[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines topfförmigen Gehäuses aus
gerolltem Blech mit geschlossenem Boden und einer mit Laschen versehenen Öffnung sowie
einem im Bodenbereich des topfförmigen Gehäuses eingesetzten Deckel (siehe z.B. DE-A-3
128 881).
[0002] Wenn die Forderung besteht, topfförmige Gehäuse in wasserdichter Ausführung bereitzustellen,
so wird bekanntermaßen oft der Weg eingeschlagen, das besagte Gehäuse durch Tiefziehen
herzustellen. Dieses hat den Nachteil, daß sehr teure Aggregate erforderlich sind.
Auch muß wegen des Tiefziehprozesses relativ teures Vormaterial gewählt werden. Außerdem
haben tiefgezogene Teile den Nachteil, daß die Wandstärke nicht immer gleichförmig
ist (DE-OS 22 64 379).
[0003] Es ist auch bekannt, topfförmige Gehäuse durch Rollen von Blech herzustellen. Bei
diesen Gehäusen gibt es die verschiedensten Ausführungen, um das Gehäuse zu befestigen,
allerdings sind die geläufigen Befestigungsmethoden nicht so günstig ausgeführt, wie
das bei einem tiefgezogenen topfförmigen Gehäuse der Fall ist (DE-A-31 28 881).
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein topfförmiges Gehäuse zu schaffen,
das Laschen aufweist, die integraler Bestandteil des Gehäuses sind, und das kostengünstig
hergestellt werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird bei dem gattungsgemäßen Verfahren erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß vor dem Rollen des Bleches an einer Seite des Bleches befindliche, durch Stanzen
hergestellte Laschen um 90 Grad aus der Blechebene gebogen und anschließend die umfaßten
bzw. abgestützten Laschen von der Seite oder in Längsrichtung gestaucht sowie gleichzeitig
die inneren und äußeren Biegekanten scharfkantig geformt werden.
[0006] Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß die Laschen zu dem Rand
versetzt um 90° aus der Blechebene gebogen werden.
[0007] Eine andere Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß die Laschen bündig zu
dem Rand um 90° aus der Blechebene gebogen werden.
[0008] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß mit geringem
Aufwand ein wasserdichtes topfförmiges Gehäuse hergestellt werden kann, das außerdem
im Bodenbereich mehr Raum für aufzunehmende Bauteile (Magnete) aufweist als z.B. tiefgezogene
Gehäuse. Außerdem ergibt sich ein sehr genauer Sitz beim Anflanschen des Gehäuses.
Bei Anwendung des neuen Verfahrens kann preiswerteres Material als z.B. beim Tiefziehen
verwendet werden. Weiterhin ergibt sich eine gleichförmige Wandstärke. Das neue Verfahren
ist bei all seinen Vorzügen kostengünstig im Vergleich zu bekannten Verfahren (Tiefziehen).
[0009] Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen näher erläutert.
[0010] Es zeigt
- Fig. 1
- ein topfförmiges Gehäuse in Seitenansicht und
- Fig. 2
- die dazugehörige Draufsicht,
- Fig. 3
- ein Blech mit ausgestanzten Laschen und
- Fig. 4
- die Seitenansicht zu Fig. 3,
- Fig. 5
- schematisch die wesentlichen Stufen des erfindungsgemäßen Verfahrens in zwei Ansichten,
- Fig. 6
- ein nach dem neuen Verfahren hergestelltes topfförmiges Gehäuse und
- Fig. 7
- die wesentlichen Stufen einer Variante des neuen Verfahrens, ebenfalls in zwei Ansichten.
[0011] In den Fig. 1 und 2 ist ein topfförmiges Gehäuse 11 dargestellt, das mit zwei Laschen
2 versehen ist. Die Laschen 2 weisen Löcher 7 auf, um das Gehäuse 11 beispielsweise
an einem Getriebe (nicht dargestellt) anschrauben zu können.
[0012] In den Fig. 3 und 4 ist ein Blech 1 dargestellt, an dem sich an einer Seite durch
Stanzen hergestellte Laschen 2 befinden. Dieses Blech 1 kann im Produktionsprozeß
auch noch Teil eines Bandes sein, das von einer Rolle (Coil) abgewickelt wird.
[0013] In Fig. 5 sind die wesentlichen Schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens zeichnerisch
schematisch dargestellt. Bei a ist das Blech 1 mit den Laschen 2 entsprechend der
Fig. 4 dargestellt. Der erste Verfahrensschritt b ist das Biegen der Laschen 2 um
90° aus der Ebene des Bleches 1 heraus. In diesem Fall werden die Laschen 2 zu dem
Rand 10 versetzt um 90° auf der Blechebene gebogen, d. h. die Außenseiten 14 der Laschen
2 stehen über den Rand 10 hinaus. Bei dem Verfahrensschritt nach Fig. 5 c wirkt ein
Stempel (nicht gezeichnet), der die Form der Laschen aufweist, von der Seite her in
Richtung des Pfeiles 13 gegen die Laschen 2, wobei die Laschen 2 allseitig umfaßt
bzw. abgestützt sind, damit die Stauchkräfte (Pfeil 13) auf die Laschen 2 so einwirken
können, daß die Ecken 3 und 4, im wesentlichen die Ecke 4, scharfkantig ausgebildet
werden. - Die Ecken 3 und 4 können auch als innere 3 und äußere 4 Biegekanten bezeichnet
werden.
