Formhohlraums für den keramischen Formling ringförmig angeordneten
Entlüftungskanal. Der Entlüftungsspalt ist im Normalfall auf einen Durchlaß von 0,3
mm eingestellt. Beim Einschießen des Granulats können Granulatkörner von größer als
0,3 mm den Entlüftungsspalt nicht passieren und legen sich vor diesen. Sie bilden
eine Art Filter, durch den nur noch Staub und Luft entweichen können.
[0008] Auch am Anfang des isostatischen Preßvorganges kann noch Luft über diese Kombination
Entlüftungsspalt - Granulatfilter entweichen. Kommt Granulat zum Einsatz, das einen
sehr großen Anteil von Körnern mit einem Durchmesser von unter 0,3 mm hat, würde zu
Beginn des Einschießens ein unerwünscht großer Teil davon durch den Entlüftungsspalt
entweichen. Erst dann, wenn genügend Körner größer als 0,3 mm am Entlüftungsspalt
den Filtereffekt bewirken, würde ein vermehrter Austritt von Granulat über den Entlüftungsspalt
verhindert. Um den negativen Auswirkungen eines zu feinen Granulats zu begegnen, kann
man nun mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung den Entlüftungsspalt enger stellen
und somit ein verstärktes Austreten von Granulat verhindern.
[0009] Dasselbe Vorgehen (Verringerung des Entlüftungsspaltes) kann notwendig werden, wenn
das Granulat durch niedrige Feuchtigkeit oder glattere Oberfläche eine erhöhte Rieselfähigkeit
aufweist und damit auch dazu neigt, in unerwünschter Menge über den Entlüftungsspalt
auszutreten.
[0010] Umgekehrt kann es notwendig sein, den Entlüftungsspalt größer als 0,3 mm zu halten.
Dies kann vor allem dann eintreten, wenn Granulat mit sehr hoher Feuchtigkeit oder
schlechter Rieselfähigkeit zum Einsatz kommt.
[0011] Es ist stets eine optimal auf das Granulat eingestellte Entlüftung anzustreben, da
sie direkte Auswirkungen auf die Länge der Zeit zum Befüllen des Formhohlraums hat
und ebenso die Qualität des Artikels bestimmt. So kann ein zu geringer Entlüftungsspalt
z.B. zu Lufteinschlüssen im Artikel führen, wobei Risse im Fußbereich oder Abschieferungen
im Bereich des Bordes auftreten. Dagegen kann ein zu großer Entlüftungsspalt unter
Umständen einen ungleichmäßig gefüllten Formhohlraum und somit ungleichmäßige Artikelstärken
ergeben.
[0012] Durch die erfindungsgemäße Einrichtung wird es darüber hinaus ermöglicht, die Unterstützung
der Membranrückseite zum Einstellen der Scherbenstärke axial zu verstellen, ohne daß
damit wie bisher die Entlüftungsspaltweite beeinflußt wird. Stellt man die Unterstützung
um 1 mm zurück, um einen größeren Formhohlraum zu erhalten, so kann auch der ringförmig
verstellbare Einsatz am Unterstützungsteil um dieses Maß nach vorn gestellt werden.
Damit ist gewährleistet, daß sich die als optimal ermittelten und eingestellten Verhältnisse
am Entlüftungsspalt nicht ändern. Gleichzeitig damit läßt sich das isostatische Preßwerkzeugunterteil
für die Herstellung weiterer Formlinge einsetzen, sofern diese die gleiche Kontur
der Formlingsunterseite aufweisen. Bei standardisierten Artikeln, z.B. Teller einer
bestimmten Größe, können hier durchaus mehrere Formen nur durch Austausch des beschichteten
Teils des Oberwerkzeugs mit demselben Membranwerkzeugteil hergestellt werden, da die
Weite des Entlüftungsspalts für jeden Bedarfsfall eingestellt werden kann. Diese Möglichkeit
verkürzt vor allem die Umrüstzeit der Preßwerkzeuge bei häufigem Formenwechsel. Dies
kann entsprechend der kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche zur Einrichtung durch
manuelles Einstellen eines ringförmigen` Einsatzes im Bereich des Entlüftungsspalts
geschehen.
