(19)
(11) EP 0 566 559 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
20.10.1993  Patentblatt  1993/42

(21) Anmeldenummer: 93890074.3

(22) Anmeldetag:  06.04.1993
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E04H 4/00, E04H 4/14
(84) Benannte Vertragsstaaten:
BE CH DE FR LI LU NL

(30) Priorität: 14.04.1992 AT 770/92

(71) Anmelder: Wurth, Raimund Harald
A-4451 Ried/Traunkreis (AT)

(72) Erfinder:
  • Wurth, Raimund Harald
    A-4451 Ried/Traunkreis (AT)

(74) Vertreter: Hübscher, Heiner, Dipl.-Ing. et al
Spittelwiese 7
A-4020 Linz
A-4020 Linz (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Schwimmbecken


    (57) Um ein Schwimmbecken mit einer von einem Boden (1) aufragenden Umfangswand (2) und einer wasserdichten Beckenauskleidung aus einer den oberen Rand (2a) der umfangswand (2) übergreifenden und an diesen Rand (2a) mit Hilfe eines Aufsteckprofiles (9) festgehaltenen Folie (1) in einfacher Weise mit einer Überlaufrinne (7) ausrüsten zu können, wird vorgeschlagen, daß mit Abstand von der Umfangswand (2) eine ebenfalls vom Boden (1) aufragende Außenwand (3) vorgesehen ist, zwischen der und der Umfangswand (2) sich ein Boden (6) für eine Überlaufrinne (7) erstreckt, und daß die Folie (8) unter einer Auskleidung der von der Umfangswand (2), der Außenwand (2) und dem Rinnenboden (6) begrenzten Uberlaufrinne (7) bis über den oberen Rand (3a) der Außenwand (3) verlängert und auf diesem Rand (3a) mit Hilfe eines Aufsteckprofiles (9) befestigt ist.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schwimmbecken mit einer von einem Boden aufragenden Umfangswand und einer wasserdichten Beckenauskleidung aus einer den oberen Rand der Umfangswand übergreifenden und an diesem Rand gegebewnenfalls mit Hilfe eines Aufsteckprofiles festgehaltenen Folie.

    [0002] Schwimmbecken dieserArtweisen den Vorteil eines einfachen Aufbaus und einer kostengünstigen Herstellung auf, weil lediglich auf einem entsprechenden Boden eine Umfangswand errichtet werden muß, bevor die wasserdichte Beckenauskleidung in das Becken eingebracht wird. Diese wasserdichte Beckenauskleidung besteht aus einer Folie, die am Beckenboden aufliegt, entlang der Umfangswand bis über deren oberen Rand hochgezogen und auf diesem Rand festgehalten wird, beispielsweise mit einem Aufsteckprofil. Diese bekannten Schwimmbekken eignen sich aufgrund ihrer Konstruktion jedoch nicht zur Ausbildung einer an den oberen Rand der Umfangswand anschließenden Überlaufrinne. Das in solchen Überlaufrinnen gesammelte, aus dem Oberflächenbereich des Beckens stammende Überlaufwasser kann einer die Wasserhygiene erheblich verbessernden Aufbereitung zugeführt werden, wobei entsprechende Ausgleichsbehälter vorzusehen sind.

    [0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Schwimmbecken der eingangs geschilderten Art mit einfachen konstruktiven Mitteln so auszubilden, daß Überlaufrinnen vorgesehen werden können, ohne auf die Vorteile dieser Becken hinsichtlich des geringen Herstellungs- und Montageaufwandes verzichten zu müssen.

    [0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß mit Abstand von der Umfangswand eine ebenfalls vom Boden aufragende Außenwand vorgesehen ist, zwischen der und der Umfangswand sich ein Boden für eine Überlaufrinne erstreckt, und daß die Folie unter einer Auskleidung der von der Umfangswand, der Außenwand und dem Rinnenboden begrenzten Überlaufrinne bis über den oberen Rand der Außenwand verlängert und auf diesem Rand vorzugsweise mit Hilfe eines Aufsteckprofiles befestigt ist.

    [0005] Durch das Vorsehen einer zusätzlichen Außenwand erübrigt sich der sonst notwendige Anschluß eines Rinnenprofiles an die Umfangswand, was insbesondere bei einem nicht geraden Verlauf der Umfangswand große Schwierigkeiten bereitet. Es braucht ja nur zwischen der Umfangswand des Beckens und der mit Abstand davon angeordneten Außenwand ein Rinnenboden eingesetzt zu werden, der ohne weiteres an den Verlauf der Umfangswand angepaßt werden kann, zumal er auch aus einzelnen Bodenplatten zusammengesetzt werden kann. Die Wasserdichtheit und die Oberflächenbeschaffenheit dieser Überlaufrinne wird durch die Folie der Beckenauskleidung bestimmt, die sich über die Überlaufrinne bis über den oberen Rand der Außenwand fortsetzt und dort wie im Bereich der Umfangswand durch Aufsteckprofile befestigt werden kann. Selbstverständlich ist auch eine andere Befestigung möglich. Die Abdeckung der Überlaufrinne durch einen geeigneten Rost bringt keine Schwierigkeiten mit sich, insbesondere wenn eine entsprechende Rostauflage vorgesehen wird.

    [0006] Besonders einfache Konstruktionsverhältnisse ergeben sich, wenn die im allgemeinen vorzusehenden Abstandhalter zwischen der Außenwand und der Umfangswand als Auflagen für den Rinnenboden ausgebildet sind, weil in diesem Fall lediglich Bodenplatten auf die Abstandhalter aufgelegt werden müssen, um die Überlaufrinne zwischen der Außen- und der Umfangswand zu erhalten.