[0014] In dem Schritt c werden die Laschen 2 in Richtung des Pfeils 13 gestaucht und gleichzeitig
die inneren und äußeren Biegekanten 3 und 4 scharfkantig geformt. Dabei ergibt sich
ein Niveauunterschied 15 zwischen dem Rand 10 und den Laschen 2.
[0015] Nun folgt das Rollen des Rohteils, wie es in Fig. 5 c dargestellt ist. Die danach
aneinander liegenden Längsnähte werden miteinander verbunden, beispielsweise verschweißt
oder verklinkt. Anschließend wird im Bodenbereich des topfförmigen Gehäuses 11 ein
Deckel 8 eingesetzt.
[0016] Zu diesem Zweck kann eine Rille bzw. Ausdehnung 5 vorgesehen sein, in der der Deckel
8 gehalten ist. Der Deckel 8 kann eingebördelt (Fig. 6) oder mit dem Gehäuse 11 verschweißt
sein.
[0017] Nun kann eine spanabhebende Bearbeitung der Öffnung 9 so erfolgen, daß der Rand 10
der Öffnung 9 und die Laschen 2 eben sind und eine Fase 6 vorhanden ist. Diese Fase
dient zur Aufnahme eines O-Ringes zum Abdichten beim Anflanschen des topfförmigen
Gehäuses 11. Ein weiterer Schritt ist dann das Stanzen von Löchern 7 in die Laschen
2.
[0018] Eine Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens, was die Schritte a, b und c gemäß
Fig. 5 anbelangt, ist in Fig. 7 in zwei Ansichten dargestellt. Ein Unterschied zu
dem Verfahren gemäß Fig. 5 besteht darin, daß die Laschen 2 bündig zu dem Rand 10
um 90° aus der Blechebene gebogen werden, so wie das in Fig. 7 b dargestellt ist.
Die Stauchung der Laschen 2 erfolgt in diesem Fall in Richtung des Pfeiles 12 mit
denselben Wirkungen wie sie zur Fig. 5 c bereits beschrieben worden sind. Bei dem
Stauchen gemäß Fig. 7 c werden die Laschen umfaßt, so daß sie bei dem Stauchvorgang
nicht ausweichen können und die äußeren und inneren Biegekanten 3 und 4 gefüllt werden.
[0019] Das verwendete Stahlblech 1 wird durch Walzen hergestellt. Es ist zweckmäßig, die
Gehäuseachse so zu wählen, daß sie in Walzrichtung liegt. Dann liegen die Biegekanten
für die Laschen 2 quer zur Walzrichtung. Diese Ausbildung verringert die Bruchgefahr
bezüglich der Laschen 2.
1. Verfahren zum Herstellen eines topfförmigen Gehäuses (11) aus gerolltem Blech (1)
mit geschlossenem Boden und einer mit Laschen (2) versehenen Öffnung (9) sowie einem
im Bodenbereich des topfförmigen Gehäuses (11) eingesetzten Deckel (8), dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Rollen des Bleches (1) an einer Seite des Bleches (1) befindliche, durch
Stanzen hergestellte Laschen (2) um 90 Grad aus der Blechebene gebogen und anschließend
die umfaßten bzw. abgestützten Laschen (2) von der Seite (13) oder in Längsrichtung
(12) gestaucht sowie gleichzeitig die inneren und äußeren Biegekanten (3, 4) scharfkantig
geformt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen (2) zu dem Rand (10) versetzt um 90° aus der Blechebene gebogen
werden (Fig. 5b).
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Laschen (2) bündig zu dem Rand (10) um 90° aus der Blechebene gebogen werden
(Fig. 7b).
1. A method of manufacturing a pot-shaped housing (11) from rolled sheet (1), comprising
a closed base, an opening (9) provided with tabs (2) and a cover (8) inserted into
the base region of the pot-shaped housing (11), characterised in that, before the
sheet (1) is rolled, tabs (2) formed by punching and provided on one side of the sheet
(1) are bent through 90 degrees from the plane of the sheet and then the enclosed
or supported tabs (2) are compressed from the side (13) or in the longitudinal direction
(12) and the inner and outer bending edges (3, 4) are simultaneously sharply formed.
2. A method according to claim 1, characterised in that the tabs (2) are bent through
90° from the sheet plane so as to be displaced relative to the edge (10) (Fig. 5b).
3. A method according to claim 1, characterised in that the tabs (2) are bent through
90° from the sheet plane so as to be flush with the edge (10) (Fig. 7b).
1. Procédé de fabrication d'un boîtier (11) en forme de pot en tôle (1) laminée, comportant
un fond fermé et une ouverture (9) munie de languettes (2) ainsi qu'un couvercle (8)
inséré dans la région du fond du boîtier (11) en forme de pot, caractérisé en ce que
des languettes, fabriquées par découpage et se trouvant d'un côté de la tôle (1),
sont, avant le laminage de la tôle, courbées à 90° hors du plan de la tôle, puis les
languettes (2) entourées ou supportées sont refoulées par le côté (13) ou suivant
la direction (12) longitudinale et dans le même temps les arêtes (3,4) de courbure
intérieure et extérieure sont conformées à angles aigus.
2. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les languettes (2) sont
courbées à 90° hors du plan de la tôle, en étant décalées vers le bord (10) (figure
5b).
3. Procédé suivant la revendication 1, caractérisé en ce que les languettes (2) sont
courbées à 90° hors du plan de la tôle, en affleurant au bord (10) (figure 7b).