[0013] Entsprechend einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann dieser Einstellvorgang
jedoch auch automatisch - ohne Demontage des Membranwerkzeugteils - vorgenommen werden,
indem man die Lage der Membrane bzw. der Beschichtung im Entlüftungsspaltbereich mittels
einer hydraulischen oder funktionsgleichen Einheit auf den entsprechenden Einstellwert
korrigiert. Zur Überwachung bzw. als Impulsgeber für die Änderung des Entlüftungsspalts
können z.B. Initiatoren in der Entlüftungsleitung vorgesehen sein, die durch das Erkennen
oder vielmehr Nichterkennen des Austretens von Masse auf einen unzureichend gefüllten
Formhohlraum hinweisen und damit eine Entlüftungsspaltkorrektur bewirken.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt, wobei die
als horizontal dargestellten Einrichtungen ebenso in senkrechter Lage einsetzbar sind.
[0015] Es zeigen
- Fig. 1
- einen senkrechten Teilschnitt durch ein Preßwerkzeug im Bereich des Entlüftungsspalts
mit Füllschieber
- Fig. 2
- einen senkrechten Teilschnitt durch ein Preßwerkzeug im Bereich des Entlüftungsspalts
- Fig. 3
- vergrößerter Teilausschnitt der Fig. 2
- Fig. 4
- senkrechter Teilschnitt durch ein Preßwerkzeug
- Fig. 5
- vergrößerter Teilausschnitt der Fig. 4
- Fig. 6
- Teilausschnitt eines Preßwerkzeugs mit Spalteinstellung im Oberwerkzeug
Eine in Fig. 1 im einzelnen nicht dargestellte vertikale stehende Presse zum Herstellen
keramischer Formlinge, insbesondere Teller, die ebenso in horizontaler Lage angeordnet
sein kann, besitzt ein erstes Werkzeugteil 12 mit einem Formteil 14, dessen Formfläche
mit einer Beschichtung 16 versehen ist. Die Beschichtung 16 formt die Oberseite eines
mit diesem Preßwerkzeug herstellbaren Tellers. Die Unterseite des Tellers formt die
Membrane 18, deren Fuß 22 zwischen dem Unterstützungsteil 24 und dem Spannring 26
fest eingespannt ist. Die keramische Masse 28 gelangt durch einen nicht dargestellten
Füllkanal im Füllschieber 30 in den Formhohlraum 32. Während des Preßvorgangs wird
die elastische Membrane 18 mit einem Druckmittel gegen die Masse 28 gepreßt. Dazu
führen nicht gezeichnete Kanäle im Unterstützungsteil 24 Druckmittel hinter die Membrane
18 und Verdichten die Masse isostatisch. Zur Abdichtung des Druckmittelraums ist der
Fuß der Membrane 18 mit einer umlaufenden Dichtlippe versehen, die durch einen Stützring
36 und einen Dichtring 34 unterstützt wird.
[0016] Den Verschluß für den Füllkanal bildet ein Füllschieber 38, der verhindert, daß während
des Preßvorgangs Masse in den Füllkanal zurückgedrängt und verdichtet wird. Da mit
der Masse auch Luft in den Formhohlraum 32 gelangt, muß dieser Luft eine Möglichkeit
gegeben werden, um zu entweichen. Dieser Entlüftungsspalt 40 liegt zwischen dem Außenrand
der Membrane 18 und der Beschichtung 16 und geht in einen oder mehrere Entlüftungskanäle
über. Zur Einstellung des Entlüftungsspalts auf die entsprechende Form des Formlings,
die Massebeschaffenheit usw. ist das Unterstützungsteil 24 mit einem Einsatz 42 in
Form eines Gewinderinges versehen. Im Zusammenspiel mit dem Außengewinde am Unterstützungsteil
24 wird die Membrane 18 bei Bedarf angehoben und der Entlüftungsspalt verengt. Als
Sicherung gegen selbständiges Verdrehen sind im Einsatz 42 mehrere Schrauben 44 eingesetzt.
[0017] Zwei verschiedene Einstellungen sind für den Entlüftungsspalt in Fig. 2 und Fig.
3 dargestellt. Ist der Entlüftungsspalt 40 in Fig. 2 noch geöffnet und steht mitt
einem Ringkanal 46 in Verbindung, so ist in Fig. 3 die nahezu geschlossene Stellung
gezeigt. Über sechs auf den Umfang verteilte Schrauben 48 läßt sich die axiale Stellung
des Einsatzes 50 verändern. Der Abstand zwischen Einsatz 50 und Stützfläche 52 wird
mit nicht dargestellten Gewindestiften fixiert.
