[0001] Die Erfindung betrifft einen Greifer, vorzugsweise Steinstapelgreifer, mit Greifarmen,
die in einem zentralen, mit einer Anhängeeinrichtung versehenen Tragstück über jeweils
zwei mit diesen winkelig verbundene Schenkel parallel zueinander verschieblich gelagert
sind und mit einer die Greifarme aufeinander zu und voneinander weg bewegenden hydraulischen
Kolben-Zylinder-Einheit, die vorzugsweise aus zwei mit dem Tragstück verbundenen Zylindern
besteht, deren Kolbenstangen an den die Schenkel verbindenden Querträgern angelenkt
sind.
[0002] Seit langem bekannte und beispielsweise in dem DE-GM 91 04 137 beschriebene Greifer
dieser Art weisen in Führungen des Tragstücks geführte Schenkel auf, von denen die
Schenkel des einen Greifarms innen liegen und von den Schenkeln des anderen Greifarms
in der Weise eingefaßt werden, daß diese außen liegen. Diese bekannte Bauart bedingt,
daß jeder Greifer Greifarme besitzt, deren in dem Tragstück geführte Schenkel unterschiedliche
Abstände voneinander aufweisen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Greifer der eingangs angegebenen Art mit vereinfachter
Bauweise zu schaffen.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem Greifer der gattungsgemäßen Art dadurch
gelöst, daß die Schenkel jedes Greifarms gleiche Abstände voneinander aufweisen und
in der Weise versetzt nebeneinander liegend in Führungen des Tragstücks geführt sind,
daß die Schenkel des einen Greifarms auf in dieselbe Richtung weisenden Seiten der
Schenkel des anderen Greifarms liegen.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Greifer übergreifen die der Führung dienenden Schenkel
der beiden Greifarme einander nicht mehr in der Weise, daß die Schenkel des einen
Greifarms innen und die des anderen Greifarms außen liegen, sondern die Schenkel jedes
Greifarms liegen auf gleichen Seiten versetzt neben den Schenkeln des anderen Greifarms.
Die erfindungsgemäße Konstruktion gestattet es, den Greifer mit identischen Greifarmen
herzustellen, was die erforderliche Lagerhaltung verringert und den baulichen Aufwand
vermindert.
[0006] Die über Jahrzehnte unverändert beibehaltene, herkömmliche Konstruktion, bei der
die Schenkel des einen Greifarms die des anderen Greifarms von außen her übergreifen,
ist vermutlich deshalb nie geändert worden, weil von der Vorstellung ausgegangen wurde,
daß die Greifarme aus Symmetriegründen spiegelbildlich zu einer gemeinsamen Mittelebene
angeordnet werden müssen. Die erfindungsgemäße Konstruktion führt jedoch gegenüber
der herkömmmlichen Konstruktion gerade zu einer gleichmäßigeren Belastung der Greifarme,
weil bei der Anordnung von zwei nebeneinander liegenden und in dem Tragstück gehalterten
Zylindern die Kolbenstangen dieser Zylinder jeweils mittig zwischen den Schenkeln
an den die Schenkel verbindenden Trägern angelenkt werden können, was zu einer mittigen
Einleitung der Schließkräfte in die Greifarme und damit insgesamt günstigeren Kraftverteilungen
und Belastungsverhältnisses führt. Der erfindungsgemäße Greifer läßt sich daher bei
vereinfachter Konstruktion in der Weise herstellen, daß vom System her die Schließkräfte
verwindungsfrei in die Greifarme eingeleitet werden können.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert, in deren einziger Figur eine Draufsicht auf einen Steinstapelgreifer dargestellt
ist.
[0008] Der Steinstapelgreifer besteht aus einem zentralen Tragstück 1, das aus einem Querträger
2 aufgebaut ist, der mit seitlichen, nebeneinander liegenden, rohrförmigen Führungen
3, 4 und 5, 6 für die Schenkel 7, 8 und 9, 10 jedes der Greifarme 11, 12 verbunden
ist. Die Schenkel 7, 8 des Greifarms 11 weisen voneinander denselben Abstand auf wie
die Schenkel 9, 10 des Greifarms 12. Die Greifarme 7,8 und 9, 10 sind in der Weise
in den Führungen 3, 4 und 5, 6 nebeneinander liegend geführt, daß die Greifarme 9,
10 in der aus der Zeichnung ersichtlichen Draufsicht jeweils unterhalb der Schenkel
7, 8 geführt sind. Da die Schenkel beider Greifarme 11, 12 gleiche Abstände voneinander
aufweisen, können beide Greifarme identisch ausgebildet sein, so daß es nicht mehr
erforderlich ist, die Greifer mit unterschiedlich ausgebildeten Greifern auszustatten.
[0009] Die beschriebene, versetzt zueinander angeordnete Lagerung der Schenkel gestattet
es darüberhinaus, die Kolbenstangen 14, 15 der Hydraulikzylinder 16, 17 mittig an
den die Schenkel 7, 8 und 9, 10 verbindenden Querträgern 18, 19 anzulenken.
[0010] Die Hydraulikzylinder 16, 17 sind an mit dem Querträger 2 gabelförmig verbundenen
Haltestücken 22 und 23 angelenkt.
1. Greifer, vorzugsweise Steinstapelgreifer, mit Greifarmen, die in einem zentralen,
mit einer Anhängeeinrichtung versehenen Tragstück über jeweils zwei mit diesen winkelig
verbundene Schenkel parallel zueinander verschieblich gelagert sind, und
mit einer die Greifarme aufeinander zu und voneinander weg bewegenden hydraulischen
Kolben-Zylinder-Einheit, die vorzugsweise aus zwei mit den Tragstück verbundenen Zylindern
besteht, deren Kolbenstangen an den die Schenkel verbindenden Querträgern angelenkt
sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schenkel (7, 8; 9, 10) eines jeden Greifarms (11, 12) gleiche Abstände voneinander
aufweisen und in der Weise versetzt nebeneinander liegend in Führungen (3, 4; 5, 6)
des Tragstücks (1) geführt sind, daß die Schenkel (7, 8) des einen Greifarms (11)
auf in dieselbe Richtung weisenden Seiten der Schenkel (9, 10) des anderen Greifarms
(12) liegen.