    [0007] Das Errichten einer zusätzlichen Außenwand bringt durchwegs einen geringeren Aufwand als ein formschlüssiges Anschließen eines Rinnenprofils an der Umfangswand mit sich, zumal der Zwischenraum zwischen den beiden Wänden auch für andere Zwecke ausgenützt werden kann. So kann beispielsweise die Außenwand eine verlorene Schalung füreine Füllung, vorzugsweise aus Beton, des Zwischenraumes zwischen der Außen- und der Umfangswand unterhalb der Überlaufrinne bilden, wodurch eine sonst erforderliche Schalung entfällt.

    [0008] Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Zwischenraum zwischen der Außen- und der Umfangswand unterhalb der Überlaufrinne als Wasserausgleichskammer auszubilden, was wiederum sonst erforderliche Ausgleichsbehälter überflüssig macht.

    [0009] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar wird ein erfindungsgemäßes Schwimmbekken in einem schematischen Querschnitt durch die Außen- und die Umfangswand gezeigt.

    [0010] Das Schwimmbecken gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht im wesentlichen aus einer den Beckenboden 1 bildenden Bodenplatte, von der eine Umfangswand 2 und mit Abstand außerhalb dieser Umfangswand 2 eine parallele Außenwand 3 aufragen. Diese Wände 2 und 3 sind in am Boden 1 verlegten Aufnahemschienen 4 eingesetzt und durch Abstandhalter 5 in einem vorgegebenen Abstand gehalten. Sowohl die Umfangswand 2 als auch die Außenwand 3 können aus Stahlblechen oder Kunststoffplatten bestehen. Auf den mit den Wänden 2 und 3 verbundenen Abstandhaltern 5 sind Bodenplatten für einen Rinnenboden 6 aufgelegt, der zusammen mit den von diesem Rinnenboden 6 aufragenden Randstreifen der Umfangswand 2 und der Außenwand 3 eine Überlaufrinne 7 begrenzt.

    [0011] Das Schwimmbecken weist wie die Überlaufrinne 7 eine wasserdichte Auskleidung aus einer Folie 8 auf, die auf dem Boden 1 aufliegt, entlang der Innenfläche der Umfangswand 2 hochgezogen und über die Überlaufrinne 7 verlängert ist, wie dies der Zeichnung klar entnommen werden kann. Im Umlenkbereich der Folie 8 am oberen Rand 2a der Umfangswand 2 und am oberen Rand 3a der Außenwand 3 sind Aufsteckprofile 9 vorgesehen, mit deren Hilfe die Folie 8 an den Rändern 2a und 3a festgeklemmt werden kann. Durch entsprechende Einlagen ist es außerdem möglich, Fertigungstoleranzen auszugleichen und einen genau horizontalen Verlauf der Aufsteckprofile 9 sicherzustellen.

    [0012] Die wie das Schwimmbecken mit der Folie 2 ausgekleidete Überlaufrinne 7, die in herkömmlicher Weise mit entsprechenden Ausgleichsbehältern in Verbindung steht und an eine Wasseraufbereitungseinrichtung angeschlossen ist, kann in herkömmlicher Weise mit einem Rost, beispielsweise einem Rollrost abgedeckt werden, was jedoch aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt ist.

    [0013] Der Zwischenraum zwischen der Umfangswand 2 und der Außenwand 3 kann eine Füllung 10 aus einem Schüttgut oder aus Beton aufnehmen, um eine hohe Standfestigkeit für das Schwimmbecken sicherzustellen. In diesem Fall dient die Außenwand 3 als verlorene Schalung. Der Zwischenraum zwischen den beiden Wänden 2 und 3 kann aber auch vorteilhaft als Wasserausgleichskammer dienen, was gesonderte Ausgleichsbehälter überflüssig macht.


    Ansprüche

    1. Schwimmbecken mit einer von einem Boden (1) aufragenden Umfangswand (2) und einer wasserdichten Beckenauskleidung aus einer den oberen Rand (2a) der Umfangswand (2) übergreifenden und an diesem Rand (2a) gegebenenfalls mit Hilfe eines Aufsteckprofiles (9) festgehaltenen Folie, dadurch gekennzeichnet, daß mit Abstand von der Umfangswand (2) eine ebenfalls vom Boden (1) aufragende Außenwand (3) vorgesehen ist, zwischen der und der Umfangswand (2) sich ein Boden (6) für eine Überlaufrinne (7) erstreckt, und daß die Folle (8) unter einer Auskleidung der von der Umfangswand (2), der Außenwand (3) und dem Rinnenboden (6) begrenzten Überlaufrinne (7) bis über den oberen Rand (3a) der Außenwand (3) verlängert und auf diesem Rand (3a) vorzugsweise mit Hilfe eines Aufsteckprofiles (9) befestigt ist.
     
    2. Schwimmbecken nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Außenwand (3) und der Umfangswand (2) Abstandhalter (5) vorgesehen sind, die Auflagen für den Rinnenboden (6) bilden.
     
    3. Schwimmbecken nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenwand (3) eine verlorene Schalung für eine Füllung (10), vorzugsweise aus Beton, des Zwischenraumes zwischen der Außen- und der Umfangswand (2, 3) unterhalb der Überlaufrinne (7) bildet.
     
    4. Schwimmbecken nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum zwischen der Außen- und der Umfangswand (2, 3) unterhalb der Überlaufrinne (7) eine Wasserausgleichskammer bildet.
     




    Zeichnung







    Recherchenbericht