[0018] Auch in Fig. 4 und Fig. 5 wird der Entlüftungsspalt 40 von der Membranseite her eingestellt.
Der ringförmige Einsatz 54 liegt mit seiner nach unten gerichteten Schrägfläche 56
auf einem radial zum Unterstützungsteil 24 beweglichen Keil 58. Der ebenfalls ringförmige,
oder wie in Fig. 5 segmentförmige Keil 58 hebt, wie hier ersichtlich, den Einsatz
54 durch Eindrehen der Schraube 60.
[0019] In Fig. 6 ist die Einrichtung zur Einstellung des Entlüftungsspalts 40 dem oberen
Werkzeugteil 12 zugeordnet. Ein Ringelement 61 im Spaltbereich drückt die Beschichtung
16 nach unten und verengt die Spaltweite. Obwohl das Ringelement 61 hier mittels einer
Schraube 62 zu verstellen ist, kann auch eine hydraulische Kolbenzylindereinheit unabhängig
oder abhängig steuerbar vom Druckmittel der Membrane diese Aufgabe übernehmen. In
Fig. 6 läßt sich die Schraube 62 durch einen mit Tellerfedern 64 gelagerten Gewindering
66 verstellen. Die Tellerfedern 64 nehmen den Preßdruck auf, der während der isostatischen
Pressung auf die Beschichtung 16 wirkt. Die Luft aus dem Formhohlraum 32 entweicht
durch den Entlüftungsspalt 40 über den Ringkanal 46 und die Leitung 68.
1. Verfahren zum Herstellen keramischer Formlinge, insbes. Teller, aus einer rieselfähigen
Masse zwischen mindestens zwei einen Formhohlraum (32) begrenzenden Werkzeugteilen
(12,20), wobei zwischen die Beschichtung (16) an dem ersten Werkzeugteil (12) und
die Membran (18) an dem zweiten Werkzeugteil (20) Masse über einen Füllkanal unter
Druck in den Formhohlraum (32) eingeführt wird und die dabei zugeführte und zu verdrängende
Luft über einen Entlüftungsspalt (40) entweicht,
dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Weite des Entlüftungsspalts (40) sich auf unterschiedliche Anforderungen
hinsichtlich des Endprodukts bzw. der zu verarbeitenden rieselfähigen Masse unabhängig
von einer Einstellung des axialen, die Scherbenstärke definierenden Abmessung des
Formhohlraumes einstellen läßt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Entlüftungsspalt (40) durch Veränderung der Lage der Membrane (18) veränderbar
ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Entlüftungsspalt (40) durch Veränderung der Lage der Beschichtung (16) veränderbar
ist.
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3,
zur Herstellung von Formlingen aus einer rieselfähigen Masse in einem Formhohlraum
(32), der von zwei Werkzeugteilen (12,20) gebildet wird, wovon zwischen dem zweiten,
dem isostatischen Werkzeugteil (20) und dem ersten Werkzeugteil (12) ein Entlüftungsspalt
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem ersten Werkzeugteil und/oder dem zweiten Werkzeugteil im Bereich des Entlüftungsspalt
eine Vorrichtung zum Einstellen der lichten Weite Entlüftungsspaltes (40) unabhängig
von einer Einstellung des axialen, die Scherbenstärke definierenden Abmessung des
Formhohlraumes vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Unterstützungsteil (24) für die Membrane (18;25) axial verstellbar ausgebildet
ist, und daß die Vorrichtung zum Einstellen des Entlüftungsspalt (40) das Konstanthalten
des Entlüftungsspalt (40) bei einer axialen Verstellung des Unterstützungsteils erlaubt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das isostatische Werkzeugteil im oberen Randbereich zwischen Membrane (18) und
Unterstützungsteil (24) einen verstellbaren ringförmigen Einsatz (42, 50, 54) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Randbereich des Unterstützungsteils (24) ein höhenverstellbarer Einsatz
(50) vorgesehen ist, der mehrere Bohrungen zur Aufnahme von Abstands- und Befestigungsschrauben
aufweist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der höhenverstellbare ringförmige Einsatz (42) ein Innengewinde aufweist, welches
in das Außengewinde am Unterstützungsteil (24) eingreift.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Einsatz (54) an seiner der Membran (18) gegenüberliegenden Seite
an einem segment- oder ringförmigen Keil (58) anliegt, der durch Einstellschrauben
radial beweglich ist.
10. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige Einsatz (50, 54) mit einer hydraulischen, hubeinstellbaren Einheit
verbunden ist, die getrennt oder abhängig vom Druckmittel für den isostatischen Preßvorgang
betätigt wird.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das isostatische Preßwerkzeug und/oder das Werkzeugteil mit Beschichtung (16)
im Bereich des Entlüftungsspalts (40) eine Ringnut mit einem axial verstellbaren Ringelement
(61) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß das obere Werkzeugteil (12) vor dem Entlüftungskanal eine Ringnut mit einem Ringelement
(61) aufweist, das über einen Gewindebolzen (62) und einen Gewindering (66) verstellbar
ist, wobei sich der Gewindering federnd abstützt.
1. Method of manufacturing moulded ceramic items, particularly plates, from a flowable
material between at least two tool parts (12, 20) defining a mould cavity (32) therebetween,
with the introduction of some material under pressure into said mould cavity (32)
between the coating (16) on said first tool part (12) and the membrane (18) on said
second tool part (20), through a charging passage, while the air which is supplied
in such introduction and which is to be displaced escapes through an exhaust aperture
(40),
characterised in that the interior width of said exhaust aperture (40) is adapted to be adjusted
to different requirements in terms of the final product or the flowable material to
be processed, respectively, independently of an adjustment of the axial dimension
of said mould cavity, which defines the thickness of the ceramic body.
2. Method according to Claim 1,
characterised in that said exhaust aperture (40) is adjustable by adjustment of the position of
said membrane (18).
3. Method according to Claim 1,
characterised in that said exhaust aperture (40) is adjustable by adjustment of the position of
said coating (16).
4. Device for carrying through the method according to any of the Claims 1 to 3, for
manufacturing moulded ceramic items from a flowable material in a mould cavity (32)
formed by two tool parts (12, 20), wherein an exhaust aperture is provided between
the second, the isostatic, tool part (20) and the first tool part (12), characterised in that on said first tool part and/or said second tool part, in the region of said
exhaust aperture (40), a device is provided for adjustment of the interior width of
said exhaust aperture (40) independently of an adjustment of the axial dimension of
said cavity mould, which defines the thickness of the ceramic body.
5. Device according to Claim 4,
characterised in that an element (24) for supporting said membrane (18; 25) is configured for axial
adjustment, and that said device for adjusting said exhaust aperture (40) allows said
exhaust aperture (40) to be maintained constant with axial adjustment of said supporting
element.
6. Device according to Claim 4 or 5,
characterised in that said isostatic tool part presents an adjustable annular insert (42, 50, 54)
in the upper edge region between said membrane (18) and said supporting element (24).
7. Device according to Claims 4 to 6,
characterized in that in the upper marginal zone of said supporting element (24) a vertically adjustable
insert (50) is provided which comprises a plurality of bores for receiving spacer
and fixing screws.
8. Device according to any of Claims 4 to 7,
characterized in that said vertically adjustable insert (42) comprises an internal screw-thread
engaged in the external screw-thread on said supporting element (24).
9. Device according to any of Claims 4 to 8,
characterized in that said annular insert (54) rests, from its side opposite to said membrane (18),
against a wedge (58) having a segment or annular shape, which wedge is radially mobile
by means of setting screws.
10. Device according to any of Claims 4 to 9,
characterized in that said annular insert (50, 54) is connected to a hydraulic unit having an adjustable
travel, which unit is adapted to be operated either independently of or in dependence
on the compressed medium for the isostatic compression.
11. Device according to any of Claims 1 to 10,
characterized in that the isostatic pressing tool and/or said tool part having a coating (16) in
the area of said exhaust aperture (40) comprises a ring groove with an axially adjustable
annular element (61).
12. Device according to any of Claims 4 to 11,
characterized in that said upper tool part (12) comprises a ring groove with an annular element
(61) upstream of the exhaust aperture, which element is adjustable by means of a threaded
bolt (62) and a threaded ring (66), said threaded ring being resiliently supported.
1. Procédé à fabriquer des articles céramiques moulés, des assiettes en particulier,
d'un matériau aptes à écouler, entre au moins deux éléments-outils (12, 20) qui définissent
une cavité de moule (32) y entre, en introduisant de matériau sous pression dans ladite
cavité de moule (32) entre le revêtement (16) sur ledit premier élément-outil (12)
et la membrane (18) sur ledit deuxième élément-outil (20), à travers un passage de
chargement, pendant que de l'air en est alimenté, qui est à déplacer, s'échappe à
travers une fente de désaération (40),
caractérisé en ce que le diamètre intérieur de ladite fente de désaération (40) est ajustable
aux exigences différentes en ce qui concerne le produit fini ou respectivement le
matériau apte à s'écouler, qui doit être traité, indépendamment d'un ajustement de
la dimension axiale de ladite cavité de moule, qui définit l'épaisseur de la pâte
céramique.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que ladite fente de désaération (40) est ajustable par ajustement de la position
de ladite membrane (18).
3. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que ladite fente de désaération (40) est ajustable par ajustement de la position
dudit revêtement (16).
4. Dispositif à réaliser le procédé selon une quelconque des revendications 1 à 3,
à fabriquer des articles céramiques moulés, des assiettes en particulier, d'un matériau
aptes à écouler, dans une cavité de moule (32) formée par deux éléments-outils (12,
20), dans lequel une fente de désaération est formée entre le deuxième, élément-outil
(20), l'élément isostatique, et le premier élément-outil (12), caractérisé en ce que sur ledit premier élément-outil et/ou ledit deuxième élément-outil, dans
la zone de ladite fente de désaération (40), un dispositif est disposé à ajuster le
diamètre intérieur un dispositif est disposé à ajuster le diamètre intérieur de ladite
fente de désaération (40) indépendamment d'un ajustement de la dimension axiale de
ladite cavité de moule, qui définit l'épaisseur de la pâte céramique.
5. Dispositif selon la revendication 4,
caractérisé en ce qu'un élément (24) à supporter ladite membrane (18; 25) est configuré pour
un ajustement axial, et en ce que ledit dispositif à ajuster ladite fente de désaération
(40) permet que ladite fente de désaération (40) soit tenue constante, à un ajustement
axial dudit élément de support.
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que ledit élément-outil isostatique présente un insert annulaire ajustable
(42, 50, 54) dans la zone marginale supérieure entre ladite membrane (18) et ledit
élément de support (24).
7. Dispositif selon les revendications 4 à 6,
caractérisé en ce que dans la zone marginale supérieure dudit élément d'appui (24), est prévu
une pièce de rechange (50) ajustable en hauteur, qui comprend une pluralité d'alésages
à recevoir des vis écarteurs et de fixation.
8. Dispositif selon une quelconque des revendications 4 à 7,
caractérisé en ce que ladite pièce de rechange (42) ajustable en hauteur comprend un taraudage
qui se trouve en prise dans le filet extérieur audit élément d'appui (24).
9. Dispositif selon une quelconque des revendications 4 à 8,
caractérisé en ce que ladite pièce de rechange annulaire (54), de son côté opposé à ladite membrane
(18), s'appuie contre un coin (58) sous forme de segment ou annulaire, ce coin étant
mobile en sens radial moyennant des vis de réglage.
10. Dispositif selon une quelconque des revendications 4 à 9,
caractérisé en ce que ladite pièce de rechange annulaire (50, 54) est raccordée à une unité hydraulique
dont la levée est ajustable, cette unité étant actionnée soit indépendamment ou en
fonction de l'agent comprimé qui sert à l'opération de compression isostatique.
11. Dispositif selon une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que l'outil de compression isostatique et/ou ledit élément d'outil au revêtement
(16) dans la zone de ladite fente d'aération (40) comprend une rainure de ceinture
à un élément annulaire (61) ajustable en sens axial.
12. Dispositif selon une quelconque des revendications 4 à 11,
caractérisé en ce que ledit élément d'outil supérieur (12) comprend, en amont du passage d'aération,
une rainure de ceinture à un élément annulaire (61), qui est ajustable moyennant un
boulon fileté (62) et une bague filetée (66), ladite bague filetée s'appuyant de façon
élastique.